Verordnung der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur über die Lehrpläne der Höheren technischen und gewerblichen Lehranstalten (Lehrplan 2011); Bekanntmachung der Lehrpläne für den Religionsunterricht

Typ Verordnung
Veröffentlichung 2011-09-01
Status Aufgehoben · 2019-08-31
Ministerium BKA (Bundeskanzleramt)
Quelle RIS
Artikel 7
Änderungshistorie JSON API
Wochenstunden Lehrver-pflichtungs-
pflich-
Pflichtgegenstände Jahrgang Summe tungs-
I. II. III. IV. V. gruppe
A. Allgemeine Pflichtgegenstände
1. Religion 2 2 2 2 2 10 (III)
2. Deutsch 3 2 2 2 2 11 (I)
3. Englisch 2 2 2 2 2 10 (I)
4. Geografie, Geschichte und Politische Bildung2 2 2 2 2 - 8 III
5. Wirtschaft und Recht3 - - - 3 2 5 II bzw. III
6. Bewegung und Sport 2 2 2 1 1 8 IVa
7. Angewandte Mathematik 4 4 3 2 2 15 I
8. Naturwissenschaften 3 3 2 2 - 10 II
B. Fachtheorie und Fachpraxis
1. Hardwareentwicklung4 7(2) 7(2) 2 3 4 23 I
2. Messtechnik und Regelungssysteme - 2 2 2 3 9 I
3. Digitale Systeme und Computersysteme5 - - 3(2) 4(2) 4(2) 11 I
4. Kommunikationssysteme und -netze5 - - 2 2(1) 5(2) 9 I
5. Fachspezifische Softwaretechnik4 3(2) 4(2) 2(2) 2(2) 2(1) 13 I
6. Laboratorium - - 3 4 8 15 I
7. Prototypenbau elektronischer Systeme6 7 7 8 4 - 26 III bzw. IV
Verbindliche Übung
Soziale und personale Kompetenz7 2(2) - - - - 2 III
Gesamtwochenstundenzahl 37 37 37 37 37 185
Pflichtpraktikum mindestens 8 Wochen in der unterrichtsfreien Zeit vor Eintritt in den V. Jahrgang
Wochenstunden Lehrver-pflichtungs-
--- --- --- --- --- --- --- --- --- ---
Freigegenstände, Unverbindliche pflich-
Übung, Förderunterricht Jahrgang tungs-
I. II. III. IV. V. gruppe
C. Freigegenstände
1. Zweite lebende Fremdsprache8 2 2 2 2 2 (I)
2. Kommunikation und Präsentationstechnik - - 2 2 - III
3. Naturwissenschaftliches Laboratorium 2 2 2 2 - III
4. Forschen und Experimentieren 2 2 - - - III
D. Unverbindliche Übung
Bewegung und Sport 2 2 2 2 2 (IVa)
E. Förderunterricht9
1. Deutsch
2. Englisch
3. Angewandte Mathematik
4. Fachtheoretische Pflichtgegenstände

1 Durch schulautonome Lehrplanbestimmungen kann von dieser Stundentafel im Rahmen des Abschnittes III abgewichen werden.

2 Einschließlich volkswirtschaftlicher Grundlagen.

3 Die Lehrverpflichtungsgruppe II bezieht sich im Ausmaß von 2 Wochenstunden auf die Kompetenzbereiche „Wirtschaft“ und „Rechungswesen, die Lehrverpflichtungsgruppe III bezieht sich im Ausmaß von 3 Wochenstunden auf den Kompetenzbereich „Recht“.

4 Mit Übungen in elektronischer Datenverarbeitung im Ausmaß der in Klammern beigefügten Wochenstunden.

5 Mit Übungen im Ausmaß der in Klammern beigefügten Wochenstunden.

6 Teilungen in Schülergruppen und Einstufung wie im „Werkstättenlaboratorium“ im Ausmaß von je 4 Wochenstunden im III. und IV. Jahrgang; Teilungen in Schülergruppen und Einstufung der übrigen Wochenstunden wie in „Werkstätte“.

7 Mit Übungen sowie in Verbindung und inhaltlicher Abstimmung mit einem oder mehreren der in den Abschnitten A. bzw. B. angeführten Pflichtgegenständen.

8 In Amtsschriften ist die Bezeichnung der Fremdsprache anzuführen.

9 Bei Bedarf parallel zum jeweiligen Pflichtgegenstand bis zu 16 Unterrichtseinheiten pro Schuljahr; Einstufung wie der entsprechende Pflichtgegenstand.

II. ALLGEMEINES BILDUNGSZIEL

Siehe Anlage 1.

Fachbezogenes Qualifikationsprofil

Einsatzgebiete und Tätigkeitsfelder:

Die Absolventinnen und Absolventen der Höheren Lehranstalt für Elektronik und Technische Informatik können ingenieurmäßige Tätigkeiten auf dem Gebiet der Hardwaretechnik, der Mess- und Regelungstechnik, der Kommunikationssysteme und Kommunikationsnetze, der Computersysteme und der Softwaretechnik ausführen. Dabei steht die Planung, Entwicklung und Realisierung elektronischer Geräte, der Entwurf angepasster Softwarelösungen, die Auswahl, Analyse, messtechnische Überprüfung bzw. der Test und die Validierung der Komponenten, Module und Systeme im Vordergrund.

Kompetenzfelder der Fachrichtung und Unterrichtsgegenstände:

In Ergänzung und teilweiser Präzisierung der im allgemeinen Bildungsziel angeführten Kompetenzen besitzen die Absolventinnen und Absolventen der Höheren Lehranstalt für Elektronik und Technische Informatik im Besonderen

Zentrale berufsbezogene Lernergebnisse:

Die Absolventinnen und Absolventen der Höheren Lehranstalt für Elektronik und Technische Informatik können

III. SCHULAUTONOME LEHRPLANBESTIMMUNGEN

Siehe Anlage 1.

In den Pflichtgegenständen als Vertiefung (V) gekennzeichnete Lernziele sind bei Abweichungen von schulautonomen Lehrplanbestimmungen bevorzugt umzusetzen.

IV. DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE

Siehe Anlage 1.

V. LEHRPLÄNE FÜR DEN RELIGIONSUNTERRICHT

Siehe Anlage 1.

VI. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN SOWIE LEHRSTOFF DER UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE

Pflichtgegenstände

A. Allgemeine Pflichtgegenstände

„Deutsch“, „Englisch“, „Geografie, Geschichte und Politische Bildung“, „Wirtschaft und Recht“ „Bewegung und Sport“ und „Naturwissenschaften“:

Siehe Anlage 1.

7.

ANGEWANDTE MATHEMATIK

Siehe Anlage 1 mit den folgenden Ergänzungen:

Kompetenzbereich „Algebra und Geometrie“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Grundlagen der Mathematik:

Aussagen, Verknüpfungen von Aussagen, Wahrheitstabellen. Zahlensysteme.

III. Jahrgang:

Matrizen:

Matrizenprodukt, inverse Matrix.

IV. und V. Jahrgang:

Boole´sche Algebra:

Schaltfunktionen und Boole´sche Ausdrücke.

Codierung und Chiffrierung:

Zahlensysteme; Algebraische und zahlentheoretische Grundlagen der Codierung und Chiffrierung.

Kompetenzbereich „Funktionale Zusammenhänge“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

II. und IV. Jahrgang:

Darstellung von Funktionen:

Logarithmische Skalierungen und Frequenzgang.

Kompetenzbereich „Analysis“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Integralrechnung:

Integralmittelwerte.

IV. und V. Jahrgang:

Funktionen mehrerer Variablen:

Darstellung von Funktionen von zwei Variablen; partielle Ableitungen; totales Differential, lineare Fehlerfortpflanzung und maximaler Fehler.

Funktionenreihen:

Taylorpolynome, Potenzreihen, Konvergenzkriterien; Approximation von Funktionen durch trigonometrische Polynome, Fourierentwicklung.

Integraltransformationen:

Uneigentliche Integrale; Laplacetransformation; Fouriertarnsformation.

Lineare Differentialgleichungen:

Elementare Lösungsmethoden; lineare Differentialgleichungen erster und zweiter Ordnung mit konstanten Koeffizienten; numerische Lösung von Anfangswertproblemen.

Kompetenzbereich „Stochastik“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

II. und IV. Jahrgang:

Beurteilende Statistik:

Verteilung des Stichprobenmittels, zentraler Grenzwertsatz, Intervallschätzung; Prinzip des Alternativtests, T-Test.

B. Fachtheorie und Fachpraxis

1.

HARDWAREENTWICKLUNG

Kompetenzbereich „Grundlagen der Elektronik“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Elektrotechnische Grundgrößen:

Spannung, Strom, Widerstand, Leistung.

Gleichstromtechnik:

Ohmsches Gesetz, Strom- und Spannungsquellen, Kirchhoffsche Gesetze, Überlagerungsprinzip; Grundbegriffe des elektrischen Feldes.

Grundlagen der Digitaltechnik:

Logische Grundfunktionen, Boolesche Algebra, Zahlensysteme.

II. Jahrgang:

Grundbegriffe des magnetischen Feldes.

Wechselstromtechnik:

Impedanz, Leistung, Zeigerdiagramm, Bodediagramm, RLC-Schaltungen.

Grundlagen der Digitaltechnik:

Flip-Flops.

Kompetenzbereich „Bauelemente“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Elektromechanische Bauelemente:

Schalter/Taster, Verbindungselemente.

Passive Bauelemente:

Widerstände, Kondensatoren, Dioden.

II. Jahrgang:

Passive Bauelemente:

Spulen.

Aktive Bauelemente:

Transistoren (Grundfunktion).

Integrierte Bauelemente:

Logikfamilien, Operationsverstärker (Grundlagen).

III. Jahrgang:

Elektromechanische Bauelemente:

elektroakustische Wandler.

Passive Bauelemente:

Übertrager, Quarze.

Aktive Bauelemente:

Transistoren, optoelektronische Bauelemente.

Integrierte Bauelemente:

Spannungsregler, Operationsverstärker (Vertiefung), programmierbare Bauelemente (PLDs).

IV. Jahrgang:

Integrierte Bauelemente:

ASICs.

Kompetenzbereich „Grundschaltungen“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Digitale Grundschaltungen:

Digitale Auswahlschaltungen, Rechenschaltungen.

III. Jahrgang:

Digitale Grundschaltungen:

Zähler, Register; Elektronische Schalter und Kippschaltungen.

Analoge Grundschaltungen:

Verstärker, Spannungs- und Stromquellen.

IV. Jahrgang:

Analoge Grundschaltungen: Oszillatoren.

Kompetenzbereich „Schaltungsentwicklung“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Analoge Schaltungstechnik:

Grundlagen der elektrischen und thermischen Dimensionierung.

Digitale Schaltungstechnik:

Kombinatorische Logikschaltungen.

III. Jahrgang:

Schaltungsspezifikation.

Analoge Schaltungstechnik:

Schaltungsentwurf.

Digitale Schaltungstechnik:

Sequenzielle Logikschaltungen.

IV. Jahrgang:

Digitale Schaltungstechnik:

Hardwarebeschreibungssprachen, Interfacetechniken.

V. Jahrgang:

Schaltungen mit unstetiger Charakteristik.

Digitale Schaltungstechnik:

Automatenentwurf.

Kompetenzbereich „Schaltungsanalyse und -simulation“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Schaltungsbeschreibungen, Analyseverfahren und Simulationswerkzeuge für digitale Grundschaltungen.

III. Jahrgang:

Schaltungsbeschreibungen, Analyseverfahren und Simulationswerkzeuge für analoge Grundschaltungen.

IV. Jahrgang:

Schaltungsbeschreibungen, Analyseverfahren und Simulationswerkzeuge für programmierbare Bauelemente.

V. Jahrgang:

Schaltungsbeschreibungen, Analyseverfahren und Simulationswerkzeuge für programmierbare Systeme.

Kompetenzbereich „PCB-Design“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

CAD-Werkzeuge (Grundlagen).

III. Jahrgang:

CAD-Werkzeuge (Anwendungen); Planen und Realisieren von Layouts.

IV. Jahrgang:

Signalintegrität, EMV-Kriterien.

Kompetenzbereich „Werkstoffe der Elektronik“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Werkstoffe; Materialeigenschaften; Bearbeitungsverfahren.

II. Jahrgang:

Fertigungsverfahren.

Kompetenzbereich „Fertigen von elektronischen Schaltungen“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Prototypenaufbau; PCB-Fertigungstechniken; SMD-Technologien und Schaltungstest (Grundlagen).

II. Jahrgang:

Prototypenaufbau; PCB-Fertigungstechniken; SMD-Technologien und Schaltungstest (Baugruppen).

III. Jahrgang:

Prototypenaufbau; PCB-Fertigungstechniken; SMD-Technologien und Schaltungstest (Geräte).

IV. Jahrgang:

Prototypenaufbau; PCB-Fertigungstechniken; SMD-Technologien und Schaltungstest (Systeme).

Kompetenzbereich „Projektmanagement und Qualitätssicherung“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Projektmanagementkonzepte und Phasenmodelle; Methoden, Werkzeuge und Dokumente im PM-Prozess; Projektplanung, -durchführung und -dokumentation.

V. Jahrgang:

Verfahren und Standards der Qualitätssicherung.

2.

MESSTECHNIK UND REGELUNGSSYSTEME

Kompetenzbereich „Sensorik und Aktorik“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Messung nichtelektrischer Größen.

III. Jahrgang:

Betriebsverhalten von Elektromotoren.

IV. Jahrgang:

Stellglieder.

Kompetenzbereich „Messverfahren“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Strom-, Spannungs-, Impedanz- und Leistungsmessung.

III. Jahrgang:

Frequenz- und Zeitmessung; Messfehler, statistische und qualitätsrelevante Größen.

Kompetenzbereich „Signalaufbereitung und -darstellung“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Signalkennwerte.

III. Jahrgang:

A/D- und D/A-Wandlung; Messverstärker.

IV. Jahrgang:

Zeit- und Frequenzbereichsbeschreibungen; Filter.

V. Jahrgang:

Computerunterstützte Messsysteme.

Kompetenzbereich „Regelungstechnik“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Modellierung von Regelstrecken.

V. Jahrgang:

Reglertypen, Regelkreis, Simulation.

Kompetenzbereich „Schnittstellen und Bussysteme“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Standardschnittstellen.

V. Jahrgang:

Feldbusse.

Kompetenzbereich „Testen und Fehlersuche in Komponenten, Modulen und Systemen“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

III. bis V. Jahrgang:

Laborgeräte, Strategien zur Fehlersuche, Protokollierung, Qualitätssicherung.

Kompetenzbereich „Betrieb von Geräten und Systemen“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

II. bis V. Jahrgang:

Inbetriebnahme, Service, technische Dokumentation.

3.

DIGITALE SYSTEME UND COMPUTERSYSTEME

Kompetenzbereich „Entwurf digitaler Systeme“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Zahlendarstellung und Codierung; Entwurf von Schaltwerken; programmierbare Logikbausteine.

IV. Jahrgang:

Hardwarebeschreibungssprachen; Komponentenauswahl und Systemdesign.

V. Jahrgang:

Beschreibung, Entwurf, Simulation und Dokumentation komplexer digitaler Systeme; EMV-konformes Design.

Kompetenzbereich „Computerarchitekturen“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Basisarchitekturen.

IV. Jahrgang:

Computersysteme.

V. Jahrgang:

Anwendungsspezifische Architekturen.

Kompetenzbereich „Embedded Systems“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Prozessoren, Einführung in die Mikrocontrollerprogrammierung.

IV. Jahrgang:

Entwurf und Dokumentation von Mikrocontrollerprogrammen, Peripheriebausteine, Interface-Techniken.

V. Jahrgang:

Betriebssysteme für Embedded Systems; Echtzeitverarbeitung.

Kompetenzbereich „Signalverarbeitung“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Algorithmen der digitalen Signalverarbeitung: Signalanalyse, Signalgenerierung, Filterung.

V. Jahrgang:

Signalprozessoren, Entwurf und Dokumentation von Signalprozessoranwendungen.

Kompetenzbereich „Realisierung und Test von Systemen“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können Prototypen digitaler Systeme fertigen, in Betrieb nehmen, unter Verwendung von Software-Tools und Messgeräten testen bzw. Fehler lokalisieren und beheben.

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Digitale Systeme:

Aufbau, Test und Fehlersuche bzw. -behebung.

IV. Jahrgang:

Mikrocontroller und programmierbare Logikbausteine:

Implementierung, Test und Fehlersuche bzw. -behebung.

V. Jahrgang:

Komplexe Systeme:

Einsatz von Betriebssystemen für Embedded Systems; EMV-konformer Aufbau.

4.

KOMMUNIKATIONSSYSTEME UND –NETZE

Kompetenzbereich „Grundlagen der Informationstheorie und Übertragungstechnik“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Begriffsdefinitionen und Grundlagen, Modulations- und Demodulationsverfahren, Multiplexverfahren.

V. Jahrgang:

Übertragungskanäle, Quell- und Kanalcodierungsverfahren.

Kompetenzbereich „Hochfrequenztechnik“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

HF-Bauelemente, Leitungen, Antennen und Freiraumausbreitung, Sende- und Empfangskonzepte.

V. Jahrgang:

Methoden der HF-Technik, HF-Schaltungen, HF-Messtechnik; Elektromagnetische Verträglichkeit.

Kompetenzbereich „Optische Nachrichtentechnik“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Sende- und Empfangselemente, Lichtwellenleiter, aktive und passive optische Elemente.

V. Jahrgang:

Optische Messtechnik.

Kompetenzbereich „Netzwerke“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Grundlagen und Aufgaben von Protokollen, ausgewählte Protokolle, Netzwerkkomponenten.

IV. Jahrgang:

Protokollanalyse.

Kompetenzbereich „Netzwerkdienste“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Funktion von Netzwerkdiensten.

IV. Jahrgang:

Analyse kommunikationstechnischer Anlagen.

V. Jahrgang:

Implementierung und Anwendung von Netzwerkdiensten.

Kompetenzbereich „Vermittlungssysteme“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler kennen die Grundbegriffe der Verkehrstheorie und können die verschiedenen Vermittlungsprinzipien unterscheiden.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang

Verkehrstheorie, Vermittlungsprinzipien.

V. Jahrgang

Vermittlungssysteme.

Kompetenzbereich „Consumer-Electronic“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Grundlagen und Verfahren der Audio- und Videotechnik.

IV. Jahrgang:

Funktionsweise von ausgewählten Audio- und Videosystemen.

V. Jahrgang:

Systeme der Unterhaltungselektronik.

Kompetenzbereich „Aufbau und Test von Kommunikationsverbindungen“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Verbindungstechnologien.

IV. Jahrgang:

Projektierung einer physikalischen Vernetzung.

V. Jahrgang:

Errichtung und Betrieb von Kommunikationsnetzen.

5.

FACHSPEZIFISCHE SOFTWARETECHNIK

Kompetenzbereich „Fachrichtungsspezifische Software“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler verstehen die Funktionalität von Anwendersoftware und können sie zur Lösung von konkreten Aufgabenstellungen einsetzen.

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Office-Programme, fachspezifische Werkzeuge.

Kompetenzbereich „Betriebssysteme“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Anwendung von Systemsoftware.

III. Jahrgang:

Architektur von Betriebssystemen (Grundlagen).

IV. Jahrgang:

Architektur von Betriebssystemen (Vertiefung).

V. Jahrgang:

Entwicklung von Betriebssystemkomponenten; Systemprogrammierung.

Kompetenzbereich „Programmiersprachen“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Sprachkonzepte, Syntaxregeln.

II. Jahrgang:

Strukturen von Programmiersprachen.

III. Jahrgang:

Modulare Programmentwicklung.

IV. Jahrgang:

Spezifischer Einsatz adäquater Programmiersprachen für spezifische Aufgabenstellungen.

V. Jahrgang:

Spezifischer Einsatz adäquater Programmiersprachen für komplexe Aufgabenstellungen.

Kompetenzbereich „Datenbanken“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Datenbankstrukturen, Datenbankentwurf, Implementierung von Datenbanken.

Kompetenzbereich „Softwareentwicklung“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Softwaredokumentation.

II. Jahrgang:

Systemdokumentation; Standardalgorithmen; Verifizieren und Testen.

III. Jahrgang:

Fachspezifische Algorithmen; Objektorientierte Programmentwicklung.

IV. Jahrgang:

Implementierung fachspezifischer Algorithmen; Software-Konfigurationsmanagement; Validieren; Software-Wartung.

V. Jahrgang:

Entwurfskonzepte und Vorgehensmodelle; Entwicklung fachspezifischer Software; Software-Wartung, konstruktive Qualitätssicherungsmaßnahmen.

Kompetenzbereich „Hardwarenahe Programmentwicklung“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Mikrocontrollerprogrammierung.

IV. Jahrgang:

Programmierung von Echtzeitsystemen, Testverfahren.

Kompetenzbereich „Web- und Netzwerkprogrammierung“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Ergonomisches Design.

III. Jahrgang:

Web-Programmierung.

IV. Jahrgang:

Client-Server-Architektur.

V. Jahrgang:

Authentifizierungsverfahren; Security.

Kompetenzbereich „Datensicherheit“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

V. Jahrgang:

Schutz vor Datenmissbrauch und Datenverlust.

6.

LABORATORIUM

Bildungs- und Lehraufgaben:

Kompetenzfeld „Hardwareentwicklung“:

Die Schülerinnen und Schüler

Kompetenzfeld „Messtechnik und Regelungssysteme“:

Die Schülerinnen und Schüler

Kompetenzfeld „Digitale Systeme und Computersysteme“:

Die Schülerinnen und Schüler

Kompetenzfeld „Kommunikationssysteme und -netze“:

Die Schülerinnen und Schüler können die physikalische Verbindung bzw. Vernetzung von elektronischen Komponenten, Netzwerksystemen und Netzen den geläufigen Standards entsprechend planen und realisieren.

Lehrstoff (für alle Kompetenzbereiche):

III. bis V. Jahrgang:

Übungen und Projekte (auch gegenstandsübergreifend) zu den angeführten Kompetenzfeldern in Abstimmung mit den fachtheoretischen Pflichtgegenständen und dem Pflichtgegenstand „Prototypenbau elektronischer Systeme“.

7.

PROTOTYPENBAU ELEKTRONISCHER SYSTEME

Kompetenzfeld „Hardwareentwicklung“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

Werkstättenbetrieb und Werkstättenordnung; Schutzmaßnahmen, Unfallverhütung; Qualitätsprüfung und Qualitätssicherung; technische Dokumentation.

Fertigung eines oder mehrerer facheinschlägiger Produkte und/oder Durchführung von Wartungs- oder Instandsetzungsarbeiten auf Projektbasis unter Berücksichtigung unterschiedlicher Bearbeitungstechniken, Materialien und Prüfverfahren unter Verwendung der folgenden Werkstätten:

Fertigungstechnik (I. Jahrgang):

Mechanische Bearbeitung von Werkstoffen; Anwendung von facheinschlägigen Messmethoden und Messinstrumenten; Maschinen- und Anlagensicherheit.

Kunststofftechnik (I. Jahrgang):

Manuelle und maschinelle Bearbeitung und Verarbeitung von Kunststoffen; Klebetechniken; Oberflächenbehandlungen; Recycling von Kunststoffen.

Verbindungstechnik (I. bis III. Jahrgang):

Sicherheit in elektrischen Anlagen; Aufbau, Anschluss und Inbetriebnahme von elektrischen Betriebsmitteln; Verbindungstechniken der Elektronik; Konfektionierung von Verbindungen in Systemen.

Gerätebau (II. bis III. Jahrgang):

Fertigung, Zusammenbau und Inbetriebnahme von Systemen; Frontplattenfertigung.

Leiterplattenfertigung (I. bis III. Jahrgang):

Prototypische mechanische und chemische Fertigung von Leiterplatten; visuelle und elektrische Prüfung; computerunterstützte Fertigung.

SMD-Technik (II. bis III. Jahrgang):

Kennenlernen von SMD-Bauteilen; Verarbeitungs- und Reparaturtechniken.

Baugruppenfertigung (I. bis IV. Jahrgang):

Bauformen und Kennzeichnung von elektronischen Bauelementen; Aufbau, Inbetriebnahme und Reparatur von elektronischen Schaltungen.

Consumer-Electronics (III. und IV. Jahrgang):

Aufbau, Inbetriebnahme, Prüfung und Reparatur von Netzteilen, Verstärkern, Filtern, Sende-/Empfangsanlagen und Geräten der Consumer-Electronics.

Kompetenzfeld „Messtechnik und Regelungssysteme“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

Aufbau und Inbetriebnahme von Baugruppen und Systemen sowie Durchführung von Wartungs- oder Instandsetzungsarbeiten auf Projektbasis unter Verwendung der folgenden Werkstätten:

Messtechnik (I. bis IV. Jahrgang):

Auswahl und Anwendung geeigneter Messgeräte; systematische Fehlersuche.

Steuerungs- und Regelungstechnik (III. und IV. Jahrgang):

Aufbau und Inbetriebnahme von Sensoren/Aktoren an programmierbaren Steuerungen und Bussystemen; Aufbau und Inbetriebnahme von Regelungssystemen; Programmierung von Prozessleitsystemen.

Kompetenzfeld „Digitale Systeme und Computersysteme“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können Prototypen einfacher digitaler Systeme fertigen, in Betrieb nehmen und testen.

Lehrstoff:

Zusammenbau und Inbetriebnahme von Baugruppen und Systemen sowie Durchführung von Wartungs- oder Instandsetzungsarbeiten auf Projektbasis unter Verwendung der folgenden Werkstätten:

Computertechnik (I. bis III. Jahrgang):

Konfektionierung und Inbetriebnahme von Computersystemen; Konfiguration von Computerkomponenten; Schnittstellen; Datenübertragungseinrichtungen; Fehleranalyse und Dokumentation.

Digitaltechnik (II. bis IV. Jahrgang):

Messung und Fehlersuche an Logikbausteinen; Testen von Algorithmen und Fehlersuche in Algorithmen für Mikrocontroller sowie programmierbaren Logikbausteinen.

Kompetenzfeld „Kommunikationssysteme und -netze“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können die physikalische Verbindung bzw. Vernetzung von elektronischen Komponenten und Systemen realisieren.

Lehrstoff:

Aufbau und Test von Kommunikationsverbindungen unter Verwendung der folgenden Werkstätten:

Netzwerkinstallation (II. bis IV. Jahrgang):

Verlegen, zurichten und prüfen von Datenleitungen und Kabeln (galvanisch und optisch); Konfektion von Verteilern und Anschlussdosen; Netzwerkkomponenten.

Kommunikationssysteme (III. bis IV. Jahrgang):

Aufbau, Konfiguration von und Messungen an mobilen/stationären Kommunikationseinrichtungen; Applikation der gängigsten Verkabelungssysteme.

Verbindliche Übung

SOZIALE UND PERSONALE KOMPETENZ

Siehe Anlage 1 mit dem Zusatz, dass alle Kompetenzbereiche im I. Jahrgang vorgesehen sind.

Pflichtpraktikum

Siehe Anlage 1.

C. Freigegenstände

Siehe Anlage 1.

D. Unverbindliche Übung

Siehe Anlage 1.

E. Förderunterricht

Siehe Anlage 1.

Jahrgangsweise gestaffeltes Inkrafttreten, vgl. § 4.

Zum gestaffelten Außerkrafttreten vgl. § 5.

Anlage 1.3

LEHRPLAN DER HÖHEREN LEHRANSTALT FÜR BIOMEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIK

I. STUNDENTAFEL1

(Gesamtstundenzahl und Stundenausmaß der einzelnen Unterrichtsgegenstände)

Wochenstunden Lehrver-pflichtungs-
pflich-
Pflichtgegenstände Jahrgang Summe tungs-
I. II. III. IV. V. gruppe
A. Allgemeine Pflichtgegenstände
1. Religion 2 2 2 2 2 10 (III)
2. Deutsch 3 2 2 2 2 11 (I)
3. Englisch 2 2 2 2 2 10 (I)
4. Geografie, Geschichte und Politische Bildung2 2 2 2 2 - 8 III
5. Wirtschaft und Recht3 - - - 3 2 5 II bzw. III
6. Bewegung und Sport 2 2 2 1 1 8 (IVa)
7. Angewandte Mathematik 4 4 3 2 2 15 I
8. Naturwissenschaften 3 3 2 2 - 10 II
B. Fachtheorie und Fachpraxis
1. Biologie, Medizin und Gesundheitswesen 2 2 3 2 3 12 II
2. Biomedizinische Signalverarbeitung4 3(1) 5(1) 4(1) 4(1) 4(2) 20 I
3. Medizinische Gerätetechnik 2 2 2 2 2 10 I
4. Gesundheitsmechatronik4 2(1) 2(1) 2(1) 2(1) 2(1) 10 I
5. Medizin- und Gesundheitsinformatik4 3(2) 4(2) 2(2) 2(2) 2(2) 13 I
6. Laboratorium - - 4 4 8 16 I
7. Prototypenbau medizintechnischer Systeme5 5 5 5 5 5 25 III bzw. IV
Verbindliche Übung
Soziale und personale Kompetenz6 2(2) - - - - 2 III
Gesamtwochenstundenzahl 37 37 37 37 37 185
Wochenstunden Lehrver-
Pflichtgegenstände des alternativen Ausbildungsschwerpunktes pflich-
Jahrgang Summe tungs-
I. II. III. IV. V. gruppe
B.1 Medizininformatik
1.1 Biologie, Medizin und Gesundheit 2 2 3 3 2 12 II
1.2 Wirtschaft und Recht7 2 2 3 - 1 8 II bzw. III
1.3 Biomedizinische Signalverarbeitung4 2 2(1) 2(1) 2(1) 2 10 I
1.4 Medizinische Gerätetechnik4 2 2 2 3(1) 4(1) 13 I
1.5 Medizinische Informationssysteme4 2(2) 3(1) 3(2) 4(2) 4(3) 16 I
1.6 Medizin- und Gesundheitsinformatik4 3(2) 5(2) 5(3) 5(2) 5(2) 23 I
1.7 Projektentwicklung8 - - 4(3) 4(4) 8(6) 16 I
1.8 Computerpraktikum9 4(4) 4(4) - - - 8 IVa
Pflichtpraktikum mindestens 8 Wochen in der unterrichtsfreien Zeit vor Eintritt in den V. Jahrgang
--- --- ---
Wochenstunden Lehrver-pflichtungs-
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
Freigegenstände, Unverbindliche Übung, Förderunterricht Jahrgang pflich-
tungs-
I. II. III. IV. V. gruppe
C. Freigegenstände
1. Zweite lebende Fremdsprache 10 2 2 2 2 2 (I)
2. Kommunikation und Präsentationstechnik - - 2 2 - III
3. Naturwissenschaftliches Laboratorium 2 2 2 2 - III
4. Forschen und Experimentieren 2 2 - - - III
5. Latein 2 2 2 2 2 I
D. Unverbindliche Übung
Bewegung und Sport 2 2 2 2 2 (IVa)
E. Förderunterricht 11
1. Deutsch
2. Englisch
3. Angewandte Mathematik
4. Fachtheoretische Pflichtgegenstände

1 Durch schulautonome Lehrplanbestimmungen kann von dieser Stundentafel im Rahmen des Abschnittes III abgewichen werden.

2 Einschließlich volkswirtschaftlicher Grundlagen.

3 Die Lehrverpflichtungsgruppe II bezieht sich im Ausmaß von 2 Wochenstunden auf die Kompetenzbereiche „Wirtschaft“ und „Rechungswesen, die Lehrverpflichtungsgruppe III bezieht sich im Ausmaß von 3 Wochenstunden auf den Kompetenzbereich „Recht“.

4 Mit Übungen in elektronischer Datenverarbeitung im Ausmaß der in Klammern beigefügten Wochenstunden.

5 Teilung in Schülergruppen und Einstufung wie im „Werkstättenlaboratorium“ im Ausmaß von je 2 Wochenstunden im III. und IV. Jahrgang und 3 Wochenstunden im V. Jahrgang, Teilung in Schülergruppen und Einstufung der übrigen Wochenstunden wie in „Werkstätte“.

6 Mit Übungen sowie in Verbindung und inhaltlicher Abstimmung mit einem oder mehreren der in den Abschnitten A., B. bzw. B.1 angeführten Pflichtgegenständen.

7 Dieser Gegenstand wird als ein mit dem gleichnamigen Pflichtgegenstand in Abschnitt A.1 zusammengefasster Gegenstand vom I. bis zum V. Jahrgang unter der Bezeichnung „Wirtschaft und Recht“ und dem Fußnotenverweis „Einschließlich Gesundheitsökonomie und Management“ geführt. Die Lehrverpflichtungsgruppe III bezieht sich auf die Kompetenzbereiche „Rechnungswesen“ (im Ausmaß von je 2 Wochenstunden im I. und II. Jahrgang, 1 Wochenstunde im IV. Jahrgang), „Recht“ (im Ausmaß von 1 Wochenstunde im IV. Jahrgang) und „Wirtschaft“ (im Ausmaß von 1 Wochenstunde im V. Jahrgang). Die Lehrverpflichtungsgruppe II bezieht sich auf die Kompetenzbereiche „Gesundheitswesen“ (2 Wochenstunden im III. und 2 Wochenstunden im V. Jahrgang) und „Organisation und Prozesse im Gesundheitswesen“ (je 1 Wochenstunde im III. und IV. Jahrgang).

8 Mit Übungen im Laboratorium im Ausmaß der in Klammern beigefügten Wochenstunden.

9 Teilung in Schülergruppen im Ausmaß der in Klammern beigefügten Wochenstunden im I. Jahrgang wie in „Werkstätte“. Mit Übungen in elektronischer Datenverarbeitung im Ausmaß der in Klammern beigefügten Wochenstunden im II. Jahrgang.

10 In Amtsschriften ist die Bezeichnung der Fremdsprache anzuführen.

11 Bei Bedarf parallel zum jeweiligen Pflichtgegenstand bis zu 16 Unterrichtseinheiten pro Schuljahr; Einstufung wie der entsprechende Pflichtgegenstand.

II. ALLGEMEINES BILDUNGSZIEL

Siehe Anlage 1.

Fachbezogenes Qualifikationsprofil

Einsatzgebiete und Tätigkeitsfelder:

Die Absolventinnen und Absolventen der Höheren Lehranstalt für Biomedizin- und Gesundheitstechnik können ingenieurmäßige Tätigkeiten auf dem Gebiet der „Biomedizinische Signalverarbeitung“, „Medizinischen Gerätetechnik“, „Gesundheitsmechatronik“ sowie der „Medizin- und Gesundheitsinformatik“ ausführen. Dabei steht die Planung, Entwicklung und Realisierung medizintechnischer Geräte, der Entwurf und Implementierung von Softwarelösungen im Gesundheitswesen, die Auswahl, Analyse, messtechnische Überprüfung bzw. der Test und die Validierung der Komponenten, Module und Systeme im Vordergrund.

Im Ausbildungsschwerpunkt Medizininformatik liegt der Focus auf IT-Anwendungen im medizinischen Umfeld. Dementsprechend steht im Einsatzgebiet der Medizininformatikerin und des Medizininformatikers die Entwicklung und Implementierung von Software-Anwendungen, sowohl im Bereich der medizintechnischen Geräte als auch im Bereich der Krankenhausverwaltung, im Bereich von medizinischen Datenbanken und im Bereich des Datenaustauschs zwischen Gesundheitseinrichtungen (zB elektronischer Gesundheitsakt) im Vordergrund.

Kompetenzfelder der Fachrichtung und Unterrichtsgegenstände:

In Ergänzung und teilweiser Präzisierung der im allgemeinen Bildungsziel angeführten Kompetenzen besitzen die Absolventinnen und Absolventen der Höheren Lehranstalt für Biomedizin- und Gesundheitstechnik im Besonderen

Zentrale berufsbezogene Lernergebnisse:

Die Absolventinnen und Absolventen der Höheren Lehranstalt für Biomedizin- und Gesundheitstechnik können

III. SCHULAUTONOME LEHRPLANBESTIMMUNGEN

Siehe Anlage 1.

IV. DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE

Siehe Anlage 1.

V. LEHRPLÄNE FÜR DEN RELIGIONSUNTERRICHT

Siehe Anlage 1.

VI. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN SOWIE LEHRSTOFF DER UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE

Pflichtgegenstände

A. Allgemeine Pflichtgegenstände

„Deutsch“, „Englisch“, „Geografie, Geschichte und Politische Bildung“, „Wirtschaft und Recht“, „Bewegung und Sport“ und „Naturwissenschaften“:

Siehe Anlage 1.

7.

ANGEWANDTE MATHEMATIK

Siehe Anlage 1 mit den folgenden Ergänzungen:

Kompetenzbereich „Algebra und Geometrie“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Grundlagen der Mathematik:

Aussagen, Verknüpfungen von Aussagen, Wahrheitstabellen. Zahlensysteme.

III. Jahrgang:

Matrizen:

Matrizenprodukt, inverse Matrix.

IV. und V. Jahrgang:

Boole´sche Algebra:

Schaltfunktionen und Boole´sche Ausdrücke.

Codierung und Chiffrierung:

Zahlensysteme; Algebraische und zahlentheoretische Grundlagen der Codierung und Chiffrierung.

Kompetenzbereich „Funktionale Zusammenhänge“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

II. und IV. Jahrgang:

Darstellung von Funktionen:

Logarithmische Skalierungen und Frequenzgang.

Kompetenzbereich „Analysis“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Integralrechnung:

Integralmittelwerte.

IV. und V. Jahrgang:

Funktionen mehrerer Variablen:

Darstellung von Funktionen von zwei Variablen; partielle Ableitungen; totales Differential, lineare Fehlerfortpflanzung und maximaler Fehler.

Funktionenreihen:

Taylorpolynome, Potenzreihen, Konvergenzkriterien; Approximation von Funktionen durch trigonometrische Polynome, Fourierentwicklung.

Integraltransformationen:

Uneigentliche Integrale; Laplacetransformation; Fouriertransformation.

Lineare Differentialgleichungen:

Elementare Lösungsmethoden; lineare Differentialgleichungen erster und zweiter Ordnung mit konstanten Koeffizienten; numerische Lösung von Anfangswertproblemen.

Kompetenzbereich „Stochastik“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

II. und IV. Jahrgang:

Beurteilende Statistik:

Verteilung des Stichprobenmittels, zentraler Grenzwertsatz, Intervallschätzung; Prinzip des Alternativtests, T-Test.

B. Fachtheorie und Fachpraxis

1.

BIOLOGIE, MEDIZIN UND GESUNDHEITSWESEN

Kompetenzbereich „Grundlagen der Anatomie und Physiologie“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Medizinische Terminologie; struktureller Aufbau des menschlichen Körpers.

II. Jahrgang:

Topografische Anatomie; funktionelle Anatomie.

III. Jahrgang:

Elektrophysiologie.

Kompetenzbereich „Klinische Biomedizin“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Basiswissen zum Verständnis und Verlauf von Erkrankungen; Überblick gängiger Diagnose- und Therapiemethoden.

III. Jahrgang:

Organversagen und Ersatzsysteme; Grundlagen der Pathophysiologie.

Kompetenzbereich „Biologie und Gesundheit“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Prophylaxe; Bewegung und Gesundheit; Ernährungslehre; Evolutionsbiologie; Psychologie.

Kompetenzbereich „Grundlagen der Biochemie“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Organische Chemie; Biochemie des Stoffwechsels und der Genetik.

V. Jahrgang:

Grundlagen der Molekularbiologie; Grundlagen der Pharmakologie und Hygiene.

Kompetenzbereich „Gesundheitswesen“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

V. Jahrgang:

Struktur des Gesundheitswesens in Österreich und der Europäischen Union; Krankenhausbetriebslehre; Gesundheitsökonomie; eHealth Strategien.

2.

BIOMEDIZINISCHE SIGNALVERARBEITUNG

Kompetenzbereich „Elektronik“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Elektrotechnische Grundgrößen:

Spannung, Strom, Widerstand, Leistung.

Gleichstromtechnik:

Ohmsches Gesetz, Strom- und Spannungsquellen, Widerstandsnetzwerke.

Grundlagen der Digitaltechnik:

kombinatorische Logik, Zahlensysteme.

II. Jahrgang:

Grundbegriffe des elektrischen und magnetischen Feldes.

Wechselstromtechnik:

Impedanz, Leistung, Zeigerdiagramm, Bodediagramm, Schaltungstechnik.

Grundlagen der Digitaltechnik:

sequenzielle Logik.

III. Jahrgang:

Analoge und digitale Schaltungstechnik.

IV. Jahrgang:

Analoge und digitale Schaltungsentwicklung.

V. Jahrgang:

Analoge und digitale Systementwicklung.

Kompetenzbereich „Projektmanagement und Qualitätssicherung“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Projektmanagementkonzepte und Phasenmodelle; Methoden, Werkzeuge und Dokumente im PM-Prozess; Projektplanung, -durchführung und -dokumentation.

V. Jahrgang:

Verfahren und Standards der Qualitätssicherung.

Kompetenzbereich „Biomedizinische Sensortechnik“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Thermosensoren; Drucksensoren mit Dehnmessstreifen.

II. Jahrgang:

Induktive und kapazitive Drucksensoren; Oberflächenelektroden; mechanische Sensoren; Grundbegriffe der elektrischen Messtechnik.

III. Jahrgang:

Intrakorporale Elektroden; Strahlungssensoren; Ultraschallsensoren.

IV. Jahrgang:

Elektrochemische Sensoren; Dauerelektroden; Sensormatrizen.

Kompetenzbereich „Biosignale“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Elektrische Leiter erster Ordnung und zweiter Ordnung.

II. Jahrgang:

Ursprung und Charakteristika von Biosignalen.

III. Jahrgang:

Analoge Aufnahmeketten; Störungen und Sicherheit; Ableitungen.

IV. Jahrgang:

Elektrische Felder in biologischem Gewebe; Schnittstellentechnik.

Kompetenzbereich „Aufbereitung von Biosignalen“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Vorverarbeitung.

III. Jahrgang:

Störquellenidentifikation und Vermeidung; Elektromagnetische Verträglichkeit.

IV. Jahrgang:

Digitale Filterung; Optimierung von Biosignalauswertesystemen.

V. Jahrgang:

Statistische Messverfahren.

Kompetenzbereich „Parametrisierung von Biosignalen“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Amplitudenparameter; Zeitparameter.

III. Jahrgang:

Frequenzparameter; Formparameter.

IV. Jahrgang:

Methoden der automatisierten Parameterextraktion.

V. Jahrgang:

Mustererkennung.

Kompetenzbereich „Bildverarbeitung“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

2D Signalgewinnung und -aufbereitung; Bildspeicherung und Kompression.

IV. Jahrgang:

Bildbearbeitung und Visualisierung.

V. Jahrgang:

Bewegungsdarstellung; Virtual Reality.

3.

MEDIZINISCHE GERÄTETECHNIK

Kompetenzbereich „Bildgebende Verfahren“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Endoskopie.

III. Jahrgang:

Sonographie; Thermographie.

IV. Jahrgang:

Röntgen-Computertomographie; Magnetresonanztomographie.

V. Jahrgang:

Nuklearmedizinische Verfahren (PET, Szintigraphie).

Kompetenzbereich „Elektronische Geräte für die Diagnose“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Blutdruckmesssysteme; Elektrokardiographie (Grundprinzip).

II. Jahrgang:

Elektrokardiographie und Ergometrie; Audiometrie.

III. Jahrgang:

Lungenfunktionsanalyse; Labordiagnostik.

IV. Jahrgang:

Neurophysiologische Diagnosegeräte.

V. Jahrgang:

Patientenmonitoring.

Kompetenzbereich „Elektronische Geräte für die Therapie“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Elektrotherapie; Infusionssysteme.

III. Jahrgang:

Anästhesie und Beatmungssysteme; Blutreinigungssysteme.

IV. Jahrgang:

Strahlentherapie.

V. Jahrgang:

Elektro- und Laserchirurgie; Chirurgische Hilfsgeräte.

Kompetenzbereich „Sicherheitstechnik, Grenzwerte, Normen und Vorschriften“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Patientensicherheit (Grundlegendes); Grundzüge des Medizinproduktegesetzes; Hygiene.

II. Jahrgang:

Patientensicherheit (Technik); Medizinproduktegesetz und CE-Kennzeichen.

III. Jahrgang:

Elektromagnetische Verträglichkeit; Wirkung ionisierender Strahlung.

IV. Jahrgang:

Strahlenschutz.

Kompetenzbereich „Prothesen- und Implantat-Technik“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Passive Exoprothesen.

II. Jahrgang:

Aktive Exoprothesen.

IV. Jahrgang:

Passive Endoprothesen.

V. Jahrgang:

Aktive Endoprothesen.

Kompetenzbereich „Rehabilitations-, Sportgeräte- und Wellness-Technik“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Bewegungshilfen; Trainings- und Sportgeräte.

II. Jahrgang:

Wellness-Technik.

III. Jahrgang:

Biomechanik; Geräte für die Pflege.

IV. Jahrgang:

Technik für die Regeneration.

V. Jahrgang:

Technik für die Prophylaxe.

4.

GESUNDHEITSMECHATRONIK

Kompetenzbereich „Biokompatible Werkstoffe“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Fertigungsverfahren.

III. Jahrgang:

Grundlagen der Werkstoffwissenschaften; Verträglichkeit; Haltbarkeit.

Kompetenzbereich: „Design von Hardware“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

I. Jahrgang:

Grundlagen Maschinenelemente; CAD.

II. Jahrgang:

Geräte und Systementwicklung; CAM.

Kompetenzbereich „Medizinische Aktorik“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

II. Jahrgang:

Elektromagnetische Geber; nichtelektrische Geber.

III. Jahrgang:

Stimulatoren.

Kompetenzbereich „Modellierung und Simulation“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

IV. Jahrgang:

Simulationswerkzeuge; Modellbildung mechatronischer Systeme.

V. Jahrgang:

Modellbildung biologischer Systeme.

Kompetenzbereich „Automatisierungs- und Regelungssysteme“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

III. Jahrgang:

Messung nichtelektrischer Größen.

IV. Jahrgang:

Regelungstechnik; Automatisierungstechnik.

Kompetenzbereich „Robotik und Systeme der Telemedizin“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

Lehrstoff:

V. Jahrgang:

Fernwirktechnik; Robotik; Anwendungen.

Kompetenzbereich „Mensch-Maschine-Schnittstelle“:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

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