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Verordnung des WBF vom 4. Juli 2000 über den nachträglichen Erwerb des Fachhochschultitels (VNEF)

Geltender Text a fecha 2000-07-04

Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF)[^1],

gestützt auf Artikel 78 Absatz 2 des Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetzes vom 30. September 2011[^2] und auf Artikel 60 Absatz 2 der Verordnung vom 23. November 2016[^3] zum Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetz (V-HFKG),[^4]

verordnet:

Art. 1[^5] Erwerbsvoraussetzungen

1 Voraussetzungen für den Erwerb des Fachhochschultitels in den Fachbereichen Technik und Informationstechnologie, Architektur, Bau- und Planungswesen, Chemie und Life Sciences, Land- und Forstwirtschaft, Wirtschaft und Dienstleistungen sowie Design sind:[^6]

2 In den Fachbereichen soziale Arbeit, Musik, Theater und andere Künste, angewandte Psychologie sowie angewandte Linguistik richten sich die Voraussetzungen für den Erwerb des Fachhochschultitels für Inhaberinnen und Inhaber eines Diploms einer höheren Fachschule nach Artikel 13 des Reglements der Erziehungsdirektorenkonferenz vom 10. Juni 1999[^7] über die Anerkennung kantonaler Fachhochschuldiplome in der Fassung vom 31. August 2004.[^8]

3 Voraussetzungen für den Erwerb des Fachhochschultitels im Fachbereich Gesundheit mit Ausnahme des Studiengangs Pflege sind:[^9]

einer der folgenden Abschlüsse:

eines der folgenden Diplome einer vom Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) anerkannten Schule:[^10]

4 Voraussetzungen für den Erwerb des Fachhochschultitels des Studiengangs Pflege im Fachbereich Gesundheit sind:

eines der folgenden vom SRK anerkannten Diplome:

eine der folgenden ergänzenden Ausbildungen oder eines der folgenden ergänzenden Diplome:

Art. 2[^13] Anerkannte Berufspraxis

1 Als anerkannte Berufspraxis für Inhaberinnen und Inhaber eines Diploms nach Artikel 1 Absatz 1 Buchstabe a gilt eine nach dem Erwerb des HTL-, HWV-, HFG-, HHF- oder EHL-Diploms ausgeübte berufliche Tätigkeit im einschlägigen Berufsfeld.

2 Als anerkannte Berufspraxis für Gesuchstellerinnen und Gesuchsteller aus dem Gesundheitsbereich (Art. 1 Abs. 3 und 4) gilt eine nach dem 1. Juni 2001 ausgeübte berufliche Tätigkeit im einschlägigen Berufsfeld.[^14]

Art. 3[^15] Umfang der Nachdiplomkurse auf Hochschulstufe

1 Für Inhaberinnen und Inhaber eines Diploms nach Artikel 1 Absatz 1 Buchstabe a muss der Nachdiplomkurs auf Hochschulstufe mindestens 200 Lektionen oder 10 Kreditpunkte nach dem Europäischen Kredittransfersystem (European Credit Transfer System, ECTS) umfassen.

2 Für Gesuchstellerinnen und Gesuchsteller aus dem Gesundheitsbereich (Art. 1 Abs. 3 und 4) muss der Nachdiplomkurs auf Hochschulstufe mindestens 200 Lektionen oder 10 ECTS-Kreditpunkte umfassen.[^16]

3 Ein ECTS-Kreditpunkt entspricht einem Arbeitsaufwand von 25–30 Stunden.

Art. 4[^17] Gesuch

1 Das Gesuch ist dem Staatsekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI)[^18] einzureichen.

2 Es muss enthalten:

3 Das Diplom oder der Ausweis, die erforderliche Berufspraxis, der Nachdiplomkurs auf Hochschulstufe und die andere gleichwertige Weiterbildung sind mit den Originaldokumenten oder mit beglaubigten Kopien davon zu belegen.

Art. 5[^19] Prüfung der Gesuche und Entscheid

1 Das SBFI kann die Gesuch stellende Person zur Klärung von Zweifeln im Zusammenhang mit der nachgewiesenen Berufspraxis zu einem Fachgespräch einladen.

2 Es entscheidet über die Vergabe des Fachhochschultitels.

Art. 6[^20]
Art. 7 Titel

1 Der gesuchstellenden Person wird die Bewilligung zum Tragen des entsprechenden Fachhochschultitels nach Artikel 61 V-HFKG erteilt.[^21]

2 Mit der Bewilligung zum Tragen des Fachhochschultitels darf dessen Inhaberin oder dessen Inhaber die bisherigen Titel der entsprechenden Diplome nach Artikel 1 Absatz 1 Buchstabe a nicht mehr führen.[^22]

3 Das SBFI führt ein Verzeichnis der Personen, die einen Fachhochschultitel aufgrund dieser Verordnung tragen.

Art. 8 Diplomurkunde

1 Die gesuchstellende Person kann eine Diplomurkunde für ihren Fachhochschultitel verlangen.

2 Sie hat das Begehren zusammen mit dem Gesuch um den Fachhochschultitel zu stellen.

3 Sie trägt die Kosten der Ausstellung der Urkunde.

Art. 9[^23] Übergangsbestimmung

Personen, die ihr Studium im Studienjahr 1996/1997 begonnen haben, müssen in Abweichung von Artikel 3 einen Nachdiplomkurs von mindestens 100 Lektionen oder 5 Kreditpunkte nachweisen. Diese Bestimmung gilt nicht für Inhaberinnen oder Inhaber eines Diploms nach Artikel 1 Absatz 2.

Art. 10 Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am 1. Oktober 2000 in Kraft.

Fussnoten

[^1]: Die Bezeichnung der Verwaltungseinheit wurde in Anwendung von Art. 16 Abs. 3 der Publikationsverordnung vom 17. Nov. 2004 (AS 2004 4937) auf den 1. Jan. 2013 angepasst. Die Anpassung wurde im ganzen Text vorgenommen.

[^2]: SR 414.20

[^3]: SR 414.201

[^4]: Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 23. Nov. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4611)

[^5]: Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 2. Sept. 2005, in Kraft seit 5. Okt. 2005 (AS 2005 4655)

[^6]: Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 12. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4155)

[^7]: Nicht in der SR oder AS veröffentlicht. Das Reglement kann beim: Staatsekretariat für Bildung, Forschung und Innovation, Einsteinstrasse 2, 3003 Bern bezogen und unter www.sbfi.admin.ch eingesehen werden.

[^8]: Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 12. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4155)

[^9]: Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 4. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4481).

[^10]: Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 4. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4481).

[^11]: Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 17. März 2009, in Kraft seit 1. Mai 2009 (AS 2009 1501).

[^12]: Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 4. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4481).

[^13]: Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 2. Sept. 2005, in Kraft seit 5. Okt. 2005 (AS 2005 4655)

[^14]: Eingefügt durch Ziff. I der V des WBF vom 17. März 2009 (AS 2009 1501). Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 4. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4481).

[^15]: Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 17. März 2009, in Kraft seit 1. Mai 2009 (AS 2009 1501).

[^16]: Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 4. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4481).

[^17]: Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 17. März 2009, in Kraft seit 1. Mai 2009 (AS 2009 1501).

[^18]: Die Bezeichnung der Verwaltungseinheit wurde in Anwendung von Art. 16 Abs. 3 der Publikationsverordnung vom 17. Nov. 2004 (AS 2004 4937) auf den 1. Jan. 2013 angepasst. Die Anpassung wurde im ganzen Text vorgenommen.

[^19]: Fassung gemäss Ziff. II 2 der V vom 12. Sept. 2007 über die Aufhebung und Anpassung von Verordnungen im Rahmen der Neuordnung der ausserparlamentarischen Kommissionen, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4525).

[^20]: Aufgehoben durch Ziff. II 2 der V vom 12. Sept. 2007 über die Aufhebung und Anpassung von Verordnungen im Rahmen der Neuordnung der ausserparlamentarischen Kommissionen, mit Wirkung seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4525).

[^21]: Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 23. Nov. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4611)

[^22]: Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 2. Sept. 2005, in Kraft seit 5. Okt. 2005 (AS 2005 4655)

[^23]: Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 2. Sept. 2005, in Kraft seit 5. Okt. 2005 (AS 2005 4655)