Verordnung des Bundesministers für wirtschaftliche Angelegenheiten über die Kennzeichnung von Textilerzeugnissen (Textilkennzeichnungsverordnung 1993 – TKV)
zu verschiedenen Zeiträumen erzielt werden, wenn dabei
jeweils nach demselben Verfahren und an demselben homogenen
Prüfgut Einzelergebnisse ermittelt werden.
Die Reproduzierbarkeit wird durch die
Zuverlässigkeitsgrenzen der Versuchsergebnisse bei einer
statistischen Sicherheit von 95% ausgedrückt.
Dies besagt, daß die Abweichung zwischen den Ergebnissen
einer in verschiedenen Laboratorien durchgeführten
Analysenreihe bei richtiger und normaler Anwendung der
Methode an einer gleichartigen homogenen Mischung nur in
fünf von hundert Fällen überschritten werden darf.
III.2. Analysenbericht
III.2.1. Angabe, ob die Analyse nach dem hier beschriebenen Verfahren
durchgeführt worden ist.
III.2.2. Detaillierte Angaben über etwaige Spezial-Vorbehandlungen
(siehe Punkt 1.6).
III.2.3. Angabe der Einzelergebnisse sowie des arithmetischen Mittels
auf eine Dezimalstelle genau.
```
EINZELVERFAHREN - ÜBERSICHTSTABELLE
```
```
```
Verfahren Anwendungsbereich Reagenz
```
```
Nr. 1 Acetat Bestimmte andere Aceton
Fasern
Nr. 2 Bestimmte Bestimmte andere Natriumhypochlorit
Eiweißfasern Fasern
Nr. 3 Cupro, Viskose Baumwolle Ameisensäure-
und gewisse Zinkchlorid
Typen von
Modal
Nr. 4 Polyamid oder Bestimmte andere 80%ige
Nylon Fasern Ameisensäure
Nr. 5 Acetat Triacetat Benzylalkohol
Nr. 6 Triacetat Bestimmte andere Dichlormethan
Fasern
Nr. 7 Bestimmte Polyester 75%ige
Zellulose- Schwefelsäure
fasern
Nr. 8 Polyacrylfasern, Bestimmte andere Dimethylformamid
bestimmte Fasern
Polychlorid-
fasern oder
bestimmte
Modacrylfasern
Nr. 9 Bestimmte Bestimmte andere Schwefelkohlen-
Polychlorid- Fasern stoff/Azeton
fasern (55,5/44,5)
Nr. 10 Acetat Bestimmte Poly- Essigsäure
chloridfasern
Nr. 11 Seide Wolle oder 75%ige
Tierhaare Schwefelsäure
Nr. 12 Jute Bestimmte Fasern Stickstoffbe-
tierischen stimmungsver-
Ursprungs fahren
Nr. 13 Polypropylen Bestimmte andere Xylol
Fasern
Nr. 14 Polychlorid- Bestimmte andere Konzentrierte
fasern (auf Fasern Schwefelsäure
Homopolymer-
basis von
Vinylchlorid)
Nr. 15 Polychlorid- Bestimmte andere Cyclohexanon
fasern, Fasern
bestimmte
Modacryle,
bestimmte
Elasthane,
Acetat,
Triacetat
```
```
VERFAHREN Nr. 1
ACETAT- UND BESTIMMTE ANDERE FASERN
(Aceton-Verfahren)
ANWENDUNGSBEREICH
Acetat (16)
Wolle (1), Tierhaaren (2 und 3), Seide (4), Baumwolle (5), Flachs oder Leinen (7), Hanf (8), Jute (9), Manila (10), Alfa (11), Kokos (12), Ginster (13), Ramie (14), Sisal (15), Cupro (18), Modal (19), regenerierten Proteinfasern (20), Viskose (22), Polyacryl (23), Polyamid oder Nylon (27) und Polyester (28).
GRUNDLAGE DES VERFAHRENS
GERÄTE UND REAGENZIEN (neben den im Allgemeinen Teil genannten)
3.1. Gerät
200-ml-Erlenmeyerkolben mit Glasschliffstopfen
3.2. Reagenz
Aceton
DURCHFÜHRUNG
BERECHNUNG UND ERGEBNISDARSTELLUNG
GENAUIGKEIT DES VERFAHRENS
VERFAHREN Nr. 2
BESTIMMTE EIWEISSFASERN UND BESTIMMTE ANDERE FASERN
(Hypochlorit-Verfahren)
ANWENDUNGSBEREICH
bestimmten Eiweißfasern wie: Wolle (1), Tierhaare (2 und 3), Seide (4), regenerierte Proteinfasern (20)
Baumwolle (5), Cupro (18), Modal (19), Viskose (22), Polyacryl (23), Polychlorid (24), Polyamid oder Nylon (27), Polyester (28), Polypropylen (30), Elasthan (36) und Glasfasern (37).
GRUNDLAGE DES VERFAHRENS
GERÄTE UND REAGENZIEN (neben den im Allgemeinen Teil genannten)
3.1. Geräte
250-ml-Erlenmeyerkolben mit Glasschliffstopfen
ii) Thermostat, einstellbar auf 20 (+-2) Grad C
3.2. Reagenzien
Hypochloritreagens
Lithiumhypochloritlösung
Natriumhypochloritlösung
ii) Verdünnte Essigsäure
DURCHFÜHRUNG
BERECHNUNG UND ERGEBNISDARSTELLUNG
GENAUIGKEIT DES VERFAHRENS
VERFAHREN Nr. 3
CUPRO, VISKOSE ODER GEWISSE TYPEN VON MODAL UND BAUMWOLLE
(Ameisensäure/Zinkchlorid)
ANWENDUNGSBEREICH
Cupro (18) oder Viskose (22) sowie bestimmten Modalfasern (19) mit
Baumwolle (5).
GRUNDLAGE DES VERFAHRENS
GERÄTE UND REAGENZIEN (neben den im Allgemeinen Teil genannten)
3.1. Geräte
200-ml-Erlenmeyerkolben mit Glasschliffstopfen
ii) Einrichtung zur Erwärmung des Erlenmeyerkolbens auf 40+-2 Grad C
3.2. Reagenzien
Lösung aus 20 g wasserfreiem Zinkchlorid und 68 g wasserfreier Ameisensäure, mit Wasser auf 100 g aufgefüllt (d.h. aus 20 Gewichtsteilen wasserfreies Zinkchlorid in 80 Gewichtsteilen Ameisensäure, 85 Gewichtsprozent).
ii) Lösung aus 20 g wasserfreiem Zinkchlorid: 20 ml einer konzentrierten Ammoniaklösung (Volumenmasse 0,880 g/ml) werden mit Wasser auf 1 l verdünnt.
DURCHFÜHRUNG
BERECHNUNG UND ERGEBNISDARSTELLUNG
GENAUIGKEIT DES VERFAHRENS
VERFAHREN Nr. 4
POLYAMID ODER NYLON UND BESTIMMTE ANDERE FASERN
(Verfahren mit 80%iger Ameisensäure)
ANWENDUNGSBEREICH
Polyamid oder Nylon (27)
Wolle (1), Tierhaaren (2 und 3), Baumwolle (5), Cupro (18), Modal (19), Viskose (22), Polyacryl (23), Polychlorid (24), Polyester (28), Polypropylen (30) und Glasfasern (37).
GRUNDLAGE DES VERFAHRENS
GERÄTE UND REAGENZIEN (neben den im Allgemeinen Teil genannten)
3.1. Gerät
200-ml-Erlenmeyerkolben mit Glasschliffstopfen
3.2. Reagenzien
Ameisensäure zu 80 Gewichtsprozent, Dichte bei 20 Grad C:
ii) Verdünntes Ammoniak: 80 ml konzentriertes Ammoniak (Dichte bei 20 Grad C: 0,880) werden mit Wasser auf 1 l aufgefüllt.
DURCHFÜHRUNG
BERECHNUNG UND ERGEBNISDARSTELLUNG
GENAUIGKEIT DES VERFAHRENS
VERFAHREN Nr. 5
ACETATFASERN UND TRIACETATFASERN
(Benzylalkohol-Verfahren)
ANWENDUNGSBEREICH
Acetatfasern (16)
Triacetatfasern (21).
GRUNDLAGE DES VERFAHRENS
GERÄTE UND REAGENZIEN (neben den im Allgemeinen Teil genannten)
3.1. Geräte
200-ml-Erlenmeyerkolben mit Glasschliffstopfen
ii) mechanischer Schüttler
iii) Thermostat oder anderes Gerät, das den Kolben einer Temperatur von 52+-2 Grad C aussetzen kann.
3.2. Reagenzien
Benzylalkohol
ii) Äthylalkohol
DURCHFÜHRUNG
BERECHNUNG UND ERGEBNISDARSTELLUNG
GENAUIGKEIT DES VERFAHRENS
VERFAHREN Nr. 6
TRIACETATFASERN UND BESTIMMTE ANDERE FASERN
(Dichlormethan-Verfahren)
ANWENDUNGSBEREICH
Triacetatfasern (21)
Wolle (1), Tierhaaren (2 und 3), Seide (4), Baumwolle (5), Cupro (18), Modal (19), Viskose (22), Polyacryl (23), Polyamid oder Nylon (27), Polyester (28) und Glasfasern (37).
GRUNDLAGE DES VERFAHRENS
GERÄTE UND REAGENZIEN (neben den im Allgemeinen Teil genannten)
3.1. Gerät
200-ml-Erlenmeyerkolben mit Glasschliffstopfen
3.2. Reagenz
Dichlormethan (Methylenchlorid)
DURCHFÜHRUNG
BERECHNUNG UND ERGEBNISDARSTELLUNG
GENAUIGKEIT DES VERFAHRENS
VERFAHREN Nr. 7
BESTIMMTE ZELLULOSEFASERN UND POLYESTERFASERN
(Verfahren mit 75%iger Schwefelsäure)
ANWENDUNGSBEREICH
Baumwolle (5), Flachs oder Leinen (7), Hanf (8), Ramie (14), Cupro (18), Modal (19) und Viskose (22)
Polyester (28).
GRUNDLAGE DES VERFAHRENS
GERÄTE UND REAGENZIEN (neben den im Allgemeinen Teil genannten)
3.1. Geräte
500-ml-Erlenmeyerkolben mit Glasschliffstopfen
ii) Thermostat oder anderes Gerät zur Erwärmung des Erlenmeyers auf 50+-5 Grad C
3.2. Reagenzien
Schwefelsäure zu 75 Gewichtsprozent (+-2%):
ii) Verdünnte Ammoniaklösung:
DURCHFÜHRUNG
BERECHNUNG UND ERGEBNISDARSTELLUNG
GENAUIGKEIT DES VERFAHRENS
VERFAHREN Nr. 8
POLYACRYLFASERN, BESTIMMTE POLYCHLORIDFASERN, BESTIMMTE
MODACRYLFASERN UND BESTIMMTE ANDERE FASERN
(Dimethylformamid-Verfahren)
ANWENDUNGSBEREICH
Polyacrylfasern (23), bestimmten Polychloridfasern (24) *4) oder bestimmten Modacrylfasern (26) mit
Wolle (1), Tierhaaren (2 und 3), Seide (4), Baumwolle (5), Cupro (18), Modal (19), Viskose (22), Polyamid oder Nylon (27) und Polyester (28).
GRUNDLAGE DES VERFAHRENS
GERÄTE UND REAGENZIEN (neben den im Allgemeinen Teil genannten)
3.1. Geräte
200-ml-Erlenmeyerkolben mit Glasschliffstopfen
ii) kochendes Wasserbad
3.2. Reagenz
Dimethylformamid (Siedepunkt 153+-1) Grad C mit nicht mehr als 1% Wasser. Da das Reagenz giftig ist, wird empfohlen, unter dem Abzug zu arbeiten.
DURCHFÜHRUNG
BERECHNUNG UND ERGEBNISDARSTELLUNG
Wolle: 1,01
Baumwolle: 1,01
Cupro: 1,01
Modal: 1,01
Polyester: 1,01.
GENAUIGKEIT DES VERFAHRENS
VERFAHREN Nr. 9
BESTIMMTE POLYCHLORIDFASERN UND BESTIMMTE ANDERE FASERN
(Verfahren mit Schwefelkohlenstoff/Aceton 55,5/44,5)
ANWENDUNGSBEREICH
bestimmten Polychloridfasern (24), dh. bestimmten, auch nachchlorierten Polyvinylchloridfasern *5).
Wolle (1), Tierhaaren (2 und 3), Seide (4), Baumwolle (5), Cupro (18), Modal (19), Viskose (22), Polyacryl (23), Polyamid oder Nylon (27), Polyester (28), Glasfasern (37).
GRUNDLAGE DES VERFAHRENS
GERÄTE UND REAGENZIEN (neben den im Allgemeinen Teil genannten)
3.1. Geräte
200-ml-Erlenmeyerkolben mit Schliffstopfen
ii) mechanischer Schüttler
3.2. Reagenzien
Aseotropische Mischung von Schwefelkohlenstoff und Aceton (55,5 Volumprozent Schwefelkohlenstoff und 44,5 Volumprozent Aceton). Da das Reagenz giftig ist, wird empfohlen, unter dem Abzug zu arbeiten
ii) Äthylalkohol 92 Volumprozent, oder Methanol
DURCHFÜHRUNG
BERECHNUNG UND ERGEBNISDARSTELLUNG
GENAUIGKEIT DES VERFAHRENS
VERFAHREN Nr. 10
ACETAT- UND BESTIMMTE POLYCHLORIDFASERN
(Essigsäure-Verfahren)
ANWENDUNGSBEREICH
Acetatfasern (16)
bestimmten Polychloridfasern (24), und zwar Polyvinylchloridfasern, auch nachchloriert.
GRUNDLAGE DES VERFAHRENS
GERÄTE UND REAGENZIEN (neben den im Allgemeinen Teil genannten)
3.1. Geräte
200-ml-Erlenmeyerkolben mit Schliffstopfen
ii) mechanischer Schüttler
3.2. Reagenz
Essigsäure (mehr als 99%). Dieses Reagenz ist sehr ätzend, und bei seiner Verwendung ist daher Vorsicht geboten.
DURCHFÜHRUNG
BERECHNUNG UND ERGEBNISDARSTELLUNG
GENAUIGKEIT DES VERFAHRENS
VERFAHREN Nr. 11
SEIDE UND WOLLE ODER TIERHAARE
(Verfahren mit 75%iger Schwefelsäure)
ANWENDUNGSBEREICH
Seide (4)
Wolle (1) oder Tierhaaren (2 und 3).
GRUNDLAGE DES VERFAHRENS
GERÄTE UND REAGENZIEN (neben den im Allgemeinen Teil genannten)
3.1. Gerät
200-ml-Erlenmeyerkolben mit Schliffstopfen
3.2 Reagenzien
75gewichtsprozentige Schwefelsäure (+-2%):
ii) Verdünnte Schwefelsäure:
DURCHFÜHRUNG
BERECHNUNG UND ERGEBNISDARSTELLUNG
GENAUIGKEIT DES VERFAHRENS
VERFAHREN Nr. 12
JUTE UND BESTIMMTE FASERN TIERISCHEN URSPRUNGS
(Verfahren mittels Stickstoffbestimmung)
ANWENDUNGSBEREICH
Jute (9)
bestimmten Fasern tierischen Ursprungs.
GRUNDLAGE DES VERFAHRENS
GERÄTE UND REAGENZIEN (neben den im Allgemeinen Teil genannten)
3.1. Gerät
Kjeldahl-Zersetzungskolben von 200 bis 300 ml
ii) Kjeldahl-Destillationskolben mit Dampferzeuger
iii) Titriergerät, mit einer Genauigkeit bis zu 0,05 ml.
3.2. Reagenzien
Toluol
ii) Methanol
iii) Schwefelsäure (d = 1,84 bei 20 Grad C) *7)
iv) Kaliumsulfat *7)
Selendioxyd *7)
vi) Natriumhydroxydlösung (400 g/l). 400 g Natriumhydroxyd werden in 400 bis 500 ml Wasser aufgelöst und die Flüssigkeit mit Wasser auf 1 Liter verdünnt.
vii) Indikatormischung. 0,1 g Methylrot werden in 95 ml Äthanol und 5 ml Wasser gelöst; diese Lösung wird mit 0,5 g Bromkresolgrün, das in 475 ml Äthanol und 25 ml Wasser aufgelöst ist, vermischt.
viii) Borsäurelösung. 20 g Borsäure werden in einem Liter Wasser gelöst.
ix) Schwefelsäure 0,02 N (Normvolumenlösung).
VORBEHANDLUNG DER VORPROBE
ANALYSIERUNG
5.1. Allgemeine Anweisung
Hinsichtlich Entnahme, Trocknung und Wägung der Probe sind die im Allgemeinen Teil gemachten Angaben zu befolgen.
5.2. Ausführliche Anleitung
Zu der Probe von mindestens 1 g im Kjeldahl-Kolben werden der Reihe nach 2,5 g Kaliumsulfat, 0,1 bis 0,2 g Selendioxyd und 10 ml Schwefelsäure (d = 1,84) gegeben. Der Kolben wird zunächst schwach erhitzt, bis das ganze Fasermaterial zersetzt ist, sodann wird kräftiger erhitzt, bis die Lösung klar und nahezu farblos geworden ist. Die Erhitzung wird 15 Minuten lang fortgesetzt, dann läßt man den Kolben abkühlen, verdünnt den Inhalt vorsichtig mit 10 bis 20 ml Wasser, kühlt ab, überführt den Inhalt quantitativ in einen 200-ml-Maßkolben und füllt das Volumen mit Wasser auf, um die Analysenlösung herzustellen.
In einen 100-ml-Erlenmeyerkolben werden etwa 20 ml Borsäurelösung gegeben; der Kolben wird unter dem Kondensator des Kjeldahl-Destilliergeräts so aufgestellt, daß das Ablaufrohr gerade unter den Spiegel der Borsäurelösung eintaucht. Es werden genau 10 ml Analysenlösung in den Destillierkolben überführt und mindestens 5 ml Natriumhydroxydlösung in den Trichter gegeben. Man hebt den Stopfen leicht an und läßt die Natriumhydroxydlösung langsam in den Kolben fließen. Wenn die Analysenlösung und die Natriumhydroxydlösung bestrebt sind, zwei getrennte Schichten zu bilden, so sind sie durch vorsichtiges Schütteln zu vermischen. Der Destillierkolben wird leicht erwärmt und gleichzeitig Dampf aus dem Dampferzeuger in ihn eingeführt. Es werden etwa 20 ml Destillat gesammelt und das Auffanggefäß so weit gesenkt, daß sich das Ende des Ablaufrohrs etwa 20 mm über dem Spiegel der Flüssigkeit befindet, danach wird eine Minute lang weiter destilliert. Das Ende des Ablaufrohrs wird mit Wasser ausgespült und das Reinigungswasser im Erlenmeyer aufgefangen. Der Erlenmeyer wird sodann entfernt und durch einen zweiten Erlenmeyer ersetzt, der etwa 10 ml Borsäurelösung enthält; darin werden etwa 10 ml Destillat aufgesammelt.
Die beiden Destillate werden getrennt mit 0,02-N-Schwefelsäure unter Verwendung der Indikatormischung titriert. Die Ergebnisse für die beiden Destillate werden notiert. Wenn das Bestimmungsergebnis des zweiten Destillats über 0,2 ml liegt, so ist die Bestimmung zu wiederholen; es muß also nochmals mit einem anderen aliquoten Teil der Analysenlösung destilliert werden.
Es wird ein Blindversuch durchgeführt, wobei die Zersetzung und Destillation lediglich unter Verwendung der Reagenzien erfolgt.
BERECHNUNG UND ERGEBNISDARSTELLUNG
6.1. Der prozentuale Anteil des Stickstoffs in der trockenen Probe wird folgendermaßen berechnet:
28 (V - b) N
A% = ------------
W
A% = Prozentsatz Stickstoff im reinen Trockengewicht der
Probe
V = Gesamtvolumen in ml der Standardschwefelsäure für die
Bestimmung
b = Gesamtvolumen in ml der Standardschwefelsäure beim
Blindversuch
N = tatsächlicher Titel der Standardschwefelsäure
W = Trockenmasse (g) der Testprobe.
6.2. Bei Verwendung des Wertes 0,22% für den Stickstoffgehalt der Jute bzw. 16,2% für den Stickstoffgehalt der tierischen Fasern - beide Werte auf die Trockenmasse bezogen - berechnet sich die Zusammensetzung der Mischung nach folgender Formel:
A - 0,22
P tief A% = ----------- x 100
16,2 - 0,22
P tief A% = Prozentsatz der tierischen Faser im reinen
Trockengewicht der Probe.
GENAUIGKEIT DES VERFAHRENS
VERFAHREN Nr. 13
POLYPROPYLEN UND BESTIMMTE ANDERE FASERN
(Xylol-Verfahren)
ANWENDUNGSBEREICH
Polypropylen (30)
Wolle (1), Tierhaaren (2 und 3), Seide (4), Baumwolle (5), Acetat (16), Cupro (18), Modal (19), Triacetat (21), Viskose (22), Polyacryl (23), Polyamid oder Nylon (27), Polyester (28) und Glasfaser (37).
GRUNDLAGE DES VERFAHRENS
GERÄTE UND REAGENZIEN (soweit nicht im Allgemeinen Teil erwähnt)
3.1. Geräte
Erlenmeyerkolben, Mindestinhalt 200 ml, mit Schliffstopfen;
ii) Rückflußkühler (geeignet für Flüssigkeiten mit erhöhtem Kochpunkt) mit zum Aufsetzen auf die Erlenmeyerkolben (i) angepaßtem geschliffenem Übergangsteil.
3.2. Reagenz
Xylol, Siedebereich zwischen 137 Grad und 14 Grad C.
Bemerkung:
Dieses Reagenz ist sehr leicht entflammbar und entwickelt giftige Dämpfe. Während der Verwendung sind deshalb entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.
DURCHFÜHRUNG
Der Filtertiegel, über den das Xylol dekantiert wird, muß vorgewärmt werden.
Nach den Verfahrensschritten mit dem kochenden Xylol darauf achten, daß der den Rückstand enthaltende Erlenmeyerkolben ausreichend abgekühlt wird, bevor der Petroläther dazugegeben wird.
Um die Gefährdung der Laboranten durch die Entflammbarkeit und Giftigkeit möglichst niedrig zu halten, können Heißextraktionsapparaturen und geeignete Verfahren, die gleichartige Ergebnisse erbringen, angewendet werden. *8)
BERECHNUNG UND ERGEBNISDARSTELLUNG
GENAUIGKEIT DES VERFAHRENS
VERFAHREN Nr. 14
POLYCHLORIDFASERN (AUF HOMOPOLYMERBASIS VON VINYLCHLORID) UND
BESTIMMTE ANDERE FASERN
(Verfahren mit konzentrierter Schwefelsäure)
ANWENDUNGSBEREICH
Polychloridfasern (24) auf Homopolymerbasis von Vinylchlorid (nachchloriert oder nicht) mit
Baumwolle (5), Acetat (16), Cupro (18), Modal (19), Triacetat (21), Viskose (22), bestimmte Polyacryl- (23) und Modacryl-
GRUNDLAGE DES VERFAHRENS
GERÄTE UND REAGENZIEN (soweit nicht im Allgemeinen Teil aufgeführt)
3.1. Geräte
Erlenmeyerkolben, Mindestinhalt 200 ml, mit Schliffstopfen;
ii) Glasstab mit abgeflachtem Ende.
3.2. Reagenzien
Schwefelsäure konzentriert (d tief 20 = 1,84 g/ml);
ii) Schwefelsäure, wäßrige Lösung etwa 50% (m/m) Schwefelsäure.
iii) Ammoniak, verdünnte Lösung
60 ml einer konzentrierten Ammoniaklösung (d tief 20 = 0,880 g/ml) werden mit destilliertem Wasser zu 1 Liter Lösung verdünnt.
DURCHFÜHRUNG
BERECHNUNG UND ERGEBNISDARSTELLUNG
GENAUIGKEIT DES VERFAHRENS
VERFAHREN Nr. 15
POLYCHLORIDFASERN, BESTIMMTE MODACRYLE, BESTIMMTE ELASTHANE, ACETAT,
TRIACETAT UND BESTIMMTE ANDERE FASERN
(Cyclohexanonverfahren)
ANWENDUNGSBEREICH
Acetat (16), Triacetat (21), Polychlorid (24), bestimmten Modacrylen (26), bestimmten Elasthanen (36)
Wolle (1), Tierhaaren (2 und 3), Seide (4), Baumwolle (5), Cupro (18), Modal (19), Viskose (22), Polyacryl (23), Polyamid oder Nylon (27), Glasfasern (37).
GRUNDLAGE DES VERFAHRENS
GERÄTE UND REAGENZIEN (neben den im Allgemeinen Teil genannten)
3.1. Geräte
Heißextraktionsgerät, mit dem nach dem unter Kapitel 4 beschriebenen Verfahren gearbeitet werden kann (siehe Abbildung, die eine Variante des in Milliand Textilberichte 56 (1975) 643 - 645 beschriebenen Geräts darstellt);
ii) Filtertiegel zur Aufnahme der Probe;
iii) poröse Scheidewand, Porosität 1;
iv) für den Destillationskolben geeigneter Rückflußkühler;
Heizgerät.
3.2. Reagenzien
Cyclohexanon, Siedepunkt 156 Grad C;
ii) Äthylalkohol, verdünnt auf 50 Volumprozent.
DURCHFÜHRUNG
```
BERECHNUNG UND ERGEBNISDARSTELLUNG
```
Die Ergebnisse werden nach dem im Allgemeinen Teil angegebenen
Verfahren berechnet. Der Berichtigungskoeffizient „d'' beträgt
1,00, jedoch bei
Seide: 1,01
Polyacryl: 0,98.
GENAUIGKEIT DES VERFAHRENS
Skizze, die auf den Punkt 3.1 i) der Methode no 15 abgezielt wurde (Anm.: Skizze nicht darstellbar, es wird daher auf die gedruckte Form des BGBl. verwiesen.)
*1) Methode Nr. 12 bildet eine Ausnahme. Sie geht von der Bestimmung eines wesentlichen Faktors eines der beiden Bestandteile aus.
*2) Vgl. Anlage 5 Absatz 1.
*3) Um die Einwirkungsdauer der Ammoniaklösung auf den Faserrückstand während 10 Minuten sicherzustellen, kann man z.B. den Filtertiegel mit einem Vorstoß mit Hahn versehen, der den Abfluß der Ammoniaklösung zu regeln gestattet.
*4) Die Löslichkeit dieser Modacryl- oder Polychloridfasern im Reagenz ist vor der Analyse zu prüfen.
*5) Die Löslichkeit der Polychloridfasern im Reagenz muß überprüft werden, bevor die Analyse durchgeführt wird.
*6) Wildseiden, wie zum Beispiel Tussahseide, werden mit 75%iger
Schwefelsäure nicht vollständig herausgelöst.
*7) Diese Reagenzien müssen stickstofffrei sein.
*8) Diesbezüglich sei auf die in Melliand Textilberichte 56 (1975), S. 643 - 645, beschriebene Apparatur hingewiesen.
Anlage 6
```
```
(§ 5 Abs. 1)
QUANTITATIVE ANALYSENMETHODEN FÜR BESTIMMTE BINÄRE
TEXTILFASERGEMISCHE
ALLGEMEINER TEIL
Einleitung
Die quantitativen Analysenmethoden bei Textilfasermischungen stützen sich hauptsächlich auf zwei Verfahren, nämlich auf das der manuellen Trennung und das der chemischen Trennung der Fasern.
Dem manuellen Trennverfahren sollte nach Möglichkeit der Vorzug gegeben werden, denn im allgemeinen führt es zu genaueren Ergebnissen als das chemische Verfahren. Das manuelle Verfahren läßt sich auf alle Textilerzeugnisse, bei denen die dieses Erzeugnis bildenden Fasern keine untrennbare Mischung darstellen, anwenden, zB auf die aus mehreren Bestandteilen zusammengesetzten Garne, bei denen die einzelnen Bestandteile aus einer einzigen Faserart gebildet werden, sowie auf Gewebe, bei denen die Kette aus einer anderen Faser als der Schuß besteht, oder auf Gewirke, die aus verschiedenartigen Garnen zusammengesetzt sind.
In der Regel stützt sich die quantitative chemische Analysenmethode bei Textilfasergemischen auf die selektive Lösbarkeit der Einzelbestandteile der Mischung. Nach Entfernung eines Bestandteils wird der unlösliche Rückstand gewogen, und der Anteil des löslichen Bestandteils wird unter Zugrundelegung des Gewichtsverlusts berechnet. Im vorliegenden Dokument werden die Angaben, die sich generell bei einer Analyse nach diesem Verfahren ergeben und für die im vorliegenden Anhang genannten Fasergemische jeder Zusammensetzung gelten, zusammengestellt. Dieses Dokument muß daher in Verbindung mit den anderen Texten benutzt werden, die ausführliche Verfahren für besondere Fasermischungen enthalten. Es kann vorkommen, daß bestimmte chemische Analysen auf anderen Prinzipien als dem der selektiven Auflösbarkeit beruhen. In diesem Fall werden in dem entsprechenden Teil der einschlägigen Methode ausführliche Angaben hierüber gemacht.
Die während der Herstellung der Textilerzeugnisse benutzten Fasergemische und in geringerem Maße auch die Fasergemische in den fertigen Textilien können oftmals als natürliche Beimengungen oder Erleichterung des Verarbeitungsvorganges Fette, Wachse oder Hilfsstoffe bzw. wasserlösliche Stoffe enthalten. Diese nicht zur Faser gehörenden Stoffe müssen vor der Analyse ausgesondert werden. Aus diesem Grund wird ebenfalls eine Methode der Vorbehandlung zwecks Entfernung von Ölen, Fetten, Wachsen und wasserlöslichen Stoffen angegeben.
Textilien können außerdem Kunstharze oder andere Stoffe enthalten, die ihnen bestimmte Eigenschaften verleihen sollen. Diese Stoffe, zu denen in Ausnahmefällen auch Farbstoffe gehören, können die Einwirkung des Reagenzes auf die löslichen Bestandteile beeinträchtigen bzw. teilweise oder vollständig durch das Reagenz beseitigt werden. Diese Zusatzstoffe können somit Fehler hervorrufen und müssen vor der Analyse der Probe ausgeschieden werden. Ist dies unmöglich, so sind die in diesem Anhang beschriebenen Verfahren der quantitativen Analyse nicht mehr anwendbar.
Farbstoffe in gefärbten Fasern werden als integrierender Bestandteil der Faser angesehen und nicht entfernt.
Bei diesen Analysen wird vom Trockengewicht ausgegangen; es wird daher ein Verfahren zur Bestimmung des Trockengewichts angegeben.
Bei der Ergebnisdarstellung werden zum Trockengewicht der einzelnen Fasern die in Anlage 3 angegebenen Feuchtigkeitszuschläge zugerechnet.
Die in der Mischung enthaltenen Fasern sind vor der Analyse zu identifizieren. Bei bestimmten chemischen Methoden kann der unlösliche Bestandteil von Gemischen teilweise in dem Reagenz aufgelöst werden, das zur Auflösung der löslichen Bestandteile verwendet wird. Nach Möglichkeit wurden die Reagenzien so gewählt, daß sie nur einen geringen oder überhaupt keinen Einfluß auf die unlöslichen Fasern haben. Ist bei der Analyse mit einem Gewichtsverlust zu rechnen, so müssen die Ergebnisse entsprechend korrigiert werden; Korrekturfaktoren hierfür sind angegeben. Diese Korrekturfaktoren wurden in mehreren Laboratorien dadurch bestimmt, daß durch Vorbehandlung gereinigte Fasern mit dem entsprechenden Reagenz unter Befolgung der Analysenmethode behandelt wurden.
Diese Korrekturfaktoren gelten nur für normale Fasern, und weitere Korrekturfaktoren können erforderlich sein, wenn die Fasern vor oder während der Verarbeitung nicht intakt geblieben sind. Die angegebenen chemischen Analysenmethoden gelten für Einzelanalysen. Es muß mindestens an zwei getrennten Analysenproben je eine Analyse sowohl beim manuellen Trennungsverfahren als auch beim chemischen Trennungsverfahren durchgeführt werden. In Zweifelsfällen muß, sofern dies nicht technisch unmöglich ist, eine weitere Analyse durchgeführt werden, und zwar nach einem Verfahren, mit dem sich die bei dem ersten Verfahren als Rückstand gebliebene Faser auflösen läßt.
I. Allgemeines über die quantitativ-chemischen Analysenmethoden
für Fasergemische
Generelle Angaben zu den Verfahren der quantitativen
chemischen Analyse von Fasergemischen
I.1 Anwendungsbereich
Unter dem „Anwendungsbereich” jeder Methode werden die
Fasern aufgeführt, auf die sie anzuwenden ist.
I.2. Prinzip
Nach Identifizierung der einzelnen Bestandteile der
Fasergemische wird einer der beiden Bestandteile entfernt,
und zwar in der Regel durch selektive Auflösung *1), wobei
der unlösliche Rückstand gewogen und der Anteil des
löslichen Bestandteils aus dem Gewichtsverlust berechnet
wird. Außer bei technischen Schwierigkeiten ist vorzugsweise
die in größerer Menge vorhandene Faser aufzulösen, damit
man die in geringerer Menge vorhandene Faser als Rückstand
erhält.
I.3. Erforderliches Material
I.3.1. Geräte
I.3.1.1. Filtertiegel und Wägegläser zum Einsetzen von Tiegeln oder
andere gleichwertige Geräte
I.3.1.2. Absaugflasche
I.3.1.3. Exsikkator mit gefärbtem Kieselgel als
Feuchtigkeitsindikator
I.3.1.4. Trockenofen mit Ventilator zur Trocknung der Analysenproben
bei (105+-3) Grad C
I.3.1.5. Analysenwaage, Empfindlichkeit 0,0002 g
I.3.1.6. Extraktionsapparat Soxhlet oder gleichwertige Apparatur
I.3.2. Reagenzien
I.3.2.1. Petroläther, nachdestilliert, Siedebereich 40 bis 60 Grad C
I.3.2.2. Sonstige Reagenzien sind in den entsprechenden Teilen der
Methode angegeben. Alle Reagenzien müssen chemisch rein
sein.
I.3.2.3. Destilliertes oder entionisiertes Wasser
I.4. Konditionierungs- und Analysenatmosphäre
Da die Trockenmasse bestimmt wird, ist weder eine
Konditionierung der Probe noch eine Untersuchung in
klimatisierter Atmosphäre erforderlich.
I.5. Vorprobe
Es wird eine für die Laboratoriumsprobe repräsentative
Vorprobe gewählt, die für sämtliche erforderlichen
Analysenproben von jeweils mindestens 1 g ausreicht.
I.6. Vorbehandlung der Vorprobe *2)
Ist einer der bei der Berechnung der Prozentsätze nicht zu
berücksichtigenden Bestandteile vorhanden (§ 1 Abs. 7 Z 5),
so ist dieser zunächst durch eine geeignete Methode zu
entfernen, die jedoch keinen der Faserbestandteile angreifen
darf.
Zu diesem Zweck werden die mit Hilfe von Petroläther und
Wasser extrahierbaren nichtfaserigen Bestandteile entfernt,
indem die luftgetrocknete Probe im Soxhlet-Apparat mit
Petroläther während einer Stunde und mit mindestens sechs
Umläufen pro Stunde behandelt wird.
Anschließend wird der Petroläther der Probe verdampft;
danach wird die Probe durch Direktbehandlung extrahiert, das
heißt durch einstündiges Eintauchen in Wasser bei
Zimmertemperatur mit darauffolgendem einstündigen Eintauchen
in Wasser bei (65+-5) Grad C unter zeitweiligem Schütteln,
Flottenverhältnis 1 : 100. Danach wird das überschüssige
Wasser durch Ausquetschen, Absaugen oder Zentrifugieren
entfernt, bis die Probe lufttrocken ist.
Falls die nichtfaserigen Bestandteile nicht mit Hilfe von
Petroläther und Wasser extrahiert werden können, so müssen
sie anstatt mit Wasser, wie oben beschrieben, mit einem
geeigneten Stoff entfernt werden, der keinen der
Faserbestandteile wesentlich verändert. Bei einigen
natürlichen Pflanzen-Rohfasern (wie zum Beispiel Jute-,
Kokosfasern) ist zu beachten, daß durch die normale
Vorbehandlung mit Petroläther und Wasser nicht alle
natürlichen nichfaserigen Bestandteile ausgesondert werden.
Trotzdem werden keine weiteren Vorbehandlungen vorgenommen,
soweit die Probe keine in Petroläther und in Wasser
unlöslichen Appreturen enthält.
In den Analysenberichten müssen die gewählten
Vorbehandlungsmethoden eingehend geschildert werden.
I.7. Analysengang
I.7.1. Allgemeine Anweisungen
I.7.1.1. Trocknung
Alle Trockenoperationen sind mindestens 4 Stunden, jedoch
nicht mehr als 16 Stunden, bei (105+-3) Grad C in einem
belüfteten Ofen bei geschlossener Ofentür durchzuführen.
Beträgt die Trocknungsdauer weniger als 14 Stunden, muß überprüft werden, ob ein konstantes Gewicht erreicht wurde. Dieses Gewicht kann als erreicht gelten, wenn der Gewichtsunterschied nach einer neuen Trocknung von 60 Minuten weniger als 0,05% beträgt.
Die Filtertiegel und Wägegläser sowie die Proben oder die Rückstände sollen während des Trocknungs-, Abkühlungs- und Wägevorgangs nicht mit bloßen Händen berührt werden. Die Analysenproben werden in einem Wägeglas mit abgenommenen Stopfen getrocknet. Nach der Trocknung wird das Wägeglas vor Herausnahme aus dem Ofen geschlossen und so schnell wie möglich in den Exsikkator gebracht.
Der Filtertiegel, der mit seinem Deckel in einem Wägeglas untergebracht ist, wird im Ofen getrocknet. Nach der Trocknung wird das Wägeglas verschlossen und so schnell wie möglich in den Exsikkator gestellt.
Wird ein anderes Gerät als der Filtertiegel verwendet, so trocknet man im Trockenofen, um das Trockengewicht der Fasern ohne Verlust zu bestimmen.
I.7.1.2. Kühlung
Alle Kühlvorgänge werden in dem neben der Waage
aufgestellten Exsikkator ausreichend lange durchgeführt, um
ein völliges Abkühlen der Wägegläser zu erreichen, wobei die
Abkühldauer mindestens 2 Stunden beträgt.
I.7.1.3. Wägung
Nach dem Kühlen wird das Wägeglas innerhalb von zwei Minuten
nach Herausnahme aus dem Exsikkator gewogen. Wägegenauigkeit
0,0002 g.
I.7.2. Verfahren
Man entnimmt aus der vorbehandelten Vorprobe eine
Analysenprobe von mindestens 1 g Gewicht. Das Garn und die
Gewebe werden in Längen von etwa 10 mm ausgeschnitten und
soweit wie möglich zerlegt (zerschnitten). Die Analysenprobe
wird in einem Wägeglas getrocknet, im Exsikkator gekühlt und
gewogen. Die Probe wird in ein Glasgefäß gegeben, das im
entsprechenden Teil der jeweiligen Methode beschrieben ist,
anschließend wird das Wägeglas sofort wieder gewogen und das
Trockengewicht der Probe durch Differenzbildung ermittelt.
Die Analyse wird gemäß den Angaben in dem entsprechenden
Teil der Methode zu Ende geführt. Der Rückstand wird
mikroskopisch geprüft, um festzustellen, ob durch die
Behandlung die lösliche Faser völlig ausgesondert worden
ist.
I.8. Berechnung und Ergebnisdarstellung
Das Gewicht des unlöslichen Bestandteils wird als
Prozentsatz des Gesamtgewichts der im Gemisch enthaltenen
Fasern ausgedrückt. Der Prozentsatz des löslichen
Faseranteils ergibt sich aus der Differenz. Die
Ergebnisberechnung erfolgt auf der Basis der Trockengewichte
der reinen Fasern, wobei einmal Feuchtigkeitszuschläge, zum
anderen Berichtigungsfaktoren zur Berücksichtigung der
Verluste bei der Vorbehandlung und der Analyse angewendet
werden. Diese Berechnungen erfolgen nach der unter
Punkt I.8.2 angegebenen Formel.
I.8.1. Berechnung des prozentualen Gewichtsanteils der trockenen
und reinen unlöslichen Bestandteile ohne Berücksichtigung
des Gewichtsverlusts der Fasern bei der Vorbehandlung:
100 rd
P tief 1% = ------
m
P tief 1 ist der Prozentsatz des trockenen, reinen
unlöslichen Faseranteils,
m ist die Trockenmasse der Probe nach der
Vorbehandlung,
r ist die Masse des trockenen Rückstands,
d ist der Berichtigungsfaktor zur Berücksichtigung
des Gewichtsverlusts der unlöslichen Bestandteile
im Reagenz bei der Analyse.
Geeignete Werte für „d” sind im entsprechenden Textteil der einzelnen Methoden anzugeben.
Selbstverständlich gelten die im Normalfall anwendbaren „d”-Werte nicht für chemisch angegriffene Fasern.
I.8.2. Berechnung des Prozentsatzes der unlöslichen Komponente nach
Anwendung der üblichen Feuchtigkeitszuschläge und etwaiger Berichtigungsfaktoren zur Berücksichtigung des Gewichtsverlusts durch die Vorbehandlung
( a tief 1 + b tief 1)
100 P tief 1 (1 + -------------------)
( 100 )
P tief 1A% = -------------------------------------------------
( a tief 1 + b tief 1)
P tief 1 (1 + -------------------)+(100-P tief 1)
( 100 )
```
```
( a tief 2 + b tief 2)
(1 + -------------------)
( 100 )
P tief 1A% ist der Prozentsatz des unlöslichen Faseranteils
unter Berücksichtigung des konventionellen
Feuchtigkeitszuschlags und des Gewichtsverlusts
durch die Vorbehandlung.
P tief 1 ist der Prozentsatz des unlöslichen, trockenen
und reinen Faseranteils, errechnet aus der
Formel nach I.8.1,
a tief 1 ist der konventionelle Feuchtigkeitszuschlag für
den unlöslichen Anteil (vgl. Anlage 3),
a tief 2 ist der konventionelle Feuchtigkeitszuschlag des
löslichen Faseranteils (vgl. Anlage 3),
b tief 1 ist der prozentuale Gewichtsverlust des
unlöslichen Faseranteils durch die Vorbehandlung,
b tief 2 ist der prozentuale Gewichtsverlust des löslichen
Faseranteils durch die Vorbehandlung.
Der Prozentsatz der zweiten Komponente (P tief 2A%) beträgt
100 - P tief 1A%.
Bei Anwendung einer besonderen Vorbehandlung müssen die Werte b tief 1 und b tief 2 nach Möglichkeit dadurch bestimmt werden, daß alle reinen Faserbestandteile der bei der Analyse angewandten Vorbehandlung unterworfen werden. Als reine Fasern gelten die Fasern, die frei von jeglichen nichtfaserhaltigen Stoffen sind, mit Ausnahme derjenigen Stoffe, die sie normalerweise (auf Grund ihrer Beschaffenheit und des Herstellungsprozesses) in dem Zustand (roh, gebleicht) enthalten, in dem sich die zu analysierende Ware befindet.
Verfügt man nicht getrennt über reine Faserbestandteile, die zur Herstellung der zu analysierenden Ware gedient haben, so sind für b tief 1 und b tief 2 Durchschnittswerte zugrunde zu legen, die aus der Prüfung ähnlicher Fasern ermittelt wurden, wie sie die untersuchte Mischung enthält. Wird die normale Vorbehandlung durch Extraktion mit Petroläther und mit Wasser durchgeführt, so kann man im allgemeinen auf die Berichtigungsfaktoren b tief 1 und b tief 2 verzichten, außer im Fall von Rohbaumwolle, Rohflachs und Rohhanf, für die ein durch die Vorbehandlung bedingter Gewichtsverlust, von 4%, im Fall von Polypropylen ein solcher von 1% konventionell festgelegt ist. Im Fall anderer Fasern wird konventionell festgelegt, daß der durch die Vorbehandlung bedingte Gewichtsverlust für die Berechnung unberücksichtigt bleibt.
II. Quantitative Analyse von Fasergemischen durch manuelle
Trennung
II.1. Anwendungsbereich
Die Methode läßt sich auf Fasermischungen beliebiger
Beschaffenheit anwenden, vorausgesetzt, daß sie keine
untrennbare Mischung darstellen, und daß sie sich manuell
trennen lassen.
II.2. Prinzip
Nach Identifizierung der einzelnen Bestandteile der
Fasergemische werden zunächst die nicht faserhaltigen
Bestandteile durch eine geeignete Vorbehandlung
ausgesondert, anschließend die Fasern von Hand getrennt,
getrocknet und zwecks Berechnung des Anteils der einzelnen
Faserarten am Gemisch gewogen.
II.3. Erforderliche Geräte
II.3.1. Wägeglas bzw. andere Geräte, die gleichartige Ergebnisse
liefern
II.3.2. Exsikkator mit gefärbtem Kieselgel als
Feuchtigkeitsindikator
II.3.3. Trockenofen mit Ventilator zur Trocknung der Analysenproben
bei (105+-3) Grad C
II.3.4. Analysenwaage, Empfindlichkeit 0,0002 g
II.3.5. Extraktionsapparat Soxhlet oder gleichwertige Apparatur
II.3.6. Nadel
II.3.7. Garndrehungszähler oder gleichwertige Apparatur
II.4. Reagenzien
II.4.1. Petroläther, nachdestilliert, Siedebereich 40 - 60 Grad C
II.4.2. Destilliertes oder entionisiertes Wasser
II.5. Konditionierungs- und Analysenatmosphäre
II.6. Vorprobe
Vgl. Punkt 1.5
II.7. Vorbehandlung der Probe
Vgl. Punkt 1.6
II.8. Analysengang
II.8.1. Analyse von Garnen
Eine Analysenprobe von mindestens 1 g wird aus einer
vorbehandelten Probe entnommen. Bei sehr feinen Garnen kann
die Analyse ungeachtet des Gewichts auf einer Mindestlänge
von 30 m durchgeführt werden.
Die Garne sind in Stücke von geeigneter Länge zu schneiden; aus diesen sind die einzelnen Elemente mit Hilfe einer Präpariernadel und, falls erforderlich, mit Hilfe des Garndrehungszählers herauszutrennen. Die auf diese Weise herausgetrennten Elemente werden dann in ein tariertes Wägeglas gegeben und bei (105+-3) Grad C getrocknet, bis ein konstantes Gewicht gemäß I.7.1 und I.7.2 erreicht ist.
II.8.2. Analyse eines Gewebes
Eine Analysenprobe von mindestens 1 g wird aus einer
vorbehandelten Probe entnommen, die Analysenprobe wird so
ausgeschnitten, daß sie außerhalb der Webkante liegt, exakt
geschnittene Ränder ohne Kräuselung aufweist und parallel zu
Schuß und Kette bzw. bei Gewirken gleichlaufend längs und
quer zu den Maschenreihen geschnitten ist. Die einzelnen
Garne werden getrennt und in tarierten Wägegläsern
gesammelt; dann wird wie unter Punkt II.8.1 vorgegangen.
II.9. Berechnung und Ergebnisdarstellung
Das Gewicht jedes Bestandteils wird als Prozentsatz des
Gesamtgewichts der im Gemisch enthaltenen Fasern
ausgedrückt. Die Berechnung erfolgt auf der Basis des
Trockengewichts der reinen Fasern unter Anwendung von
Feuchtigkeitszuschlägen sowie von Berichtigungsfaktoren zur
Berücksichtigung der während der Vorbehandlung aufgetretenen
Gewichtsverluste.
II.9.1. Berechnung des Prozentsatzes der reinen Trockengewichte ohne
Berücksichtigung des Gewichtsverlusts der Fasern durch die
Vorbehandlung.
100 m tief 1 100
P tief 1% = ------------------- = -----
m tief 1 + m tief 2 m tief 2
1 + --------
m tief 1
P tief 1 ist der Prozentsatz des trockenen und reinen
ersten Faseranteils,
m tief 1 ist die reine Trockenmasse des ersten
Faseranteils,
m tief 2 ist die reine Trockenmasse des zweiten
Faseranteils.
II.9.2. Berechnung des Prozentsatzes jeder einzelnen Komponente nach
Anwendung der üblichen Feuchtigkeitszuschläge und etwaiger
Berichtigungsfaktoren zur Berücksichtigung des
Gewichtslustes (Anm.: richtig: Gewichtsverlustes) durch die
Vorbehandlung: siehe Punkt I.8.2.
III.1. Genauigkeit des Verfahrens
Die für jedes Verfahren angegebene Genauigkeit bezieht sich
auf die Reproduzierbarkeit (Wiederholstreubereich).
Die Reproduzierbarkeit ist der Zuverlässigkeitsgrad, dh. die
Einengung der Übereinstimmung zwischen den
Versuchsergebnissen, die in verschiedenen Laboratorien oder
zu verschiedenen Zeiträumen erzielt werden, wenn dabei
jeweils nach demselben Verfahren und an demselben homogenen
Prüfgut Einzelergebnisse ermittelt werden.
Die Reproduzierbarkeit wird durch die
Zuverlässigkeitsgrenzen der Versuchsergebnisse bei einer
statistischen Sicherheit von 95% ausgedrückt.
Dies besagt, daß die Abweichung zwischen den Ergebnissen
einer in verschiedenen Laboratorien durchgeführten
Analysenreihe bei richtiger und normaler Anwendung der
Methode an einer gleichartigen homogenen Mischung nur in
fünf von hundert Fällen überschritten werden darf.
III.2. Analysenbericht
III.2.1. Angabe, ob die Analyse nach dem hier beschriebenen Verfahren
durchgeführt worden ist.
III.2.2. Detaillierte Angaben über etwaige Spezial-Vorbehandlungen
(siehe Punkt 1.6).
III.2.3. Angabe der Einzelergebnisse sowie des arithmetischen Mittels
auf eine Dezimalstelle genau.
```
EINZELVERFAHREN – ÜBERSICHTSTABELLE
```
```
```
Verfahren Anwendungsbereich Reagenz
```
```
Nr. 1 Acetat Bestimmte andere Fasern Aceton
```
```
Nr. 2 Bestimmte Bestimmte andere Fasern Hypochlorit
Eiweißfasern
```
```
Nr. 3 Cupro, Viskose und Baumwolle Ameisensäure
gewisse Typen von Zinkchlorid
Modal
```
```
Nr. 4 Polyamid oder Bestimmte andere Fasern 80%ige
Nylon Ameisensäure
```
```
Nr. 5 Acetat Triacetat Benzylalkohol
```
```
Nr. 6 Triacetat oder Bestimmte andere Fasern Dichlormethan
Polylactid
```
```
Nr. 7 Bestimmte Polyester oder 75%ige
Zellulosefasern Elastomultiester Schwefelsäure
```
```
Nr. 8 Polyacrylfasern, Bestimmte andere Dimethyl-
bestimmte Fasern formamid
Polychloridfasern
oder bestimmte
Modacrylfasern
```
```
Nr. 9 Bestimmte Bestimmte andere Schwefel-
Polychloridfasern Fasern kohlenstoff/
Azeton
(55,5/44,5)
```
```
Nr. 10 Acetat Bestimmte Eisessig
Polychloridfasern
```
```
Nr. 11 Seide Wolle oder Tierhaare 75%ige
Schwefelsäure
```
```
Nr. 12 Jute Bestimmte Fasern Stickstoff-
tierischen Ursprungs bestimmungs-
verfahren
```
```
Nr. 13 Polypropylen Bestimmte andere Fasern Xylol
```
```
Nr. 14 Polychloridfasern Bestimmte andere Fasern Konzentrierte
(auf Schwefelsäure
Homopolymerbasis
von Vinylchlorid)
```
```
Nr. 15 Polychloridfasern, Bestimmte andere Fasern Cyclohexanon
bestimmte
Modacryle,
bestimmte
Elasthane, Acetat,
Triacetat
```
```
VERFAHREN Nr. 1
ACETAT- UND BESTIMMTE ANDERE FASERN
(Aceton-Verfahren)
ANWENDUNGSBEREICH
Acetat (16)
Wolle (1), Tierhaaren (2 und 3), Seide (4), Baumwolle (5), Flachs oder Leinen (7), Hanf (8), Jute (9), Manila (10), Alfa (11), Kokos (12), Ginster (13), Ramie (14), Sisal (15), Cupro (18), Modal (19), regenerierten Proteinfasern (20), Viskose (22), Polyacryl (23), Polyamid oder Nylon (27), Polyester (28) und Elastomultiester (39).
GRUNDLAGE DES VERFAHRENS
GERÄTE UND REAGENZIEN (neben den im Allgemeinen Teil genannten)
3.1. Gerät
200-ml-Erlenmeyerkolben mit Glasschliffstopfen
3.2. Reagenz
Aceton
DURCHFÜHRUNG
BERECHNUNG UND ERGEBNISDARSTELLUNG
GENAUIGKEIT DES VERFAHRENS
VERFAHREN Nr. 2
BESTIMMTE EIWEISSFASERN UND BESTIMMTE ANDERE FASERN
(Hypochlorit-Verfahren)
ANWENDUNGSBEREICH
bestimmten Eiweißfasern wie: Wolle (1), Tierhaare (2 und 3), Seide (4), regenerierte Proteinfasern (20)
Baumwolle (5), Cupro (18), Modal (19), Viskose (22), Polyacryl (23), Polychlorid (24), Polyamid oder Nylon (27), Polyester (28), Polypropylen (30), Elasthan (36), Glasfasern (37) und Elastomultiester (39).
GRUNDLAGE DES VERFAHRENS
GERÄTE UND REAGENZIEN (neben den im Allgemeinen Teil genannten)
3.1. Geräte
250-ml-Erlenmeyerkolben mit Glasschliffstopfen
ii) Thermostat, einstellbar auf 20 (+-2) Grad C
3.2. Reagenzien
Hypochloritreagens
Lithiumhypochloritlösung
Natriumhypochloritlösung
ii) Verdünnte Essigsäure
DURCHFÜHRUNG
BERECHNUNG UND ERGEBNISDARSTELLUNG
GENAUIGKEIT DES VERFAHRENS
VERFAHREN Nr. 3
CUPRO, VISKOSE ODER GEWISSE TYPEN VON MODAL UND BAUMWOLLE
(Ameisensäure/Zinkchlorid)
ANWENDUNGSBEREICH
Cupro (18) oder Viskose (22) sowie bestimmten Modalfasern (19) mit
Baumwolle (5).
GRUNDLAGE DES VERFAHRENS
GERÄTE UND REAGENZIEN (neben den im Allgemeinen Teil genannten)
3.1. Geräte
200-ml-Erlenmeyerkolben mit Glasschliffstopfen
ii) Einrichtung zur Erwärmung des Erlenmeyerkolbens auf 40+-2 Grad C
3.2. Reagenzien
Lösung aus 20 g wasserfreiem Zinkchlorid und 68 g wasserfreier Ameisensäure, mit Wasser auf 100 g aufgefüllt (d.h. aus 20 Gewichtsteilen wasserfreies Zinkchlorid in 80 Gewichtsteilen Ameisensäure, 85 Gewichtsprozent).
ii) Lösung aus 20 g wasserfreiem Zinkchlorid: 20 ml einer konzentrierten Ammoniaklösung (Volumenmasse 0,880 g/ml) werden mit Wasser auf 1 l verdünnt.
DURCHFÜHRUNG
BERECHNUNG UND ERGEBNISDARSTELLUNG
GENAUIGKEIT DES VERFAHRENS
VERFAHREN Nr. 4
POLYAMID ODER NYLON UND BESTIMMTE ANDERE FASERN
(Verfahren mit 80%iger Ameisensäure)
ANWENDUNGSBEREICH
Polyamid oder Nylon (27)
Wolle (1), Tierhaaren (2 und 3), Baumwolle (5), Cupro (18), Modal (19), Viskose (22), Polyacryl (23), Polychlorid (24), Polyester (28), Polypropylen (30), Glasfasern (37) und Elastomultiester (39).
GRUNDLAGE DES VERFAHRENS
GERÄTE UND REAGENZIEN (neben den im Allgemeinen Teil genannten)
3.1. Gerät
200-ml-Erlenmeyerkolben mit Glasschliffstopfen
3.2. Reagenzien
Ameisensäure zu 80 Gewichtsprozent, Dichte bei 20 Grad C:
ii) Verdünntes Ammoniak: 80 ml konzentriertes Ammoniak (Dichte bei 20 Grad C: 0,880) werden mit Wasser auf 1 l aufgefüllt.
DURCHFÜHRUNG
BERECHNUNG UND ERGEBNISDARSTELLUNG
GENAUIGKEIT DES VERFAHRENS
VERFAHREN Nr. 5
ACETATFASERN UND TRIACETATFASERN
(Benzylalkohol-Verfahren)
ANWENDUNGSBEREICH
Acetatfasern (16)
Triacetatfasern (21).
GRUNDLAGE DES VERFAHRENS
GERÄTE UND REAGENZIEN (neben den im Allgemeinen Teil genannten)
3.1. Geräte
200-ml-Erlenmeyerkolben mit Glasschliffstopfen
ii) mechanischer Schüttler
iii) Thermostat oder anderes Gerät, das den Kolben einer Temperatur von 52+-2 Grad C aussetzen kann.
3.2. Reagenzien
Benzylalkohol
ii) Äthylalkohol
DURCHFÜHRUNG
BERECHNUNG UND ERGEBNISDARSTELLUNG
GENAUIGKEIT DES VERFAHRENS
VERFAHREN Nr. 6
TRIACETATFASERN UND BESTIMMTE ANDERE FASERN
(Dichlormethan-Verfahren)
ANWENDUNGSBEREICH
Triacetatfasern (21) und Polylactidfasern (27d) mit
Wolle (1), Tierhaaren (2 und 3), Seide (4), Baumwolle (5), Cupro (18), Modal (19), Viskose (22), Polyacryl (23), Polyamid oder Nylon (27), Polyester (28), Glasfasern (37) und Elastomultiester (39).
GRUNDLAGE DES VERFAHRENS
GERÄTE UND REAGENZIEN (neben den im Allgemeinen Teil genannten)
3.1. Gerät
200-ml-Erlenmeyerkolben mit Glasschliffstopfen
3.2. Reagenz
Dichlormethan (Methylenchlorid)
DURCHFÜHRUNG
BERECHNUNG UND ERGEBNISDARSTELLUNG
GENAUIGKEIT DES VERFAHRENS
VERFAHREN Nr. 7
BESTIMMTE ZELLULOSEFASERN UND POLYESTERFASERN
(Verfahren mit 75%iger Schwefelsäure)
ANWENDUNGSBEREICH
Baumwolle (5), Flachs oder Leinen (7), Hanf (8), Ramie (14), Cupro (18), Modal (19) und Viskose (22)
Polyester (28) und Elastomultiester (39).
GRUNDLAGE DES VERFAHRENS
GERÄTE UND REAGENZIEN (neben den im Allgemeinen Teil genannten)
3.1. Geräte
500-ml-Erlenmeyerkolben mit Glasschliffstopfen
ii) Thermostat oder anderes Gerät zur Erwärmung des Erlenmeyers auf 50+-5 Grad C
3.2. Reagenzien
Schwefelsäure zu 75 Gewichtsprozent (+-2%):
ii) Verdünnte Ammoniaklösung:
DURCHFÜHRUNG
BERECHNUNG UND ERGEBNISDARSTELLUNG
GENAUIGKEIT DES VERFAHRENS
VERFAHREN Nr. 8
POLYACRYLFASERN, BESTIMMTE POLYCHLORIDFASERN, BESTIMMTE
MODACRYLFASERN UND BESTIMMTE ANDERE FASERN
(Dimethylformamid-Verfahren)
ANWENDUNGSBEREICH
Polyacrylfasern (23), bestimmten Polychloridfasern (24) *4) oder bestimmten Modacrylfasern (26) mit
Wolle (1), Tierhaaren (2 und 3), Seide (4), Baumwolle (5), Cupro (18), Modal (19), Viskose (22), Polyamid oder Nylon (27), Polyester (28) und Elastomultiester (39).
GRUNDLAGE DES VERFAHRENS
GERÄTE UND REAGENZIEN (neben den im Allgemeinen Teil genannten)
3.1. Geräte
200-ml-Erlenmeyerkolben mit Glasschliffstopfen
ii) kochendes Wasserbad
3.2. Reagenz
Dimethylformamid (Siedepunkt 153+-1) Grad C mit nicht mehr als 1% Wasser. Da das Reagenz giftig ist, wird empfohlen, unter dem Abzug zu arbeiten.
DURCHFÜHRUNG
BERECHNUNG UND ERGEBNISDARSTELLUNG
Wolle: 1,01
Baumwolle: 1,01
Cupro: 1,01
Modal: 1,01
Polyester: 1,01
Elastomultiester: 1,01
GENAUIGKEIT DES VERFAHRENS
VERFAHREN Nr. 9
BESTIMMTE POLYCHLORIDFASERN UND BESTIMMTE ANDERE FASERN
(Verfahren mit Schwefelkohlenstoff/Aceton 55,5/44,5)
ANWENDUNGSBEREICH
bestimmten Polychloridfasern (24), dh. bestimmten, auch nachchlorierten Polyvinylchloridfasern *5).
Wolle (1), Tierhaaren (2 und 3), Seide (4), Baumwolle (5), Cupro (18), Modal (19), Viskose (22), Polyacryl (23), Polyamid oder Nylon (27), Polyester (28), Glasfasern (37), Elastomultiester (39).
GRUNDLAGE DES VERFAHRENS
GERÄTE UND REAGENZIEN (neben den im Allgemeinen Teil genannten)
3.1. Geräte
200-ml-Erlenmeyerkolben mit Schliffstopfen
ii) mechanischer Schüttler
3.2. Reagenzien
Aseotropische Mischung von Schwefelkohlenstoff und Aceton (55,5 Volumprozent Schwefelkohlenstoff und 44,5 Volumprozent Aceton). Da das Reagenz giftig ist, wird empfohlen, unter dem Abzug zu arbeiten
ii) Äthylalkohol 92 Volumprozent, oder Methanol
DURCHFÜHRUNG
BERECHNUNG UND ERGEBNISDARSTELLUNG
GENAUIGKEIT DES VERFAHRENS
VERFAHREN Nr. 10
ACETAT- UND BESTIMMTE POLYCHLORIDFASERN
(Essigsäure-Verfahren)
ANWENDUNGSBEREICH
Acetatfasern (16)
bestimmten Polychloridfasern (24), und zwar Polyvinylchloridfasern, auch nachchloriert.
GRUNDLAGE DES VERFAHRENS
GERÄTE UND REAGENZIEN (neben den im Allgemeinen Teil genannten)
3.1. Geräte
200-ml-Erlenmeyerkolben mit Schliffstopfen
ii) mechanischer Schüttler
3.2. Reagenz
Essigsäure (mehr als 99%). Dieses Reagenz ist sehr ätzend, und bei seiner Verwendung ist daher Vorsicht geboten.
DURCHFÜHRUNG
BERECHNUNG UND ERGEBNISDARSTELLUNG
GENAUIGKEIT DES VERFAHRENS
VERFAHREN Nr. 11
SEIDE UND WOLLE ODER TIERHAARE
(Verfahren mit 75%iger Schwefelsäure)
ANWENDUNGSBEREICH
Seide (4)
Wolle (1) oder Tierhaaren (2 und 3).
GRUNDLAGE DES VERFAHRENS
GERÄTE UND REAGENZIEN (neben den im Allgemeinen Teil genannten)
3.1. Gerät
200-ml-Erlenmeyerkolben mit Schliffstopfen
3.2 Reagenzien
75gewichtsprozentige Schwefelsäure (+-2%):
ii) Verdünnte Schwefelsäure:
DURCHFÜHRUNG
BERECHNUNG UND ERGEBNISDARSTELLUNG
GENAUIGKEIT DES VERFAHRENS
VERFAHREN Nr. 12
JUTE UND BESTIMMTE FASERN TIERISCHEN URSPRUNGS
(Verfahren mittels Stickstoffbestimmung)
ANWENDUNGSBEREICH
Jute (9)
bestimmten Fasern tierischen Ursprungs.
GRUNDLAGE DES VERFAHRENS
GERÄTE UND REAGENZIEN (neben den im Allgemeinen Teil genannten)
3.1. Gerät
Kjeldahl-Zersetzungskolben von 200 bis 300 ml
ii) Kjeldahl-Destillationskolben mit Dampferzeuger
iii) Titriergerät, mit einer Genauigkeit bis zu 0,05 ml.
3.2. Reagenzien
Toluol
ii) Methanol
iii) Schwefelsäure (d = 1,84 bei 20 Grad C) *7)
iv) Kaliumsulfat *7)
Selendioxyd *7)
vi) Natriumhydroxydlösung (400 g/l). 400 g Natriumhydroxyd werden in 400 bis 500 ml Wasser aufgelöst und die Flüssigkeit mit Wasser auf 1 Liter verdünnt.
vii) Indikatormischung. 0,1 g Methylrot werden in 95 ml Äthanol und 5 ml Wasser gelöst; diese Lösung wird mit 0,5 g Bromkresolgrün, das in 475 ml Äthanol und 25 ml Wasser aufgelöst ist, vermischt.
viii) Borsäurelösung. 20 g Borsäure werden in einem Liter Wasser gelöst.
ix) Schwefelsäure 0,02 N (Normvolumenlösung).
VORBEHANDLUNG DER VORPROBE
ANALYSIERUNG
5.1. Allgemeine Anweisung
Hinsichtlich Entnahme, Trocknung und Wägung der Probe sind die im Allgemeinen Teil gemachten Angaben zu befolgen.
5.2. Ausführliche Anleitung
Zu der Probe von mindestens 1 g im Kjeldahl-Kolben werden der Reihe nach 2,5 g Kaliumsulfat, 0,1 bis 0,2 g Selendioxyd und 10 ml Schwefelsäure (d = 1,84) gegeben. Der Kolben wird zunächst schwach erhitzt, bis das ganze Fasermaterial zersetzt ist, sodann wird kräftiger erhitzt, bis die Lösung klar und nahezu farblos geworden ist. Die Erhitzung wird 15 Minuten lang fortgesetzt, dann läßt man den Kolben abkühlen, verdünnt den Inhalt vorsichtig mit 10 bis 20 ml Wasser, kühlt ab, überführt den Inhalt quantitativ in einen 200-ml-Maßkolben und füllt das Volumen mit Wasser auf, um die Analysenlösung herzustellen.
In einen 100-ml-Erlenmeyerkolben werden etwa 20 ml Borsäurelösung gegeben; der Kolben wird unter dem Kondensator des Kjeldahl-Destilliergeräts so aufgestellt, daß das Ablaufrohr gerade unter den Spiegel der Borsäurelösung eintaucht. Es werden genau 10 ml Analysenlösung in den Destillierkolben überführt und mindestens 5 ml Natriumhydroxydlösung in den Trichter gegeben. Man hebt den Stopfen leicht an und läßt die Natriumhydroxydlösung langsam in den Kolben fließen. Wenn die Analysenlösung und die Natriumhydroxydlösung bestrebt sind, zwei getrennte Schichten zu bilden, so sind sie durch vorsichtiges Schütteln zu vermischen. Der Destillierkolben wird leicht erwärmt und gleichzeitig Dampf aus dem Dampferzeuger in ihn eingeführt. Es werden etwa 20 ml Destillat gesammelt und das Auffanggefäß so weit gesenkt, daß sich das Ende des Ablaufrohrs etwa 20 mm über dem Spiegel der Flüssigkeit befindet, danach wird eine Minute lang weiter destilliert. Das Ende des Ablaufrohrs wird mit Wasser ausgespült und das Reinigungswasser im Erlenmeyer aufgefangen. Der Erlenmeyer wird sodann entfernt und durch einen zweiten Erlenmeyer ersetzt, der etwa 10 ml Borsäurelösung enthält; darin werden etwa 10 ml Destillat aufgesammelt.
Die beiden Destillate werden getrennt mit 0,02-N-Schwefelsäure unter Verwendung der Indikatormischung titriert. Die Ergebnisse für die beiden Destillate werden notiert. Wenn das Bestimmungsergebnis des zweiten Destillats über 0,2 ml liegt, so ist die Bestimmung zu wiederholen; es muß also nochmals mit einem anderen aliquoten Teil der Analysenlösung destilliert werden.
Es wird ein Blindversuch durchgeführt, wobei die Zersetzung und Destillation lediglich unter Verwendung der Reagenzien erfolgt.
BERECHNUNG UND ERGEBNISDARSTELLUNG
6.1. Der prozentuale Anteil des Stickstoffs in der trockenen Probe wird folgendermaßen berechnet:
28 (V - b) N
A% = ------------
W
A% = Prozentsatz Stickstoff im reinen Trockengewicht der
Probe
V = Gesamtvolumen in ml der Standardschwefelsäure für die
Bestimmung
b = Gesamtvolumen in ml der Standardschwefelsäure beim
Blindversuch
N = tatsächlicher Titel der Standardschwefelsäure
W = Trockenmasse (g) der Testprobe.
6.2. Bei Verwendung des Wertes 0,22% für den Stickstoffgehalt der Jute bzw. 16,2% für den Stickstoffgehalt der tierischen Fasern - beide Werte auf die Trockenmasse bezogen - berechnet sich die Zusammensetzung der Mischung nach folgender Formel:
A - 0,22
P tief A% = ----------- x 100
16,2 - 0,22
P tief A% = Prozentsatz der tierischen Faser im reinen
Trockengewicht der Probe.
GENAUIGKEIT DES VERFAHRENS
VERFAHREN Nr. 13
POLYPROPYLEN UND BESTIMMTE ANDERE FASERN
(Xylol-Verfahren)
ANWENDUNGSBEREICH
Polypropylen (30)
Wolle (1), Tierhaaren (2 und 3), Seide (4), Baumwolle (5), Acetat (16), Cupro (18), Modal (19), Triacetat (21), Viskose (22), Polyacryl (23), Polyamid oder Nylon (27), Polyester (28), Glasfasern (37) und Elastomultiester (39).
GRUNDLAGE DES VERFAHRENS
GERÄTE UND REAGENZIEN (soweit nicht im Allgemeinen Teil erwähnt)
3.1. Geräte
Erlenmeyerkolben, Mindestinhalt 200 ml, mit Schliffstopfen;
ii) Rückflußkühler (geeignet für Flüssigkeiten mit erhöhtem Kochpunkt) mit zum Aufsetzen auf die Erlenmeyerkolben (i) angepaßtem geschliffenem Übergangsteil.
3.2. Reagenz
Xylol, Siedebereich zwischen 137 Grad und 14 Grad C.
Bemerkung:
Dieses Reagenz ist sehr leicht entflammbar und entwickelt giftige Dämpfe. Während der Verwendung sind deshalb entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.
DURCHFÜHRUNG
Der Filtertiegel, über den das Xylol dekantiert wird, muß vorgewärmt werden.
Nach den Verfahrensschritten mit dem kochenden Xylol darauf achten, daß der den Rückstand enthaltende Erlenmeyerkolben ausreichend abgekühlt wird, bevor der Petroläther dazugegeben wird.
Um die Gefährdung der Laboranten durch die Entflammbarkeit und Giftigkeit möglichst niedrig zu halten, können Heißextraktionsapparaturen und geeignete Verfahren, die gleichartige Ergebnisse erbringen, angewendet werden. *8)
BERECHNUNG UND ERGEBNISDARSTELLUNG
GENAUIGKEIT DES VERFAHRENS
VERFAHREN Nr. 14
POLYCHLORIDFASERN (AUF HOMOPOLYMERBASIS VON VINYLCHLORID) UND
BESTIMMTE ANDERE FASERN
(Verfahren mit konzentrierter Schwefelsäure)
ANWENDUNGSBEREICH
Polychloridfasern (24) auf Homopolymerbasis von Vinylchlorid (nachchloriert oder nicht) mit
Baumwolle (5), Acetat (16), Cupro (18), Modal (19), Triacetat (21), Viskose (22), bestimmte Polyacryl- (23) und Modacryl-
GRUNDLAGE DES VERFAHRENS
GERÄTE UND REAGENZIEN (soweit nicht im Allgemeinen Teil aufgeführt)
3.1. Geräte
Erlenmeyerkolben, Mindestinhalt 200 ml, mit Schliffstopfen;
ii) Glasstab mit abgeflachtem Ende.
3.2. Reagenzien
Schwefelsäure konzentriert (d tief 20 = 1,84 g/ml);
ii) Schwefelsäure, wäßrige Lösung etwa 50% (m/m) Schwefelsäure.
iii) Ammoniak, verdünnte Lösung
60 ml einer konzentrierten Ammoniaklösung (d tief 20 = 0,880 g/ml) werden mit destilliertem Wasser zu 1 Liter Lösung verdünnt.
DURCHFÜHRUNG
BERECHNUNG UND ERGEBNISDARSTELLUNG
GENAUIGKEIT DES VERFAHRENS
VERFAHREN Nr. 15
POLYCHLORIDFASERN, BESTIMMTE MODACRYLE, BESTIMMTE ELASTHANE, ACETAT,
TRIACETAT UND BESTIMMTE ANDERE FASERN
(Cyclohexanonverfahren)
ANWENDUNGSBEREICH
Acetat (16), Triacetat (21), Polychlorid (24), bestimmten Modacrylen (26), bestimmten Elasthanen (36)
Wolle (1), Tierhaaren (2 und 3), Seide (4), Baumwolle (5), Cupro (18), Modal (19), Viskose (22), Polyacryl (23), Polyamid oder Nylon (27), Glasfasern (37).
GRUNDLAGE DES VERFAHRENS
GERÄTE UND REAGENZIEN (neben den im Allgemeinen Teil genannten)
3.1. Geräte
Heißextraktionsgerät, mit dem nach dem unter Kapitel 4 beschriebenen Verfahren gearbeitet werden kann (siehe Abbildung, die eine Variante des in Milliand Textilberichte 56 (1975) 643 - 645 beschriebenen Geräts darstellt);
ii) Filtertiegel zur Aufnahme der Probe;
iii) poröse Scheidewand, Porosität 1;
iv) für den Destillationskolben geeigneter Rückflußkühler;
Heizgerät.
3.2. Reagenzien
Cyclohexanon, Siedepunkt 156 Grad C;
ii) Äthylalkohol, verdünnt auf 50 Volumprozent.
DURCHFÜHRUNG
```
BERECHNUNG UND ERGEBNISDARSTELLUNG
```
Die Ergebnisse werden nach dem im Allgemeinen Teil angegebenen
Verfahren berechnet. Der Berichtigungskoeffizient „d” beträgt
1,00, jedoch bei
Seide: 1,01
Polyacryl: 0,98.
GENAUIGKEIT DES VERFAHRENS
Skizze, die auf den Punkt 3.1 i) der Methode no 15 abgezielt wurde (Anm.: Skizze nicht darstellbar, es wird daher auf die gedruckte Form des BGBl. verwiesen.)
*1) Methode Nr. 12 bildet eine Ausnahme. Sie geht von der Bestimmung eines wesentlichen Faktors eines der beiden Bestandteile aus.
*2) Vgl. Anlage 5 Absatz 1.
*3) Um die Einwirkungsdauer der Ammoniaklösung auf den Faserrückstand während 10 Minuten sicherzustellen, kann man z.B. den Filtertiegel mit einem Vorstoß mit Hahn versehen, der den Abfluß der Ammoniaklösung zu regeln gestattet.
*4) Die Löslichkeit dieser Modacryl- oder Polychloridfasern im Reagenz ist vor der Analyse zu prüfen.
*5) Die Löslichkeit der Polychloridfasern im Reagenz muß überprüft werden, bevor die Analyse durchgeführt wird.
*6) Wildseiden, wie zum Beispiel Tussahseide, werden mit 75%iger
Schwefelsäure nicht vollständig herausgelöst.
*7) Diese Reagenzien müssen stickstofffrei sein.
*8) Diesbezüglich sei auf die in Melliand Textilberichte 56 (1975), S. 643 - 645, beschriebene Apparatur hingewiesen.
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