Verordnung der Bundesministerin für Inneres über die Grundausbildungen für den Exekutivdienst (Grundausbildungsverordnung – Exekutivdienst des BMI)

Typ Verordnung
Veröffentlichung 2006-11-16
Letzte Aktualisierung 2009-09-01
Status Aufgehoben · 2017-06-12
Ministerium BKA (Bundeskanzleramt)
Quelle RIS
Artikel 18
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Präambel/Promulgationsklausel

Auf Grund der §§ 25 bis 31 und 144 des Beamten-Dienstrechtsgesetzes 1979 (BDG 1979), BGBl. Nr. 333, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 129/2006, und des § 11 Abs. 4 des Sicherheitspolizeigesetzes (SPG), BGBl. Nr. 566/1991, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 56/2006, wird verordnet:

Anwendungsbereich

§ 1. Diese Verordnung regelt für den Bereich des Bundesministeriums für Inneres

1.

die Grundausbildung für den Exekutivdienst;

2.

die Grundausbildung für die Verwendungsgruppe E 2a (dienstführende Beamte) im Exekutivdienst;

3.

die Grundausbildung für die Verwendungsgruppe E 1 im Exekutivdienst.

Anwendungsbereich

§ 1. Diese Verordnung regelt für den Bereich des Bundesministeriums für Inneres

1.

die Grundausbildung für den Exekutivdienst (Polizeigrundausbildung);

2.

die Grundausbildung für die Verwendungsgruppe E 2a (dienstführende Beamte) im Exekutivdienst;

3.

die Grundausbildung für die Verwendungsgruppe E 1 (leitende Beamte) im Exekutivdienst.

Ziele und Grundsätze der Grundausbildung

§ 2. (1) Die Grundausbildung zielt inhaltlich und methodisch sowohl auf die Vermittlung von Sachwissen, als auch auf den Erwerb von Methoden- und Handlungswissen im Sinne einer praxisorientierten Ausbildung ab. Dabei werden unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden die persönliche Kompetenz sowie berufspraktische Fähigkeiten und Kenntnisse vermittelt, die zu einer qualitativ hochwertigen Erfüllung der Aufgaben erforderlich sind, um den Anforderungen professionell und verantwortungsvoll nachkommen zu können. Die Entwicklung der Mitarbeiter soll durch die Grundausbildung unterstützt und die persönliche Arbeitzufriedenheit gefördert werden.

(2) Bei der Ausbildung sind folgende Grundsätze besonders zu beachten:

1.

Der Lehrstoff ist dem neuesten Stand der Wissenschaft und den dienstlichen Erfordernissen des Exekutivdienstes entsprechend zu vermitteln.

2.

Der Unterricht ist anschaulich und gegenwartsbezogen zu gestalten.

3.

Die Lehrgangsteilnehmer sind zu Selbstständigkeit und Mitarbeit anzuleiten.

Organisation und Leitung der Grundausbildung

§ 3. (1) Für die im § 1 angeführten Grundausbildungen hat die Sicherheitsakademie (SIAK) entsprechend dem Ausbildungsbedarf der Dienstbehörden Grundausbildungslehrgänge durchzuführen.

(2) Die Leitung der Grundausbildungslehrgänge obliegt der SIAK. Mit der unmittelbaren organisatorischen Durchführung sowie der allenfalls erforderlichen Wahrnehmung der unmittelbaren Dienst- und Fachaufsicht ist vom Direktor der SIAK für jeden Grundausbildungslehrgang ein fachlich und pädagogisch geeigneter Lehrgangsleiter zu betrauen.

Zulassung zu Grundausbildungen

§ 4. (1) Der Grundausbildung für den Exekutivdienst sind Bundesbedienstete zuzuweisen, sofern sie die allgemeinen Ernennungserfordernisse und die Erfordernisse der Z 11.1 der Anlage 1 zum BDG 1979 erfüllen.

(2) Die Zulassung zu Grundausbildungslehrgängen für die Verwendungsgruppe E 2a ist, abgesehen von der Erfüllung der Erfordernisse der Z 9.11 der Anlage 1 zum BDG 1979, vom Ergebnis der gemäß § 6 durchzuführenden Auswahlprüfung abhängig.

(3) Die Zulassung zu Grundausbildungslehrgängen für die Verwendungsgruppe E 1 ist, abgesehen von der Erfüllung der Erfordernisse der Z 8.16 der Anlage 1 zum BDG 1979, vom Ergebnis der gemäß § 6 durchzuführenden Auswahlprüfung abhängig.

(4) Die für die Zulassung zum Grundausbildungslehrgang für die Verwendungsgruppe E 1 gemäß Z 8.16 Abs. 1 lit. c und Abs. 2 der Anlage 1 zum BDG 1979 erforderliche praktische Verwendung muss auf Dienststellen mit exekutiver Außendiensttätigkeit zurückgelegt worden sein. In begründeten Ausnahmefällen kann auch eine andere Verwendung anerkannt werden, wenn dies im Hinblick auf die Gewinnung von spezifisch qualifiziertem Fachpersonal erforderlich ist.

(5) Wird ein zu einem Grundausbildungslehrgang zugelassener Bundesbediensteter durch

1.

ein Beschäftigungsverbot nach dem Mutterschutzgesetz 1979 (MSchG), BGBl. Nr. 221,

2.

eine Karenz nach dem MSchG, dem Väter-Karenzgesetz, BGBl. Nr. 651/1989, oder nach § 75 Abs. 1 BDG 1979 in Verbindung mit § 10 Abs. 4 Z 1 des Gehaltsgesetzes 1956, BGBl. Nr. 54,

3.

eine Teilzeitbeschäftigung nach dem MSchG oder dem Väter-Karenzgesetz oder

4.

eine Herabsetzung der Wochendienstzeit gemäß § 50b BDG 1979

(6) Nach Maßgabe der Voraussetzungen des § 11 Abs. 2 letzter Satz SPG kann die SIAK auch die Teilnahme von Bediensteten anderer Gebietskörperschaften an Grundausbildungslehrgängen gemäß § 1 zulassen.

§ 5. (1) Exekutivbedienstete sind nur dann zu Grundausbildungslehrgängen für die Verwendungsgruppe E 1 und E 2a zuzulassen, wenn sie die persönliche und fachliche Eignung für die Erfüllung der Aufgaben, die mit der für sie vorgesehenen Verwendung verbunden sind, erwarten lassen.

(2) Die persönliche Eignung hat sich auf die allgemeine geistige, körperliche und charakterliche Befähigung, die fachliche Eignung auf die ausbildungs- und leistungsmäßige Befähigung zu beziehen. Die fachliche Eignung liegt insbesondere dann nicht vor, wenn der Bedienstete in dem der Zulassung vorangegangenen Kalenderjahr den von ihm zu erwartenden Arbeitserfolg nicht aufgewiesen hat.

Auswahlprüfung

§ 6. (1) Für die Durchführung von Auswahlprüfungen ist vom Direktor der Sicherheitsakademie eine Kommission bestehend aus mindestens drei fachlich geeigneten Mitgliedern zu bestellen.

(2) Ist die Anzahl der Bewerber zu einem Grundausbildungslehrgang größer als die Zahl der zur Verfügung stehenden Lehrgangsplätze, so sind die Bewerber nach der in der erfolgreich abgelegten Auswahlprüfung erreichten Punktezahl zu reihen.

(3) Die bestandene Auswahlprüfung gilt für den unmittelbar folgenden Grundausbildungslehrgang.

Gestaltung der Grundausbildung

§ 7. (1) Die in § 1 angeführten Grundausbildungen sind in Form eines Lehrganges zu gestalten. Die Inhalte sind aus den Anlagen 1, 2 und 3 ersichtlich. Soweit dies zweckmäßig ist, können Lehrgänge auch in modularer Organisationsform stattfinden. Teile des Lehrganges können auch als e-learning, Schulung am Arbeitsplatz oder praktische Verwendung gestaltet werden. Die Schulung am Arbeitsplatz dient der Einführung in die Aufgaben der späteren Verwendung.

(2) Die Lehrkräfte haben laufend die Leistungen der Lehrgangsteilnehmer durch Prüfungen festzustellen. Abgesehen von Wiederholungen des zuletzt durchgenommenen Lehrstoffes sind Prüfungen vor ihrer Durchführung anzukündigen.

(3) Der erfolgreiche Abschluss solcher Ausbildungsmodule und anderer Ausbildungen oder Qualifizierungsmaßnahmen, Berufserfahrungen und selbstständiger Arbeiten kann nach Anhörung der SIAK gemäß § 30 BDG 1979 angerechnet werden.

Gestaltung der Grundausbildung

§ 7. (1) Die in § 1 angeführten Grundausbildungen sind in Form eines Lehrganges zu gestalten. Die Inhalte sind aus den Anlagen 1, 2 und 3 ersichtlich. Soweit dies zweckmäßig ist, können Lehrgänge auch in modularer Organisationsform stattfinden. Teile des Lehrganges können auch als e-learning, Schulung am Arbeitsplatz oder praktische Verwendung gestaltet werden. Die Schulung am Arbeitsplatz dient der Einführung in die Aufgaben der späteren Verwendung.

(2) Die Lehrkräfte haben laufend die Leistungen der Lehrgangsteilnehmer durch Prüfungen festzustellen. Abgesehen von Wiederholungen des zuletzt durchgenommenen Lehrstoffes sind Prüfungen vor ihrer Durchführung anzukündigen.

(3) Der erfolgreiche Abschluss von Ausbildungsmodulen und anderen Ausbildungen oder Qualifizierungsmaßnahmen sowie Berufserfahrungen und selbstständige Arbeiten können nach Anhörung der SIAK gemäß § 30 BDG 1979 angerechnet werden..

§ 8. (1) Bedienstete der Verwendungsgruppe E 2b, E 2a oder E 1 des Justizwachdienstes oder Wachebeamte von Gemeinden, die auf eine Planstelle des Exekutivdienstes im Bereich des Bundesministeriums für Inneres ernannt werden, haben an einer mindestens sechsmonatigen Ausbildung teilzunehmen. Die Ausbildung kann unterbleiben, wenn der Bedienstete die Grundausbildung gemäß § 1 erfolgreich abgeschlossen hat.

(2) Bedienstete der Verwendungsgruppe E 2a, die aufgrund des Absatzes 1 des § 16 der Verordnung des Bundesministers für Inneres über die Grundausbildungen für den Exekutivdienst und die Verwendungsgruppen E2a und E1 im Gendarmerie-, Sicherheitswach- und Kriminaldienst, BGBl. II Nr. 433/1999, in der Fassung BGBl. II Nr. 330/2004, in Sonderverwendung stehen und die eine außerhalb ihrer Sonderverwendung liegende Funktion anstreben, haben einen Ergänzungslehrgang zu besuchen. Inhalt und Umfang dieses Ergänzungslehrganges haben dem Teilgebiet „Führungsausbildung“ eines Grundausbildungslehrganges für die Verwendungsgruppe E 2a laut Anlage 2 dieser Verordnung zu entsprechen. Der Ergänzungslehrgang ist mit einer der Teilprüfung laut Anlage 2 dieser Verordnung gleichzuhaltenden Prüfung abzuschließen. Die Bestimmungen der §§ 5 und 6 finden Anwendung.

§ 8. (1) Bedienstete der Verwendungsgruppe E 2b, E 2a oder E 1 des Justizwachdienstes oder Wachebeamte von Gemeinden, die auf eine Planstelle des Exekutivdienstes im Bereich des Bundesministeriums für Inneres ernannt werden, haben an einer mindestens sechsmonatigen Ausbildung teilzunehmen. Die Ausbildung kann unterbleiben, wenn der Bedienstete die Grundausbildung gemäß § 1 erfolgreich abgeschlossen hat.

(2) Bedienstete der Verwendungsgruppe E 2a, die aufgrund des § 16 Abs. 1 der Verordnung des Bundesministers für Inneres über die Grundausbildungen für den Exekutivdienst und die Verwendungsgruppen E2a und E1 im Gendarmerie-, Sicherheitswach- und Kriminaldienst, BGBl. II Nr. 433/1999, in der Fassung BGBl. II Nr. 330/2004, in Sonderverwendung stehen und die eine außerhalb ihrer Sonderverwendung liegende Funktion anstreben, haben einen höchstens vier Monate dauernden und 476 Unterrichtseinheiten umfassenden Ergänzungslehrgang zu absolvieren.

(3) Der Ergänzungslehrgang umfasst die in der Anlage 2 angeführten Module „EINSATZ“ und „THEMENZENTRIERTER UNTERRICHT UND AKTUELLE THEMEN“ im vollen Umfang und die Module „RECHT“ und „FÜHRUNG“ im um die Hälfte der Unterrichtseinheiten reduzierten Umfang. Der Ergänzungslehrgang ist mit einer themenübergreifenden Prüfung aus den Modulen „RECHT“ und „EINSATZ“ nach der Anlage 2 dieser Verordnung abzuschließen. Die Bestimmungen der §§ 5 und 6 finden Anwendung.

Ausschließung von der Grundausbildung

§ 9. (1) Ein Bediensteter ist von der weiteren Grundausbildung auszuschließen, wenn er die persönliche oder fachliche Eignung nicht mehr aufweist oder nach seinen in der Ausbildung gezeigten Leistungen angenommen werden muss, dass er das Ausbildungsziel nicht erreichen wird.

(2) Über die Ausschließung von einer Grundausbildung entscheidet die Dienstbehörde über Antrag oder nach Anhörung der SIAK.

Dienstprüfung

§ 10. (1) Der Abschluss der Grundausbildungen ist durch die erfolgreiche Ablegung der entsprechenden Dienstprüfung vor einem Prüfungssenat nachzuweisen. Aufbau, Ablauf und Inhalte der Dienstprüfung sind aus den Anlagen 1, 2 und 3 ersichtlich.

(2) Die Bediensteten sind von Amts wegen zu den Dienstprüfungen zuzuweisen. Voraussetzung für die Zulassung zu den Dienstprüfungen für den Exekutivdienst und für die Verwendungsgruppe E 2a ist der positive Abschluss in jenen Lehrgegenständen, die weder verbindliche Übungen noch Freigegenstände sind. Voraussetzung für die Zulassung zur Dienstprüfung für die Verwendungsgruppe E 1 ist der positive Abschluss des Bachelor-Fachhochschul-Studienganges „Polizeiliche Führung“.

(3) Eine nicht bestandene Prüfung kann zweimal wiederholt werden. Die Reprobationsfrist ist mit mindestens zwei Wochen und höchstens drei Monaten festzusetzen.

Prüfungskommissionen

§ 11. (1) Für die Durchführung von Dienstprüfungen für den Exekutivdienst und die Verwendungsgruppen E 2a und E 1 hat die Bundesministerin für Inneres Prüfungskommissionen zu bilden. Vorsitzender der Prüfungskommissionen ist der Direktor der SIAK, im Falle seiner Verhinderung sein Stellvertreter.

(2) Die Prüfungskommission für Dienstprüfungen für den Exekutivdienst ist neben dem Vorsitzenden aus den Zentrumsleitern für die Aus- und Fortbildung in der SIAK, den Leitern der Bildungszentren und deren Stellvertretern und aus dem Kreis der hauptberuflich für die SIAK tätigen Lehrkräfte zu bilden. Von der jeweils zuständigen Dienstbehörde kann bei Bedarf ein Vertreter als weiteres Mitglied in die Prüfungskommission entsandt werden.

(3) Die Prüfungskommission für Dienstprüfungen für die Verwendungsgruppe E 2a ist neben dem Vorsitzenden aus den Zentrumsleitern für die Aus- und Fortbildung in der SIAK und aus dem Kreis der Bediensteten der Verwendungsgruppe A1/v1 und der Verwendungsgruppe E 1, die haupt- oder nebenberuflich mit einer Lehrtätigkeit für die SIAK betraut sind oder waren, zu bilden. Von der jeweils zuständigen Dienstbehörde kann bei Bedarf ein Vertreter als weiteres Mitglied in die Prüfungskommission entsandt werden.

(4) Die Prüfungskommission für Dienstprüfungen für die Verwendungsgruppe E 1 ist neben dem Vorsitzenden aus den Zentrumsleitern für die Aus- und Fortbildung in der SIAK und aus dem Kreis der Bediensteten der Verwendungsgruppe A1/v1 und der Verwendungsgruppe E1, die haupt- oder nebenberuflich mit einer Lehrtätigkeit für die SIAK betraut sind oder waren, zu bilden. Zudem kann von der personalzuständigen Abteilung des Bundesministeriums für Inneres ein Vertreter als weiteres Mitglied in die Prüfungskommission entsandt werden.

(5) Die Dienstprüfungen sind vor einem Prüfungssenat abzulegen. Die Prüfungssenate bestehen aus drei Mitgliedern. Der Vorsitzende der Prüfungskommission bestimmt vor jeder Dienstprüfung aus dem Kreis der Mitglieder der Prüfungskommission den Vorsitzenden des Prüfungssenates und die beiden weiteren Mitglieder. Mindestens ein Mitglied des Prüfungssenates ist aus dem Kreis der Vortragenden im jeweiligen Ausbildungslehrgang zu bestimmen.

(6) Die Zugehörigkeit zur Prüfungskommission endet mit dem Ausscheiden aus dem Personalstand des Bundes. Sie ruht vom Tag der Einleitung eines Disziplinarverfahrens bis zu dessen rechtskräftigem Abschluss, während der Zeit der (vorläufigen) Suspendierung vom Dienst bzw. bei einer Außerdienststellung. Die Zugehörigkeit eines aus dem Personalstand des Innenressorts stammenden Mitgliedes zur Prüfungskommission endet mit seinem Ausscheiden aus dem aktiven Personalstand des Bundesministeriums für Inneres.

Zeugnis

§ 12. (1) Über die bestandene Dienstprüfung ist vom Vorsitzenden des jeweiligen Prüfungssenates ein Zeugnis auszustellen. Im Zeugnis sind sämtliche Teilprüfungen der Dienstprüfung zu bezeichnen und die jeweilige Beurteilung festzuhalten. Wenn eine Projektarbeit erstellt wurde, ist das Thema der Arbeit anzuführen.

(2) Das Original des Zeugnisses ist dem Bediensteten auszuhändigen. Eine Kopie des Zeugnisses ist im Personalakt abzulegen.

Sprachliche Gleichbehandlung

§ 13. Soweit in dieser Verordnung auf natürliche Personen bezogene Bezeichnungen nur in männlicher Form angeführt sind, beziehen sie sich auf Frauen und Männer in gleicher Weise. Bei der Anwendung der Bezeichnung auf bestimmte natürliche Personen ist die jeweils geschlechtsspezifische Form zu verwenden.

Schluss- und Übergangsbestimmungen

§ 14. (1) Diese Verordnung tritt mit Ablauf des Tages der Kundmachung in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung des Bundesministers für Inneres über die Grundausbildungen für den Exekutivdienst und die Verwendungsgruppen E 2a und E 1 im Gendarmerie-, Sicherheitswach- und Kriminaldienst, BGBl. Nr. 433/1999, zuletzt geändert durch die Verordnung BGBl. II Nr. 315/2005, außer Kraft.

(2) Grundausbildungen für den Exekutivdienst oder für Wachebeamte im Bereich des Bundesministeriums für Inneres, die vor dem In-Kraft-Treten dieser Verordnung erfolgreich abgeschlossen wurden, gelten als Grundausbildungen im Sinne dieser Verordnung.

(3) Vor dem In-Kraft-Treten dieser Verordnung begonnene Grundausbildungen können bereits nach den Bestimmungen dieser Verordnung durchgeführt werden, wenn deren Anwendung zur Erreichung des Ausbildungszieles für zweckmäßig erachtet wird; sonst sind diese Grundausbildungen nach den bisher geltenden Vorschriften weiterzuführen und zu beenden.

Schluss- und Übergangsbestimmungen

§ 14. (1) Diese Verordnung tritt mit Ablauf des Tages der Kundmachung in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung des Bundesministers für Inneres über die Grundausbildungen für den Exekutivdienst und die Verwendungsgruppen E 2a und E 1 im Gendarmerie-, Sicherheitswach- und Kriminaldienst, BGBl. Nr. 433/1999, zuletzt geändert durch die Verordnung BGBl. II Nr. 315/2005, außer Kraft.

(2) Grundausbildungen für den Exekutivdienst oder für Wachebeamte im Bereich des Bundesministeriums für Inneres, die vor dem In-Kraft-Treten dieser Verordnung erfolgreich abgeschlossen wurden, gelten als Grundausbildungen im Sinne dieser Verordnung.

(3) Vor dem In-Kraft-Treten dieser Verordnung begonnene Grundausbildungen können bereits nach den Bestimmungen dieser Verordnung durchgeführt werden, wenn deren Anwendung zur Erreichung des Ausbildungszieles für zweckmäßig erachtet wird; sonst sind diese Grundausbildungen nach den bisher geltenden Vorschriften weiterzuführen und zu beenden.

(4) Die §§ 1, 7 Abs. 3, 8 Abs. 2 und 3 sowie die Anlagen 1, 2 und 3 in der Fassung der Verordnung BGBl. II Nr. 259/2009 treten mit 1. September 2009 in Kraft.

Anlage 1

GRUNDAUSBILDUNG FÜR DEN EXEKUTIVDIENST

A Lehrgegenstände Stundenzahl

PERSÖNLICHKEITSBILDUNG

Angewandte Psychologie 40

Kommunikation und Konfliktmanagement 48

Berufsethik 12

Gesellschaftslehre 50

Menschenrechte 56

RECHTSMATERIEN

Dienstrecht 66

Privatrecht 30

Sicherheitspolizeiliche Handlungslehre 270

Strafrecht 170

Verfassungsrecht und Europäische Union 58

Verkehrsrecht 192

Verwaltungsrecht 180

HANDLUNGS- UND EINSATZTRAINING

Handlungstraining 80

Einsatztechnik 78

Einsatztaktik 44

Schießausbildung und Waffenkunde 164

Informationstechnik 6

Fahrtechnik 24

Großer Sicherheits- und Ordnungsdienst 90

Sport 168

Erste Hilfe 24

Interaktives Training 32

KRIMINALISTIK

Kriminologie und Kriminalistik 194

BÜROKOMMUNIKATION

Bürokommunikation und EDV 224

Fremdsprachen 40

METHODENUNTERRICHT

Themenzentrierter Unterricht und

Projektarbeiten 84

BERUFSPRAKTIKUM

Berufspraktikum, Reflexion 312

B Prüfungsgegenstände

I SCHRIFTLICHE PRÜFUNG

Bearbeitung von praxisorientierten

Themenbereichen

II MÜNDLICHE PRÜFUNG

RECHTSMATERIEN

Dienstrecht

Sicherheitspolizeiliche Handlungslehre

Strafrecht

Verfassungsrecht und Europäische Union

Verkehrsrecht

Verwaltungsrecht

HANDLUNGS- UND EINSATZTRAINING (praktische Übung)

KRIMINALISTIK

Anlage 1

GRUNDAUSBILDUNG FÜR DEN EXEKUTIVDIENST (Polizeigrundausbildung)

A – CURRICULUM
Lehrgegenstände Unterrichtseinheiten
Angewandte Psychologie 40
Kommunikation und Konfliktmanagement 48
Berufsethik 12
Gesellschaftslehre 50
Menschenrechte 56
206
Dienstrecht 66
Privatrecht 30
Sicherheitspolizeiliche Handlungslehre 270
Strafrecht 170
Verfassungsrecht und Europäische Union 58
Verkehrsrecht 192
Verwaltungsrecht 180
966
Handlungstraining 80
Einsatztechnik 78
Einsatztaktik 44
Schießausbildung und Waffenkunde 164
Informationstechnik 6
Fahrtechnik 24
Großer Sicherheits- und Ordnungsdienst 90
Sport 168
Erste Hilfe 24
Interaktives Training 32
710
Kriminologie und Kriminalistik 194
194
Bürokommunikation und EDV 224
Fremdsprachen 40
264
Themenzentrierter Unterricht und Projektarbeiten 84
84
Berufspraktikum, Reflexion 312
312
2736
Bearbeitung von praxisorientierten Themenbereichen
RECHTSMATERIEN:
Dienstrecht Sicherheitspolizeiliche Handlungslehre Strafrecht Verfassungsrecht und Europäische Union Verkehrsrecht Verwaltungsrecht
HANDLUNGS- UND EINSATZTRAINING (praktische Übung) KRIMINALISTIK

Anlage 2

GRUNDAUSBILDUNG FÜR DIE VERWENDUNGSGRUPPE E2a

A Lehrgegenstände Stundenzahl

I FACHAUSBILDUNG

PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG

Lehren und Lernen 40

PR, Rhetorik 40

Berufsethik 24

Menschenrechte 24

Angewandte Psychologie 24

ORGANISATION

Verfassung, Behördenorganisation 16

Dienstrecht 40

Dienststellenmanagement 40

Tätigkeitsfelder des BMI (Schwerpunkte) 40

POLIZEILICHE HANDLUNGSLEHRE 60

Einsatztraining

II FÜHRUNGSAUSBILDUNG

SOZIALE KOMPETENZ

Stärken und Schwächen, Motivation 40

Coaching 24

LEADERSHIP UND MANAGEMENT

Zeitmanagement, Delegieren,

Rolle des Vorgesetzten,

Führungsstile 40

Projektmanagement 24

DIENSTSTELLENMANAGEMENT

Dienstrecht 40

Interner Dienstbetrieb 24

Personalmanagement, Dienstplanung 24

B Prüfungsgegenstände

I MÜNDLICHE TEILPRÜFUNG FACHAUSBILDUNG

Dienstrecht

Dienststellenmanagement

II MÜNDLICHE TEILPRÜFUNG FÜHRUNGSAUSBILDUNG

Projektmanagement

Personalmanagement

Anlage 2

GRUNDAUSBILDUNG FÜR DIE VERWENDUNGSGRUPPE E2a (Dienstführende Beamte)

Lehrgegenstände Unterrichtseinheiten
Sicherheitspolizeirecht 64
Straf- und Strafverfahrensrecht 112
Dienst- und Besoldungsrecht 64
Verwaltungsrecht 48
Verfassungsrecht, EU-Recht, Behördenorganisation 16
Verkehrsrecht 16
320
Menschenrechte 16
Einsatztraining 60
Exekutives Einschreiten bei besonderen Anlassfällen 24
Erste Hilfe 16
Kriminalistik 40
Fahndung 8
Verfassungsschutz 8
Waffengebrauch und unmittelbare Befehls- und Zwangsgewalt 24
Einschreiten gegen bestimmte Personengruppen 16
212
Allgemeine Grundsätze und Maßnahmen des GSOD im Hinblick auf Führungsaufgaben 16
BMI Schwerpunkte 40
Führung im Einsatz 16
Führungsausbildung – soziale Kompetenz 40
Führungsausbildung – Problembewältigung 24
136
angewandte Psychologie 24
PR, Rhetorik 40
Berufsethik 24
Lehren und Lernen 40
Zeitmanagement 16
144
interner Dienstbetrieb 24
Dienststellenmanagement 40
Projektmanagement 24
Personalmanagement, Dienstplanung 24
112
Konzentriertes Behandeln von gegenwärtig anfallenden, exekutivspezifischen Thematiken 36
36
960
Themenübergreifendes, prüfungssituatives Auseinandersetzen mit Schwerpunkt RECHT und EINSATZ, wobei auch angrenzende Lehrgegenstände aus FÜHRUNG, SOZIALKOMPETENZ, sowie LOGISTIK/ADMINISTRATION zu berücksichtigen sind.

Anlage 3

GRUNDAUSBILDUNG FÜR DIE VERWENDUNGSGRUPPE E1

A Lehrgegenstände Stundenzahl

I RECHT 24

Verfassungs- und EU-Recht,

Behördenorganisation

Strafrecht und Strafprozessrecht

Privatrecht und Zivilprozessrecht

Verwaltungsrecht und

Verwaltungsverfahrensrecht

Sicherheitspolizeirecht und

Waffengebrauchsrecht

II EINSATZ 36

Allgemeine Einsatzangelegenheiten

Besondere Einsatzangelegenheiten

Kriminalpolizeiliche Einsatzangelegenheiten

III FÜHRUNG 24

Dienst- und Disziplinarrecht

Management, Planungs- und Arbeitstechniken

Personalführung und Organisation

Sonderthemen polizeilicher Führung

IV SOZIALKOMPETENZ 12

Sozialwissenschaften

Kommunikation

Fremdsprache: Englisch

V WIRTSCHAFT 12

Wirtschaftslehre

VI INTEGRATIVE PROJEKTE UND PLANSPIELE 24

Entscheidung und Einsatz

Führung in besonderen Situationen

Integrative Planspiele

(Spezialisierungsthemen)

VII WISSENSCHAFT

Wissenschaftliche Methoden 12

Wissenschaftliches Arbeiten (jeweils zu

den Themenbereichen Führung und Einsatz)

VIII BERUFSPRAKTIKUM

Berufspraktikum, Reflexion und Begleitung 200

B Prüfungsgegenstände

MÜNDLICHE GESAMTPRÜFUNG:

Prüfungssituatives Auseinandersetzen mit den jeweils zu den Themenbereichen Führung und Einsatz verfassten wissenschaftlichen Arbeiten, wobei sowohl angrenzende Themenbereiche als auch seitens der Prüfer zu setzende Schwerpunkte im Rahmen der unter lit. A angeführten Lehrgegenstände zu berücksichtigen sind.

Anlage 3

Verfassungs- und EU-Recht, Behördenorganisation 24
Strafrecht und Strafprozessrecht
Privatrecht und Zivilprozessrecht
Verwaltungsrecht und Verwaltungsverfahrensrecht
Sicherheitspolizeirecht und Waffengebrauchsrecht
Allgemeine Einsatzangelegenheiten 36
Besondere Einsatzangelegenheiten
Kriminalpolizeiliche Einsatzangelegenheiten
Dienst- und Disziplinarrecht 24
Management, Planungs- und Arbeitstechniken
Personalführung und Organisation
Sonderthemen polizeilicher Führung
Sozialwissenschaften 12
Kommunikation
Fremdsprache: Englisch
Wirtschaftslehre 12
Entscheidung und Einsatz 24
Führung in besonderen Situationen
Integrative Planspiele (Spezialisierungsthemen)
Wissenschaftliche Methoden 12
Wissenschaftliches Arbeiten (jeweils zu den Themenbereichen Führung und Einsatz)
Berufspraktikum, Reflexion und Begleitung 200
Prüfungssituatives Auseinandersetzen mit dem jeweils zu den Themenbereichen FÜHRUNG und EINSATZ verfassten wissenschaftlichen Arbeiten, wobei sowohl angrenzende Themenbereiche als auch seitens der Prüfer zu setzende Schwerpunkte im Rahmen der unter lit. A. angeführten Module zu berücksichtigen sind.

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