Verordnung des Bundesministers für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten über die Lehrpläne für Höhere technische und gewerbliche Lehranstalten; Bekanntmachung der Lehrpläne für den Religionsunterricht an diesen Schulen

Typ Verordnung
Veröffentlichung 1997-10-15
Letzte Aktualisierung 1900-01-01
Status Aufgehoben · 2019-08-31
Ministerium BKA (Bundeskanzleramt)
Quelle RIS
Artikel 14
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V. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABE DER UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE; AUFTEILUNG

DES LEHRSTOFFES AUF DIE SCHULSTUFEN

A. PFLICHTGEGENSTÄNDE

„Deutsch”, „Englisch”, „Geschichte und politische Bildung”, „Bewegung und Sport”, „Geographie und Wirtschaftskunde” und „Wirtschaft und Recht”:

Siehe Anlage 1.

8.

ANGEWANDTE MATHEMATIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

Siehe Anlage 1.

Lehrstoff:

I. und II. Jahrgang:

Siehe Anlage 1.

III. bis V. Jahrgang:

Siehe Anlage 1.1.5, aufgeteilt auf den III. bis V. Jahrgang.

9.

DARSTELLENDE GEOMETRIE

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Räumliches Koordinatensystem.

Abbildungsmethoden (Projektionsarten).

Hauptrisse einfacher geometrischer und technischer Körper sowie

Axonometrie zur Übung im Erfassen der Gestalt eines Objekts aus

gegebenen Rissen.

Konstruieren in zugeordneten Normalrissen:

Strecke und Gerade, ebene Figur und Ebene in Hauptlage, in projizierender und allgemeiner Lage; Länge einer Strecke, Größe und Gestalt einer projizierenden Figur, Projizierendmachen einer Geraden und einer Ebene; orthogonale Lage einer Geraden und einer Ebene;

Schnitte ebenflächig begrenzter Objekte mit projizierenden Ebenen;

Kreis in Hauptlage und in projizierender Lage.

Normale Axonometrie eben- und krummflächig begrenzter Objekte. Drehflächen. Ebene Schnitte von Drehflächen.

10.

ANGEWANDTE PHYSIK

Siehe Anlage 1.

11.

ANGEWANDTE CHEMIE UND ÖKOLOGIE

12.

ANGEWANDTE INFORMATIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Informationsverarbeitungssysteme:

Aufbau, Funktion, Zusammenwirken der Komponenten. Betriebssysteme.

Bedienung.

Standardsoftware:

Textverarbeitung, Tabellenkalkulation.

Programmieren:

Lösung einfacher Probleme durch Algorithmen. Umsetzung in Programme.

III. Jahrgang:

Programmentwicklung:

Methoden des Softwareentwurfes. Strukturierte Programmierung,

Strukturelemente; Datenstrukturen; Objekte.

Kommunikationstechnik:

Netzwerke; Informationsbeschaffung.

Standardsoftware:

Datenbankanwendungen; Graphik; Zusammenwirken von Softwarepaketen.

Informatik und Gesellschaft:

Auswirkungen der Informatik; Datenschutz.

13.

MECHANIK UND ELEMENTE DER MECHATRONIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Statik:

Kraft, Drehmoment. Freimachen von Bauteilen. Ebene Kräftesysteme, resultierende Kraft und resultierendes Moment. Zerlegung von Kräften in Komponenten, statisches Gleichgewicht. Bestimmung von Lagerkräften. Schwerpunkt.

Festigkeit:

Beanspruchungsarten, Spannungsarten, Belastungsfälle und Festigkeitswerte.

Verbindungstechnik:

Kraft- und formschlüssige Elemente. Mechanische und elektrische

Verbindungselemente.

II. Jahrgang:

Statik:

Schnittgrößen und deren Verlauf.

Reibung:

Haft- und Gleitreibung, Seilreibung, Rollwiderstand.

Festigkeit:

Biegung, Abscherung, Torsion (bei kreisförmigen Querschnitt).

Formänderung.

Führungselemente:

Achsen und Wellen, Gleitlager, Wälzlager, Führungen.

14.

FERTIGUNGSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Begriffe:

Spanlose und spanende Bearbeitungsverfahren, Maschinen und Geräte.

Werkstoffe:

Einteilung (Eisenwerkstoffe, Nichteisenmetalle und ihre Legierungen, nichtmetallische Werkstoffe, Pulvermetallurgie, Kunststoffe, Isolierstoffe, Gläser, Keramik, Halbleiterwerkstoffe. Pulvermetallurgie). Normgemäße Bezeichnung, Aufbau und Herstellung, Eigenschaften und Verwendung. Wärmebehandlung. Werkstoffprüfung und Prüfverfahren.

Fügeverfahren:

Stoff- und formschlüssige Verfahren.

II. Jahrgang:

Spanlose Fertigung:

Urformen. Umformen. Trennen.

Abtragende Verfahren:

Erodieren. Strahlbearbeitung.

Spanende Fertigung:

Fertigungsverfahren, Fertigungswerkzeuge. Schneidwerkstoffe.

Elemente der CNC-Verfahren.

Beschichten:

Oberflächen- und Beschichtungstechnik.

Leiterplatten:

Arten, Materialien, Fertigungsverfahren.

15.

ELEKTROTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Begriffe:

Größen und Einheiten. Größen- und Einheitengleichungen.

Stromkreis:

Elektrische Ladung, Widerstände, Ohm`sches Gesetz, Kirchhoffsche Gesetze, Schaltung von Widerständen; Spannungs- und Stromquellen, Ersatzschaltbilder. Stromleitung in Metallen, Halbleitern, Elektrolyten und Gasen. Arbeit, Leistung, Wirkungsgrad. Anpassung.

Elektrisches Feld:

Größen und Gesetze, Energie und Kraftwirkung.

Magnetisches Feld:

Größen und Gesetze, Energie und Kraftwirkung.

Zeitlich veränderliche Größen:

Zeitlich veränderliche elektrische und magnetische Felder;

Zeitverhalten elektrischer Bauelemente.

III. Jahrgang:

Wechselstrom:

Analytische und graphische Darstellung von sinusförmigen Größen. Mittelwerte. Wechselstromwiderstände. Wechselstromleistung. Resonanz; Ortskurve, Bodediagramm, Zeit- und Zeigerdiagramm. Frequenzgang einfacher Zweipole, einfache Übertragungsfunktionen.

Dreiphasensystem:

Dreileiter- und Vierleitersysteme. Wirk-, Blind- und Scheinleistung, Drehfeld.

Elektrische Maschinen:

Funktionsprinzip, Betriebsverhalten, Auswahlkriterien.

Elektrische Antriebe:

Kennlinien und Kenndaten von Antriebsaggregaten, Drehzahlsteuerung und -regelung; Einsatzbereiche; Zusammenwirken mit Arbeitsmaschinen.

16.

BETRIEBSTECHNIK UND QUALITÄTSMANAGEMENT

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Arbeitswissenschaft und Personalwirtschaft:

Grundlagen der Arbeitswirtschaft; Personalauswahl und Entlohnungssysteme; Arbeitszeitmodelle. Mitarbeiterführung.

Betriebsorganisation:

Betriebliche Aufbau- und Ablauforganisation.

Kommunikationssysteme; Projektorganisation (Projektmanagement,

Projektplanung, Netzplantechnik, EDV-Unterstützung, Projektsteuerung

und -überwachung).

Betriebsabrechnung:

Kostenrechnung, Kalkulation, einfache Methoden der Wirtschaftlichkeitsrechnung.

Qualitätsmanagement:

Qualitätskennzahlen, Verteilungen und Auswertung in der

betrieblichen Praxis.

V. Jahrgang:

Qualitätsmanagement:

Zuverlässigkeitsprüfung (Zuverlässigkeit von Geräten und Baugruppen, Lebensdauer, Versuchsmethodik). Produktentwicklung und Fertigung (Vorlaufparameter, Prozesskontrolle, Prozessfähigkeit, Zulieferqualität). Erfassen von Qualitätsdaten (Methodik, Auswertung, Präsentation).

17.

KONSTRUKTIONSÜBUNGEN

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Grundlagen:

Zeichengeräte, Zeichentechniken mit Hand und Rechnerunterstützung, Normen, Bemaßung und Beschriftung, Toleranzen, ISO-Passungssystem; Form und Lagetoleranzen, Bezeichnung technischer Oberflächen.

Methoden:

Herstellung von Skizzen und normgerechten Werkzeichnungen mit der Hand und mit Rechnerunterstützung.

Konstruktion:

Werkzeichnungen von Bauteilen und einfachen Baugruppen nach

Zeichnungsvorlage und Modell; Stücklisten.

II. Jahrgang:

Methoden:

Aufgabenanalyse, Entwurf, Berechnung und Konstruktion.

Konstruktion:

Werkzeichnungen von Bauteilen und einfachen Baugruppen grundlegender Verbindungselemente.

III. Jahrgang:

Methoden:

Aufgaben- und Funktionsanalyse. Arbeiten mit Norm- und Herstellerdatenblättern sowie Katalogen. Vertiefung der CAD-Kenntnisse. Einführung in die Teamarbeit.

Konstruktion:

Konstruktionen von Baugruppen und einfachen Geräten.

IV. Jahrgang:

Methoden:

Teamarbeit und Vertiefung der methodischen Konstruktionslehre. Kreativitätsmethoden als Grundlage für Entwurf, Berechnung und Konstruktion. Technische Beschreibung und Dokumentation. Verwendung von computergestützten Arbeitshilfen.

Konstruktion:

Komplexe Baugruppen oder Geräte aus den jeweiligen Fachgebieten.

V. Jahrgang:

Methoden:

Pflichtenheft; Termin- und Zeitplan; Variantenkonstruktion;

eventuell Detailausarbeitung der ausgewählten Variante;

Kostenberechnungen; Dokumentation.

Konstruktion:

Mindestens ein komplexes Projekt, das die wesentlichen typenbildenden Fächer aus dem Ausbildungsschwerpunkt mit einschließt.

18.

WERKSTÄTTE

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Arbeitsmethoden:

Werkstättenbetrieb, Werkstättenordnung, Unfallverhütung; Sicherheitsvorschriften, Schutzmaßnahmen. Führung von Aufzeichnungen und Arbeitsprotokollen.

Mechanische Grundausbildung:

Manuelle und mechanische Bearbeitung von verschiedenen Werkstoffen. Maschinenbauliche Fertigkeiten (Messen, Anreißen, Körnen, Feilen, Meißeln, Sägen, Schneiden, Bohren, Senken, Reiben, Passen, Schleifen, Schärfen, Gewindeschneiden von Hand).

Elektrotechnische Grundausbildung:

Zurichten und Verlegen von blanken und isolierten Leitungen, Herstellen von Verbindungen (Klemm-, Schraub- und Lötverbindungen; Anschluss von SMT-Bauteilen). Anfertigen von Draht- und Kabelformen. Isolieren und einfache Installationsschaltungen. Visuelles Erkennen verschiedener elektrischer und elektronischer Bauteile.

Mechanische Werkstätte:

Drehen (Längs-, Plan- und Innendrehen, Einstechen, Abstechen). Hobeln von Flächen und Nuten. Fräsen verschiedener Werkstoffe nach Anriss und Maß unter Einhaltung vorgegebener Toleranzen.

Kunststofftechnik:

Manuelle und maschinelle Be- und Verarbeitung von Kunststoffen. Oberflächenbearbeitung, Gießharz- und Klebetechniken. Wiederverwertung von Kunststoffen.

Blechbearbeitung:

Zuschneiden, Bohren, Biegen, Richten, Stanzen, Verschrauben und Vernieten von Blechteilen. Arbeiten mit Blechbearbeitungsmaschinen. Verformen und Herstellen von Blechteilen. Gehäusebau aus vorgefertigten Materialien (inklusive EMV- und Sicherheitsvorschriften).

II. Jahrgang:

Niederspannungsinstallation:

Inbetriebnahme, Funktionsprüfung und Reparatur von Schalteinrichtungen unter Beachtung der elektrischen und mechanischen Schutzmaßnahmen.

Herstellung von Transformatoren und Spulen. Wickeln, Isolieren,

Schichten, Vergießen, Überprüfen.

Montage und Wartung:

Zerlegen und Zusammenbau, Feststellen und Beheben von mechanischen und elektrischen Störungen an Maschinen, Baugruppen und Geräten (insbesondere der Automatisierungstechnik). Justieren, Prüfen, Instandsetzen und Warten von Automatisierungseinrichtungen. Zurichten, Verlegen und Prüfen von druckmittelführenden Leitungen.

Mechanische Werkstätte:

Stirn- und Umfangfräsen. Einfache Teilkopfarbeiten. Dreharbeiten nach vorgegebenen Toleranzen. Dreharbeiten zwischen Spitzen, mit Setzstöcken, Planscheiben und Drehdornen. Herstellen von Innen- und Außengewinden. Einfache Arbeiten an programmgesteuerten Maschinen.

Oberflächentechnik:

Vorbereiten der Ware (Entfetten, Beizen, Schleifen, Polieren). Herstellen von Metallüberzügen und Eloxieren. Herstellen von nichtmetallischen Überzügen. Nachbehandlung der Ware. Sicherheitsvorschriften und Entsorgung der Abwässer.

Schweißen:

Sicherheitsvorschriften für die Durchführung von Schweißarbeiten. Gasschmelz-, Elektro- und Schutzgasschweißen. Hartlöten, Brennschneiden.

III. Jahrgang:

Arbeitsvorbereitung:

Arbeitsplanung und Arbeitssteuerung. Arbeitsaufträge. Vor- und Nachkalkulation. Werkstattzeichnungen. Beschaffungswesen. Berechnung der Produktionskosten aller Aufträge der Schulwerkstätte. Bearbeitung von Fertigungsunterlagen mittels CAD.

Werkstätte für Elektronik:

Fertigung, Programmierung und Inbetriebnahme digitaler und analoger Baugruppen und Geräte. Fehlersuche und Fehlerbehebung an Geräten der industriellen Elektronik. Zusammenbau, Wartung und Vernetzung von Computersystemen und Peripheriegeräten.

Werkstätte für Steuerungstechnik:

Elemente der Steuerungstechnik. Bausteine, logische Grundfunktionen. Schaltplanentwurf, Darstellung von Bewegungsabläufen. Weg- und zeitabhängige Steuerungen. Aufbau, Programmierung, Prüfung und Fehlersuche an speicherprogrammierbaren Steuerungen. Aufbau einfacher pneumatischer und hydraulischer Steuerungen.

Werkzeug- und Vorrichtungsbau:

Fräs-, Bohr- Schleif- und Dreharbeiten mit steigendem Schwierigkeitsgrad; auch unter Anwendung von Hartmetallwerkzeugen. Arbeiten an numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen. Erosives Bearbeiten von Metallen. Wärmebehandlung des Stahls. Bau und Erprobung von Spritzguss- und Extrusionswerkzeugen.

Werkstätte für Leiterplattentechnik:

Grundbegriffe der Leiterplattenherstellung. Erstellen von Layouts. Siebdruck zur Erstellung von Ätzmasken und Frontplatten. Aufbringen von Ätzmasken. Herstellen von gedruckten Schaltungen. Ätzen. Mechanisches Herstellen von Leiterplatten (Fräsen). Entsorgung.

B. PFLICHTGEGENSTÄNDE DER SCHULAUTONOMEN AUSBILDUNGSSCHWERPUNKTE

B.1 PRÄZISIONSTECHNIK

1.1 MECHANIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Festigkeitslehre:

Schiefe Biegung, Abscherung, zusammengesetzte Beanspruchung,

Knickung.

Hydromechnik:

Hydrostatik. Kontinuitätsgleichung, Bernoulli`sche Gleichung.

Flüssigkeitsreibung, Ähnlichkeitsgesetze.

IV. Jahrgang:

Kinematik:

Kinematik des Massenpunktes und des starren Körpers.

Dynamik:

Dynamik des Massenpunktes (dynamisches Grundgesetz, d`Alembertsches Prinzip, Energiesatz, Leistung, Impulssatz), Dynamik des starren Körpers (Schwerpunktsatz, Drehimpulssatz, Drehung um raumfeste Achsen, Kreisel).

V. Jahrgang:

Statik:

Biegelinie, Statisch unbestimmte Systeme.

Schwingungslehre:

Freie, gedämpfte und erzwungene Schwingungen, Torsions- und Biegeschwingungen.

Computerunterstützte Rechenmethoden der Mechanik:

Numerische Methoden. Finite-Elemente-Methode.

1.2 FERTIGUNGSTECHNIK

Fortführung des Pflichtgegenstandes „Fertigungstechnik” im Abschnitt A.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Kunststoffe:

Grundlagen der chemischen und physikalischen Technologie der Kunststoffe, Kunststoffe und ihre Anwendungen Fertigungsverfahren.Pulvermetallurgie, Keramische Werkstoffe.

Werkstoffe:

Zustandsdiagramme, Wärmebehandlung von Eisen- und Nichteisenmetallen. Werkstoffprüfung. Pulvermetallurgie. Keramische Werkstoffe.

Stoffschlüssiges Fügen:

Löten, Schweißen, Kleben.

Feinwerktechnische Fertigungsverfahren:

Funkenerodieren, Elysieren, Metallätzen, Mikrofügen, Herstellung von Schichten, Planarstrukturen und optischen Flächen. Herstellung von Prototypen (Rapid Prototyping).

IV. Jahrgang:

Trennen:

Spanen mit geometrisch bestimmten Schneiden (Drehen, Bohren, Fräsen, Räumen), Spanen mit geometrisch unbestimmten Schneiden (Schleifen, Honen, Läppen, Strahlspanen).

Vorrichtungs- und Werkzeugbau:

Spannmittel und Spanneinrichtungen, Magazinieren, Zuführen,

Vereinzeln, Werkzeuge für spanlose Fertigung.

V. Jahrgang:

Werkzeugmaschinen:

Aufbau, CNC-Verfahren. Werkstück- und Werkzeugtransport (Magazine und Speicher, Greifereinrichtungen, Transporteinrichtungen). Verkettung von Bearbeitungsmaschinen (Bearbeitungszentren, Fertigungsstraßen).

1.3 FEINWERK- UND MIKROSTRUKTURTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Speicherelemente:

Federn und Federsysteme.

Maschinenelemente:

Kupplungen, Bremsen.

Umformerelemente:

Reibradgetriebe, Zugmittelgetriebe, Zahnradgetriebe,

Schraubengetriebe, Koppel- und Kurvengetriebe.

Schaltelemente:

Gesperre, Schalt-, Spann- und Sprungwerke.

Lagerelemente:

Spezielle Lagerungen der Feinwerktechnik.

IV. Jahrgang:

Gerätekonstruktion:

Konstruktionsregeln, Konstruktionssystematik, Projektabläufe und -strukturen, automatisierungsgerechte Produktgestaltung, Aufbau elektrischer und elektronischer Schaltungen, Wärmeableitung, Dämpfung und Schwingungsisolierung, Sicherheitsmaßnahmen.

Ein- und Ausgabegeräte:

Bedienelemente, Lesegeräte, Anzeigeelemente, Drucker.

Optische Geräte:

Fassung und Justierung optischer Elemente und Systeme, Toleranzen optischer Einzelteile.

V. Jahrgang:

Robotik:

Aufbau von Robotern, Steuerungen, Wegmesssysteme, Greifer.

Medizinische Geräte:

Diagnose- und Therapiegeräte, Funktionsmessung.

Geräte der Massenfertigung:

Geräte der Unterhaltungs-, Büro- und Haushaltstechnik.

Mikrostrukturtechnik:

Mikrotechnische Bauelemente und Verfahren. Mechanische, optische, elektrotechnische, fluidtechnische und biochemische Funktionselemente.

1.4 ANGEWANDTE ELEKTRONIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Halbleiter:

Leitungsmechanismen, Technologie, sperrschichtfreie Halbleiter,

pn-Übergang, Diodenarten.

Stromversorgung:

Netzgleichrichtung, Stabilisierung.

Vierpole:

Vierpolgleichungen, Impuls und Frequenzverhalten.

Transistor:

Bipolar, unipolar, Funktion, Kennlinien und Kenndaten,

Anwendungsschaltungen.

Logik:

Grundverknüpfungen, Entwurfsmethoden logischer Schaltungen.

Optoelektronik:

Sender, Empfänger.

IV. Jahrgang:

Digitaltechnik:

Kombinatorische und sequenzielle Schaltungen, Zahlencodes, Zähler,

Logikfamilien.

Mikrocomputer:

Prozessor, Speicher, Befehlssatz. Peripheriegeräte,

Schnittstellen.

V. Jahrgang:

Verstärker:

Differenzverstärker. Operationsverstärker, lineare und

nichtlineare Schaltungen.

Nachrichtentechnik:

Modulationsverfahren, Übertragungsverfahren, Übertragungsmedien.

Breitbandkommunikationstechnik.

1.5 MESS-, STEUERUNGS- UND REGELUNGSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Grundlagen der Messtechnik:

Begriffe, Kenngrößen von Messgeräten, Maß- und Eichgesetz, Arten

von Messgrößen.

Steuerungstechnik:

Merkmale und Grundstrukturen von Steuerungen. Entwurfsmethoden, Bauelemente und Steuerungen. Elektromechanische, elektronische, pneumatische und hydraulische Steuerungssysteme. Programmierbare Steuerungen.

IV. Jahrgang:

Messtechnik:

Messabweichungen, Auswertung von Messungen (Vertrauensbereiche, Messunsicherheit).

Analoge Messverfahren:

Verfahren für elektrische und nichtelektrische Größen. Anzeigende und übertragende Messgeräte. Sensoren und Messwertumformer.

Digitale Messtechnik:

Kenngrößen. Messverfahren und Messgeräte. Prozessrechentechnik.

Regelungstechnik:

Begriffe, Regelkreisglieder.

V. Jahrgang:

Übertragungsglieder:

Mathematische Beschreibung im Zeit- und Bildbereich, dynamisches

Verhalten, Kenngrößen, Stabilität.

Regelungstechnik:

Stetige Regelung (Inbetriebnahme, Abgleich, Stabilität, Optimierung). Mehrpunktregelung, digitale Regelung.

1.6 TECHNISCHE OPTIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Geometrische Optik:

Begriffe, Abbildungen, Bildkonstruktionen, Abbildungsgleichungen, Berechnungen des Strahlverlaufes, Abbildungsfehler (Arten; Korrekturmöglichkeiten).

Werkstoffe:

Optische Gläser, Kunststoffe, Kristalle und Sonderwerkstoffe, dielektrische dünne Schichten, Absorptionsschichten.

Optische Bauelemente:

Planoptik. Bauelemente mit brechenden und reflektierenden Sphären und Asphären. Zylinderlinsen, Fresnellinsen, Lichtleiter und Endoskope. Gradientenoptik.

Bündelbegrenzung:

Blenden, Luken und Pupillen. Kenngrößen, Feldlinsen und Kondensoren.

Lichttechnik:

Lichtquellen und Lichtempfänger, menschliches Auge, Sehfehler

(Arten, Behebung). Farbmetrik, Spektralgeräte.

Beleuchtungssysteme:

Signalgeber, Scheinwerfer und faseroptische Geräte.

V. Jahrgang:

Optische Instrumente:

Projektoren; Lupen und Okulare; Mikroskope; Fernrohre und Kollimatoren; fotographische Optik und Objektivtypenkunde; Entfernungsmesser; Sucher.

Kohärente Optik:

Laser - Interferometrie und Holographie.

Optoelektronische Geräte:

Lichtschranken und Lichttaster; optische Systeme digitaler Datenträger; Elemente der Lichtwellenleitertechnik.

1.7 LABORATORIUM

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll

Lehrstoff:

IV. und V. Jahrgang:

Methoden:

Führung eines Übungsprotokolls und die Ausarbeitung eines Laboratoriumsberichtes. Qualitätsbewusstsein. Schutzmaßnahmen. Übungen zur Vertiefung von wirtschaftlichen, technischen und naturwissenschaftlichen Fachgegenständen entsprechend dem Reife- und Ausbildungsgrad der Schüler, vor allem auch unter Berücksichtigung wirtschaftlicher und ökologischer Aspekte.

Übungen aus den Lehrstoffbereichen der Pflichtgegenstände „Mechanik und Elemente der Mechatronik”, „Fertigungstechnik”, „Elektrotechnik”, „Feinwerk- und Mikrostrukturtechnik”, „Angewandte Elektronik”, „Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik” und „Technische Optik”.

1.8 WERKSTÄTTENLABORATORIUM

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Optik:

Glasbearbeitung (Schneiden, Rundieren, Fräsen, Vorschleifen, Feinschleifen, Polieren, Zentrieren), Reinigen, Messen und Prüfen von Linsen und optischen Elementen mit Planflächen; Kitten und Gipsen von optischen Elementen.

Arbeitsvorbereitung:

Rechnerunterstützte Arbeitsplanung und Arbeitssteuerung,

Erstellung von Wartungsplänen, Beschaffungswesen; Lagerhaltung. Vor- und Nachkalkulation.

Fertigungstechnik:

Manuelle und rechnergestützte CNC-Programmierung. Einsätze

verschiedener Werkzeuge an CNC-Maschinen.

V. Jahrgang:

Fertigungsmesstechnik und Qualitätssicherung:

Messen mit mechanischen und elektronischen Längenmessgeräten. Lehren, Oberflächenmessung, Qualitätsdaten, Aufbereitung, Qualitätsregelkarten, Qualitätsberichterstattung.

Elektronik:

Entwerfen, Herstellen und Prüfen komplexer elektronischer Systeme.

Messen an elektronischen Systemen.

Steuerungs- und Regelungstechnik:

Aufbau, Inbetriebnahme und Reparatur einfacher Steuerungen und Regelkreise. Prüfung von steuerungs- und regelungstechnischen Systemen; auch unter Verwendung von analogen und digitalen Messgeräten. Erstellen einfacher Programme.

B.2 AUTOMATISIERUNG

2.1 ELEKTRONIK UND DIGITALTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Halbleiter:

Leitungsmechanismen, pn-Übergang, Durchlass- und Sperrverhalten.

Halbleiterdioden:

Kennlinien, Kenngrößen; Ersatzschaltung. Arbeitspunkteinstellung,

Temperatureinfluss.

Stromversorgung:

Netzgleichrichterung, Glättung, Stabilisierung.

Logik:

Grundverknüpfungen, Entwurfsmethoden logischer Schaltwerke; Minimierung. Speicherglieder, Zähler. Logikfamilien.

Bipolartransistor:

Kennlinien, Schalteranwendung für ohmsche und induktive Last.

IV. Jahrgang:

Passive Vierpole:

Frequenz- und Impulsverhalten, Bode-Diagramm.

Transistorverstärker:

Arbeitspunkteinstellung und -stabilisierung, Ersatzschaltbild;

Grundschaltungen, Differenzverstärker.

Operationsverstärker:

Aufbau, Kenngrößen, Kennlinien. Lineare und nichtlineare

Schaltungen.

Leistungselektronik:

Lineare Verstärker, Schaltverstärker, Thyristorstromsteller.

Optoelektronik:

Sender, Empfänger, Koppler, Anzeigen; Kenngrößen, Kennlinien.

V. Jahrgang:

Digitaltechnik:

Filter, Signalprozessoren. Fuzzylogik (Prinzipien, Bauelemente).

Übertragungstechnik:

Übertragungsstrecken. Mehrfachübertragung. Periodische und

nichtperiodische Vorgänge. Impulsverhalten.

Schaltnetzteile:

Primär und sekundär getaktete Wandler, Ansteuerungsschaltungen;

Störstrahlung.

2.2 MESS-, STEUERUNGS- UND REGELUNGSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Grundbegriffe:

Messen:

Messprinzip (analog, digital, direkt, indirekt),

Messfehler(arten), Genauigkeit, Empfindlichkeit; Reproduzierbarkeit,

Fehlerfortpflanzung.

Messinstrumente:

Eigenverbrauch, Messbereichserweiterung, Messzubehör.

Gleichstrommesstechnik:

Spannungs-, Strom- und Leistungsmessung , Widerstandsbestimmung.

Kompensation.

Sensorik:

Wandlungsprinzip, Empfindlichkeit, Genauigkeit, Störeinflüsse,

Ausführungsformen.

Oszilloskop:

Messanwendung, Messzubehör. Ausführungsformen.

IV. Jahrgang:

Signalwandler:

Analog/Digital- und Digital/Analogwandler. Abtastschaltung.

Wechselstrommesstechnik:

Spannungs-, Strom- und Leistungsmessung. Bestimmung von

Wechselstromwiderständen.

Steuerungstechnik:

Begriffe, Elemente. Steuerungsarten, Entwurfsmethoden. Pläne.

Realisierungsmöglichkeiten.

Regelungstechnik:

Begriffe, Regelkreisglieder.

Regelkreis:

Mathematische Beschreibung, dynamisches Verhalten, Stabilität.

Regelstrecken:

Identifikation, Beschreibung im Zeit- und Bildbereich.

V. Jahrgang:

Regelstrecken:

Rotierende und lineare Antriebe, thermische Strecken.

Stetige Regelung:

Inbetriebnahme, Abgleich, Stabilität, Optimierung. Kaskadierte

Regelung. Proportional- und Servohydraulik.

Unstetige Regelung:

Zweipunktregler, Dreipunktregler,Anwendungskriterien.

Regelsysteme:

Rechnergestützte Regelung; zentrale und dezentrale Systeme.

Fernmessung und Datenübertragung:

Analoge und digitale Verfahren; elektromagnetische Verträglichkeit.

2.3 MECHANIK UND AUTOMATION

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Kinematik bei allgemeiner Bewegung:

Geschwindigkeit, Beschleunigung, Relativbewegung.

Dynamik:

Impuls, Stoß, Massenträgheit, Energie, allgemeine Bewegung.

Festigkeit:

Knickung, zusammengesetzte Beanspruchung.

Maschinenelemente:

Getriebe, Gewindetriebe, Zugmitteltriebe. Kupplungen, Bremsen,

Dämpfungen.

IV. Jahrgang:

Mechanik der Flüssigkeiten und Gase:

Hydrostatik. Hydrodynamik. Strömungsarten, Flüssigkeitsreibung, Bernoulli`sche Gleichung. Ähnlichkeitsgesetze. Gasgesetze, Zustandsänderungen.

Maschinenelemente:

Positioniersysteme, Antriebe. Elemente der Hydraulik (Pumpen,

Motore, Ventile, Zylinder, Speicher, Leitungen, Proportional- und Servoelemente).

Wärmeübertragung:

Leistung, Konvektion, Strahlung.

V. Jahrgang:

Schwingungen:

Freie und erzwungene Schwingungen mit und ohne Dämpfung; Biege- und Torsionsschwingungen, Anwendungen der Modalanalyse.

Rechnergestützte Methoden der Mechanik:

Numerische Methoden. Finite Elemente, Roboterkinematik.

Montageautomatisierung:

Teilezubringung, flexible Fertigungssysteme, Transfersysteme.

2.4 PROZESSRECHENTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Anwendungen:

Prozesse und Automatisierungsstrukturen. Ebenen der Automatisierung. Erfassen und Verarbeiten analoger Messwerte. Ausgaben von Analogen Signalen. Erfassen und Verarbeiten von Binärwerten.

Hardware:

Prozessrechner und Mikrocomputer. Periphere Geräte (Standardperipherie). Geräteanschlüsse (Busschnittstelle, Geräteschnittstellen). Betriebsarten. Prozessperipherie.

Software:

Assembler, Hochsprachen. Programme mit Zugriff auf Schnittstellen und Prozessperipherie. Anwendersoftware für Echtzeitaufgaben.

V. Jahrgang:

Anwendungen:

Erfassen und Verarbeiten von Analog- und Digitalwerten mit standardisierten Bussystemen. Regeln mit dem Mikrocomputer. Prozessvisualisierung. Verknüpfung von Prozessrechner und anderen Automatisierungsmitteln.

Hardware:

Lokale Netze in der Automatisierungstechnik. Standardisierte

Bussysteme.

Software:

Verknüpfung von Assembler und Hochsprachen. Software zum Betreiben

von Netzen und Bussystemen.

Kenngrößen von Systemen der Prozessdatenverarbeitung:

Belastbarkeit, Zuverlässigkeit, Reaktionszeit, Wirtschaftlichkeit.

Informationsverarbeitung:

Kanalkapazität. Codierung von Nachrichten, Störsicherheit.

Gebräuchliche Datenübertragungssysteme.

Breitbandkommunikationsnetze.

2.5 LABORATORIUM

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll

Lehrstoff:

III. bis V. Jahrgang:

Methoden:

Führung eines Übungsprotokolls und die Ausarbeitung eines Laboratoriumsberichtes. Qualitätsbewusstsein. Schutzmaßnahmen. Übungen zur Vertiefung von wirtschaftlichen, technischen und naturwissenschaftlichen Fachgegenständen entsprechend dem Reife- und Ausbildungsgrad der Schüler, vor allem auch unter Berücksichtigung wirtschaftlicher und ökologischer Aspekte.

Übungen aus den Lehrstoffbereichen der Pflichtgegenstände „Mechanik und Elemente der Mechatronik”, „Fertigungstechnik”, „Elektronik und Digitaltechnik”, „Elektrotechnik”, „Betriebstechnik und Qualitätsmanagement”, „Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik”, „Mechanik und Automation” und „Prozessrechentechnik”.

2.6 WERKSTÄTTENLABORATORIUM

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Arbeitsvorbereitung:

Rechnerunterstützte Arbeitsplanung und Arbeitssteuerung, Erstellung von Wartungsplänen, Beschaffungswesen; Lagerhaltung. Vor- und Nachkalkulation.

Fertigungsmesstechnik und Qualitätsmanagement:

Messen mit mechanischen und elektronischen Längenmessgeräten.

Lehren, Oberflächenmessung, Qualitätsdaten, Aufbereitung,

Qualitätsregelkarten, Qualitätsberichterstattung.

Fertigungstechnik:

CNC-Programmierung. Anwendung von verschiedenen Werkzeugen an

CNC-Maschinen.

V. Jahrgang:

Steuerungs- und Regelungstechnik:

Aufbau, Inbetriebnahme und Reparatur einfacher Steuerungen und Regelkreise. Prüfung, Abgleich und Optimierung von steuerungs- und regelungstechnischen Systemen auch unter Anwendung von analogen und digitalen Messgeräten.

Flexible Automation:

CAD-CAM-Kopplung. Anwendung von flexiblen Werkzeugsystemen und Handhabungseinrichtungen in der Fertigung.

Mikrocomputerrechnik:

Messungen und Fehlersuche an Mikrocomputersystemen. Aufbau und Inbetriebnahme von Mikrocontrollern und Signalprozessoren. Erstellen von Programmen für einfache Robotiksysteme.

PFLICHTPRAKTIKUM

Siehe Anlage 1.

C. FREIGEGENSTÄNDE, UNVERBINDLICHE ÜBUNGEN, FÖRDERUNTERRICHT

C.1 FREIGEGENSTÄNDE

KOMMUNIKATION UND PRÄSENTATIONSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll

Lehrstoff:

I. bis V. Jahrgang:

Kommunikation, Rhetorik und Redetechnik:

Rede- und Referatsvorbereitung, Sprachformulierungen,

Präsentationshilfen.

Präsentation:

Technischer und strategischer Aufbau, Gestaltung von

Präsentationsmitteln, technische Hilfsmittel.

Moderation:

Diskussionsführung, Zusammenfassen von Statements, Zeit- und Konfliktmanagement.

ZWEITE LEBENDE FREMDSPRACHE

Siehe Anlage 1.

C.2 UNVERBINDLICHE ÜBUNGEN

BEWEGUNG UND SPORT

Siehe Anlage 1.

C.3 FÖRDERUNTERRICHT

Siehe Anlage 1.

Jahrgangsweise gestaffeltes Inkrafttreten vgl. § 4 idF BGBl. II

Nr. 382/1998.

Anlage 1.3.1

LEHRPLAN DER HÖHEREN LEHRANSTALT FÜR ELEKTRONISCHE DATENVERARBEITUNG

UND ORGANISATION

I. STUNDENTAFEL *1)

(Gesamtstundenzahl und Stundenausmaß der einzelnen

Unterrichtsgegenstände)

```

```

Wochenstunden Lehrver-

A. Pflichtgegenstände pflich-

Jahrgang Summe tungs-

I. II. III. IV. V. gruppe

```

```

```

1.

Religion ............. 2 2 2 2 2 10 (III)

```

```

2.

Deutsch .............. 3 2 2 2 2 11 (I)

```

```

3.

Englisch ............. 2 2 2 3 2 11 (I)

```

```

4.

Geschichte und

```

politische Bildung ... - - - 2 2 4 III

```

5.

Leibesübungen ........ 2 2 2 1 1 8 (IVa)

```

```

6.

Geographie und

```

Wirtschaftskunde ..... 2 2 - - - 4 (III)

```

7.

Wirtschaft und Recht . - - - - 2 2 III

```

```

8.

Angewandte Mathematik 4 4 3 2 2 15 (I)

```

```

9.

Angewandte Physik .... 2 2 2 2 - 8 (II)

```

```

10.

Angewandte Chemie und

```

Ökologie ............. 3 2 - - - 5 II

```

11.

Grundlagen der

```

Elektronischen

Datenverarbeitung .... 4 5 - - - 9 I

```

12.

Prozessregelung und

```

Rechnerverbund mit

Laborübungen *2) ..... - - 4 4 2 10 I

```

13.

Programmieren *3) .... 4 7 4 - - 15 I

```

```

14.

EDV-Betriebssysteme .. - - 3 - - 3 I

```

```

15.

Angewandte

```

Datentechnik ......... - - 4 - - 4 I

```

16.

Projektentwicklung *4) - - 2 3 7 12 I

```

```

17.

Rechnungswesen *5) ... 2 3 2 - - 7 I

```

```

18.

Betriebliche

```

Organisation ......... 2 2 3 - - 7 II

```

19.

Computergestützte

```

Textverarbeitung ..... 3 - - - - 3 III

Pflichtgegenstände der

schulautonomen

Ausbildungsschwerpunkte

gemäß Abschnitt B ........ - - - 14 13 27

```

```

Gesamtwochenstundenzahl .. 35 35 35 35 35 175

```

```

Wochenstunden Lehrver-

B. Pflichtgegenstände pflich-

der schulautonomen Jahrgang Summe tungs-

Ausbildungsschwerpunkte IV. V. gruppe

```

```

B.1 Kommerzielle

Datenverarbeitung

1.1 Programmieren *3) ...... 3 2 5 I

1.2 Angewandte Datentechnik

*6) .................... 3 2 5 I

1.3 System- und

Einsatzplanung *7) ..... 3 3 6 I

1.4 Rechnungswesen ......... 3 2 5 I

1.5 Betriebliche

Organisation ........... 2 2 4 II

1.6 Betriebs- und

Führungspraxis ......... - 2 2 III

Wochenstundenzahl B.1 .. 14 13 27

B.2 Netzwerktechnik

2.1 Datenbanksysteme ....... 2 - 2 I

2.2 Netzwerktechnologien *8) 3 4 7 I

2.3 Telekommunikation *7) .. 2 3 5 I

2.4 Hardwarepraktikum *9) .. 3 - 3 I

2.5 Komplexe Systeme *7) ... 2 2 4 I

2.6 Datensicherheit und

Datenschutz ............ 2 - 2 I

2.7 Kommunikation in Netzen - 2 2 II

2.8 Qualitätsmanagement .... - 2 2 II

Wochenstundenzahl B.2 .. 14 13 27

B.3 Medientechnik und

Medienwirtschaft

3.1 Datenbanksysteme ....... 2 - 2 I

3.2 Multimediatechniken *8) 3 4 7 I

3.3 Telekommunikation *7) .. 2 3 5 I

3.4 Multimedia-Hardware *9) 3 - 3 I

3.5 Multimediapublikationen

in Netzen *7) .......... 2 2 4 II

3.6 Kommunikation in Netzen - 2 2 II

3.7 Medienwirtschaft ....... 2 2 4 III

Wochenstundenzahl B.3 .. 14 13 27

```

```

Pflichtpraktikum ....... mindestens 8 Wochen in der

unterrichtsfreien Zeit vor Eintritt

in den V. Jahrgang

```

```

Wochenstunden Lehrver-

C. Freigegenstände, pflich-

Unverbindliche Übungen Jahrgang tungs-

Förderunterricht I. II. III. IV. V. gruppe

```

```

C.1 Freigegenstände

Zweite lebende

Fremdsprache *10) .... 2 2 2 2 2 (I)

Kommunikation und

Präsentationstechnik . 2 2 2 2 2 (I)

C.2 Unverbindliche

Übungen

Leibesübungen ....... 2 2 2 2 2 (IVa)

C.3 Förderunterricht *11)

Deutsch

Englisch

Angewandte Mathematik

Fachtheoretische

Pflichtgegenstände

```

```

1) Durch schulautonome Lehrplanbestimmungen kann von dieser Stundentafel im Rahmen des Abschnittes III abgewichen werden. 2) Mit Übungen im Laboratorium im Ausmaß von 2 Wochenstunden im III. Jahrgang und 2 Wochenstunden im IV. Jahrgang.

3) Mit Übungen in Elektronischer Datenverarbeitung im Ausmaß von je 4 Wochenstunden im I., II. und III. Jahrgang und im schulautonomen Ausbildungsschwerpunkt „Kommerzielle Datenverarbeitung'' im Ausmaß von 3 Wochenstunden im IV. und 2 Wochenstunden im V. Jahrgang. 4) Mit Übungen in Elektronischer Datenverarbeitung im Ausmaß von 2 Wochenstunden im IV. und 5 Wochenstunden im V. Jahrgang. *5) Mit Übungen in Elektronischer Datenverarbeitung im Ausmaß von 2 Wochenstunden im II. Jahrgang.

*6) Mit Übungen in Elektronischer Datenverarbeitung im Ausmaß von 2 Wochenstunden im IV. und V. Jahrgang.

*7) Mit Übungen in Elektronischer Datenverarbeitung im Ausmaß von 2 Wochenstunden im V. Jahrgang.

8) Mit Übungen in Elektronischer Datenverarbeitung im Ausmaß von 3 Wochenstunden im IV. und 2 Wochenstunden im V. Jahrgang. 9) Mit Übungen in Elektronischer Datenverarbeitung im Ausmaß von 2 Wochenstunden im IV. Jahrgang.

*10) In Amtsschriften ist die Bezeichnung der Fremdsprache anzuführen.

*11) Bei Bedarf parallel zum jeweiligen Pflichtgegenstand bis zu 16 Wochenstunden pro Schuljahr; Einstufung wie der entsprechende Pflichtgegenstand.

II. ALLGEMEINES BILDUNGSZIEL

Siehe Anlage 1.

Fachrichtungsspezifische Bildungsziele:

Die Höhere Lehranstalt für Elektronische Datenverarbeitung und Organisation vermittelt neben einer fundierten Allgemeinbildung - ua. technischem Englisch - EDV-Kenntnisse sowohl auf dem Gebiet der Software als auch Hardware, Planung und Abwicklung von Projekten, insbesondere auf dem Gebiet der Softwareentwicklung, sowie kaufmännische Kenntnisse in betrieblicher Organisation und Rechnungswesen. Durch die praxisnahe Ausbildung erfolgt eine Vorbereitung auf Führungsaufgaben in verschiedensten Betrieben, Planungsbüros und öffentlichen Ämtern.

Diese allgemeine Fachausbildung wird durch drei alternative Ausbildungsschwerpunkte vertieft:

Die Haupteinsatzgebiete der Absolventen liegen in der Analyse, Betreuung und Administration von Computer- und Netzwerksystemen, Erstellung, Test und Wartung von Software, sowie als Organisator und Controller in verschiedensten Unternehmensbereichen.

Das Tätigkeitsspektrum reicht von der Sachbearbeitung bis zur leitenden Funktion im mittleren Management eines Klein-, Mittel- oder Großbetriebes.

III. SCHULAUTONOME LEHRPLANBESTIMMUNGEN, DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE

Siehe Anlage 1.

IV. LEHRPLÄNE FÜR DEN RELIGIONSUNTERRICHT

Siehe Anlage 1.

V. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN DER UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE; AUFTEILUNG

DES LEHRSTOFFES AUF DIE SCHULSTUFEN

A. PFLICHTGEGENSTÄNDE

„Deutsch'', „Englisch'', „Geschichte und politische Bildung'', „Leibesübungen'' und „Geographie und Wirtschaftskunde'':

Siehe Anlage 1.

7.

WIRTSCHAFT UND RECHT

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll die im Fachgebiet bedeutsamen Rechtsvorschriften kennen.

Lehrstoff:

V. Jahrgang:

Unternehmerrecht:

Privatrecht, Handelsrecht (Kaufmann, Firmenbuch, Dienstleistungen, Handelsgeschäfte, Handelskauf). Wettbewerbsrecht. Gewerberecht (Antritt und Ausübung eines Gewerbes). Schutz geistigen Eigentums.

Vertragsrecht:

Formale Gesichtspunkte (Zustandekommen von Verträgen, Auslegungsfragen, Nebenabreden, Rücktritt, Vertragsbruch, Schadenersatz).

Verträge der Eigentumsübertragung, der Arbeitsleistung (Werkvertrag, Werklieferungsvertrag, Beförderungsvertrag, besondere Probleme von EDV-Leistungsverträgen, der Gebrauchsüberlassung (Mietvertrag, Pachtvertrag, Verwahrungsvertrag, Darlehensvertrag), der Geschäftsbesorgung, der Risikoübernahme.

Datenschutzgesetz:

Bestimmungen, Auslegungen, Verfahren.

Arbeitnehmerrecht:

Arbeitsrecht (Arbeitsvertrag, Rechte und Pflichten der Vertragspartner, Auflösung von Arbeitsverhältnissen; Angestelltengesetz; Arbeiter, Lehrling), Arbeitsschutz (Arbeitszeitschutz, allgemeiner und besonderer technischer Arbeitsschutz, Aushangpflicht; Sozialversicherung).

Fertigkeiten:

Handhabung von Gesetzen, Gesetzeskommentaren und öffentlichen Verzeichnissen. Abfassung einfacher Schriftstücke zu Problemen des Arbeitsrechts.

Weiterbildung:

Nachschlagwerke, Zeitschriften, Institutionen.

8.

ANGEWANDTE MATHEMATIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

Siehe Anlage 1.

Lehrstoff:

I. und II. Jahrgang:

Siehe Anlage 1.

III. Jahrgang:

Analysis: Zahlenfolgen, Grenzwert, Stetigkeit.

Differenzialrechnung (Differenzen- und Differenzialquotient, Ableitungsregeln, Anwendungen der Differenzialrechnung). Integralrechnung (bestimmtes und unbestimmtes Integral, Integration elementarer Funktionen, Anwendungen der Integralrechnung). Funktionen in zwei unabhängigen Variablen.

Numerische Mathematik:

Fehlerabschätzung und -fortpflanzung; Konditionsproblematik; numerische Methoden zum Lösen von Gleichungen, numerische Integration; Interpolation.

IV. Jahrgang:

Analysis:

Einfache Differenzen- und Differenzialgleichungen.

Lineare Algebra und analytische Geometrie:

Matrizen (Operationen, Anwendungen), Determinanten. Geraden und Ebenen; Kegelschnitte in Hauptlage.

V. Jahrgang:

Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik:

Diskrete und stetige Verteilungen, induktive Statistik (Parameterschätzung, Signifikanzprüfung). Statistische Methoden des Qualitätsmanagments. Anwendungen.

Aktuelle Themen der angewandten Mathematik mit besonderer Berücksichtigung der Fachrichtung.

III. bis V. Jahrgang:

Anwendungen aus dem Fachgebiet; Gebrauch der in der Praxis üblichen Rechenhilfen, rechnerunterstütztes Arbeiten in der Mathematik.

In Jahrgängen mit mindestens drei Wochenstunden vier Schularbeiten, sonst zwei Schularbeiten.

9.

ANGEWANDTE PHYSIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Allgemeine Physik:

Bedeutung und Arbeitsweise der Physik. Internationales

Einheitensystem (SI).

Mechanik des Massenpunktes:

Kinematik (Geschwindigkeit, Beschleunigung, drehende Bewegung, zusammengesetzte Bewegung). Dynamik (Trägheit, Kraft, Masse, die Newton'schen Axiome). Arbeit, Energie, Impuls, Energiesatz, Impulssatz, Leistung, Reibung. Zentralkräfte, Gravitation. Aeromechanik und Hydromechanik:Druck, Auftrieb, Strömungen. Molekularkräfte.

Elektrizität:

Elektrische Ladung, elektrisches Feld.

II. Jahrgang:

Schwingungen und Wellen:

Schwingungen und Wellen in Mechanik, Optik und Elektromagnetismus; Resonanz; Ausbreitung von Wellen, stehende Wellen, Interferenz, Beugung und Streuung; Modulation; Akustik.

Wellen- und Strahlenoptik:

Interferenz, Beugung, Reflexion, Brechung, Polarisation,

Dispersion, Auflösungsvermögen optischer Geräte, Dualismus des Lichtes.

Optik:

Reflexion, Brechung, Totalreflexion, Lichtgeschwindigkeit; Abbildung durch optische Systeme. Beugung am Spalt und am Gitter, Auflösungsvermögen optischer Geräte, Interferenz dünner Schichten, Polarisation, Spannungsoptik, Streuung. Licht und Farbe, Emissions- und Absorptionsspektren; Photometrie.

III. Jahrgang:

Elektrizität und Magnetismus:

Elektrischer Strom. Wirkungen des elektrischen Stromes.

Elektrische Leitung in Festkörpern, Flüssigkeiten und Gasen. Aufbau des magnetischen Feldes, magnetische Eigenschaften der Stoffe, magnetische Felder von Strömen. Elektromagnetische Induktion.

Elektrische Leitung im Vakuum. Elektromagnetische Schwingungen und Wellen. Technische Anwendungen der Elektrodynamik und Impulstechnik.

Digitalelektronik:

Bauelemente, Gatter, Schaltungen. Optoelektronik.

IV. Jahrgang:

Thermodynamik:

Temperatur; Wärmeenergie, Wärmetransport, Wärmedämmung; Zustandsgleichung der idealen Gase (Aggregatszustände, Zustandsdiagramme); Hauptsätze der Wärmelehre, Gaskinetik, Diffusion. Gesetze der Temperaturstrahlung.

Grundgedanken der Quantenmechanik:

Welle-Teilchen-Dualismus, Energiequantisierung, Unschärferelation,

Materiewellen. Laser.

Grundgedanken der Relativitätstheorie:

Konstanz der Lichtgeschwindigkeit, Äquivalenz von Masse und Energie, Raum-Zeit-Kontinuum, Gedankenexperimente.

Atom- und Kernphysik:

Aufbau der Atome und Kerne, Radioaktivität; Kernspaltung,

Kernverschmelzung; Wirkung radioaktiver Strahlung, Strahlenschutz,

Anwendung radioaktiver Isotope.

Energienutzung:

Technologien der Energienutzung und -umwandlung;

Energieversorgung; Nutzung der Solarenergie; Entropie und ökologisches Gleichgewicht; Energiehaushalt der Erde.

10.

ANGEWANDTE CHEMIE UND ÖKOLOGIE

11.

GRUNDLAGEN DER ELEKTRONISCHEN DATENVERARBEITUNG

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Daten und Datenträger:

Begriff der Datenverarbeitung, Daten und Programme, Codes, Arten der Datenträger, periphere Geräte zur Erfassung und Verwaltung von Daten.

EDV-System:

Funktion und Aufbau der Bestandteile, Betriebsarten, Anwendungsbereiche. Zusammenwirken von Hard- und Software.

Zahlensysteme:

Darstellung, Verknüpfung und Umrechnung von Zahlen in beliebigen Zahlensystemen, rechnerinterne Zahlendarstellung und Zahlenverarbeitung.

Aussagenlogik:

Boolesche Algebra. Aussagenlogische Verknüpfungen, Übertragung von Sachverhaltsdarstellungen im Deutschen in aussagenlogische Symbolik und umgekehrt, Wahrheitsfunktionen, Tautologien, Kontradiktionen, Einsetzung und Ersetzung; Junktorenbasen und Normalformen. Vereinfachung von aussagenlogischen Ausdrücken.

II. Jahrgang:

Schaltalgebra:

Anwendung der Aussagenlogik auf Schaltkreise, Analyse und Synthese von Schaltungen, kombinatorische und sequenzielle Bausteine, Darstellungsarten.

Hardware:

Rechnerarchitekturen; Überblick über den aktuellen

Entwicklungsstand.

Softwaretechnik:

Grundlegende Algorithmen; Standard-Software, Individual-Software;

System- und Anwendungs-Software.

Programmiersprachen:

Übersicht, Merkmale, Anwendungsbereiche, Meta- und Objektsprache,

syntaktische Beschreibungsmethoden von Programmiersprachen.

Syntaxanalyseverfahren für Sprachen.

Logik:

Prädikatenlogik, mehrwertige Logik.

12.

PROZESSREGELUNG UND RECHNERVERBUND MIT LABORÜBUNGEN

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Datenaustausch zwischen Rechner und Peripherie, (Aufbau und Programmierung von Bussystemen und Schnittstellen). Grundlagen der Mess- und Prozesstechnik. Grundlagen der Datenkommunikation. DFÜ-Softwareschichten (Grundlagen und Implementierung von Protokollen). Hardware- und Softwarekomponenten von DFÜ-Systemen. Öffentliche Telekommunikations- und Datendienste.

IV. Jahrgang:

Netzwerkplanung.

Implementierung und Administration von Netzwerken.

Programmieren verteilter Anwendungen in lokalen und Weitverkehrsnetzwerken. Netzwerkdienste. Netzwerksicherheit.

V. Jahrgang:

Netzwerkmanagement.

Steuerung und Regelung:

Begriffe. Automatisierung. Der Computer als Steuer- und Regelorgan, Aufbau von Steuer- und Regelkreisen.

Im IV. und V. Jahrgang spezifische Themen des jeweiligen schulautonomen Ausbildungsschwerpunkts.

13.

PROGRAMMIEREN

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Algorithmik:

Logischer Ablauf von Programmen (Eingabe, Verarbeitung, Ausgabe). Konstrukte der Ablaufsteuerung, Darstellungsformen.

Erste Programmiersprache:

Semantik und Syntax. Entwerfen, Kodieren, Testen von Programmen, Fehlersuche, Programmdurchführung. Zusammenhang mit dem verwendeten Betriebssystem.

Programmiermethoden:

Hilfsmittel, Standards und unterstützende Software für die Erstellung von Programmabläufen.

II. Jahrgang:

Algorithmik:

Vergleichende Betrachtung von verschiedenen Strukturdiagrammen,

Problemanalysen, Modellbildung.

Programmiersprachen:

Semantik und Syntax ohne Organisation größerer Datenmengen. Entwerfen, Kodieren, Testen von Programmen, Fehlersuche, Programmdurchführung.

Verbindung von Programmteilen und Integration von Bibliotheken.

Programmiermethoden:

Modularisierung. Softwarelebenszyklus. Prinzipien der modernen Programmiermethoden. Einsatzmöglichkeiten von Programmierwerkzeugen.

III. Jahrgang:

Programmiersprachen:

Organisation größerer Datenmengen. Programmoptimierung hinsichtlich Laufzeit, Sicherheit und Wartungsfreundlichkeit. Programmdokumentation. Jeweilige Besonderheiten der bisher erlernten Sprachen. Ableiten von Kriterien zur Wahl der für ein Problem geeignetsten Programmiersprache.

Abfragesprachen. Dialogverarbeitung.

Programmieranwendungen:

Programme und Programmodule (kaufmännische und technische Themen),

Anwendung der Speicherung von Massendaten.

14.

EDV-BETRIEBSSYSTEME

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Aufgaben des Betriebssystems:

Programmübersetzung, Datenmanagement (physische Speicherung, Umsetzen der logischen in die physische Ein- und Ausgabe), Jobsteuerung, Systemsteuerung, Verbesserung von Durchsatz und Auslastung zur Programm- und Datenpflege, Netzwerkfähigkeit.

Betriebssystemaufbau:

Systemkern, Monitore, Bibliothekskonzepte, Systemdateien, betriebsicherheitsrelevante Schutzmechanismen. Konzepte der Systemprogrammierung, relevante Dienst- und Hilfsprogramme.

Arten von Betriebssystemen:

Unterschiede von Betriebsformen und ihre technische Realisierung, Betriebssysteme und Anwendungen, anwendungsoptimale Betriebssysteme, anwendungspezifische Betriebssysteme.

Systemdesign:

Hardwarebedarf, modularer Aufbau von Betriebssystemen,

Systemgenerierung.

15.

ANGEWANDTE DATENTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Datenerfassungssysteme im betrieblichen Umfeld. Datenträger. Dateiverwaltung auf Betriebssystemebene. Interne und externe Speicherungs- und Adressierungsformen. Organisations- und Zugriffsformen bei Dateien. Grundlagen der Datenmodellierung. Sprachen für die Datendefinition und -verwaltung. Grundlagen der Datenintegrität.

16.

PROJEKTENTWICKLUNG

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Methoden des Projektmanagement:

Methoden zur Findung, Setzung und Bewertung von Zielen;

Projektorganisation (Teambildung, Funktionen, Verantwortungen);

Steuerung und Kontrolle; Kommunikation und Dokumentation (Projektberichte).

Projektphasen:

Projektidee, Vorstudie (Machbarkeitsstudie, Variantenbildung, Projektentscheid, Projektauftrag), Projektplanung (Definition, Analyse, Realisierungsplanung), Projektdurchführung (Implementierung, Test, Integration), Wartung. Phasenmodelle.

Methoden im Software-Engineering-Projekt:

Zeit- und Kostenplanung, Methoden zur Istzustands-Aufnahme und Istzustands-Analyse, Darstellungstechniken, Methoden zur Strukturierung und für den Entwurf. Testen und Qualitätssicherung.

Kommunikation und Dokumentation:

Pflichtenheft, Projektdokumentation, Produktdokumentation, Online-Hilfe; Kommunikation im Team, Verhandeln mit Partnern, Moderation und Präsentation.

IV. Jahrgang:

Computerunterstützte Projektentwicklung:

Computerunterstützung bei Teamarbeit, Kosten- und Zeitschätzung, bei Entwurf, Realisierung, Wartung und Dokumentation.

Fallstudien:

Fallstudien aus den Bereichen der Betriebswirtschaft, der betrieblichen Organisation und technischen Teilbereichen. Einfache, angeleitete Projekte; Projektreflexion.

V. Jahrgang:

Fallstudien:

Komplexe Fallstudien (betriebliche Funktionsbereiche, integrierte Datenverarbeitung, bereichsübergreifende Aufgaben. Mitwirkung an interdisziplinären Aufgaben.)

Praxisprojekt:

Durchführung eines komplexen, arbeitsteilig zu bewältigenden Projektes für betriebswirtschaftlich-technisch orientierte Endbenutzer, Integration beim Kunden.

Im IV. und V. Jahrgang spezifische Themen des jeweiligen schulautonomen Ausbildungsschwerpunkts.

17.

RECHNUNGSWESEN

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Grundlagen des Rechnungswesens:

Begriff, Gliederung und Aufgaben des Rechnungswesens. Rechtliche Grundlagen mit besonderer Berücksichtigung der EDV-Buchhaltung. Belegwesen. Buchhaltungssysteme.

Doppelte Buchhaltung:

Begriff und Merkmale, Arten der Bücher, Bilanz. Kontenrahmen und Kontenplan.

Eröffnung der Konten, Verbuchung laufender Geschäftsfälle im Hauptbuch, Hauptbuchabschluss.

Steuern:

Umsatzsteuer (Begriff, rechtliche Grundlagen, Auswirkungen im Beschaffungs- und Absatzbereich)

II. Jahrgang:

Bilanzlehre:

Bilanzierungsgrundsätze, Bewertung der einzelnen Aktiva und Passiva, ausgewählte Kennzahlen.

Doppelte Buchhaltung (mit Buchhaltungsprogrammen):

Vertiefung der Verbuchung laufender Geschäftsfälle im Hauptbuch.

Einsatz von Buchhaltungsprogrammen.

III. Jahrgang:

Kostenrechnung:

Aufgaben und Stellung der Kostenrechnung im Rechnungswesen, Kostenbegriff, Kostenarten, Vollkostenrechnung (Kostenartenrechnung, Kostenstellenrechnung, Kostenträgerrechnung), Erfolgsrechnung, Teilkostenrechnung als Instrument der Unternehmensführung (Begriffe, Anwendungen).

Grundzüge der Personalverrechung.

18.

BETRIEBLICHE ORGANISATION

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Wirtschaftliche Grundbegriffe:

Elemente der Wirtschaft, Markt, Betrieb, Unternehmen.

Rechtliche Grundlagen der betrieblichen Leistungserstellung:

Rechtsformen der Unternehmung, Kaufmann, Firma, Firmenbuch; Mitarbeiter.

Kaufvertrag.

II. Jahrgang:

Grundlagen der Organisation:

Organisationsbegriff, Grundlagen, Aufbau- und Ablauforganisation.

Betriebliche Leistungserstellung und deren Organisation allgemein:

Materialwirtschaft, Marketing.

Betriebliche Leistungsbereiche unter besonderer Berücksichtigung des EDV-Einsatzes (warenproduzierende Betriebe):

Forschung und Entwicklung, Produktion, Qualitätskontrolle, Auftragsbearbeitung.

Lösung funktioneller Problemstellungen; Einsatz von EDV-Systemen, die diesen Bereich unterstützen.

III. Jahrgang:

Branchenspezifische Besonderheiten der betrieblichen Leistungsbereiche unter besonderer Berücksichtigung des EDV-Einsatzes (nicht warenproduzierende Betriebe):

Die Erstellung von Dienstleistungen, Handel (mit Warenwirtschaftssystem), Banken, Versicherungen, öffentliche Verwaltung und sonstige Dienstleistungsbereiche.

Organisation:

Organisationsmodelle und deren Darstellung, Phasen der Organisation (Organisationskreislauf, Reorganisation), Widerstände, formale und informale Organisation, Methoden und Techniken der Durchführung und Dokumentation in den einzelnen Phasen; Organisationsprojekte.

Lösung organisatorischer Problemstellungen; Einsatz von EDV-Systemen, die diesen Bereich unterstützen.

19.

COMPUTERUNTERSTÜTZTE TEXTVERARBEITUNG

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Normen und Usancen:

Wesen und Art der Formatanordnung und der formalen Gliederung; äußere Form kaufmännischer Schriftstücke; genormte und ungenormte Geschäftsbriefe; Ausführung von Schriftstücken nach Konzepten und ungegliederten Vorlagen.

Textverarbeitung:

Computerunterstütztes Anlegen, Bearbeiten, Speichern, Ausdrucken und Versenden von Schriftstücken nach handschriftlichen und maschinschriftlichen Unterlagen sowie nach Diktat und von Datenträgern.

Erstellen von Serien- und Standardbriefen; Bausteinkorrespondenz. Einbindung von aktuellen Tabellenkalkulations- und Grafikprogrammen. Ergonomie am Bildschirmarbeitsplatz.

B. PFLICHTGEGENSTÄNDE DER SCHULAUTONOMEN AUSBILDUNGSSCHWERPUNKTE

B.1 KOMMERZIELLE DATENVERARBEITUNG

1.1. PROGRAMMIEREN

Fortführung des Pflichtgegenstandes „Programmieren'' im Abschnitt A.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Programmieranwendungen:

Programme und Programmodule (kaufmännische und technische Themen), Anwendung der Speicherung von Massendaten. Bildschirmprogrammierung.

Unterstützende Software:

Benutzeroberflächen. Anwendung und Adaptierung von Generatoren und Fremdsoftware. Bibliotheken. Prototyping.

Systemprogrammierung:

Interprozesskommunikation. Systemnahe Software.

V. Jahrgang:

Aktuelle Anwendungen (Aufgabenarten, praktische Umsetzung). Portabilitätsüberlegungen. Vertiefung der praktischen Kenntnisse durch theoretischen Unterbau.

1.2 ANGEWANDTE DATENTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Datenmodelle mit Implementierungen. Relationenmodell und Normalformen. Konzeptioneller Datenbankentwurf. Datenmodellierung für Standardaufgaben der betrieblichen Datenorganisation. Sprachen für die Datenbankadministration, für komplexe Datenkbankabfragen und Datenmanipulationen; Schnittstellen zu Programmiersprachen. Datenverschlüsselung und Datenkomprimierung.

V. Jahrgang:

Transaktionsverarbeitung und Datenkonsistenz. Interne Organisation von Datenbanksystemen unter Berücksichtigung von Massendaten und hohem Transaktionsvolumen. Performance-Analyse und -Verbesserung. Verteilte Datenhaltung. Sicherheits- und Sicherungsstrategien. Datenbank-Programmiertechniken mit Implementierungsbeispielen. Realisierung von betrieblichen Anwendungen vom Entwurf bis zur Implementierung.

1.3 SYSTEM- UND EINSATZPLANUNG

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll

Lehrstoff:

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