Übereinkommen über die Erteilung europäischer Patente (EuropäischesPatentübereinkommen)

Typ Staatsvertrag
Veröffentlichung 1979-05-01
Status Aufgehoben · 2007-12-12
Ministerium BKA (Bundeskanzleramt)
Quelle RIS
Artikel 440
Änderungshistorie JSON API

Abkürzung

EPÜ

Unterzeichnungsdatum

Sprachen

Deutsch, Englisch, Französisch

Vertragsparteien

Belgien 350/1979, III 56/1997 Ä1 Bulgarien III 242/2002, III243/2002 Ä1 Dänemark 37/1990, 591/1995 Ä1 Deutschland 591/1995 Ä1 Deutschland/BRD 350/1979 Estland III 242/2002, III 243/2002 Ä1 Finnland III 56/1997 Ä1, III 62/1998 Frankreich 350/1979, 591/1995Ä1 Griechenland 583/1986, 591/1995 Ä1 Großbritannien 350/1979,591/1995 Ä1 Irland 484/1994, 457/1995 (DFB), III 105/1997 Ä1 Italien 350/1979, 591/1995 Ä1 Liechtenstein 37/1990, III 56/1997 Ä1 Luxemburg 350/1979, III 105/1997 Ä1 Monaco 663/1991, III 56/1997 Ä1 Niederlande 350/1979, 591/1995 Ä1 Portugal 663/1991, III 56/1997 Ä1 Rumänien III 31/2003 Schweden 350/1979, 591/1995 Ä1 Schweiz 350/1979, 591/1995 Ä1 Slowakei III 242/2002, III 243/2002 Ä1 Slowenien III 22/2003, III 23/2003 Ä1 Spanien 583/1986, III105/1997 Ä1 Türkei III 5/2002, III 6/2002 Ä1 Ungarn III 31/2003 Zypern III 62/1998 *Tschechien III 242/2002, III 243/2002 Ä1

Sonstige Textteile

Der Nationalrat hat beschlossen:

1.

Der Abschluß des Übereinkommens über die Erteilung europäischer Patente (Europäisches Patentübereinkommen), dessen

Art. 2 Abs. 2, Art. 4 Abs. 3, Art. 9 Abs. 2 und 4, Art. 16 bis 22, Art. 33, Art. 134 Abs. 8 und Art. 172 Abs. 4

verfassungsändernd sind, samt Ausführungsordnung,

Anerkennungsprotokoll, Protokoll über Vorrechte und Immunitäten,

Zentralisierungsprotokoll, dessen

Abschnitt IV Nr. 1 lit. a und c sowie

Abschnitt IV Nr. 2 lit. a und b verfassungsändernd sind, und Protokoll über die Auslegung des Artikels 69 des Übereinkommens und Vorbehalten Österreichs wird verfassungsmäßig genehmigt.

2.

Gemäß Art. 49 Abs. 2 B-VG hat der Bundeskanzler unter Mitwirkung des Österreichischen Patentamtes die Ausführungsordnung nach Art. 33 Abs. 1 lit. b des Übereinkommens über die Erteilung europäischer Patente (Europäisches Patentübereinkommen) dadurch kundzumachen, daß sie in deutscher, englischer und französischer Sprache beim Österreichischen Patentamt zur öffentlichen Einsicht während der Amtsstunden aufgelegt wird.

Ratifikationstext

Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete und vom Bundeskanzler gegengezeichnete Ratifikationsurkunde wurde am 27. Feber 1979 hinterlegt; das Übereinkommen ist gemäß seinem Art. 169 Abs. 2 am 1. Mai 1979 für Österreich in Kraft getreten.

Vor Hinterlegung der Ratifikationsurkunde Österreichs haben folgende Staaten ihre Ratifikationsurkunde zum genannten Übereinkommen hinterlegt:

Belgien, Bundesrepublik Deutschland, Frankreich (einschließlich der Überseedepartements und -territorien), Italien, Luxemburg, Niederlande, Schweden, Schweiz und Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland.

Vorbehalte der Republik Österreich zum

Übereinkommen über die Erteilung europäischer

Patente (Europäisches Patentübereinkommen)

1.

Gemäß Artikel 167 Absatz 2 lit. a:

Europäische Patente können für das Gebiet der Republik Österreich übereinstimmend mit den für nationale Patente geltenden Vorschriften für nichtig erklärt werden, soweit sie Schutz für chemische Erzeugnisse als solche oder für Nahrungs- oder Arzneimittel als solche gewähren.

2.

Gemäß Artikel 167 Absatz 2 lit. d:

Das Anerkennungsprotokoll ist für die Republik Österreich nicht verbindlich.

Präambel/Promulgationsklausel

Gliederung

PRÄAMBEL

ERSTER TEIL

ALLGEMEINE UND INSTITUTIONELLE VORSCHRIFTEN

Kapitel I

Allgemeine Vorschriften

Art. 1

Europäisches Recht für die Erteilung von Patenten

Art. 2

Europäisches Patent

Art. 3

Territoriale Wirkung

Art. 4

Europäische Patentorganisation

Kapitel II

Die Europäische Patentorganisation

Art. 5

Rechtsstellung

Art. 6

Sitz

Art. 7

Dienststellen des Europäischen Patentamts

Art. 8

Vorrechte und Immunitäten

Art. 9

Haftung

Kapitel III

Das Europäische Patentamt

Art. 10

Leitung

Art. 11

Ernennung hoher Beamter

Art. 12

Amtspflichten

Art. 13

Streitsachen zwischen der Organisation und den Bediensteten des Europäischen Patentamts

Art. 14

Sprachen des Europäischen Patentamts

Art. 15

Organe im Verfahren

Art. 16

Eingangsstelle

Art. 17

Recherchenabteilungen

Art. 18

Prüfungsabteilungen

Art. 19

Einspruchsabteilungen

Art. 20

Rechtsabteilung

Art. 21

Beschwerdekammern

Art. 22

Große Beschwerdekammer

Art. 23

Unabhängigkeit der Mitglieder der Kammern

Art. 24

Ausschließung und Ablehnung

Art. 25

Technische Gutachten

Kapitel IV

Der Verwaltungsrat

Art. 26

Zusammensetzung

Art. 27

Vorsitz

Art. 28

Präsidium

Art. 29

Tagungen

Art. 30

Teilnahme von Beobachtern

Art. 31

Sprachen des Verwaltungsrats

Art. 32

Personal, Räumlichkeiten und Ausstattung

Art. 33

Befugnisse des Verwaltungsrats in bestimmten Fällen

Art. 34

Stimmrecht

Art. 35

Abstimmungen

Art. 36

Stimmenwägung

Kapitel V

Finanzvorschriften

Art. 37

Deckung der Ausgaben

Art. 38

Eigene Mittel der Organisation

Art. 39

Zahlungen der Vertragsstaaten auf Grund der für die Aufrechterhaltung

der europäischen Patente erhobenen Gebühren

Art. 40

Bemessung der Gebühren und Anteile - besondere Finanzbeiträge

Art. 41

Vorschüsse

Art. 42

Haushaltsplan

Art. 43

Bewilligung der Ausgaben

Art. 44

Mittel für unvorhergesehene Ausgaben

Art. 45

Haushaltsjahr

Art. 46

Entwurf und Feststellung des Haushaltsplans

Art. 47

Vorläufige Haushaltsführung

Art. 48

Ausführung des Haushaltsplans

Art. 49

Rechnungsprüfung

Art. 50

Finanzordnung

Art. 51

Gebührenordnung

ZWEITER TEIL

MATERIELLES PATENTRECHT

Kapitel I

Patentierbarkeit

Art. 52

Patentfähige Erfindungen

Art. 53

Ausnahmen von der Patentierbarkeit

Art. 54

Neuheit

Art. 55

Unschädliche Offenbarungen

Art. 56

Erfinderische Tätigkeit

Art. 57

Gewerbliche Anwendbarkeit

Kapitel II

Zur Einreichung und Erlangung des europäischen

Patents berechtigte Personen - Erfindernennung

Art. 58

Recht zur Anmeldung europäischer Patente

Art. 59

Mehrere Anmelder

Art. 60

Recht auf das europäische Patent

Art. 61

Anmeldung europäischer Patente durch Nichtberechtigte

Art. 62

Anspruch auf Erfindernennung

Kapitel III

Wirkungen des europäischen Patents und

der europäischen Patentanmeldung

Art. 63

Laufzeit des europäischen Patents

Art. 64

Rechte aus dem europäischen Patent

Art. 65

Übersetzung der europäischen Patentschrift

Art. 66

Wirkung der europäischen Patentanmeldung als nationale Hinterlegung

Art. 67

Rechte aus der europäischen Patentanmeldung nach Veröffentlichung

Art. 68

Wirkung des Widerrufs des europäischen Patents

Art. 69

Schutzbereich

Art. 70

Verbindliche Fassung einer europäischen Patentanmeldung oder eines

europäischen Patents

Kapitel IV

Die europäische Patentanmeldung als

Gegenstand des Vermögens

Art. 71

Übertragung und Bestellung von Rechten

Art. 72

Rechtsgeschäftliche Übertragung

Art. 73

Vertragliche Lizenzen

Art. 74

Anwendbares Recht

DRITTER TEIL

DIE EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

Kapitel I

Einreichung und Erfordernisse der

europäischen Patentanmeldung

Art. 75

Einreichung der europäischen Patentanmeldung

Art. 76

Europäische Teilanmeldung

Art. 77

Übermittlung europäischer Patentanmeldungen

Art. 78

Erfordernisse der europäischen Patentanmeldung

Art. 79

Benennung von Vertragsstaaten

Art. 80

Anmeldetag

Art. 81

Erfindernennung

Art. 82

Einheitlichkeit der Erfindung

Art. 83

Offenbarung der Erfindung

Art. 84

Patentansprüche

Art. 85

Zusammenfassung

Art. 86

Jahresgebühren für die europäische Patentanmeldung

Kapitel II

Priorität

Art. 87

Prioritätsrecht

Art. 88

Inanspruchnahme der Priorität

Art. 89

Wirkung des Prioritätsrechts

VIERTER TEIL

ERTEILUNGSVERFAHREN

Art. 90

Eingangsprüfung

Art. 91

Formalprüfung

Art. 92

Erstellung des europäischen Recherchenberichts

Art. 93

Veröffentlichung der europäischen Patentanmeldung

Art. 94

Prüfungsantrag

Art. 95

Verlängerung der Frist zur Stellung des Prüfungsantrags

Art. 96

Prüfung der europäischen Patentanmeldung

Art. 97

Zurückweisung oder Erteilung

Art. 98

Veröffentlichung der europäischen Patentschrift

FÜNFTER TEIL

EINSPRUCHSVERFAHREN

Art. 99

Einspruch

Art. 100

Einspruchsgründe

Art. 101

Prüfung des Einspruchs

Art. 102

Widerruf oder Aufrechterhaltung des europäischen Patents

Art. 103

Veröffentlichung einer neuen europäischen Patentschrift

Art. 104

Kosten

Art. 105

Beitritt des vermeintlichen Patentverletzers

SECHSTER TEIL

BESCHWERDEVERFAHREN

Art. 106

Beschwerdefähige Entscheidungen

Art. 107

Beschwerdeberechtigte und Verfahrensbeteiligte

Art. 108

Frist und Form

Art. 109

Abhilfe

Art. 110

Prüfung der Beschwerde

Art. 111

Entscheidung über die Beschwerde

Art. 112

Entscheidung oder Stellungnahme der Großen Beschwerdekammer

SIEBENTER TEIL

GEMEINSAME VORSCHRIFTEN

Kapitel I

Allgemeine Vorschriften für das Verfahren

Art. 113

Rechtliches Gehör

Art. 114

Ermittlung von Amts wegen

Art. 115

Einwendungen Dritter

Art. 116

Mündliche Verhandlung

Art. 117

Beweisaufnahme

Art. 118

Einheit der europäischen Patentanmeldung oder des europäischen

Patents

Art. 119

Zustellung

Art. 120

Fristen

Art. 121

Weiterbehandlung der europäischen Patentanmeldung

Art. 122

Wiedereinsetzung in den vorigen Stand

Art. 123

Änderungen

Art. 124

Angaben über nationale Patentanmeldungen

Art. 125

Heranziehung allgemeiner Grundsätze

Art. 126

Beendigung von Zahlungsverpflichtungen

Kapitel II

Unterrichtung der Öffentlichkeit und Behörden

Art. 127

Europäisches Patentregister

Art. 128

Akteneinsicht

Art. 129

Regelmäßig erscheinende Veröffentlichungen

Art. 130

Gegenseitige Unterrichtung

Art. 131

Amts- und Rechtshilfe

Art. 132

Austausch von Veröffentlichungen

Kapitel III

Vertretung

Art. 133

Allgemeine Grundsätze der Vertretung

Art. 134

Zugelassene Vertreter

ACHTER TEIL

AUSWIRKUNGEN AUF DAS NATIONALE RECHT

Kapitel I

Umwandlung in eine nationale Patentanmeldung

Art. 135

Umwandlungsantrag

Art. 136

Einreichung und Übermittlung des Antrags

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