Verordnung der Bundesministerin für Gesundheit und Konsumentenschutz über den Zusatz von Farbstoffen zu Lebensmitteln und Verzehrprodukten (Farbstoffverordnung) (CELEX-Nr.: 394L036, 395L045 und 395L002)
CaPsicum annuum L.) gewonnen und enthält
die wichtigsten Farbstoffe dieses
Gewürzes. Capsanthin und Capsorubin sind
die Hauptfarbstoffe von Paprikaextrakt.
Zahlreiche weitere Farbstoffverbindungen
sind vorhanden.
Für die Extraktion dürfen nur die
folgenden Lösungsmittel verwendet werden:
Methanol, Ethanol, Aceton, Hexan,
Dichlormethan, Ethylacetat und
Kohlendioxid.
Klasse Carotinoid
EINECS Capsanthin: 207-364-1, Capsorubin:
207-425-2
Chemische Bezeichnung Capsanthin: (3R, 3`S, 5`R)-3,3`-Dihydro-
xy-Beta,k-carotin-6-on
Capsorubin: (3S, 3`S, 5R, 5R`)-3,3`-Dihy-
droxy-k,k-carotin-6,6`-dion
Chemische Formeln Capsanthin: C tief 40 H tief 56 O tief 3
Capsorubin: C tief 40 H tief 56 O tief 4
Molekulargewicht Capsanthin: 584,85
Capsorubin: 600,85
Gehalt Paprikaextrakt: insgesamt mindestens 7,0%
Carotinoide
Capsanthin/Capsorubin: mindestens 30% der
Carotinoide insgesamt
1%
E 2 100 bei ca. 462 nm in Aceton
1 cm
Beschreibung dunkelrote, zähe Flüssigkeit
Merkmale
A. Spektrometrie Maximum in Aceton bei ca. 462 nm
B. Farbreaktion Ein Tropfen Extrakt in 2-3 Tropfen
Chloroform mit einem Tropfen
Schwefelsäure ergibt eine intensive blaue
Farbe.
Reinheit
Lösungsmittelrückstände Ethylacetat )
Methanol ) einzeln oder zusammen
Ethanol ) höchstens 50 mg/kg
Aceton )
Hexan )
Dichlormethan höchstens 10 mg/kg
Capsaicin höchstens 250 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 10 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Schwermetalle (als Pb) höchstens 40 mg/kg
E 160d LYCOPIN
Synonyme Natural Yellow 27, Tomaten-oleoresin
Definition Lycopin wird durch
Lösungsmittelextraktion aus natürlichen
Arten roter Tomaten (Lycopersicon
esculentum L.) gewonnen. Das
Lösungsmittel wird danach entfernt. Nur
die folgenden Lösungsmittel dürfen
verwendet werden: Dichlormethan,
Kohlendioxid, Ethylacetat, Aceton,
Propan-2-ol, Methanol, Ethanol und Hexan.
Der Hauptfarbstoff in Tomaten ist
Lycopin; ferner können kleinere Mengen
anderer Carotenoid-Pigmente vorhanden
sein. Daneben kann das Produkt in Tomaten
natürlich vorkommende Öle, Fette, Wachse
und Aromastoffe enthalten.
Klasse Carotinoid
CI-Nr. 75125
Chemische Bezeichnung Lycopin, Psi,Psi-Carotin
Chemische Formel C tief 40 H tief 56
Molekulargewicht 536,85
Gehalt insgesamt mindestens 5,0% Farbstoffe
1%
E 3 450 bei ca. 472 nm in Hexan
1 cm
Beschreibung dunkelrote zähe Flüssigkeit
Merkmale
A. Spektrometrie Maximum in Hexan bei ca. 472 nm
Reinheit
Lösungsmittelrückstände Ethylacetat )
Methanol )
Ethanol ) einzeln oder zusammen
Aceton ) höchstens 50 mg/kg
Hexan )
Propan-2-ol )
Dichlormethan höchstens 10 mg/kg
Sulfatasche höchstens 0,1%
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 10 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Schwermetalle (als Pb) höchstens 40 mg/kg
E 160e BETA-APO-8`-CAROTENAL (C 30)
Synonyme CI Food Orange 6, Beta Apocarotine
Definition Diese Spezifikationen gelten für fast
alle Trans-Isomere von
Beta-apo-8`-Carotenal mit geringeren
Mengen anderer Carotinoide. Verdünnte und
stabilisierte Verbindungen werden aus
Beta-apo-8`-Carotenal hergestellt, das
diesen Spezifikationen entspricht. Dazu
gehören Lösungen oder Suspensionen von
Beta-apo-8`-Carotenal in genießbaren
Fetten oder Ölen, Emulsionen und in
Wasser dispergierbaren Pulvern. Diese
Zubereitungen können unterschiedliche
Verhältnisse von Cis- und Trans-Isomeren
aufweisen.
Klasse Carotinoid
CI-Nr. 40820
EINECS 214-171-6
Chemische Bezeichnung Beta-apo-8`-Carotenal,
Trans-Beta-apo-8`-Carotinaldehyd
Chemische Formel C tief 30 H tief 40 O
Molekulargewicht 416,65
Gehalt insgesamt mindestens 96% Farbstoffe
1%
E 2 640 bei ca. 460 nm-462 nm in
1 cm
Cyclohexan
Beschreibung dunkelviolette, metallisch glänzende
Kristalle oder kristallines Pulver
Merkmale
A. Spektrometrie Maximum in Cyclohexan bei 460 nm-462 nm
Reinheit
Sulfatasche höchstens 0,1%
Nebenfarbstoffe Carotinoide außer Beta-apo-8`-Carotenal:
höchstens 3,0% der Farbstoffe insgesamt
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 10 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Schwermetalle (als Pb) höchstens 10 mg/kg
E 160f BETA-APO-8`-CAROTINSÄURE-ETHYLESTER (C 30)
Synonyme CI Food Orange 7,
Beta-apo-8`-Carotinester,
Carotinsäureester
Definition Diese Spezifikationen gelten für fast
alle Trans-Isomere von
Beta-apo-8`-Carotinsäure-Ethylester mit
geringeren Mengen anderer Carotinoide.
Verdünnte und stabilisierte Verbindungen
werden aus
Beta-apo-8`-Carotinsäure-Ethylester
hergestellt, der diesen Spezifikationen
entspricht. Dazu gehören Lösungen oder
Suspensionen von
Beta-apo-8`-Carotinsäure-Ethylester in
genießbaren Fetten oder Ölen, Emulsionen
und in Wasser dispergierbaren Pulvern.
Diese Zubereitungen können
unterschiedliche Verhältnisse von Cis-
und Trans-Isomeren aufweisen.
Klasse Carotinoid
CI-Nr. 40825
EINECS 214-173-7
Chemische Bezeichnung Beta-apo-8`-Carotinsäure-Ethylester,
Ethyl-8`-apo-Beta-carotin-8`oat
Chemische Formel C tief 32 H tief 44 O tief 2
Molekulargewicht 460,70
Gehalt insgesamt mindestens 96% Farbstoffe
1%
E 2 550 bei ca. 449 nm in Cyclohexan
1 cm
Beschreibung rote bis violettrote Kristalle oder
kristallines Pulver
Merkmale
A. Spektrometrie Maximum in Cyclohexan bei ca. 449 nm
Reinheit
Sulfatasche höchstens 0,1%
Nebenfarbstoffe Carotinoide außer
Beta-apo-8`-Carotinsäure-Ethylester:
höchstens 3,0% der Farbstoffe insgesamt
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 10 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Schwermetalle (als Pb) höchstens 40 mg/kg
E 161b LUTEIN
Synonyme Gemischte Carotinoide, Xantophylle
Definition Lutein wird durch Lösungsmittelextraktion
aus natürlichen Arten eßbarer Früchte und
Pflanzen und Gras-, Luzerne- (Alfalfa)
und Tagetes-erecta-Arten gewonnen.
Hauptfarbstoffe sind Carotinoide, vor
allem Lutein und dessen Fettsäureester.
Hinzu kommen unterschiedliche Mengen
Carotine. Darüber hinaus kann Lutein
Fette, Öle und Wachse enthalten, die im
Pflanzenmaterial natürlich vorkommen.
Nur die folgenden Lösungsmittel dürfen
verwendet werden: Methanol, Ethanol,
Propan-2-ol, Hexan, Aceton,
Methylethylketon, Dichlormethan und
Kohlendioxid.
Klasse Carotinoid
EINECS 204-840-0
Chemische Bezeichnung 3,3`-Dihydroxy-d-carotin
Chemische Formel C tief 40 H tief 56 O tief 2
Molekulargewicht 568,88
Gehalt insgesamt mindestens 4,0% Farbstoffe,
angegeben als Lutein
1% 2 550 bei ca. 445 nm in
E Chloroform/Ethanol (10+90) oder in
1 cm Hexan/Ethanol/Aceton (80+10+10)
Beschreibung dunkle, gelbbraune Flüssigkeit
Merkmale
A. Spektrometrie Maximum in Chloroform/Ethanol (10+90) bei
ca. 445 nm
Reinheit
Lösungsmittelrückstände Aceton )
Methylethylketon ) einzeln oder
Methanol ) zusammen höchstens
Ethanol ) 50 mg/kg
Propan-2-ol )
Hexan )
Dichlormethan höchstens 10 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 10 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Schwermetalle (als Pb) höchstens 40 mg/kg
E 161g CANTHAXANTHIN
Synonyme CI Food Orange 8
Definition Diese Spezifikationen gelten für fast
alle Trans-Isomere von Canthaxanthin mit
geringeren Mengen anderer Carotinoide.
Verdünnte und stabilisierte Verbindungen
werden aus Canthaxanthin hergestellt, das
diesen Spezifikationen entspricht. Dazu
gehören Lösungen oder Suspensionen von
Canthaxanthin in genießbaren Fetten oder
Ölen, Emulsionen und in Wasser
dispergierbaren Pulvern. Diese
Zubereitungen können unterschiedliche
Verhältnisse von Cis- und Trans-Isomeren
aufweisen.
Klasse Carotinoid
CI-Nr. 40850
EINECS 208-187-2
Chemische Bezeichnung Beta-Carotin-4,4`-dion, Canthaxanthin,
4,4`-dioxo-Beta-carotin
Chemische Formel C tief 40 H tief 52 O tief 2
Molekulargewicht 564,86
Gehalt insgesamt mindestens 96% Farbstoffe,
angegeben als Canthaxanthin
1%
E 2 200 bei ca. 485 nm in Chloroform
1 cm
bei ca. 468 nm-472 nm in
Cyclohexan
bei ca. 464 nm-467 nm in
Petroleumether
Beschreibung intensiv violette Kristalle oder
kristallines Pulver
Merkmale
A. Spektrometrie Maximum in Chloroform bei ca. 485 nm
Maximum in Cyclohexan bei 468 nm-472 nm
Maximum in Petroleumether bei
464 nm-467 nm
Reinheit
Sulfatasche höchstens 0,1%
Nebenfarbstoffe Carotinoide außer Canthaxanthin:
höchstens 5,0% der Farbstoffe insgesamt
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 10 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Schwermetalle (als Pb) höchstens 40 mg/kg
E 162 BEETENROT
Synonyme Betanin
Definition Beetenrot wird aus den Wurzeln
natürlicher Arten roter Rüben (Beta
vulgaris L. var. rubra) gewonnen. Dies
geschieht durch Pressen von Saft aus
zermalmten Rüben oder durch
Wasserextraktion aus zerkleinerten roten
Rüben, anschließend wird der aktive
Bestandteil angereichert. Der Farbstoff
besteht aus unterschiedlichen Pigmenten
der Klasse der Betalaine. Der wichtigste
färbende Bestandteil besteht aus
Betacyaninen (rot), wobei es sich zu
75-95% um Betanin handelt. Es können
kleinere Mengen Betaxanthin (gelb) und
Abbauprodukte von Betalainen (hellbraun)
vorhanden sein.
Neben den Farbstoffen enthält der Saft
bzw. Extrakt in roten Rüben natürlich
vorkommende Zucker, Salze und/oder
Proteine. Die Lösung kann konzentriert
werden. Bei einigen Produkten kann der
Großteil der Zucker, Salze und Proteine
entfernt werden.
Klasse Betalain
EINECS 231-628-5
Chemische Bezeichnung (S-(R`,R`)-4-(2-(2-Carboxy-5(Beta-D-glu-
copyranosyloxy)-2,3-dihydro-6-hydroxy-1H-
indol-1-yl)ethenyl)-2,3-dihydro-2,6-pyri-
din-dicarbonsäure,1-(2-(2,6-Dicarboxy-1,
2,3,4-tetrahydro-4-pyridyliden)ethyliden)
-5-Beta-D-glucopyranosyloxy)-6-hydroxyin-
dolium-2-carboxylat
Chemische Formel Betanin: C tief 24 H tief 26 N tief 2 O
tief 13
Molekulargewicht 550,48
Gehalt mindestens 0,4% rote Farbstoffe (als
Betanin)
1%
E 1 120 bei ca. 535 nm in wäßriger
1 cm
Lösung (pH 5)
Beschreibung Flüssigkeit, Paste, Pulver oder Feststoff
(rot oder dunkelrot)
Merkmale
A. Spektrometrie Maximum in Wasser (pH 5) bei ca 535 nm
Reinheit
Nitrate höchstens 2 g Nitratanionen/g roter
Farbstoff (siehe Gehalt)
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 10 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Schwermetalle (als Pb) höchstens 40 mg/kg
E 163 ANTHOCYANE
Definition Anthocyane werden mit sulfitiertem
Wasser, gesäuertem Wasser, Kohlendioxid,
Methanol oder Ethanol aus natürlichen
Gemüse- und eßbaren Obstsorten
extrahiert. Anthocyane enthalten
Bestandteile des Ausgangsmaterials,
insbesondere Anthocyanin, organische
Säuren, Tannine, Zucker, Mineralien usw.,
jedoch nicht unbedingt im gleichen
Verhältnis wie im Ausgangsmaterial.
Klasse Anthocyanin
EINECS Cyanidin: 208-438-6, Peonidin: 205-125-6,
Delphinidin: 208-437-O. Malvidin:
211-403-8, Perlargonidin (Anm.: richtig:
Pelargonidin): 205-127-7
Chemische Bezeichnungen 3,3`,4`,5,7-Pentahydroxy-flavyliumchlorid
(Cyanidin)
3,4`,5,7-Tetrahydroxy-3`-methoxyflavy-
liumchlorid (Peonidin)
3,4`,5,7-Tetrahydroxy-3`,5`-dimethoxy-
flavyliumchlorid (Malvidin)
3,5,7-Trihydroxy-2-(3,4,5,trihydroxyphe-
nyl)-1-benzopyryliumchlorid (Delphinidin)
3,3`4`,5,7-Pentahydroxy-5`-methoxyflavy-
liumchlorid (Petunidin)
3,5,7-Trihydroxy-2-(4hydroxyphenyl)-1-
benzopyriliumchlorid (Pelargonidin)
Chemische Formeln Cyanidin: C tief 15 H tief 11 O
tief 6 CI
Peonidin: C tief 16 H tief 13 O
tief 6 CI
Malvidin: C tief 17 H tief 15 O
tief 7 CI
Delphinidin: C tief 15 H tief 11 O
tief 7 CI
Petunidin: C tief 16 H tief 13 O
tief 7 CI
Pelargonidin: C tief 15 H tief 11 O
tief 5 CI
Molekulargewicht Cyanidin: 322,6
Peonidin: 336,7
Malvidin: 366,7
Delphinidin: 340,6
Petunidin: 352,7
Pelargonidin: 306,7
Gehalt
1%
E 300 für das reine Pigment bei
1 cm
515-535 nm bei pH 3,0
Beschreibung Flüssigkeit, Pulver oder Paste
(purpurrot), leichter charakteristischer
Geruch
Merkmale
A. Spektrometrie Maximum in Methanol mit einer
HCI-Konzentration von 0,01%
Cyanidin: 535 nm
Peonidin: 532 nm
Malvidin: 542 nm
Delphinidin: 546 nm
Petunidin: 543 nm
Pelargonidin: 530 nm
Reinheit
Lösungsmittelrückstände Methanol ) einzeln oder zusammen
Ethanol ) höchstens 50 mg/kg
Schwefeldioxid höchstens 1 000 mg/kg je Prozent
Farbstoff
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 10 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Schwermetalle (als Pb) höchstens 40 mg/kg
E 170 CALCIUMCARBONAT
Synonyme CI Pigment White 18, Kreide,
Calciumcarbonat
Definition Calciumcarbonat ist gemahlener Kalkstein
oder das Produkt der Fällung von
Calciumionen mit Carbonationen.
Klasse anorganisch
CI-Nr. 77220
EINECS Calciumcarbonat: 207-439-9
Kalkstein: 215-279-6
Chemische Bezeichnung Calciumcarbonat
Chemische Formel CaCO tief 3
Molekulargewicht 100,1
Gehalt mindestens 98% Calciumcarbonat
(wasserfreies Produkt)
Beschreibung weißes, kristallines oder amorphes,
geruch- und geschmackloses Pulver
Merkmale
A. Löslichkeit In Wasser und Alkohol praktisch
unlöslich. Löst sich aufschäumend in
verdünnter Essigsäure, verdünnter
Salzsäure und verdünnter Salpetersäure.
Bei den entstehenden Lösungen ist der
Calciumtest nach dem Aufkochen positiv.
Reinheit
Trocknungsverlust höchstens 2,0% (bei 200 ºC , 4 h)
Säureunlösliche Stoffe höchstens 0,2%
Magnesium- und
Alkalisalze höchstens 1,5%
Fluoride höchstens 50 mg/kg
Antimon (Sb) )
Kupfer (Cu) ) einzeln oder zusammen höchstens
Chrom (Cr) ) 100 mg/kg
Zink (Zn) )
Barium (Ba) )
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 10 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
E 171 TITANDIOXID
Synonyme CI Pigment White 6
Definition Titandioxid besteht im wesentlichen aus
reinem Anatastitandioxid, das mit
Aluminiumoxid und Siliciumdioxid in
kleinen Mengen überzogen sein kann, um
die technischen Eigenschaften des
Produktes zu verbessern.
Klasse anorganisch
CI-Nr. 77891
EINECS 236-675-5
Chemische Bezeichnung Titandioxid
Chemische Formel TiO tief 2
Molekulargewicht 79,88
Gehalt mindestens 99% Titandioxid
(aluminiumoxid- und siliziumdioxidfreies
Produkt)
Beschreibung amorphes weißes Pulver
Merkmale
A. Löslichkeit In Wasser und organischen Lösungsmitteln
unlöslich. Löst sich langsam in
Fluorwasserstoffsäure und in
konzentrierter, heißer Schwefelsäure.
Reinheit
Trocknungsverlust höchstens 0,5% (bei 105 ºC , 3 h)
Glühverlust höchstens 1,0% (ohne flüchtige Stoffe,
800 ºC )
Aluminiumoxid und/oder
Siliziumdioxid insgesamt höchstens 2,0%
in 0,5 NHCI lösliche
Stoffe höchstens 0,5% (ohne Aluminiumoxid und
Siliziumdioxid); bei Produkten, die
Aluminiumoxid und/oder Siliziumdioxid
enthalten, höchstens 1,5% des im Handel
erhältlichen Produktes
Wasserlösliche Stoffe höchstens 0,5%
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Antimon höchstens 50 mg/kg (völlig aufgelöst)
Arsen höchstens 3 mg/kg (völlig aufgelöst)
Blei höchstens 10 mg/kg (völlig aufgelöst)
Quecksilber höchstens 1 mg/kg (völlig aufgelöst)
Zink höchstens 50 mg/kg (völlig aufgelöst)
(Anm.: Z 4 der Novelle BGBl. II Nr. 88/2007 lautet:
Der Anhang VI wird wie folgt geändert:
E 172 EISENOXIDE UND EISENHYDROXIDE
Synonyme Eisenoxide Gelb: CI Pigment Yellow 42
und 43
Eisenoxide Rot: CI Pigment Red 101
und 102
Eisenoxide Schwarz: CI Pigment Black 11
Definition Eisenoxide und Eisenhydroxide werden
synthetisch hergestellt und bestehen im
wesentlichen aus wasserfreien Eisenoxiden
und/oder Eisenoxidhydraten. Die
Farbpalette umfaßt Gelb, Rot, Braun und
Schwarz. In Lebensmitteln verwendbare
Eisenoxide unterscheiden sich von den
anderen dadurch, daß die Verunreinigung
durch andere Metalle relativ gering ist.
Dies erreicht man durch Auswahl und
Kontrolle der Eisenquelle und/oder durch
eine intensive chemische Reinigung
während des Herstellungsverfahrens.
Klasse anorganisch
CI-Nr. Eisenoxide Gelb: 77492
Eisenoxide Rot: 77491
Eisenoxide Schwarz: 77499
EINECS Eisenoxide Gelb: 257-098-5
Eisenoxide Rot: 215-168-2
Eisenoxide Schwarz: 235-442-5
Chemische Bezeichnung Eisenoxidhydrat, Eisen(III)-oxidhydrat
wasserfreies Eisenoxid, wasserfreies
Eisen(III)-oxid
Eisen(II,III)-oxid
Chemische Formel Eisenoxide Gelb: FeO(OH)xH tief 2 O
Eisenoxide Rot: Fe tief 2 O tief 3
Eisenoxide Schwarz: FeO.Fe tief 2 O
tief 3
Molekulargewicht FeO(OH): 88,85
Fe tief 2 O tief 3: 159,70
FeO.FE tief 2 O tief 3: 231,55
Gehalt Eisenoxide Gelb mindestens 60% und
Eisenoxide Schwarz mindestens 68% Eisen
insgesamt, ausgedrückt als Eisen
Beschreibung gelbes, rotes, braunes oder schwarzes
Pulver
Merkmale
A. Löslichkeit In Wasser und organischen Lösungsmitteln
unlöslich. Löslich in konzentrierten
anorganischen Säuren.
Reinheit
Wasserlösliche Stoffe höchstens 1,0% )
Arsen höchstens 5 mg/kg )
Barium höchstens 50 mg/kg )
Cadmium höchstens 5 mg/kg )
Chrom höchstens 100 mg/kg )
Kupfer höchstens 50 mg/kg ) völlig aufgelöst
Blei höchstens 20 mg/kg )
Quecksilber höchstens 1 mg/kg )
Nickel höchstens 200 mg/kg )
Zink höchstens 100 mg/kg )
E 173 ALUMINIUM
Synonyme CI Pigment Metal, Al
Definition Aluminiumpulver besteht aus
allerkleinsten Aluminiumpartikeln. Das
Aluminium kann unter Beifügung
genießbarer pflanzlicher Öle und/oder
Fettsäuren mit der Qualität von
Lebensmittelzusatzstoffen gemahlen
werden. Dem Produkt dürfen keine anderen
Stoffe als genießbare pflanzliche Öle
und/oder Fettsäuren mit der Qualität von
Lebensmittelzusatzstoffen zugesetzt
werden.
CI-Nr. 77000
EINECS 231-072-3
Chemische Bezeichnung Aluminium
Chemische Formel Al
Atomgewicht 26,98
Gehalt mindestens 99% Aluminium (Al) (ölfrei)
Beschreibung silbriggraues Pulver oder dünne Blättchen
Merkmale
A. Löslichkeit In Wasser und organischen Lösungsmitteln
unlöslich. Löslich in verdünnter
Chlorwasserstoffsäure. Bei der
entstehenden Lösung ist der Aluminiumtest
positiv.
Reinheit
Trocknungsverlust höchstens 0,5% (bei 105 ºC , auf
konstantes Gewicht bezogen)
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 10 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Schwermetalle (als Pb) höchstens 40 mg/kg
E 174 SILBER
Synonyme Argentum, Ag
Klasse anorganisch
CI-Nr. 77820
EINECS 231-131-3
Chemische Bezeichnung Silber
Chemische Formel Ag
Atomgewicht 107,87
Gehalt mindestens 99,5% Ag
Beschreibung silberfarbenes Pulver oder dünne
Blättchen
E 175 GOLD
Synonyme Pigment Metal 3, Aurum, Au
Klasse anorganisch
CI-Nr. 77480
EINECS 231-165-9
Chemische Bezeichnung Gold
Chemische Formel Au
Atomgewicht 197,0
Gehalt mindestens 90% Au
Beschreibung goldfarbenes Pulver oder dünne Blättchen
Reinheit
Silber höchstens 7,0% ) nach vollständiger
Kupfer höchstens 4,0% ) Auflösung
E 180 LITHOLRUBIN BK
Synonyme CI Pigment Red 57, Rubinpigment
Definition Litholrubin BK besteht im wesentlichen
aus Calcium-3-hydroxy-4-(4-methyl-2-
sulfo-phenylazo)-2-naphthalincarboxylat
und sonstigen Farbstoffen sowie Wasser,
Calciumchlorid und/oder Calciumsulfat als
den wichtigsten farblosen Bestandteilen.
Klasse Monoazo
CI-Nr. 15850:1
EINECS 226-109-5
Chemische Bezeichnung Calcium-3-hydroxy-4-(4-methyl-2-sulfo-
phenylazo)-2-naphthalincarboxylat
Chemische Formel C tief 18 H tief 12 CaN tief 2 O tief 6 S
Molekulargewicht 424,45
Gehalt mindestens 90% Farbstoffe insgesamt
1%
E 200 bei ca. 442 nm in
1 cm
Dimethylformamid
Beschreibung rotes Pulver
Merkmale
A. Spektrometrie Maximum in Dimethylformamid bei ca.
442 nm
Reinheit
Nebenfarbstoffe höchstens 0,5%
Organische Verbindungen,
außer Farbstoffe:
2-Amino-5-methyl-
benzol-sulfonsäure,
Calciumsalz höchstens 0,2%
3-Hydroxy-2-naphtha-
lin-carbonsäure,
Calciumsalz höchstens 0,4%
Unsulfonierte primäre
aromatische Amine höchstens 0,01% (als Anilin)
Durch Ether
extrahierbare
Bestandteile höchstens 0,2% aus einer Lösung mit pH 7
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 10 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Schwermetalle (als Pb) höchstens 40 mg/kg
```
```
(1) Die Farbintensität wird definiert als die Absorption einer 0,1%igen (Gew./Vol.) Lösung von Zuckerkulörfeststoffen in Wasser in einer 1-cm-Zelle bei 610 nm.
(2) Auf der Grundlage gleichwertiger Farben, d. h. ausgedrückt als Produkt, dessen Farbintensität 0,1 Absorptionseinheit beträgt.
(3) Das Verhältnis der Absorptionsvermögen des Alkoholniederschlags wird definiert als die Absorption des Niederschlags bei 280 nm, geteilt durch die Absorption bei 560 nm (1-cm-Zelle).
(*) Benzol höchstens 0,05% v/v.
ANHANG VI
- Richtlinie 2008/128/EG der Kommission vom 22. Dezember 2008 zur Festlegung spezifischer Reinheitskriterien für Lebensmittelfarbstoffe (kodifizierte Fassung), ABl. Nr. L 6 vom 10. Jänner 2009.
ANHANG VI
- Richtlinie 2008/128/EG der Kommission vom 22. Dezember 2008 zur Festlegung spezifischer Reinheitskriterien für Lebensmittelfarbstoffe (kodifizierte Fassung), ABl. Nr. L 6 vom 10. Jänner 2009.
- Richtlinie 2011/3/EU der Kommission vom 17. Jänner 2011 zur Festlegung spezifischer Reinheitskriterien für Lebensmittelfarbstoffe, ABl. Nr. L 13 vom 18. Jänner 2011.
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