(Übersetzung)ÜBEREINKOMMEN ZUR GRÜNDUNG DES GEMEINSAMEN ROHSTOFFONDS
Kommt ein Mitglied seinen finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber dem Fonds nicht nach, so kann der Gouverneursrat, außer im Falle des Artikels 35 Absatz 2b), seine Mitgliedschaft mit Qualifizierter Mehrheit aussetzen. Das Mitglied, dessen Mitgliedschaft in dieser Weise ausgesetzt wird, ist vom Tage dieser Aussetzung an ipso facto ein Jahr lang nicht Mitglied, sofern nicht der Gouverneursrat beschließt, die Aussetzung um ein weiteres Jahr zu verlängern.
Hat der Gouverneursrat sich davon überzeugt, daß das Mitglied, dessen Mitgliedschaft ausgesetzt wurde, seinen finanziellen Verpflichtungen gegenüber dem Fonds nachgekommen ist, so setzt er es in den vorigen Stand wieder ein.
Ist die Mitgliedschaft ausgesetzt, so ist ein Mitglied nicht berechtigt, irgendwelche Rechte auf Grund dieses Übereinkommens wahrzunehmen, ausgenommen das Rücktrittsrecht und das Recht auf ein Schiedsgerichtsverfahren während der Einstellung der Geschäftstätigkeit des Fonds; das Mitglied bleibt jedoch allen Verpflichtungen aus diesem Übereinkommen unterworfen.
Rücktritt Österreichs vom Übereinkommen vgl. BGBl. III Nr. 15/2015
Artikel 32
Rechnungsausgleich
Endet die Mitgliedschaft eines Mitglieds, so verbleibt danach seine Verpflichtung, alle vom Fonds vor dem Tage, an dem seine Mitgliedschaft mit Wirkung für seine Verpflichtungen gegenüber dem Fonds endete, abgerufene Beträge sowie an diesem Tage noch offene Zahlungen zu leisten. Das Mitglied bleibt ferner verpflichtet, seine Verbindlichkeiten hinsichtlich seines Garantiekapitals zu erfüllen, bis für den Fonds zufriedenstellende Vorkehrungen getroffen wurden, die Artikel 14 Absätze 4 bis 7 genügen. In jedem Assoziierungsabkommen ist für den Fall, daß die Mitgliedschaft eines Teilnehmers an der jeweiligen Assoziierten Internationalen Rohstofforganisation endet, vorzusehen, daß diese sicherstellt, daß derartige Vorkehrungen spätestens mit Beendigung der Mitgliedschaft abgeschlossen sind.
Endet die Mitgliedschaft eines Mitgliedes, so sorgt der Fonds für den Rückerwerb der Anteile des betreffenden Mitglieds im Einklang mit Artikel 16 Absätze 2 und 3 als Teil des Rechnungsausgleichs mit dem betreffenden Mitglied, und er löscht dessen Garantiekapital, sofern die Verpflichtungen und Erfordernisse des Absatzes 1 dieses Artikels erfüllt wurden. Der Rückerwerbspreis der Anteile bestimmt sich nach dem Wert, der in den Büchern des Fonds am Tage der Beendigung der Mitgliedschaft ausgewiesen ist; ein dem Mitglied somit geschuldeter Betrag kann jedoch vom Fonds zur Deckung der dem Fonds von dem betreffenden Mitglied nach Absatz 1 dieses Artikels geschuldeten Beträge verwendet werden.
Rücktritt Österreichs vom Übereinkommen vgl. BGBl. III Nr. 15/2015
Artikel 33
Rücktritt Assoziierter Internationaler Rohstofforganisationen
Vorbehaltlich der Bestimmungen und Bedingungen des Assoziierungsabkommens kann eine Assoziierte Internationale Rohstofforganisation von der Assoziierung mit dem Fonds zurücktreten, wobei die betreffende Assoziierte Internationale Rohstofforganisation jedoch alle fälligen Darlehen zurückzuzahlen hat, die sie vor dem Tage des Wirksamwerdens des Rücktritts vom Fonds erhalten hat. Die Assoziierte Internationale Rohstofforganisation und ihre Teilnehmer sind danach nur noch verpflichtet, die vom Fonds vor diesem Tage hinsichtlich ihrer Verbindlichkeiten gegenüber dem Fonds abgerufenen Beträge zu zahlen.
Endet die Assoziierung einer Assoziierten Internationalen Rohstofforganisation mit dem Fonds, so trifft dieser nach Erfüllung der in Absatz 1 dieses Artikels bezeichneten Verbindlichkeiten folgende Vorkehrungen:
Rückerstattung der Bareinlagen und Rückgabe der Lagerscheine, die der Fonds für Rechnung der betreffenden Assoziierten Internationalen Rohstofforganisation verwahrt;
Rückerstattung der Barbeträge, die anstelle von Garantiekapital eingezahlt wurden, und Löschung etwaigen Garantiekapitals und etwaiger Garantien.
Rücktritt Österreichs vom Übereinkommen vgl. BGBl. III Nr. 15/2015
KAPITEL IX
AUSSETZUNG ODER BEENDIGUNG DER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT SOWIE ERFÜLLUNG VONVERBINDLICHKEITEN
Artikel 34
Zeitweilige Aussetzung der Geschäftstätigkeit
In einer Notlage kann das Exekutivdirektorium jene Tätigkeiten des Fonds zeitweilig aussetzen, die es für erforderlich hält, bis sich Gelegenheit zu einer weiteren Prüfung und zum Eingreifen seitens des Gouverneursrats ergibt.
Rücktritt Österreichs vom Übereinkommen vgl. BGBl. III Nr. 15/2015
Artikel 35
Einstellung der Geschäftstätigkeit
Auf Grund eines Beschlusses, der mit den Stimmen von zwei Dritteln der Gesamtzahl der Gouverneure gefaßt wurde, die mindestens drei Viertel der Gesamtstimmenanzahl auf sich vereinigen, kann der Gouverneursrat die Geschäftstätigkeit des Fonds einstellen. Wird die Geschäftstätigkeit eingestellt, so beendet der Fonds mit sofortiger Wirkung alle Tätigkeiten, ausgenommen jene, die zur ordnungsgemäßen Verwertung und Erhaltung seiner Aktiva und zur Erfüllung der noch offenen Verpflichtungen erforderlich sind.
Bis zur endgültigen Erfüllung seiner Verbindlichkeiten und zur endgültigen Verteilung seiner Aktiva bleibt der Fonds bestehen, und alle Rechte und Pflichten des Fonds und seiner Mitglieder im Rahmen dieses Übereinkommens bleiben mit folgenden Ausnahmen unberührt:
der Fonds ist nicht verpflichtet, für den Abruf auf Verlangen der Einlagen einer Assoziierten Internationalen Rohstofforganisation nach Artikel 17 Absatz 10a) zu sorgen oder Assoziierten Internationalen Rohstofforganisationen neue Darlehen nach Artikel 17 Absatz 10b) zu gewähren; sowie
nach dem Beschluß über die Einstellung der Geschäftstätigkeit kann ein Mitglied weder zurücktreten noch seine Mitgliedschaft ausgesetzt werden.
Rücktritt Österreichs vom Übereinkommen vgl. BGBl. III Nr. 15/2015
Artikel 36
Erfüllung von Verbindlichkeiten allgemeine Bestimmungen
Das Exekutivdirektorium trifft alle Vorkehrungen, die erforderlich sind, um eine ordnungsgemäße Verwertung der Aktiva des Fonds zu gewährleisten. Bevor Zahlungen an die Gläubiger mit unmittelbaren Forderungen geleistet werden, bildet das Exekutivdirektorium mit Qualifizierter Mehrheit alle Rückstellungen oder trifft alle Vorkehrungen, die nach seinem ausschließlichen Urteil erforderlich sind, um eine anteilmäßige Verteilung der Aktiva an die Inhaber bedingter Forderungen einerseits und an die Gläubiger mit unmittelbaren Forderungen andererseits zu gewährleisten.
Eine Verteilung der Aktiva nach diesem Kapitel findet nur dann statt, wenn:
alle Verbindlichkeiten des betreffenden Kontos erfüllt wurden oder wenn dafür Vorsorge getroffen wurde; und
der Gouverneursrat mit Qualifizierter Mehrheit eine Verteilung beschlossen hat.
Nach einem Beschluß des Gouverneursrats nach Absatz 2b) dieses Artikels nimmt das Exekutivdirektorium so lange Anschlußverteilungen der verbliebenen Aktiva des betreffenden Kontos vor, bis alle diese Aktiva erschöpft sind. Eine solche Verteilung an ein Mitglied oder an einen Teilnehmer einer Assoziierten Internationalen Rohstofforganisation, der kein Mitglied ist, steht unter dem Vorbehalt vorangegangener Erfüllung aller noch offenen Forderungen des Fonds gegenüber dem betreffenden Mitglied oder dem betreffenden Teilnehmer und erfolgt zu dem Zeitpunkt und in den Währungen oder sonstigen Aktiva, die der Gouverneursrat für recht und billig erachtet.
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Artikel 37
Erfüllung von Verbindlichkeiten Erstes Konto
Assoziierten Internationalen Rohstofforganisationen im Rahmen der Geschäftstätigkeit des Ersten Kontos gewährte Darlehen, die zum Zeitpunkt eines Beschlusses über die Einstellung der Geschäftstätigkeit des Fonds noch offen sind, sind von den betreffenden Assoziierten Internationalen Rohstofforganisationen innerhalb von zwölf Monaten nach dem Einstellungsbeschluß zurückzuzahlen. Bei Rückzahlung solcher Darlehen sind Lagerscheine, die dem Fonds wegen dieser Darlehen verpfändet oder zu treuen Handen übereignet wurden, den betreffenden Assoziierten Internationalen Rohstofforganisationen zurückzugeben.
Lagerscheine, die an den Fonds im Hinblick auf mit Bareinlagen Assoziierter Internationaler Rohstofforganisationen erworbene Rohstoffe verpfändet oder zu treuen Handen übereignet wurden, sind diesen Assoziierten Internationalen Rohstofforganisationen in einer Weise, die mit der in Absatz 3b) dieses Artikels bezeichneten Behandlung von Bareinlagen und Überschüssen vereinbar ist, insoweit zurückzugeben, als diese Assoziierten Internationalen Rohstofforganisationen ihren Verbindlichkeiten gegenüber dem Fonds voll nachgekommen sind.
Folgende vom Fonds im Rahmen der Geschäftstätigkeit des Ersten Kontos eingegangenen Verbindlichkeiten sind unter Verwendung der Aktiva des Ersten Kontos nach Artikel 17 Absätze 12 bis 14 Zug um Zug zu erfüllen:
Verbindlichkeiten gegenüber Gläubigern des Fonds; sowie
Verbindlichkeiten gegenüber Assoziierten Internationalen Rohstofforganisationen aus Bareinlagen und Überschüssen, die der Fonds nach Artikel 14 Absätze 1, 2, 3 und 8 innehat, insoweit, als diese Assoziierten Internationalen Rohstofforganisationen ihren Verbindlichkeiten gegenüber dem Fonds voll nachgekommen sind.
Etwaige verbliebene Aktiva des Ersten Kontos werden auf folgender Grundlage und in folgender Reihenfolge verteilt:
Beträge bis zum Wert eines von Mitgliedern nach Artikel 17 Absatz 12d) und Absatz 13 abgerufenen und eingezahlten Garantiekapitals werden an diese Mitglieder im Verhältnis zu ihren Anteilen am Gesamtwert des abgerufenen und eingezahlten Garantiekapitals verteilt;
Beträge bis zum Wert der von Teilnehmern Assoziierter Internationaler Rohstofforganisationen, die nicht Mitglieder sind, nach Artikel 17 Absatz 12d) und Absatz 13 abgerufenen und eingezahlten Garantien werden an diese Teilnehmer im Verhältnis zu ihren Anteilen am Gesamtwert solcher abgerufenen und eingezahlten Garantien verteilt.
Nach den Verteilungen nach Absatz 4 dieses Artikels noch etwaig verbleibende Aktiva des Ersten Kontos werden an die Mitglieder im Verhältnis zu ihren dem Ersten Konto zugewiesenen Zeichnungen von Anteilen des Unmittelbar Eingezahlten Kapitals verteilt.
Rücktritt Österreichs vom Übereinkommen vgl. BGBl. III Nr. 15/2015
Artikel 38
Erfüllung von Verbindlichkeiten Zweites Konto
Vom Fonds im Rahmen der Geschäftstätigkeit des Zweiten Kontos eingegangene Verbindlichkeiten werden unter Verwendung der Aktiva des Zweiten Kontos nach Artikel 18 Absatz 4 erfüllt.
Etwaige verbleibende Aktiva des Zweiten Kontos werden zunächst an die Mitglieder bis zur Höhe des Wertes ihrer diesem Konto nach Artikel 10 Absatz 3 zugewiesenen Zeichnungen von Anteilen des Unmittelbar Eingezahlten Kapitals und sodann an die Beitragszahler dieses Kontos im Verhältnis zu ihrem Anteil an dem nach Artikel 13 geleisteten Gesamtbetrag verteilt.
Rücktritt Österreichs vom Übereinkommen vgl. BGBl. III Nr. 15/2015
Artikel 39
Erfüllung von Verbindlichkeiten sonstige Aktiva des Fonds
Sonstige Aktiva werden zu dem oder den Zeitpunkten verwertet, die der Gouverneursrat auf Grund von Empfehlungen des Exekutivdirektoriums und nach den vom Exekutivdirektorium mit Qualifizierter Mehrheit festgelegten Verfahren beschließt.
Bei Veräußerung derartiger Aktiva erzielte Erträge werden zur anteilmäßigen Erfüllung der in Artikel 37 Absatz 3 und Artikel 38 Absatz 1 bezeichneten Verbindlichkeiten verwendet. Verbleibende Aktiva werden zunächst auf der in Artikel 37 Absatz 4 bezeichneten Grundlage und in der dort angegebenen Reihenfolge sowie sodann an Mitglieder im Verhältnis zu ihren Zeichnungen der Anteile des Unmittelbar Eingezahlten Kapitals verteilt.
Rücktritt Österreichs vom Übereinkommen vgl. BGBl. III Nr. 15/2015
KAPITEL X
RECHTSSTELLUNG, VORRECHTE UND IMMUNITÄTEN
Artikel 40
Zweck
Um dem Fonds die Erfüllung der ihm übertragenen Aufgaben zu ermöglichen, werden ihm im Hoheitsgebiet eines jeden Mitglieds die Rechtsstellung, Vorrechte und Immunitäten gewährt, die in diesem Kapitel vorgesehen sind.
Rücktritt Österreichs vom Übereinkommen vgl. BGBl. III Nr. 15/2015
Artikel 41
Rechtsstellung des Fonds
Der Fonds besitzt volle Rechtspersönlichkeit und insbesondere die Fähigkeit, mit Staaten und internationalen Organisationen zwischenstaatliche Übereinkünfte zu schließen, Verträge einzugehen, unbewegliches und bewegliches Vermögen zu erwerben und darüber zu verfügen sowie gerichtliche Verfahren anhängig zu machen.
Rücktritt Österreichs vom Übereinkommen vgl. BGBl. III Nr. 15/2015
Artikel 42
Immunität von der Gerichtsbarkeit
Der Fonds genießt Immunität von jeder Art von Rechtsverfahren, ausgenommen Klagen, die gegen den Fonds erhoben werden von:
den Darlehensgläubigern des Fonds hinsichtlich dieser Darlehen;
den Käufern oder Inhabern der vom Fonds ausgegebenen Wertpapiere hinsichtlich dieser Wertpapiere; sowie
Zessionaren und Rechtsnachfolgern hinsichtlich der obengenannten Geschäfte.
Mitglieder, Assoziierte Internationale Rohstofforganisationen, Internationale Rohstoffgremien oder ihre Teilnehmer oder Personen, die für diese handeln oder ihre Ansprüche von ihnen herleiten, können nur in den in Absatz 1 dieses Artikels bezeichneten Fällen gegen den Fonds klagen. Assoziierte Internationale Rohstofforganisationen, Internationale Rohstoffgremien oder ihre Teilnehmer können jedoch von den besonderen Verfahren zur Beilegung von Streitigkeiten zwischen ihnen und dem Fonds Gebrauch machen, die in Übereinkünften mit dem Fonds oder, im Falle von Mitgliedern, in diesem Übereinkommen und in den vom Fonds beschlossenen Regeln und Vorschriften vorgesehen sind.
Unbeschadet des Absatzes 1 dieses Artikels sind Vermögenswerte des Fonds unabhängig davon, wo sie sich befinden und wer sie innehat, immun von der Durchsuchung, jeder Art der Inanspruchnahme, Zwangsvollstreckung, Beschlagnahme, jeder Form des dinglichen Arrests, der Verfügung oder einem sonstigen Rechtsverfahren, das die Auszahlung von Mitteln unterbindet oder die Verfügung über Rohstoffbestände oder Lagerscheine betrifft oder unterbindet, sowie von sonstigen, vor Erlaß eines rechtskräftigen Urteils gegen den Fonds durch ein nach Absatz 1 dieses Artikels rechtsprechungsbefugtes Gericht erlassenen einstweiligen Maßnahmen. Der Fonds kann mit seinen Gläubigern vereinbaren, daß nur bestimmte Vermögenswerte des Fonds der Vollstreckung auf Grund eines rechtskräftigen Urteils unterliegen.
Rücktritt Österreichs vom Übereinkommen vgl. BGBl. III Nr. 15/2015
Artikel 43
Immunität der Vermögenswerte von anderen Maßnahmen
Die Vermögenswerte des Fonds, gleichviel wo und in wessen Besitz sie sich befinden, genießen Immunität von jeder Durchsuchung, Beschlagnahme, Einziehung, Enteignung oder sonstigen Form des Zugriffs oder der Inanspruchnahme durch Regierungs- oder Gesetzgebungsmaßnahmen.
Rücktritt Österreichs vom Übereinkommen vgl. BGBl. III Nr. 15/2015
Artikel 44
Unverletzlichkeit der Archive
Die Archive des Fonds, wo immer sie sich befinden, sind unverletzlich.
Rücktritt Österreichs vom Übereinkommen vgl. BGBl. III Nr. 15/2015
Artikel 45
Befreiung der Vermögenswerte von Beschränkungen
Soweit es für die Durchführung der in diesem Übereinkommen vorgesehenen Tätigkeiten erforderlich ist und vorbehaltlich dieses Übereinkommens unterliegen die Vermögenswerte des Fonds keinen Beschränkungen, Regelungen, Kontrollen und Stillhaltevereinbarungen irgendwelcher Art.
Rücktritt Österreichs vom Übereinkommen vgl. BGBl. III Nr. 15/2015
Artikel 46
Vorrecht im Nachrichtenverkehr
Soweit mit den geltenden, unter der Ägide der Internationalen Fernmelde-Union geschlossenen internationalen Übereinkünften über das Fernmeldewesen, denen ein Mitglied als Vertragspartei angehört, vereinbar, gewährt jedes Mitglied dem amtlichen Nachrichtenverkehr des Fonds dieselbe Behandlung, die dem amtlichen Nachrichtenverkehr anderer Mitglieder gewährt wird.
Rücktritt Österreichs vom Übereinkommen vgl. BGBl. III Nr. 15/2015
Artikel 47
Immunitäten und Vorrechte besonderer Personen
Alle Gouverneure, Exekutivdirektoren, ihre Stellvertreter, der Geschäftsführende Direktor, die Mitglieder des Konsultativkomitees, die für den Fonds tätigen Sachverständigen und die Angehörigen des Personals, ausgenommen die im häuslichen Dienst des Fonds tätigen Personen,
sind hinsichtlich der von ihnen in ihrer amtlichen Eigenschaft vorgenommenen Handlungen immun von der Gerichtsbarkeit, sofern nicht der Fonds diese Immunität aufhebt;
genießen, wenn sie nicht Staatsangehörige des betreffenden Mitglieds sind, ebenso wie ihre mit ihnen in häuslicher Gemeinschaft lebenden Familienangehörigen die gleichen Immunitäten von Einwanderungsbeschränkungen, von der Ausländermeldepflicht und von den Verpflichtungen zur nationalen Dienstleistung sowie die gleichen Erleichterungen in bezug auf Devisenbeschränkungen, wie sie das betreffende Mitglied den Vertretern, Amtsträgern und Angestellten vergleichbaren Ranges anderer internationaler Finanzinstitutionen, dessen Mitglied es ist, gewährt;
genießen in bezug auf Reiseerleichterungen die gleiche Behandlung, wie sie jedes Mitglied den Vertretern, Amtsträgern und Angestellten vergleichbaren Ranges anderer internationaler Finanzinstitutionen, dessen Mitglied es ist, gewährt.
Rücktritt Österreichs vom Übereinkommen vgl. BGBl. III Nr. 15/2015
Artikel 48
Befreiung von der Besteuerung
Im Rahmen seiner amtlichen Tätigkeit sind der Fonds, seine Vermögenswerte und Einkünfte sowie seine nach diesem Übereinkommen zugelassenen Operationen und Transaktionen von jeder direkten Besteuerung und von allen Zollabgaben auf die für den amtlichen Gebrauch des Fonds ein- oder ausgeführten Güter befreit mit der Maßgabe, daß ein Mitglied nicht gehindert ist, seine üblichen Steuern und Zollabgaben auf Rohstoffe zu erheben, die im Hoheitsgebiet des betreffenden Mitglieds ihren Ursprung haben und die dem Fonds durch irgendeinen Umstand zugefallen sind. Der Fonds hat keinen Anspruch auf Befreiung von Abgaben, die nur Gebühren für Dienstleistungen darstellen.
Werden vom Fonds oder für dessen Rechnung Güter oder Dienstleistungen von beträchtlichem Wert erworben, die für die amtliche Tätigkeit des Fonds erforderlich sind, und schließt der Preis derartiger Beschaffungen Steuern oder Gebühren ein, so trifft das betreffende Mitglied, soweit wie möglich und vorbehaltlich seiner Rechtsvorschriften, geeignete Maßnahmen, um eine Befreiung von derartigen Steuern oder Gebühren zu gewähren oder für ihre Erstattung zu sorgen. Im Rahmen einer nach diesem Artikel vorgesehenen Befreiung eingeführte oder erworbene Güter können im Hoheitsgebiet des Mitglieds, das die Befreiung gewährte, nur unter den mit diesem Mitglied vereinbarten Bedingungen verkauft oder in anderer Weise veräußert werden.
Die Mitglieder erheben auf die ober hinsichtlich der vom Fonds den Gouverneuren, Exekutivdirektoren, deren Stellvertretern, den Mitgliedern des Konsultativkomitees, dem Geschäftsführenden Direktor und dem Personal sowie den für den Fonds tätigen Sachverständigen gezahlten Gehälter und Bezüge oder sonstigen Zahlungen keine Steuern, sofern die Genannten nicht ihre Staatsangehörigen, Staatsbürger oder Untertanen sind.
Auf vom Fonds ausgegebene oder garantierte Schuldverschreibungen oder Wertpapiere, gleichviel in wessen Besitz sie sich befinden, sowie auf die dafür gezahlten Dividenden oder Zinsen werden keine Steuern irgendwelcher Art erhoben,
welche diese Schuldverschreibungen oder Wertpapiere lediglich deshalb benachteiligen, weil sie vom Fonds ausgegeben oder garantiert sind, oder
wenn der einzige Anknüpfungspunkt bezüglich der Zuständigkeit für eine solche Besteuerung im Ort liegt, an dem sie ausgegeben, zahlbar gestellt oder bezahlt werden, oder in der Währung, in der dies geschieht, oder im Ort, an dem der Fonds ein Büro oder eine Geschäftsstelle unterhält.
Rücktritt Österreichs vom Übereinkommen vgl. BGBl. III Nr. 15/2015
Artikel 49
Aufhebung von Immunitäten, Befreiungen und Vorrechten
Die in diesem Kapitel vorgesehenen Immunitäten, Befreiungen und Vorrechte werden im Interesse des Fonds gewährt. Der Fonds kann in dem Ausmaße und unter den Bedingungen, die er bestimmt, die in diesem Kapitel vorgesehenen Immunitäten, Befreiungen und Vorrechte in solchen Fällen aufheben, in denen diese Maßnahme die Interessen des Fonds nicht beeinträchtigt.
Der Geschäftsführende Direktor ist befugt, soweit der Gouverneursrat ihm diese Befugnis überträgt, und verpflichtet, die Immunität eines Mitglieds des Personals sowie eines für den Fonds tätigen Sachverständigen in solchen Fällen aufzuheben, in denen die Immunität den Lauf der Gerechtigkeit hemmen würde und ohne Beeinträchtigung der Interessen des Fonds aufgehoben werden kann.
Rücktritt Österreichs vom Übereinkommen vgl. BGBl. III Nr. 15/2015
Artikel 50
Anwendung des Kapitels
Jedes Mitglied trifft diejenigen Maßnahmen, die erforderlich sind, um den in diesem Kapitel niedergelegten Grundsätzen und Verpflichtungen in seinem Hoheitsgebiet Wirksamkeit zu verleihen.
Rücktritt Österreichs vom Übereinkommen vgl. BGBl. III Nr. 15/2015
KAPITEL XI
ÄNDERUNGEN
Artikel 51
Änderungen
a) Vorschläge eines Mitglieds zur Änderung dieses Übereinkommens werden allen Mitgliedern vom Geschäftsführenden Direktor notifiziert und dem Exekutivdirektorium zugeleitet, das seine Empfehlungen dazu dem Gouverneursrat vorlegt.
Vorschläge des Exekutivdirektoriums zur Änderung dieses Übereinkommens werden allen Mitgliedern vom Geschäftsführenden Direktor notifiziert und dem Gouverneursrat zugeleitet.
Änderungen werden vom Gouverneursrat mit Besonders Qualifizierter Mehrheit beschlossen. Die Änderungen treten sechs Monate nach ihrem Beschluß in Kraft, sofern der Gouverneursrat nicht etwas anderes bestimmt.
Unbeschadet des Absatzes 2 dieses Artikels treten Änderungen betreffend
das Recht jedes Mitglieds, vom Fonds zurückzutreten;
eine in diesem Übereinkommen vorgeschriebene Stimmenmehrheit;
die Haftungsbeschränkung nach Artikel 6;
das Recht, Anteile des Unmittelbar Eingezahlten Kapitals nach Artikel 9 Absatz 5 zu zeichnen oder nicht zu zeichnen;
das Verfahren zur Änderung dieses Übereinkommens nur in Kraft, wenn sie von allen Mitgliedern angenommen werden. Eine Änderung gilt als von einem Mitglied angenommen, sofern es nicht innerhalb von sechs Monaten nach dem Beschluß der Änderung beim Geschäftsführenden Direktor schriftlich Widerspruch einlegt. Bei der Beschlußfassung über die Änderung kann der Gouverneursrat diese Frist auf Antrag eines Mitglieds verlängern.
Der Geschäftsführende Direktor notifiziert unverzüglich allen Mitgliedern und dem Verwahrer alle beschlossenen Änderungen sowie den Zeitpunkt ihres Inkrafttretens.
Rücktritt Österreichs vom Übereinkommen vgl. BGBl. III Nr. 15/2015
KAPITEL XII
AUSLEGUNG UND SCHIEDSVERFAHREN
Artikel 52
Auslegung
Alle Fragen der Auslegung oder Anwendung dieses Übereinkommens, die sich zwischen einem Mitglied und dem Fonds oder zwischen Mitgliedern ergeben, werden dem Exekutivdirektorium zur Entscheidung unterbreitet. Dieses Mitglied oder diese Mitglieder sind berechtigt, während der Erörterung einer solchen Frage nach den vom Gouverneursrat zu beschließenden Regeln und Vorschriften an den Beratungen des Exekutivdirektoriums teilzunehmen.
Hat das Exekutivdirektorium nach Absatz 1 dieses Artikels eine Entscheidung getroffen, so kann jedes Mitglied innerhalb von drei Monaten nach Notifizierung der Entscheidung verlangen, daß die Frage dem Gouverneursrat vorgelegt wird, der auf seiner nächsten Tagung mit Besonders Qualifizierter Mehrheit entscheidet. Die Entscheidung des Gouverneursrats ist endgültig.
Gelangt der Gouverneursrat zu keiner Entscheidung nach Absatz 2 dieses Artikels, so ist die Frage nach Maßgabe der in Artikel 53 Absatz 2 festgelegten Verfahren einer schiedsrichterlichen Entscheidung zu unterwerfen, wenn ein Mitglied dies innerhalb von drei Monaten nach dem letzten Tag der Erörterung der Frage durch den Gouverneursrat verlangt.
Rücktritt Österreichs vom Übereinkommen vgl. BGBl. III Nr. 15/2015
Artikel 53
Schiedsverfahren
Streitigkeiten zwischen dem Fonds und einem Mitglied, das vom Fonds zurückgetreten ist, oder zwischen dem Fonds und einem Mitglied während der Einstellung der Geschäftstätigkeit des Fonds, sind einer schiedsrichterlichen Entscheidung zu unterwerfen.
Das Schiedsgericht setzt sich aus drei Schiedsrichtern zusammen. Jede Streitpartei ernennt einen Schiedsrichter. Die beiden solchermaßen ernannten Schiedsrichter bestellen den dritten Schiedsrichter, der Vorsitzender ist. Hat eine Streitpartei innerhalb von 45 Tagen nach Eingang des Antrags auf schiedsrichterliche Entscheidung keinen Schiedsrichter ernannt, oder wurde innerhalb von 30 Tagen nach Ernennung der beiden Schiedsrichter der dritte Schiedsrichter nicht bestellt, so kann jede Streitpartei den Präsidenten des Internationalen Gerichtshofs oder eine sonstige Stelle, die in den vom Gouverneursrat beschlossenen Regeln und Vorschriften vorgeschrieben ist, um Ernennung eines Schiedsrichters ersuchen. Ist der Präsident des Internationalen Gerichtshofs nach diesem Absatz um Ernennung eines Schiedsrichters ersucht worden und ist der Präsident Staatsangehöriger eines Staates, der in dem Streit Partei ist, oder ist er zur Wahrnehmung seiner Pflichten außerstande, so geht die Befugnis zur Ernennung des Schiedsrichters auf den Vizepräsidenten des Gerichts oder, wenn dieser gleichermaßen verhindert ist, auf das lebens- und dienstälteste, nicht in dieser Weise verhinderte Mitglied des Gerichts über. Das Schiedsverfahren wird von den Schiedsrichtern festgelegt, doch ist der Vorsitzende uneingeschränkt befugt, Verfahrensfragen bei diesbezüglicher Meinungsverschiedenheit zu regeln. Für eine Entscheidung, die endgültig und für die Streitparteien verbindlich ist, genügt die Mehrheit der Stimmen der Schiedsrichter.
Sofern nicht in einem Assoziierungsabkommen ein anderes Schiedsverfahren vorgesehen ist, unterliegt jede Streitigkeit zwischen dem Fonds und einer Assoziierten Internationalen Rohstofforganisation der schiedsrichterlichen Entscheidung nach den in Absatz 2 vorgesehenen Verfahren.
Rücktritt Österreichs vom Übereinkommen vgl. BGBl. III Nr. 15/2015
KAPITEL XIII
SCHLUSSBESTIMMUNGEN
Artikel 54
Unterzeichnung und Ratifikation, Annahme oder Genehmigung
Dieses Übereinkommen liegt am Sitz der Vereinten Nationen in New York vom 1. Oktober 1980 bis zum Ablauf eines Jahres nach seinem Inkrafttreten für alle in Anlage A angeführten Staaten sowie die in Artikel 4b bezeichneten zwischenstaatlichen Organisationen zur Unterzeichnung auf.
Staaten oder zwischenstaatliche Organisationen, die dieses Übereinkommen unterzeichnet haben, können durch Hinterlegung einer Ratifikations-, Annahme- oder Genehmigungsurkunde bis zu einem 18 Monate nach dem Inkrafttreten gelegenen Zeitpunkt diesem als Vertragspartei beitreten.
Rücktritt Österreichs vom Übereinkommen vgl. BGBl. III Nr. 15/2015
Artikel 55
Depositär
Depositär dieses Übereinkommens ist der Generalsekretär der Vereinten Nationen.
Rücktritt Österreichs vom Übereinkommen vgl. BGBl. III Nr. 15/2015
Artikel 56
Beitritt
Nach dem Inkrafttreten dieses Übereinkommens kann jeder Staat oder jede in Artikel 4 bezeichnete zwischenstaatliche Organisation diesem Übereinkommen unter den Bedingungen beitreten, die zwischen dem Gouverneursrat und dem betreffenden Staat oder der betreffenden zwischenstaatlichen Organisation vereinbart werden. Der Beitritt wird durch Hinterlegung einer Beitrittsurkunde beim Depositär wirksam.
Rücktritt Österreichs vom Übereinkommen vgl. BGBl. III Nr. 15/2015
Artikel 57
Inkrafttreten
Dieses Übereinkommen tritt nach Eingang der Ratifikations-, Annahme- oder Genehmigungsurkunden von mindestens 90 Staaten beim Depositär in Kraft, sofern ihre Gesamtzeichnungen von Anteilen des Unmittelbar Eingezahlten Kapitals mindestens zwei Drittel der Gesamtzeichnungen der Anteile des Unmittelbar Eingezahlten Kapitals umfassen, die allen in Anlage A angeführten Staaten zugewiesen sind, und sofern mindestens 50 vH des in Artikel 13 Absatz 2 aufgestellten Zahlungsziels für Zusagen freiwilliger Beiträge an das Zweite Konto erreicht sind und sofern außerdem die obengenannten Voraussetzungen bis zum 31. März 1982 oder bis zu einem späteren Zeitpunkt erfüllt wurden, den diejenigen Staaten, die ihre Ratifikations-, Annahme- oder Genehmigungsurkunden bis zum Ablauf dieser Frist hinterlegt haben, mit Zweidrittelmehrheit festlegen. Sind die obengenannten Voraussetzungen auch bis zu jenem späteren Zeitpunkt nicht erfüllt, so können die Staaten, die ihre Urkunden bis zu jenem späteren Zeitpunkt hinterlegt haben, mit Zweidrittelmehrheit eine Fristverlängerung beschließen. Die betreffenden Staaten notifizieren dem Depositär alle nach diesem Absatz getroffenen Entscheidungen.
Für jeden Staat oder jede zwischenstaatliche Organisation, die nach Inkrafttreten dieses Übereinkommens eine Ratifikations-, Annahme- oder Genehmigungsurkunde hinterlegen, sowie für jeden Staat oder jede zwischenstaatliche Organisation, die eine Beitrittsurkunde hinterlegen, tritt dieses Übereinkommen am Tage einer solchen Hinterlegung in Kraft.
Rücktritt Österreichs vom Übereinkommen vgl. BGBl. III Nr. 15/2015
Artikel 58
Vorbehalte
Mit Ausnahme des Artikels 53 kann hinsichtlich keiner der Bestimmungen dieses Übereinkommens ein Vorbehalt geltend gemacht werden.
ZU URKUND DESSEN haben die hiezu gehörig befugten Unterzeichneten dieses Übereinkommen an dem jeweils angegebenen Tage unterfertigt.
GESCHEHEN in Genf am 27. Juni 1980 in einer Urschrift in arabischer, chinesischer, englischer, französischer, russischer und spanischer Sprache, wobei jeder Wortlaut gleichermaßen authentisch ist.
Rücktritt Österreichs vom Übereinkommen vgl. BGBl. III Nr. 15/2015
ANLAGE A
ZEICHNUNGEN VON ANTEILEN DES UNMITTELBAR EINGEZAHLTEN KAPITALS
| Staat | Eingezahlte Anteile | Zahlbare Anteile | Insgesamt | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wert | Wert | Wert | ||||
| Anzahl | (Rechnungs-einheiten) | Anzahl | (Rechnungs-einheiten) | Anzahl | (Rechnungs-einheiten) | |
| Afghanistan | 105 | 794 480 | 2 | 15 133 | 107 | 809 612 |
| Ägypten | 147 | 1 112 271 | 22 | 166 462 | 169 | 1 278 734 |
| Albanien | 103 | 779 347 | 1 | 7 566 | 104 | 786 913 |
| Algerien | 118 | 892 844 | 9 | 68 098 | 127 | 960 942 |
| Angola | 117 | 885 277 | 8 | 60 532 | 125 | 945 809 |
| Äquatorialguinea | 101 | 764 214 | 1 | 7 566 | 102 | 771 780 |
| Arabische Republik Syrien | 113 | 855 011 | 7 | 52 965 | 120 | 907 977 |
| Argentinien | 153 | 1 157 670 | 26 | 196 728 | 179 | 1 354 398 |
| Äthiopien | 108 | 817 179 | 4 | 30 266 | 112 | 847 445 |
| Australien | 425 | 3 215 750 | 157 | 1 187 936 | 582 | 4 403 686 |
| Bahamas | 101 | 764 214 | 1 | 7 566 | 102 | 771 780 |
| Bahrain | 101 | 764 214 | 1 | 7 566 | 102 | 771 780 |
| Bangladesh | 129 | 976 075 | 14 | 105 931 | 143 | 1 082 005 |
| Barbados | 102 | 771 780 | 1 | 7 566 | 103 | 779 347 |
| Belgien | 349 | 2 640 699 | 121 | 915 543 | 470 | 3 556 242 |
| Benin | 101 | 764 214 | 1 | 7 566 | 102 | 771 780 |
| Bhutan | 100 | 756 647 | 0 | 0 | 100 | 756 64 |
| Bolivien | 113 | 855 011 | 6 | 45 399 | 119 | 900 410 |
| Botswana | 101 | 764 214 | 1 | 7 566 | 102 | 771 780 |
| Brasilien | 338 | 2 557 467 | 115 | 870 144 | 453 | 3 427 612 |
| Bulgarien | 152 | 1 150 104 | 25 | 189 162 | 177 | 1 339 265 |
| Burma | 104 | 786 913 | 2 | 15 133 | 106 | 802 046 |
| Burundi | 100 | 756 647 | 0 | 0 | 100 | 756 647 |
| Chile | 173 | 1 309 000 | 35 | 264 827 | 208 | 1 573 826 |
| China | 1 111 | 8 406 350 | 489 | 3 700 005 | 1 600 | 12 106 354 |
| Costa Rica | 118 | 892 844 | 8 | 60 532 | 126 | 953 375 |
| Dänemark | 242 | 1 831 086 | 68 | 514 520 | 310 | 2 345 606 |
| Demokratisches Jemen | 101 | 764 214 | 1 | 7 566 | 102 | 771 780 |
| Demokratisches Kamputschea | 101 | 764 214 | 1 | 7 566 | 102 | 771 780 |
| Demokratische Volksrepublik Korea | 104 | 786 913 | 2 | 15 133 | 106 | 802 046 |
| Deutsche Demokratische Republik | 351 | 2 655 831 | 121 | 915 543 | 472 | 3 571 375 |
| Deutschland, Bundesrepublik | 1 819 | 13 763 412 | 831 | 6 287 738 | 2 650 | 20 051 149 |
| Dominica | 100 | 756 647 | 0 | 0 | 100 | 756 647 |
| Dominikanische Republik | 121 | 915 543 | 10 | 75 665 | 131 | 991 208 |
| Dschibuti | 100 | 756 647 | 0 | 0 | 100 | 756 647 |
| Ecuador | 117 | 885 277 | 8 | 60 532 | 125 | 945 809 |
| Elfenbeinküste | 147 | 1 112 271 | 22 | 166 462 | 169 | 1 278 734 |
| El Salvador | 118 | 892 844 | 9 | 68 098 | 127 | 960 942 |
| Fidschi-Inseln | 105 | 794 480 | 2 | 15 133 | 107 | 809 612 |
| Finnland | 196 | 1 483 028 | 46 | 348 058 | 242 | 1 831 086 |
| Frankreich | 1 385 | 10 479 563 | 621 | 4 698 779 | 2 006 | 15 178 342 |
| Gabun | 109 | 824 745 | 4 | 30 266 | 113 | 855 011 |
| Gambia | 102 | 771 780 | 1 | 7 566 | 103 | 779 347 |
| Ghana | 129 | 976 075 | 14 | 105 931 | 143 | 1 082 005 |
| Grenada | 100 | 756 647 | 0 | 0 | 100 | 756 647 |
| Griechenland | 100 | 756 647 | 0 | 0 | 100 | 756 647 |
| Guatemala | 120 | 907 977 | 10 | 75 665 | 130 | 983 641 |
| Guinea | 105 | 794 480 | 2 | 15 133 | 107 | 809 612 |
| Guinea-Bissau | 100 | 756 647 | 0 | 0 | 100 | 756 647 |
| Guyana | 108 | 817 179 | 4 | 30 266 | 112 | 847 445 |
| Haiti | 103 | 779 347 | 2 | 15 133 | 105 | 794 480 |
| Heiliger Stuhl | 100 | 756 647 | 0 | 0 | 100 | 756 647 |
| Honduras | 110 | 832 312 | 5 | 37 832 | 115 | 870 144 |
| Indien | 197 | 1 490 595 | 47 | 355 624 | 244 | 1 846 219 |
| Indonesien | 181 | 1 369 531 | 39 | 295 092 | 220 | 1 664 624 |
| Irak | 111 | 839 878 | 6 | 45 399 | 117 | 885 277 |
| Iran | 126 | 953 375 | 12 | 90 798 | 138 | 1 044 173 |
| Irland | 100 | 756 647 | 0 | 0 | 100 | 756 647 |
| Island | 100 | 756 647 | 0 | 0 | 100 | 756 647 |
| Israel | 118 | 892 844 | 8 | 60 532 | 126 | 953 375 |
| Italien | 845 | 6 393 668 | 360 | 2 723 930 | 1 205 | 9 117 598 |
| Jamaika | 113 | 855 011 | 6 | 45 399 | 119 | 900 410 |
| Japan | 2 303 | 17 425 584 | 1 064 | 8 050 726 | 3 367 | 25 476 309 |
| Jemen | 101 | 764 214 | 1 | 7 566 | 102 | 771 780 |
| Jordanien | 104 | 786 913 | 2 | 15 133 | 106 | 802 046 |
| Jugoslawien | 151 | 1 142 537 | 24 | 181 595 | 175 | 1 324 133 |
| Kanada | 732 | 5 538 657 | 306 | 2 315 340 | 1 038 | 7 853 997 |
| Kap Verde | 100 | 756 647 | 0 | 0 | 100 | 756 647 |
| Katar | 100 | 756 647 | 0 | 0 | 100 | 756 647 |
| Kenia | 116 | 877 711 | 7 | 52 965 | 123 | 930 676 |
| Kolumbien | 151 | 1 142 537 | 25 | 189 162 | 176 | 1 331 699 |
| Komoren | 100 | 756 647 | 0 | 0 | 100 | 756 647 |
| Kongo | 103 | 779 347 | 1 | 7 566 | 104 | 786 913 |
| Kuba | 184 | 1 392 231 | 41 | 310 225 | 225 | 1 702 456 |
| Kuwait | 103 | 779 347 | 1 | 7 566 | 104 | 786 913 |
| Laotische Demokratische Volksrepublik | 101 | 764 214 | 0 | 0 | 101 | 764 214 |
| Lesotho | 100 | 756 647 | 0 | 0 | 100 | 756 647 |
| Libanon | 105 | 794 480 | 2 | 15 133 | 107 | 809 612 |
| Liberia | 118 | 892 844 | 8 | 60 532 | 126 | 953 375 |
| Libysch-Arabisch Dschamahirija | 105 | 794 480 | 3 | 22 699 | 108 | 817 179 |
| Liechtenstein | 100 | 756 647 | 0 | 0 | 100 | 756 647 |
| Luxemburg | 100 | 756 647 | 0 | 0 | 100 | 756 647 |
| Madagaskar | 106 | 802 046 | 3 | 22 699 | 109 | 824 745 |
| Malawi | 103 | 779 347 | 1 | 7 566 | 104 | 786 913 |
| Malaysia | 248 | 1 876 485 | 72 | 544 786 | 320 | 2 421 271 |
| Malediven | 100 | 756 647 | 0 | 0 | 100 | 756 647 |
| Mali | 103 | 779 347 | 1 | 7 566 | 104 | 786 913 |
| Malta | 101 | 764 214 | 1 | 7 566 | 102 | 771 780 |
| Marokko | 137 | 1 036 607 | 18 | 136 196 | 155 | 1 172 803 |
| Mauretanien | 108 | 817 179 | 4 | 30 266 | 112 | 847 445 |
| Mauritius | 109 | 824 745 | 5 | 37 832 | 114 | 862 578 |
| Mexiko | 144 | 1 089 572 | 21 | 158 896 | 165 | 1 248 468 |
| Monaco | 100 | 756 647 | 0 | 0 | 100 | 756 647 |
| Mongolei | 103 | 779 347 | 1 | 7 566 | 104 | 786 913 |
| Mosambik | 106 | 802 046 | 3 | 22 699 | 109 | 824 745 |
| Nauru | 100 | 756 647 | 0 | 0 | 100 | 756 647 |
| Nepal | 101 | 764 214 | 0 | 0 | 101 | 764 214 |
| Neuseeland | 100 | 756 647 | 0 | 0 | 100 | 756 647 |
| Nicaragua | 114 | 862 578 | 6 | 45 399 | 120 | 907 977 |
| Niederlande | 430 | 3 253 583 | 159 | 1 203 069 | 589 | 4 456 652 |
| Niger | 101 | 764 214 | 1 | 7 566 | 102 | 771 780 |
| Nigeria | 134 | 1 013 907 | 16 | 121 064 | 150 | 1 134 971 |
| Norwegen | 202 | 1 528 427 | 49 | 370 757 | 251 | 1 899 184 |
| Obervolta | 101 | 764 214 | 1 | 7 566 | 102 | 771 780 |
| Oman | 100 | 756 647 | 0 | 0 | 100 | 756 647 |
| Österreich | 246 | 1 861 352 | 70 | 529 653 | 316 | 2 391 005 |
| Pakistan | 122 | 923 110 | 11 | 83 231 | 133 | 1 006 341 |
| Panama | 105 | 794 480 | 3 | 22 699 | 108 | 817 179 |
| Papua-Neuguinea | 116 | 877 711 | 8 | 60 532 | 124 | 938 242 |
| Paraguay | 105 | 794 480 | 2 | 15 133 | 107 | 809 612 |
| Peru | 136 | 1 029 040 | 17 | 128 630 | 153 | 1 157 670 |
| Philippinen | 183 | 1 384 664 | 40 | 302 659 | 223 | 1 687 323 |
| Polen | 362 | 2 739 063 | 126 | 953 375 | 488 | 3 692 438 |
| Portugal | 100 | 756 647 | 0 | 0 | 100 | 756 647 |
| Republik Korea | 151 | 1 142 537 | 25 | 189 162 | 176 | 1 331 699 |
| Ruanda | 103 | 779 347 | 1 | 7 566 | 104 | 786 913 |
| Rumänien | 142 | 1 074 439 | 20 | 151 329 | 162 | 1 225 768 |
| Salomon-Inseln | 101 | 764 214 | 0 | 0 | 101 | 764 214 |
| Sambia | 157 | 1 187 936 | 27 | 204 295 | 184 | 1 392 231 |
| St. Lucia | 100 | 756 647 | 0 | 0 | 100 | 756 647 |
| St. Vincent und die Grenadinen | 100 | 756 647 | 0 | 0 | 100 | 756 647 |
| Samoa | 100 | 756 647 | 0 | 0 | 100 | 756 647 |
| San Marino | 100 | 756 647 | 0 | 0 | 100 | 756 647 |
| Sao Tomé und Principe | 101 | 764 214 | 0 | 0 | 101 | 764 214 |
| Saudi-Arabien | 105 | 794 480 | 2 | 15 133 | 107 | 809 612 |
| Schweden | 363 | 2 746 629 | 127 | 960 942 | 490 | 3 707 571 |
| Schweiz | 326 | 2 466 670 | 109 | 824 745 | 435 | 3 291 415 |
| Senegal | 113 | 855 011 | 7 | 52 965 | 120 | 907 977 |
| Seychellen | 100 | 756 647 | 0 | 0 | 100 | 756 647 |
| Sierra Leone | 103 | 779 347 | 1 | 7 566 | 104 | 786 913 |
| Simbabwe | 100 | 756 647 | 0 | 0 | 100 | 756 647 |
| Singapur | 134 | 1 013 907 | 17 | 128 630 | 151 | 1 142 537 |
| Somalia | 101 | 764 214 | 1 | 7 566 | 102 | 771 780 |
| Spanien | 447 | 3 382 213 | 167 | 1 263 601 | 614 | 4 645 813 |
| Sri Lanka | 124 | 938 242 | 12 | 90 798 | 136 | 1 029 040 |
| Südafrika | 309 | 2 338 040 | 101 | 764 214 | 410 | 3 102 253 |
| Sudan | 124 | 938 242 | 12 | 90 798 | 136 | 1 029 040 |
| Surinam | 104 | 786 913 | 2 | 15 133 | 106 | 802 046 |
| Swasiland | 104 | 786 913 | 2 | 15 133 | 106 | 802 046 |
| Thailand | 137 | 1 036 607 | 18 | 136 196 | 155 | 1 172 803 |
| Togo | 105 | 794 480 | 3 | 22 699 | 108 | 817 179 |
| Tonga | 100 | 756 647 | 0 | 0 | 100 | 756 647 |
| Trinidad und Tobago | 103 | 779 347 | 2 | 15 133 | 105 | 794 480 |
| Tschad | 103 | 779 347 | 1 | 7 566 | 104 | 786 913 |
| Tschechoslowakei | 292 | 2 209 410 | 93 | 703 682 | 385 | 2 913 092 |
| Tunesien | 113 | 855 011 | 6 | 45 399 | 119 | 900 410 |
| Türkei | 100 | 756 647 | 0 | 0 | 100 | 756 647 |
| Uganda | 118 | 892 844 | 9 | 68 098 | 127 | 960 942 |
| Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik | 100 | 756 647 | 0 | 0 | 100 | 756 647 |
| Ungarn | 205 | 1 551 127 | 51 | 385 890 | 256 | 1 937 017 |
| Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken | 1 865 | 14 111 469 | 853 | 6 454 200 | 2 718 | 20 565 669 |
| Uruguay | 107 | 809 612 | 4 | 30 266 | 111 | 839 878 |
| Venezuela | 120 | 907 977 | 10 | 75 665 | 130 | 983 641 |
| Vereinigte Arabische Emirate | 101 | 764 214 | 1 | 7 566 | 102 | 771 780 |
| Vereinigte Republik Kamerun | 116 | 877 711 | 8 | 60 532 | 124 | 938 242 |
| Vereinigte Republik Tansania | 113 | 855 011 | 6 | 45 399 | 119 | 900 410 |
| Vereinigte Staaten von Amerika | 5 012 | 37 923 155 | 2 373 | 17 955 237 | 7 385 | 55 878 392 |
| Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland | 1 051 | 7 952 361 | 459 | 3 473 010 | 1 510 | 11 425 372 |
| Vietnam | 108 | 817 179 | 4 | 30 266 | 112 | 847 445 |
| Weißrussische Sozialistische Sowjetrepublik | 100 | 756 647 | 0 | 0 | 100 | 756 647 |
| Zaire | 147 | 1 112 271 | 22 | 166 462 | 169 | 1 278 734 |
| Zentral afrikanische Republik | 102 | 771 780 | 1 | 7 566 | 103 | 779 347 |
| Zypern | 100 | 756 647 | 0 | 0 | 100 | 756 647 |
Rücktritt Österreichs vom Übereinkommen vgl. BGBl. III Nr. 15/2015
ANLAGE B
BESONDERE VORKEHRUNGEN ZUGUNSTEN DER AM WENIGSTEN ENTWICKELTEN LÄNDER NACH ARTIKEL 11 ABSATZ 6
Mitglieder aus der Gruppe der am wenigsten entwickelten Länder im Sinne der Begriffsbestimmung der Vereinten Nationen zahlen die in Artikel 10 Absatz 1b) bezeichneten Eingezahlten Anteile in folgender Weise:
Eine Zahlung von 30 vH ist in drei gleichen Raten während eines Zeitraums von 3 Jahren zu entrichten;
eine nachfolgende Zahlung von 30 vH ist in den Raten und zu den Zeitpunkten zu zahlen, die das Exekutivdirektorium beschließt;
nach den Zahlungen unter a) und b) sind die restlichen 40 vH von den Mitgliedern durch Hinterlegung unwiderruflicher, nicht begebbarer, zinsenfreier Schuldverschreibungen zu leisten, die in der Weise und zu dem Zeitpunkt zur Zahlung vorgelegt werden, die das Exekutivdirektorium beschließt.
Unbeschadet der Bedingungen des Artikels 31 kann die Mitgliedschaft eines am wenigsten entwickelten Landes wegen Nichterfüllung der in Absatz 1 bezeichneten finanziellen Verpflichtungen nur dann ausgesetzt werden, wenn ihm zuvor volle Gelegenheit gegeben wurde, innerhalb einer angemessenen Frist eine Stellungnahme abzugeben und den Gouverneursrat davon zu überzeugen, daß es ihm unmöglich ist, diese Verpflichtungen zu erfüllen.
Rücktritt Österreichs vom Übereinkommen vgl. BGBl. III Nr. 15/2015
ANLAGE C
KRITERIEN FÜR DIE ANERKENNUNG INTERNATIONALER ROHSTOFFGREMIEN
Ein internationales Rohstoffgremium muß auf zwischenstaatlicher Grundlage bestehen, wobei die Mitgliedschaft allen Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen oder einer ihrer Sonderorganisationen oder der Internationalen Atomenergieorganisation offenstehen muß.
Es muß sich auf kontinuierlicher Grundlage mit Fragen des Handels, der Herstellung und des Verbrauchs des betreffenden Rohstoffs befassen.
Seine Mitgliedschaft muß sich auf Hersteller und Verbraucher erstrecken, die für einen angemessenen Teil der Ein- und Ausfuhren des betreffenden Rohstoffs repräsentativ sind.
Es muß einen wirksamen Willensbildungsprozeß aufweisen, der den Interessen seiner Teilnehmer Ausdruck verleiht.
Es muß in der Lage sein, ein geeignetes Verfahren einzuschlagen, das die ordentliche Erfüllung der technischen oder sonstigen sich aus seiner Assoziierung mit der Geschäftstätigkeit des Zweiten Kontos ergebenden Verantwortlichkeiten gewährleistet.
Rücktritt Österreichs vom Übereinkommen vgl. BGBl. III Nr. 15/2015
ANLAGE D
STIMMENVERTEILUNG
Jeder Mitgliedstaat im Sinne des Artikels 5a) verfügt über
150 Grundstimmen;
die Stimmenzahl, die ihm auf Grund der von ihm nach Maßgabe des Anhangs zu dieser Anlage gezeichneten Anteile des Unmittelbar Eingezahlten Kapitals zugewiesen ist;
eine Stimme für je 37 832 Rechnungseinheiten des von ihm eingezahlten Garantiekapitals;
alle ihm nach Absatz 3 dieser Anlage zugewiesenen Stimmen.
Jeder Mitgliedstaat im Sinne des Artikels 5b) verfügt über
150 Grundstimmen;
eine Stimmenzahl auf Grund der von ihm gezeichneten Anteile des Unmittelbar Eingezahlten Kapitals, die der Gouverneursrat mit Qualifizierter Mehrheit auf einer Grundlage bestimmt, die mit der im Anhang zu dieser Anlage vorgesehenen Stimmenverteilung im Einklang steht;
eine Stimme für je 37 832 Rechnungseinheiten des von ihm eingezahlten Garantiekapitals;
jede ihm nach Absatz 3 dieser Anlage zugewiesene Stimme.
Werden nicht gezeichnete oder zusätzliche Anteile des Unmittelbar Eingezahlten Kapitals nach Artikel 9 Absatz 4b) und c) sowie nach Artikel 12 Absatz 3 zur Zeichnung aufgelegt, so werden jedem Mitgliedstaat für jeden zusätzlichen, von ihm gezeichneten Anteil des Unmittelbar Eingezahlten Kapitals zwei weitere Stimmen zugewiesen.
Der Gouverneursrat überprüft fortlaufend die Zusammensetzung der Stimmen; weicht die tatsächliche Zusammensetzung der Stimmen wesentlich von der in dem Anhang zu dieser Anlage vorgesehenen ab, so nimmt er im Einklang mit dem die Stimmenverteilung regelnden, in dieser Anlage zum Ausdruck kommenden grundlegenden Prinzipien die notwendigen Anpassungen vor. Dabei zieht der Gouverneursrat folgende Punkte in Betracht:
die Mitgliedschaft;
die Anzahl von Anteilen des Unmittelbar Eingezahlten Kapitals;
den Betrag des Garantiekapitals.
Anpassungen der Stimmenverteilung nach Absatz 4 dieser Anlage erfolgen nach Maßgabe von Regeln und Vorschriften, die der Gouverneursrat auf seiner ersten Jahrestagung mit Besonders Qualifizierter Mehrheit beschließt.
Anhang
ANLAGE D
STIMMENVERTEILUNG
| Staat | Grundstimmen | zusätzliche Stimmen | Insgesamt |
|---|---|---|---|
| Afghanistan | 150 | 207 | 357 |
| Ägypten | 150 | 326 | 476 |
| Albanien | 150 | 157 | 307 |
| Algerien | 150 | 245 | 395 |
| Angola | 150 | 241 | 391 |
| Äquatorialguinea | 150 | 197 | 347 |
| Arabische Republik Syrien | 150 | 232 | 382 |
| Argentinien | 150 | 346 | 496 |
| Äthiopien | 150 | 216 | 366 |
| Australien | 150 | 925 | 1 075 |
| Bahamas | 150 | 197 | 347 |
| Bahrain | 150 | 197 | 347 |
| Bangladesh | 150 | 276 | 426 |
| Barbados | 150 | 199 | 349 |
| Belgien | 150 | 747 | 897 |
| Benin | 150 | 197 | 347 |
| Bhutan | 150 | 193 | 343 |
| Bolivien | 150 | 230 | 280 |
| Botswana | 150 | 197 | 347 |
| Brasilien | 150 | 874 | 1 024 |
| Bulgarien | 150 | 267 | 417 |
| Burma | 150 | 205 | 355 |
| Burundi | 150 | 193 | 343 |
| Chile | 150 | 402 | 552 |
| China | 150 | 2 850 | 3 000 |
| Costa Rica | 150 | 243 | 893 |
| Dänemark | 150 | 493 | 643 |
| Demokratisches Jemen | 150 | 197 | 347 |
| Demokratisches Kamputschea | 150 | 197 | 347 |
| Demokratische Volksrepublik Korea | 150 | 205 | 355 |
| Deutsche Demokratische Republik | 150 | 713 | 863 |
| Deutschland, Bundesrepublik | 150 | 4 212 | 4 362 |
| Dominica | 150 | 193 | 343 |
| Dominikanische Republik | 150 | 253 | 403 |
| Dschibuti | 150 | 193 | 343 |
| Ecuador | 150 | 241 | 391 |
| Elfenbeinküste | 150 | 326 | 476 |
| El Salvador | 150 | 245 | 395 |
| Fidschi-Inseln | 150 | 207 | 357 |
| Finnland | 150 | 385 | 535 |
| Frankreich | 150 | 3 188 | 3 338 |
| Gabun | 150 | 218 | 368 |
| Gambia | 150 | 199 | 349 |
| Ghana | 150 | 276 | 426 |
| Grenada | 150 | 193 | 343 |
| Griechenland | 150 | 159 | 309 |
| Guatemala | 150 | 251 | 401 |
| Guinea | 150 | 207 | 357 |
| Guinea-Bissao | 150 | 193 | 343 |
| Guyana | 150 | 216 | 366 |
| Haiti | 150 | 203 | 353 |
| Heiliger Stuhl | 150 | 159 | 309 |
| Honduras | 150 | 222 | 372 |
| Indien | 150 | 471 | 621 |
| Indonesien | 150 | 425 | 575 |
| Iran | 150 | 266 | 416 |
| Irak | 150 | 226 | 376 |
| Irland | 150 | 159 | 309 |
| Island | 150 | 159 | 309 |
| Israel | 150 | 243 | 393 |
| Italien | 150 | 1 915 | 2 065 |
| Jamaica | 150 | 230 | 380 |
| Japan | 150 | 5 352 | 5 502 |
| Jemen | 150 | 197 | 347 |
| Jordanien | 150 | 205 | 355 |
| Jugoslawien | 150 | 338 | 488 |
| Kanada | 150 | 1 650 | 1 800 |
| Kap Verde | 150 | 193 | 343 |
| Katar | 150 | 193 | 343 |
| Kenia | 150 | 237 | 387 |
| Kolumbien | 150 | 340 | 490 |
| Komoren | 150 | 193 | 343 |
| Kongo | 150 | 201 | 351 |
| Kuba | 150 | 434 | 584 |
| Kuwait | 150 | 201 | 351 |
| Laotische Demokratische Volksrepublik | 150 | 195 | 345 |
| Lesotho | 150 | 193 | 343 |
| Libanon | 150 | 207 | 357 |
| Liberia | 150 | 243 | 393 |
| Libysch-Arabische Dschamahirija | 150 | 208 | 358 |
| Liechtenstein | 150 | 159 | 309 |
| Luxemburg | 150 | 159 | 309 |
| Madagaskar | 150 | 210 | 360 |
| Malawi | 150 | 201 | 351 |
| Malaysia | 150 | 618 | 768 |
| Malediven | 150 | 193 | 343 |
| Mali | 150 | 201 | 351 |
| Malta | 150 | 197 | 347 |
| Marokko . | 150 | 299 | 449 |
| Mauretanien | 150 | 216 | 366 |
| Mauritius | 150 | 220 | 370 |
| Mexiko | 150 | 319 | 469 |
| Monaco | 150 | 159 | 309 |
| Mongolei | 150 | 157 | 307 |
| Mosambik | 150 | 210 | 360 |
| Nauru | 150 | 193 | 343 |
| Nepal | 150 | 195 | 345 |
| Neuseeland | 150 | 159 | 309 |
| Nicaragua | 150 | 232 | 382 |
| Niederlande | 150 | 936 | 1 086 |
| Niger | 150 | 197 | 347 |
| Nigeria | 150 | 290 | 440 |
| Norwegen | 150 | 399 | 549 |
| Obervolta | 150 | 197 | 347 |
| Oman | 150 | 193 | 343 |
| Österreich | 150 | 502 | 652 |
| Pakistan | 150 | 257 | 407 |
| Panama | 150 | 208 | 358 |
| Papua-Neuguinea | 150 | 239 | 389 |
| Paraguay | 150 | 207 | 357 |
| Peru | 150 | 295 | 445 |
| Philippinen | 150 | 430 | 580 |
| Polen | 150 | 737 | 877 |
| Portugal | 150 | 159 | 309 |
| Republik Korea | 150 | 340 | 490 |
| Ruanda | 150 | 201 | 351 |
| Rumänien | 150 | 313 | 463 |
| Salomon-Inseln | 150 | 195 | 345 |
| Sambia | 150 | 355 | 505 |
| St. Lucia | 150 | 193 | 343 |
| St. Vincent und die Grenadinen | 150 | 193 | 343 |
| Samoa | 150 | 193 | 343 |
| San Marino | 150 | 159 | 309 |
| Sao Tomé und Principe | 150 | 195 | 345 |
| Saudi Arabien | 150 | 207 | 357 |
| Schweden | 150 | 779 | 929 |
| Schweiz | 150 | 691 | 841 |
| Senegal | 150 | 232 | 382 |
| Seychellen | 150 | 193 | 343 |
| Sierra Leone | 150 | 201 | 351 |
| Simbabwe | 150 | 193 | 343 |
| Singapur | 150 | 291 | 441 |
| Somalia | 150 | 197 | 347 |
| Spanien | 150 | 976 | 1 126 |
| Sri Lanka | 150 | 263 | 413 |
| Südafrika | 150 | 652 | 802 |
| Sudan | 150 | 263 | 413 |
| Surinam | 150 | 205 | 355 |
| Swasiland | 150 | 205 | 355 |
| Thailand | 150 | 299 | 449 |
| Togo | 150 | 208 | 358 |
| Tonga | 150 | 193 | 343 |
| Trinidad und Tobago | 150 | 203 | 353 |
| Tschad | 150 | 201 | 351 |
| Tschechoslowakei | 150 | 582 | 732 |
| Tunesien | 150 | 230 | 380 |
| Türkei | 150 | 159 | 309 |
| Uganda | 150 | 245 | 395 |
| Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik | 150 | 151 | 301 |
| Ungarn | 150 | 387 | 537 |
| Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken | 150 | 4 107 | 4 257 |
| Uruguay | 150 | 214 | 364 |
| Venezuela | 150 | 251 | 401 |
| Vereinigte Arabische Emirate | 150 | 197 | 347 |
| Vereinigte Republik Kamerun | 150 | 239 | 389 |
| Vereinigte Republik Tansania | 150 | 230 | 380 |
| Vereinigte Staaten von Amerika | 150 | 11 738 | 11 888 |
| Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland | 150 | 2 400 | 2 550 |
| Vietnam | 150 | 216 | 366 |
| Weißrussische Sozialistische Sowjetrepublik | 150 | 151 | 301 |
| Zaire | 150 | 326 | 476 |
| Zentralafrikanische Republik | 150 | 199 | 349 |
| Zypern | 150 | 193 | 343 |
| Insgesamt | 24 450 | 79 924 | 104 374 |
Rücktritt Österreichs vom Übereinkommen vgl. BGBl. III Nr. 15/2015
ANLAGE E
WAHL DER EXEKUTIVDIREKTOREN
Die Exekutivdirektoren und ihre Stellvertreter werden von den Gouverneuren in geheimer Wahl gewählt.
Die geheime Wahl bezieht sich auf Kandidaturen. Jede Kandidatur besteht aus einer von einem Mitglied als Exekutivdirektor aufgestellten Person sowie einer von demselben Mitglied oder einem anderen Mitglied als Stellvertreter aufgestellten Person. Die beiden Personen, die eine Kandidatur bilden, müssen nicht dieselbe Staatsangehörigkeit besitzen.
Jeder Gouverneur gibt alle Stimmen, die dem Mitglied, das den Gouverneur ernannt hat, nach Anlage D zustehen, für eine Kandidatur ab.
Gewählt sind diejenigen 28 Kandidaten, welche die größte Stimmenzahl auf sich vereinigen, wobei jedoch auf jede Kandidatur mindestens 2,5 vH der Gesamtstimmenzahl entfallen müssen.
Werden im ersten Wahlgang 28 Kandidaturen nicht erreicht, so findet ein zweiter Wahlgang statt, bei dem nur abstimmen:
diejenigen Gouverneure, die im ersten Wahlgang ihre Stimmen für eine nichtgewählte Kandidatur abgaben;
diejenigen Gouverneure, von deren Stimmen für eine gewählte Kandidatur nach Absatz 6 dieser Anlage angenommen wird, daß die für die betreffende Kandidatur abgegebene Stimmenzahl auf mehr als 3,5 vH der Gesamtstimmenzahl angehoben wird.
Bei der Feststellung, ob von den von einem Gouverneur abgegebenen Stimmen anzunehmen ist, daß sie den Gesamtteil einer Kandidatur über 3,5 vH der Gesamtstimmenzahl angehoben haben, wird davon ausgegangen, daß der Prozentsatz zunächst die Stimmen des Gouverneurs ausschließt, der die geringste Stimmenzahl für diese Kandidatur abgegeben hat, sodann die Stimmen desjenigen Gouverneurs, der die zweitgeringste Stimmenzahl abgegeben hat usw. bis 3,5 vH oder ein Wert unter 3,5 vH, jedoch über 2,5 vH erreicht ist; bei einem Gouverneur, dessen Stimmen zur Anhebung des Gesamtwerts einer Kandidatur über 2,5 vH gezählt werden müssen, wird jedoch angenommen, er habe alle seine Stimmen für diese Kandidatur abgegeben, selbst wenn dadurch die Gesamtstimmen für diese Kandidatur 3,5 vH übersteigen.
Haben bei einem Wahlgang zwei oder mehr Gouverneure, die über dieselbe Stimmenzahl verfügen, für dieselbe Kandidatur gestimmt, und kann von den Stimmen eines oder mehrerer, jedoch nicht all dieser Gouverneure angenommen werden, daß sie die Gesamtzahl der Stimmen über 3,5 vH der Gesamtstimmenzahl angehoben haben, so werden die beim nächsten Wahlgang, falls ein solcher erforderlich ist, stimmberechtigten Gouverneure durch das Los bestimmt.
Bei der Feststellung, ob eine Kandidatur im zweiten Wahlgang gewählt wurde und wer die Gouverneure sind, von deren Stimmen anzunehmen ist, daß sie diese Kandidatur gewählt haben, finden die in den Absätzen 4 und 5b) dieser Anlage genannten Höchst- und Mindestprozentsätze sowie die in den Absätzen 6 und 7 dieser Anlage beschriebenen Verfahren Anwendung.
Sind nach einem zweiten Wahlgang 28 Kandidaturen nicht erreicht worden, so werden nach denselben Grundsätzen weitere Wahlgänge durchgeführt, bis 27 Kandidaturen gewählt sind. Danach wird die 28. Kandidatur mit einfacher Mehrheit der verbleibenden Stimmen gewählt.
Stimmt ein Gouverneur in dem zuletzt stattgefundenen Wahlgang für eine nicht erfolgreiche Kandidatur, so kann dieser Gouverneur eine erfolgreiche Kandidatur mit deren Zustimmung damit beauftragen, im Exekutivdirektorium das Mitglied zu vertreten, das den betreffenden Gouverneur ernannt hat. In diesem Falle findet der in Absatz 5b) dieser Anlage genannte Höchstwert von 3,5 vH keine Anwendung auf die in dieser Weise beauftragten Kandidaturen.
Tritt ein Staat in der Zeit zwischen den Wahlen der Exekutivdirektoren diesem Übereinkommen bei, so kann er jeden Exekutivdirektor mit dessen Zustimmung beauftragen, ihn im Exekutivdirektorium zu vertreten. In diesem Fall findet der in Absatz 5b) dieser Anlage genannte Höchstwert von 3,5 vH keine Anwendung.
Rücktritt Österreichs vom Übereinkommen vgl. BGBl. III Nr. 15/2015
ANLAGE F
RECHNUNGSEINHEIT
Der Wert einer Rechnungseinheit ergibt sich aus der Summe der Werte der folgenden, in eine der nachfolgenden Währungen umgewandelten Währungseinheiten.
| US Dollar | 0,40 |
|---|---|
| Deutsche Mark | 0,32 |
| Japanischer Yen | 21 |
| Französischer Franc | 0,42 |
| Pfund Sterling | 0,050 |
| Italienische Lira | 52 |
| Niederländischer Gulden | 0,14 |
| Kanadischer Dollar | 0,070 |
| Belgischer Franc | 1,6 |
| Saudiarabischer Rial | 0,13 |
| Schwedische Krone | 0,11 |
| Iranischer Rial | 1,7 |
| Australischer Dollar | 0,017 |
| Spanische Peseta | 1,5 |
| Norwegische Krone | 0,10 |
| Österreichischer Schilling | 0,28 |
Eine Änderung des Verzeichnisses der Währungen, die den Wert der Rechnungseinheit bestimmen, sowie der Beträge in diesen Währungen wird nach Maßgabe der Regeln und Vorschriften vorgenommen, die der Gouverneursrat mit Qualifizierter Mehrheit im Einklang mit den Gepflogenheiten einer einschlägigen internationalen Währungsorganisation beschließt.
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