Verordnung des Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit über Grenzwerte für Arbeitsstoffe und über krebserzeugende Arbeitsstoffe (Grenzwerteverordnung 2001 – GKV 2001)

Typ Verordnung
Veröffentlichung 2001-10-01
Letzte Aktualisierung 2026-04-14
Status Aufgehoben · 2003-08-31
Ministerium BKA (Bundeskanzleramt)
Quelle RIS
Artikel 122
Änderungshistorie JSON API

(3) Diese Verordnung tritt mit dem dritten auf ihre Kundmachung folgenden Monatsersten in Kraft.

(4) Der Titel der Verordnung sowie die Anhänge I/2003, II/2003 und III/2003 in der Fassung BGBl. II Nr. 184/2003 treten mit dem sechsten auf ihre Kundmachung folgenden Monatsersten in Kraft.

(5) Die Bezeichnungen der §§ 19 und 20 im Inhaltsverzeichnis, § 5 Abs. 2 erster Satz und Abs. 3 Z 1 und 2, § 6 Abs. 2, Abs. 3 erster Satz, Abs. 3 Z 1 und Abs. 6, die Überschrift zu § 19, § 19 Abs. 1, § 20 samt Überschrift, Anhang I/2003 (Stoffliste), Anhang II/2003 (TRK-Liste), Anhang III/2003 (Liste krebserzeugender Arbeitsstoffe) in der Fassung BGBl. II Nr. 119/2004 sowie Anhang V/2003 (Hartholz-Liste) treten mit dem ersten auf die Kundmachung dieser Verordnung folgenden Monatsersten in Kraft.

(6) Gemäß § 95 Abs. 1 ASchG wird festgestellt, dass die Behörde von den Bestimmungen des 4. Abschnitts dieser Verordnung keine Ausnahmen zulassen darf.

(7) Gemäß § 110 Abs. 6 ASchG wird festgestellt, dass § 46 Abs. 1, 3, 4, 6 und 7 ASchG, und gemäß § 118 Abs. 2 ASchG wird festgestellt, dass § 97 Abs. 7 ASchG mit dem in Abs. 10 genannten Zeitpunkt in Kraft treten.

(8) Gemäß § 125 Abs. 8 ASchG wird festgestellt, dass die §§ 16 Abs. 8, 52 Abs. 3, 55 Abs. 6 und 59 Abs. 13 der gemäß § 110 Abs. 8 ASchG als Bundesgesetz geltenden Bestimmungen der Allgemeinen Arbeitnehmerschutzverordnung (AAV) mit dem in Abs. 10 genannten Zeitpunkt außer Kraft treten.

(9) Gemäß § 125 Abs. 8 ASchG wird festgestellt, dass die gemäß § 123 Abs. 4 ASchG als Bundesgesetz geltende Verordnung über Beschränkungen des Inverkehrsetzens und des Herstellens, des Verwendens sowie über die Kennzeichnung asbesthaltiger Stoffe, Zubereitungen und Fertigwaren (Asbestverordnung), BGBl. Nr. 324/1990, außer Kraft getreten ist.

(10) Der Titel der Verordnung „Grenzwerteverordnung 2006 – GKV 2006“, das Inhaltsverzeichnis zum 4. bis 6. Abschnitt, § 9 Abs. 6 Z 2, § 14 Abs. 2, der 4. und 5. Abschnitt, §§ 33 und 34 Abs. 6, in Anhang I/2003 (MAK-Liste) der Eintrag für Nickel, in Anhang II/2003 (TRK-Liste) die Einträge für Asbest und Nickelverbindungen, in der Fassung BGBl. II Nr. 242/2006, treten mit 1. Juli 2006 in Kraft.

(11) Der Titel der Verordnung „Grenzwerteverordnung 2007 – GKV 2007, das Inhaltsverzeichnis zu § 9, § 2 Abs. 1, § 3 Abs. 1, § 4 Abs. 1 Z 3 lit. b, § 4 Abs. 3, § 5 Abs. 2 und 3, § 8 Abs. 2 und 3, die Überschrift zu § 9, § 9 Abs. 1 und 3, § 9 Abs. 4, § 9 Abs. 4 Z 1, § 9 Abs. 5 bis 8, § 16 Abs. 1, § 33 Abs. 4, Anhang I/2007 (Stoffliste), in der Fassung BGBl. II Nr. 243/2007 treten mit 1. Oktober 2007 in Kraft.

(12) Mit 1. Januar 2015 tritt § 16 Abs. 3 Z 9 außer Kraft.

(13) § 5 Abs. 1 in der Fassung BGBl. II Nr. 186/2015 tritt mit dem seiner Kundmachung folgenden Tag in Kraft.

(14) Mit dem ihrer Kundmachung folgenden Tag treten in Kraft: § 10 Abs. 1 Z 2, § 10a Abs. 1 Z 2, § 15 Abs. 4, weiters der Eintrag zu Formaldehyd in Anhang I/2011 sowie der Eintrag Formaldehyd im Abschnitt „A2 Stoffe“ des Anhangs III/2011, jeweils in der Fassung BGBl. II Nr. 288/2017. Gleichzeitig tritt der Eintrag Formaldehyd im Abschnitt „B-Stoffe“ des Anhangs III/2011, außer Kraft.

(15) Die Verordnung der Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz, mit der die Grenzwerteverordnung 2011 (GKV 2011) und die Verordnung über die Gesundheitsüberwachung am Arbeitsplatz 2017 (VGÜ 2017) geändert werden, BGBl. II Nr. 238/2018, ist nicht in Kraft getreten.

(16) Der Titel der Verordnung, das Inhaltsverzeichnis, § 8 Abs. 4, § 15 Abs. 4, § 16 Abs. 2 Z 3, § 33 Abs. 5, die Anhänge I, III, V, VI, in der Fassung der Verordnung BGBl. II Nr. 382/2020, treten mit dem der Kundmachung folgenden Tag in Kraft. Mit Ablauf des 17. Jänner 2023 tritt § 16 Abs. 2 Z 3 letzter Satz außer Kraft.

(17) Der Titel der Verordnung, das Inhaltsverzeichnis, § 33 Abs. 6 bis 9, Anhang I/2021 (Stoffliste), in Anhang III Abschnitt C die Ziffern 7 und 14 bis 15 sowie die Titel zu den Anhängen III, V und VI in der Fassung der Verordnung BGBl. II Nr. 156/2021 treten mit dem der Kundmachung folgenden Tag in Kraft.

(18) Gemäß § 125 Abs. 7 ASchG wird festgestellt, dass § 6 Abs. 4 und § 14 Abs. 2 der gemäß § 106 Abs. 3 Z 1 ASchG als Bundesgesetz geltenden Bestimmung der Allgemeinen Arbeitnehmerschutzverordnung (AAV) mit Inkrafttreten dieser Verordnung, BGBl. II Nr. 330/2024, außer Kraft treten.

(19) Gemäß § 125 Abs. 7 ASchG wird festgestellt, dass mit Inkrafttreten dieser Verordnung, BGBl. II Nr. 330/2024, folgende gemäß § 110 Abs. 8 ASchG als Bundesgesetz geltende Bestimmungen der Allgemeinen Arbeitnehmerschutzverordnung (AAV) außer Kraft treten: § 16 Abs. 4 bis 7 und Abs. 9 bis 11, § 52 Abs. 4 bis 7, § 54 Abs. 6, § 55 Abs. 2 bis 5 und Abs.7 bis 10 und § 65.

(20) Gemäß § 125 Abs. 7 ASchG wird festgestellt, dass § 81 Abs. 8 der gemäß § 107 Abs. 1 ASchG als Bundesgesetz geltenden Bestimmung der Allgemeinen Arbeitnehmerschutzverordnung (AAV) mit Inkrafttreten dieser Verordnung, BGBl. II Nr. 330/2024, außer Kraft tritt.

(21) Gemäß § 125 Abs. 7 ASchG wird festgestellt, dass § 83 Abs. 2 und § 86 Abs. 6 der gemäß § 108 Abs. 2 ASchG als Bundesgesetz geltenden Bestimmungen der Allgemeinen Arbeitnehmerschutzverordnung (AAV) mit Inkrafttreten dieser Verordnung, BGBl. II Nr. 330/2024, außer Kraft treten.

(22) Der Titel, das Inhaltsverzeichnis, § 8 Abs. 4, § 11a samt Überschrift, die Überschrift zu § 13, § 14 Abs. 1, § 14a samt Überschrift, der 4a. Abschnitt, §§ 33, 34 und 35, Anhang I/2024, Anhang III/2024 und Anhang VI/2024, die Bezeichnung des Anhangs V, in der Fassung der Verordnung BGBl. II Nr. 330/2024 treten mit dem der Kundmachung folgenden Tag in Kraft.

Abkürzung

GKV

Schlussbestimmungen

§ 35. (1) Gemäß § 125 Abs. 8 ASchG wird festgestellt, dass mit In-Kraft-Treten dieser Verordnung außer Kraft treten:

1.

die in § 110 Abs. 5 ASchG genannte Verlautbarung von Grenzwerten,

2.

der gemäß § 110 Abs. 8 ASchG als Bundesgesetz geltende letzte Satz des § 16 Abs. 5 der Allgemeinen Arbeitnehmerschutzverordnung, BGBl. Nr. 218/1983, idF 450/1994.

(2) Gemäß § 114 Abs. 3 ASchG wird festgestellt, dass § 71 Abs. 2 ASchG hinsichtlich der Verwendung eindeutig krebserzeugender Arbeitsstoffe gleichzeitig mit dieser Verordnung in Kraft tritt.

(3) Diese Verordnung tritt mit dem dritten auf ihre Kundmachung folgenden Monatsersten in Kraft.

(4) Der Titel der Verordnung sowie die Anhänge I/2003, II/2003 und III/2003 in der Fassung BGBl. II Nr. 184/2003 treten mit dem sechsten auf ihre Kundmachung folgenden Monatsersten in Kraft.

(5) Die Bezeichnungen der §§ 19 und 20 im Inhaltsverzeichnis, § 5 Abs. 2 erster Satz und Abs. 3 Z 1 und 2, § 6 Abs. 2, Abs. 3 erster Satz, Abs. 3 Z 1 und Abs. 6, die Überschrift zu § 19, § 19 Abs. 1, § 20 samt Überschrift, Anhang I/2003 (Stoffliste), Anhang II/2003 (TRK-Liste), Anhang III/2003 (Liste krebserzeugender Arbeitsstoffe) in der Fassung BGBl. II Nr. 119/2004 sowie Anhang V/2003 (Hartholz-Liste) treten mit dem ersten auf die Kundmachung dieser Verordnung folgenden Monatsersten in Kraft.

(6) Gemäß § 95 Abs. 1 ASchG wird festgestellt, dass die Behörde von den Bestimmungen des 4. Abschnitts dieser Verordnung keine Ausnahmen zulassen darf.

(7) Gemäß § 110 Abs. 6 ASchG wird festgestellt, dass § 46 Abs. 1, 3, 4, 6 und 7 ASchG, und gemäß § 118 Abs. 2 ASchG wird festgestellt, dass § 97 Abs. 7 ASchG mit dem in Abs. 10 genannten Zeitpunkt in Kraft treten.

(8) Gemäß § 125 Abs. 8 ASchG wird festgestellt, dass die §§ 16 Abs. 8, 52 Abs. 3, 55 Abs. 6 und 59 Abs. 13 der gemäß § 110 Abs. 8 ASchG als Bundesgesetz geltenden Bestimmungen der Allgemeinen Arbeitnehmerschutzverordnung (AAV) mit dem in Abs. 10 genannten Zeitpunkt außer Kraft treten.

(9) Gemäß § 125 Abs. 8 ASchG wird festgestellt, dass die gemäß § 123 Abs. 4 ASchG als Bundesgesetz geltende Verordnung über Beschränkungen des Inverkehrsetzens und des Herstellens, des Verwendens sowie über die Kennzeichnung asbesthaltiger Stoffe, Zubereitungen und Fertigwaren (Asbestverordnung), BGBl. Nr. 324/1990, außer Kraft getreten ist.

(10) Der Titel der Verordnung „Grenzwerteverordnung 2006 – GKV 2006“, das Inhaltsverzeichnis zum 4. bis 6. Abschnitt, § 9 Abs. 6 Z 2, § 14 Abs. 2, der 4. und 5. Abschnitt, §§ 33 und 34 Abs. 6, in Anhang I/2003 (MAK-Liste) der Eintrag für Nickel, in Anhang II/2003 (TRK-Liste) die Einträge für Asbest und Nickelverbindungen, in der Fassung BGBl. II Nr. 242/2006, treten mit 1. Juli 2006 in Kraft.

(11) Der Titel der Verordnung „Grenzwerteverordnung 2007 – GKV 2007, das Inhaltsverzeichnis zu § 9, § 2 Abs. 1, § 3 Abs. 1, § 4 Abs. 1 Z 3 lit. b, § 4 Abs. 3, § 5 Abs. 2 und 3, § 8 Abs. 2 und 3, die Überschrift zu § 9, § 9 Abs. 1 und 3, § 9 Abs. 4, § 9 Abs. 4 Z 1, § 9 Abs. 5 bis 8, § 16 Abs. 1, § 33 Abs. 4, Anhang I/2007 (Stoffliste), in der Fassung BGBl. II Nr. 243/2007 treten mit 1. Oktober 2007 in Kraft.

(12) Mit 1. Januar 2015 tritt § 16 Abs. 3 Z 9 außer Kraft.

(13) § 5 Abs. 1 in der Fassung BGBl. II Nr. 186/2015 tritt mit dem seiner Kundmachung folgenden Tag in Kraft.

(14) Mit dem ihrer Kundmachung folgenden Tag treten in Kraft: § 10 Abs. 1 Z 2, § 10a Abs. 1 Z 2, § 15 Abs. 4, weiters der Eintrag zu Formaldehyd in Anhang I/2011 sowie der Eintrag Formaldehyd im Abschnitt „A2 Stoffe“ des Anhangs III/2011, jeweils in der Fassung BGBl. II Nr. 288/2017. Gleichzeitig tritt der Eintrag Formaldehyd im Abschnitt „B-Stoffe“ des Anhangs III/2011, außer Kraft.

(15) Die Verordnung der Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz, mit der die Grenzwerteverordnung 2011 (GKV 2011) und die Verordnung über die Gesundheitsüberwachung am Arbeitsplatz 2017 (VGÜ 2017) geändert werden, BGBl. II Nr. 238/2018, ist nicht in Kraft getreten.

(16) Der Titel der Verordnung, das Inhaltsverzeichnis, § 8 Abs. 4, § 15 Abs. 4, § 16 Abs. 2 Z 3, § 33 Abs. 5, die Anhänge I, III, V, VI, in der Fassung der Verordnung BGBl. II Nr. 382/2020, treten mit dem der Kundmachung folgenden Tag in Kraft. Mit Ablauf des 17. Jänner 2023 tritt § 16 Abs. 2 Z 3 letzter Satz außer Kraft.

(17) Der Titel der Verordnung, das Inhaltsverzeichnis, § 33 Abs. 6 bis 9, Anhang I/2021 (Stoffliste), in Anhang III Abschnitt C die Ziffern 7 und 14 bis 15 sowie die Titel zu den Anhängen III, V und VI in der Fassung der Verordnung BGBl. II Nr. 156/2021 treten mit dem der Kundmachung folgenden Tag in Kraft.

(18) Gemäß § 125 Abs. 7 ASchG wird festgestellt, dass § 6 Abs. 4 und § 14 Abs. 2 der gemäß § 106 Abs. 3 Z 1 ASchG als Bundesgesetz geltenden Bestimmung der Allgemeinen Arbeitnehmerschutzverordnung (AAV) mit Inkrafttreten dieser Verordnung, BGBl. II Nr. 330/2024, außer Kraft treten.

(19) Gemäß § 125 Abs. 7 ASchG wird festgestellt, dass mit Inkrafttreten dieser Verordnung, BGBl. II Nr. 330/2024, folgende gemäß § 110 Abs. 8 ASchG als Bundesgesetz geltende Bestimmungen der Allgemeinen Arbeitnehmerschutzverordnung (AAV) außer Kraft treten: § 16 Abs. 4 bis 7 und Abs. 9 bis 11, § 52 Abs. 4 bis 7, § 54 Abs. 6, § 55 Abs. 2 bis 5 und Abs.7 bis 10 und § 65.

(20) Gemäß § 125 Abs. 7 ASchG wird festgestellt, dass § 81 Abs. 8 der gemäß § 107 Abs. 1 ASchG als Bundesgesetz geltenden Bestimmung der Allgemeinen Arbeitnehmerschutzverordnung (AAV) mit Inkrafttreten dieser Verordnung, BGBl. II Nr. 330/2024, außer Kraft tritt.

(21) Gemäß § 125 Abs. 7 ASchG wird festgestellt, dass § 83 Abs. 2 und § 86 Abs. 6 der gemäß § 108 Abs. 2 ASchG als Bundesgesetz geltenden Bestimmungen der Allgemeinen Arbeitnehmerschutzverordnung (AAV) mit Inkrafttreten dieser Verordnung, BGBl. II Nr. 330/2024, außer Kraft treten.

(22) Der Titel, das Inhaltsverzeichnis, § 8 Abs. 4, § 11a samt Überschrift, die Überschrift zu § 13, § 14 Abs. 1, § 14a samt Überschrift, der 4a. Abschnitt, §§ 33, 34 und 35, Anhang I/2024, Anhang III/2024 und Anhang VI/2024, die Bezeichnung des Anhangs V, in der Fassung der Verordnung BGBl. II Nr. 330/2024 treten mit dem der Kundmachung folgenden Tag in Kraft.

(23) Der Titel, das Inhaltsverzeichnis, § 8 Abs. 4, § 9 Abs. 6, 7 und 11, die Bezeichnung und Überschrift des 2. Abschnitts, § 10, § 10a, § 10b samt Überschrift, die Überschrift zu § 13, § 14, § 14a, § 22 samt Überschrift, § 22a samt Überschrift, § 23 Abs. 1 Z 1 und Abs. 2, § 24 Abs. 2, § 25 samt Überschrift, § 25a samt Überschrift, § 26 samt Überschrift, § 27, § 33 samt Überschrift, § 34, § 35 Abs. 24, die Anhänge I/ 2025 und III/2025 sowie die Bezeichnung des V/2025 in der Fassung der Verordnung BGBl. II Nr. 339/2025 treten mit dem der Kundmachung folgenden Tag in Kraft. Gleichzeitig tritt Anhang VI/2024 außer Kraft.

(24) Gemäß § 125 Abs. 7 ASchG wird festgestellt, dass § 16 Abs. 1 der gemäß § 114 Abs. 4 Z 6 ASchG als Bundesgesetz geltenden Bestimmung der Allgemeinen Arbeitnehmerschutzverordnung (AAV) mit Inkrafttreten dieser Verordnung, BGBl. II Nr. 339/2025, außer Kraft tritt.

Abkürzung

GKV

Anhang I

STOFFLISTE

(Anm.: Anhang I als PDF dokumentiert)

Abkürzung

GKV

Anhang I/2003

STOFFLISTE

(Anm.: Anhang I/2003 als PDF dokumentiert)

Abkürzung

GKV

Anhang I/2003

STOFFLISTE

(Anm.: Anhang I/2003 und Änderung als PDF dokumentiert)

Abkürzung

GKV

Anhang I/2003

STOFFLISTE

(Anm.: Anhang I/2003 und 1. und 2. Änderung als PDF dokumentiert)

Abkürzung

GKV

Anhang I/2003

STOFFLISTE

(Anm.: Anhang I/2003 und 1. und 2. Änderung * als PDF dokumentiert)*

Abkürzung

GKV

Anhang I/2007

Stoffliste

(MAK-Werte und TRK-Werte)

(Anm.: Anhang I/2007 als PDF dokumentiert)

Abkürzung

GKV

Anhang I/2011

Stoffliste

(MAK-Werte und TRK-Werte)

(Anm.: Anhang I/2011 als PDF dokumentiert)

Abkürzung

GKV

Anhang I/2011

Stoffliste

(MAK-Werte und TRK-Werte)

(Anm.: Anhang I/2011 als PDF dokumentiert)

Abkürzung

GKV

Anhang I/2018

Stoffliste

(MAK-Werte und TRK-Werte)

(Anm.: Anhang I/2018 als PDF dokumentiert)

Abkürzung

GKV

Anhang I/2018

STOFFLISTE(MAK-Werte und TRK-Werte)

(Anm.: Anhang I/2018 als PDF dokumentiert)

Abkürzung

GKV

Anhang I/2020

STOFFLISTE

(MAK-Werte und TRK-Werte)

(Anm.: Anhang I/2020 als PDF dokumentiert)

Abkürzung

GKV

Der Grenzwert für Trimethylamin tritt mit 20. Mai 2021 in Kraft (vgl. § 33 Abs. 8).

Anhang I/2021

STOFFLISTE

(MAK-Werte und TRK-Werte)

(Anm.: Anhang I/2021 als PDF dokumentiert)

Abkürzung

GKV

Anhang I/2024

STOFFLISTE

(MAK-Werte und TRK-Werte)

(Anm.: Anhang I/2024 als PDF dokumentiert)

Abkürzung

GKV

Anhang I/2025

STOFFLISTE

(MAK-Werte und TRK-Werte)

(Anm.: Anhang I/2025 als PDF dokumentiert)

Abkürzung

GKV

Anhang II

TRK-LISTE

(Anm.: Anhang II als PDF dokumentiert)

Abkürzung

GKV

Anhang II/2003

TRK-LISTE

(Anm.: Anhang II/2003 als PDF dokumentiert)

Abkürzung

GKV

Anhang II/2003

TRK-LISTE

(Anm.: Anhang II/2003 und Änderung als PDF dokumentiert)

Abkürzung

GKV

Anhang II/2003

TRK-LISTE

(Anm.: Anhang II/2003 und 1.  und 2. Änderung als PDF dokumentiert)

Abkürzung

GKV

Anhang III

LISTE KREBSERZEUGENDER ARBEITSSTOFFE

A Eindeutig als krebserzeugend ausgewiesene Arbeitsstoffe

A1 Stoffe, die beim Menschen erfahrungsgemäß bösartige Geschwülste zu verursachen vermögen:

4-Aminobiphenyl und seine Salze

Arsentrioxid und Arsenpentoxid, arsenige Säure, Arsensäure und ihre Salze, zB Bleiarsenat, Calciumarsenat

Asbest (Chrysotil; Aktinolith, Amosit, Anthophyllit, Krokydolith, Tremolit) als Feinstaub und asbesthaltiger Feinstaub

Benzidin und seine Salze

Benzol

Bis(chlormethyl)ether

4-Chlor-o-toluidin

2,2′-Dichlordiethylsulfid

N-Methyl-bis(2-chlorethyl)amin

Monochlordimethylether

2-Naphthylamin und seine Salze

Nickel (Staub/Aerosole von Nickelmetall, Nickelsulfid und sulfidischen Erzen, Nickeloxid und Nickelcarbonat)

Vinylchlorid

Zinkchromat

A2 Stoffe, die sich bislang nur im Tierversuch als krebserzeugend erwiesen haben, und zwar unter Bedingungen, die der möglichen Exponierung des Menschen am Arbeitsplatz vergleichbar sind bzw. aus denen Vergleichbarkeit abgeleitet werden kann:

Acrylamid

Acrylnitril

1-Allyloxy-2,3-epoxypropan

o-Aminoazotoluol

6-Amino-2-ethoxynaphthalin

2-Amino-4-nitrotoluol

Antimontrioxid

Auramin und seine Salze

Benz[a]anthrazen

Benzo[b]fluoranthen

Benzo[j]fluoranthen

Benzo[k]fluoranthen

Benzo[a]pyren

Beryllium und seine Verbindungen

Bromethan

1,3-Butadien

2,4-Butansulton

Cadmium und seine Verbindungen, Cadmiumchlorid, Cadmiumoxid, Cadmiumsulfat, Cadmiumsulfid und andere bioverfügbare Verbindungen

p-Chloranilin

1-Chlor-2,3-epoxypropan (Epichlorhydrin)

Chlorfluormethan

N-Chlorformyl-morpholin

Chlorierte Dibenzodioxine und -furane

α-Chlortoluol; siehe auch auch α-Chlortoluole in Anhang III C

Chrom(VI)-Verbindungen (in Form von Staub/Aerosole); als Beispiele seien genannt: Alkalichromate, Calciumchromat, Chrom-III-chromat, Chromdioxidichlorid (Chromdioxychlorid, Chromoxychlorid, Chromylchlorid), Chromsäure, Chromsäureanhydrid, Chromtrioxid, , Strontiumchromat.

Ausgenommen die in Wasser praktisch unlöslichen, wie zB Bleichromat (siehe III B), Bariumchromat [aber Zinkchromat in A 1].

Chrysen

Cobalt und seine Verbindungen

2,4-Diaminoanisol

3,3′-Diaminobenzidin und seine Salze

4,4′-Diaminodiphenylmethan

Diazomethan

Dibenz[a,h]anthrazen

Dibenzo[a,e]pyren

Dibenzo[a,h]pyren

Dibenzo[a,i]pyren

Dibenzo[a,l]pyren

1,2-Dibrom-3-chlorpropan

1,2-Dibromethan

Dichloracetylen

3,3′-Dichlorbenzidin und seine Salze

1,4-Dichlorbenzol

1,4-Dichlor-2-buten

1,2-Dichlorethan

1,3-Dichlor-2-propanol

E- und Z-1,3-Dichlorpropen (cis- und trans-)

α, α-Dichlortoluol; s. auch α-Chlortoluole in Anhang III C

Diethylsulfat

Diglycidylresorcinether

3,3′-Dimethoxybenzidin (o-Dianisidin) und seine Salze

3,3′-Dimethylbenzidin (o-Tolidin) und seine Salze

Dimethylcarbamidsäurechlorid

3,3′-Dimethyl-4,4′-diaminodiphenylmethan

1,1-Dimethylhydrazin

1,2-Dimethylhydrazin

Dimethylsulfamoylchlorid

Dimethylsulfat

Dinitrotoluole (Isomerengemische)

1,2-Epoxybutan

1,2-Epoxypropan

Ethylcarbamat

Ethylenimin

Ethylenoxid

Glycidyltrimethylammoniumchlorid

Hexamethylphosphorsäuretriamid

Hydrazin

Indeno[1,2,3-cd]pyren

Iodmethan (Methyliodid)

p-Kresidin (2-Methoxy-5-methylanilin)

2-Methoxyanilin

Methylazoxymethylacetat

4,4′-Methylen-bis(2-chloranilin) und seine Salze

4,4′-Methylen-bis(N,N-dimethylanilin)

1-Methyl-3-nitro-1-nitrosoguanidin

1-Naphthylamin

Nickeltetracarbonyl

5-Nitroacenaphthen

4-Nitrobiphenyl

2-Nitronaphthalin

2-Nitropropan

N-Nitrosodi-n-butylamin

N-Nitrosodiethanolamin

N-Nitrosodiethylamin

N-Nitrosodimethylamin

N-Nitrosodi-i-propylamin

N-Nitrosodi-n-propylamin

N-Nitrosoethylphenylamin

N-Nitrosomethylethylamin

N-Nitrosomethylphenylamin

N-Nitrosomorpholin

N-Nitrosopiperidin

N-Nitrosopyrrolidin

o-Nitrotoluol

4,4′-Oxydianilin

Pentachlorphenol

o-Phenylendiamin

Phenylglycidylether

1,3-Propansulton

β-Propiolacton

Propylenimin

Styroloxid

Sulfallat (ISO)

2,3,7,8-Tetrachlordibenzo-p-dioxin

Tetranitromethan

4,4′-Thiodianilin

o-Toluidin und seine Salze

2,4-Toluylendiamin

2,3,4-Trichlor-1-buten

α,α,α-Trichlortoluol (Benzotrichlorid); s. auch α-Chlortoluole in Anhang III C

2,4,5-Trimethylanilin

4-Vinyl-1,2-cyclohexendiepoxid

N-Vinyl-2-pyrrolidon

B Stoffe mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential

Acetaldehyd

Acetamid

3-Amino-9-ethylcarbazol

Anilin

Bleichromat

Bleichromatoxid

Brommethan

1,4-Butansulton

2-Butenal

1-n-Butoxy-2,3-epoxypropan

1-tert-Butoxy-2,3-epoxypropan

Chlordan

Chlordecon

Chlorethan

Chlorierte Biphenyle (technische Produkte)

Chlormethan

3-Chlor-2-methylpropen

1-Chlor-2-nitrobenzol

1-Chlor-4-nitrobenzol

Chlorparaffine (bestimmte technische Produkte)

3-Chlorpropen (Allylchlorid)

Chlorthalonil

5-Chlor-o-toluidin

Chromcarbonyl

1,1-Dichlorethen (Vinylidenchlorid)

Dichlormethan

1,2-Dichlormethoxyethan

Diethylcarbamidsäurechlorid

1,1-Difluorethen

Diglycidylether

N,N-Dimethylanilin

Dimethylhydrogenphosphit

Dinitrobenzol (alle Isomeren)

Dinitronaphthaline (alle Isomeren)

1,4-Dioxan

Diphenylmethan-4,4′-diisocyanat

Formaldehyd

Heptachlor

1,1,2,3,4,4-Hexachlor-1,3-butadien

N-Hydroxymethyl-2-chloracetamid

Isopropylglycidylether

Michlers Keton

2-Nitro-4-aminophenol

1-Nitronaphthalin

2-Nitro-p-phenylendiamin

Nitropyrene (Mono-, Di-, Tri-, Tetra) (Isomere)

m-Phenylendiamin

p-Phenylendiamin

Phenylhydrazin

N-Phenyl-2-naphthylamin

1,1,2,2-Tetrachlorethan

Tetrachlorethen

Tetrachlormethan

Thioharnstoff

p-Toluidin

1,1,2-Trichlorethan

Trichlorethen (Trichlorethylen)

Trichlormethan (Chloroform)

Trimethylphosphat

2,4,7-Trinitrofluorenon

2,4,6-Trinitrotoluol (und Isomeren in technischen Gemischen)

Vinylacetat

2,4-Xylidin

C Krebserzeugende Stoffgruppen und Stoffgemische

1) Aromatenextrakte aus Erdöldestillaten gelten als eindeutig krebserzeugend.

2) Arsen- oder teerhaltige Salben gelten als eindeutig krebserzeugend.

3) Arzneimittel, denen ein gentoxischer therapeutischer Wirkungsmechanismus zugrunde liegt, wie insbesondere alkylierende Zytostatika, gelten als eindeutig krebserzeugend.

4) Azofarbmittel, die eine im Stoffwechsel freisetzbare kanzerogene Arylaminkomponente enthalten, gelten entsprechend der Aminkomponente als krebserzeugend.

5) Gemische aus α-Chlortoluol, α,α-Dichlortoluol, α,α,α-Trichlortoluol und Benzoylchlorid gelten als eindeutig krebserzeugende Arbeitsstoffe.

6) Buchen- oder Eichenholzstäube gelten als eindeutig krebserzeugend. Alle anderen Holzstäube gelten als Arbeitsstoffe mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential.

7) Pyrolyseprodukte aus organischem Material, die eindeutig krebserzeugende polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe beinhalten, gelten als eindeutig krebserzeugend. Dazu gehören insbesondere Braunkohlenteere, Steinkohlenteere, Steinkohlenteerpeche, Steinkohlenteeröle, Kokereirohgase, sowie Dieselmotoremissionen. Steinkohlenruß gilt ebenfalls als eindeutig krebserzeugend.

8) Arbeitsstoffe gelten jedenfalls als eindeutig krebserzeugend, wenn sie entstehen

1.

beim Stärke-Säure-Verfahren bei der Herstellung von iso-Propanol oder

2.

als Schwebstoffe beim Rösten oder bei der elektrolytischen Raffination von Nickelmatte.

9) Isopropylöl (Rückstand aus der iso-Propanol-Herstellung) gilt als Arbeitsstoff mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential, außer es trifft 8.1. zu.

10) Kühlschmierstoffe, die Nitrit oder nitritliefernde Verbindungen und Reaktionspartner für die Nitrosaminbildung enthalten, gelten als Arbeitsstoffe mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential.

11) Künstliche Mineralfasern gelten als Arbeitsstoffe mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential. Dies gilt nicht, wenn nachgewiesen wird, dass der Stoff eine der nachstehenden Voraussetzungen erfüllt:

a)

Mit einem kurzfristigen Inhalationsbiopersistenztest wurde nachgewiesen, dass die gewichtete Halbwertszeit der Fasern mit einer Länge von über 20 µm weniger als zehn Tage beträgt.

b)

Mit einem kurzfristigen Intratrachealbiopersistenztest wurde nachgewiesen, dass die gewichtete Halbwertszeit der Fasern mit einer Länge von über 20 µm weniger als 40 Tage beträgt.

c)

Ein geeigneter Intraperitonealtest hat keine Anzeichen von übermäßiger Karzinogenität zum Ausdruck gebracht.

d)

Abwesenheit von relevanter Pathogenität oder von neoplastischen Veränderungen bei einem geeigneten Langzeitinhalationstest.

Abweichend vom ersten Satz gelten künstliche Mineralfasern, die gemäß § 4 der Chemikalienverordnung, BGBl. II Nr. 81/2000, in Verbindung mit Anhang B, Teil 1, Punkt 4.2.1 ChemV, als „Krebserzeugend, Kategorie 1 oder 2“ einzustufen sind, als eindeutig krebserzeugend.

Abkürzung

GKV

Anhang III/2003

LISTE KREBSERZEUGENDER ARBEITSSTOFFE

A Eindeutig als krebserzeugend ausgewiesene Arbeitsstoffe

A1 Stoffe, die beim Menschen erfahrungsgemäß bösartige Geschwülste zu verursachen vermögen:

4-Aminobiphenyl und seine Salze

Arsentrioxid und Arsenpentoxid, arsenige Säure, Arsensäure und ihre Salze, zB Bleiarsenat, Calciumarsenat

Asbest (Chrysotil; Aktinolith, Amosit, Anthophyllit, Krokydolith, Tremolit) als Feinstaub und asbesthaltiger Feinstaub

Benzidin und seine Salze

Benzol

Bis(chlormethyl)ether

4-Chlor-o-toluidin

2,2′-Dichlordiethylsulfid

N-Methyl-bis(2-chlorethyl)amin

Monochlordimethylether

2-Naphthylamin und seine Salze

Nickel (Staub/Aerosole von Nickelmetall, Nickelsulfid und sulfidischen Erzen, Nickeloxid und Nickelcarbonat)

Vinylchlorid

Zinkchromat

A2 Stoffe, die sich bislang nur im Tierversuch als krebserzeugend erwiesen haben, und zwar unter Bedingungen, die der möglichen Exponierung des Menschen am Arbeitsplatz vergleichbar sind bzw. aus denen Vergleichbarkeit abgeleitet werden kann:

Acrylamid

Acrylnitril

1-Allyloxy-2,3-epoxypropan

o-Aminoazotoluol

6-Amino-2-ethoxynaphthalin

2-Amino-4-nitrotoluol

Antimontrioxid

Auramin und seine Salze

Benz[a]anthrazen

Benzo[b]fluoranthen

Benzo[j]fluoranthen

Benzo[k]fluoranthen

Benzo[a]pyren

Beryllium und seine Verbindungen

Bromethan

1,3-Butadien

2,4-Butansulton

Cadmium und seine Verbindungen, Cadmiumchlorid, Cadmiumoxid, Cadmiumsulfat, Cadmiumsulfid und andere bioverfügbare Verbindungen

p-Chloranilin

1-Chlor-2,3-epoxypropan (Epichlorhydrin)

Chlorfluormethan

N-Chlorformyl-morpholin

Chlorierte Dibenzodioxine und -furane

α-Chlortoluol; siehe auch auch α-Chlortoluole in Anhang III C Ziffer 5

Chrom(VI)-Verbindungen (in Form von Staub/Aerosole); als Beispiele seien genannt: Alkalichromate, Calciumchromat, Chrom-III-chromat, Chromdioxidichlorid (Chromdioxychlorid, Chromoxychlorid, Chromylchlorid), Chromsäure, Chromsäureanhydrid, Chromtrioxid, Strontiumchromat.

Ausgenommen die in Wasser praktisch unlöslichen, wie zB Bleichromat (s. III B), Bariumchromat [aber Zinkchromat in A 1].

Chrysen

Cobalt und seine Verbindungen

2,4-Diaminoanisol

3,3′-Diaminobenzidin und seine Salze

4,4′-Diaminodiphenylmethan

Diazomethan

Dibenz[a,h]anthracen

Dibenzo[a,e]pyren

Dibenzo[a,h]pyren

Dibenzo[a,i]pyren

Dibenzo[a,l]pyren

1,2-Dibrom-3-chlorpropan

1,2-Dibromethan

Dichloracetylen

3,3′-Dichlorbenzidin und seine Salze

1,4-Dichlorbenzol

1,4-Dichlor-2-buten

1,2-Dichlorethan

1,3-Dichlor-2-propanol

E- und Z-1,3-Dichlorpropen (cis- und trans-)

α,α-Dichlortoluol; s. auch α-Chlortoluole in Anhang III C Ziffer 5

Diethylsulfat

Diglycidylresorcinether

3,3′-Dimethoxybenzidin (o-Dianisidin) und seine Salze 3,3`-Dimethylbenzidin (o-Tolidin) und seine Salze Dimethylcarbamidsäurechlorid

3,3′-Dimethyl-4,4`-diaminodiphenylmethan

1,1-Dimethylhydrazin

1,2-Dimethylhydrazin

Dimethylsulfamoylchlorid

Dimethylsulfat

Dinitrotoluole (Isomerengemische)

1,2-Epoxybutan

1,2-Epoxypropan

2,3-Epoxy-1-propanol

Ethylcarbamat

Ethylenimin

Ethylenoxid

Glycidyltrimethylammoniumchlorid

Hexamethylphosphorsäuretriamid

Hydrazin

Indeno[1,2,3-cd]pyren

Iodmethan (Methyliodid)

p-Kresidin (2-Methoxy-5-methylanilin)

2-Methoxyanilin

Methylazoxymethylacetat

4,4′-Methylen-bis(2-chloranilin) und seine Salze

4,4′-Methylen-bis(N,N-dimethylanilin)

1-Methyl-3-nitro-1-nitrosoguanidin

1-Naphthylamin

Nickeltetracarbonyl

5-Nitroacenaphthen

4-Nitrobiphenyl

2-Nitronaphthalin

2-Nitropropan

N-Nitrosodi-n-butylamin

N-Nitrosodiethanolamin

N-Nitrosodiethylamin

N-Nitrosodimethylamin

N-Nitrosodi-i-propylamin

N-Nitrosodi-n-propylamin

N-Nitrosoethylphenylamin

N-Nitrosomethylethylamin

N-Nitrosomethylphenylamin

N-Nitrosomorpholin

N-Nitrosopiperidin

N-Nitrosopyrrolidin

o-Nitrotoluol

4,4′-Oxydianilin

Pentachlorphenol

o-Phenylendiamin

Phenylglycidylether

1,3-Propansulton

β-Propiolacton

Propylenimin

Styroloxid

Sulfallat (ISO)

2,3,7,8-Tetrachlordibenzo-p-dioxin

Tetranitromethan

4,4`-Thiodianilin

o-Toluidin und seine Salze

2,4-Toluylendiamin

2,3,4-Trichlor-1-buten

α, α, α-Trichlortoluol (Benzotrichlorid); s. auch α-Chlortoluole in Anhang III C Ziffer 5

2,4,5-Trimethylanilin

4-Vinyl-1,2-cyclohexendiepoxid

N-Vinyl-2-pyrrolidon

B Stoffe mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential

Acetaldehyd

Acetamid

3-Amino-9-ethylcarbazol

Anilin

Bleichromat

Bleichromatoxid

Brommethan

1,4-Butansulton

2-Butenal

1-n-Butoxy-2,3-epoxypropan

1-tert-Butoxy-2,3-epoxypropan

Chlordan

Chlordecon

Chlorethan

Chlorierte Biphenyle (technische Produkte)

Chlormethan

3-Chlor-2-methylpropen

1-Chlor-2-nitrobenzol

1-Chlor-4-nitrobenzol

Chlorparaffine (bestimmte technische Produkte)

3-Chlorpropen (Allylchlorid)

Chlorthalonil

5-Chlor-o-toluidin

Chromcarbonyl

1,1-Dichlorethen (Vinylidenchlorid)

Dichlormethan

1,2-Dichlormethoxyethan

Diethylcarbamidsäurechlorid

1,1-Difluorethen

Diglycidylether

N,N-Dimethylanilin

Dimethylhydrogenphosphit

Dinitrobenzol (alle Isomeren)

Dinitronaphthaline (alle Isomeren)

1,4-Dioxan

Diphenylmethan-4,4′-diisocyanat

Formaldehyd

Heptachlor

1,1,2,3,4,4-Hexachlor-1,3-butadien

N-Hydroxymethyl-2-chloracetamid

Isopropylglycidylether

Michlers Keton

2-Nitro-4-aminophenol

1-Nitronaphthalin

2-Nitro-p-phenylendiamin

Nitropyrene (Mono-, Di-, Tri-, Tetra) (Isomere)

m-Phenylendiamin

p-Phenylendiamin

Phenylhydrazin

N-Phenyl-2-naphthylamin

1,1,2,2-Tetrachlorethan

Tetrachlorethen

Tetrachlormethan

Thioharnstoff

p-Toluidin

1,1,2-Trichlorethan

Trichlorethen (Trichlorethylen)

Trichlormethan (Chloroform)

Trimethylphosphat

2,4,7-Trinitrofluorenon

2,4,6-Trinitrotoluol (und Isomeren in technischen Gemischen)

Vinylacetat

2,4-Xylidin

C Krebserzeugende Stoffgruppen und Stoffgemische

1) Aromatenextrakte aus Erdöldestillaten gelten als eindeutig krebserzeugend.

2) Arsen- oder teerhaltige Salben gelten als eindeutig krebserzeugend.

3) Arzneimittel, denen ein gentoxischer therapeutischer Wirkungsmechanismus zugrunde liegt, wie insbesondere alkylierende Zytostatika, gelten als eindeutig krebserzeugend.

4) Azofarbmittel, die eine im Stoffwechsel freisetzbare kanzerogene Arylaminkomponente enthalten, gelten entsprechend der Aminkomponente als krebserzeugend.

5) Gemische aus α-Chlortoluol, α, α-Dichlortoluol, α, α, α-Trichlortoluol und Benzoylchlorid gelten als eindeutig krebserzeugende Arbeitsstoffe.

6) Buchen- oder Eichenholzstäube gelten als eindeutig krebserzeugend. Alle anderen Holzstäube gelten als Arbeitsstoffe mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential.

7) Pyrolyseprodukte aus organischem Material, die eindeutig krebserzeugende polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe beinhalten, gelten als eindeutig krebserzeugend. Dazu gehören insbesondere Braunkohlenteere, Steinkohlenteere, Steinkohlenteerpeche, Steinkohlenteeröle, Kokereirohgase sowie Dieselmotoremissionen. Steinkohlenruß gilt ebenfalls als eindeutig krebserzeugend.

8) Arbeitsstoffe gelten jedenfalls als eindeutig krebserzeugend, wenn sie entstehen

1.

beim Starke-Säure-Verfahren bei der Herstellung von iso-Propanol oder

2.

als Schwebstoffe beim Rösten oder bei der elektrolytischen Raffination von Nickelmatte.

9) Isopropylöl (Rückstand aus der iso-Propanol-Herstellung) gilt als Arbeitsstoff mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential, außer es trifft 8.1. zu.

10) Kühlschmierstoffe, die Nitrit oder nitritliefernde Verbindungen und Reaktionspartner für die Nitrosaminbildung enthalten, gelten als Arbeitsstoffe mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential.

11) Künstliche Mineralfasern gelten als Arbeitsstoffe mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential. Dies gilt nicht, wenn nachgewiesen wird, dass der Stoff eine der nachstehenden Voraussetzungen erfüllt:

a)

Mit einem kurzfristigen Inhalationsbiopersistenztest wurde nachgewiesen, dass die gewichtete Halbwertszeit der Fasern mit einer Länge von über 20 µm weniger als zehn Tage beträgt.

b)

Mit einem kurzfristigen Intratrachealbiopersistenztest wurde nachgewiesen, dass die gewichtete Halbwertszeit der Fasern mit einer Länge von über 20 µm weniger als 40 Tage beträgt.

c)

Ein geeigneter Intraperitonealtest hat keine Anzeichen von übermäßiger Karzinogenität zum Ausdruck gebracht.

d)

Abwesenheit von relevanter Pathogenität oder von neoplastischen Veränderungen bei einem geeigneten Langzeitinhalationstest.

Die Einstufung als krebserzeugend ist nicht zwingend für Fasern, bei denen der längengewichtete mittlere geometrische Durchmesser abzüglich der zweifachen Standardabweichung größer ist als 6 µm. Abweichend vom ersten Satz gelten künstliche Mineralfasern, die gemäß § 4 der Chemikalienverordnung, BGBl. II Nr. 81/2000, in Verbindung mit Anhang B, Teil 1, Punkt 4.2.1 ChemV, als „Krebserzeugend, Kategorie 1 oder 2“ einzustufen sind, als eindeutig krebserzeugend.

Abkürzung

GKV

Anhang III/2003

LISTE KREBSERZEUGENDER ARBEITSSTOFFE

A Eindeutig als krebserzeugend ausgewiesene Arbeitsstoffe

A1 Stoffe, die beim Menschen erfahrungsgemäß bösartige Geschwülste zu verursachen vermögen:

4-Aminobiphenyl und seine Salze

Arsentrioxid und Arsenpentoxid, arsenige Säure, Arsensäure und ihre Salze, zB Bleiarsenat,

Calciumarsenat

Asbest (Chrysotil; Aktinolith, Amosit, Anthophyllit, Krokydolith, Tremolit) als Feinstaub und

asbesthaltiger

Feinstaub

Benzidin und seine Salze

Benzol

Bis(chlormethyl)ether

4-Chlor-o-toluidin

2,2′-Dichlordiethylsulfid

N-Methyl-bis(2-chlorethyl)amin

Monochlordimethylether

2-Naphthylamin und seine Salze

Nickel (Staub/Aerosole von Nickelmetall, Nickelsulfid und sulfidischen Erzen, Nickeloxid und

Nickelcarbonat)

Vinylchlorid

Zinkchromat

A2 Stoffe, die sich bislang nur im Tierversuch als krebserzeugend erwiesen haben, und zwar unter Bedingungen, die der möglichen Exponierung des Menschen am Arbeitsplatz vergleichbar sind bzw. aus denen Vergleichbarkeit abgeleitet werden kann:

Acrylamid

Acrylnitril

1-Allyloxy-2,3-epoxypropan

o-Aminoazotoluol

6-Amino-2-ethoxynaphthalin

2-Amino-4-nitrotoluol

Antimontrioxid

Auramin und seine Salze

Benz[a]anthrazen

Benzo[b]fluoranthen

Benzo[j]fluoranthen

Benzo[k]fluoranthen

Benzo[a]pyren

Beryllium und seine Verbindungen

Bromethan

1,3-Butadien

2,4-Butansulton

Cadmium und seine Verbindungen, Cadmiumchlorid, Cadmiumoxid, Cadmiumsulfat, Cadmiumsulfid

und andere bioverfügbare Verbindungen

p-Chloranilin

1-Chlor-2,3-epoxypropan (Epichlorhydrin)

Chlorfluormethan

N-Chlorformyl-morpholin

Chlorierte Dibenzodioxine und -furane

α-Chlortoluol; siehe auch auch α-Chlortoluole in Anhang III C Ziffer 5

Chrom(VI)-Verbindungen (in Form von Staub/Aerosole); als Beispiele seien genannt: Alkalichromate,

Calciumchromat, Chrom-III-chromat, Chromdioxidichlorid (Chromdioxychlorid, Chromoxychlorid, Chromylchlorid), Chromsäure, Chromsäureanhydrid, Chromtrioxid, Strontiumchromat.

Ausgenommen die in Wasser praktisch unlöslichen, wie zB Bleichromat (s. III B), Bariumchromat [aber Zinkchromat in A 1].

Chrysen

Cobalt und seine Verbindungen

2,4-Diaminoanisol

3,3′-Diaminobenzidin und seine Salze

4,4′-Diaminodiphenylmethan

Diazomethan

Dibenz[a,h]anthracen

Dibenzo[a,e]pyren

Dibenzo[a,h]pyren

Dibenzo[a,i]pyren

Dibenzo[a,l]pyren

1,2-Dibrom-3-chlorpropan

1,2-Dibromethan

Dichloracetylen

3,3′-Dichlorbenzidin und seine Salze

1,4-Dichlorbenzol

1,4-Dichlor-2-buten

1,2-Dichlorethan

1,3-Dichlor-2-propanol

E- und Z-1,3-Dichlorpropen (cis- und trans-)

α,α-Dichlortoluol; s. auch α-Chlortoluole in Anhang III C Ziffer 5

Diethylsulfat

Diglycidylresorcinether

3,3′-Dimethoxybenzidin (o-Dianisidin) und seine Salze

3,3′-Dimethylbenzidin (o-Tolidin) und seine Salze

Dimethylcarbamidsäurechlorid

3,3′-Dimethyl-4,4'-diaminodiphenylmethan

1,1-Dimethylhydrazin

1,2-Dimethylhydrazin

Dimethylsulfamoylchlorid

Dimethylsulfat

Dinitrotoluole (Isomerengemische)

1,2-Epoxybutan

1,2-Epoxypropan

2,3-Epoxy-1-propanol

Ethylcarbamat

Ethylenimin

Ethylenoxid

Glycidyltrimethylammoniumchlorid

Hexamethylphosphorsäuretriamid

Hydrazin

Indeno[1,2,3-cd]pyren

Iodmethan (Methyliodid)

p-Kresidin (2-Methoxy-5-methylanilin)

2-Methoxyanilin

Methylazoxymethylacetat

4,4′-Methylen-bis(2-chloranilin) und seine Salze

4,4′-Methylen-bis(N,N-dimethylanilin)

1-Methyl-3-nitro-1-nitrosoguanidin

1-Naphthylamin

Nickeltetracarbonyl

5-Nitroacenaphthen

4-Nitrobiphenyl

2-Nitronaphthalin

2-Nitropropan

N-Nitrosodi-n-butylamin

N-Nitrosodiethanolamin

N-Nitrosodiethylamin

N-Nitrosodimethylamin

N-Nitrosodi-i-propylamin

N-Nitrosodi-n-propylamin

N-Nitrosoethylphenylamin

N-Nitrosomethylethylamin

N-Nitrosomethylphenylamin

N-Nitrosomorpholin

N-Nitrosopiperidin

N-Nitrosopyrrolidin

o-Nitrotoluol

4,4′-Oxydianilin

Pentachlorphenol

o-Phenylendiamin

Phenylglycidylether

1,3-Propansulton

β-Propiolacton

Propylenimin

Styroloxid

Sulfallat (ISO)

2,3,7,8-Tetrachlordibenzo-p-dioxin

Tetranitromethan

4,4′-Thiodianilin

o-Toluidin und seine Salze

2,4-Toluylendiamin

2,3,4-Trichlor-1-buten

α,α,α-Trichlortoluol (Benzotrichlorid); s. auch α-Chlortoluole in Anhang III C Ziffer 5

2,4,5-Trimethylanilin

4-Vinyl-1,2-cyclohexendiepoxid

N-Vinyl-2-pyrrolidon

B Stoffe mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential

Acetaldehyd

Acetamid

3-Amino-9-ethylcarbazol

Anilin

Bleichromat

Bleichromatoxid

Brommethan

1,4-Butansulton

2-Butenal

1-n-Butoxy-2,3-epoxypropan

1-tert-Butoxy-2,3-epoxypropan

Chlordan

Chlordecon

Chlorethan

Chlorierte Biphenyle (technische Produkte)

Chlormethan

3-Chlor-2-methylpropen

1-Chlor-2-nitrobenzol

1-Chlor-4-nitrobenzol

Chlorparaffine (bestimmte technische Produkte)

3-Chlorpropen (Allylchlorid)

Chlorthalonil

5-Chlor-o-toluidin

Chromcarbonyl

1,1-Dichlorethen (Vinylidenchlorid)

Dichlormethan

1,2-Dichlormethoxyethan

Diethylcarbamidsäurechlorid

1,1-Difluorethen

Diglycidylether

N,N-Dimethylanilin

Dimethylhydrogenphosphit

Dinitrobenzol (alle Isomeren)

Dinitronaphthaline (alle Isomeren)

1,4-Dioxan

Diphenylmethan-4,4′-diisocyanat

Formaldehyd

Heptachlor

1,1,2,3,4,4-Hexachlor-1,3-butadien

N-Hydroxymethyl-2-chloracetamid

Isopropylglycidylether

Michlers Keton

2-Nitro-4-aminophenol

1-Nitronaphthalin

2-Nitro-p-phenylendiamin

Nitropyrene (Mono-, Di-, Tri-, Tetra) (Isomere)

m-Phenylendiamin

p-Phenylendiamin

Phenylhydrazin

N-Phenyl-2-naphthylamin

1,1,2,2-Tetrachlorethan

Tetrachlorethen

Tetrachlormethan

Thioharnstoff

p-Toluidin

1,1,2-Trichlorethan

Trichlorethen (Trichlorethylen)

Trichlormethan (Chloroform)

Trimethylphosphat

2,4,7-Trinitrofluorenon

2,4,6-Trinitrotoluol (und Isomeren in technischen Gemischen)

Vinylacetat

2,4-Xylidin

C Krebserzeugende Stoffgruppen und Stoffgemische

1) Aromatenextrakte aus Erdöldestillaten gelten als eindeutig krebserzeugend.

2) Arsen- oder teerhaltige Salben gelten als eindeutig krebserzeugend.

3) Arzneimittel, denen ein gentoxischer therapeutischer Wirkungsmechanismus zugrunde liegt, wie insbesondere alkylierende Zytostatika, gelten als eindeutig krebserzeugend.

4) Azofarbmittel, die eine im Stoffwechsel freisetzbare kanzerogene Arylaminkomponente enthalten, gelten entsprechend der Aminkomponente als krebserzeugend.

5) Gemische aus α-Chlortoluol, α,α-Dichlortoluol, α,α,α-Trichlortoluol und Benzoylchlorid gelten als eindeutig krebserzeugende Arbeitsstoffe.

6) Hartholzstäube gelten als eindeutig krebserzeugend. Alle anderen Holzstäube gelten als Arbeitsstoffe mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential.

7) Pyrolyseprodukte aus organischem Material, die eindeutig krebserzeugende polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe beinhalten, gelten als eindeutig krebserzeugend. Dazu gehören insbesondere Braunkohlenteere, Steinkohlenteere, Steinkohlenteerpeche, Steinkohlenteeröle, Kokereirohgase sowie Dieselmotoremissionen. Steinkohlenruß gilt ebenfalls als eindeutig krebserzeugend.

8) Arbeitsstoffe gelten jedenfalls als eindeutig krebserzeugend, wenn sie entstehen

1.

beim Starke-Säure-Verfahren bei der Herstellung von iso-Propanol oder

2.

als Schwebstoffe beim Rösten oder bei der elektrolytischen Raffination von Nickelmatte.

9) Isopropylöl (Rückstand aus der iso-Propanol-Herstellung) gilt als Arbeitsstoff mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential, außer es trifft 8.1. zu.

10) Kühlschmierstoffe, die Nitrit oder nitritliefernde Verbindungen und Reaktionspartner für die Nitrosaminbildung enthalten, gelten als Arbeitsstoffe mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential.

11) Künstliche Mineralfasern gelten als Arbeitsstoffe mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential. Dies gilt nicht, wenn nachgewiesen wird, dass der Stoff eine der nachstehenden Voraussetzungen erfüllt:

a)

Mit einem kurzfristigen Inhalationsbiopersistenztest wurde nachgewiesen, dass die gewichtete Halbwertszeit der Fasern mit einer Länge von über 20 μm weniger als zehn Tage beträgt.

b)

Mit einem kurzfristigen Intratrachealbiopersistenztest wurde nachgewiesen, dass die gewichtete Halbwertszeit der Fasern mit einer Länge von über 20 μm weniger als 40 Tage beträgt.

c)

Ein geeigneter Intraperitonealtest hat keine Anzeichen von übermäßiger Karzinogenität zum Ausdruck gebracht.

d)

Abwesenheit von relevanter Pathogenität oder von neoplastischen Veränderungen bei einem geeigneten Langzeitinhalationstest.

Die Einstufung als krebserzeugend ist nicht zwingend für Fasern, bei denen der längengewichtete mittlere geometrische Durchmesser abzüglich der zweifachen Standardabweichung größer ist als 6 μm.

Abweichend vom ersten Satz gelten künstliche Mineralfasern, die gemäß § 4 der Chemikalienverordnung, BGBl. II Nr. 81/2000, in Verbindung mit Anhang B, Teil 1, Punkt 4.2.1 ChemV, als „Krebserzeugend, Kategorie 1 oder 2“ einzustufen sind, als eindeutig krebserzeugend.

Abkürzung

GKV

Anhang III/2011

LISTE KREBSERZEUGENDER ARBEITSSTOFFE

A Eindeutig als krebserzeugend ausgewiesene Arbeitsstoffe

A1 Stoffe, die beim Menschen erfahrungsgemäß bösartige Geschwülste zu verursachen vermögen:

4-Aminobiphenyl und seine Salze

Arsentrioxid und Arsenpentoxid, arsenige Säure, Arsensäure und ihre

Salze, zB Bleiarsenat, Calciumarsenat

Asbest (Chrysotil; Aktinolith, Amosit, Anthophyllit, Krokydolith,

Tremolit) als Feinstaub und asbesthaltiger Feinstaub

Benzidin und seine Salze

Benzol

Bis(chlormethyl)ether

C.I. Pigment Black 25

C.I. Pigment Yellow 157

4-Chlor-o-toluidin

Chromtrioxid (Chrom(VI)-oxid)

2,2’-Dichlordiethylsulfid

Erionit

N-Methyl-bis(2-chlorethyl)amin

Monochlordimethylether

2-Naphthylamin und seine Salze

Nickel (Stäube, Rauch oder Nebel von Nickelmetall, Nickelsulfid und sulfidischen Erzen, Nickeloxide und Nickelcarbonat) und Stäube, Rauch oder Nebel von Nickelverbindungen und Nickellegierungen

Nickelsulfat (Schleime und Schlämme, elektrolytische Kupferraffination, entkupfert)

Vinylchlorid

Zinkchromat

A2 Stoffe, die sich bislang nur im Tierversuch als krebserzeugend erwiesen haben, und zwar unter Bedingungen, die der möglichen Exponierung des Menschen am Arbeitsplatz vergleichbar sind bzw. aus denen Vergleichbarkeit abgeleitet werden kann:

Acrylamid

Acrylnitril

1-Allyloxy-2,3-epoxypropan

4-Aminoazobenzol

o-Aminoazotoluol

1-(2-Amino-5-chlorphenyl)-2,2,2-trifluor-1,1-ethandiol, Hydrochlorid

6-Amino-2-ethoxynaphthalin

3-Amino-9-ethylcarbazol

4-Amino-3-fluorphenol

2-Amino-4-nitrotoluol

Ammoniumdichromat

Antimontrioxid

Auramin und seine Salze

Azobenzol

Benz[a]anthrazen

Benzo[b]fluoranthen

Benzo[j]fluoranthen

Benzo[k]fluoranthen

Benzo[a]pyren

Benzo[e]pyren

Beryllium und seine Verbindungen

Bleichromat

Bleichromatmolybdatsulfatrot

Bleisulfochromatgelb

Bromethan

Bromethen

1,3-Butadien

2,4-Butansulton

C.I. Basic Red 9

C.I. Direct Black 38

C.I. Direct Blue 6

C.I. Direct Brown 95

C.I. Direct Red 28

C.I. Disperse Blue 1

C.I. Pigment Yellow 34

Cadmium und seine Verbindungen, Cadmiumchlorid, Cadmiumoxid,

Cadmiumsulfat, Cadmiumsulfid und andere bioverfügbare Verbindungen

p-Chloranilin

p-Chlorbenzotrichlorid

2-Chlor-1,3-butadien

1-Chlor-2,3-epoxypropan (Epichlorhydrin)

(2-Chlorethyl)(3-hydroxypropyl)ammoniumchlorid

Chlorfluormethan

N-Chlorformyl-morpholin

Chlorierte Dibenzodioxine und -furane α-Chlortoluol; siehe auch auch α-Chlortoluole in Anhang III C Ziffer 5

Chrom(VI)-Verbindungen (in Form von Stäuben, Rauch oder Nebel); als Beispiele seien genannt: Alkalichromate, Calciumchromat, Chrom-III-chromat, Chromdioxidichlorid (Chromdioxychlorid, Chromoxychlorid, Chromylchlorid), Chromsäure, Chromsäureanhydrid, Chromtrioxid, Strontiumchromat.

Ausgenommen die in Wasser praktisch unlöslichen, wie zB Bleichromat (s. III B), Bariumchromat [aber Zinkchromat in A 1].

Chrysen

Cobalt und seine Verbindungen

Cobalt(II)-acetat

Cobalt(II)-chlorid

Cobalt(II)-carbonat

Cobalt(II)-nitrat

N,N’-Diacetyl-benzidin

2,4-Diaminoanisol

2,4-Diaminoanisolsulfat

3,3`-Diaminobenzidin und seine Salze

4,4`-Diaminodiphenylmethan

2,6-Diaminotoluol

Diazomethan

Dibenz[a,h]anthracen

Dibenzo[a,e]pyren

Dibenzo[a,h]pyren

Dibenzo[a,i]pyren

Dibenzo[a,l]pyren

1,2-Dibrom-3-chlorpropan

1,2-Dibromethan

2,3-Dibrom-1-propanol

Dichloracetylen

3,3’-Dichlorbenzidin und seine Salze

1,4-Dichlorbenzol

1,4-Dichlor-2-buten

1,2-Dichlorethan

1,3-Dichlor-2-propanol

E- und Z-1,3-Dichlorpropen (cis- und trans-)

α,α-Dichlortoluol; s. auch α-Chlortoluole in Anhang III C Ziffer 5

1,2,3,4-Diepoxybutan

Diethylsulfat

Diglycidylresorcinether

N-[6,9-Dihydro-9-[[2-hydroxy-1-(hydroxy-methyl)ethoxy]methyl]-6-oxo-1H-purin-2-yl]acetamid

3,3’-Dimethoxybenzidin (o-Dianisidin) und seine Salze

3,3’-Dimethylbenzidin (o-Tolidin) und seine Salze

Dimethylcarbamidsäurechlorid

3,3’-Dimethyl-4,4`-diaminodiphenylmethan

1,1-Dimethylhydrazin

1,2-Dimethylhydrazin

Dimethylsulfamoylchlorid

Dimethylsulfat

Dinitrotoluole (Isomerengemische)

1,2-Epoxybutan

1,2-Epoxypropan

2,3-Epoxy-1-propanol

R- 2,3 Epoxy-1-Propanol

Ethylcarbamat

Ethyl-1-(2,4-dichlorphenyl)-5-(trichlormethyl)-1H-1,2,4-triazol-3-carboxylat

Ethylenimin

Ethylenoxid

Furan

Glycidyltrimethylammoniumchlorid

Hexachlorbenzol

Hexamethylphosphorsäuretriamid

O-hexyl-N-ethoxycarbonyl-thiocarbamat

Hydrazin, Hydrazinsalze und Verbindungen (z. B. Hydrazinbis(3-carboxy-4-hydroxybenzolsulfonat), Hydrazin-tri-nitromethan)

Hydrazobenzol

6-Hydroxy-1-(3-isopropoxypropyl)-4-methyl-2-oxo-5-[4-(phenylazo)phenylazo]-1,2-dihydro-3-pyridincarbonitril

Indeno[1,2,3-cd]pyren

Iodmethan (Methyliodid)

O-Isobutyl-N-ethoxy-carbonylthiocarbamat

Isobutylnitrit

Isopren

Kaliumbromat

p-Kresidin (2-Methoxy-5-methylanilin)

2-Methoxyanilin

Methylacrylamidoglykolat

Methylacrylamidomethoxy-acetat

Methylazoxymethylacetat

4,4’-Methylen-bis(2-chloranilin) und seine Salze

4,4’-Methylen-bis(N,N-dimethylanilin)

1-Methyl-3-nitro-1-nitrosoguanidin

Methylphenylendiamin

Michlers Keton

1-Naphthylamin

Nickeltetracarbonyl

5-Nitroacenaphthen

2-Nitroanisol

4-Nitrobiphenyl

Nitrofen

2-Nitronaphthalin

2-Nitropropan

N-Nitrosodi-n-butylamin

N-Nitrosodiethanolamin

N-Nitrosodiethylamin

N-Nitrosodimethylamin

N-Nitrosodi-i-propylamin

N-Nitrosodi-n-propylamin

N-Nitrosoethylphenylamin

N-Nitrosomethylethylamin

N-Nitrosomethylphenylamin

N-Nitrosomorpholin

N-Nitrosopiperidin

N-Nitrosopyrrolidin

o-Nitrotoluol

Oxiranmethanol

4,4’-Oxydianilin

Pentachlorphenol und seine Salze

Phenolphthalein

o-Phenylendiamin

Phenylglycidylether

Phenylhydrazin und seine Salze

1,3-Propansulton

β-Propiolacton

Propylenimin

Quinolin

Safrol

Styroloxid

Sulfallat (ISO)

2,3,7,8-Tetrachlordibenzo-p-dioxin

Tetranitromethan

Thioacetamid

4,4`-Thiodianilin

o-Toluidin und seine Salze

Toluol-2,4-diammoniumsulfat

2,4-Toluylendiamin

2,3,4-Trichlor-1-buten

Trichlorethen (Trichlorethylen)

Trichlormethan

Trichlorphenol und seine Salze

1,2,3-Trichlorpropan

α,α,α-Trichlortoluol (Benzotrichlorid); s. auch α-Chlortoluole in Anhang III C Ziffer 5

2,4,5-Trimethylanilin

2,4,5-Trimethylanilin-Hydrochlorid

Trinatrium-(4’-(8-acetylamino-3,6-disulfonato-...-tetraolato-O,O’,O’’, O’’’)kupfer(II)

4-Vinyl-1,2-cyclohexendiepoxid

N-Vinyl-2-pyrrolidon

B Stoffe mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential

Acetaldehyd

Acetamid

Acid Violet 49

Aldrin

Anilin

Anilin, Salze von

Antu (ISO)

Biphenyl-2-ylamin

N,N-Bis(carboxymethyl)-glycin, Trinatrium-Salz

6,6’-Bis(diazo-5,5′,6,6′-tetrahydro-5,5′-dioxo)[methylenbis(5-(6-diazo-5,6-dihydro-5-oxo-1-naphthylsulphonyloxy)-6-methyl-2-phenylen]di(naphthalen-1-sulfonat)

4,4’'-Bis(N-carbamoyl-4-methylbenzolsulfonamid)diphenylmethan

Bleiacetat, basisch

Bleichromatoxid

5-Brom-1,2,3-trifluorobenzol

Brommethan

1-Brom-2-methylpropylpropionat

2-Butanonoxim

1,4-Butansulton

2-Butenal

1-n-Butoxy-2,3-epoxypropan

1-tert-Butoxy-2,3-epoxypropan

C.I. Basic Violet 3

C.I. Disperse Yellow 3

C.I. Solvent Yellow 14

Captan (ISO)

Carbaryl (ISO)

Chloracetaldehyd

Chloralkane C10-13

Chlordan (ISO)

Chlordecon (ISO)

Chlorethan

(3-Chlor-2-hydroxypropyl)trimethylammoniumchlorid

Chlorierte Biphenyle (technische Produkte)

Chloriertes Camphen

Chlormethan

3-Chlor-2-methylpropen

1-Chlor-2-nitrobenzol

1-Chlor-4-nitrobenzol

Chlorparaffine (bestimmte technische Produkte)

3-Chlorpropen (Allylchlorid)

Chlorpropham (ISO)

Chlorthalonil (ISO)

5-Chlor-o-toluidin

Chlortoluron (ISO)

Chromcarbonyl

Cinidon-Ethyl (ISO)

DDT (1,1,1-Trichlor-2,2 bis-(4-chlorphenyl)-ethan)

2,2-Dibrom-2-nitroethanol

2,2’-Dichlordiethylether

1,1-Dichlorethen (Vinylidenchlorid)

Dichlormethan

1,2-Dichlormethoxyethan

Dieldrin (ISO)

Diethylcarbamidsäurechlorid

1,1-Difluorethen

Diglycidylether

1,4-Dihydroxybenzol

4-[4-(1,3-Dihydroxyprop-2-yl)-phenylamino]-1,8-dihydroxy-5-nitroanthrachinon

2,4-Diisocyanattoluol

2,6-Diisocyanattoluol

N,N-Dimethylanilin

N,N-Dimethylanilinium-tetrakis(pentafluorphenyl)borat

Dimethylhydrogenphosphit

Dimoxystrobin (ISO)

Dinitrobenzol (alle Isomeren)

Dinitronaphthaline (alle Isomeren)

1,4-Dioxan

Diphenylmethan-4,4’-diisocyanat

Diuron (ISO)

Droloxifen

Epoxiconazol (ISO)

1,2-Epoxy-3-(tolyloxy)propan

Fentin acetat (ISO)

Fentin hydroxid (ISO)

Flusilazol (ISO)

Folpet (ISO)

Formaldehyd

Furfurylalkohol

2-Furymethanal

Heptachlor (ISO)

Heptachlorepoxid

1,1,2,3,4,4-Hexachlor-1,3-butadien

1,2,3,4,5,6-Hexachlorcyclohexan (techn. Gemisch aus α-HCH und β-HCH)

Hydroxylamin und seine Salze (z. B. Hydroxylamindihydrogenphosphat, Hydroxylaminphosphat, Hydroxylammoniumhydrogensulfat, Hydroxylammoniumchlorid, Hydroxylammoniumnitrat, Hydroxylamin-4-methylbenzolsulfonat, Bis(hydroxylammonium)sulfat)

(6-(4-Hydroxy-3-(2-methoxyphenylazo)-2-sulfonato-7-naphthylamino)-1,3,5-triazin-2,4-diyl)bis[(amino-1-methylethyl)-ammonium]format

N-Hydroxymethyl-2-chloracetamid

Iprodion (ISO)

Isopropylglycidylether

Isoproturon (ISO)

Kaliumtitanoxid

Kresoxim-methyl (ISO)

Lindan (ISO)

Linuron (ISO)

Mepanipyrim

(Z)-2-Methoxyimino-2-[2-(tritylamino)thiazol-4-yl]essigsäure

4,4’-Methylenbis(2-ethylanilin)

8 von 9

(Methylenbis(4,1-phenylenazo(1-(3-(dimethylamino)propyl)-1,2-dihydro-6-hydroxy-4-methyl-2-oxopyridin-5,3-diyl)))-1,1’- dipyridiniumdichloriddihydrochlorid

Mirex

Molinat (ISO)

Molybdäntrioxid

Moschus-Keton

Moschus-Xylol

Naphthalin

1,5-Naphthylendiamin

1-(1-Naphthylmethyl)-quinolinium-chlorid

2-Nitro-4-aminophenol

Nitrobenzol

1-Nitronaphthalin

2-Nitro-p-phenylendiamin

Nitropyrene (Mono-, Di-, Tri-, Tetra) (Isomere)

5-Nitro-o-toluidin-Hydrochlorid

Ozon

Pentachlorethan

Perfluoroctansäure und ihre Salze, z. B.: Kaliumperfluoroctansulfonat, Diethanolaminperfluor-octansulfonat, Ammoniumperfluoroctansulfonat, Lithiumperfluoroctansulfonat

(4-Phenylbutyl)-phosphinsäure

m-Phenylendiamin

p-Phenylendiamin

N-Phenyl-2-naphthylamin

Profoxydim (ISO)

Propyzamid (ISO)

Pymetrozine (ISO)

Tepraloxydim (ISO)

1,1,2,2-Tetrachlorethan

Tetrachlorethen

Tetrachlormethan

2,2’-((3,3’',5,5’'-Tetramethyl-(1,1’-biphenyl)-4,4’-diyl)-bis(oxymethylen))-bis-oxiran

Thioharnstoff

p-Toluidin p-Toluidin, Salze (z. B. p-Toluidiniumchlorid, p-Toluidinsulfat)

m-Tolylidendiisocyanat

Tribrommethan

Tri-n-butylphosphat

1,1,2-Trichlorethan

Trichlorphenol

3,5,5-Trimethyl-2-cyclo-hexen-1-on

Trimethylphosphat

2,4,7-Trinitrofluorenon

2,4,6-Trinitrotoluol (und Isomeren in technischen Gemischen)

Tris(2-chlorethyl)phosphate

Vinclozolin (ISO)

Vinylacetat

2,4-Xylidin

2,6-Xylidin

C Krebserzeugende Stoffgruppen und Stoffgemische

1) Aromatenextrakte aus Erdöldestillaten gelten als eindeutig krebserzeugend.
2) Arsen- oder teerhaltige Salben gelten als eindeutig krebserzeugend.
3) Arzneimittel, denen ein gentoxischer therapeutischer Wirkungsmechanismus zugrunde liegt, wie insbesondere alkylierende Zytostatika, gelten als eindeutig krebserzeugend.
4) Azofarbmittel, die eine im Stoffwechsel freisetzbare kanzerogene Arylaminkomponente enthalten, gelten entsprechend der Aminkomponente als krebserzeugend.
5) Gemische aus α-Chlortoluol, α,α-Dichlortoluol, α,α,α-Trichlortoluol und Benzoylchlorid gelten als eindeutig krebserzeugende Arbeitsstoffe.
6) Stäube von in Anhang V genannten Hölzern gelten als eindeutig krebserzeugend. Alle anderen Holzstäube gelten als Arbeitsstoffe mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential.
7) Pyrolyseprodukte aus organischem Material, die eindeutig krebserzeugende polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe beinhalten, gelten als eindeutig krebserzeugend. Dazu gehören insbesondere Braunkohlenteere, Steinkohlenteere, Steinkohlenteerpeche, Steinkohlenteeröle, Kokereirohgase sowie Dieselmotoremissionen. Steinkohlenruß gilt ebenfalls als eindeutig krebserzeugend.
8) Arbeitsstoffe gelten jedenfalls als eindeutig krebserzeugend, wenn sie entstehen
1. beim Starke-Säure-Verfahren bei der Herstellung von iso-Propanol oder 2. als Schwebstoffe beim Rösten oder bei der elektrolytischen Raffination von Nickelmatte.
9) Isopropylöl (Rückstand aus der iso-Propanol-Herstellung) gilt als Arbeitsstoff mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential, außer es trifft 8.1. zu.
10) Kühlschmierstoffe, die Nitrit oder nitritliefernde Verbindungen und Reaktionspartner für die Nitrosaminbildung enthalten, gelten als Arbeitsstoffe mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential.
11) Künstliche Mineralfasern gelten als Arbeitsstoffe mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential. Dies gilt nicht, wenn nachgewiesen wird, dass der Stoff eine der nachstehenden Voraussetzungen erfüllt:
a) Mit einem kurzfristigen Inhalationsbiopersistenztest wurde nachgewiesen, dass die gewichtete Halbwertszeit der Fasern mit einer Länge von über 20 μm weniger als zehn Tage beträgt.
b) Mit einem kurzfristigen Intratrachealbiopersistenztest wurde nachgewiesen, dass die gewichtete Halbwertszeit der Fasern mit einer Länge von über 20 μm weniger als 40 Tage beträgt.
c) Ein geeigneter Intraperitonealtest hat keine Anzeichen von übermäßiger Karzinogenität zum Ausdruck gebracht.
d) Abwesenheit von relevanter Pathogenität oder von neoplastischen Veränderungen bei einem geeigneten Langzeitinhalationstest.
Die Einstufung als krebserzeugend ist nicht zwingend für Fasern, bei denen der längengewichtete mittlere geometrische Durchmesser abzüglich der zweifachen Standardabweichung größer ist als 6 μm. Abweichend vom ersten Satz gelten künstliche Mineralfasern, die gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen, ABl. Nr. L 353 S. 1, in der Fassung der Berichtigung ABl. Nr. L 16 vom 20.01.2011 S. 1 als krebserzeugend einzustufen sind, als eindeutig krebserzeugend.
12) o-Tolidin basierte Farbstoffe

Abkürzung

GKV

Anhang III/2011

LISTE KREBSERZEUGENDER ARBEITSSTOFFE

A Eindeutig als krebserzeugend ausgewiesene Arbeitsstoffe

A1 Stoffe, die beim Menschen erfahrungsgemäß bösartige Geschwülste zu verursachen vermögen:

4-Aminobiphenyl und seine Salze

Arsentrioxid und Arsenpentoxid, arsenige Säure, Arsensäure und ihre

Salze, zB Bleiarsenat, Calciumarsenat

Asbest (Chrysotil; Aktinolith, Amosit, Anthophyllit, Krokydolith,

Tremolit) als Feinstaub und asbesthaltiger Feinstaub

Benzidin und seine Salze

Benzol

Bis(chlormethyl)ether

C.I. Pigment Black 25

C.I. Pigment Yellow 157

4-Chlor-o-toluidin

Chromtrioxid (Chrom(VI)-oxid)

2,2’-Dichlordiethylsulfid

Erionit

N-Methyl-bis(2-chlorethyl)amin

Monochlordimethylether

2-Naphthylamin und seine Salze

Nickel (Stäube, Rauch oder Nebel von Nickelmetall, Nickelsulfid und sulfidischen Erzen, Nickeloxide und Nickelcarbonat) und Stäube, Rauch oder Nebel von Nickelverbindungen und Nickellegierungen

Nickelsulfat (Schleime und Schlämme, elektrolytische Kupferraffination, entkupfert)

Vinylchlorid

Zinkchromat

A2 Stoffe, die sich bislang nur im Tierversuch als krebserzeugend erwiesen haben, und zwar unter Bedingungen, die der möglichen Exponierung des Menschen am Arbeitsplatz vergleichbar sind bzw. aus denen Vergleichbarkeit abgeleitet werden kann:

Acrylamid

Acrylnitril

1-Allyloxy-2,3-epoxypropan

4-Aminoazobenzol

o-Aminoazotoluol

1-(2-Amino-5-chlorphenyl)-2,2,2-trifluor-1,1-ethandiol, Hydrochlorid

6-Amino-2-ethoxynaphthalin

3-Amino-9-ethylcarbazol

4-Amino-3-fluorphenol

2-Amino-4-nitrotoluol

Ammoniumdichromat

Antimontrioxid

Auramin und seine Salze

Azobenzol

Benz[a]anthrazen

Benzo[b]fluoranthen

Benzo[j]fluoranthen

Benzo[k]fluoranthen

Benzo[a]pyren

Benzo[e]pyren

Beryllium und seine Verbindungen

Bleichromat

Bleichromatmolybdatsulfatrot

Bleisulfochromatgelb

Bromethan

Bromethen

1,3-Butadien

2,4-Butansulton

C.I. Basic Red 9

C.I. Direct Black 38

C.I. Direct Blue 6

C.I. Direct Brown 95

C.I. Direct Red 28

C.I. Disperse Blue 1

C.I. Pigment Yellow 34

Cadmium und seine Verbindungen, Cadmiumchlorid, Cadmiumoxid,

Cadmiumsulfat, Cadmiumsulfid und andere bioverfügbare Verbindungen

p-Chloranilin

p-Chlorbenzotrichlorid

2-Chlor-1,3-butadien

1-Chlor-2,3-epoxypropan (Epichlorhydrin)

(2-Chlorethyl)(3-hydroxypropyl)ammoniumchlorid

Chlorfluormethan

N-Chlorformyl-morpholin

Chlorierte Dibenzodioxine und -furane α-Chlortoluol; siehe auch auch α-Chlortoluole in Anhang III C Ziffer 5

Chrom(VI)-Verbindungen (in Form von Stäuben, Rauch oder Nebel); als Beispiele seien genannt: Alkalichromate, Calciumchromat, Chrom-III-chromat, Chromdioxidichlorid (Chromdioxychlorid, Chromoxychlorid, Chromylchlorid), Chromsäure, Chromsäureanhydrid, Chromtrioxid, Strontiumchromat.

Ausgenommen die in Wasser praktisch unlöslichen, wie zB Bleichromat (s. III B), Bariumchromat [aber Zinkchromat in A 1].

Chrysen

Cobalt und seine Verbindungen

Cobalt(II)-acetat

Cobalt(II)-chlorid

Cobalt(II)-carbonat

Cobalt(II)-nitrat

N,N’-Diacetyl-benzidin

2,4-Diaminoanisol

2,4-Diaminoanisolsulfat

3,3`-Diaminobenzidin und seine Salze

4,4`-Diaminodiphenylmethan

2,6-Diaminotoluol

Diazomethan

Dibenz[a,h]anthracen

Dibenzo[a,e]pyren

Dibenzo[a,h]pyren

Dibenzo[a,i]pyren

Dibenzo[a,l]pyren

1,2-Dibrom-3-chlorpropan

1,2-Dibromethan

2,3-Dibrom-1-propanol

Dichloracetylen

3,3’-Dichlorbenzidin und seine Salze

1,4-Dichlorbenzol

1,4-Dichlor-2-buten

1,2-Dichlorethan

1,3-Dichlor-2-propanol

E- und Z-1,3-Dichlorpropen (cis- und trans-)

α,α-Dichlortoluol; s. auch α-Chlortoluole in Anhang III C Ziffer 5

1,2,3,4-Diepoxybutan

Diethylsulfat

Diglycidylresorcinether

N-[6,9-Dihydro-9-[[2-hydroxy-1-(hydroxy-methyl)ethoxy]methyl]-6-oxo-1H-purin-2-yl]acetamid

3,3’-Dimethoxybenzidin (o-Dianisidin) und seine Salze

3,3’-Dimethylbenzidin (o-Tolidin) und seine Salze

Dimethylcarbamidsäurechlorid

3,3’-Dimethyl-4,4`-diaminodiphenylmethan

1,1-Dimethylhydrazin

1,2-Dimethylhydrazin

Dimethylsulfamoylchlorid

Dimethylsulfat

Dinitrotoluole (Isomerengemische)

1,2-Epoxybutan

1,2-Epoxypropan

2,3-Epoxy-1-propanol

R- 2,3 Epoxy-1-Propanol

Ethylcarbamat

Ethyl-1-(2,4-dichlorphenyl)-5-(trichlormethyl)-1H-1,2,4-triazol-3-carboxylat

Ethylenimin

Ethylenoxid

Formaldehyd

Furan

Glycidyltrimethylammoniumchlorid

Hexachlorbenzol

Hexamethylphosphorsäuretriamid

O-hexyl-N-ethoxycarbonyl-thiocarbamat

Hydrazin, Hydrazinsalze und Verbindungen (z. B. Hydrazinbis(3-carboxy-4-hydroxybenzolsulfonat), Hydrazin-tri-nitromethan)

Hydrazobenzol

6-Hydroxy-1-(3-isopropoxypropyl)-4-methyl-2-oxo-5-[4-(phenylazo)phenylazo]-1,2-dihydro-3-pyridincarbonitril

Indeno[1,2,3-cd]pyren

Iodmethan (Methyliodid)

O-Isobutyl-N-ethoxy-carbonylthiocarbamat

Isobutylnitrit

Isopren

Kaliumbromat

p-Kresidin (2-Methoxy-5-methylanilin)

2-Methoxyanilin

Methylacrylamidoglykolat

Methylacrylamidomethoxy-acetat

Methylazoxymethylacetat

4,4’-Methylen-bis(2-chloranilin) und seine Salze

4,4’-Methylen-bis(N,N-dimethylanilin)

1-Methyl-3-nitro-1-nitrosoguanidin

Methylphenylendiamin

Michlers Keton

1-Naphthylamin

Nickeltetracarbonyl

5-Nitroacenaphthen

2-Nitroanisol

4-Nitrobiphenyl

Nitrofen

2-Nitronaphthalin

2-Nitropropan

N-Nitrosodi-n-butylamin

N-Nitrosodiethanolamin

N-Nitrosodiethylamin

N-Nitrosodimethylamin

N-Nitrosodi-i-propylamin

N-Nitrosodi-n-propylamin

N-Nitrosoethylphenylamin

N-Nitrosomethylethylamin

N-Nitrosomethylphenylamin

N-Nitrosomorpholin

N-Nitrosopiperidin

N-Nitrosopyrrolidin

o-Nitrotoluol

Oxiranmethanol

4,4’-Oxydianilin

Pentachlorphenol und seine Salze

Phenolphthalein

o-Phenylendiamin

Phenylglycidylether

Phenylhydrazin und seine Salze

1,3-Propansulton

β-Propiolacton

Propylenimin

Quinolin

Safrol

Styroloxid

Sulfallat (ISO)

2,3,7,8-Tetrachlordibenzo-p-dioxin

Tetranitromethan

Thioacetamid

4,4`-Thiodianilin

o-Toluidin und seine Salze

Toluol-2,4-diammoniumsulfat

2,4-Toluylendiamin

2,3,4-Trichlor-1-buten

Trichlorethen (Trichlorethylen)

Trichlormethan

Trichlorphenol und seine Salze

1,2,3-Trichlorpropan

α,α,α-Trichlortoluol (Benzotrichlorid); s. auch α-Chlortoluole in Anhang III C Ziffer 5

2,4,5-Trimethylanilin

2,4,5-Trimethylanilin-Hydrochlorid

Trinatrium-(4’-(8-acetylamino-3,6-disulfonato-...-tetraolato-O,O’,O’’, O’’’)kupfer(II)

4-Vinyl-1,2-cyclohexendiepoxid

N-Vinyl-2-pyrrolidon

B Stoffe mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential

Acetaldehyd

Acetamid

Acid Violet 49

Aldrin

Anilin

Anilin, Salze von

Antu (ISO)

Biphenyl-2-ylamin

N,N-Bis(carboxymethyl)-glycin, Trinatrium-Salz

6,6’-Bis(diazo-5,5′,6,6′-tetrahydro-5,5′-dioxo)[methylenbis(5-(6-diazo-5,6-dihydro-5-oxo-1-naphthylsulphonyloxy)-6-methyl-2-phenylen]di(naphthalen-1-sulfonat)

4,4’'-Bis(N-carbamoyl-4-methylbenzolsulfonamid)diphenylmethan

Bleiacetat, basisch

Bleichromatoxid

5-Brom-1,2,3-trifluorobenzol

Brommethan

1-Brom-2-methylpropylpropionat

2-Butanonoxim

1,4-Butansulton

2-Butenal

1-n-Butoxy-2,3-epoxypropan

1-tert-Butoxy-2,3-epoxypropan

C.I. Basic Violet 3

C.I. Disperse Yellow 3

C.I. Solvent Yellow 14

Captan (ISO)

Carbaryl (ISO)

Chloracetaldehyd

Chloralkane C10-13

Chlordan (ISO)

Chlordecon (ISO)

Chlorethan

(3-Chlor-2-hydroxypropyl)trimethylammoniumchlorid

Chlorierte Biphenyle (technische Produkte)

Chloriertes Camphen

Chlormethan

3-Chlor-2-methylpropen

1-Chlor-2-nitrobenzol

1-Chlor-4-nitrobenzol

Chlorparaffine (bestimmte technische Produkte)

3-Chlorpropen (Allylchlorid)

Chlorpropham (ISO)

Chlorthalonil (ISO)

5-Chlor-o-toluidin

Chlortoluron (ISO)

Chromcarbonyl

Cinidon-Ethyl (ISO)

DDT (1,1,1-Trichlor-2,2 bis-(4-chlorphenyl)-ethan)

2,2-Dibrom-2-nitroethanol

2,2’-Dichlordiethylether

1,1-Dichlorethen (Vinylidenchlorid)

Dichlormethan

1,2-Dichlormethoxyethan

Dieldrin (ISO)

Diethylcarbamidsäurechlorid

1,1-Difluorethen

Diglycidylether

1,4-Dihydroxybenzol

4-[4-(1,3-Dihydroxyprop-2-yl)-phenylamino]-1,8-dihydroxy-5-nitroanthrachinon

2,4-Diisocyanattoluol

2,6-Diisocyanattoluol

N,N-Dimethylanilin

N,N-Dimethylanilinium-tetrakis(pentafluorphenyl)borat

Dimethylhydrogenphosphit

Dimoxystrobin (ISO)

Dinitrobenzol (alle Isomeren)

Dinitronaphthaline (alle Isomeren)

1,4-Dioxan

Diphenylmethan-4,4’-diisocyanat

Diuron (ISO)

Droloxifen

Epoxiconazol (ISO)

1,2-Epoxy-3-(tolyloxy)propan

Fentin acetat (ISO)

Fentin hydroxid (ISO)

Flusilazol (ISO)

Folpet (ISO)

Furfurylalkohol

2-Furymethanal

Heptachlor (ISO)

Heptachlorepoxid

1,1,2,3,4,4-Hexachlor-1,3-butadien

1,2,3,4,5,6-Hexachlorcyclohexan (techn. Gemisch aus α-HCH und β-HCH)

Hydroxylamin und seine Salze (z. B. Hydroxylamindihydrogenphosphat, Hydroxylaminphosphat, Hydroxylammoniumhydrogensulfat, Hydroxylammoniumchlorid, Hydroxylammoniumnitrat, Hydroxylamin-4-methylbenzolsulfonat, Bis(hydroxylammonium)sulfat)

(6-(4-Hydroxy-3-(2-methoxyphenylazo)-2-sulfonato-7-naphthylamino)-1,3,5-triazin-2,4-diyl)bis[(amino-1-methylethyl)-ammonium]format

N-Hydroxymethyl-2-chloracetamid

Iprodion (ISO)

Isopropylglycidylether

Isoproturon (ISO)

Kaliumtitanoxid

Kresoxim-methyl (ISO)

Lindan (ISO)

Linuron (ISO)

Mepanipyrim

(Z)-2-Methoxyimino-2-[2-(tritylamino)thiazol-4-yl]essigsäure

4,4’-Methylenbis(2-ethylanilin)

8 von 9

(Methylenbis(4,1-phenylenazo(1-(3-(dimethylamino)propyl)-1,2-dihydro-6-hydroxy-4-methyl-2-oxopyridin-5,3-diyl)))-1,1’- dipyridiniumdichloriddihydrochlorid

Mirex

Molinat (ISO)

Molybdäntrioxid

Moschus-Keton

Moschus-Xylol

Naphthalin

1,5-Naphthylendiamin

1-(1-Naphthylmethyl)-quinolinium-chlorid

2-Nitro-4-aminophenol

Nitrobenzol

1-Nitronaphthalin

2-Nitro-p-phenylendiamin

Nitropyrene (Mono-, Di-, Tri-, Tetra) (Isomere)

5-Nitro-o-toluidin-Hydrochlorid

Ozon

Pentachlorethan

Perfluoroctansäure und ihre Salze, z. B.: Kaliumperfluoroctansulfonat, Diethanolaminperfluor-octansulfonat, Ammoniumperfluoroctansulfonat, Lithiumperfluoroctansulfonat

(4-Phenylbutyl)-phosphinsäure

m-Phenylendiamin

p-Phenylendiamin

N-Phenyl-2-naphthylamin

Profoxydim (ISO)

Propyzamid (ISO)

Pymetrozine (ISO)

Tepraloxydim (ISO)

1,1,2,2-Tetrachlorethan

Tetrachlorethen

Tetrachlormethan

2,2’-((3,3’',5,5’'-Tetramethyl-(1,1’-biphenyl)-4,4’-diyl)-bis(oxymethylen))-bis-oxiran

Thioharnstoff

p-Toluidin p-Toluidin, Salze (z. B. p-Toluidiniumchlorid, p-Toluidinsulfat)

m-Tolylidendiisocyanat

Tribrommethan

Tri-n-butylphosphat

1,1,2-Trichlorethan

Trichlorphenol

3,5,5-Trimethyl-2-cyclo-hexen-1-on

Trimethylphosphat

2,4,7-Trinitrofluorenon

2,4,6-Trinitrotoluol (und Isomeren in technischen Gemischen)

Tris(2-chlorethyl)phosphate

Vinclozolin (ISO)

Vinylacetat

2,4-Xylidin

2,6-Xylidin

C Krebserzeugende Stoffgruppen und Stoffgemische

1) Aromatenextrakte aus Erdöldestillaten gelten als eindeutig krebserzeugend.
2) Arsen- oder teerhaltige Salben gelten als eindeutig krebserzeugend.
3) Arzneimittel, denen ein gentoxischer therapeutischer Wirkungsmechanismus zugrunde liegt, wie insbesondere alkylierende Zytostatika, gelten als eindeutig krebserzeugend.
4) Azofarbmittel, die eine im Stoffwechsel freisetzbare kanzerogene Arylaminkomponente enthalten, gelten entsprechend der Aminkomponente als krebserzeugend.
5) Gemische aus α-Chlortoluol, α,α-Dichlortoluol, α,α,α-Trichlortoluol und Benzoylchlorid gelten als eindeutig krebserzeugende Arbeitsstoffe.
6) Stäube von in Anhang V genannten Hölzern gelten als eindeutig krebserzeugend. Alle anderen Holzstäube gelten als Arbeitsstoffe mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential.
7) Pyrolyseprodukte aus organischem Material, die eindeutig krebserzeugende polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe beinhalten, gelten als eindeutig krebserzeugend. Dazu gehören insbesondere Braunkohlenteere, Steinkohlenteere, Steinkohlenteerpeche, Steinkohlenteeröle, Kokereirohgase sowie Dieselmotoremissionen. Steinkohlenruß gilt ebenfalls als eindeutig krebserzeugend.
8) Arbeitsstoffe gelten jedenfalls als eindeutig krebserzeugend, wenn sie entstehen
1. beim Starke-Säure-Verfahren bei der Herstellung von iso-Propanol oder 2. als Schwebstoffe beim Rösten oder bei der elektrolytischen Raffination von Nickelmatte.
9) Isopropylöl (Rückstand aus der iso-Propanol-Herstellung) gilt als Arbeitsstoff mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential, außer es trifft 8.1. zu.
10) Kühlschmierstoffe, die Nitrit oder nitritliefernde Verbindungen und Reaktionspartner für die Nitrosaminbildung enthalten, gelten als Arbeitsstoffe mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential.
11) Künstliche Mineralfasern gelten als Arbeitsstoffe mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential. Dies gilt nicht, wenn nachgewiesen wird, dass der Stoff eine der nachstehenden Voraussetzungen erfüllt:
a) Mit einem kurzfristigen Inhalationsbiopersistenztest wurde nachgewiesen, dass die gewichtete Halbwertszeit der Fasern mit einer Länge von über 20 μm weniger als zehn Tage beträgt.
b) Mit einem kurzfristigen Intratrachealbiopersistenztest wurde nachgewiesen, dass die gewichtete Halbwertszeit der Fasern mit einer Länge von über 20 μm weniger als 40 Tage beträgt.
c) Ein geeigneter Intraperitonealtest hat keine Anzeichen von übermäßiger Karzinogenität zum Ausdruck gebracht.
d) Abwesenheit von relevanter Pathogenität oder von neoplastischen Veränderungen bei einem geeigneten Langzeitinhalationstest.
Die Einstufung als krebserzeugend ist nicht zwingend für Fasern, bei denen der längengewichtete mittlere geometrische Durchmesser abzüglich der zweifachen Standardabweichung größer ist als 6 μm. Abweichend vom ersten Satz gelten künstliche Mineralfasern, die gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen, ABl. Nr. L 353 S. 1, in der Fassung der Berichtigung ABl. Nr. L 16 vom 20.01.2011 S. 1 als krebserzeugend einzustufen sind, als eindeutig krebserzeugend.
12) o-Tolidin basierte Farbstoffe

Abkürzung

GKV

Anhang III/2018

LISTE KREBSERZEUGENDER ARBEITSSTOFFE

A Eindeutig als krebserzeugend ausgewiesene Arbeitsstoffe

A1 Stoffe, die beim Menschen erfahrungsgemäß bösartige Geschwülste zu verursachen vermögen:

4-Aminobiphenyl und seine Salze

Arsentrioxid und Arsenpentoxid, arsenige Säure, Arsensäure und ihre

Salze, zB Bleiarsenat, Calciumarsenat

Asbest (Chrysotil; Aktinolith, Amosit, Anthophyllit, Krokydolith,

Tremolit) als Feinstaub und asbesthaltiger Feinstaub

Benzidin und seine Salze

Benzol

Bis(chlormethyl)ether

1,3 Butadien

C.I. Pigment Black 25

C.I. Pigment Yellow 157

4-Chlor-o-toluidin

Chromtrioxid (Chrom(VI)-oxid)

2,2’-Dichlordiethylsulfid

Erionit

N-Methyl-bis(2-chlorethyl)amin

Monochlordimethylether

2-Naphthylamin und seine Salze

Nickel (Stäube, Rauch oder Nebel von Nickelmetall, Nickelsulfid und sulfidischen Erzen, Nickeloxide, Nickelchromat und Nickelcarbonat) und Stäube, Rauch oder Nebel von Nickelverbindungen und Nickellegierungen

Nickelsulfat (Schleime und Schlämme, elektrolytische Kupferraffination, entkupfert)

Vinylchlorid

Zinkchromat

A2 Stoffe, die sich bislang nur im Tierversuch als krebserzeugend erwiesen haben, und zwar unter Bedingungen, die der möglichen Exponierung des Menschen am Arbeitsplatz vergleichbar sind bzw. aus denen Vergleichbarkeit abgeleitet werden kann:

Acrylamid

Acrylnitril

1-Allyloxy-2,3-epoxypropan

4-Aminoazobenzol

o-Aminoazotoluol

1-(2-Amino-5-chlorphenyl)-2,2,2-trifluor-1,1-ethandiol, Hydrochlorid

6-Amino-2-ethoxynaphthalin

3-Amino-9-ethylcarbazol

4-Amino-3-fluorphenol

2-Amino-4-nitrotoluol

Ammoniumdichromat

Anthrachinon

Antimontrioxid

Auramin und seine Salze

Azobenzol

Benz[a]anthrazen

Benzo[b]fluoranthen

Benzo[j]fluoranthen

Benzo[k]fluoranthen

Benzo[a]pyren

Benzo[e]pyren

Beryllium und seine Verbindungen

Bleichromat

Bleichromatmolybdatsulfatrot

Bleisulfochromatgelb

Bromethan

Bromethen

2,4-Butansulton

C.I. Basic Red 9

C.I. Direct Black 38

C.I. Direct Blue 6

C.I. Direct Brown 95

C.I. Direct Red 28

C.I. Disperse Blue 1

C.I. Pigment Yellow 34

Cadmium und seine Verbindungen, Cadmiumchlorid, Cadmiumoxid,

Cadmiumsulfat, Cadmiumsulfid und andere bioverfügbare Verbindungen

Cadmiumcarbonat

Cadmiumhydroxid

Cadmiumnitrat

p-Chloranilin

p-Chlorbenzotrichlorid

2-Chlor-1,3-butadien

1-Chlor-2,3-epoxypropan (Epichlorhydrin)

(2-Chlorethyl)(3-hydroxypropyl)ammoniumchlorid

Chlorfluormethan

N-Chlorformyl-morpholin

Chlorierte Dibenzodioxine und -furane α-Chlortoluol; siehe auch auch α-Chlortoluole in Anhang III C Ziffer 5

Chrom(VI)-Verbindungen (in Form von Stäuben, Rauch oder Nebel); als Beispiele seien genannt: Alkalichromate, Bleichromat, Calciumchromat, Chrom-III-chromat, Chromdioxidichlorid (Chromdioxychlorid, Chromoxychlorid, Chromylchlorid), Chromsäure, Chromsäureanhydrid, Strontiumchromat.

Ausgenommen die in Wasser praktisch unlöslichen, wie zB Bariumchromat [aber zBZinkchromat in A 1].

Chrysen

Cobalt und seine Verbindungen

Cobalt(II)-acetat

Cobalt(II)-chlorid

Cobalt(II)-carbonat

Cobalt(II)-nitrat

N,N’-Diacetyl-benzidin

2,4-Diaminoanisol

2,4-Diaminoanisolsulfat

3,3`-Diaminobenzidin und seine Salze

4,4`-Diaminodiphenylmethan

2,6-Diaminotoluol

Diazomethan

Dibenz[a,h]anthracen

Dibenzo[a,e]pyren

Dibenzo[a,h]pyren

Dibenzo[a,i]pyren

Dibenzo[a,l]pyren

1,2-Dibrom-3-chlorpropan

1,2-Dibromethan

2,3-Dibrom-1-propanol

Dichloracetylen

3,3’-Dichlorbenzidin und seine Salze

1,4-Dichlorbenzol

1,4-Dichlor-2-buten

1,2-Dichlorethan

1,2-Dichlorpropan

1,3-Dichlor-2-propanol

E- und Z-1,3-Dichlorpropen (cis- und trans-)

α,α-Dichlortoluol; s. auch α-Chlortoluole in Anhang III C Ziffer 5

1,2,3,4-Diepoxybutan

Diethylsulfat

Diglycidylresorcinether

N-[6,9-Dihydro-9-[[2-hydroxy-1-(hydroxy-methyl)ethoxy]methyl]-6-oxo-1H-purin-2-yl]acetamid

3,3’-Dimethoxybenzidin (o-Dianisidin) und seine Salze

3,3’-Dimethylbenzidin (o-Tolidin) und seine Salze

Dimethylcarbamidsäurechlorid

3,3’-Dimethyl-4,4`-diaminodiphenylmethan

1,1-Dimethylhydrazin

1,2-Dimethylhydrazin

Dimethylsulfamoylchlorid

Dimethylsulfat

Dinitrotoluole (Isomerengemische)

1,2-Epoxybutan

1,2-Epoxypropan

2,3-Epoxy-1-propanol

R- 2,3 Epoxy-1-Propanol

2,3 Epoxypropylmethacrylat

Ethylcarbamat

Ethyl-1-(2,4-dichlorphenyl)-5-(trichlormethyl)-1H-1,2,4-triazol-3-carboxylat

Ethylenimin

Ethylenoxid

Formaldehyd

Furan

Galliumarsenid

Glycidyltrimethylammoniumchlorid

Hexachlorbenzol

Hexamethylphosphorsäuretriamid

O-hexyl-N-ethoxycarbonyl-thiocarbamat

Hydrazin, Hydrazinsalze und Verbindungen (z. B. Hydrazinbis(3-carboxy-4-hydroxybenzolsulfonat), Hydrazin-tri-nitromethan)

Hydrazobenzol

6-Hydroxy-1-(3-isopropoxypropyl)-4-methyl-2-oxo-5-[4-(phenylazo)phenylazo]-1,2-dihydro-3-pyridincarbonitril

(6-(4-Hydroxy-3-(2-methoxyphenylazo)-2-sulfonato-7-naphthylamino)-1,3,5-triazin-2,4-diyl)bis[(amino-1-methylethyl)-ammonium]format

Indeno[1,2,3-cd]pyren

Iodmethan (Methyliodid)

O-Isobutyl-N-ethoxy-carbonylthiocarbamat

Isobutylnitrit

Isopren

Kaliumbromat

p-Kresidin (2-Methoxy-5-methylanilin)

2-Methoxyanilin

Methylacrylamidoglykolat

Methylacrylamidomethoxy-acetat

Methylazoxymethylacetat

4,4’-Methylen-bis(2-chloranilin) und seine Salze

4,4’-Methylen-bis(N,N-dimethylanilin)

(Methylenbis(4,1-phenylenazo(1-(3-(dimethylamino)propyl)-1,2-dihydro-6-hydroxy-4-methyl-2-oxopyridin-5,3-diyl)))-1,1’- dipyridiniumdichloriddihydrochlorid

N,N’-Methylendimorpholin

Methylhydrazin

1-Methyl-3-nitro-1-nitrosoguanidin

Methylphenylendiamin

Michlers Keton

1-Naphthylamin

Nickeltetracarbonyl

5-Nitroacenaphthen

2-Nitroanisol

4-Nitrobiphenyl

Nitrofen

2-Nitronaphthalin

2-Nitropropan

N-Nitrosodi-n-butylamin

N-Nitrosodiethanolamin

N-Nitrosodiethylamin

N-Nitrosodimethylamin

N-Nitrosodi-i-propylamin

N-Nitrosodi-n-propylamin

N-Nitrosoethylphenylamin

N-Nitrosomethylethylamin

N-Nitrosomethylphenylamin

N-Nitrosomorpholin

N-Nitrosopiperidin

N-Nitrosopyrrolidin

o-Nitrotoluol

Oxiranmethanol

4,4’-Oxydianilin

Pentachlorphenol und seine Salze

Phenolphthalein

o-Phenylendiamin

Phenylglycidylether

Phenylhydrazin und seine Salze

1,3-Propansulton

β-Propiolacton

Propylenimin

Quinolin

Safrol

Styroloxid

Sulfallat (ISO)

2,3,7,8-Tetrachlordibenzo-p-dioxin

Tetranitromethan

Thioacetamid

4,4`-Thiodianilin

o-Toluidin und seine Salze

Toluol-2,4-diammoniumsulfat

2,4-Toluylendiamin

2,3,4-Trichlor-1-buten

Trichlorethen (Trichlorethylen)

Trichlormethan

Trichlorphenol und seine Salze

1,2,3-Trichlorpropan

α,α,α-Trichlortoluol (Benzotrichlorid); s. auch α-Chlortoluole in Anhang III C Ziffer 5

2,4,5-Trimethylanilin

2,4,5-Trimethylanilin-Hydrochlorid

Trinatrium-(4’-(8-acetylamino-3,6-disulfonato-...-tetraolato-O,O’,O’’, O’’’)kupfer(II)

4-Vinyl-1,2-cyclohexendiepoxid

N-Vinyl-2-pyrrolidon

B Stoffe mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential

Acetaldehyd

Acetamid

Acid Violet 49

Aldrin

Ammoniumnonadecafluordecanoat

Anilin

Anilin, Salze von

Antu (ISO)

Biphenyl-2-ylamin

N,N-Bis(carboxymethyl)-glycin, Trinatrium-Salz

6,6’-Bis(diazo-5,5′,6,6′-tetrahydro-5,5′-dioxo)[methylenbis(5-(6-diazo-5,6-dihydro-5-oxo-1-naphthylsulphonyloxy)-6-methyl-2-phenylen]di(naphthalen-1-sulfonat)

4,4’'-Bis(N-carbamoyl-4-methylbenzolsulfonamid)diphenylmethan

Bleiacetat, basisch

Bleichromatoxid

5-Brom-1,2,3-trifluorobenzol

Brommethan

1-Brom-2-methylpropylpropionat

2-Butanonoxim

1,4-Butansulton

2-Butenal

1-n-Butoxy-2,3-epoxypropan

1-tert-Butoxy-2,3-epoxypropan

C.I. Basic Violet 3

C.I. Disperse Yellow 3

C.I. Solvent Yellow 14

Carbaryl (ISO)

Carbetamid (ISO)

Captan (ISO)

Chloracetaldehyd

Chloralkane C10-13

Chlordan (ISO)

Chlordecon (ISO)

Chlorethan

(3-Chlor-2-hydroxypropyl)trimethylammoniumchlorid

Chlorierte Biphenyle (technische Produkte)

Chloriertes Camphen

Chlormethan

3-Chlor-2-methylpropen

1-Chlor-2-nitrobenzol

1-Chlor-4-nitrobenzol

Chlorophen

Chlorparaffine (bestimmte technische Produkte)

3-Chlorpropen (Allylchlorid)

Chlorpropham (ISO)

Chlorthalonil (ISO)

5-Chlor-o-toluidin

Chlortoluron (ISO)

Chromcarbonyl

Cinidon-Ethyl (ISO)

Cyanamid

DDT (1,1,1-Trichlor-2,2 bis-(4-chlorphenyl)-ethan)

2,2-Dibrom-2-nitroethanol

2,2’-Dichlordiethylether

1,1-Dichlorethen (Vinylidenchlorid)

Dichlormethan

1,2-Dichlormethoxyethan

Dieldrin (ISO)

Diethylcarbamidsäurechlorid

1,1-Difluorethen

Diglycidylether

1,4-Dihydroxybenzol

4-[4-(1,3-Dihydroxyprop-2-yl)-phenylamino]-1,8-dihydroxy-5-nitroanthrachinon

2,4-Diisocyanattoluol

2,6-Diisocyanattoluol

N,N-Dimethylanilin

N,N-Dimethylanilinium-tetrakis(pentafluorphenyl)borat

Dimethylhydrogenphosphit

Dimoxystrobin (ISO)

Dinitrobenzol (alle Isomeren)

Dinitronaphthaline (alle Isomeren)

1,4-Dioxan

Diphenylmethan-4,4’-diisocyanat

Diuron (ISO)

Droloxifen

Epoxiconazol (ISO)

1,2-Epoxy-3-(tolyloxy)propan

Fentin acetat (ISO)

Fentin hydroxid (ISO)

Flusilazol (ISO)

Folpet (ISO)

Furfurylalkohol

2-Furymethanal

Heptachlor (ISO)

Heptachlorepoxid

1,1,2,3,4,4-Hexachlor-1,3-butadien

1,2,3,4,5,6-Hexachlorcyclohexan (techn. Gemisch aus α-HCH und β-HCH)

Hydroxylamin und seine Salze (z. B. Hydroxylamindihydrogenphosphat, Hydroxylaminphosphat, Hydroxylammoniumhydrogensulfat, Hydroxylammoniumchlorid, Hydroxylammoniumnitrat, Hydroxylamin-4-methylbenzolsulfonat, Bis(hydroxylammonium)sulfat)

N-Hydroxymethyl-2-chloracetamid

Iprodion (ISO)

Isopropylglycidylether

Isoproturon (ISO)

Kaliumtitanoxid

Kresoxim-methyl (ISO)

Lindan (ISO)

Linuron (ISO)

Mepanipyrim

(Z)-2-Methoxyimino-2-[2-(tritylamino)thiazol-4-yl]essigsäure

4,4’-Methylenbis(2-ethylanilin)

Mirex

Molinat (ISO)

Molybdäntrioxid

Moschus-Keton

Moschus-Xylol

Naphthalin

1,5-Naphthylendiamin

1-(1-Naphthylmethyl)-quinolinium-chlorid

Natriumnonadecafluordecanoat

2-Nitro-4-aminophenol

Nitrobenzol

1-Nitronaphthalin

2-Nitro-p-phenylendiamin

Nitropyrene (Mono-, Di-, Tri-, Tetra) (Isomere)

5-Nitro-o-toluidin-Hydrochlorid

Nonadecafluordecansäure

Ozon

Pentachlorethan

Perfluornonansäure

Perfluornonansäure und ihre Natriumsalze

Perflournonansäure und ihre Ammoniumsalze

Perfluoroctansäure und ihre Salze, z. B.: Kaliumperfluoroctansulfonat, Diethanolaminperfluor-octansulfonat, Ammoniumperfluoroctansulfonat, Lithiumperfluoroctansulfonat

(4-Phenylbutyl)-phosphinsäure

m-Phenylendiamin

p-Phenylendiamin

N-Phenyl-2-naphthylamin

Profoxydim (ISO)

Propyzamid (ISO)

Pymetrozine (ISO)

Tepraloxydim (ISO)

1,1,2,2-Tetrachlorethan

Tetrachlorethen

Tetrachlormethan (R 10)

2,2’-((3,3’',5,5’'-Tetramethyl-(1,1’-biphenyl)-4,4’-diyl)-bis(oxymethylen))-bis-oxiran

Tetrahydrofuran

Thiacloprid (ISO)

Thioharnstoff

p-Toluidin

p-Toluidin, Salze (z. B. p-Toluidiniumchlorid, p-Toluidinsulfat)

m-Tolylidendiisocyanat

Tribrommethan

Tri-n-butylphosphat

1,1,2-Trichlorethan

Trichlorphenol

3,5,5-Trimethyl-2-cyclo-hexen-1-on

Trimethylphosphat

2,4,7-Trinitrofluorenon

2,4,6-Trinitrotoluol (und Isomeren in technischen Gemischen)

Tris(2-chlorethyl)phosphate

Vinclozolin (ISO)

Vinylacetat

2,4-Xylidin

2,6-Xylidin

C Krebserzeugende Stoffgruppen und Stoffgemische

1) Aromatenextrakte aus Erdöldestillaten gelten als eindeutig krebserzeugend.

2) Arsen- oder teerhaltige Salben gelten als eindeutig krebserzeugend.

3) Arzneimittel, denen ein gentoxischer therapeutischer Wirkungsmechanismus zugrunde liegt, wie insbesondere alkylierende Zytostatika, gelten als eindeutig krebserzeugend.

4) Azofarbmittel, die eine im Stoffwechsel freisetzbare kanzerogene Arylaminkomponente enthalten, gelten entsprechend der Aminkomponente als krebserzeugend.

5) Gemische aus α-Chlortoluol, α,α-Dichlortoluol, α,α,α-Trichlortoluol und Benzoylchlorid gelten als eindeutig krebserzeugende Arbeitsstoffe.

6) Stäube von in Anhang V genannten Hölzern gelten als eindeutig krebserzeugend. Alle anderen Holzstäube gelten als Arbeitsstoffe mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential.

7) Pyrolyseprodukte aus organischem Material, die eindeutig krebserzeugende polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe beinhalten, gelten als eindeutig krebserzeugend. Dazu gehören insbesondere Braunkohlenteere, Steinkohlenteere, Steinkohlenteerpeche, Steinkohlenteeröle, Kokereirohgase sowie Dieselmotoremissionen. Steinkohlenruß gilt ebenfalls als eindeutig krebserzeugend.

8) Arbeitsstoffe gelten jedenfalls als eindeutig krebserzeugend, wenn sie entstehen

1.

beim Starke-Säure-Verfahren bei der Herstellung von iso-Propanol oder

2.

als Schwebstoffe beim Rösten oder bei der elektrolytischen Raffination von Nickelmatte.

9) Isopropylöl (Rückstand aus der iso-Propanol-Herstellung) gilt als Arbeitsstoff mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential, außer es trifft 8.1. zu.

10) Kühlschmierstoffe, die Nitrit oder nitritliefernde Verbindungen und Reaktionspartner für die Nitrosaminbildung enthalten, gelten als Arbeitsstoffe mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential.

11) Künstliche Mineralfasern gelten als Arbeitsstoffe mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential. Dies gilt nicht, wenn nachgewiesen wird, dass der Stoff eine der nachstehenden Voraussetzungen erfüllt:

a)

Mit einem kurzfristigen Inhalationsbiopersistenztest wurde nachgewiesen, dass die gewichtete Halbwertszeit der Fasern mit einer Länge von über 20 μm weniger als zehn Tage beträgt.

b)

Mit einem kurzfristigen Intratrachealbiopersistenztest wurde nachgewiesen, dass die gewichtete Halbwertszeit der Fasern mit einer Länge von über 20 μm weniger als 40 Tage beträgt.

c)

Ein geeigneter Intraperitonealtest hat keine Anzeichen von übermäßiger Karzinogenität zum Ausdruck gebracht.

d)

Abwesenheit von relevanter Pathogenität oder von neoplastischen Veränderungen bei einem geeigneten Langzeitinhalationstest. Die Einstufung als krebserzeugend ist nicht zwingend für Fasern, bei denen der längengewichtete mittlere geometrische Durchmesser abzüglich der zweifachen Standardabweichung größer ist als 6 μm. Abweichend vom ersten Satz gelten künstliche Mineralfasern, die gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen, ABl. Nr. L 353 S. 1, in der Fassung der Berichtigung ABl. Nr. L 16 vom 20.01.2011 S. 1 als krebserzeugend einzustufen sind, als eindeutig krebserzeugend.

12) o-Tolidin basierte Farbstoffe

Abkürzung

GKV

Anhang III/2018

LISTE KREBSERZEUGENDER ARBEITSSTOFFE

A Eindeutig als krebserzeugend ausgewiesene Arbeitsstoffe

A1 Stoffe, die beim Menschen erfahrungsgemäß bösartige Geschwülste zu verursachen vermögen:

4-Aminobiphenyl und seine Salze

Arsentrioxid und Arsenpentoxid, arsenige Säure, Arsensäure und ihre

Salze, zB Bleiarsenat, Calciumarsenat

Asbest (Chrysotil; Aktinolith, Amosit, Anthophyllit, Krokydolith,

Tremolit) als Feinstaub und asbesthaltiger Feinstaub

Benzidin und seine Salze

Benzol

Bis(chlormethyl)ether

1,3 Butadien

C.I. Pigment Black 25

C.I. Pigment Yellow 157

4-Chlor-o-toluidin

Chromtrioxid (Chrom(VI)-oxid)

2,2’-Dichlordiethylsulfid

Erionit

N-Methyl-bis(2-chlorethyl)amin

Monochlordimethylether

2-Naphthylamin und seine Salze

Nickel (Stäube, Rauch oder Nebel von Nickelmetall, Nickelsulfid und sulfidischen Erzen, Nickeloxide, Nickelchromat und Nickelcarbonat) und Stäube, Rauch oder Nebel von Nickelverbindungen und Nickellegierungen

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