Übereinkommen über die Erteilung europäischer Patente (EuropäischesPatentübereinkommen)
Abkürzung
EPÜ
Unterzeichnungsdatum
Sprachen
Deutsch, Englisch, Französisch
Vertragsparteien
Belgien 350/1979, III 56/1997 Ä1 Bulgarien III 242/2002, III243/2002 Ä1 Dänemark 37/1990, 591/1995 Ä1 Deutschland 591/1995 Ä1 Deutschland/BRD 350/1979 Estland III 242/2002, III 243/2002 Ä1 Finnland III 56/1997 Ä1, III 62/1998 Frankreich 350/1979, 591/1995Ä1 Griechenland 583/1986, 591/1995 Ä1 Großbritannien 350/1979,591/1995 Ä1 Irland 484/1994, 457/1995 (DFB), III 105/1997 Ä1 Italien 350/1979, 591/1995 Ä1 Liechtenstein 37/1990, III 56/1997 Ä1 Luxemburg 350/1979, III 105/1997 Ä1 Monaco 663/1991, III 56/1997 Ä1 Niederlande 350/1979, 591/1995 Ä1 Portugal 663/1991, III 56/1997 Ä1 Rumänien III 31/2003 Schweden 350/1979, 591/1995 Ä1 Schweiz 350/1979, 591/1995 Ä1 Slowakei III 242/2002, III 243/2002 Ä1 Slowenien III 22/2003, III 23/2003 Ä1 Spanien 583/1986, III105/1997 Ä1 Türkei III 5/2002, III 6/2002 Ä1 Ungarn III 31/2003 Zypern III 62/1998 *Tschechien III 242/2002, III 243/2002 Ä1
Sonstige Textteile
Der Nationalrat hat beschlossen:
Der Abschluß des Übereinkommens über die Erteilung europäischer Patente (Europäisches Patentübereinkommen), dessen
Art. 2 Abs. 2, Art. 4 Abs. 3, Art. 9 Abs. 2 und 4, Art. 16 bis 22, Art. 33, Art. 134 Abs. 8 und Art. 172 Abs. 4
verfassungsändernd sind, samt Ausführungsordnung,
Anerkennungsprotokoll, Protokoll über Vorrechte und Immunitäten,
Zentralisierungsprotokoll, dessen
Abschnitt IV Nr. 1 lit. a und c sowie
Abschnitt IV Nr. 2 lit. a und b verfassungsändernd sind, und Protokoll über die Auslegung des Artikels 69 des Übereinkommens und Vorbehalten Österreichs wird verfassungsmäßig genehmigt.
Gemäß Art. 49 Abs. 2 B-VG hat der Bundeskanzler unter Mitwirkung des Österreichischen Patentamtes die Ausführungsordnung nach Art. 33 Abs. 1 lit. b des Übereinkommens über die Erteilung europäischer Patente (Europäisches Patentübereinkommen) dadurch kundzumachen, daß sie in deutscher, englischer und französischer Sprache beim Österreichischen Patentamt zur öffentlichen Einsicht während der Amtsstunden aufgelegt wird.
Ratifikationstext
Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete und vom Bundeskanzler gegengezeichnete Ratifikationsurkunde wurde am 27. Feber 1979 hinterlegt; das Übereinkommen ist gemäß seinem Art. 169 Abs. 2 am 1. Mai 1979 für Österreich in Kraft getreten.
Vor Hinterlegung der Ratifikationsurkunde Österreichs haben folgende Staaten ihre Ratifikationsurkunde zum genannten Übereinkommen hinterlegt:
Belgien, Bundesrepublik Deutschland, Frankreich (einschließlich der Überseedepartements und -territorien), Italien, Luxemburg, Niederlande, Schweden, Schweiz und Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland.
Vorbehalte der Republik Österreich zum
Übereinkommen über die Erteilung europäischer
Patente (Europäisches Patentübereinkommen)
Gemäß Artikel 167 Absatz 2 lit. a:
Europäische Patente können für das Gebiet der Republik Österreich übereinstimmend mit den für nationale Patente geltenden Vorschriften für nichtig erklärt werden, soweit sie Schutz für chemische Erzeugnisse als solche oder für Nahrungs- oder Arzneimittel als solche gewähren.
Gemäß Artikel 167 Absatz 2 lit. d:
Das Anerkennungsprotokoll ist für die Republik Österreich nicht verbindlich.
Präambel/Promulgationsklausel
Gliederung
PRÄAMBEL
ERSTER TEIL
ALLGEMEINE UND INSTITUTIONELLE VORSCHRIFTEN
Kapitel I
Allgemeine Vorschriften
Art. 1
Europäisches Recht für die Erteilung von Patenten
Art. 2
Europäisches Patent
Art. 3
Territoriale Wirkung
Art. 4
Europäische Patentorganisation
Kapitel II
Die Europäische Patentorganisation
Art. 5
Rechtsstellung
Art. 6
Sitz
Art. 7
Dienststellen des Europäischen Patentamts
Art. 8
Vorrechte und Immunitäten
Art. 9
Haftung
Kapitel III
Das Europäische Patentamt
Art. 10
Leitung
Art. 11
Ernennung hoher Beamter
Art. 12
Amtspflichten
Art. 13
Streitsachen zwischen der Organisation und den Bediensteten des Europäischen Patentamts
Art. 14
Sprachen des Europäischen Patentamts
Art. 15
Organe im Verfahren
Art. 16
Eingangsstelle
Art. 17
Recherchenabteilungen
Art. 18
Prüfungsabteilungen
Art. 19
Einspruchsabteilungen
Art. 20
Rechtsabteilung
Art. 21
Beschwerdekammern
Art. 22
Große Beschwerdekammer
Art. 23
Unabhängigkeit der Mitglieder der Kammern
Art. 24
Ausschließung und Ablehnung
Art. 25
Technische Gutachten
Kapitel IV
Der Verwaltungsrat
Art. 26
Zusammensetzung
Art. 27
Vorsitz
Art. 28
Präsidium
Art. 29
Tagungen
Art. 30
Teilnahme von Beobachtern
Art. 31
Sprachen des Verwaltungsrats
Art. 32
Personal, Räumlichkeiten und Ausstattung
Art. 33
Befugnisse des Verwaltungsrats in bestimmten Fällen
Art. 34
Stimmrecht
Art. 35
Abstimmungen
Art. 36
Stimmenwägung
Kapitel V
Finanzvorschriften
Art. 37
Deckung der Ausgaben
Art. 38
Eigene Mittel der Organisation
Art. 39
Zahlungen der Vertragsstaaten auf Grund der für die Aufrechterhaltung
der europäischen Patente erhobenen Gebühren
Art. 40
Bemessung der Gebühren und Anteile - besondere Finanzbeiträge
Art. 41
Vorschüsse
Art. 42
Haushaltsplan
Art. 43
Bewilligung der Ausgaben
Art. 44
Mittel für unvorhergesehene Ausgaben
Art. 45
Haushaltsjahr
Art. 46
Entwurf und Feststellung des Haushaltsplans
Art. 47
Vorläufige Haushaltsführung
Art. 48
Ausführung des Haushaltsplans
Art. 49
Rechnungsprüfung
Art. 50
Finanzordnung
Art. 51
Gebührenordnung
ZWEITER TEIL
MATERIELLES PATENTRECHT
Kapitel I
Patentierbarkeit
Art. 52
Patentfähige Erfindungen
Art. 53
Ausnahmen von der Patentierbarkeit
Art. 54
Neuheit
Art. 55
Unschädliche Offenbarungen
Art. 56
Erfinderische Tätigkeit
Art. 57
Gewerbliche Anwendbarkeit
Kapitel II
Zur Einreichung und Erlangung des europäischen
Patents berechtigte Personen - Erfindernennung
Art. 58
Recht zur Anmeldung europäischer Patente
Art. 59
Mehrere Anmelder
Art. 60
Recht auf das europäische Patent
Art. 61
Anmeldung europäischer Patente durch Nichtberechtigte
Art. 62
Anspruch auf Erfindernennung
Kapitel III
Wirkungen des europäischen Patents und
der europäischen Patentanmeldung
Art. 63
Laufzeit des europäischen Patents
Art. 64
Rechte aus dem europäischen Patent
Art. 65
Übersetzung der europäischen Patentschrift
Art. 66
Wirkung der europäischen Patentanmeldung als nationale Hinterlegung
Art. 67
Rechte aus der europäischen Patentanmeldung nach Veröffentlichung
Art. 68
Wirkung des Widerrufs des europäischen Patents
Art. 69
Schutzbereich
Art. 70
Verbindliche Fassung einer europäischen Patentanmeldung oder eines
europäischen Patents
Kapitel IV
Die europäische Patentanmeldung als
Gegenstand des Vermögens
Art. 71
Übertragung und Bestellung von Rechten
Art. 72
Rechtsgeschäftliche Übertragung
Art. 73
Vertragliche Lizenzen
Art. 74
Anwendbares Recht
DRITTER TEIL
DIE EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG
Kapitel I
Einreichung und Erfordernisse der
europäischen Patentanmeldung
Art. 75
Einreichung der europäischen Patentanmeldung
Art. 76
Europäische Teilanmeldung
Art. 77
Übermittlung europäischer Patentanmeldungen
Art. 78
Erfordernisse der europäischen Patentanmeldung
Art. 79
Benennung von Vertragsstaaten
Art. 80
Anmeldetag
Art. 81
Erfindernennung
Art. 82
Einheitlichkeit der Erfindung
Art. 83
Offenbarung der Erfindung
Art. 84
Patentansprüche
Art. 85
Zusammenfassung
Art. 86
Jahresgebühren für die europäische Patentanmeldung
Kapitel II
Priorität
Art. 87
Prioritätsrecht
Art. 88
Inanspruchnahme der Priorität
Art. 89
Wirkung des Prioritätsrechts
VIERTER TEIL
ERTEILUNGSVERFAHREN
Art. 90
Eingangsprüfung
Art. 91
Formalprüfung
Art. 92
Erstellung des europäischen Recherchenberichts
Art. 93
Veröffentlichung der europäischen Patentanmeldung
Art. 94
Prüfungsantrag
Art. 95
Verlängerung der Frist zur Stellung des Prüfungsantrags
Art. 96
Prüfung der europäischen Patentanmeldung
Art. 97
Zurückweisung oder Erteilung
Art. 98
Veröffentlichung der europäischen Patentschrift
FÜNFTER TEIL
EINSPRUCHSVERFAHREN
Art. 99
Einspruch
Art. 100
Einspruchsgründe
Art. 101
Prüfung des Einspruchs
Art. 102
Widerruf oder Aufrechterhaltung des europäischen Patents
Art. 103
Veröffentlichung einer neuen europäischen Patentschrift
Art. 104
Kosten
Art. 105
Beitritt des vermeintlichen Patentverletzers
SECHSTER TEIL
BESCHWERDEVERFAHREN
Art. 106
Beschwerdefähige Entscheidungen
Art. 107
Beschwerdeberechtigte und Verfahrensbeteiligte
Art. 108
Frist und Form
Art. 109
Abhilfe
Art. 110
Prüfung der Beschwerde
Art. 111
Entscheidung über die Beschwerde
Art. 112
Entscheidung oder Stellungnahme der Großen Beschwerdekammer
SIEBENTER TEIL
GEMEINSAME VORSCHRIFTEN
Kapitel I
Allgemeine Vorschriften für das Verfahren
Art. 113
Rechtliches Gehör
Art. 114
Ermittlung von Amts wegen
Art. 115
Einwendungen Dritter
Art. 116
Mündliche Verhandlung
Art. 117
Beweisaufnahme
Art. 118
Einheit der europäischen Patentanmeldung oder des europäischen
Patents
Art. 119
Zustellung
Art. 120
Fristen
Art. 121
Weiterbehandlung der europäischen Patentanmeldung
Art. 122
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand
Art. 123
Änderungen
Art. 124
Angaben über nationale Patentanmeldungen
Art. 125
Heranziehung allgemeiner Grundsätze
Art. 126
Beendigung von Zahlungsverpflichtungen
Kapitel II
Unterrichtung der Öffentlichkeit und Behörden
Art. 127
Europäisches Patentregister
Art. 128
Akteneinsicht
Art. 129
Regelmäßig erscheinende Veröffentlichungen
Art. 130
Gegenseitige Unterrichtung
Art. 131
Amts- und Rechtshilfe
Art. 132
Austausch von Veröffentlichungen
Kapitel III
Vertretung
Art. 133
Allgemeine Grundsätze der Vertretung
Art. 134
Zugelassene Vertreter
ACHTER TEIL
AUSWIRKUNGEN AUF DAS NATIONALE RECHT
Kapitel I
Umwandlung in eine nationale Patentanmeldung
Art. 135
Umwandlungsantrag
Art. 136
Einreichung und Übermittlung des Antrags
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