Änderungshistorie
Bundesgesetz vom 22. Dezember 1999 über die Währung und die Zahlungsmittel (WZG)
4 Versionen
· 1999-12-22
2016-01-01
2007-01-01
2000-05-01
Änderungen vom 2000-05-01
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# Bundesgesetz vom 22. Dezember 1999 über die Währung und die Zahlungsmittel (WZG)
Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft,
<sup>1</sup> gestützt auf die Artikel 99, 122 Absatz <sup>1</sup> und 123 Absatz <sup>1</sup> der Bundesverfassung ,
gestützt auf die Artikel 99, 122 Absatz 1 und 123 Absatz 1 der Bundesverfassung[^1],
nach Einsicht in die Botschaft des Bundesrates vom 26. Mai 1999[^2],
beschliesst:
<sup>2</sup> , nach Einsicht in die Botschaft des Bundesrates vom 26. Mai 1999 beschliesst:
#### 1. Abschnitt: Währung und gesetzliche Zahlungsmittel
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##### **Art. 3** Annahmepflicht
<sup>1</sup> Jede Person ist gehalten, bis zu 100 schweizerische Umlaufmünzen an Zahlung zu nehmen. Umlauf-, Gedenk- und Anlagemünzen werden von der Schweizerischen Nationalbank und den öffentlichen Kassen des Bundes unbeschränkt zum Nennwert angenommen.
<sup>1</sup> Jede Person ist gehalten, bis zu 100 schweizerische Umlaufmünzen an Zahlung zu nehmen. Umlauf-, Gedenkund Anlagemünzen werden von der Schweizerischen Nationalbank und den öffentlichen Kassen des Bundes unbeschränkt zum Nennwert angenommen.
<sup>2</sup> Schweizerische Banknoten müssen von jeder Person unbeschränkt an Zahlung genommen werden.
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<sup>4</sup> Der Bundesrat bestimmt die Bilder und Eigenschaften der Umlaufmünzen. Er legt deren Nennwert im Einvernehmen mit der Schweizerischen Nationalbank fest.
<sup>5</sup> Der Bundesrat regelt auf dem Verordnungsweg den Münzwechsel durch die öffentlichen Kassen des Bundes und die Ausscheidung beschädigter, abgenützter und gefälschter Münzen.[^3]
##### **Art. 4***a*[^4] Gewerbliche Leistungen
<sup>1</sup> Die Eidgenössische Münzstätte kann Dritten gewerbliche Leistungen erbringen, wenn diese Leistungen:
- a. mit den Hauptaufgaben in einem engen Zusammenhang stehen;
- b. die Erfüllung der Hauptaufgaben nicht beeinträchtigen; und
- c. keine bedeutenden zusätzlichen sachlichen und personellen Mittel erfordern.
<sup>2</sup> Gewerbliche Leistungen sind auf der Grundlage einer Kosten- und Leistungsrechnung zu mindestens kostendeckenden Preisen zu erbringen. Das zuständige Departement kann für bestimmte Leistungen Ausnahmen zulassen, wenn dadurch die Privatwirtschaft nicht konkurrenziert wird.
<sup>5</sup> Er ordnet den Münzwechsel durch öffentliche Kassen des Bundes und die Ausscheidung beschädigter, unansehnlicher und gefälschter Münzen.
##### **Art. 5** Münzverkehr
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<sup>3</sup> Für vernichtete, verlorene oder gefälschte Münzen wird kein Ersatz geleistet.
##### **Art. 6** Gedenk- und Anlagemünzen
##### **Art. 6** Gedenkund Anlagemünzen
<sup>1</sup> Der Bund kann für den numismatischen Bedarf und für Anlagezwecke zusätzlich Umlaufmünzen in besonderen Qualitäten sowie Gedenk- und Anlagemünzen prägen. Diese Münzen können über dem Nennwert abgegeben werden.
<sup>1</sup> Der Bund kann für den numismatischen Bedarf und für Anlagezwecke zusätzlich Umlaufmünzen in besonderen Qualitäten sowie Gedenkund Anlagemünzen prägen. Diese Münzen können über dem Nennwert abgegeben werden.
<sup>2</sup> Das zuständige Departement[^5] bestimmt die Nennwerte, Bilder und Eigenschaften der Gedenk- und Anlagemünzen. Es entscheidet, welche Gedenk- und Anlagemünzen zu prägen, auszugeben und ausser Kurs zu setzen sind.
<sup>2</sup> <sup>3</sup> Das zuständige Departement bestimmt die Nennwerte, Bilder und Eigenschaften der Gedenkund Anlagemünzen. Es entscheidet, welche Gedenkund Anlagemünzen zu prägen, auszugeben und ausser Kurs zu setzen sind.
#### 3. Abschnitt: Notenordnung
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<sup>2</sup> Die öffentlichen Kassen des Bundes nehmen die zurückgerufenen Noten während sechs Monaten, von der ersten Bekanntmachung des Rückrufes an gerechnet, zum Nennwert als Zahlung an.
<sup>3</sup> Unbeschadet von Absatz 4 ist die Nationalbank verpflichtet, zurückgerufene Noten, die ab 1976 als Teil der sechsten Banknotenserie oder einer späteren Serie ausgegeben wurden, zum Nennwert umzutauschen. Vorbehalten bleibt Artikel 8.[^6]
<sup>3</sup> Die Nationalbank ist während 20 Jahren, von der ersten Bekanntmachung des Rückrufes an gerechnet, verpflichtet, die zurückgerufenen Noten zum Nennwert umzutauschen.
<sup>4</sup> Der Gegenwert der nicht zum Umtausch eingereichten zurückgerufenen Noten wird nach Ablauf von 25 Jahren, von der ersten Bekanntmachung des Rückrufes an gerechnet, wie folgt zugewiesen:
- a. 90 Prozent des Gegenwertes fällt zu einem Fünftel an den Schweizerischen Fonds für Hilfe bei nicht versicherbaren Elementarschäden und der verbleibende Teil dieser 90 Prozent des Gegenwertes fällt zu einem Drittel an den Bund und zu zwei Dritteln an die Kantone;
- b. 10 Prozent des Gegenwertes verbleiben bei der Nationalbank zwecks Erfüllung der Umtauschpflicht nach Absatz 3.[^7]
<sup>4</sup> Der Gegenwert der innert dieser Frist nicht zum Umtausch eingereichten Noten fällt an den Schweizerischen Fonds für Hilfe bei nicht versicherbaren Elementarschäden.
#### 4. Abschnitt: Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank
##### **Art. 10**
Die Nationalbank legt die Bedingungen, unter denen Träger des Zahlungsverkehrs bei ihr auf Franken lautende Sichtguthaben unterhalten können, gestützt auf das Nationalbankgesetz vom 23. Dezember 1953[^8] fest.
Die Nationalbank legt die Bedingungen, unter denen Träger des Zahlungsverkehrs bei ihr auf Franken lautende Sichtguthaben unterhalten können, gestützt auf das
<sup>4</sup> fest. Nationalbankgesetz vom 23. Dezember 1953
#### 5. Abschnitt: Strafbestimmung
##### **Art. 11**
<sup>1</sup> Wer entgegen den Vorschriften von Artikel 99 der Bundesverfassung und dieses Gesetzes auf Schweizerfranken lautende Münzen oder Banknoten ausgibt oder in Umlauf setzt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.[^9]
<sup>1</sup> <sup>5</sup> Wer entgegen den Vorschriften von Artikel 99 der Bundesverfassung und dieses Gesetzes auf Schweizerfranken lautende Münzen oder Banknoten ausgibt oder in Umlauf setzt, wird mit Gefängnis oder Busse bestraft.
<sup>2</sup> Die Widerhandlungen unterliegen der Bundesgerichtsbarkeit.
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<sup>1</sup> Dieses Gesetz untersteht dem fakultativen Referendum.
<sup>2</sup> Der Bundesrat bestimmt das Inkrafttreten.
<sup>2</sup> Der Bundesrat bestimmt das Inkrafttreten. Anhang Aufhebung und Änderung bisherigen Rechts
Datum des Inkrafttretens: 1. Mai 2000[^10]
<sup>7</sup> 1. Das Bundesgesetz vom 18. Dezember 1970 über das Münzwesen wird aufgehoben.
<sup>8</sup> wird wie folgt geändert: 2. Das Obligationenrecht
##### **Art. 84**
...
<sup>9</sup> wird wie folgt geändert: 3. Das Strafgesetzbuch Ingress ...
##### **Art. 243**
...
##### **Art. 244** Abs. 1
...
##### **Art. 249**
...
##### **Art. 327**
Aufgehoben
<sup>10</sup> wird wie folgt geändert: 4. Das Nationalbankgesetz vom 23. Dezember 1953 Ingress ... III. Kapitel (Art. 17–24) Aufgehoben
##### **Art. 63** Ziff. 2 Bst. d–f
Aufgehoben
##### **Art. 64** und 65
Aufgehoben
###### Fussnoten
[^1]: [SR **101**](https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-taxonomy/4715)
[^1]: SR 101
[^2]: [BBl **1999** 7258](https://fedlex.data.admin.ch/eli/fga/1999/1_7258_6536_6201)
[^2]: BBl 1999 7258
[^3]: Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 21. Juni 2019 (Umtauschfrist von Banknoten), in Kraft seit 1. Jan. 2020 ([AS **2019** 3769](https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2019/683); [BBl **2018** 1097](https://fedlex.data.admin.ch/eli/fga/2018/396)).
[^3]: Zur Zeit Eidgenössisches Finanzdepartement
[^4]: Eingefügt durch Anhang Ziff. 5 des BG vom 19. Juni 2015 (Optimierung Neues Rechnungsmodell), in Kraft seit 1. Jan. 2016 ([AS **2015** 4009](https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2015/672); [BBl **2014** 9329](https://fedlex.data.admin.ch/eli/fga/2014/2041)).
[^4]: SR 951.11
[^5]: Zur Zeit das Eidgenössisches Finanzdepartement.
[^5]: SR 101
[^6]: Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 21. Juni 2019 (Umtauschfrist von Banknoten), in Kraft seit 1. Jan. 2020 ([AS **2019** 3769](https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2019/683); [BBl **2018** 1097](https://fedlex.data.admin.ch/eli/fga/2018/396)).
[^6]: Datum des Inkrafttretens: 1. Mai 2000
[^7]: Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 21. Juni 2019 (Umtauschfrist von Banknoten), in Kraft seit 1. Jan. 2020 ([AS **2019** 3769](https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2019/683); [BBl **2018** 1097](https://fedlex.data.admin.ch/eli/fga/2018/396)).
[^6]: BRB vom 12. April 2000 (AS 2000 1147)
[^8]: [[AS **1954** 599](https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1954/599_613_499), [**1979** 983](https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1979/983_983_983), [**1993** 399](https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1993/399_399_399), [**1997** 2252](https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1997/2252_2252_2252), [**1998** 2847 ](https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1998/2847_2847_2847)Anhang Ziff. 7, [**2000** 1144 ](https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2000/186)Anhang Ziff. 4, [**2004** 297 ](https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2004/13)Ziff. I 6. [AS **2004** 1985 ](https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2004/221)Anhang Ziff. I 2]. Siehe heute das BG vom 3. Okt. 2003 ([SR **951.11**](https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-taxonomy/11504)).
[^7]: [AS 1971 360, 1997 2755]
[^9]: Fassung gemäss Art. 333 des Strafgesetzbuches ([SR **311.0**](https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-taxonomy/6196)) in der Fassung des BG vom 13. Dez. 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2007 ([AS **2006** 3459](https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2006/549); BBl **1999** 1979).
[^8]: SR 220 . Die hiernach aufgeführte Änd. ist eingefügt im genannten Erlass.
[^10]: BRB vom 12. April 2000
[^9]: SR 311.0 . Die hiernach aufgeführten Änd. sind eingefügt im genannten Erlass.
[^10]: SR 951.11 . Die hiernach aufgeführten Änd. sind ausgeführt im genannten Erlass.
1999-12-22
WZG
Originalfassung
Text zu diesem Datum