Verordnung des Bundesministers für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten über die Lehrpläne für Höhere technische und gewerbliche Lehranstalten; Bekanntmachung der Lehrpläne für den Religionsunterricht an diesen Schulen
- die in der Praxis des Fachgebietes gebräuchlichsten Theorien der Biologie und Ernährungslehre kennen;
- die Regulationsfähigkeit biologischer Systeme kennen und die Folgen menschlicher Eingriffe abschätzen können;
- über verschiedene Ernährungs- und Diätformen und moderne biotechnologische Methoden in der Nahrungsmittelproduktion Bescheid wissen;
- die Wechselwirkung zwischen Ernährungsverhalten und Gesundheit erkennen.
III. Jahrgang:
Biologie:
Chemische und biologische Evolution. Feinstruktur der Zelle, Bau und Funktion der Zellorganellen, Zellteilung. Der genetische Code, Eiweißsynthese, Vererbungsgesetze, Molekulargenetik. Humangenetik, Humanbiologie.
Ernährung:
Aufbau und Funktion des Verdauungsapparates, Ernährungsformen.
Energiebedarf:
Grundumsatz, Leistungszuwachs bei verschiedenen Tätigkeiten,
Gesamtumsatz.
Nährstoffe:
Aufbau, Bedarf in den verschiedenen Lebensabschnitten. Zusammensetzung und Qualitätsmerkmale wichtiger Lebensmittel, Biolebensmittel.
IV. Jahrgang:
Biologie:
Proteine und Nukleinsäuren. Genetischer Code, Eiweißsynthese,
Vererbungsgesetze. Hormone und Vitamine.
Ernährung:
Gentechnisch erzeugte und veränderte Lebensmittel, Sonderformen der Ernährung (Kohlenhydrate - Sporternährung, Reduktionskost, Säuglingsnahrung, Ernährung bei erhöhten Cholesterin- und Harnsäurewerten).
Fütterung:
Futterinhaltsstoffe.
V. Jahrgang:
Biologie:
Molekularbiologie, Regulation der Genaktivität. Mutagene und ihre molekulare Wirkung. Veränderung von Zellen. Pflanzenzucht.
Ernährung:
Genußmittel. Auswirkungen auf den menschlichen Körper; Schadstoffe und unerwünschte Beimengungen in der Nahrung, Zusatzstoffe. Ernährung und Lebensmittelverträglichkeiten, ernährungsverursachte Krankheiten.
Fütterung:
Futtermittelbewertung, Rezepturen, Recht.
2.2 MIKROBIOLOGIE UND LEBENSMITTELHYGIENE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- Eigenschaften und Wirkungsweisen sowie die hygienische, medizinische, industrielle und lebensmitteltechnologische Bedeutung der Mikroorganismen im Fachgebiet kennen;
- die hygienischen Voraussetzungen für die Erzeugung von Lebensmitteln beurteilen können.
IV. Jahrgang:
Mikrobiologie:
Systematik, Cytologie, Morphologie, Physiologie und Vermehrung wirtschaftlich bedeutsamer Mikroorganismen. Mikrobiologie pflanzlicher Lebensmittel.
Hygiene:
Lebensmittelinfektionen, Lebensmittelintoxikationen,
Risikoabschätzung, Verbraucherschutz.
V. Jahrgang:
Mikrobiologie:
Konservierungsmethoden von Lebensmitteln, Wachstumsparameter,
biotechnologische Prozesse.
Hygiene:
Lebensmittelhygienisch wichtige Organismen, Betriebs- und Personalhygiene. Gesundheits- und Umweltschutz (Nebenwirkungen von Desinfektionsmitteln, Schutzmaßnahmen, Umweltbelastung, Rückstandsprobleme). Trink-, Nutz- und Abwasser.
2.3 MIKROBIOLOGISCHES UND BIOLOGISCHES LABORATORIUM Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- mikrobiologische Arbeitsmethoden des Fachgebietes beherrschen;
- Probleme aus den Gebieten der Mikrobiologie und der einschlägigen Umwelttechnik lösen können.
V. Jahrgang:
Mikroskopische und makroskopische Untersuchungen:
Anfärben und Anfertigen von pflanzlichen und tierischen Ein- und Mehrzellern. Präparationstechniken.
Mikrobiologische Arbeitsmethoden:
Mikrobiologische Präparationen. Wachstum auf verschiedenen Nährmedien. Sterilisation und Entkeimung. Anreicherungs- und Reinzuchtverfahren. Keimzahlbestimmung und Identifizierung. Untersuchung von Betriebseinrichtungen.
Physiologische Untersuchungsverfahren:
Unterscheidungskriterien und Bestimmungsverfahren. Keimschädigende Einflüsse. Chemische Einflüsse auf Ein- und Mehrzeller. Ermitteln von Wachstumsparametern der Mikroorganismen. Fermentationsverfahren.
2.4 LEBENSMITTELTECHNOLOGIE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- den Aufbau, die Wirkungsweise, den Energiebedarf und die Umweltverträglichkeit der im Ausbildungszweig verwendeten Maschinen, Apparate und Anlagen kennen;
- Anlagen des Ausbildungszweiges planen können.
I. Jahrgang:
Nahrungspflanzen:
Getreide, Ölsaaten und Hülsenfrüchte (Arten, Eigenschaften, Schädigung).
Mechanische Operationen der Müllerei:
Getreideannahme (Vorreinigung, Trocknen, Lagern, Reinigen und Vorbereiten von Roggen und Weizen gemäß den Silo- und Reinigungsdiagrammen). Roggenmüllerei, Riffelgestaltung, Plansichterbespannung, Plansichterschema; Roggen- und Weizenvermahlungsdiagramme.
II. Jahrgang:
Rheologie:
Biochemisch-technische Untersuchungen an den Kohlenhydraten und
den Proteinen des Getreides.
Bäckerei:
Herstellung und Behandeln von Teigen; Herführungsarten für
Weißgebäck.
III. Jahrgang:
Lagern und Verarbeiten:
Gesetzliche Bestimmungen und qualitätsbeeinflussende Faktoren für
Getreide. Kontrolle.
Mechanische Operationen:
Kombinierte Vermahlungsdiagramme, Diagramme der Spezialmüllerei.
Fördern, Trennen und Vereinigen von Stoffen.
Meß- und Regelungstechnik:
Produktions- und Qualitätskontrolle (herkömmliche und automatische Verfahren).
Thermische Operationen:
Trocknen, Kühlen. Dampfkessel, Kältemaschinen.
Bäckerei:
Backen mit Backhilfsmitteln und Emulgatoren, mit Gärunterbrechung
und Verzögerung.
IV. Jahrgang:
Mechanische Operationen der Müllerei:
Aufbau und Wartung von Kraftmaschinen.
Produktionsprozesse:
Kindernahrungsmittelerzeugung, Instantisierung, Stärkeerzeugung, modifizierte Stärken, Puddingpulver und verwandte Erzeugnisse; Glukose- und Dextroseerzeugung; diätische Lebensmittel auf
Getreidebasis: Extrusionsprodukte
Anlagenplanung:
Wirtschaftlichkeitsberechnungen.
Getreidemüllerei:
Lagerung, Diagramme. Biochemisch-technische Untersuchungen aus
Getreide und dessen Produkten.
Explosionsschutz:
Stäube, Konzentrationen, Aerosole, Maßnahmen zur Verhinderung.
Betriebskontrolle:
Passagenkontrolle, Aschediagramme, Hygienekontrolle, Systeme der On-line-Kontrolle; statistische Auswertung.
Technologie der Trocknung:
Sprühtrocknung, Walzentrocknung, Fließbetttrocknung,
Gefriertrocknung, Agglomeration.
V. Jahrgang:
Reinigungs- und Trennverfahren:
Verfahren der Haltbarmachung von Lebensmitteln.
Bäckerei:
Teigbereitung, Lockerung, Aufarbeitung, Backvorgang bei der Herstellung von Brot, Backwaren und Dauerbackwaren.
Teigwaren:
Rohstoffe, Herstellung, Beurteilung.
Getreideprodukte auf mikrobiologischer Basis:
Gärungen; Bier- und Spritherstellung; Hefeerzeugung.
Naturstoffe:
Zucker, Zuckerfabrikationsprodukte. Malzhertellung (Anm.: richtig: Malzherstellung). Back- und Futterhefeherstellung.
Anlagenplanung:
Netzplantechnik, Problemlösungstechniken, Mitarbeiterschulung.
Umweltschutz:
Gesetzliche Bestimmungen, Methoden zur Abfallminimierung und
-beseitigung.
Schädlingsbekämpfung:
Primäre, sekundäre Schädlinge; amtlich registrierte Präparate;
Bekämpfungsverfahren, Verpackungsschutz.
2.5 ANALYTISCHES UND ORGANISCH-PRÄPARATIVES LABORATORIUM Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die in der Praxis des Fachgebietes auftretenden analytischen Aufgaben lösen und die erforderlichen Methoden auswählen können;
- organische Synthesen im Fachgebiet durchführen können und lebensmittelanalytische und lebesmitteltechnologische (Anm.: richtig: lebensmitteltechnologische) Aufgaben aus der Praxis des Fachgebietes lösen können;
- die erarbeiteten Meßgrößen auswerten, die Ergebnisse beurteilen und über diese Bericht erstatten können;
- mit den Vorkehrungen zur Entsorgung von Rückständen vertraut sein.
II. Jahrgang:
Anorganische-qualitative Analyse:
Trennung einfacher Salzgemische.
Quantitative Analyse:
Gravimetrische und volumetrische Einzelbestimmungen.
Säure-Basen-Titrationen. Redoxtitrationen. Fällungstitrationen.
Instrumentelle Analyse:
Potentiometrie, Kolorimetrie, Photometrie. Polarimetrie. Herstellung organischer Präparate und Reinheitskontrollen.
III. Jahrgang:
Trennverfahren:
Chromatographie, Rektifikation, Kristallisation.
Organisch-qualitative Analyse:
Nachweis funktioneller Gruppen.
Quantitative Analyse:
Gaschromatographie, Hochdruckflüssigkeitschromatographie, Gelchromatographie, Dünnschichtchromatographie; Spektroskopie.
Anwendung elektrochemischer Analyseverfahren:
Polarographie, Potentiometrie, Elektrophorese, Dead-Stop-Titration.
IV. Jahrgang:
Herstellung organischer Präparate:
Hydrolyse von Stärke und Eiweiß, Additionsreaktionen, Isolierung
von Naturstoffen.
Qualitative und quantitative Analyse:
Substanzklassentrennung; Bestimmung nach funktionellen Gruppen.
Naturprodukte:
Isolierung aus entsprechenden Ausgangsmaterialien, Reinigung, Reinheitsüberprüfung.
V. Jahrgang:
Analytik von Lebensmitteln und Fehlfabrikaten:
Untersuchung und Beurteilung von Lebensmitteln, Wasser und Abwasser aufgrund einschlägiger Vorschriften (Organische und anorganische Haupt- und Nebenbestandteile, Zusatzstoffe, Schadstoffe, Verfälschungen, Verderb). Sensorik.
Lebensmitteltechnisch-analytische Aufgaben:
Prüfung, Richtigkeit, Präzision, Modifizierung und Entwicklung von
Analysenmethoden.
2.6 ANGEWANDTE BETRIEBSWIRTSCHAFT UND RECHNUNGSWESEN Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- branchenübliche Geschäftsfälle nach herkömmlichen Verfahren und computergerecht kontieren können;
- die gebräuchlichsten Kostenrechnungssysteme kennen und einschlägige Kalkulationen ohne und mit Computerunterstützung durchführen können;
- die auf häufige wirtschaftliche Vorgänge der Branche anwendbaren Teile des Steuerrechtes kennen und anwenden können;
- betriebliche Aktivitäten an Kundenbedürfnissen orientieren und Marketinginstrumente kennen;
- nationale und internationale Geschäfte anbahnen und abwickeln können sowie zugehörige Kommunikationstechniken anwenden und deren Auswirkungen beurteilen können;
- durch Simulation der betrieblichen Realsituation betriebswirtschaftliche Ziele, organisatorische Strukturen und Zusammenhänge sowie Arbeitsabläufe kennenlernen.
II. Jahrgang:
Stellung des Rechnungswesens:
Begriff; Gliederung und Aufgaben des Rechnungswesens; rechtliche
Grundlagen; Belegwesen; Buchhaltungssysteme.
Doppelte Buchhaltung:
Begriff und Merkmale; Bilanz; Systematik der Verbuchung im Hauptbuch einschließlich Eröffnung und Abschluß.
Einheitskontenrahmen und Kontenplan. Bücher, Einheitskontenrahmen, Kontenplan. Verbuchung laufender Geschäftsfälle ohne und mit EDV-Unterstützung. Abschlüsse.
III. Jahrgang:
Doppelte Buchhaltung:
Abschlüsse; Bilanz (Bewertungsgrundlagen, Waren-, Material- und Anlagenbewertung) ohne und mit Computerunterstützung. Rechnungsabgrenzung; Rückstellung; Forderungsbewertung. Rücklagen.
Betriebswirtschaft:
Unternehmens- und Betriebsformen, Produktionsfaktoren, betriebliche Organisation, betriebliche Funktionen (Beschaffung, Betriebsführung, Finanzierung, Investition, Leistungserstellung, Absatz) als Vorbreitung (Anm.: richtig: Vorbereitung) für den Einstieg in die Übungsfirma.
Kaufvertrag und Zahlungsverkehr:
Rechtliche Grundlagen; Abwicklung, in- und ausländische Zahlungsmittel; Zahlungsvermittlung durch die Post und durch Geldinstitute. Mahnwesen.
IV. Jahrgang:
Kostenrechnung:
Begriffe; Aufgaben und Stellung im Rechnungswesen. Kostenerfassung. Absatzkalkulation. Ermitteln des Betriebs- und Unternehmensergebnisses. Teilkostenrechnung. EDV-Einsatz.
Betriebswirtschaftliche Projekte:
Administration, Rechnungswesen, Beschaffung einschließlich Import, Leistungserstellung, Absatz einschließlich Export unter Einsatz der in der Praxis verwendeten Büro-, Informations- und Kommunikationstechnologien.
V. Jahrgang:
Bilanzanalyse:
Aufbereitung des Zahlenmaterials, Kennzahlen.
Organisation:
Einsatz von EDV-Anlagen. Managementinformation. Fallbeispiele.
Marketing:
Marketingziele, Marketingforschung, Marketinginstrumente.
2.7 WERKSTÄTTE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die im Ausbildungszweig verwendeten Einrichtungen, Werkzeuge, Maschinen und Arbeitsbehelfe gewandt handhaben und instandhalten können;
- facheinschlägige Erzeugnisse herstellen sowie facheinschlägige praktische Tätigkeiten gewandt ausführen können;
- die Arbeitsgänge und Arbeitsergebnisse in exakter Fachsprache analysieren und protokollieren können;
- die einschlägigen Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften kennen und beachten.
I. Jahrgang:
Sicherheit:
Unfallverhütung im Labor, Produktion und Werkstätte; Brandverhinderung und Bekämpfung, Schädlingsbekämpfung.
Übernahme und Reinigung von Getreide:
Lagerung. Siloreinigung. Gesunderhaltung von Getreide. Schwarz- und Weißreinigung (Abnahme des Reinigungsdiagramms, Zerlegen und Zusammenbauen von Reinigungsmaschinen, Reinigen und Vorbereiten von Getreide).
Vermahlen:
Roggen (Abnahme des Diagramms, Vermahlen, Abfüllen, Wiegen, Produktlagerung).
Qualitätsmanagement:
Grundbegriffe und Zusammenhänge.
Backen:
Dosieren der Roh- und Hilfsstoffe; Aufbereiten von Teigen
(Pressen, Schleifen, Wirken).
Instandhaltung:
Einfache Arbeiten der Instandhaltung (Feilen, Sägen, Bohren).
II. Jahrgang:
Wartung:
Maschinenpflege, Schmierpläne, Feststellen der Walzen- und Riffeldaten der Roggenmüllerei, Erarbeiten einfacher Sichterschemata der einzelnen Passagen, Feststellen der Bespannungsnummern im Sichter.
Vermahlen:
Weizen (Abnehmen des Diagramms, Vermahlen, Abfüllen, Wiegen). Rohrbau bei Änderung des Diagramms, Produktlagerung, Reparaturen.
Qualitätsmanagement:
Motive für die Einführung eines QM-Systems, Aufbauen eines QM-Systems.
Backen:
Behandeln und Prüfen der Roh- und Hilfsstoffe vor der Verarbeitung; Teigbereitung für Weißgebäck; Gärung und Lockerung von Teigen; Behandeln und Formen von verschiedenen Weißgebäcksorten; Backen; Fehlerkontrolle.
Instandhaltung:
Arbeiten der Instandhaltung (Verbindungen: Schrauben, Nieten, Bördeln, Kleben).
III. Jahrgang:
Wartung:
Feststellen der Riffeldaten der Weizenmüllerei, Erarbeiten komplexer Sichterschemata, Abnehmen des kombinierten Weizen- Roggen-Diagramms (Anm.: richtig: Weizen-Roggen-Diagramms). Berechnen spezifischer Mühlendaten. Zerlegen und Zusammenbau von Walzenstühlen. Bespannen von Sichterrahmen.
Vermahlen:
Durchführen von Versuchsmahlungen; Erzeugung von Vollkornschrot.
Durchgehende Ergebniskontrolle.
Wirtschaftlichkeit eines Qualitätsmanagementsystems:
Motive, Ziele, Kosten; die Elemente eines QM-Systems, Fallbeispiele.
Backen:
Prüfen der Roh- und Hilfsstoffe; Herstellen von Brotteigen und Teigen von Feingebäck; Behandeln und Formen von Broten und Feingebäck; Gärung und Lockerung von Brotteigen; Fehleranalyse.
Instandhaltung:
Spanabhebende Arbeiten, Drehen, Fräsen und Schweißen.
PFLICHTPRAKTIKUM
Siehe Anlage 1.
C. FREIGEGENSTÄNDE, UNVERBINDLICHE ÜBUNGEN,
FÖRDERUNTERRICHT
C.1 FREIGEGENSTÄNDE
KOMMUNIKATION UND PRÄSENTATION
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die Grundelemente von freier Rede, Körpersprache, Gesprächs- und Diskussionsführung kennen;
- die Regeln der Kommunikation und Gesprächsführung in Gesprächen und Diskussionen anwenden können;
- den Umgang mit Präsentationshilfen beherrschen;
- Kurzreden und Vorstellungsgespräche, Projektpräsentationen und Diskussionen unter Beachtung der Grundelemente der Kommunikation durchführen können.
I. bis V. Jahrgang:
Grundlagen:
Kommunikations- und Gesprächsebenen; bewußte und unbewußte
Informationsübertragung.
Gespräch:
Grundlagen der Gesprächsführung, Gesprächsinitiative;
Gesprächsvorbereitung, Argumentation; Umgang mit Fragen und heiklen
Gesprächssituationen; Vorstellungsgespräch.
Kurzreden:
Atem und Stimme (Atemtechnik, Atemübungen, Sprechpausen; Aussprache und Betonung; Sprachübungen); Gestik und Mimik bei der Rede, Blickkontakt, Bewegung im Raum; Vorbereitung und Durchführung von Kurzreden.
Präsentation:
Aufbau und Gliederung; gezielte Vorbereitung; Umgang mit Präsentationshilfen (Tafeln, Overhead, Dias, PC-gestützte Präsentation); Vorbereitung und Durchführung von Projektpräsentationen.
Diskussion:
Grundlagen (Dynamik, Abläufe, Regeln); Umgang mit Fragen und Einwänden; Vorbereitung und Durchführung von Diskussionen.
ZWEITE LEBENDE FREMDSPRACHE
Siehe Anlage 1.
C.2 UNVERBINDLICHE ÜBUNGEN
Siehe Anlage 1.
C.3 FÖRDERUNTERRICHT
Siehe Anlage 1.
Jahrgangsweise gestaffeltes Inkrafttreten vgl. § 4 idF BGBl. II
Nr. 382/1998.
Anlage 1.1.5
LEHRPLAN DER HÖHEREN LEHRANSTALT FÜR MASCHINENINGENIEURWESEN
I. STUNDENTAFEL *1)
(Gesamtstundenzahl und Stundenausmaß der einzelnen
Unterrichtsgegenstände)
```
```
Wochenstunden Lehrver-
A. Pflichtgegenstände pflich-
Jahrgang Summe tungs-
I. II. III. IV. V. gruppe
```
```
```
Religion ............. 2 2 2 2 2 10 (III)
```
```
Deutsch .............. 3 2 2 2 2 11 (I)
```
```
Englisch ............. 2 2 2 2 3 11 (I)
```
```
Geschichte und
```
politische Bildung ... - - - 2 2 4 III
```
Leibesübungen ........ 2 2 2 1 1 8 (IVa)
```
```
Geographie und
```
Wirtschaftskunde ..... 2 2 - - - 4 (III)
```
Wirtschaft und Recht . - - - 2 3 5 III
```
```
Angewandte Mathematik 4 3 4 3 - 14 (I)
```
```
Darstellende Geometrie
```
*2) .................. 2 2 - - - 4 (I)
```
Angewandte Physik .... 3 2 - - - 5 (II)
```
```
Angewandte Chemie und
```
Ökologie ............. 3 2 - - - 5 II
```
Angewandte Informatik - 2 2 - - 4 I
```
```
Mechanik *2) ......... 2 2 2 2 2 10 (I)
```
```
Fertigungstechnik .... 2 2 - - - 4 I
```
```
Maschinenelemente .... - 2 2 - - 4 I
```
```
Elektrotechnik und
```
Elektronik ........... - 2 2 2 - 6 I
```
Konstruktionsübungen
```
und Produktentwicklung 3 2 3 3 4 15 I
```
Laboratorium ......... - - - 3 3 6 I
```
```
Werkstätte ........... 9 8 - - - 17 (Va)
```
Pflichtgegenstände der
schulautonomen
Ausbildungsschwerpunkte
gemäß Abschnitt B ........ - - 16 15 17 48
```
```
Gesamtwochenstundenzahl .. 39 39 39 39 39 195
```
```
Wochenstunden Lehrver-
B. Pflichtgegenstände pflich-
der schulautonomen Jahrgang Summe tungs-
Ausbildungsschwerpunkte III. IV. V. gruppe
```
```
B.1 Maschinen- und
Anlagentechnik
1.1 Mechanik ............... 1 1 1 3 (I)
1.2 Fertigungstechnik ...... 2 2 2 6 I
1.3 Maschinenelemente ...... 2 - - 2 I
1.4 Fördertechnik und
technische Logistik .... 2 2 - 4 I
1.5 Strömungsmaschinen und
Anlagen ................ - 2 2 4 I
1.6 Verbrennungsmotoren *3). - - 3 3 I
1.7 Energie- und
Umwelttechnik .......... - - 3 3 I
1.8 Mess-, Steuerungs- und
Regelungstechnik ....... - 2 2 4 I
1.9 Betriebstechnik ........ - 2 - 2 I
1.10 Konstruktionsübungen ... - 1 1 2 I
1.11 Werkstättenlaboratorium - 3 3 6 III
1.12 Werkstätte ............. 9 - - 9 (Va)
Wochenstundenzahl B.1 .. 16 15 17 48
B.2 Automatisierungstechnik
2.1 Mechanik ............... - - 1 1 (I)
2.2 Fertigungstechnik ...... 2 2 2 6 I
2.3 Maschinenelemente ...... 2 - - 2 I
2.4 Automatisierungstechnik 3 2 3 8 I
2.5 Prozessdatenverarbeitung
*4) .................... - 2 3 5 I
2.6 Handhabungstechnik ..... - 2 3 5 I
2.7 Maschinen und Anlagen .. - 2 2 4 I
2.8 Betriebstechnik ........ - 2 - 2 I
2.9 Werkstättenlaboratorium - 3 3 6 III
2.10 Werkstätte ............. 9 - - 9 (Va)
Wochenstundenzahl B.2 .. 16 15 17 48
B.3 Fahrzeugtechnik
3.1 Mechanik und Leichtbau . 1 - 1 2 I
3.2 Fertigungstechnik ...... 2 3 2 7 I
3.3 Motorentechnik ......... - 3 2 5 I
3.4 Fahrzeugtechnik ........ 3 2 2 7 I
3.5 Maschinen und Anlagen .. - - 2 2 I
3.6 Fahrzeugelektrotechnik
und -elektronik ........ - - 2 2 I
3.7 Mess-, Steuerungs- und
Regelungstechnik ....... - 2 2 4 I
3.8 Betriebstechnik ........ - 2 - 2 I
3.9 Konstruktionsübungen ... 1 - 1 2 I
3.10 Werkstättenlaboratorium - 3 3 6 III
3.11 Werkstätte ............. 9 - - 9 (Va)
Wochenstundenzahl B.3 .. 16 15 17 48
B.4 Fertigungstechnik
4.1 Mechanik ............... 1 - - 1 (I)
4.2 Fertigungstechnik ...... 2 3 3 8 I
4.3 Maschinenelemente ...... 2 - - 2 I
4.4 Werkzeugbau ............ - 2 3 5 I
4.5 Vorrichtungsbau und
Handhabungstechnik ..... 2 2 2 6 I
4.6 Energie- und
Umwelttechnik .......... - - 3 3 I
4.7 Mess-, Steuerungs- und
Regelungstechnik ....... - 2 2 4 I
4.8 Betriebstechnik ........ - 2 - 2 I
4.9 Konstruktionsübungen ... - 1 1 2 I
4.10 Werkstättenlaboratorium - 3 3 6 III
4.11 Werkstätte ............. 9 - - 9 (Va)
Wochenstundenzahl B.4 .. 16 15 17 48
B.5 Flugtechnik
5.1 Mechanik und Leichtbau . 1 2 4 7 I
5.2 Fertigungstechnik ...... 2 2 - 4 I
5.3 Maschinenelemente ...... 2 - - 2 I
5.4 Luftfahrzeugbau ........ 2 2 2 6 I
5.5 Triebwerke ............. - 2 4 6 I
5.6 Navigation,
Flugmesstechnik und
Flugbetrieb ............ - 2 3 5 I
5.7 Mess-, Steuerungs- und
Regelungstechnik ....... - 2 2 4 I
5.8 Laboratorium ........... - - 2 2 I
5.9 Werkstättenlaboratorium - 3 - 3 III
5.10 Werkstätte ............. 9 - - 9 (Va)
Wochenstundenzahl B.5 .. 16 15 17 48
B.6 Metallurgie
6.1 Technologie der
Werkstoffe ............. 2 2 2 6 I
6.2 Wärmetechnik und
Energiewirtschaft ...... 2 2 - 4 I
6.3 Metallurgie ............ 3 2 5 10 I
6.4 Maschinen und Anlagen in
Hüttenwerken ........... 2 3 4 9 I
6.5 Keramik und feuerfeste
Werkstoffe ............. - 2 2 4 I
6.6 Mess-, Steuerungs- und
Regelungstechnik ....... - 2 2 4 I
6.7 Betriebstechnik ........ - 2 - 2 I
6.8 Laboratorium ........... - - 2 2 I
6.9 Werkstätte ............. 7 - - 7 (Va)
Wochenstundenzahl B.6 .. 16 15 17 48
B.7 Technische
Gebäudeausrüstung und
Energieplanung
7.1 Bautechnik ............. 2 2 - 4 I
7.2 Mechanik ............... 1 - - 1 (I)
7.3 Maschinen der
Gebäudetechnik ......... - - 3 3 I
7.4 Heizungs-, Klima- und
Kältetechnik *5) ....... 2 4 3 9 I
7.5 Sanitärtechnik und
Wasserversorgung ....... 2 2 2 6 I
7.6 Energieplanung *5) ..... - - 3 3 I
7.7 Mess-, Steuerungs- und
Regelungstechnik ....... - 2 2 4 I
7.8 Betriebstechnik ........ - 2 - 2 I
7.9 Konstruktionsübungen ... - - 1 1 I
7.10 Werkstättenlaboratorium - 3 3 6 III
7.11 Werkstätte ............. 9 - - 9 (Va)
Wochenstundenzahl B.7 .. 16 15 17 48
B.8 Umwelttechnik
8.1 Angewandte Chemie,
Biologie und Ökologie .. 3 - - 3 II
8.2 Fertigungstechnik und
Maschinenelemente ...... 2 - - 2 I
8.3 Anlagenbau und
Haustechnik ............ - 2 3 5 I
8.4 Verfahrenstechnik ...... - 2 2 4 I
8.5 Energie- und
Umwelttechnik .......... 2 4 4 10 I
8.6 Betriebs- und
Sicherheitstechnik ..... - 2 2 4 II
8.7 Mess-, Steuerungs- und
Regelungstechnik ....... - 2 2 4 I
8.8 Konstruktionsübungen ... - - 1 1 I
8.9 Laboratorium ........... - - 3 3 I
8.10 Werkstättenlaboratorium - 3 - 3 III
8.11 Werkstätte ............. 9 - - 9 (Va)
Wochenstundenzahl B.8 .. 16 15 17 48
B.9 Waffentechnik
9.1 Mechanik ............... 1 - - 1 (I)
9.2 Fertigungstechnik ...... 2 2 2 6 I
9.3 Waffentechnik .......... 2 3 4 9 I
9.4 Munition, Ballistik und
technische Waffenoptik . 2 2 3 7 I
9.5 Maschinen und Anlagen .. - - 2 2 I
9.6 Mess-, Steuerungs- und
Regelungstechnik ....... - 2 2 4 I
9.7 Betriebstechnik ........ - 2 - 2 I
9.8 Konstruktionsübungen ... - 1 1 2 I
9.9 Werkstättenlaboratorium - 3 3 6 III
9.10 Werkstätte ............. 9 - - 9 (Va)
Wochenstundenzahl B.9 .. 16 15 17 48
```
```
Pflichtpraktikum ....... mindestens 8 Wochen in der
unterrichtsfreien Zeit vor Eintritt
in den V. Jahrgang
```
```
Wochenstunden Lehrver-
C. Freigegenstände, pflich-
Unverbindliche Übungen Jahrgang tungs-
Förderunterricht I. II. III. IV. V. gruppe
```
```
C.1 Freigegenstände
Kommunikation und
Präsentationstechnik 2 2 2 2 2 II
Zweite lebende
Fremdsprache *6) ..... 2 2 2 2 2 (I)
C.2 Unverbindliche
Übungen
Leibesübungen ........ 2 2 2 2 2 (IVa)
C.3 Förderunterricht *7)
Deutsch
Englisch
Angewandte Mathematik
Fachtheoretische
Pflichtgegenstände
```
```
1) Durch schulautonome Lehrplanbestimmungen kann von dieser Stundentafel im Rahmen des Abschnittes III abgewichen werden. 2) Mit Übungen im Ausmaß von 1 Wochenstunde in einem der lehrplanmäßig vorgesehenen Jahrgänge.
3) Einschließlich Kolbenpumpen, Kolbenverdichter und Anlagen. 4) Mit Übungen in Elektronischer Datenverarbeitung im Ausmaß von je einer Wochenstunde im IV. und V. Jahrgang.
*5) Einschließlich thermische Anlagen.
6) In Amtsschriften ist die Bezeichnung der Fremdsprache anzuführen. 7) Bei Bedarf parallel zum jeweiligen Pflichtgegenstand bis zu 16 Unterrichtseinheiten pro Schuljahr; Einstufung wie der entsprechende Pflichtgegenstand.
II. ALLGEMEINES BILDUNGSZIEL
Siehe Anlage 1.
Fachrichtungsspezifische Bildungsziele:
Die Höhere Lehranstalt für Maschineningenieurwesen vermittelt die theoretischen und praktischen Grundlagen auf dem Gebiet der Mechanik, Fertigungstechnik und Konstruktion sowie in Schwerpunktbereichen von Maschinen und Anlagen. Ergänzt wird diese maschinenbauliche Ausbildung durch eine Betonung der Kenntnisse in Elektrotechnik, Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik. Darüber hinaus vermittelt sie die für die Berufspraxis erforderlichen betriebstechnischen Kenntnisse. Der aus dem technischen Zeichnen, dem Konstruieren und der Anwendung von computergestützten Konstruktions- und Fertigungsmethoden erwachsenden Produktentwicklung in den oberen drei Jahrgängen wird besonderer Stellenwert eingeräumt.
Die allgemeine Fachausbildung wird durch neun alternative Ausbildungsschwerpunkte vertieft:
- Im Ausbildungsschwerpunkt „Maschinen- und Anlagentechnik'' erfolgt eine breit gefächerte praxisnahe Ausbildung in wesentlichen Bereichen des Maschinenbaus wie der Fördertechnik und technischen Logistik, der Strömungsmaschinen, Verbrennungsmotoren und der Energie- und Umwelttechnik. Besonderes Augenmerk wird auf die Fähigkeiten zur eigenständigen Projektierung, konstruktiven Gestaltung und Berechnung von Einzelkomponenten und komplexen Anlagen gelegt.
- Im Ausbildungsschwerpunkt „Automatisierungstechnik'' erfolgt auf der Basis einer grundlegenden Einführung in die Berechnung und Konstruktion von Maschinenteilen eine breite Ausbildung über Sensoren und Aktoren und über Geräte und Programme zur Weiterverarbeitung ihrer Signale. In eigenständig bearbeiteten Projekten wird der Entwurf und die Ausarbeitung von komplexen Anlagen der Prozesssteuerung und Prozessautomatisierung angewendet und vertieft.
- Im Ausbildungsschwerpunkt „Fahrzeugtechnik'' erfolgt sowohl eine breite Ausbildung in den Kernbereichen des Maschinenbaus als auch in Motorentechnik, Fahrzeugtechnik, des Leichtbaus, der Konstruktion und der facheinschlägigen Elektrotechnik und Elektronik. Neben Straßenfahrzeugen werden auch andere Verkehrsträger und Fahrzeugbauarten sowie die Verkehrslogistik berücksichtigt.
- Im Ausbildungsschwerpunkt „Fertigungstechnik'' erfolgt eine breite Ausbildung in den Bereichen der Werkstofftechnik und Werkstoffprüfung im Maschinenbau und deren wirtschaftliche fertigungstechnische Bearbeitung. Schwerpunkte werden auch im Werkzeugbau und dem Vorrichtungsbau und der Handhabungstechnik gesetzt.
- Im Ausbildungsschwerpunkt „Flugtechnik'' erfolgt die Ausbildung in den Bereichen Leichtbau, Luftfahrzeugbau, Triebwerkstechnik, Navigation und Flugbetrieb. Schwerpunkte werden auch in der Berechnung, Konstruktion und Prüfstandssimulation von Triebwerken und Komponenten der Luftfahrzeuge gesetzt.
- Im Ausbildungsschwerpunkt „Metallurgie'' kommt dem technologischen und wirtschaftlichen Umfeld der Technologie der Werkstoffe und der Metallurgie sowie speziellen (feuerfesten) Werkstoffen besondere Bedeutung zu. Die Berechnung und Konstruktion von Maschinen und Anlagen in Hüttenwerken steht ebenfalls im Mittelpunkt dieser Ausbildung.
- Im Ausbildungsschwerpunkt „Technische Gebäudeausrüstung und Energieplanung'' wird schwerpunktmäßig die Berechnung und Planung sowie Projektabwicklung auf den Gebieten Heizungs-, Klima- und Kältetechnik und Sanitärtechnik und Wasserversorgung betrieben. Die Energieplanung und Energieberatung sowie die Sanitär- und Wasserversorgung unter besonderer Berücksichtigung umweltbezogener und wirtschaftlicher Bedingungen werden ebenfalls abgedeckt.
- Im Ausbildungsschwerpunkt „Umwelttechnik'' erfolgt eine Vertiefung in den Kernbereichen Alternativenergien, Energieplanung, Chemie und Ökologie sowie im Anlagenbau, der Haustechnik und der Umweltschutztechnik. Aktueller Schwerpunkt ist die Anwendung von technischen Lösungen zur Boden-, Luft- und Wasserreinhaltung sowie das zugehörige mess- und verfahrenstechnische Wissen.
- Im Ausbildungsschwerpunkt „Waffentechnik'' werden Waffenoptik mit optischen und elektronischen Ziel- und Beobachtungseinrichtungen, die Ballistik und Munitionslehre sowie die Auswertung von Trefferbildern und die messtechnische Erfassung des Schussvorgangs in besonderer Weise betrieben. Schwerpunkt der Ausbildung ist die Berechnung und Konstruktion von Jagd- und Sportwaffen, Pistolen und halb- und vollautomatischen Waffen.
Die Einsatzbereiche der Absolventen dieser Fachrichtung liegen in der Projektierung, Fertigung, Inbetriebnahme, Wartung, Vertrieb und Service von mechanischen Maschinen und Anlagen mit den zugehörigen steuerungs- und regelungstechnischen Einrichtungen.
III. SCHULAUTONOME LEHRPLANBESTIMMUNGEN, DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE
Siehe Anlage 1.
IV. LEHRPLÄNE FÜR DEN RELIGIONSUNTERRICHT
Siehe Anlage 1.
V. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN DER UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE;
AUFTEILUNG DES LEHRSTOFFES AUF DIE SCHULSTUFEN
A. PFLICHTGEGENSTÄNDE
„Deutsch'', „Englisch'' (Im Ausbildungsschwerpunkt „Flugtechnik'' soll auch auf die im Flugverkehr üblichen Fachtermini und die dort notwendige Kommunikation bei der Flugsteuerung und Flugsicherung eingegangen werden.), „Geschichte und politische Bildung'', „Leibesübungen'' und „Geographie und Wirtschaftskunde'':
Siehe Anlage 1.
WIRTSCHAFT UND RECHT
Bildungs- und Lehraufgabe:
Siehe Anlage 1.
Lehrstoff:
IV. Jahrgang:
Siehe Anlage 1.
Im Themenbereich „Recht'' wird „Grundlagen des Gewerberechts, Umweltrechts und Europarechts'' ersetzt durch „Grundlagen des Privatrechts, Umweltrechts und Europarechts''.
V. Jahrgang:
Siehe Anlage 1 mit folgenden Änderungen:
Der Themenbereich „Unternehmensführung und Unternehmerrecht''
wird ersetzt durch:
„Unternehmerrecht:
Grundzüge des Gewerbe-, Handels-, Insolvenz- und Steuerrechts.''
Im Ausbildungsschwerpunkt „Flugtechnik'' zusätzlich:
„Luftrecht:
Bestimmungen über Prüfung, Zulassung, Betrieb, Wartung und Reparatur von Luftfahrzeugen, Luftfahrgeräten und für Flugplätze. Nationale und internationale Luftfahrtorganisationen.''
ANGEWANDTE MATHEMATIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Siehe Anlage 1.
Lehrstoff:
I. und II. Jahrgang:
Siehe Anlage 1.
III. Jahrgang:
Analysis:
Zahlenfolgen, Grenzwert, Stetigkeit. Differenzialrechnung (Differenzen- und Differenzialquotient, Ableitungsregeln, Anwendungen der Differenzialrechnung). Integralrechnung (bestimmtes und unbestimmtes Integral, Integration elementarer Funktionen, Anwendungen der Integralrechnung).
Numerische Mathematik:
Fehlerabschätzung und -fortpflanzung; Konditionierungsproblematik;
numerische Methoden zum Lösen von Gleichungen, numerische
Integration; Interpolation.
Lineare Algebra und analytische Geometrie:
Matrizen (Operationen, Anwendungen), Determinaten. Geraden und Ebenen; Kegelschnitte in Hauptlage.
IV. Jahrgang:
Analysis:
Potenzreihen. Gewöhnliche Differenzialgleichungen (Differenzialgleichungen 1. Ordnung; Schwingungsgleichung).
Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik:
Diskrete und stetige Verteilungen, induktive Statistik (Parameterschätzung, Signifikanzprüfung). Zusammenhangsanalysen (Korrelation, Regression).
Statistische Methoden des Qualitätsmanagements:
Normalverteilung, Prüfverteilungen, Stichproben.
Auswertungsverfahren.
Aktuelle Themen der angewandten Mathematik mit besonderer
Berücksichtigung der Fachrichtung.
III. und IV. Jahrgang:
Anwendungen aus dem Fachgebiet; Gebrauch der in der Praxis üblichen Rechenhilfen, rechnerunterstütztes Arbeiten in der Mathematik.
Pro Jahrgang vier Schularbeiten.
DARSTELLENDE GEOMETRIE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- aus Rissen eines Objektes dessen Aufbau ablesen und die in der Zeichnung enthaltenen Informationen deuten, konstruktiv verwerten und räumliche Gegebenheiten in Handskizzen darstellen können;
- geometrische Formen an technischen Objekten gemäß den Erfordernissen der einzelnen Fachrichtungen erkennen und mit Hilfe einer Konstruktionszeichnung erfassen sowie eigenständiges technisch-konstruktives Denken unter Anwendung geeigneter Abbildungsmethoden zeichnerisch umsetzen können;
- durch Modellbildungen konstruktive Sachverhalte in Teilprobleme zerlegen und Lösungsalgorithmen entwickeln können;
- mit der Erzeugung und den Gesetzmäßigkeiten der für die Fachrichtung bedeutsamen Kurven, Flächen und Körper vertraut sein.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Räumliches Koordinatensystem.
Abbildungsmethoden (Projektionsarten).
Hauptrisse einfacher geometrischer und technischer Körper sowie
Axonometrie zur Übung im Erfassen der Gestalt eines Objekts aus
gegebenen Rissen.
Konstruieren in zugeordneten Normalrissen:
Strecke und Gerade, ebene Figur und Ebene in Hauptlage, in projizierender und allgemeiner Lage; Länge einer Strecke, Größe und Gestalt einer projizierenden Figur, Projizierendmachen einer Geraden und einer Ebene; orthogonale Lage einer Geraden und einer Ebene; Schnitte ebenflächig begrenzter Objekte mit projizierenden Ebenen.
II. Jahrgang:
Konstruieren in zugeordneten Normalrissen:
Kreis in Hauptlage und in projizierender Lage.
Normale Axonometrie eben- und krummflächig begrenzter Objekte.
Drehflächen. Ebene Schnitte von Drehflächen.
Durchdringungen.
Schraubflächen.
3D-Konstruktionen und Demonstrationen.
ANGEWANDTE PHYSIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Siehe Anlage 1.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Allgemeine Physik:
Bedeutung und Arbeitsweise der Physik; internationale Einheiten
(SI-System).
Kinematik und Dynamik:
Geschwindigkeit, Beschleunigung, zusammengesetzte Bewegungen.
Newtonsche Gesetze, Kraft, Arbeit, Energie, Impuls, Leistung,
Wirkungsgrad. Erhaltungssätze der Mechanik.
Hydrostatik:
Druck, Auftrieb.
Wärmelehre:
Temperatur; Wärmeenergie, Wärmetransport, Wärmedämmung, Hauptsätze
der Wärmelehre, Diffusion.
Elektrizität und Magnetismus:
Elektrisches und magnetisches Feld; Leitungsmechanismen; magnetische Eigenschaften der Stoffe; Energieversorgung.
II. Jahrgang:
Schwingungen und Wellen:
Schwingungen und Wellen in der Mechanik, Optik und im Elektromagnetismus. Ausbreitung von Wellen. Interferenz und Beugung. Anwendung der Schwingungen und Wellen in der Akustik und Optik.
Strahlung:
Licht und Farbe, Spektren, Emission und Absorption von Strahlung.
Solarenergie, Laser, Temperaturstrahlung.
Grundgedanken der Quantenmechanik:
Welle-Teilchen-Dualismus, Energiequantisierung, Unschärferelation,
Materiewellen.
Atom- und Kernphysik:
Aufbau der Atome und Kerne, Radioaktivität; Kernspaltung, Kernverschmelzung. Wirkung radioaktiver Stoffe. Strahlenschutz. Anwendung radioaktiver Stoffe.
ANGEWANDTE CHEMIE UND ÖKOLOGIE
ANGEWANDTE INFORMATIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- Aufbau, Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten elektronischer Informationsverarbeitungsanlagen kennen und diese Geräte bedienen können;
- Standardsoftware zur Lösung von Aufgaben der Berufspraxis auswählen und einsetzen können;
- mit Hilfe einer höheren Programmiersprache einfache Probleme der Berufspraxis lösen können;
- Informationen auf elektronischem Weg beschaffen und weitergeben können;
- die gesellschaftlichen Auswirkungen des Einsatzes der elektronischen Informationsverarbeitung kennen.
Lehrstoff:
II. Jahrgang:
Informationsverarbeitungssysteme:
Aufbau, Funktion, Zusammenwirken der Komponenten. Betriebssysteme.
Bedienung.
Standardsoftware:
Textverarbeitung, Tabellenkalkulation.
Programmieren:
Lösung einfacher Probleme durch Algorithmen. Umsetzung in Programme.
III. Jahrgang:
Programmentwicklung:
Methoden des Softwareentwurfes. Strukturierte Programmierung,
Strukturelemente; Datenstrukturen; Objekte.
Kommunikationstechnik:
Netzwerke; Informationsbeschaffung.
Standardsoftware:
Datenbankanwendungen; Graphik; Zusammenwirken von Softwarepaketen.
Informatik und Gesellschaft:
Auswirkungen der Informatik; Datenschutz.
MECHANIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die theoretischen Grundlagen für technische Berechnungen und Konstruktionen in allen Teilgebieten der Fachrichtung beherrschen;
- logische Zusammenhänge der mechanischen Berechnungen erkennen und auf Probleme des Ausbildungszweiges anwenden können.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Statik:
Masse, Kraft, Gravitation, statisches Moment, Kräftepaar. Ebene Kräftesysteme (zentrales ebenes Kräftesystem, allgemeines ebenes Kräftesystem, resultierende Kraft und resultierendes Moment). Zerlegung von Kräften in Komponenten, Gleichgewicht von Kräften. Freimachen von Bauteilen. Schwerpunkt von Linien, Flächen und Körpern.
Reibung:
Haft- und Gleitreibung; Lager-, Roll- und Seilreibung.
Anwendungen.
II. Jahrgang:
Statik:
Fachwerke. Räumliches Kräftesystem.
Festigkeit von Werkstoffen:
Elastischer fester Körper. Beanspruchungsarten, Spannungsarten, Belastungsfälle. Festigkeit und zulässige Spannung. Einfache Spannungsberechnungen (Zug, Druck, Abscherung, Flächenpressung).
Biegung, Torsion, Spannungszustände, Überlagerung von Spannungen. Vergleichsspannungen, Dauerfestigkeit, Wärmespannungen.
III. Jahrgang:
Festigkeit von Werkstoffen:
Berechnung der Formänderungen bei Zug-, Druck-, Torsions- und Biegebeanspruchung.
Kinematik und Dynamik:
Bewegungsarten, Bewegungsgrößen, Bewegungsabläufe. Translation, Rotation, zusammengesetzte Bewegung in der Ebene. Absolut- und Relativbewegung. Dynamisches Grundgesetz für den Massenpunkt und den starren Körper. Massenträgheitsmoment. Impuls. Drehimpuls. Erhaltungssätze (Energie-, Impuls- und Drehimpulserhaltung). Arbeit, Energie, Leistung, Wirkungsgrad.
IV. Jahrgang:
Hydromechanik:
Begriffe. Eigenschaften der Flüssigkeiten. Hydrostatik (Druck, Auftrieb). Schwimmen. Kontinuitäts- und Bernoulligleichung. Viskosität. Laminare und turbulente Strömung.
Thermodynamik:
Thermodynamisches System. Zustandsgrößen und Zustandsänderungen. Anwendungen des ersten Hauptsatzes der Thermodynamik. Ideale und reale Gase. Zweiter Hauptsatz der Thermodynamik. Reversible und irreversible Prozesse.
Wärmeübertragung:
Leitung, Konvektion, Strahlung. Wärmedurchgang.
V. Jahrgang:
Thermodynamik:
Gemische idealer Gase und feuchte Luft (Kenngrößen, Zustandsänderungen).
Dynamik:
Mechanische Schwingungen, freie und erzwungene Schwingungen mit
und ohne Dämpfung.
Rechnergestützte Methoden in der Mechanik.
Themenübergreifende Projekte:
Praxisrelevante Aufgaben aus allen Teilgebieten der Mechanik. Im I. bis IV. Jahrgang vier, im V. Jahrgang drei Schularbeiten.
FERTIGUNGSTECHNIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die Fertigungsverfahren zur Bearbeitung von Metallen und anderen im Fachbereich gebräuchlichen Werkstoffen gründlich kennen;
- Maschinenteile und Gebrauchsgegenstände nach Form, Oberfläche und Werkstoff geeigneten Herstellungsverfahren zuordnen können;
- die Auswahl dieser Verfahren nach der Wirtschaftlichkeit ihres Einsatzes beurteilen können;
- den Einsatz von Werkzeugen, Vorrichtungen und Maschinen der spanenden und spanlosen Fertigung planen können und mit den Grundsätzen, Methoden und Mitteln der Automatisierung und flexiblen Fertigung vertraut sein;
- Möglichkeiten und Verfahren zur Vermeidung, Wiederverwertung und Beseitigung von Abfall- und Schadstoffen, die in unterschiedlichen Fertigungsverfahren anfallen, kennen.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Formen und Oberflächen:
Körperformen von Werkstücken und Maschinenteilen. Messverfahren. Lehren. Technische Oberflächen (geometrische Formen, Erscheinungsbild, Rauigkeitskenngrößen).
Verfahren:
Urformen (Gießen, Sintern); Fügetechnik (Schweißen, Löten, Kleben); Umformen (Walzen, Schmieden, Ziehen, Fließ- und Strangpressen, Biegen, Tiefziehen); spanende Formgebung (Drehen, Fräsen, Bohren).
Werkstoffe:
Metallische Werkstoffe (Eisen- und Nichteisenwerkstoffe); nichtmetallische Werkstoffe. Normgemäße Bezeichnungen.
II. Jahrgang:
Werkstoffe:
Aufbau. Legierungen. Zustandsdiagramme. Wärmebehandlung.
Werkstoffprüfung:
Zerstörende und zerstörungsfreie Verfahren.
Oberflächenbehandlung:
Mechanische Verfahren. Beschichtungstechnik.
Kunststoffverarbeitung:
Aufbereiten. Pressen, Spritzgießen, Extrudieren (Kalandrieren, Blasformen). Gießen, Schäumen, GFK-Verarbeitung. Werkzeuge. Maschinen.
MASCHINENELEMENTE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die für die Maschinen und Anlagen wichtigsten Maschinenelemente
unter Berücksichtigung einschlägiger Normen und im Hinblick auf wirtschaftliche Fertigung und ökologische Auswirkungen praxisbezogen berechnen und gestalten können.
Lehrstoff:
II. Jahrgang:
Verbindungselemente:
Lösbare Verbindungen mit Sicherungselementen. Nicht lösbare
Verbindungen.
Rohrleitungselemente:
Rohre (Bauarten und Normbezeichnungen), Rohrverbindungen,
Armaturen.
Konstruktions- und Berechnungsregeln:
Schweiß- und Gusskonstruktionen.
III. Jahrgang:
Elemente der drehenden Bewegung:
Achsen, Wellen; Lager; Mitnehmerverbindungen.
Federelemente:
Biegefeder, Torsionsfeder, Gasfeder; Silentelemente.
Elemente der Antriebstechnik:
Zahnräder und Zahnradgetriebe, Kupplungen.
ELEKTROTECHNIK UND ELEKTRONIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die für die Fachrichtung bedeutsamen Gesetze der Elektrotechnik und der industriellen Elektronik sowie die Bauarten, die Wirkungsweise und das Betriebsverhalten von elektrischen Betriebsmitteln kennen;
- die einschlägigen Vorschriften, Normen und Sicherheitsmaßnahmen kennen und beachten.
Lehrstoff:
II. Jahrgang:
Begriffe:
Größen und Einheiten. Elektrisches und magnetisches Feld.
Stromarten.
Gleichstromtechnik:
Stromleitung in Metallen. Begriffe, Gesetze, Schaltungen von
Widerständen, Spannungsquellen und Kondensatoren.
Wechselstromtechnik:
Begriffe, Kennwerte (Spitzen-, Effektiv- und Gleichrichtmittelwert). Wechselstromwiderstände. Zeigerbild. Phasenverschiebung. Wirk-, Blind- und Scheinleistung. Schaltungen. Dreiphasenwechselstrom.
Elektroinstallationen:
Normen. Schaltpläne. Schutzmaßnahmen.
Einführung in die Messtechnik.
III. Jahrgang:
Elektrische Maschinen:
Normvorschriften. Auswahlkriterien. Transformator, Gleichstrommaschine und Asynchronmaschine (Aufbau, Wirkungsweise, Betriebsverhalten). Elektromagnetische Verträglichkeit.
Bauelemente der Elektronik:
Passive und aktive Bauelemente (Aufbau, Wirkungsweise, Kennlinien, Anwendungen). Stromrichterschaltungen. Operationsverstärker. Optoelektronik.
IV. Jahrgang:
Elektromotorische Antriebe:
Leistungsermittlung, Betriebsverhalten, Auswahlkriterien. Steuerung und Regelung elektrischer Antriebe mittels elektronischer Schaltungen.
Servoantriebe und Schrittmotoren:
Aufbau, Wirkungsweise, Ansteuerung, Betriebsverhalten;
Auswahlkriterien.
Stromrichter:
Steuerung, Führung, Kommutierung. Gleich- und Wechselrichterbetrieb, Gleichstromsteller. Umrichter. Einfache Schaltungen.
Im Ausbildungsschwerpunkt „Fahrzeugtechnik'' wird der Themenbereich „Stromrichter'' ersetzt durch:
„Elektrotechnik im Fahrzeug:
Fahrzeugbatterie, Zündungsarten, Startanlagen. Leitungssysteme. Anwendungsschaltungen im Kraftfahrzeugbau. Antriebe von Elektrofahrzeugen.''
KONSTRUKTIONSÜBUNGEN UND PRODUKTENTWICKLUNG
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- Entwurfs-, Konstruktions- und Entwicklungsaufgaben des jeweiligen Ausbildungsschwerpunktes mit und ohne Rechnerunterstützung unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen und ökologischen Gegebenheiten sowie der Fertigung auf Grund praxisüblicher Konstruktionsunterlagen lösen, dokumentieren und präsentieren können;
- selbständig sowie in Gruppen unter Einhaltung der gültigen Vorschriften und Normen arbeiten können.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Grundlagen:
Zeichengeräte, händische und rechnergestützte Zeichentechniken, Normen, Bemaßung und Beschriftung, Toleranzen und Passungen; Oberflächenzeichen.
Methoden:
Skizzieren und Darstellen einfacher technischer Körper in den drei
Hauptrissen und in genormter Axionometrie mit Bleistift und Rechnerunterstützung.
Konstruktion:
Werkzeichnungen einfacher Normteile und Bauteile nach
Zeichnungsvorlage und Modell; Stücklisten.
II. Jahrgang:
Methoden:
Aufgabenanalyse, Entwurf, Berechnung und Konstruktion im Regelkreis der konstruktiven Gestaltung.
Konstruktion:
Einzelteile und einfache Baugruppen grundlegender
Verbindungselemente.
III. Jahrgang:
Methoden:
Aufgaben- und Funktionsanalyse. Arbeiten mit Norm- und Herstellerdatenblättern sowie Katalogen. Großformatiger Entwurf. Vertiefung der CAD-Kenntnisse. Einführung in die Teamarbeit.
Konstruktionen:
Konstruktionen von Einzelteilen und Baugruppen.
IV. Jahrgang:
Methoden:
Techniken der Teamarbeit und Vertiefung der methodischen Konstruktionslehre; Kreativitätsmethoden als Grundlage für Entwurf, Berechnung und Konstruktion. Technische Beschreibung und Dokumentation. Arbeiten mit computergestützten Arbeitshilfen (Textverarbeitung, Kalkulation, CAD, Datenbanken, spezifische Berechnungssoftware).
Konstruktionen:
Komplexe Baugruppen aus den jeweiligen Fachgebieten.
V. Jahrgang:
Projektphasen:
Pflichtenheft; Termin- und Zeitplan; Angebotserstellung; unterschiedliche Konstruktionsmethoden, Varinantenauswahl und -beurteilung. Konstruktionsstrategien, Kostenberechnungen. Variantenkonstruktion; Variantenpräsentation; Endauswahl und Angebotsvergleich, Vergabeverhandlung.
Detailierung des Projekts:
Detailausarbeitung der ausgewählten Variante; Dokumentationen und Anleitungen; Fertigungs- und Montageplanung.
Konstruktionen:
Mindestens ein komplexes Projekt, das die wesentlichen typenbildenden Pflichtgegenstände aus dem jeweiligen Ausbildungsschwerpunkt mit einschließt.
LABORATORIUM
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- Planungs-, Mess- und Prüfaufgaben der betrieblichen Praxis selbständig und sorgfältig ausführen sowie kritisch auswerten können;
- für die jeweilige Aufgabe geeignete Methoden und Geräte unter Beachtung der Sicherheits- und Qualitätserfordernisse auswählen können;
- Untersuchungsberichte zusammenstellen, auswerten und die Ergebnisse interpretieren können.
Lehrstoff:
IV. und V. Jahrgang:
Methoden:
Führung eines Übungsprotokolls und die Ausarbeitung eines Laboratoriumsberichtes. Qualitätsbewusstsein. Schutzmaßnahmen. Übungen zur Vertiefung von wirtschaftlichen, technischen und naturwissenschaftlichen Fachgegenständen entsprechend dem Reife- und Ausbildungsgrad der Schüler, vor allem auch unter Berücksichtigung wirtschaftlicher und ökologischer Aspekte.
Übungen aus dem Bereich der Pflichtgegenstände des jeweiligen Ausbildungsschwerpunktes sowie Übungen aus den Lehrstoffbereichen der Pflichtgegenstände „Angewandte Informatik'', „Mechanik'', „Fertigungstechnik'', „Maschinenelemente'' und „Elektrotechnik und Elektronik'' sowie chemisch-technologische Untersuchungen.
WERKSTÄTTE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die im Fachgebiet verwendeten Einrichtungen, Werkzeuge, Maschinen und Arbeitsbehelfe wirtschaftlich handhaben und instandhalten können;
- die Eigenschaften sowie die Bearbeitungs- und Verwendungsmöglichkeiten der für die Fachrichtung bedeutsamen Werk- und Hilfsstoffe kennen;
- facheinschlägige Erzeugnisse nach normgerechten Zeichnungen und Schaltplänen herstellen sowie facheinschlägige praktische Tätigkeiten ausführen können;
- die Arbeitsgänge und Arbeitsergebnisse in exakter Fachsprache analysieren können;
- die einschlägigen Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften und umweltrelevante Bestimmungen kennen und beachten.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Arbeitsmethoden:
Werkstättenbetrieb, Werkstättenordnung, Unfallverhütung; Sicherheitsvorschriften, Schutzmaßnahmen. Führung von Aufzeichnungen und Arbeitsprotokollen. Facheinschlägige Grundausbildung.
Mechanische Grundausbildung:
Fertigkeiten (Messen, Anreißen, Körnen, Feilen, Schleifen von Hand, Meißeln, Sägen, Senken, Gewindeschneiden von Hand, Schaben, Stempeln, Schleifen, Passen, Reiben von Hand). Bohren, Drehen, Fräsen, maschinelles Gewindeschneiden.
Blechbearbeitung und Stahlbau:
Richten, Biegen, Nieten, Abkanten, Bördeln, Treiben, Schneiden,
Weichlöten. Oberflächenschutz durch Anstrich. Kleben.
Grundkenntnisse der gebräuchlichen Beschläge.
Modelltischlerei:
Fertigkeiten (Messen, Anreißen, Sägen, Hobeln, Bohren, Stemmen, Stechen, Raspeln, Feilen, Schlitzen, Schleifen). Holzverbindungen (Schrauben, Leimen, Fügen, Überplatten, Falzen, Nuten, Zapfen, Zinken). Anfertigen einfacher Modelle aus verschiedenen Werkstoffen.
Schmiede:
Freiformschmieden, Strecken, Breiten, Spitzen, Stauchen, Lochen, Spalten, Absetzen, Richten, Biegen, Kröpfen, Rollen, Verdrehen, Schrotten, Gesenkschmieden. Einfache Glüh- und Härtearbeiten.
Kunststofftechnik:
Verarbeitung thermoplastischer Halbzeuge und duroplastischer Faserverbundwerkstoffe. Spanende Bearbeitungsverfahren (Sägen, Fräsen, Bohren, Feilen, Drehen). Schweiß- und Klebetechnik.
II. Jahrgang:
Mechanische Werkstätte:
Stirn- und Umfangfräsen. Einfache Teilkopfarbeiten. Einfache Arbeiten an programmmgesteuerten Fräs- und Drehmaschinen. Dreharbeiten zwischen Spitzen, mit Setzstöcken, Planscheiben und Drehdornen. Herstellen von Innen- und Außengewinden, Rändeln, Federwickeln. Einfache Arbeiten an programmgesteuerten Maschinen.
Formenbau:
Anfertigen einfacher Modelle aus verschiedenen Werkstoffen. Formgestaltung, -aufbereitung und Prüfung. Herstellen von Formen nach unterschiedlichsten Techniken und Verfahren.
Schweißerei:
Sicherheitsvorschriften für die Durchführung von Schweißarbeiten. Gasschmelz-, Elektro- und Schutzgasschweißen (Arbeitsweise und Bedienung von Schweißgeräten. Schweißen von Stumpf-, Kehl- und Ecknähten an verschiedenen Werkstücken und in verschiedenen Positionen, Blech- und Rohrschweißen); Hartlöten, Brennschneiden. Punktschweißen, Stahlbauarbeiten.
Montage und Installationstechnik:
Zerlegen und Zusammenbau von Maschinen, Baugruppen und Geräten. Justieren, Prüfen und Instandsetzen. Feststellen und Beheben von mechanischen Störungen. Zurichten, Verlegen und Prüfen von druckmittelführenden Leitungen. Installationsarbeiten. Heizungsanlagen. Wasserversorgung und Pumpen.
Werkstätte für Elektrotechnik:
Niederspannungsinstallation, Zurichten und Verlegen von Leitungen, Herstellen von Verbindungen. Installationsschaltungen. Inbetriebnahme und Wartung von Verteil-, Sicherungs- und Schalteinrichtungen unter Beachtung der elektrischen und mechanischen Schutzmaßnahmen. Inbetriebsetzen elektrischer Geräte.
B. PFLICHTGEGENSTÄNDE DER SCHULAUTONOMEN AUSBILDUNGSSCHWERPUNKTE
B.1 MASCHINEN- UND ANLAGENTECHNIK
1.1 MECHANIK
Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes „Mechanik'' im Abschnitt A.
Lehrstoff:
III. Jahrgang:
Siehe Abschnitt A., und weiters:
Festigkeit von Werkstoffen:
Ebener Spannungszustand. Knickung.
Dynamik:
Elastische und inelastische Stoßprozesse.
IV. Jahrgang:
Siehe Abschnitt A., und weiters:
Hydrodynamik:
Strömungsreibung. Reynoldszahl. Kraftwirkung strömender
Flüssigkeiten.
Thermodynamik:
Reale Gase und Dämpfe.
V. Jahrgang:
Siehe Abschnitt A., und weiters:
Thermodynamik:
Strömende Bewegung von Gasen und Dämpfen.
Maschinendynamik:
Kritische Drehzahl, Schwingungsisolierung.
1.2 FERTIGUNGSTECHNIK
Fortführung des Pflichtgegenstandes „Fertigungstechnik'' im Abschnitt A.
Lehrstoff:
III. Jahrgang:
Blechbearbeitung:
Schneiden; Biegen, Tiefziehen. Werkzeuge, Maschinen.
Trennen:
Autogenes Brennschneiden, Plasmaschneiden, Laserschneiden,
Flüssigkeitsschneiden.
Abtragen:
Funkenerosion. Elektrochemisches Abtragen.
Spanende Fertigung:
Schneidengeometrie, Spanbildung, Spanformen, Schnittkräfte,
Schneidwerkstoffe.
IV. Jahrgang:
Spanende Fertigung:
Verfahren, Einsatzgebiete.
Maschinen:
Bauformen, Gestelle, Führungen, Antriebe, Linearachsen,
Wegmesssysteme, Getriebe; Werkzeugträger (feste, schaltbare).
Werkzeugmagazine, Werkzeugwechsler, Spannmittel.
Werkzeuge:
Formen spanender Werkzeuge (Dreh-, Fräs-, Bohr- und Schleifwerkzeuge); verfahrensspezifische Ausprägungen (Leistung, Stabilität, Spanabfuhr, Kosten).
Steuerungen:
Steuerungsarten; Programmierung. Computergestützte Methoden der Programmerstellung.
V. Jahrgang:
Datenerfassung und -verarbeitung:
Maschinen- und Betriebsdaten. Technologie-, Werkzeug- und Maschinendatenbanken. DNC-Technik.
Auswahl der Fertigungsverfahren:
Leistungs- und Qualitätsoptimierung. Stückkosten (Einflussgrößen. Serien- und Losgrößen); Werkzeugart und Zahl (Universal-, Form-, mehrschneidige und aktive Werkzeuge). Standzeit; Instandsetzung; Reserverhaltung.
Verkettung von Bearbeitungsmaschinen:
Verkettungsstrukturen. Wechsel- und Spannsysteme. Leistung und Teilespektrum.
Qualitätssicherung:
Aufgaben, Maßnahmen, Qualitätsregelkarten, Stichproben- und Auswerteverfahren.
1.3 MASCHINENELEMENTE
Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes „Maschinenelemente'' im Abschnitt A.
Lehrstoff:
III. Jahrgang:
Siehe Abschnitt A., und weiters:
Hydraulik und Pneumatik:
Druck; Betriebsmittel. Hydraulische und pneumatische Antriebe.
Bauelemente.
Elemente der Antriebstechnik:
Elemente, Eigenschaften und Verhalten von Antriebsmaschinen.
Zahnradgetriebe, Hülltriebe, Kupplungen.
1.4 FÖRDERTECHNIK UND TECHNISCHE LOGISTIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die Bauarten, das Betriebsverhalten, die Regelung und die Grundlagen der Berechnung und Konstruktion von Bauelementen, Maschinensätzen und Tragekonstruktionen der Fördertechnik kennen;
- Grundbegriffe der technischen Logistik kennen und auf fördertechnische Systeme anwenden können.
Lehrstoff:
III. Jahrgang:
Bauelemente:
Seil- und Kettentriebe, Lastenaufnahmemittel, Laufräder und Schienen, Antriebe (Motoren, Kupplung, Bremse, Getriebe). Sicherheitseinrichtungen.
Maschinensätze und Förderanlagen:
Hub-, Fahr-, Dreh- und Wippwerke. Bauarten von Kranen und Hebezeugen. Steigförderer und Aufzügen.
IV. Jahrgang:
Tragkonstruktionen:
Arten der Tragkonstruktionen (Fachwerke, Vollwandkonstruktionen, Rahmen und Roste). Bauelemente und Verbindungselemente der Tragwerke.
Bemessungsgrundlagen statisch bestimmter und unbestimmter Systeme,
Aluminiumtragwerke.
Logistik:
Lagerhaltung, Transportlogistik, Transport- und Lagersysteme in
der automatisierten Fertigung.
Vorschriften:
Normen, Rechtsvorschriften. Behördenverfahren.
1.5 STRÖMUNGSMASCHINEN UND ANLAGEN
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die Bauarten, den Aufbau, die Wirkungsweise, die Regelung und das Betriebsverhalten von Strömungsmaschinen für Flüssigkeiten, Gase und Dämpfe sowie die Grundsätze ihrer Berechnung und Konstruktion kennen;
- die technischen, wirtschaftlichen und ökologischen Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von Strömungsmaschinen kennen.
Lehrstoff:
IV. Jahrgang:
Begriffe und Gesetze:
Kenngrößen und Kennzahlen, Hauptgleichung und Energieumsetzung. Hydromechanische Grundkenntnisse, Leistung, Wirkungsgrade, Ähnlichkeitsgesetze.
Hydraulische Strömungsmaschinen:
Aufbau, konstruktive Ausführung, Auslegungsberechnung, Hydraulik- und Festigkeitsberechnungen, Betriebsverhalten und Regelung von Kreiselpumpen und Wasserturbinen.
V. Jahrgang:
Thermische Strömungsmaschinen:
Aufbau, konstruktive Ausführung, Auslegungs- und Fertigungsberechnung, Betriebsverhalten und Regelung von Dampfturbinen, Verdichtern und Ventilatoren. Aufbau, Betriebsverhalten und Regelung von Gasturbinen.
1.6 VERBRENNUNGSMOTOREN
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die Bauarten, den Aufbau, die Wirkungsweise, die Regelung und das Betriebsverhalten von Verbrennungsmotoren, Kolbenpumpen und Kolbenverdichter sowie die Grundsätze ihrer Berechnung und Konstruktion kennen;
- die technische, wirtschaftlichen und ökologischen Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von Verbrennungsmotoren und Verdrängern kennen.
Lehrstoff:
V. Jahrgang:
Begriffe und Gesetze:
Arbeitsverfahren, Vergleichsprozesse, Indikatordiagramme, Leistung
und Wirkungsgrade, Kraftstoffe.
Bauprinzipien:
Kurbeltrieb, Zylinderanordnung, Massenkräfte und Massenausgleich.
Diesel- und Ottomotor:
Bauarten, Bauelemente und deren Auslegungsberechnung; Gemischaufbereitung, Motormanagement, Gaswechsel, Aufladung, Zündung und Abgase; Kühlung und Schmierung; Einsatzkriterien (Fahrschaubild beim Fahrmotor, Schadstoffminimierung), Betriebsverhalten und Regelung.
Kolbenpumpen und Kolbenverdichter:
Bauarten, Einsatz, Auslegungsberechnung, Betriebsverhalten und Regelung.
1.7 ENERGIE- UND UMWELTTECHNIK Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- den Aufbau, die Arbeitsweise und das Betriebsverhalten moderner Energieverarbeitungsanlagen und ihre Komponenten kennen;
- durch Anwendung entsprechender Verfahren die Umweltbelastung minimieren und umweltschonende Anlagenkonzepte entwerfen können;
- Methoden zur Luftreinhaltung und Abwasserbehandlung kennen.
Lehrstoff:
V. Jahrgang:
Begriffe und Gesetze:
Festigkeitsberechnungen, Berechnung des Verbrennungsvorganges sowie der Wärmeübertragung. Berechnung von Wärmetauschern.
Energieumwandlungsanlagen und ihre Komponenten:
Wärmetauscher; Dampferzeuger; Wärmekraftwerke, Kraft-Wärme-Kupplungen. Formen alternativer Energien(Sonne, Wind, Biogras, Biomasse), Wärmepumpen, Sonderanlagen.
Abluft- und Abgasbehandlung:
Trockenabscheider, Nassabscheider, Ab- und Adsorptionsanlagen,
Oxydationsmethoden, katalytische Methoden.
Heizungs- und Klimatechnik:
Heizungstechnik (Einzel- und Zentralheizung). Raumlufttechnik
(Luftführung, Luftverteilung, Luftbefeuchtung, Schalldämpfung, Wärmerückgewinnung).
Abwasserbehandlung:
Sedimentation, Filtration, Ausfällen unerwünschter Stoffe,
Neutralisation, Kläranlagen.
1.8 MESS-, STEUERUNGS- UND REGELUNGSTECHNIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die für die Fachrichtung bedeutsamen Verfahren der Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik sowie die Bauarten und die Wirkungsweise der in der Praxis verwendeten Geräte kennen;
- die einschlägigen Vorschriften und Normen kennen und beachten.
Lehrstoff:
IV. Jahrgang:
Messgeräte:
Kenngrößen von Messgeräten. Messwertaufnehmer, Messwertumformung
und -übertragung.
Analoge Messverfahren:
Verfahren für elektrische und nichtelektrische Größen. Sensoren und Messwertumformer. Messwertübertragung. Anzeigegeräte.
Digitaltechnik:
Kenngrößen. Logische Verknüpfungen. Codierung. Digitale Messverfahren (Messverfahren für Zählgrößen, Analog-Digital-Wandler, Digital-Analog-Wandler). Mikrocomputertechnik.
Steuerungstechnik:
Unterscheidungsmerkmale und Grundstrukturen von Steuerungen. Gesetzmäßiges Erfassen von Steuerungsaufgaben. Bauelemente von Steuerungen.
V. Jahrgang:
Steuerungstechnik:
Elektromechanische, elektronische, pneumatische und hydraulische
Steuerungssysteme. Programmierbare Steuerungen.
Regelungstechnik:
Begriffe in der Regelungstechnik. Regelkreisglieder (Arten, Zeitverhalten, Kennlinien). Stabilitätskriterien und Optimierung von Regelkreisen.
Mehrpunktregelungen. Fuzzylogik und Fuzzycontrol.
Stelltechnik:
Übersicht. Stellantriebe, Stellglieder.
Leittechnik und Bussysteme.
1.9 BETRIEBSTECHNIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- einzelne und vernetzte Aufgaben der betrieblichen Planung, Entscheidung und Kontrolle analysieren, beurteilen und lösen können;
- die Managementfunktionen Organisation, Kommunikation, Motivation, Mitarbeiterführung und Konfliktlösung kennen lernen;
- dem Einsatz der Produktionsfaktoren aufeinander abstimmen und optimieren können;
- elementare kaufmännische und betriebstechnische Aufgaben lösen können;
- die Strategien, Methoden und Techniken des Qualitätsmanagements kennen und umsetzen können.
Lehrstoff:
IV. Jahrgang:
Arbeitswissenschaft und Personalwirtschaft:
Grundlagen der Arbeitswirtschaft (REFA, MTM);
Arbeitsplatzgestaltung; Grundlagen der Planung und Steuerung.
Logistik. Personalauswahl und Entlohnungssysteme.
Unternehmensführung und Betriebsorganisation:
Betriebliche Personalwirtschaft, betriebliche Aus- und Weiterbildung, Mitarbeitermotivation und Leistungsanreize, Mitarbeiterführung, Konfliktmanagement, Beteiligungssysteme, Arbeitszeitmodelle. Betriebliche Aufbau- und Ablauforganisation. Kommunkationssysteme; Projektorganisation (Projektmanagement, Projektplanung, Netzplantechnik). Produktionsfaktoren.
Rechnungswesen:
Begriffe. Ausgaben. Aufwand, Kosten, Kostenarten, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung. Voll- und Teilkostenrechnung. Grundlagen der Investitionsrechnung (statisch, dynamisch).
Qualitätsmanagement:
Qualitätssysteme, Qualitätsplanung, Qualitätslenkung,
Qualitätsprüfung. TQM-Prinzipien.
1.10 KONSTRUKTIONSÜBUNGEN
Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes „Konstruktionsübungen und Produktentwicklung'' im Abschnitt A.
Lehrstoff:
Siehe Abschnitt A., und weiters:
IV. und V. Jahrgang:
Projekte aus den Lehrstoffbereichen der Pflichtgegenstände „Fertigungstechnik'', „Fördertechnik und technische Logistik'', „Strömungsmaschinen und Anlagen'', „Verbrennungsmotoren'' und „Energie- und Umwelttechnik''.
1.11 WERKSTÄTTENLABORATORIUM
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die in der Praxis des Fachgebietes anfallenden Mess- und Prüfaufgaben sowie Sonderprobleme der Fertigung, die über den Rahmen der Werkstättenausbildung hinausgehen, lösen und dokumentieren können;
- praxisnahe Projekte mit den Instrumenten der Planung, Kostenrechnung, Fertigung und Qualitätssicherung abwickeln können.
Lehrstoff:
IV. Jahrgang:
Programmgesteuerte Werkzeugmaschinen:
CNC-Programme. Sonderprobleme der Zerspanungstechnik.
Elektrotechnik und Elektronik:
Anschließen von elektrischen Maschinen. Inbetriebsetzen von Stromverbrauchern, Mess-, Schalt- und Steuergeräten. Fehlersuche an elektrischen und elektronischen Geräten und Systemen.
Steuerungstechnik:
Elemente der Steuerungstechnik, Bausteine, logische Grundfunktionen, Schaltplanentwurf, Darstellung von Bewegungsabläufen, weg- und zeitabhängige Steuerungen. Aufbau von Steuerungen für druckführende Leitungen.
Arbeitsvorbereitung:
Rechnerunterstützte Arbeitsplanung, Arbeitsteuerung und Arbeitsauftragserstellung und Produktionskostenberechnung, statistische Auswertung. Führung von praxisüblichen Dateien; Lagerhaltung.
V. Jahrgang:
Programmgesteuerte Werkzeugmaschinen:
Manuelle und rechnerunterstützte Programmierung; Einsatz
verschiedener Werkzeuge an der Maschine.
Steuerungstechnik:
Signalaufnahme und Signalverarbeitung, fest verdrahtete und
freiprogrammierbare Steuerungen. Erarbeiten von Lösungsmöglichkeiten
komplexer industrieller Steuerungsaufgaben.
Fertigungsmesstechnik und Qualitätssicherung:
Messen mit mechanischen und elektrischen Längenmessgeräten, Lehren, Mess- und Profilprojektoren, Oberflächenrauigkeitsmessungen; Qualitätsdaten; Aufbereitung, Prüfungsablauf, Fehlerbeseitigung und -verhütung; Qualitätsberichterstattung.
Arbeitsvorbereitung:
Projektbezogene Themenbereiche nach Maßgabe des Ausbildungsschwerpunktes.
1.12 WERKSTÄTTE
Fortführung des Pflichtgegenstandes „Werkstätte'' im Abschnitt A.
Lehrstoff:
III. Jahrgang:
Mechanische Werkstätte:
Fräs- und Bohrarbeiten mit steigendem Schwierigkeitsgrad. Verzahnungen mit Teilapparat. Fräsen und Bohren nach Koordinatensystem. Dreharbeiten mit steigendem Schwierigkeitsgrad. Formdrehen, Außermittedrehen, Kegeldrehen, Gewindesonderformen, mehrgängige Innen- und Außengewinde, Arbeiten an numerisch gesteuerten Maschinen. Erstellen von CNC-Programmen.
Werkzeug- und Vorrichtungsbau:
Herstellen von Vorrichtungen, Schnitt-, Spritz- und Druckgusswerkzeugen. Wärmebehandlung des Stahles, Härteprüfung. Schleifen und Abziehen von Schneidewerkzeugen. Rund-, Form- und Flachschleifen.
Blechbearbeitung und Stahlbau:
Arbeiten an Blechbearbeitungsmaschinen und pneumatischen und hydraulischen Arbeitsgeräten. Punktschweißen. Ausführung von Stahlbauarbeiten in branchenüblicher schweißtechnischer Ausführung (Schweißkantenvorbereitung, Heft- und Schweißfolge nach Schweißplan). Anwendung der im Stahlbau verwendeten Verbindungs- und Befestigungssysteme. Oberflächentechnik (Korrosionsschutz durch Anstrich; Anwendung von Beschichtungswerkstoffen).
Arbeitsvorbereitung:
Arbeitsplanung und Arbeitssteuerung. Arbeitsaufträge. Vor- und Nachkalkulation. CAD-CAM-Kopplung. Beschaffungswesen. Berechnung der Produktionskosten aller Aufträge der Schulwerkstätte.
Werkstätte für Elektrotechnik und Steuerungstechnik:
Anschließen von elektrischen Maschinen. Fehlersuche an elektrischen und elektronischen Geräten und Systemen. Aufbau einfacher pneumatischer und hydraulischer Steuerungen.
B.2 AUTOMATISIERUNGSTECHNIK
2.1 MECHANIK
Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes „Mechanik'' im Abschnitt A.
Lehrstoff:
Siehe Abschnitt A., und weiters:
V. Jahrgang:
Thermodynamik:
Strömende Bewegung von Gasen und Dämpfen.
Maschinendynamik:
Kritische Drehzahl, Schwingungsisolierung.
2.2 FERTIGUNGSTECHNIK
Fortführung des Pflichtgegenstandes „Fertigungstechnik'' im Abschnitt A.
Lehrstoff:
III. Jahrgang:
Blechbearbeitung:
Schneiden; Biegen, Tiefziehen. Werkzeuge, Maschinen.
Trennen:
Autogenes Brennschneiden, Plasmaschneiden, Laserschneiden,
Flüssigkeitsschneiden.
Abtragen:
Funkenerosion. Elektrochemisches Abtragen.
Spanende Fertigung:
Schneidengeometrie, Spanbildung, Spanformen, Schnittkräfte,
Schneidwerkstoffe.
IV. Jahrgang:
Spanende Fertigung:
Verfahren, Einsatzgebiete.
Maschinen:
Bauformen, Gestelle, Führungen, Antriebe, Linearachsen,
Wegmesssysteme, Getriebe; Werkzeugträger (feste, schaltbare).
Werkzeugmagazine, Werkzeugwechsler, Spannmittel.
Werkzeuge:
Formen spanender Werkzeuge (Dreh-, Fräs-, Bohr- und Schleifwerkzeuge); verfahrensspezifische Ausprägungen (Leistung, Stabilität, Spanabfuhr, Kosten).
Steuerungen:
Steuerungsarten; Programmierung. Computergestützte Methoden der Programmerstellung.
V. Jahrgang:
Datenerfassung und -verarbeitung:
Maschinen- und Betriebsdaten. Technologie-, Werkzeug- und Maschinendatenbanken. DNC-Technik.
Auswahl der Fertigungsverfahren:
Leistungs- und Qualitätsoptimierung. Stückkosten (Einflussgrößen. Serien- und Losgrößen); Werkzeugart und Zahl (Universal-, Form-, mehrschneidige und aktive Werkzeuge). Standzeit; Instandsetzung; Reserverhaltung.
Verkettung von Bearbeitungsmaschinen:
Verkettungsstrukturen. Wechsel- und Spannsysteme. Leistung und Teilespektrum.
Qualitätssicherung:
Aufgaben, Maßnahmen, Qualitätsregelkarten, Stichproben- und Auswerteverfahren.
2.3 MASCHINENELEMENTE
Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes „Maschinenelemente'' im Abschnitt A.
Lehrstoff:
III. Jahrgang:
Siehe Abschnitt A., und weiters:
Hydraulik und Pneumatik:
Druck; Betriebsmittel. Hydraulische und pneumatische Antriebe.
Bauelemente.
Elemente der Antriebstechnik:
Zahnräder und Zahnradgetriebe, Hülltriebe, Kupplungen.
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