(Übersetzung)Übereinkommen von Minamata über Quecksilber

Typ Staatsvertrag
Veröffentlichung 2017-09-10
Letzte Aktualisierung 2026-07-09
Status Aufgehoben · 2017-10-10
Ministerium BKA (Bundeskanzleramt)
Quelle RIS
Artikel 63
Änderungshistorie JSON API

Unterzeichnungsdatum

Sprachen

Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch

Vertragsparteien

Afghanistan III 108/2017 Antigua/Barbuda III 108/2017 Benin III 108/2017 Bolivien III 108/2017 Botsuana III 108/2017 Bulgarien III 108/2017 Burkina Faso III 108/2017 China III 108/2017 Costa Rica III 108/2017 Dänemark III 108/2017 Dschibuti III 108/2017 Ecuador III 108/2017 El Salvador III 108/2017 Estland III 108/2017 EU III 108/2017 Finnland III 108/2017 Frankreich III 108/2017 Gabun III 108/2017 Gambia III 108/2017 Ghana III 108/2017 Guinea III 108/2017 Guyana III 108/2017 Honduras III 108/2017 Iran III 108/2017 Japan III 108/2017 Jordanien III 108/2017 Kanada III 108/2017 Kuwait III 108/2017 Lesotho III 108/2017 Lettland III 108/2017 Liechtenstein III 108/2017 Madagaskar III 108/2017 Mali III 108/2017 Malta III 108/2017 Mauretanien III 108/2017 Mexiko III 108/2017 Moldau III 108/2017 Monaco III 108/2017 Mongolei III 108/2017 Nicaragua III 108/2017 Niederlande III 108/2017 Niger III 108/2017 Norwegen III 108/2017 Palau III 108/2017 Panama III 108/2017 Peru III 108/2017 Rumänien III 108/2017 Sambia III 108/2017 Samoa III 108/2017 Schweden III 108/2017 Schweiz III 108/2017 Senegal III 108/2017 Seychellen III 108/2017 Sierra Leone III 108/2017 Slowakei III 108/2017 Slowenien III 108/2017 Sri Lanka III 108/2017 St. Kitts/Nevis III 108/2017 Swasiland III 108/2017 Thailand III 108/2017 Togo III 108/2017 Tschad III 108/2017 Tschechische R III 108/2017 Ungarn III 108/2017 Uruguay III 108/2017 USA III 108/2017 Vereinigte Arabische Emirate III 108/2017 Vietnam III 108/2017

Sonstige Textteile

Ratifikationstext

Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete und vom Bundeskanzler gegengezeichnete Ratifikationsurkunde wurde am 12. Juni 2017 beim Generalsekretär der Vereinten Nationen hinterlegt; das Übereinkommen tritt gemäß seinem Art. 31 Abs. 2 für Österreich mit 10. September 2017 in Kraft.

Anlässlich der Hinterlegung ihrer Ratifikationsurkunde hat die Republik Österreich nachstehende Erklärung abgegeben:

(Übersetzung)

Erklärung der Republik Österreich

„Die Republik Österreich erklärt gemäß Artikel 25 Absatz 2 des Übereinkommens, dass sie in Bezug auf jede Streitigkeit über die Auslegung oder Anwendung dieses Übereinkommens beide der in Absatz 2 angeführten Mittel zur Streitbeilegung als obligatorisch gegenüber jeder Partei anerkennt, welche dieselbe Verpflichtung übernimmt.“

Nach Mitteilungen des Generalsekretärs der Vereinten Nationen haben dieses Übereinkommen weiters ratifiziert, angenommen, genehmigt oder sind ihm beigetreten:

Afghanistan, Antigua und Barbuda, Benin, Bolivien, Botsuana, Bulgarien, Burkina Faso, China (einschließlich der Sonderverwaltungsregionen Hongkong und Macao), Costa Rica, Dänemark (ohne Färöer und Grönland), Dschibuti, Ecuador, El Salvador, Estland, Europäische Union, Finnland, Frankreich, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guyana, Honduras, Islamische Republik Iran, Japan, Jordanien, Kanada, Kuwait, Lesotho, Lettland, Liechtenstein, Madagaskar, Mali, Malta, Mauretanien, Mexiko, Moldau, Monaco, Mongolei, Nicaragua, Niederlande (für den europäischen Teil der Niederlande), Niger, Norwegen, Palau, Panama, Peru, Rumänien, Sambia, Samoa, Schweden, Schweiz, Senegal, Seychellen, Sierra Leone, Slowakei, Slowenien, Sri Lanka, St. Kitts und Nevis, Swasiland, Thailand, Togo, Tschad, Tschechische Republik, Ungarn, Uruguay, Vereinigte Arabische Emirate, Vereinigte Staaten, Vietnam.

Vorbehalte und Erklärungen anderer Staaten sowie Einsprüche und Einwendungen sind in englischer und französischer Sprache auf der Webseite der Vereinten Nationen unter http://treaties.un.org/ abrufbar [CHAPTER XXVII.17]:

Europäische Union, Iran, Kanada, Moldau, Niederlande, Norwegen, Peru, Seychellen, Thailand, Tschechische Republik, Vereinigte Staaten

Präambel/Promulgationsklausel

Der Nationalrat hat beschlossen:

1.

Der Abschluss des gegenständlichen Staatsvertrages wird gemäß Art. 50 Abs. 1 Z 1 B-VG genehmigt.

2.

Dieser Staatsvertrag ist im Sinne des Art. 50 Abs. 2 Z 4 B-VG durch Erlassung von Gesetzen zu erfüllen.

Die Vertragsparteien dieses Übereinkommens –

in der Erkenntnis, dass Quecksilber aufgrund seines weiträumigen Transports in der Atmosphäre, seiner Persistenz in der Umwelt, wenn es einmal anthropogen eingeführt worden ist, seiner Fähigkeit zur Bioakkumulation in Ökosystemen und seiner erheblichen negativen Folgen für die menschliche Gesundheit und die Umwelt eine weltweit besorgniserregende Chemikalie darstellt,

unter Hinweis auf den Beschluss 25/5 des Verwaltungsrats des Umweltprogramms der Vereinten Nationen vom 20. Februar 2009 zur Einleitung internationaler Maßnahmen für eine effiziente, wirksame und kohärente Behandlung von Quecksilber,

auch unter Hinweis auf Absatz 221 des Ergebnisdokuments der Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung mit dem Titel „Die Zukunft, die wir wollen“, in dem ein erfolgreiches Ergebnis der Verhandlungen über eine globale rechtsverbindliche Übereinkunft über Quecksilber gefordert wird, die die Risiken für die menschliche Gesundheit und die Umwelt behandelt,

ferner unter Hinweis auf die von der Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung bekräftigten Grundsätze der Erklärung von Rio über Umwelt und Entwicklung, unter anderem die gemeinsamen, wenngleich unterschiedlichen Verantwortlichkeiten, sowie in Anerkennung der jeweiligen Gegebenheiten und Fähigkeiten der Staaten sowie der Notwendigkeit weltweiter Maßnahmen,

im Bewusstsein der Sorgen um die Gesundheit, besonders in Entwicklungsländern, zu denen die Quecksilberexposition von schutzbedürftigen Bevölkerungsgruppen, insbesondere von Frauen und Kindern und damit von künftigen Generationen, Anlass gibt,

in Anbetracht des besonderen Schutzbedürfnisses arktischer Ökosysteme und indigener Gemeinschaften aufgrund der Biomagnifikation von Quecksilber und der Verunreinigung von traditionellen Lebensmitteln sowie im allgemeineren Sinne in Sorge um indigene Gemeinschaften in Bezug auf die Auswirkungen von Quecksilber,

in Erkenntnis der aus der Minamata-Krankheit gezogenen wichtigen Lehren, insbesondere der schwerwiegenden Auswirkungen der Verschmutzung durch Quecksilber auf Gesundheit und Umwelt, sowie der Notwendigkeit, eine sachgerechte Behandlung von Quecksilber sicherzustellen und derartige Ereignisse in der Zukunft zu verhindern,

unter Hervorhebung der Bedeutung von finanzieller, technischer und technologischer Hilfe sowie von Hilfe beim Kapazitätsaufbau, insbesondere für Entwicklungsländer und Länder mit im Übergang befindlichen Wirtschaftssystemen, um die staatlichen Fähigkeiten im Bereich der Behandlung von Quecksilber zu stärken und die wirksame Durchführung des Übereinkommens zu fördern,

in Anerkennung der Tätigkeiten der Weltgesundheitsorganisation zum Schutz der menschlichen Gesundheit vor Quecksilber sowie der Rolle einschlägiger mehrseitiger Umweltübereinkünfte, insbesondere des Basler Übereinkommens über die Kontrolle der grenzüberschreitenden Verbringung gefährlicher Abfälle und ihrer Entsorgung und des Rotterdamer Übereinkommens über das Verfahren der vorherigen Zustimmung nach Inkenntnissetzung für bestimmte gefährliche Chemikalien sowie Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel im internationalen Handel,

in der Erkenntnis, dass sich dieses Übereinkommen und andere völkerrechtliche Übereinkünfte in den Bereichen Umwelt und Handel wechselseitig unterstützen,

nachdrücklich darauf hinweisend, dass dieses Übereinkommen nicht dazu bestimmt ist, die Rechte und Pflichten einer Vertragspartei aus geltenden völkerrechtlichen Übereinkünften zu berühren,

mit der Maßgabe, dass der vorstehende Beweggrund nicht dazu bestimmt ist, eine Hierarchie zwischen diesem Übereinkommen und anderen internationalen Rechtsinstrumenten zu schaffen,

unter Hinweis darauf, dass dieses Übereinkommen eine Vertragspartei nicht daran hindert, im Bemühen um den Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt vor einer Quecksilberexposition zusätzliche mit diesem Übereinkommen vereinbare innerstaatliche Maßnahmen im Einklang mit den sonstigen Verpflichtungen dieser Vertragspartei nach dem anzuwendenden Völkerrecht zu ergreifen –

sind wie folgt übereingekommen:

Unterzeichnungsdatum

Sprachen

Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch

Vertragsparteien

Afghanistan III 108/2017 Antigua/Barbuda III 108/2017 Argentinien III 166/2017 Benin III 108/2017 Bolivien III 108/2017 Botsuana III 108/2017 Brasilien III 166/2017 Bulgarien III 108/2017 Burkina Faso III 108/2017 China III 108/2017 Costa Rica III 108/2017 Dänemark III 108/2017 Deutschland III 166/2017 Dschibuti III 108/2017 Ecuador III 108/2017 El Salvador III 108/2017 Estland III 108/2017 EU III 108/2017 Finnland III 108/2017 Frankreich III 108/2017 Gabun III 108/2017 Gambia III 108/2017 Ghana III 108/2017 Guinea III 108/2017 Guyana III 108/2017 Honduras III 108/2017 Indonesien III 166/2017 Iran III 108/2017 Jamaika III 166/2017 Japan III 108/2017 Jordanien III 108/2017 Kanada III 108/2017 Kiribati III 166/2017 Kroatien III 166/2017 Kuwait III 108/2017 Laos III 166/2017 Lesotho III 108/2017 Lettland III 108/2017 Liechtenstein III 108/2017 Luxemburg III 166/2017 Madagaskar III 108/2017 Mali III 108/2017 Malta III 108/2017 Mauretanien III 108/2017 Mauritius III 166/2017 Mexiko III 108/2017 Moldau III 108/2017 Monaco III 108/2017 Mongolei III 108/2017 Namibia III 166/2017 Nicaragua III 108/2017 Niederlande III 108/2017 Niger III 108/2017 Norwegen III 108/2017 Palau III 108/2017 Panama III 108/2017 Peru III 108/2017 Ruanda III 166/2017 Rumänien III 108/2017 Sambia III 108/2017 Samoa III 108/2017 Schweden III 108/2017 Schweiz III 108/2017 Senegal III 108/2017 Seychellen III 108/2017 Sierra Leone III 108/2017 Singapur III 166/2017 Slowakei III 108/2017 Slowenien III 108/2017 Sri Lanka III 108/2017 St. Kitts/Nevis III 108/2017 Swasiland III 108/2017 Syrien III 166/2017 Thailand III 108/2017 Togo III 108/2017 Tschad III 108/2017 Tschechische R III 108/2017 Ungarn III 108/2017 Uruguay III 108/2017 USA III 108/2017 Vereinigte Arabische Emirate III 108/2017 Vietnam III 108/2017

Sonstige Textteile

Ratifikationstext

(Anm.: letzte Anpassung durch Kundmachung BGBl. III Nr. 166/2017)

Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete und vom Bundeskanzler gegengezeichnete Ratifikationsurkunde wurde am 12. Juni 2017 beim Generalsekretär der Vereinten Nationen hinterlegt; das Übereinkommen tritt gemäß seinem Art. 31 Abs. 2 für Österreich mit 10. September 2017 in Kraft.

Anlässlich der Hinterlegung ihrer Ratifikationsurkunde hat die Republik Österreich nachstehende Erklärung abgegeben:

(Übersetzung)

Erklärung der Republik Österreich

„Die Republik Österreich erklärt gemäß Artikel 25 Absatz 2 des Übereinkommens, dass sie in Bezug auf jede Streitigkeit über die Auslegung oder Anwendung dieses Übereinkommens beide der in Absatz 2 angeführten Mittel zur Streitbeilegung als obligatorisch gegenüber jeder Partei anerkennt, welche dieselbe Verpflichtung übernimmt.“

Nach Mitteilungen des Generalsekretärs der Vereinten Nationen haben dieses Übereinkommen weiters ratifiziert, angenommen, genehmigt oder sind ihm beigetreten:

Afghanistan, Antigua und Barbuda, Benin, Bolivien, Botsuana, Bulgarien, Burkina Faso, China (einschließlich der Sonderverwaltungsregionen Hongkong und Macao), Costa Rica, Dänemark (ohne Färöer und Grönland), Dschibuti, Ecuador, El Salvador, Estland, Europäische Union, Finnland, Frankreich, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guyana, Honduras, Islamische Republik Iran, Japan, Jordanien, Kanada, Kuwait, Lesotho, Lettland, Liechtenstein, Madagaskar, Mali, Malta, Mauretanien, Mexiko, Moldau, Monaco, Mongolei, Nicaragua, Niederlande (für den europäischen Teil der Niederlande), Niger, Norwegen, Palau, Panama, Peru, Rumänien, Sambia, Samoa, Schweden, Schweiz, Senegal, Seychellen, Sierra Leone, Slowakei, Slowenien, Sri Lanka, St. Kitts und Nevis, Swasiland, Thailand, Togo, Tschad, Tschechische Republik, Ungarn, Uruguay, Vereinigte Arabische Emirate, Vereinigte Staaten, Vietnam.

Vorbehalte und Erklärungen anderer Staaten sowie Einsprüche und Einwendungen sind in englischer und französischer Sprache auf der Webseite der Vereinten Nationen unter http://treaties.un.org/ abrufbar [CHAPTER XXVII.17]:

Argentinien, Deutschland, Europäische Union, Iran, Jamaika, Kanada, Mauritius, Moldau, Namibia, Niederlande, Norwegen, Peru, Seychellen, Thailand, Tschechische Republik, Vereinigte Staaten

Präambel/Promulgationsklausel

Der Nationalrat hat beschlossen:

1.

Der Abschluss des gegenständlichen Staatsvertrages wird gemäß Art. 50 Abs. 1 Z 1 B-VG genehmigt.

2.

Dieser Staatsvertrag ist im Sinne des Art. 50 Abs. 2 Z 4 B-VG durch Erlassung von Gesetzen zu erfüllen.

Die Vertragsparteien dieses Übereinkommens –

in der Erkenntnis, dass Quecksilber aufgrund seines weiträumigen Transports in der Atmosphäre, seiner Persistenz in der Umwelt, wenn es einmal anthropogen eingeführt worden ist, seiner Fähigkeit zur Bioakkumulation in Ökosystemen und seiner erheblichen negativen Folgen für die menschliche Gesundheit und die Umwelt eine weltweit besorgniserregende Chemikalie darstellt,

unter Hinweis auf den Beschluss 25/5 des Verwaltungsrats des Umweltprogramms der Vereinten Nationen vom 20. Februar 2009 zur Einleitung internationaler Maßnahmen für eine effiziente, wirksame und kohärente Behandlung von Quecksilber,

auch unter Hinweis auf Absatz 221 des Ergebnisdokuments der Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung mit dem Titel „Die Zukunft, die wir wollen“, in dem ein erfolgreiches Ergebnis der Verhandlungen über eine globale rechtsverbindliche Übereinkunft über Quecksilber gefordert wird, die die Risiken für die menschliche Gesundheit und die Umwelt behandelt,

ferner unter Hinweis auf die von der Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung bekräftigten Grundsätze der Erklärung von Rio über Umwelt und Entwicklung, unter anderem die gemeinsamen, wenngleich unterschiedlichen Verantwortlichkeiten, sowie in Anerkennung der jeweiligen Gegebenheiten und Fähigkeiten der Staaten sowie der Notwendigkeit weltweiter Maßnahmen,

im Bewusstsein der Sorgen um die Gesundheit, besonders in Entwicklungsländern, zu denen die Quecksilberexposition von schutzbedürftigen Bevölkerungsgruppen, insbesondere von Frauen und Kindern und damit von künftigen Generationen, Anlass gibt,

in Anbetracht des besonderen Schutzbedürfnisses arktischer Ökosysteme und indigener Gemeinschaften aufgrund der Biomagnifikation von Quecksilber und der Verunreinigung von traditionellen Lebensmitteln sowie im allgemeineren Sinne in Sorge um indigene Gemeinschaften in Bezug auf die Auswirkungen von Quecksilber,

in Erkenntnis der aus der Minamata-Krankheit gezogenen wichtigen Lehren, insbesondere der schwerwiegenden Auswirkungen der Verschmutzung durch Quecksilber auf Gesundheit und Umwelt, sowie der Notwendigkeit, eine sachgerechte Behandlung von Quecksilber sicherzustellen und derartige Ereignisse in der Zukunft zu verhindern,

unter Hervorhebung der Bedeutung von finanzieller, technischer und technologischer Hilfe sowie von Hilfe beim Kapazitätsaufbau, insbesondere für Entwicklungsländer und Länder mit im Übergang befindlichen Wirtschaftssystemen, um die staatlichen Fähigkeiten im Bereich der Behandlung von Quecksilber zu stärken und die wirksame Durchführung des Übereinkommens zu fördern,

in Anerkennung der Tätigkeiten der Weltgesundheitsorganisation zum Schutz der menschlichen Gesundheit vor Quecksilber sowie der Rolle einschlägiger mehrseitiger Umweltübereinkünfte, insbesondere des Basler Übereinkommens über die Kontrolle der grenzüberschreitenden Verbringung gefährlicher Abfälle und ihrer Entsorgung und des Rotterdamer Übereinkommens über das Verfahren der vorherigen Zustimmung nach Inkenntnissetzung für bestimmte gefährliche Chemikalien sowie Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel im internationalen Handel,

in der Erkenntnis, dass sich dieses Übereinkommen und andere völkerrechtliche Übereinkünfte in den Bereichen Umwelt und Handel wechselseitig unterstützen,

nachdrücklich darauf hinweisend, dass dieses Übereinkommen nicht dazu bestimmt ist, die Rechte und Pflichten einer Vertragspartei aus geltenden völkerrechtlichen Übereinkünften zu berühren,

mit der Maßgabe, dass der vorstehende Beweggrund nicht dazu bestimmt ist, eine Hierarchie zwischen diesem Übereinkommen und anderen internationalen Rechtsinstrumenten zu schaffen,

unter Hinweis darauf, dass dieses Übereinkommen eine Vertragspartei nicht daran hindert, im Bemühen um den Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt vor einer Quecksilberexposition zusätzliche mit diesem Übereinkommen vereinbare innerstaatliche Maßnahmen im Einklang mit den sonstigen Verpflichtungen dieser Vertragspartei nach dem anzuwendenden Völkerrecht zu ergreifen –

sind wie folgt übereingekommen:

Unterzeichnungsdatum

Sprachen

Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch

Vertragsparteien

Afghanistan III 108/2017 Antigua/Barbuda III 108/2017 Argentinien III 166/2017 Armenien III 226/2017 Benin III 108/2017 Bolivien III 108/2017 Botsuana III 108/2017 Brasilien III 166/2017 Bulgarien III 108/2017 Burkina Faso III 108/2017 China III 108/2017 Costa Rica III 108/2017 Dänemark III 108/2017 Deutschland III 166/2017 Dschibuti III 108/2017 Ecuador III 108/2017 El Salvador III 108/2017 Estland III 108/2017 EU III 108/2017 Finnland III 108/2017 Frankreich III 108/2017 Gabun III 108/2017 Gambia III 108/2017 Ghana III 108/2017 Guinea III 108/2017 Guyana III 108/2017 Honduras III 108/2017 Indonesien III 166/2017 Iran III 108/2017 Jamaika III 166/2017 Japan III 108/2017 Jordanien III 108/2017 Kanada III 108/2017 Kiribati III 166/2017 Kroatien III 166/2017 Kuwait III 108/2017 Laos III 166/2017 Lesotho III 108/2017 Lettland III 108/2017 Libanon III 226/2017 Liechtenstein III 108/2017 Luxemburg III 166/2017 Madagaskar III 108/2017 Mali III 108/2017 Malta III 108/2017 Mauretanien III 108/2017 Mauritius III 166/2017 Mexiko III 108/2017 Moldau III 108/2017 Monaco III 108/2017 Mongolei III 108/2017 Namibia III 166/2017 Nicaragua III 108/2017 Niederlande III 108/2017 Niger III 108/2017 Norwegen III 108/2017 Palau III 108/2017 Panama III 108/2017 Peru III 108/2017 Ruanda III 166/2017 Rumänien III 108/2017 Sambia III 108/2017 Samoa III 108/2017 Schweden III 108/2017 Schweiz III 108/2017 Senegal III 108/2017 Seychellen III 108/2017 Sierra Leone III 108/2017 Singapur III 166/2017 Slowakei III 108/2017 Slowenien III 108/2017 Sri Lanka III 108/2017 St. Kitts/Nevis III 108/2017 Swasiland III 108/2017 Syrien III 166/2017 Thailand III 108/2017 Togo III 108/2017 Tschad III 108/2017 Tschechische R III 108/2017 Ungarn III 108/2017 Uruguay III 108/2017 USA III 108/2017 Vereinigte Arabische Emirate III 108/2017 Vietnam III 108/2017

Sonstige Textteile

Ratifikationstext

(Anm.: letzte Anpassung durch Kundmachung BGBl. III Nr. 226/2017)

Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete und vom Bundeskanzler gegengezeichnete Ratifikationsurkunde wurde am 12. Juni 2017 beim Generalsekretär der Vereinten Nationen hinterlegt; das Übereinkommen tritt gemäß seinem Art. 31 Abs. 2 für Österreich mit 10. September 2017 in Kraft.

Anlässlich der Hinterlegung ihrer Ratifikationsurkunde hat die Republik Österreich nachstehende Erklärung abgegeben:

(Übersetzung)

Erklärung der Republik Österreich

„Die Republik Österreich erklärt gemäß Artikel 25 Absatz 2 des Übereinkommens, dass sie in Bezug auf jede Streitigkeit über die Auslegung oder Anwendung dieses Übereinkommens beide der in Absatz 2 angeführten Mittel zur Streitbeilegung als obligatorisch gegenüber jeder Partei anerkennt, welche dieselbe Verpflichtung übernimmt.“

Nach Mitteilungen des Generalsekretärs der Vereinten Nationen haben dieses Übereinkommen weiters ratifiziert, angenommen, genehmigt oder sind ihm beigetreten:

Afghanistan, Antigua und Barbuda, Benin, Bolivien, Botsuana, Bulgarien, Burkina Faso, China (einschließlich der Sonderverwaltungsregionen Hongkong und Macao), Costa Rica, Dänemark (ohne Färöer und Grönland), Dschibuti, Ecuador, El Salvador, Estland, Europäische Union, Finnland, Frankreich, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guyana, Honduras, Islamische Republik Iran, Japan, Jordanien, Kanada, Kuwait, Lesotho, Lettland, Liechtenstein, Madagaskar, Mali, Malta, Mauretanien, Mexiko, Moldau, Monaco, Mongolei, Nicaragua, Niederlande (für den europäischen Teil der Niederlande), Niger, Norwegen, Palau, Panama, Peru, Rumänien, Sambia, Samoa, Schweden, Schweiz, Senegal, Seychellen, Sierra Leone, Slowakei, Slowenien, Sri Lanka, St. Kitts und Nevis, Swasiland, Thailand, Togo, Tschad, Tschechische Republik, Ungarn, Uruguay, Vereinigte Arabische Emirate, Vereinigte Staaten, Vietnam.

Vorbehalte und Erklärungen anderer Staaten sowie Einsprüche und Einwendungen sind in englischer und französischer Sprache auf der Webseite der Vereinten Nationen unter http://treaties.un.org/ abrufbar [CHAPTER XXVII.17]:

Argentinien, Armenien, Deutschland, Europäische Union, Iran, Jamaika, Kanada, Mauritius, Moldau, Namibia, Niederlande, Norwegen, Peru, Seychellen, Thailand, Tschechische Republik, Vereinigte Staaten

Präambel/Promulgationsklausel

Der Nationalrat hat beschlossen:

1.

Der Abschluss des gegenständlichen Staatsvertrages wird gemäß Art. 50 Abs. 1 Z 1 B-VG genehmigt.

2.

Dieser Staatsvertrag ist im Sinne des Art. 50 Abs. 2 Z 4 B-VG durch Erlassung von Gesetzen zu erfüllen.

Die Vertragsparteien dieses Übereinkommens –

in der Erkenntnis, dass Quecksilber aufgrund seines weiträumigen Transports in der Atmosphäre, seiner Persistenz in der Umwelt, wenn es einmal anthropogen eingeführt worden ist, seiner Fähigkeit zur Bioakkumulation in Ökosystemen und seiner erheblichen negativen Folgen für die menschliche Gesundheit und die Umwelt eine weltweit besorgniserregende Chemikalie darstellt,

unter Hinweis auf den Beschluss 25/5 des Verwaltungsrats des Umweltprogramms der Vereinten Nationen vom 20. Februar 2009 zur Einleitung internationaler Maßnahmen für eine effiziente, wirksame und kohärente Behandlung von Quecksilber,

auch unter Hinweis auf Absatz 221 des Ergebnisdokuments der Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung mit dem Titel „Die Zukunft, die wir wollen“, in dem ein erfolgreiches Ergebnis der Verhandlungen über eine globale rechtsverbindliche Übereinkunft über Quecksilber gefordert wird, die die Risiken für die menschliche Gesundheit und die Umwelt behandelt,

ferner unter Hinweis auf die von der Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung bekräftigten Grundsätze der Erklärung von Rio über Umwelt und Entwicklung, unter anderem die gemeinsamen, wenngleich unterschiedlichen Verantwortlichkeiten, sowie in Anerkennung der jeweiligen Gegebenheiten und Fähigkeiten der Staaten sowie der Notwendigkeit weltweiter Maßnahmen,

im Bewusstsein der Sorgen um die Gesundheit, besonders in Entwicklungsländern, zu denen die Quecksilberexposition von schutzbedürftigen Bevölkerungsgruppen, insbesondere von Frauen und Kindern und damit von künftigen Generationen, Anlass gibt,

in Anbetracht des besonderen Schutzbedürfnisses arktischer Ökosysteme und indigener Gemeinschaften aufgrund der Biomagnifikation von Quecksilber und der Verunreinigung von traditionellen Lebensmitteln sowie im allgemeineren Sinne in Sorge um indigene Gemeinschaften in Bezug auf die Auswirkungen von Quecksilber,

in Erkenntnis der aus der Minamata-Krankheit gezogenen wichtigen Lehren, insbesondere der schwerwiegenden Auswirkungen der Verschmutzung durch Quecksilber auf Gesundheit und Umwelt, sowie der Notwendigkeit, eine sachgerechte Behandlung von Quecksilber sicherzustellen und derartige Ereignisse in der Zukunft zu verhindern,

unter Hervorhebung der Bedeutung von finanzieller, technischer und technologischer Hilfe sowie von Hilfe beim Kapazitätsaufbau, insbesondere für Entwicklungsländer und Länder mit im Übergang befindlichen Wirtschaftssystemen, um die staatlichen Fähigkeiten im Bereich der Behandlung von Quecksilber zu stärken und die wirksame Durchführung des Übereinkommens zu fördern,

in Anerkennung der Tätigkeiten der Weltgesundheitsorganisation zum Schutz der menschlichen Gesundheit vor Quecksilber sowie der Rolle einschlägiger mehrseitiger Umweltübereinkünfte, insbesondere des Basler Übereinkommens über die Kontrolle der grenzüberschreitenden Verbringung gefährlicher Abfälle und ihrer Entsorgung und des Rotterdamer Übereinkommens über das Verfahren der vorherigen Zustimmung nach Inkenntnissetzung für bestimmte gefährliche Chemikalien sowie Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel im internationalen Handel,

in der Erkenntnis, dass sich dieses Übereinkommen und andere völkerrechtliche Übereinkünfte in den Bereichen Umwelt und Handel wechselseitig unterstützen,

nachdrücklich darauf hinweisend, dass dieses Übereinkommen nicht dazu bestimmt ist, die Rechte und Pflichten einer Vertragspartei aus geltenden völkerrechtlichen Übereinkünften zu berühren,

mit der Maßgabe, dass der vorstehende Beweggrund nicht dazu bestimmt ist, eine Hierarchie zwischen diesem Übereinkommen und anderen internationalen Rechtsinstrumenten zu schaffen,

unter Hinweis darauf, dass dieses Übereinkommen eine Vertragspartei nicht daran hindert, im Bemühen um den Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt vor einer Quecksilberexposition zusätzliche mit diesem Übereinkommen vereinbare innerstaatliche Maßnahmen im Einklang mit den sonstigen Verpflichtungen dieser Vertragspartei nach dem anzuwendenden Völkerrecht zu ergreifen –

sind wie folgt übereingekommen:

Unterzeichnungsdatum

Sprachen

Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch

Vertragsparteien

Afghanistan III 108/2017 Antigua/Barbuda III 108/2017 Argentinien III 166/2017 Armenien III 226/2017 Belgien III 37/2018 Benin III 108/2017 Bolivien III 108/2017 Botsuana III 108/2017 Brasilien III 166/2017 Bulgarien III 108/2017 Burkina Faso III 108/2017 China III 108/2017 Costa Rica III 108/2017 Dänemark III 108/2017 Deutschland III 166/2017 Dschibuti III 108/2017 Ecuador III 108/2017 El Salvador III 108/2017 Estland III 108/2017 EU III 108/2017 Finnland III 108/2017 Frankreich III 108/2017 Gabun III 108/2017 Gambia III 108/2017 Ghana III 108/2017 Guinea III 108/2017 Guyana III 108/2017 Honduras III 108/2017 Indonesien III 166/2017 Iran III 108/2017 Jamaika III 166/2017 Japan III 108/2017 Jordanien III 108/2017 Kanada III 108/2017 Kiribati III 166/2017 Kroatien III 166/2017 Kuba III 37/2018 Kuwait III 108/2017 Laos III 166/2017 Lesotho III 108/2017 Lettland III 108/2017 Libanon III 226/2017 Liechtenstein III 108/2017 Litauen III 37/2018 Luxemburg III 166/2017 Madagaskar III 108/2017 Mali III 108/2017 Malta III 108/2017 Mauretanien III 108/2017 Mauritius III 166/2017 Mexiko III 108/2017 Moldau III 108/2017 Monaco III 108/2017 Mongolei III 108/2017 Namibia III 166/2017 Nicaragua III 108/2017 Niederlande III 108/2017 Niger III 108/2017 Nigeria III 37/2018 Norwegen III 108/2017 Palau III 108/2017 Panama III 108/2017 Peru III 108/2017 Ruanda III 166/2017 Rumänien III 108/2017 Sambia III 108/2017 Samoa III 108/2017 Schweden III 108/2017 Schweiz III 108/2017 Senegal III 108/2017 Seychellen III 108/2017 Sierra Leone III 108/2017 Singapur III 166/2017 Slowakei III 108/2017 Slowenien III 108/2017 Sri Lanka III 108/2017 St. Kitts/Nevis III 108/2017 Swasiland III 108/2017 Syrien III 166/2017 Thailand III 108/2017 Togo III 108/2017 Tschad III 108/2017 Tschechische R III 108/2017 Ungarn III 108/2017 Uruguay III 108/2017 USA III 108/2017 Vereinigte Arabische Emirate III 108/2017 Vietnam III 108/2017

Sonstige Textteile

Ratifikationstext

(Anm.: letzte Anpassung durch Kundmachung BGBl. III Nr. 37/2018)

Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete und vom Bundeskanzler gegengezeichnete Ratifikationsurkunde wurde am 12. Juni 2017 beim Generalsekretär der Vereinten Nationen hinterlegt; das Übereinkommen tritt gemäß seinem Art. 31 Abs. 2 für Österreich mit 10. September 2017 in Kraft.

Anlässlich der Hinterlegung ihrer Ratifikationsurkunde hat die Republik Österreich nachstehende Erklärung abgegeben:

(Übersetzung)

Erklärung der Republik Österreich

„Die Republik Österreich erklärt gemäß Artikel 25 Absatz 2 des Übereinkommens, dass sie in Bezug auf jede Streitigkeit über die Auslegung oder Anwendung dieses Übereinkommens beide der in Absatz 2 angeführten Mittel zur Streitbeilegung als obligatorisch gegenüber jeder Partei anerkennt, welche dieselbe Verpflichtung übernimmt.“

Nach Mitteilungen des Generalsekretärs der Vereinten Nationen haben dieses Übereinkommen weiters ratifiziert, angenommen, genehmigt oder sind ihm beigetreten:

Afghanistan, Antigua und Barbuda, Benin, Bolivien, Botsuana, Bulgarien, Burkina Faso, China (einschließlich der Sonderverwaltungsregionen Hongkong und Macao), Costa Rica, Dänemark (ohne Färöer und Grönland), Dschibuti, Ecuador, El Salvador, Estland, Europäische Union, Finnland, Frankreich, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guyana, Honduras, Islamische Republik Iran, Japan, Jordanien, Kanada, Kuwait, Lesotho, Lettland, Liechtenstein, Madagaskar, Mali, Malta, Mauretanien, Mexiko, Moldau, Monaco, Mongolei, Nicaragua, Niederlande (für den europäischen Teil der Niederlande), Niger, Norwegen, Palau, Panama, Peru, Rumänien, Sambia, Samoa, Schweden, Schweiz, Senegal, Seychellen, Sierra Leone, Slowakei, Slowenien, Sri Lanka, St. Kitts und Nevis, Swasiland, Thailand, Togo, Tschad, Tschechische Republik, Ungarn, Uruguay, Vereinigte Arabische Emirate, Vereinigte Staaten, Vietnam.

Vorbehalte und Erklärungen anderer Staaten sowie Einsprüche und Einwendungen sind in englischer und französischer Sprache auf der Webseite der Vereinten Nationen unter http://treaties.un.org/ abrufbar [CHAPTER XXVII.17]:

Argentinien, Armenien, Deutschland, Europäische Union, Iran, Jamaika, Kanada, Kuba, Mauritius, Moldau, Namibia, Niederlande, Norwegen, Peru, Seychellen, Thailand, Tschechische Republik, Vereinigte Staaten

Präambel/Promulgationsklausel

Der Nationalrat hat beschlossen:

1.

Der Abschluss des gegenständlichen Staatsvertrages wird gemäß Art. 50 Abs. 1 Z 1 B-VG genehmigt.

2.

Dieser Staatsvertrag ist im Sinne des Art. 50 Abs. 2 Z 4 B-VG durch Erlassung von Gesetzen zu erfüllen.

Die Vertragsparteien dieses Übereinkommens –

in der Erkenntnis, dass Quecksilber aufgrund seines weiträumigen Transports in der Atmosphäre, seiner Persistenz in der Umwelt, wenn es einmal anthropogen eingeführt worden ist, seiner Fähigkeit zur Bioakkumulation in Ökosystemen und seiner erheblichen negativen Folgen für die menschliche Gesundheit und die Umwelt eine weltweit besorgniserregende Chemikalie darstellt,

unter Hinweis auf den Beschluss 25/5 des Verwaltungsrats des Umweltprogramms der Vereinten Nationen vom 20. Februar 2009 zur Einleitung internationaler Maßnahmen für eine effiziente, wirksame und kohärente Behandlung von Quecksilber,

auch unter Hinweis auf Absatz 221 des Ergebnisdokuments der Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung mit dem Titel „Die Zukunft, die wir wollen“, in dem ein erfolgreiches Ergebnis der Verhandlungen über eine globale rechtsverbindliche Übereinkunft über Quecksilber gefordert wird, die die Risiken für die menschliche Gesundheit und die Umwelt behandelt,

ferner unter Hinweis auf die von der Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung bekräftigten Grundsätze der Erklärung von Rio über Umwelt und Entwicklung, unter anderem die gemeinsamen, wenngleich unterschiedlichen Verantwortlichkeiten, sowie in Anerkennung der jeweiligen Gegebenheiten und Fähigkeiten der Staaten sowie der Notwendigkeit weltweiter Maßnahmen,

im Bewusstsein der Sorgen um die Gesundheit, besonders in Entwicklungsländern, zu denen die Quecksilberexposition von schutzbedürftigen Bevölkerungsgruppen, insbesondere von Frauen und Kindern und damit von künftigen Generationen, Anlass gibt,

in Anbetracht des besonderen Schutzbedürfnisses arktischer Ökosysteme und indigener Gemeinschaften aufgrund der Biomagnifikation von Quecksilber und der Verunreinigung von traditionellen Lebensmitteln sowie im allgemeineren Sinne in Sorge um indigene Gemeinschaften in Bezug auf die Auswirkungen von Quecksilber,

in Erkenntnis der aus der Minamata-Krankheit gezogenen wichtigen Lehren, insbesondere der schwerwiegenden Auswirkungen der Verschmutzung durch Quecksilber auf Gesundheit und Umwelt, sowie der Notwendigkeit, eine sachgerechte Behandlung von Quecksilber sicherzustellen und derartige Ereignisse in der Zukunft zu verhindern,

unter Hervorhebung der Bedeutung von finanzieller, technischer und technologischer Hilfe sowie von Hilfe beim Kapazitätsaufbau, insbesondere für Entwicklungsländer und Länder mit im Übergang befindlichen Wirtschaftssystemen, um die staatlichen Fähigkeiten im Bereich der Behandlung von Quecksilber zu stärken und die wirksame Durchführung des Übereinkommens zu fördern,

in Anerkennung der Tätigkeiten der Weltgesundheitsorganisation zum Schutz der menschlichen Gesundheit vor Quecksilber sowie der Rolle einschlägiger mehrseitiger Umweltübereinkünfte, insbesondere des Basler Übereinkommens über die Kontrolle der grenzüberschreitenden Verbringung gefährlicher Abfälle und ihrer Entsorgung und des Rotterdamer Übereinkommens über das Verfahren der vorherigen Zustimmung nach Inkenntnissetzung für bestimmte gefährliche Chemikalien sowie Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel im internationalen Handel,

in der Erkenntnis, dass sich dieses Übereinkommen und andere völkerrechtliche Übereinkünfte in den Bereichen Umwelt und Handel wechselseitig unterstützen,

nachdrücklich darauf hinweisend, dass dieses Übereinkommen nicht dazu bestimmt ist, die Rechte und Pflichten einer Vertragspartei aus geltenden völkerrechtlichen Übereinkünften zu berühren,

mit der Maßgabe, dass der vorstehende Beweggrund nicht dazu bestimmt ist, eine Hierarchie zwischen diesem Übereinkommen und anderen internationalen Rechtsinstrumenten zu schaffen,

unter Hinweis darauf, dass dieses Übereinkommen eine Vertragspartei nicht daran hindert, im Bemühen um den Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt vor einer Quecksilberexposition zusätzliche mit diesem Übereinkommen vereinbare innerstaatliche Maßnahmen im Einklang mit den sonstigen Verpflichtungen dieser Vertragspartei nach dem anzuwendenden Völkerrecht zu ergreifen –

sind wie folgt übereingekommen:

Unterzeichnungsdatum

Sprachen

Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch

Vertragsparteien

Afghanistan III 108/2017 Antigua/Barbuda III 108/2017 Argentinien III 166/2017 Armenien III 226/2017 Belgien III 37/2018 Benin III 108/2017 Bolivien III 108/2017 Botsuana III 108/2017 Brasilien III 166/2017 Bulgarien III 108/2017 Burkina Faso III 108/2017 China III 108/2017 Costa Rica III 108/2017 Dänemark III 108/2017 Deutschland III 166/2017 Dominikanische R III 108/2018 Dschibuti III 108/2017 Ecuador III 108/2017 El Salvador III 108/2017 Estland III 108/2017 Eswatini III 108/2017 EU III 108/2017 Finnland III 108/2017 Frankreich III 108/2017 Gabun III 108/2017 Gambia III 108/2017 Ghana III 108/2017 Guinea III 108/2017 Guyana III 108/2017 Honduras III 108/2017 Indien III 108/2018 Indonesien III 166/2017 Iran III 108/2017 Island III 108/2018 Jamaika III 166/2017 Japan III 108/2017 Jordanien III 108/2017 Kanada III 108/2017 Kiribati III 166/2017 Kroatien III 166/2017 Kuba III 37/2018 Kuwait III 108/2017 Laos III 166/2017 Lesotho III 108/2017 Lettland III 108/2017 Libanon III 226/2017 Liechtenstein III 108/2017 Litauen III 37/2018 Luxemburg III 166/2017 Madagaskar III 108/2017 Mali III 108/2017 Malta III 108/2017 Mauretanien III 108/2017 Mauritius III 166/2017 Mexiko III 108/2017 Moldau III 108/2017 Monaco III 108/2017 Mongolei III 108/2017 Namibia III 166/2017 Nicaragua III 108/2017 Niederlande III 108/2017 Niger III 108/2017 Nigeria III 37/2018 Norwegen III 108/2017 Palau III 108/2017 Panama III 108/2017 Paraguay III 108/2018 Peru III 108/2017 Ruanda III 166/2017 Rumänien III 108/2017 Sambia III 108/2017 Samoa III 108/2017 Schweden III 108/2017 Schweiz III 108/2017 Senegal III 108/2017 Seychellen III 108/2017 Sierra Leone III 108/2017 Singapur III 166/2017 Slowakei III 108/2017 Slowenien III 108/2017 Sri Lanka III 108/2017 St. Kitts/Nevis III 108/2017 Syrien III 166/2017 Thailand III 108/2017 Togo III 108/2017 Tschad III 108/2017 Tschechische R III 108/2017 Ungarn III 108/2017 Uruguay III 108/2017 USA III 108/2017 Vereinigte Arabische Emirate III 108/2017 Vereinigtes Königreich III 108/2018 *Vietnam III 108/2017

Sonstige Textteile

Ratifikationstext

(Anm.: letzte Anpassung durch Kundmachung BGBl. III Nr. 120/2018)

Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete und vom Bundeskanzler gegengezeichnete Ratifikationsurkunde wurde am 12. Juni 2017 beim Generalsekretär der Vereinten Nationen hinterlegt; das Übereinkommen tritt gemäß seinem Art. 31 Abs. 2 für Österreich mit 10. September 2017 in Kraft.

Anlässlich der Hinterlegung ihrer Ratifikationsurkunde hat die Republik Österreich nachstehende Erklärung abgegeben:

(Übersetzung)

Erklärung der Republik Österreich

„Die Republik Österreich erklärt gemäß Artikel 25 Absatz 2 des Übereinkommens, dass sie in Bezug auf jede Streitigkeit über die Auslegung oder Anwendung dieses Übereinkommens beide der in Absatz 2 angeführten Mittel zur Streitbeilegung als obligatorisch gegenüber jeder Partei anerkennt, welche dieselbe Verpflichtung übernimmt.“

Nach Mitteilungen des Generalsekretärs der Vereinten Nationen haben dieses Übereinkommen weiters ratifiziert, angenommen, genehmigt oder sind ihm beigetreten:

Afghanistan, Antigua und Barbuda, Benin, Bolivien, Botsuana, Bulgarien, Burkina Faso, China (einschließlich der Sonderverwaltungsregionen Hongkong und Macao), Costa Rica, Dänemark (ohne Färöer und Grönland), Dschibuti, Ecuador, El Salvador, Estland, Europäische Union, Finnland, Frankreich, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guyana, Honduras, Islamische Republik Iran, Japan, Jordanien, Kanada, Kuwait, Lesotho, Lettland, Liechtenstein, Madagaskar, Mali, Malta, Mauretanien, Mexiko, Moldau, Monaco, Mongolei, Nicaragua, Niederlande (für den europäischen Teil der Niederlande), Niger, Norwegen, Palau, Panama, Peru, Rumänien, Sambia, Samoa, Schweden, Schweiz, Senegal, Seychellen, Sierra Leone, Slowakei, Slowenien, Sri Lanka, St. Kitts und Nevis, Swasiland, Thailand, Togo, Tschad, Tschechische Republik, Ungarn, Uruguay, Vereinigte Arabische Emirate, Vereinigte Staaten, Vietnam.

Vorbehalte und Erklärungen anderer Staaten sowie Einsprüche und Einwendungen sind in englischer und französischer Sprache auf der Webseite der Vereinten Nationen unter http://treaties.un.org/ abrufbar [CHAPTER XXVII.17]:

Argentinien, Armenien, Deutschland, Europäische Union, Indien, Iran, Jamaika, Kanada, Kuba, Mauritius, Moldau, Namibia, Niederlande, Norwegen, Peru, Seychellen, Thailand, Tschechische Republik, Vereinigte Staaten

Präambel/Promulgationsklausel

Der Nationalrat hat beschlossen:

1.

Der Abschluss des gegenständlichen Staatsvertrages wird gemäß Art. 50 Abs. 1 Z 1 B-VG genehmigt.

2.

Dieser Staatsvertrag ist im Sinne des Art. 50 Abs. 2 Z 4 B-VG durch Erlassung von Gesetzen zu erfüllen.

Die Vertragsparteien dieses Übereinkommens –

in der Erkenntnis, dass Quecksilber aufgrund seines weiträumigen Transports in der Atmosphäre, seiner Persistenz in der Umwelt, wenn es einmal anthropogen eingeführt worden ist, seiner Fähigkeit zur Bioakkumulation in Ökosystemen und seiner erheblichen negativen Folgen für die menschliche Gesundheit und die Umwelt eine weltweit besorgniserregende Chemikalie darstellt,

unter Hinweis auf den Beschluss 25/5 des Verwaltungsrats des Umweltprogramms der Vereinten Nationen vom 20. Februar 2009 zur Einleitung internationaler Maßnahmen für eine effiziente, wirksame und kohärente Behandlung von Quecksilber,

auch unter Hinweis auf Absatz 221 des Ergebnisdokuments der Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung mit dem Titel „Die Zukunft, die wir wollen“, in dem ein erfolgreiches Ergebnis der Verhandlungen über eine globale rechtsverbindliche Übereinkunft über Quecksilber gefordert wird, die die Risiken für die menschliche Gesundheit und die Umwelt behandelt,

ferner unter Hinweis auf die von der Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung bekräftigten Grundsätze der Erklärung von Rio über Umwelt und Entwicklung, unter anderem die gemeinsamen, wenngleich unterschiedlichen Verantwortlichkeiten, sowie in Anerkennung der jeweiligen Gegebenheiten und Fähigkeiten der Staaten sowie der Notwendigkeit weltweiter Maßnahmen,

im Bewusstsein der Sorgen um die Gesundheit, besonders in Entwicklungsländern, zu denen die Quecksilberexposition von schutzbedürftigen Bevölkerungsgruppen, insbesondere von Frauen und Kindern und damit von künftigen Generationen, Anlass gibt,

in Anbetracht des besonderen Schutzbedürfnisses arktischer Ökosysteme und indigener Gemeinschaften aufgrund der Biomagnifikation von Quecksilber und der Verunreinigung von traditionellen Lebensmitteln sowie im allgemeineren Sinne in Sorge um indigene Gemeinschaften in Bezug auf die Auswirkungen von Quecksilber,

in Erkenntnis der aus der Minamata-Krankheit gezogenen wichtigen Lehren, insbesondere der schwerwiegenden Auswirkungen der Verschmutzung durch Quecksilber auf Gesundheit und Umwelt, sowie der Notwendigkeit, eine sachgerechte Behandlung von Quecksilber sicherzustellen und derartige Ereignisse in der Zukunft zu verhindern,

unter Hervorhebung der Bedeutung von finanzieller, technischer und technologischer Hilfe sowie von Hilfe beim Kapazitätsaufbau, insbesondere für Entwicklungsländer und Länder mit im Übergang befindlichen Wirtschaftssystemen, um die staatlichen Fähigkeiten im Bereich der Behandlung von Quecksilber zu stärken und die wirksame Durchführung des Übereinkommens zu fördern,

in Anerkennung der Tätigkeiten der Weltgesundheitsorganisation zum Schutz der menschlichen Gesundheit vor Quecksilber sowie der Rolle einschlägiger mehrseitiger Umweltübereinkünfte, insbesondere des Basler Übereinkommens über die Kontrolle der grenzüberschreitenden Verbringung gefährlicher Abfälle und ihrer Entsorgung und des Rotterdamer Übereinkommens über das Verfahren der vorherigen Zustimmung nach Inkenntnissetzung für bestimmte gefährliche Chemikalien sowie Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel im internationalen Handel,

in der Erkenntnis, dass sich dieses Übereinkommen und andere völkerrechtliche Übereinkünfte in den Bereichen Umwelt und Handel wechselseitig unterstützen,

nachdrücklich darauf hinweisend, dass dieses Übereinkommen nicht dazu bestimmt ist, die Rechte und Pflichten einer Vertragspartei aus geltenden völkerrechtlichen Übereinkünften zu berühren,

mit der Maßgabe, dass der vorstehende Beweggrund nicht dazu bestimmt ist, eine Hierarchie zwischen diesem Übereinkommen und anderen internationalen Rechtsinstrumenten zu schaffen,

unter Hinweis darauf, dass dieses Übereinkommen eine Vertragspartei nicht daran hindert, im Bemühen um den Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt vor einer Quecksilberexposition zusätzliche mit diesem Übereinkommen vereinbare innerstaatliche Maßnahmen im Einklang mit den sonstigen Verpflichtungen dieser Vertragspartei nach dem anzuwendenden Völkerrecht zu ergreifen –

sind wie folgt übereingekommen:

Unterzeichnungsdatum

Sprachen

Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch

Vertragsparteien

Afghanistan III 108/2017 Albanien III 102/2020 Antigua/Barbuda III 108/2017 Äquatorialguinea III 26/2020 Argentinien III 166/2017 Armenien III 226/2017 Bahamas III 26/2020 Belgien III 37/2018 Benin III 108/2017 Bolivien III 108/2017 Botsuana III 108/2017 Brasilien III 166/2017 Bulgarien III 108/2017 Burkina Faso III 108/2017 Chile III 193/2018 China III 108/2017 Costa Rica III 108/2017 Côte d’Ivoire III 160/2019 Dänemark III 108/2017 Deutschland III 166/2017 Dominikanische R III 108/2018 Dschibuti III 108/2017 Ecuador III 108/2017 El Salvador III 108/2017 Estland III 108/2017 Eswatini III 108/2017 EU III 108/2017 Finnland III 108/2017 Frankreich III 108/2017 Gabun III 108/2017 Gambia III 108/2017 Ghana III 108/2017 Griechenland III 102/2020 Guinea III 108/2017 Guinea-Bissau III 193/2018 Guyana III 108/2017 Honduras III 108/2017 Indien III 108/2018 Indonesien III 166/2017 Iran III 108/2017 Irland III 59/2019 Island III 108/2018 Jamaika III 166/2017 Japan III 108/2017 Jordanien III 108/2017 Kanada III 108/2017 Katar III 4/2021 Kiribati III 166/2017 Kolumbien III 160/2019 Komoren III 160/2019 Kongo III 160/2019 Korea/R III 26/2020 Kroatien III 166/2017 Kuba III 37/2018 Kuwait III 108/2017 Laos III 166/2017 Lesotho III 108/2017 Lettland III 108/2017 Libanon III 226/2017 Liechtenstein III 108/2017 Litauen III 37/2018 Luxemburg III 166/2017 Madagaskar III 108/2017 Mali III 108/2017 Malta III 108/2017 Marshallinseln III 59/2019 Mauretanien III 108/2017 Mauritius III 166/2017 Mexiko III 108/2017 Moldau III 108/2017 Monaco III 108/2017 Mongolei III 108/2017 Montenegro III 160/2019 Namibia III 166/2017 Nicaragua III 108/2017 Niederlande III 108/2017 Niger III 108/2017 Nigeria III 37/2018 Nordmazedonien III 56/2020 Norwegen III 108/2017 Oman III 102/2020 Pakistan III 4/2021 Palästina III 59/2019 Palau III 108/2017 Panama III 108/2017 Paraguay III 108/2018 Peru III 108/2017 Philippinen III 4/2021 Portugal III 193/2018 Ruanda III 166/2017 Rumänien III 108/2017 Sambia III 108/2017 Samoa III 108/2017 São Tomé/Príncipe III 193/2018 Saudi-Arabien III 59/2019 Schweden III 108/2017 Schweiz III 108/2017 Senegal III 108/2017 Seychellen III 108/2017 Sierra Leone III 108/2017 Singapur III 166/2017 Slowakei III 108/2017 Slowenien III 108/2017 Sri Lanka III 108/2017 St. Kitts/Nevis III 108/2017 St. Lucia III 59/2019 Südafrika III 59/2019 Suriname III 193/2018 Syrien III 166/2017 Tansania III 4/2021 Thailand III 108/2017 Togo III 108/2017 Tonga III 193/2018 Tschad III 108/2017 Tschechische R III 108/2017 Tuvalu III 160/2019 Uganda III 59/2019 Ungarn III 108/2017 Uruguay III 108/2017 USA III 108/2017 Vanuatu III 193/2018 Vereinigte Arabische Emirate III 108/2017 Vereinigtes Königreich III 108/2018 Vietnam III 108/2017 *Zypern III 56/2020

Sonstige Textteile

Ratifikationstext

(Anm.: letzte Anpassung durch Kundmachung BGBl. III Nr. 193/2018)

Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete und vom Bundeskanzler gegengezeichnete Ratifikationsurkunde wurde am 12. Juni 2017 beim Generalsekretär der Vereinten Nationen hinterlegt; das Übereinkommen tritt gemäß seinem Art. 31 Abs. 2 für Österreich mit 10. September 2017 in Kraft.

Anlässlich der Hinterlegung ihrer Ratifikationsurkunde hat die Republik Österreich nachstehende Erklärung abgegeben:

(Übersetzung)

Erklärung der Republik Österreich

„Die Republik Österreich erklärt gemäß Artikel 25 Absatz 2 des Übereinkommens, dass sie in Bezug auf jede Streitigkeit über die Auslegung oder Anwendung dieses Übereinkommens beide der in Absatz 2 angeführten Mittel zur Streitbeilegung als obligatorisch gegenüber jeder Partei anerkennt, welche dieselbe Verpflichtung übernimmt.“

Nach Mitteilungen des Generalsekretärs der Vereinten Nationen haben dieses Übereinkommen weiters ratifiziert, angenommen, genehmigt oder sind ihm beigetreten:

Afghanistan, Antigua und Barbuda, Benin, Bolivien, Botsuana, Bulgarien, Burkina Faso, China (einschließlich der Sonderverwaltungsregionen Hongkong und Macao), Costa Rica, Dänemark (ohne Färöer und Grönland), Dschibuti, Ecuador, El Salvador, Estland, Europäische Union, Finnland, Frankreich, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guyana, Honduras, Islamische Republik Iran, Japan, Jordanien, Kanada, Kuwait, Lesotho, Lettland, Liechtenstein, Madagaskar, Mali, Malta, Mauretanien, Mexiko, Moldau, Monaco, Mongolei, Nicaragua, Niederlande (für den europäischen Teil der Niederlande), Niger, Norwegen, Palau, Panama, Peru, Rumänien, Sambia, Samoa, Schweden, Schweiz, Senegal, Seychellen, Sierra Leone, Slowakei, Slowenien, Sri Lanka, St. Kitts und Nevis, Swasiland, Thailand, Togo, Tschad, Tschechische Republik, Ungarn, Uruguay, Vereinigte Arabische Emirate, Vereinigte Staaten, Vietnam.

Vorbehalte und Erklärungen anderer Staaten sowie Einsprüche und Einwendungen sind in englischer und französischer Sprache auf der Webseite der Vereinten Nationen unter http://treaties.un.org/ abrufbar [CHAPTER XXVII.17]:

Argentinien, Armenien, Deutschland, Europäische Union, Indien, Iran, Jamaika, Kanada, Kuba, Mauritius, Moldau, Namibia, Niederlande, Norwegen, Peru, Seychellen, Suriname, Thailand, Tschechische Republik, Vereinigte Staaten

Präambel/Promulgationsklausel

Der Nationalrat hat beschlossen:

1.

Der Abschluss des gegenständlichen Staatsvertrages wird gemäß Art. 50 Abs. 1 Z 1 B-VG genehmigt.

2.

Dieser Staatsvertrag ist im Sinne des Art. 50 Abs. 2 Z 4 B-VG durch Erlassung von Gesetzen zu erfüllen.

Die Vertragsparteien dieses Übereinkommens –

in der Erkenntnis, dass Quecksilber aufgrund seines weiträumigen Transports in der Atmosphäre, seiner Persistenz in der Umwelt, wenn es einmal anthropogen eingeführt worden ist, seiner Fähigkeit zur Bioakkumulation in Ökosystemen und seiner erheblichen negativen Folgen für die menschliche Gesundheit und die Umwelt eine weltweit besorgniserregende Chemikalie darstellt,

unter Hinweis auf den Beschluss 25/5 des Verwaltungsrats des Umweltprogramms der Vereinten Nationen vom 20. Februar 2009 zur Einleitung internationaler Maßnahmen für eine effiziente, wirksame und kohärente Behandlung von Quecksilber,

auch unter Hinweis auf Absatz 221 des Ergebnisdokuments der Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung mit dem Titel „Die Zukunft, die wir wollen“, in dem ein erfolgreiches Ergebnis der Verhandlungen über eine globale rechtsverbindliche Übereinkunft über Quecksilber gefordert wird, die die Risiken für die menschliche Gesundheit und die Umwelt behandelt,

ferner unter Hinweis auf die von der Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung bekräftigten Grundsätze der Erklärung von Rio über Umwelt und Entwicklung, unter anderem die gemeinsamen, wenngleich unterschiedlichen Verantwortlichkeiten, sowie in Anerkennung der jeweiligen Gegebenheiten und Fähigkeiten der Staaten sowie der Notwendigkeit weltweiter Maßnahmen,

im Bewusstsein der Sorgen um die Gesundheit, besonders in Entwicklungsländern, zu denen die Quecksilberexposition von schutzbedürftigen Bevölkerungsgruppen, insbesondere von Frauen und Kindern und damit von künftigen Generationen, Anlass gibt,

in Anbetracht des besonderen Schutzbedürfnisses arktischer Ökosysteme und indigener Gemeinschaften aufgrund der Biomagnifikation von Quecksilber und der Verunreinigung von traditionellen Lebensmitteln sowie im allgemeineren Sinne in Sorge um indigene Gemeinschaften in Bezug auf die Auswirkungen von Quecksilber,

in Erkenntnis der aus der Minamata-Krankheit gezogenen wichtigen Lehren, insbesondere der schwerwiegenden Auswirkungen der Verschmutzung durch Quecksilber auf Gesundheit und Umwelt, sowie der Notwendigkeit, eine sachgerechte Behandlung von Quecksilber sicherzustellen und derartige Ereignisse in der Zukunft zu verhindern,

unter Hervorhebung der Bedeutung von finanzieller, technischer und technologischer Hilfe sowie von Hilfe beim Kapazitätsaufbau, insbesondere für Entwicklungsländer und Länder mit im Übergang befindlichen Wirtschaftssystemen, um die staatlichen Fähigkeiten im Bereich der Behandlung von Quecksilber zu stärken und die wirksame Durchführung des Übereinkommens zu fördern,

in Anerkennung der Tätigkeiten der Weltgesundheitsorganisation zum Schutz der menschlichen Gesundheit vor Quecksilber sowie der Rolle einschlägiger mehrseitiger Umweltübereinkünfte, insbesondere des Basler Übereinkommens über die Kontrolle der grenzüberschreitenden Verbringung gefährlicher Abfälle und ihrer Entsorgung und des Rotterdamer Übereinkommens über das Verfahren der vorherigen Zustimmung nach Inkenntnissetzung für bestimmte gefährliche Chemikalien sowie Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel im internationalen Handel,

in der Erkenntnis, dass sich dieses Übereinkommen und andere völkerrechtliche Übereinkünfte in den Bereichen Umwelt und Handel wechselseitig unterstützen,

nachdrücklich darauf hinweisend, dass dieses Übereinkommen nicht dazu bestimmt ist, die Rechte und Pflichten einer Vertragspartei aus geltenden völkerrechtlichen Übereinkünften zu berühren,

mit der Maßgabe, dass der vorstehende Beweggrund nicht dazu bestimmt ist, eine Hierarchie zwischen diesem Übereinkommen und anderen internationalen Rechtsinstrumenten zu schaffen,

unter Hinweis darauf, dass dieses Übereinkommen eine Vertragspartei nicht daran hindert, im Bemühen um den Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt vor einer Quecksilberexposition zusätzliche mit diesem Übereinkommen vereinbare innerstaatliche Maßnahmen im Einklang mit den sonstigen Verpflichtungen dieser Vertragspartei nach dem anzuwendenden Völkerrecht zu ergreifen –

sind wie folgt übereingekommen:

Unterzeichnungsdatum

Sprachen

Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch

Vertragsparteien

Afghanistan III 108/2017 Albanien III 102/2020 Antigua/Barbuda III 108/2017 Äquatorialguinea III 26/2020 Argentinien III 166/2017 Armenien III 226/2017 Australien III 193/2021 Bahamas III 26/2020 Bahrain III 110/2021 Belgien III 37/2018 Benin III 108/2017 Bolivien III 108/2017 Botsuana III 108/2017 Brasilien III 166/2017 Bulgarien III 108/2017 Burkina Faso III 108/2017 Burundi III 65/2021 Chile III 193/2018 China III 108/2017 Costa Rica III 108/2017 Côte d’Ivoire III 160/2019 Dänemark III 108/2017, III 65/2021 Deutschland III 166/2017 Dominikanische R III 108/2018 Dschibuti III 108/2017 Ecuador III 108/2017 El Salvador III 108/2017 Estland III 108/2017 Eswatini III 108/2017 EU III 108/2017 Finnland III 108/2017 Frankreich III 108/2017 Gabun III 108/2017 Gambia III 108/2017 Ghana III 108/2017 Griechenland III 102/2020 Guinea III 108/2017 Guinea-Bissau III 193/2018 Guyana III 108/2017 Honduras III 108/2017 Indien III 108/2018 Indonesien III 166/2017 Irak III 154/2021 Iran III 108/2017 Irland III 59/2019 Island III 108/2018 Italien III 65/2021 Jamaika III 166/2017 Japan III 108/2017 Jordanien III 108/2017 Kambodscha III 65/2021 Kamerun III 65/2021 Kanada III 108/2017 Katar III 4/2021 Kiribati III 166/2017 Kolumbien III 160/2019 Komoren III 160/2019 Kongo III 160/2019 Korea/R III 26/2020 Kroatien III 166/2017 Kuba III 37/2018 Kuwait III 108/2017 Laos III 166/2017 Lesotho III 108/2017 Lettland III 108/2017 Libanon III 226/2017 Liechtenstein III 108/2017 Litauen III 37/2018 Luxemburg III 166/2017 Madagaskar III 108/2017 Mali III 108/2017 Malta III 108/2017 Marshallinseln III 59/2019 Mauretanien III 108/2017 Mauritius III 166/2017 Mexiko III 108/2017 Moldau III 108/2017 Monaco III 108/2017 Mongolei III 108/2017 Montenegro III 160/2019 Namibia III 166/2017 Nicaragua III 108/2017 Niederlande III 108/2017 Niger III 108/2017 Nigeria III 37/2018 Nordmazedonien III 56/2020 Norwegen III 108/2017 Oman III 102/2020 Pakistan III 4/2021 Palästina III 59/2019 Palau III 108/2017 Panama III 108/2017 Paraguay III 108/2018 Peru III 108/2017 Philippinen III 4/2021 Polen III 154/2021 Portugal III 193/2018 Ruanda III 166/2017 Rumänien III 108/2017 Sambia III 108/2017 Samoa III 108/2017 São Tomé/Príncipe III 193/2018 Saudi-Arabien III 59/2019 Schweden III 108/2017 Schweiz III 108/2017 Senegal III 108/2017 Seychellen III 108/2017 Sierra Leone III 108/2017 Simbabwe III 154/2021 Singapur III 166/2017 Slowakei III 108/2017 Slowenien III 108/2017 Spanien III 193/2021 Sri Lanka III 108/2017 St. Kitts/Nevis III 108/2017 St. Lucia III 59/2019 Südafrika III 59/2019 Suriname III 193/2018 Syrien III 166/2017 Tansania III 4/2021 Thailand III 108/2017 Togo III 108/2017 Tonga III 193/2018 Tschad III 108/2017 Tschechische R III 108/2017 Tuvalu III 160/2019 Uganda III 59/2019 Ungarn III 108/2017 Uruguay III 108/2017 USA III 108/2017 Vanuatu III 193/2018 Vereinigte Arabische Emirate III 108/2017 Vereinigtes Königreich III 108/2018 Vietnam III 108/2017 Zentralafrikanische R III 65/2021 Zypern III 56/2020

Sonstige Textteile

Ratifikationstext

(Anm.: letzte Anpassung durch Kundmachung BGBl. III Nr. 65/2021)

Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete und vom Bundeskanzler gegengezeichnete Ratifikationsurkunde wurde am 12. Juni 2017 beim Generalsekretär der Vereinten Nationen hinterlegt; das Übereinkommen tritt gemäß seinem Art. 31 Abs. 2 für Österreich mit 10. September 2017 in Kraft.

Anlässlich der Hinterlegung ihrer Ratifikationsurkunde hat die Republik Österreich nachstehende Erklärung abgegeben:

(Übersetzung)

Erklärung der Republik Österreich

„Die Republik Österreich erklärt gemäß Artikel 25 Absatz 2 des Übereinkommens, dass sie in Bezug auf jede Streitigkeit über die Auslegung oder Anwendung dieses Übereinkommens beide der in Absatz 2 angeführten Mittel zur Streitbeilegung als obligatorisch gegenüber jeder Partei anerkennt, welche dieselbe Verpflichtung übernimmt.“

Nach Mitteilungen des Generalsekretärs der Vereinten Nationen haben dieses Übereinkommen weiters ratifiziert, angenommen, genehmigt oder sind ihm beigetreten:

Afghanistan, Antigua und Barbuda, Benin, Bolivien, Botsuana, Bulgarien, Burkina Faso, China (einschließlich der Sonderverwaltungsregionen Hongkong und Macao), Costa Rica, Dänemark (ohne Färöer und Grönland), Dschibuti, Ecuador, El Salvador, Estland, Europäische Union, Finnland, Frankreich, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guyana, Honduras, Islamische Republik Iran, Japan, Jordanien, Kanada, Kuwait, Lesotho, Lettland, Liechtenstein, Madagaskar, Mali, Malta, Mauretanien, Mexiko, Moldau, Monaco, Mongolei, Nicaragua, Niederlande (für den europäischen Teil der Niederlande), Niger, Norwegen, Palau, Panama, Peru, Rumänien, Sambia, Samoa, Schweden, Schweiz, Senegal, Seychellen, Sierra Leone, Slowakei, Slowenien, Sri Lanka, St. Kitts und Nevis, Swasiland, Thailand, Togo, Tschad, Tschechische Republik, Ungarn, Uruguay, Vereinigte Arabische Emirate, Vereinigte Staaten, Vietnam.

Vorbehalte und Erklärungen anderer Staaten sowie Einsprüche und Einwendungen sind in englischer und französischer Sprache auf der Webseite der Vereinten Nationen unter http://treaties.un.org/ abrufbar [CHAPTER XXVII.17]:

Argentinien, Armenien, Deutschland, Europäische Union, Indien, Iran, Jamaika, Kanada, Kuba, Mauritius, Moldau, Namibia, Niederlande, Norwegen, Peru, Seychellen, Suriname, Thailand, Tschechische Republik, Vereinigte Staaten

Dänemark

Dänemark hat am 10. Februar 2021 seine Erklärung über den Ausschluss der territorialen Anwendung auf Grönland zurückgenommen.

Präambel/Promulgationsklausel

Der Nationalrat hat beschlossen:

1.

Der Abschluss des gegenständlichen Staatsvertrages wird gemäß Art. 50 Abs. 1 Z 1 B-VG genehmigt.

2.

Dieser Staatsvertrag ist im Sinne des Art. 50 Abs. 2 Z 4 B-VG durch Erlassung von Gesetzen zu erfüllen.

Die Vertragsparteien dieses Übereinkommens –

in der Erkenntnis, dass Quecksilber aufgrund seines weiträumigen Transports in der Atmosphäre, seiner Persistenz in der Umwelt, wenn es einmal anthropogen eingeführt worden ist, seiner Fähigkeit zur Bioakkumulation in Ökosystemen und seiner erheblichen negativen Folgen für die menschliche Gesundheit und die Umwelt eine weltweit besorgniserregende Chemikalie darstellt,

unter Hinweis auf den Beschluss 25/5 des Verwaltungsrats des Umweltprogramms der Vereinten Nationen vom 20. Februar 2009 zur Einleitung internationaler Maßnahmen für eine effiziente, wirksame und kohärente Behandlung von Quecksilber,

auch unter Hinweis auf Absatz 221 des Ergebnisdokuments der Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung mit dem Titel „Die Zukunft, die wir wollen“, in dem ein erfolgreiches Ergebnis der Verhandlungen über eine globale rechtsverbindliche Übereinkunft über Quecksilber gefordert wird, die die Risiken für die menschliche Gesundheit und die Umwelt behandelt,

ferner unter Hinweis auf die von der Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung bekräftigten Grundsätze der Erklärung von Rio über Umwelt und Entwicklung, unter anderem die gemeinsamen, wenngleich unterschiedlichen Verantwortlichkeiten, sowie in Anerkennung der jeweiligen Gegebenheiten und Fähigkeiten der Staaten sowie der Notwendigkeit weltweiter Maßnahmen,

im Bewusstsein der Sorgen um die Gesundheit, besonders in Entwicklungsländern, zu denen die Quecksilberexposition von schutzbedürftigen Bevölkerungsgruppen, insbesondere von Frauen und Kindern und damit von künftigen Generationen, Anlass gibt,

in Anbetracht des besonderen Schutzbedürfnisses arktischer Ökosysteme und indigener Gemeinschaften aufgrund der Biomagnifikation von Quecksilber und der Verunreinigung von traditionellen Lebensmitteln sowie im allgemeineren Sinne in Sorge um indigene Gemeinschaften in Bezug auf die Auswirkungen von Quecksilber,

in Erkenntnis der aus der Minamata-Krankheit gezogenen wichtigen Lehren, insbesondere der schwerwiegenden Auswirkungen der Verschmutzung durch Quecksilber auf Gesundheit und Umwelt, sowie der Notwendigkeit, eine sachgerechte Behandlung von Quecksilber sicherzustellen und derartige Ereignisse in der Zukunft zu verhindern,

unter Hervorhebung der Bedeutung von finanzieller, technischer und technologischer Hilfe sowie von Hilfe beim Kapazitätsaufbau, insbesondere für Entwicklungsländer und Länder mit im Übergang befindlichen Wirtschaftssystemen, um die staatlichen Fähigkeiten im Bereich der Behandlung von Quecksilber zu stärken und die wirksame Durchführung des Übereinkommens zu fördern,

in Anerkennung der Tätigkeiten der Weltgesundheitsorganisation zum Schutz der menschlichen Gesundheit vor Quecksilber sowie der Rolle einschlägiger mehrseitiger Umweltübereinkünfte, insbesondere des Basler Übereinkommens über die Kontrolle der grenzüberschreitenden Verbringung gefährlicher Abfälle und ihrer Entsorgung und des Rotterdamer Übereinkommens über das Verfahren der vorherigen Zustimmung nach Inkenntnissetzung für bestimmte gefährliche Chemikalien sowie Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel im internationalen Handel,

in der Erkenntnis, dass sich dieses Übereinkommen und andere völkerrechtliche Übereinkünfte in den Bereichen Umwelt und Handel wechselseitig unterstützen,

nachdrücklich darauf hinweisend, dass dieses Übereinkommen nicht dazu bestimmt ist, die Rechte und Pflichten einer Vertragspartei aus geltenden völkerrechtlichen Übereinkünften zu berühren,

mit der Maßgabe, dass der vorstehende Beweggrund nicht dazu bestimmt ist, eine Hierarchie zwischen diesem Übereinkommen und anderen internationalen Rechtsinstrumenten zu schaffen,

unter Hinweis darauf, dass dieses Übereinkommen eine Vertragspartei nicht daran hindert, im Bemühen um den Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt vor einer Quecksilberexposition zusätzliche mit diesem Übereinkommen vereinbare innerstaatliche Maßnahmen im Einklang mit den sonstigen Verpflichtungen dieser Vertragspartei nach dem anzuwendenden Völkerrecht zu ergreifen –

sind wie folgt übereingekommen:

Unterzeichnungsdatum

Sprachen

Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch

Vertragsparteien

Afghanistan III 108/2017 Albanien III 102/2020 Algerien III 207/2022 Antigua/Barbuda III 108/2017 Äquatorialguinea III 26/2020 Argentinien III 166/2017 Armenien III 226/2017 Australien III 193/2021 Bahamas III 26/2020 Bahrain III 110/2021 Bangladesch III 74/2023 Belgien III 37/2018 Belize III 98/2023 Benin III 108/2017 Bolivien III 108/2017 Botsuana III 108/2017 Brasilien III 166/2017 Bulgarien III 108/2017 Burkina Faso III 108/2017 Burundi III 65/2021 Chile III 193/2018 China III 108/2017 Costa Rica III 108/2017 Côte d’Ivoire III 160/2019 Dänemark III 108/2017, III 65/2021 Deutschland III 166/2017 Dominikanische R III 108/2018 Dschibuti III 108/2017 Ecuador III 108/2017 El Salvador III 108/2017 Eritrea III 29/2023 Estland III 108/2017 Eswatini III 108/2017 EU III 108/2017 Finnland III 108/2017 Frankreich III 108/2017 Gabun III 108/2017 Gambia III 108/2017 Ghana III 108/2017 Griechenland III 102/2020 Guinea III 108/2017 Guinea-Bissau III 193/2018 Guyana III 108/2017 Honduras III 108/2017 Indien III 108/2018 Indonesien III 166/2017 Irak III 154/2021 Iran III 108/2017 Irland III 59/2019 Island III 108/2018 Italien III 65/2021 Jamaika III 166/2017 Japan III 108/2017 Jordanien III 108/2017 Kambodscha III 65/2021 Kamerun III 65/2021 Kanada III 108/2017 Katar III 4/2021 Kiribati III 166/2017 Kolumbien III 160/2019 Komoren III 160/2019 Kongo III 160/2019 Korea/R III 26/2020 Kroatien III 166/2017 Kuba III 37/2018 Kuwait III 108/2017 Laos III 166/2017 Lesotho III 108/2017 Lettland III 108/2017 Libanon III 226/2017 Liechtenstein III 108/2017 Litauen III 37/2018 Luxemburg III 166/2017 Madagaskar III 108/2017 Mali III 108/2017 Malta III 108/2017 Marshallinseln III 59/2019 Mauretanien III 108/2017 Mauritius III 166/2017 Mexiko III 108/2017 Moldau III 108/2017 Monaco III 108/2017 Mongolei III 108/2017 Montenegro III 160/2019 Namibia III 166/2017 Nicaragua III 108/2017 Niederlande III 108/2017 Niger III 108/2017 Nigeria III 37/2018 Nordmazedonien III 56/2020 Norwegen III 108/2017 Oman III 102/2020 Pakistan III 4/2021 Palästina III 59/2019 Palau III 108/2017 Panama III 108/2017 Paraguay III 108/2018 Peru III 108/2017 Philippinen III 4/2021 Polen III 154/2021 Portugal III 193/2018 Ruanda III 166/2017 Rumänien III 108/2017 Sambia III 108/2017 Samoa III 108/2017 São Tomé/Príncipe III 193/2018 Saudi-Arabien III 59/2019 Schweden III 108/2017 Schweiz III 108/2017 Senegal III 108/2017 Seychellen III 108/2017 Sierra Leone III 108/2017 Simbabwe III 154/2021 Singapur III 166/2017 Slowakei III 108/2017 Slowenien III 108/2017 Spanien III 193/2021 Sri Lanka III 108/2017 St. Kitts/Nevis III 108/2017 St. Lucia III 59/2019 Südafrika III 59/2019 Suriname III 193/2018 Syrien III 166/2017 Tansania III 4/2021 Thailand III 108/2017 Togo III 108/2017 Tonga III 193/2018 Tschad III 108/2017 Tschechische R III 108/2017 Türkei III 158/2022 Tuvalu III 160/2019 Uganda III 59/2019 Ungarn III 108/2017 Uruguay III 108/2017 USA III 108/2017 Vanuatu III 193/2018 Vereinigte Arabische Emirate III 108/2017 Vereinigtes Königreich III 108/2018 Vietnam III 108/2017 Zentralafrikanische R III 65/2021 *Zypern III 56/2020

Sonstige Textteile

Ratifikationstext

(Anm.: letzte Anpassung durch Kundmachung BGBl. III Nr. 158/2022)

Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete und vom Bundeskanzler gegengezeichnete Ratifikationsurkunde wurde am 12. Juni 2017 beim Generalsekretär der Vereinten Nationen hinterlegt; das Übereinkommen tritt gemäß seinem Art. 31 Abs. 2 für Österreich mit 10. September 2017 in Kraft.

Anlässlich der Hinterlegung ihrer Ratifikationsurkunde hat die Republik Österreich nachstehende Erklärung abgegeben:

(Übersetzung)

Erklärung der Republik Österreich

„Die Republik Österreich erklärt gemäß Artikel 25 Absatz 2 des Übereinkommens, dass sie in Bezug auf jede Streitigkeit über die Auslegung oder Anwendung dieses Übereinkommens beide der in Absatz 2 angeführten Mittel zur Streitbeilegung als obligatorisch gegenüber jeder Partei anerkennt, welche dieselbe Verpflichtung übernimmt.“

Nach Mitteilungen des Generalsekretärs der Vereinten Nationen haben dieses Übereinkommen weiters ratifiziert, angenommen, genehmigt oder sind ihm beigetreten:

Afghanistan, Antigua und Barbuda, Benin, Bolivien, Botsuana, Bulgarien, Burkina Faso, China (einschließlich der Sonderverwaltungsregionen Hongkong und Macao), Costa Rica, Dänemark (ohne Färöer und Grönland), Dschibuti, Ecuador, El Salvador, Estland, Europäische Union, Finnland, Frankreich, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guyana, Honduras, Islamische Republik Iran, Japan, Jordanien, Kanada, Kuwait, Lesotho, Lettland, Liechtenstein, Madagaskar, Mali, Malta, Mauretanien, Mexiko, Moldau, Monaco, Mongolei, Nicaragua, Niederlande (für den europäischen Teil der Niederlande), Niger, Norwegen, Palau, Panama, Peru, Rumänien, Sambia, Samoa, Schweden, Schweiz, Senegal, Seychellen, Sierra Leone, Slowakei, Slowenien, Sri Lanka, St. Kitts und Nevis, Swasiland, Thailand, Togo, Tschad, Tschechische Republik, Ungarn, Uruguay, Vereinigte Arabische Emirate, Vereinigte Staaten, Vietnam.

Vorbehalte und Erklärungen anderer Staaten sowie Einsprüche und Einwendungen sind in englischer und französischer Sprache auf der Webseite der Vereinten Nationen unter http://treaties.un.org/ abrufbar [CHAPTER XXVII.17]:

Argentinien, Armenien, Deutschland, Europäische Union, Indien, Iran, Jamaika, Kanada, Kuba, Mauritius, Moldau, Namibia, Niederlande, Norwegen, Peru, Seychellen, Suriname, Thailand, Tschechische Republik, Türkei, Vereinigte Staaten

Dänemark

Dänemark hat am 10. Februar 2021 seine Erklärung über den Ausschluss der territorialen Anwendung auf Grönland zurückgenommen.

Präambel/Promulgationsklausel

Der Nationalrat hat beschlossen:

1.

Der Abschluss des gegenständlichen Staatsvertrages wird gemäß Art. 50 Abs. 1 Z 1 B-VG genehmigt.

2.

Dieser Staatsvertrag ist im Sinne des Art. 50 Abs. 2 Z 4 B-VG durch Erlassung von Gesetzen zu erfüllen.

Die Vertragsparteien dieses Übereinkommens –

in der Erkenntnis, dass Quecksilber aufgrund seines weiträumigen Transports in der Atmosphäre, seiner Persistenz in der Umwelt, wenn es einmal anthropogen eingeführt worden ist, seiner Fähigkeit zur Bioakkumulation in Ökosystemen und seiner erheblichen negativen Folgen für die menschliche Gesundheit und die Umwelt eine weltweit besorgniserregende Chemikalie darstellt,

unter Hinweis auf den Beschluss 25/5 des Verwaltungsrats des Umweltprogramms der Vereinten Nationen vom 20. Februar 2009 zur Einleitung internationaler Maßnahmen für eine effiziente, wirksame und kohärente Behandlung von Quecksilber,

auch unter Hinweis auf Absatz 221 des Ergebnisdokuments der Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung mit dem Titel „Die Zukunft, die wir wollen“, in dem ein erfolgreiches Ergebnis der Verhandlungen über eine globale rechtsverbindliche Übereinkunft über Quecksilber gefordert wird, die die Risiken für die menschliche Gesundheit und die Umwelt behandelt,

ferner unter Hinweis auf die von der Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung bekräftigten Grundsätze der Erklärung von Rio über Umwelt und Entwicklung, unter anderem die gemeinsamen, wenngleich unterschiedlichen Verantwortlichkeiten, sowie in Anerkennung der jeweiligen Gegebenheiten und Fähigkeiten der Staaten sowie der Notwendigkeit weltweiter Maßnahmen,

im Bewusstsein der Sorgen um die Gesundheit, besonders in Entwicklungsländern, zu denen die Quecksilberexposition von schutzbedürftigen Bevölkerungsgruppen, insbesondere von Frauen und Kindern und damit von künftigen Generationen, Anlass gibt,

in Anbetracht des besonderen Schutzbedürfnisses arktischer Ökosysteme und indigener Gemeinschaften aufgrund der Biomagnifikation von Quecksilber und der Verunreinigung von traditionellen Lebensmitteln sowie im allgemeineren Sinne in Sorge um indigene Gemeinschaften in Bezug auf die Auswirkungen von Quecksilber,

in Erkenntnis der aus der Minamata-Krankheit gezogenen wichtigen Lehren, insbesondere der schwerwiegenden Auswirkungen der Verschmutzung durch Quecksilber auf Gesundheit und Umwelt, sowie der Notwendigkeit, eine sachgerechte Behandlung von Quecksilber sicherzustellen und derartige Ereignisse in der Zukunft zu verhindern,

unter Hervorhebung der Bedeutung von finanzieller, technischer und technologischer Hilfe sowie von Hilfe beim Kapazitätsaufbau, insbesondere für Entwicklungsländer und Länder mit im Übergang befindlichen Wirtschaftssystemen, um die staatlichen Fähigkeiten im Bereich der Behandlung von Quecksilber zu stärken und die wirksame Durchführung des Übereinkommens zu fördern,

in Anerkennung der Tätigkeiten der Weltgesundheitsorganisation zum Schutz der menschlichen Gesundheit vor Quecksilber sowie der Rolle einschlägiger mehrseitiger Umweltübereinkünfte, insbesondere des Basler Übereinkommens über die Kontrolle der grenzüberschreitenden Verbringung gefährlicher Abfälle und ihrer Entsorgung und des Rotterdamer Übereinkommens über das Verfahren der vorherigen Zustimmung nach Inkenntnissetzung für bestimmte gefährliche Chemikalien sowie Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel im internationalen Handel,

in der Erkenntnis, dass sich dieses Übereinkommen und andere völkerrechtliche Übereinkünfte in den Bereichen Umwelt und Handel wechselseitig unterstützen,

nachdrücklich darauf hinweisend, dass dieses Übereinkommen nicht dazu bestimmt ist, die Rechte und Pflichten einer Vertragspartei aus geltenden völkerrechtlichen Übereinkünften zu berühren,

mit der Maßgabe, dass der vorstehende Beweggrund nicht dazu bestimmt ist, eine Hierarchie zwischen diesem Übereinkommen und anderen internationalen Rechtsinstrumenten zu schaffen,

unter Hinweis darauf, dass dieses Übereinkommen eine Vertragspartei nicht daran hindert, im Bemühen um den Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt vor einer Quecksilberexposition zusätzliche mit diesem Übereinkommen vereinbare innerstaatliche Maßnahmen im Einklang mit den sonstigen Verpflichtungen dieser Vertragspartei nach dem anzuwendenden Völkerrecht zu ergreifen –

sind wie folgt übereingekommen:

Unterzeichnungsdatum

Sprachen

Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch

Vertragsparteien

Afghanistan III 108/2017 Albanien III 102/2020 Algerien III 207/2022 Antigua/Barbuda III 108/2017 Äquatorialguinea III 26/2020 Argentinien III 166/2017 Armenien III 226/2017 Australien III 193/2021 Bahamas III 26/2020 Bahrain III 110/2021 Bangladesch III 74/2023 Belgien III 37/2018 Belize III 98/2023 Benin III 108/2017 Bolivien III 108/2017 Botsuana III 108/2017 Brasilien III 166/2017 Bulgarien III 108/2017 Burkina Faso III 108/2017 Burundi III 65/2021 Chile III 193/2018 China III 108/2017 Costa Rica III 108/2017 Côte d’Ivoire III 160/2019 Dänemark III 108/2017, III 65/2021 Deutschland III 166/2017 Dominikanische R III 108/2018 Dschibuti III 108/2017 Ecuador III 108/2017 El Salvador III 108/2017 Eritrea III 29/2023 Estland III 108/2017 Eswatini III 108/2017 EU III 108/2017 Finnland III 108/2017 Frankreich III 108/2017 Gabun III 108/2017 Gambia III 108/2017 Georgien III 138/2023 Ghana III 108/2017 Griechenland III 102/2020 Guinea III 108/2017 Guinea-Bissau III 193/2018 Guyana III 108/2017 Honduras III 108/2017 Indien III 108/2018 Indonesien III 166/2017 Irak III 154/2021 Iran III 108/2017 Irland III 59/2019 Island III 108/2018 Italien III 65/2021 Jamaika III 166/2017 Japan III 108/2017 Jordanien III 108/2017 Kambodscha III 65/2021 Kamerun III 65/2021 Kanada III 108/2017 Katar III 4/2021 Kenia III 154/2023 Kiribati III 166/2017 Kolumbien III 160/2019 Komoren III 160/2019 Kongo III 160/2019 Korea/R III 26/2020 Kroatien III 166/2017 Kuba III 37/2018 Kuwait III 108/2017 Laos III 166/2017 Lesotho III 108/2017 Lettland III 108/2017 Libanon III 226/2017 Liechtenstein III 108/2017 Litauen III 37/2018 Luxemburg III 166/2017 Madagaskar III 108/2017 Malawi III 138/2023 Mali III 108/2017 Malta III 108/2017 Marshallinseln III 59/2019 Mauretanien III 108/2017 Mauritius III 166/2017 Mexiko III 108/2017 Moldau III 108/2017 Monaco III 108/2017 Mongolei III 108/2017 Montenegro III 160/2019 Namibia III 166/2017 Nicaragua III 108/2017 Niederlande III 108/2017 Niger III 108/2017 Nigeria III 37/2018 Nordmazedonien III 56/2020 Norwegen III 108/2017 Oman III 102/2020 Pakistan III 4/2021 Palästina III 59/2019 Palau III 108/2017 Panama III 108/2017 Paraguay III 108/2018 Peru III 108/2017 Philippinen III 4/2021 Polen III 154/2021 Portugal III 193/2018 Ruanda III 166/2017 Rumänien III 108/2017 Sambia III 108/2017 Samoa III 108/2017 São Tomé/Príncipe III 193/2018 Saudi-Arabien III 59/2019 Schweden III 108/2017 Schweiz III 108/2017 Senegal III 108/2017 Seychellen III 108/2017 Sierra Leone III 108/2017 Simbabwe III 154/2021 Singapur III 166/2017 Slowakei III 108/2017 Slowenien III 108/2017 Spanien III 193/2021 Sri Lanka III 108/2017 St. Kitts/Nevis III 108/2017 St. Lucia III 59/2019 St. Vincent/Grenadinen III 138/2023 Südafrika III 59/2019 Suriname III 193/2018 Syrien III 166/2017 Tansania III 4/2021 Thailand III 108/2017 Togo III 108/2017 Tonga III 193/2018 Tschad III 108/2017 Tschechische R III 108/2017 Türkei III 158/2022 Tuvalu III 160/2019 Uganda III 59/2019 Ukraine III 138/2023 Ungarn III 108/2017 Uruguay III 108/2017 USA III 108/2017 Vanuatu III 193/2018 Vereinigte Arabische Emirate III 108/2017 Vereinigtes Königreich III 108/2018 Vietnam III 108/2017 Zentralafrikanische R III 65/2021 Zypern III 56/2020

Sonstige Textteile

Ratifikationstext

(Anm.: letzte Anpassung durch Kundmachung BGBl. III Nr. 138/2023)

Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete und vom Bundeskanzler gegengezeichnete Ratifikationsurkunde wurde am 12. Juni 2017 beim Generalsekretär der Vereinten Nationen hinterlegt; das Übereinkommen tritt gemäß seinem Art. 31 Abs. 2 für Österreich mit 10. September 2017 in Kraft.

Anlässlich der Hinterlegung ihrer Ratifikationsurkunde hat die Republik Österreich nachstehende Erklärung abgegeben:

(Übersetzung)

Erklärung der Republik Österreich

„Die Republik Österreich erklärt gemäß Artikel 25 Absatz 2 des Übereinkommens, dass sie in Bezug auf jede Streitigkeit über die Auslegung oder Anwendung dieses Übereinkommens beide der in Absatz 2 angeführten Mittel zur Streitbeilegung als obligatorisch gegenüber jeder Partei anerkennt, welche dieselbe Verpflichtung übernimmt.“

Nach Mitteilungen des Generalsekretärs der Vereinten Nationen haben dieses Übereinkommen weiters ratifiziert, angenommen, genehmigt oder sind ihm beigetreten:

Afghanistan, Antigua und Barbuda, Benin, Bolivien, Botsuana, Bulgarien, Burkina Faso, China (einschließlich der Sonderverwaltungsregionen Hongkong und Macao), Costa Rica, Dänemark (ohne Färöer und Grönland), Dschibuti, Ecuador, El Salvador, Estland, Europäische Union, Finnland, Frankreich, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guyana, Honduras, Islamische Republik Iran, Japan, Jordanien, Kanada, Kuwait, Lesotho, Lettland, Liechtenstein, Madagaskar, Mali, Malta, Mauretanien, Mexiko, Moldau, Monaco, Mongolei, Nicaragua, Niederlande (für den europäischen Teil der Niederlande), Niger, Norwegen, Palau, Panama, Peru, Rumänien, Sambia, Samoa, Schweden, Schweiz, Senegal, Seychellen, Sierra Leone, Slowakei, Slowenien, Sri Lanka, St. Kitts und Nevis, Swasiland, Thailand, Togo, Tschad, Tschechische Republik, Ungarn, Uruguay, Vereinigte Arabische Emirate, Vereinigte Staaten, Vietnam.

Vorbehalte und Erklärungen anderer Staaten sowie Einsprüche und Einwendungen sind in englischer und französischer Sprache auf der Webseite der Vereinten Nationen unter http://treaties.un.org/ abrufbar [CHAPTER XXVII.17]:

Argentinien, Armenien, Deutschland, Europäische Union, Georgien, Indien, Iran, Jamaika, Kanada, Kuba, Malawi, Mauritius, Moldau, Namibia, Niederlande, Norwegen, Peru, Seychellen, Suriname, Thailand, Tschechische Republik, Türkei, Ukraine, Vereinigte Staaten

Dänemark

Dänemark hat am 10. Februar 2021 seine Erklärung über den Ausschluss der territorialen Anwendung auf Grönland zurückgenommen.

Präambel/Promulgationsklausel

Der Nationalrat hat beschlossen:

1.

Der Abschluss des gegenständlichen Staatsvertrages wird gemäß Art. 50 Abs. 1 Z 1 B-VG genehmigt.

2.

Dieser Staatsvertrag ist im Sinne des Art. 50 Abs. 2 Z 4 B-VG durch Erlassung von Gesetzen zu erfüllen.

Die Vertragsparteien dieses Übereinkommens –

in der Erkenntnis, dass Quecksilber aufgrund seines weiträumigen Transports in der Atmosphäre, seiner Persistenz in der Umwelt, wenn es einmal anthropogen eingeführt worden ist, seiner Fähigkeit zur Bioakkumulation in Ökosystemen und seiner erheblichen negativen Folgen für die menschliche Gesundheit und die Umwelt eine weltweit besorgniserregende Chemikalie darstellt,

unter Hinweis auf den Beschluss 25/5 des Verwaltungsrats des Umweltprogramms der Vereinten Nationen vom 20. Februar 2009 zur Einleitung internationaler Maßnahmen für eine effiziente, wirksame und kohärente Behandlung von Quecksilber,

auch unter Hinweis auf Absatz 221 des Ergebnisdokuments der Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung mit dem Titel „Die Zukunft, die wir wollen“, in dem ein erfolgreiches Ergebnis der Verhandlungen über eine globale rechtsverbindliche Übereinkunft über Quecksilber gefordert wird, die die Risiken für die menschliche Gesundheit und die Umwelt behandelt,

ferner unter Hinweis auf die von der Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung bekräftigten Grundsätze der Erklärung von Rio über Umwelt und Entwicklung, unter anderem die gemeinsamen, wenngleich unterschiedlichen Verantwortlichkeiten, sowie in Anerkennung der jeweiligen Gegebenheiten und Fähigkeiten der Staaten sowie der Notwendigkeit weltweiter Maßnahmen,

im Bewusstsein der Sorgen um die Gesundheit, besonders in Entwicklungsländern, zu denen die Quecksilberexposition von schutzbedürftigen Bevölkerungsgruppen, insbesondere von Frauen und Kindern und damit von künftigen Generationen, Anlass gibt,

in Anbetracht des besonderen Schutzbedürfnisses arktischer Ökosysteme und indigener Gemeinschaften aufgrund der Biomagnifikation von Quecksilber und der Verunreinigung von traditionellen Lebensmitteln sowie im allgemeineren Sinne in Sorge um indigene Gemeinschaften in Bezug auf die Auswirkungen von Quecksilber,

in Erkenntnis der aus der Minamata-Krankheit gezogenen wichtigen Lehren, insbesondere der schwerwiegenden Auswirkungen der Verschmutzung durch Quecksilber auf Gesundheit und Umwelt, sowie der Notwendigkeit, eine sachgerechte Behandlung von Quecksilber sicherzustellen und derartige Ereignisse in der Zukunft zu verhindern,

unter Hervorhebung der Bedeutung von finanzieller, technischer und technologischer Hilfe sowie von Hilfe beim Kapazitätsaufbau, insbesondere für Entwicklungsländer und Länder mit im Übergang befindlichen Wirtschaftssystemen, um die staatlichen Fähigkeiten im Bereich der Behandlung von Quecksilber zu stärken und die wirksame Durchführung des Übereinkommens zu fördern,

in Anerkennung der Tätigkeiten der Weltgesundheitsorganisation zum Schutz der menschlichen Gesundheit vor Quecksilber sowie der Rolle einschlägiger mehrseitiger Umweltübereinkünfte, insbesondere des Basler Übereinkommens über die Kontrolle der grenzüberschreitenden Verbringung gefährlicher Abfälle und ihrer Entsorgung und des Rotterdamer Übereinkommens über das Verfahren der vorherigen Zustimmung nach Inkenntnissetzung für bestimmte gefährliche Chemikalien sowie Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel im internationalen Handel,

in der Erkenntnis, dass sich dieses Übereinkommen und andere völkerrechtliche Übereinkünfte in den Bereichen Umwelt und Handel wechselseitig unterstützen,

nachdrücklich darauf hinweisend, dass dieses Übereinkommen nicht dazu bestimmt ist, die Rechte und Pflichten einer Vertragspartei aus geltenden völkerrechtlichen Übereinkünften zu berühren,

mit der Maßgabe, dass der vorstehende Beweggrund nicht dazu bestimmt ist, eine Hierarchie zwischen diesem Übereinkommen und anderen internationalen Rechtsinstrumenten zu schaffen,

unter Hinweis darauf, dass dieses Übereinkommen eine Vertragspartei nicht daran hindert, im Bemühen um den Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt vor einer Quecksilberexposition zusätzliche mit diesem Übereinkommen vereinbare innerstaatliche Maßnahmen im Einklang mit den sonstigen Verpflichtungen dieser Vertragspartei nach dem anzuwendenden Völkerrecht zu ergreifen –

sind wie folgt übereingekommen:

Unterzeichnungsdatum

Sprachen

Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch

Vertragsparteien

Afghanistan III 108/2017 Albanien III 102/2020 Algerien III 207/2022 Antigua/Barbuda III 108/2017 Äquatorialguinea III 26/2020 Argentinien III 166/2017 Armenien III 226/2017 Äthiopien III 145/2024 Australien III 193/2021 Bahamas III 26/2020 Bahrain III 110/2021 Bangladesch III 74/2023 Belgien III 37/2018 Belize III 98/2023 Benin III 108/2017 Bolivien III 108/2017 Botsuana III 108/2017 Brasilien III 166/2017 Bulgarien III 108/2017 Burkina Faso III 108/2017 Burundi III 65/2021 Chile III 193/2018 China III 108/2017 Costa Rica III 108/2017 Côte d’Ivoire III 160/2019 Dänemark III 108/2017, III 65/2021 Deutschland III 166/2017 Dominikanische R III 108/2018 Dschibuti III 108/2017 Ecuador III 108/2017 El Salvador III 108/2017 Eritrea III 29/2023 Estland III 108/2017 Eswatini III 108/2017 EU III 108/2017 Finnland III 108/2017 Frankreich III 108/2017 Gabun III 108/2017 Gambia III 108/2017 Georgien III 138/2023 Ghana III 108/2017 Griechenland III 102/2020 Guinea III 108/2017 Guinea-Bissau III 193/2018 Guyana III 108/2017 Honduras III 108/2017 Indien III 108/2018 Indonesien III 166/2017 Irak III 154/2021 Iran III 108/2017 Irland III 59/2019 Island III 108/2018 Italien III 65/2021 Jamaika III 166/2017 Japan III 108/2017 Jordanien III 108/2017 Kambodscha III 65/2021 Kamerun III 65/2021 Kanada III 108/2017 Katar III 4/2021 Kenia III 154/2023 Kiribati III 166/2017 Kolumbien III 160/2019 Komoren III 160/2019 Kongo III 160/2019 Korea/R III 26/2020 Kroatien III 166/2017 Kuba III 37/2018 Kuwait III 108/2017 Laos III 166/2017 Lesotho III 108/2017 Lettland III 108/2017 Libanon III 226/2017 Liechtenstein III 108/2017 Litauen III 37/2018 Luxemburg III 166/2017 Madagaskar III 108/2017 Malawi III 138/2023 Mali III 108/2017 Malta III 108/2017 Marshallinseln III 59/2019 Mauretanien III 108/2017 Mauritius III 166/2017 Mexiko III 108/2017 Moldau III 108/2017 Monaco III 108/2017 Mongolei III 108/2017 Montenegro III 160/2019 Mosambik III 45/2024 Namibia III 166/2017 Nicaragua III 108/2017 Niederlande III 108/2017 Niger III 108/2017 Nigeria III 37/2018 Nordmazedonien III 56/2020 Norwegen III 108/2017 Oman III 102/2020 Pakistan III 4/2021 Palästina III 59/2019 Palau III 108/2017 Panama III 108/2017 Paraguay III 108/2018 Peru III 108/2017 Philippinen III 4/2021 Polen III 154/2021 Portugal III 193/2018 Ruanda III 166/2017 Rumänien III 108/2017 Sambia III 108/2017 Samoa III 108/2017 São Tomé/Príncipe III 193/2018 Saudi-Arabien III 59/2019 Schweden III 108/2017 Schweiz III 108/2017 Senegal III 108/2017 Seychellen III 108/2017 Sierra Leone III 108/2017 Simbabwe III 154/2021 Singapur III 166/2017 Slowakei III 108/2017 Slowenien III 108/2017 Spanien III 193/2021 Sri Lanka III 108/2017 St. Kitts/Nevis III 108/2017 St. Lucia III 59/2019 St. Vincent/Grenadinen III 138/2023 Südafrika III 59/2019 Suriname III 193/2018 Syrien III 166/2017 Tansania III 4/2021 Thailand III 108/2017 Togo III 108/2017 Tonga III 193/2018 Tschad III 108/2017 Tschechische R III 108/2017 Türkei III 158/2022 Tuvalu III 160/2019 Uganda III 59/2019 Ukraine III 138/2023 Ungarn III 108/2017 Uruguay III 108/2017 USA III 108/2017 Vanuatu III 193/2018 Vereinigte Arabische Emirate III 108/2017 Vereinigtes Königreich III 108/2018 Vietnam III 108/2017 Zentralafrikanische R III 65/2021 Zypern III 56/2020

Sonstige Textteile

Ratifikationstext

(Anm.: letzte Anpassung durch Kundmachung BGBl. III Nr. 188/2023)

Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete und vom Bundeskanzler gegengezeichnete Ratifikationsurkunde wurde am 12. Juni 2017 beim Generalsekretär der Vereinten Nationen hinterlegt; das Übereinkommen tritt gemäß seinem Art. 31 Abs. 2 für Österreich mit 10. September 2017 in Kraft.

Anlässlich der Hinterlegung ihrer Ratifikationsurkunde hat die Republik Österreich nachstehende Erklärung abgegeben:

(Übersetzung)

Erklärung der Republik Österreich

„Die Republik Österreich erklärt gemäß Artikel 25 Absatz 2 des Übereinkommens, dass sie in Bezug auf jede Streitigkeit über die Auslegung oder Anwendung dieses Übereinkommens beide der in Absatz 2 angeführten Mittel zur Streitbeilegung als obligatorisch gegenüber jeder Partei anerkennt, welche dieselbe Verpflichtung übernimmt.“

Nach Mitteilungen des Generalsekretärs der Vereinten Nationen haben dieses Übereinkommen weiters ratifiziert, angenommen, genehmigt oder sind ihm beigetreten:

Afghanistan, Antigua und Barbuda, Benin, Bolivien, Botsuana, Bulgarien, Burkina Faso, China (einschließlich der Sonderverwaltungsregionen Hongkong und Macao), Costa Rica, Dänemark (ohne Färöer und Grönland), Dschibuti, Ecuador, El Salvador, Estland, Europäische Union, Finnland, Frankreich, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guyana, Honduras, Islamische Republik Iran, Japan, Jordanien, Kanada, Kuwait, Lesotho, Lettland, Liechtenstein, Madagaskar, Mali, Malta, Mauretanien, Mexiko, Moldau, Monaco, Mongolei, Nicaragua, Niederlande (für den europäischen Teil der Niederlande), Niger, Norwegen, Palau, Panama, Peru, Rumänien, Sambia, Samoa, Schweden, Schweiz, Senegal, Seychellen, Sierra Leone, Slowakei, Slowenien, Sri Lanka, St. Kitts und Nevis, Swasiland, Thailand, Togo, Tschad, Tschechische Republik, Ungarn, Uruguay, Vereinigte Arabische Emirate, Vereinigte Staaten, Vietnam.

Vorbehalte und Erklärungen anderer Staaten sowie Einsprüche und Einwendungen sind in englischer und französischer Sprache auf der Webseite der Vereinten Nationen unter http://treaties.un.org/ abrufbar [CHAPTER XXVII.17]:

Argentinien, Armenien, Deutschland, Europäische Union, Georgien, Indien, Iran, Jamaika, Kanada, Kuba, Malawi, Mauritius, Moldau, Namibia, Niederlande, Norwegen, Peru, Seychellen, Suriname, Thailand, Tschechische Republik, Türkei, Ukraine, Vereinigte Staaten

Die Änderungen sind gemäß Art. 27 Abs. 3 lit. a und c sowie Abs. 4 des Übereinkommens für alle Vertragsparteien, mit Ausnahme jener Vertragsparteien, die eine Erklärung nach Art. 30 Abs. 5 des Übereinkommens abgegeben haben und mit Ausnahme von China, das eine Notifikation über die Nichtannahme der Änderungen der Anlage A gemäß Art. 27 Abs. 3 lit. b des Übereinkommens vorgenommen hat, mit 28. September 2023 in Kraft getreten.

Eine Übersicht über jene Vertragsparteien, die anlässlich der Hinterlegung ihrer Ratifikations-, Annahme-, Genehmigungs- oder Beitrittsurkunde eine Erklärung nach Art. 30 Abs. 5 des Übereinkommens von Minamata über Quecksilber abgegeben haben, ist in englischer und französischer Sprache auf der Website der Vereinten Nationen unter http://treaties.un.org/ einsehbar [CHAPTER XXVII.17, sh. Endnote 1].

Dänemark

Dänemark hat am 10. Februar 2021 seine Erklärung über den Ausschluss der territorialen Anwendung auf Grönland zurückgenommen.

Präambel/Promulgationsklausel

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