Verordnung des Bundesministers für Unterricht, Kunst und Sport vom 20. März 1985 über den Lehrplan der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik; Bekanntmachung der Lehrpläne für den Religionsunterricht an dieser Schule

Typ Verordnung
Veröffentlichung 1985-07-31
Letzte Aktualisierung 1994-05-11
Status Aufgehoben · 1996-08-31
Ministerium BKA (Bundeskanzleramt)
Quelle RIS
Artikel 3
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12.

Die Bedeutung des Vorbildes für die Entwicklung des Glaubens (E 2).

1.4. Leben mit Leid und Tod (A 4, C 4, E 4)

Kernstoff:

1.

Lebensverlust und Lebensgewinn (Erhebung von Erfahrungen) (A 4).

2.

Der Umgang des heutigen Menschen mit Leid und Tod (E 4).

3.

Leid und Tod im Leben eines Kindes (A 4).

Erweiterungsstoff:

11.

Verdrängung und Bearbeitung von Leid und Tod (A 4).

12.

Eschatologie (B 4, D 4).

13.

Das Sakrament der Krankensalbung (B 4).

NACH GOTT FRAGEN

1.5. Der Glaube an den einen Gott (A 1, B 1, D 1)

Kernstoff:

1.

Gottesvorstellungen junger Menschen (A 1).

2.

Möglichkeiten der Gotteserfahrung (A 1).

3.

Gott im Mitmenschen begegnen - Zeugen der Gotteserfahrung (A 1).

4.

Gotteserfahrungen des Kleinkindes - „Spuren Gottes“ in der kindlichen Welt (A 1).

Erweiterungsstoff:

11.

Das Verhältnis von Glaube und Wissen (D 1).

12.

Gotteserfahrungen in Kunst und Literatur (D 3).

13.

Das Gottesbild in Kinderbüchern (D 3).

1.6. Gotteserfahrungen in der Bibel (C 1)

Kernstoff:

1.

Beispiele der Gotteserfahrung im Alten Testament (C 2).

2.

Jesu Gottesbild und Gottesbeziehung (C 1).

3.

Gott, der befreit und mitgeht: (Dtn. 6,20-25; Lk. 1,46-55 ...) (C 4).

4.

Der nahe und der ferne Gott (zB Ps. 22) (C 1).

5.

Biblische Vorstellungen über Gott für das Kleinkind (C 1).

Erweiterungsstoff:

11.

Die Schöpfung - der schaffende Gott (C 3).

12.

Vaterbild und Gottesbild (A 1, C 1).

13.

Der Monotheismus - das erste Gebot (C 4).

1.7. Glaube und Gottesbild in den Konfessionen und Religionen (A 4, B 4)

Kernstoff:

1.

Überblick über die wichtigsten christlichen Konfessionen (D 4).

2.

Wesensmerkmale der außerchristlichen Religionen: Judentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus, Universismus (A 2).

Erweiterungsstoff:

11.

Verbreitung der Konfessionen und Weltreligionen (A 2).

12.

Die Aussagen des 2. Vatikanums zu den Andersgläubigen (D 4).

DER EINZELNE UND DIE GEMEINSCHAFT

1.8. Grundbedürfnisse des Menschen (A 1)

Kernstoff:

1.

Grundlegende Bedürfnisse des Menschen in materieller, geistiger, sozialer und religiöser Hinsicht (A 1, B 1).

2.

Grundbedürfnisse des Kindes, wie Angenommensein, Geborgenheit, Vertrauen, Versöhnung, Gemeinschaft, Liebe ua. (A 2, B 2).

3.

Leben mit christlichen Grundwerten (E 4).

Erweiterungsstoff:

11.

Allgemein anerkannte Werte in den Religionen (B 4).

12.

Die Bedürfnisse des Schülers gegenüber der Klassengemeinschaft (E 2).

13.

Werterziehung nach christlichen Grundsätzen (E 4).

1.9. Leben in Gemeinschaft (E 2)

Kernstoff:

1.

Bedeutung und Aufgaben von Gemeinschaften: Familie, Schule, Kirche, Staat (E 2).

2.

Das Verhältnis von Individuum und Gemeinschaft (A 2, E 2).

3.

Die Gemeinschaft der Glaubenden - Kirche (D 2).

4.

Probleme, die in und durch die Gemeinschaft entstehen und deren Bewältigung (E 2).

5.

Die Bedeutung und die Möglichkeiten gemeinschaftlichen Lebens im Kindergarten (E 2).

Erweiterungsstoff:

11.

Kirchliche Jugendgemeinschaften (E 2).

12.

Kirchliche Erneuerungsbewegungen (D 2).

13.

Die Gemeinschaft der Heiligen (D 2).

14.

Das „ausgeschlossene“ Kind (E 2).

VOLLZÜGE DES GLAUBENS

1.10. Gestalt des christlichen Lebens (D 1, E 1)

Kernstoff:

1.

Die eigene Glaubensgeschichte (E 1).

2.

Ausdrucksformen und Grundzüge des katholischen Glaubenlebens (D 1, E 1).

3.

Leben mit der Kirche (E 2).

4.

Feste des katholischen Glaubens und das Kirchenjahr (D 4).

5.

Kirchliche Feste in der Kindergartenarbeit (E 4).

6.

Möglichkeiten christlichen Lebens für das Kleinkind (E 2).

Erweiterungsstoff:

11.

Möglichkeiten religiöser Bildung (E 2).

2.

Klasse (2 Wochenstunden):

FREIHEIT UND SINNVOLLE BINDUNG

FREI WERDEN UND FREI SEIN

2.1. Freiheit und Verantwortung (A 4, E 1)

Kernstoff:

1.

Freiheit als Wesensmerkmal des Menschen (A 1).

2.

Freiheit für und Freiheit von (A 4).

3.

Freiheit und Normen (A 2, E 2).

4.

Freiheit und Gewissen (E 1).

5.

Menschliche Entscheidungsfreiheit (A 1, E 1).

6.

Freiheit und Verantwortung (E 2).

Erweiterungsstoff:

11.

Jesus Christus und seine Freiheit bewirkende Botschaft (C 4).

12.

Das Kind und dessen persönliche Freiheit (A 4).

13.

Freiheit durch Regeln geschützt (E 2).

14.

Fehlformen der Freiheit (A 2).

15.

Freiheitsberaubung in unserer Zeit (A 2).

AUFBRÜCHE UND PROTEST

2.2. Jugend im Aufbruch (A 2)

Kernstoff:

1.

Jugendliche auf der Suche nach neuen Lebensformen (A 4).

2.

Jugendkultur als Protest gegen Erstarrung in der Gesellschaft (A 2).

3.

Aufbruch und Protest Jesu gegen verschiedene Strömungen und Verhaltensweisen seiner Zeit (C 1).

4.

Flucht in die Sucht: Drogen, Alkohol, Medikamente ... (A 4).

5.

Die „Eigenart“ des Kindes im religiösen Verhalten (A 4, E 4).

Erweiterungsstoff:

11.

Jugend zwischen Aufbruch und Flucht: Alternativgruppen und Aussteiger (A 2).

12.

Das Engagement der Jugend für den Frieden (E 2, A 2).

2.3. Sekten und religiöse Bewegungen (A 4)

Kernstoff:

1.

Sekten: Eine Herausforderung für die großen Kirchen (A 2).

2.

Sekten und Neue religiöse Bewegungen (Jugendreligionen) (A 2).

3.

Umgang mit Vertretern der Sekten und Jugendreligionen (E 4).

4.

Gespräche mit betroffenen Eltern und Kindern, die mit diesen Gruppen in Berührung gekommen sind (E 2).

Erweiterungsstoff:

11.

Der Unterschied zwischen kirchlichem und sektiererischem Umgang mit der Bibel (C 4).

12.

Die im Bundesland/in der Diözese tätigen Sekten und Neuen religiösen Bewegungen (D 4).

13.

Sekten als kirchengeschichtliches Phänomen (Längsschnitt) (D 4).

2.4. Aufbrüche im Geist Gottes (D 2, E 2)

Kernstoff:

1.

Berufungen, Charismen, Aufbrüche im Geiste Gottes (C 2).

2.

Berufungen, Impulse, Aufbrüche in der Geschichte der Kirche:

Heilige (D 2).

3.

Das Pfingstereignis als Aufbruchserfahrung (B 2, C 2).

4.

Umkehr und Reform als dauernder Auftrag der Kirche (D 2, E 2).

5.

Veränderungen im Glaubensverhalten des Erziehers durch das Kind (E 2).

6.

Neue Wege in der religiösen Erziehung im Kleinkindalter (E 4).

Erweiterungsstoff:

11.

Jugend in der Erwachsenenkirche (E 2).

12.

Charismatische Bewegungen (D 2).

13.

Basisgemeinden in der Kirche (D 4).

14.

Gelebte Ökumene am Beispiel von Taize (D 2).

PARTNER SEIN - GEMEINSCHAFT

2.5. Vielfalt der Berufungen durch Gott und die Antworten des Menschen (D 2, E 2)

Kernstoff:

1.

Gezielte Lebensgestaltung und Berufsvorbereitung als Auftrag und Aufgabe (E 2).

2.

Berufung zum Dienst im Licht der Bibel (C 2).

3.

Das allgemeine Priestertum als Berufung zu verschiedenen Diensten in und an der Kirche, in und an der Welt (E 2).

4.

Das Weihesakrament als Berufung zum Dienst (D 2, E 2).

5.

Leben nach evangelischen Räten (E 2).

6.

Laientheologen - Form des kirchlichen Dienstes (E 2).

Erweiterungsstoff:

12.

Berufen zum Beruf eines Kindergärtners (E 2).

13.

Die Aufgabe der Frau in der Kirche (E 2).

14.

Berufungsgeschichten in der Bibel (C 4).

2.6. Sinn und Bedeutung von Freundschaft (A 2)

Kernstoff:

1.

Freundschaft als Weg der Selbstfindung und Glückserfahrung (A 1).

2.

Merkmale von Freundschaft: Treue, Wahrhaftigkeit, Achtung, Rücksichtnahme, Verzicht, Hingabe (A 4).

3.

Gefährdung und Fehlformen der Freundschaft (A 2).

4.

Nähe und Distanz des Kindergärtners zum Kind (E 2).

Erweiterungsstoff:

11.

Beispiele für Freundschaft in der Bibel (C 2).

12.

Symbole für Freundschaft (D 4).

13.

Freundschaft, Kameradschaft, Liebe (A 2).

14.

Wert der Beziehungen im Kindergarten für die religiöse Entwicklung des Kindes (E 4).

2.7. Familie und Gruppe als Orte sozialen Lernens (A 2)

Kernstoff:

1.

Die Familie - die erste soziale Erfahrung im menschlichen Leben (A 2).

2.

Vermittlung von Werten durch die Familie (A 4).

3.

Familie und Gruppe als Orte der Identitätsfindung (A 1).

4.

Aufgabe des Jugendlichen in der Familie und Gruppe (E 1).

5.

Die Bedeutung des Kindes für die Familie (A 2).

6.

Unvollständige Familien (E 2).

Erweiterungsstoff:

11.

Gefährdung der Familie in der heutigen Zeit (A 2).

12.

Kommunikationsformen in Gruppe und Familie (A 2).

13.

Sicht und Ernstnahme familienbedingter Probleme im Leben eines Kindes (Hilfestellung aus christlichen Überlegungen) (E 2).

2.8. Gemeinschaftsbildung in Schule und Kirche (A 2, E 2)

Kernstoff:

1.

Schülererfahrungen von Gemeinschaft in Schule und Kirche (A 2, E 2).

2.

Kirche als Gemeinschaft und Institution (D 2, E 2).

3.

Notwendigkeit personaler Beziehungen für den Aufbau kirchlicher Gemeinschaft (B 2, E 2).

Erweiterungsstoff:

11.

Gemeinschaftsbildung in der Schule (Schülervertretung, Freundschaften, Interessensgruppen, Schulpartnerschaft) (A 2).

12.

Außenseiter in der Schule (A 2).

13.

Formen der Gemeinschaftsbildung in der Kirche (E 2).

MIT JESUS IN FREIHEIT VERBUNDEN

2.9. Jesus von Nazareth in seiner Zeit und Umwelt (C 2)

Kernstoff:

1.

Biblische und außerbiblische Zeugnisse (C 2, D 2).

2.

Jesus als historische Persönlichkeit (C 1).

3.

Das Leben und das Land Jesu für das Kleinkind (C 2).

4.

Gruppierungen und Parteien im Judentum zur Zeit Jesu und deren Messiaserwartungen (C 2).

5.

Die Religionskritik Jesu (C 4).

6.

Palästina zur Zeit Jesu (C 2).

Erweiterungsstoff:

11.

Unterschiedliche Vorstellungen von Jesus und Erwartungen an ihn (Geschichte und Gegenwart) (A 2, D 2).

12.

Verhältnis zwischen Judentum und Christentum (E 2).

2.10. Jesus Christus - Der Erlöser (B 4, C 4, E 2)

Kernstoff:

1.

Jesus Christus - Gottes Sohn (B 4).

2.

Menschen begegnen Jesus und finden in ihm Christus (B 2, E 2).

3.

Leben, Sterben und Auferstehen als Erlösungsgeschehen (C 4, B 4).

4.

Erlösungserfahrungen für das Kind (A 1, B 1).

Erweiterungsstoff:

11.

Christen in der Nachfolge Jesu (E 2).

12.

Das Jesusbild in den Evangelien (C 4).

13.

Der Christusglaube in Geschichte und Gegenwart (D 4).

2.11. Die Bibel im Leben eines Christen (C 4, E 4)

Kernstoff:

1.

Frohbotschaft und Zeugnis als Grundstruktur der Bibel (C 4).

2.

Die Entstehung der biblischen Schriften (C 2).

3.

Die Schriften des Alten und des Neuen Testaments (C 2).

4.

Methodische Zugänge zu biblischen Texten (C 4).

5.

Die Bedeutung der Bibel im kirchlichen Leben und im Leben einzelner Menschen (C 4, E 4).

6.

Biblische Inhalte für Kinder (C 2).

Erweiterungsstoff:

11.

Die Bibel als Literatur (C 2).

12.

Wichtige bibelwissenschaftliche Informationen: Offenbarung, Kanon, Irrtumslosigkeit, Inspiration ... (B 2).

13.

Entfaltung der biblischen Wahrheit durch das Lehramt der Kirche (B 2, C 2).

14.

Christen leben mit und nach der Schrift (Beispiele und Formen) (E 4).

3.

Klasse (2 Wochenstunden):

DEN GLAUBEN LEBEN - HANDELN AUS DEM GLAUBEN

GLAUBE: URSPRUNG UND GESTALT

3.1. Zum Glauben kommen - Taufe (B 2, D 2)

Kernstoff:

1.

Wege zum Glauben (B 4).

2.

Die religiöse Entwicklung des Kindes (E 2).

3.

Vermittlungsprozesse von Glauben an das Kind (E 2).

4.

Die erste Glaubensentscheidung: Die Taufe (B 3).

5.

Jesus Christus: Grund des Glaubens (C 2).

Erweiterungsstoff:

11.

Urvertrauen - Urangst (A 4).

12.

Das ungetaufte Kind im Kindergarten (E 2).

13.

Taufe und Ökumene (D 3).

14.

Das Patenamt (E 2).

15.

Die Kindertaufe (B 2, D 2).

16.

Markante Glaubensgestalten für das Kleinkind (D 2).

3.2. Glaube als Haltung und Tat - Firmung (B 2, E 2)

Kernstoff:

1.

Gelebter Glaube (E 1).

2.

Die Glaubensfähigkeit des Kindes (A 2, E 2).

3.

Firmung als bewußte Entscheidung für den Glauben (B 1, E 1).

4.

Leben mit dem Hl. Geist (B 2).

5.

Mit Kindern Pfingsten feiern (D 2).

6.

Zeichen religiöser Mündigkeit (E 4).

7.

Der Glaube und Krisen des Glaubens (A 4).

Erweiterungsstoff:

11.

Firmung und Pfarre (E 2).

12.

Symbole aus der Firmliturgie (B 4).

13.

Einheit in Glaube, Hoffnung und Liebe (E 1).

14.

Die Beziehung des Erwachsenenglaubens zur kindlichen Glaubensfähigkeit (A 4, E 4).

GLAUBENSERFAHRUNG FÜR DAS KLEINKIND

3.3. Schulung religiöser Grundfähigkeiten (Kräfteschulung) (A 4, B 4)

Kernstoff:

1.

Die Bedeutung der vollen Wirklichkeitserfassung für den Glauben (D 4).

2.

Die Bedeutung des Handelns für den Glauben (E 4).

3.

Die Bedeutsamkeit religiöser Grundfähigkeiten (zB Ehrfurcht haben, Toleranz zeigen ...) für den Glauben (A 4, D 4).

4.

Die „Kräfteschulung“ als Weg zur Glaubenserfahrung (A 4).

5.

Methoden der Kräfteschulung (A 4).

Erweiterungsstoff:

11.

Kräfte (=Grundfähigkeiten), die für Glaubensverhalten von Bedeutung sind (A 4).

3.4. Symbolerziehung (A 4)

Kernstoff:

1.

Die Bedeutung der Symbole im kindlichen Leben (A 4).

2.

Symbole im Leben des heutigen Menschen (A 4).

3.

Vorgang der Symbolentdeckung und -verarbeitung (D 4).

4.

Begriffserklärung und Differenzierung: Zeichen, Symbole, Verwendungsmerkmale usw. (A 4).

Erweiterungsstoff:

11.

Vorsakramentale Erziehung (B 4).

12.

Die Symbole in den Sakramenten (D 4).

13.

Die Symbole in der katholischen Liturgie (D 4).

3.5. Jesusverkündung für das Kind (C 2)

Kernstoff:

1.

Der Beziehungsaufbau zwischen Kind und Jesus (E 2, C 2).

2.

Kindgemäße Inhalte aus den Evangelien (Auswahl, Ausmaß und Kriterien) (C 4).

3.

Möglichkeiten des persönlichen Umgangs mit der Bibel (C 1).

Erweiterungsstoff:

11.

Gleichnisse (Neues Testament) und Wunderberichte für die Kleinkindererziehung (C 2).

12.

Gleichnisse und Wunder für den Glauben des Christen (C 1).

13.

Die Herausforderung von Kreuz und Auferstehung für den Glauben (C 1).

LEBEN ALS ANTWORT

3.6. Menschenwürde und Menschenrechte (A 4, C 2, E 4)

Kernstoff:

1.

Anthropologische Begründung: Rechte und Pflichten des Menschen (A 2).

2.

Das Recht des Menschen auf Leben (A 4).

3.

Die Rechte und die Würde des Kindes aus christlicher Perspektive (B 4, A 4).

4.

Gefährdung der Menschenwürde (A 2).

5.

Die christliche Begründung der Menschenrechte und die daraus resultierenden Verpflichtungen (B 4, C 4).

6.

Das christliche Menschenbild (B 4).

Erweiterungsstoff:

11.

Verbriefte Menschenrechte (A 4).

12.

Abtreibung und Euthanasie (E 4).

13.

Das behinderte Leben (A 4).

14.

Gefährdungen des Kindes durch die Gesellschaft (E 4).

15.

Die Begegnung des Kindes mit dem behinderten Leben (A 2).

3.7. Das Gewissen und die Gewissensbildung des Kindes (A 4, E 4)

Kernstoff:

1.

Das Wesen und die Formen des Gewissens (A 4).

2.

Inhalte der kindlichen Gewissensbildung (A 2).

3.

Wege der Gewissensbildung beim Kind (A 2, E 2).

4.

Gewissensfunktion und Gewissensentscheidung (E 4).

Erweiterungsstoff:

11.

Gewissen und Gesetz (=soziales Gewissen).

12.

Gewissen und Verantwortung (A 2, E 2).

13.

Gewissenskonflikt (E 2).

14.

Die Bedeutung des Vorbildes für das Kind (E 2).

15.

Moralisches Lernen (Piaget-Kohlberg) (A 4).

16.

Die Frage der Strafe (E 4).

3.8. Gott befreit zur Liebe - Dekalog und Bergpredigt (C 4)

Kernstoff:

1.

Menschliche Sehnsucht nach Befreiung und Liebe (A 4).

2.

Das biblische Modell dieser Sehnsucht und deren Erfüllung (C 4).

3.

Biblische Texte für das Kind, die befreiende Erlebnisse bewirken (E 4).

4.

Gottes- und Nächstenliebe (B 4, E 4).

5.

Dekalog (C 4).

6.

Bergpredigt (C 4).

7.

Einübung des Kindes in christliche Gebote und Verhaltensweisen (E 2).

Erweiterungsstoff:

11.

Möglichkeiten befreiender Erlebnisse und Schritte im Kindergarten (E 2).

12.

Bibelwissenschaftliche Ergebnisse zu den Dokumenten der Bergpredigt und des Dekalogs (C 4).

13.

Dekalog und Bergpredigt im Vergleich mit ähnlichen Texten aus anderen Religionen und Weltanschauungen (A 4).

BEFREIENDE ERFAHRUNGEN IM GLAUBEN

3.9. Schuld und Versöhnung (A 3, D 4, E 2)

Kernstoff:

1.

Menschliche Erfahrungen von Heil und Unheil (A 3, B 3).

2.

Heil- und Unheilserfahrungen in biblischen Texten, besonders in der Urgeschichte (C 4).

3.

Texte der Urgeschichte für das Kleinkind (C 2).

4.

Formen der Schuldbewältigung (A 2).

5.

Bewältigung von Schuld aus dem Geist des Evangeliums (aus der Praxis Jesu und der Kirche) (C 4, D 4).

6.

Das Bußsakrament (E 1).

7.

Kindliche Bewältigung von „Schuld“ und Fähigkeit zur Umkehr (E 2).

Erweiterungsstoff:

11.

Die Lehre vom Teufel (D 3).

12.

Die Bedeutung des Ablasses (D 4).

13.

Der strafende Gott in der Erziehung (D 4).

14.

Kollektivschuld (A 3).

15.

Bußerziehung im Kleinkindalter (E 2).

3.10. Feste und Feiern (D 3)

Kernstoff:

1.

Die Fähigkeit zu feiern im Menschen (A 4).

2.

Anlässe und Bedingungen für das Feiern im Kindergarten (A 4).

3.

Prinzipien der religiös orientierten Festgestaltung (A 4, E 4).

4.

Der kirchliche Festkalender - seine Berücksichtigung im Kindergarten (D 4).

Erweiterungsstoff:

11.

Der religiöse Ursprung des Festes (B 4).

12.

Das Leben Jesu im Kirchenjahr (C 4, D 4).

13.

Funktionen des Festes für den Glauben (B 4).

3.11. Eucharistie (B 3, D 3, E 3)

Kernstoff:

1.

Wesen und Verständnis der Eucharistie (B 3).

2.

Aufbau und Gestaltung der Eucharistiefeier (B 4).

3.

Voreucharistische Erziehung (E 4).

4.

Kinderliturgie (D 4).

5.

Gestaltung von Kindermessen (E 4).

6.

Der Sonntag (D 3).

Erweiterungsstoff:

11.

Die Hinführung des Kindes zum Gemeindegottesdienst (E 2).

12.

Vom Sabbat zum Sonntag (C 3, D 3).

13.

Die Liturgiereform des 2. Vatikanums (D 4).

14.

Leben mit der Eucharistie (E 4).

4.

Klasse (2 Wochenstunden):

DER EINZELNE UND DIE GESELLSCHAFT

LEBEN IN PERSONALER BEZIEHUNG

4.1. Partnerschaft als christliches Anliegen (B 2, E 2)

Kernstoff:

1.

Charakteristika menschlicher Partnerschaft (Solidarität, Toleranz, Gleichwertigkeit, gegenseitige Anerkennung ...) (A 2, E 2).

2.

Theologische Begründung von Partnerschaft (B 4, C 4).

3.

Partnerschaft als christliches Anliegen im Kindergarten (E 2).

4.

Partnerschaft in der Kirche (D 2).

5.

Kind als „Partner“ in der kirchlichen Gemeinschaft (D 2).

Erweiterungsstoff:

11.

Gefährdungen der Partnerschaft (E 2).

12.

Ökumene als Partnerschaft (D 2).

13.

Verschiedengläubige Kinder im Kindergarten (D 2, E 2).

14.

Die Bedeutung des Gesprächs für die Partnerschaft (A 2).

4.2. Sinn der Geschlechtlichkeit (A 1, D 1)

Kernstoff:

1.

Menschliche Geschlechtlichkeit aus christlicher Sicht (A 4, E 4).

2.

Achtung und Mißachtung des Menschen in seiner geschlechtlichen Rolle (A 1, E 1).

3.

Ehelosigkeit und Enthaltsamkeit (A 1, E 1).

4.

Das sechste Gebot (E 4).

5.

Christlich orientierte Geschlechtserziehung (E 2).

Erweiterungsstoff:

11.

Aufklärungsliteratur für das Kind und deren Bewertung (A 2).

12.

Mißbrauch menschlicher Sexualität (E 4).

4.3. Ehe und Familie (A 2, E 3)

Kernstoff:

1.

Wesen und Sinn der Ehe (E 2).

2.

Das Sakrament der Ehe (B 2, C 2).

3.

Die Bedeutung der Familie für die Lebensgeschichte des einzelnen (A 4, E 4).

4.

Die Feier der katholischen Trauung (B 2, D 2).

5.

Voreheliche Beziehungen und nichteheliche Gemeinschaften aus der Sicht christlicher Verantwortung (E 2).

6.

Die Wechselwirkung zwischen Kindergarten und Familie (E 2).

Erweiterungsstoff:

11.

Ehe und Familie im Wandel der Zeit (A 4, E 2).

12.

Verantwortung für Geschiedene und Wiederverheiratete (E 4).

13.

Die Verantwortung der Kirche für unvollständige Familien (A 2, E 2).

14.

Das Kind in schwierigen Familienverhältnissen (E 2).

AUSEINANDERSETZUNG MIT DER UMWELT

4.4 Eltern als Katecheten (E 2)

Kernstoff:

1.

Verantwortete Elternschaft (A 4).

2.

Familie=Form der kirchlichen Gemeinschaft (D 4).

3.

Die religiöse Entwicklung des Kleinkindes (B 2).

4.

Die Bedeutung des elterlichen Vorbildes und der elterlichen Glaubensgeschichte für das Leben des Kindes (B 2, E 2).

5.

Wesen der religiösen Erziehung in der Familie (E 2).

6.

Elternarbeit in Zusammenhang mit religiöser Erziehung (E 2).

Erweiterungsstoff:

11.

Das Kind und der elterliche Alleinerzieher (A 2).

12.

Förderung der katechetischen Rolle der Eltern durch kirchliche Maßnahmen (D 2).

13.

Literatur zur religiösen Erziehung (A 4).

4.5. Beruf - Arbeit - Freizeit (E 3)

Kernstoff:

1.

Situation und Probleme der heutigen Berufswelt (A 4, E 4).

2.

Arbeit und Beruf im Lichte der katholischen Soziallehre (A 3, C 3, E 3).

3.

Berufsethos des Kindergärtners (E 2).

4.

Wert der Freizeit und ihre Gestaltung (A 4).

5.

Bewältigung der Situation der Arbeitslosigkeit (E 3).

Erweiterungsstoff:

11.

Freizeit als freie Zeit für andere (E 2).

12.

Erholung des ganzen Menschen: Anliegen und Möglichkeiten (E 1).

13.

Schöpfungsauftrag und Arbeit (C 4, E 3).

14.

Kirchliche Berufe und Arbeitsbereiche (D 3).

15.

Berufliche Fortbildung (E 4).

4.6. Die religiöse Erziehung im Pflichtschulalter (E 3)

Kernstoff:

1.

Die religiöse Entwicklung des Pflichtschulkindes (E 4).

2.

Die Sozialisationsformen im Pflichtschulalter (E 4).

3.

Der katholische Religionsunterricht im Pflichtschulalter (B 4).

6.

Formen kirchlicher Jugendarbeit (E 2, E 4).

Erweiterungsstoff:

11.

Zusammenarbeit Kindergarten - Volksschule (E 2).

12.

Lehrplan und Arbeitshilfen im Religionsunterricht der Volksschule (B 4, E 4).

13.

Angebote kirchlicher Kinder- und Jugendarbeit im Pflichtschulalter (E 4).

4.7. Soziale Gerechtigkeit (D 2, E 2)

Kernstoff:

1.

Armut und Reichtum als Herausforderung zur sozialen Gerechtigkeit (A 2, E 2).

2.

Entwicklung und Grundlage katholischer Soziallehre (D 2, E 2).

3.

Sinn und Inhalt der sozialen Gerechtigkeit (A 2, E 2).

4.

Inhalt und Anliegen des 7. Gebotes (C 4, E 4).

5.

Einüben sozialen Verhaltens im Kindergarten (E 3).

Erweiterungsstoff:

11.

Auswirkungen sozialer Gegebenheiten im Kindergarten (E 4).

12.

Sozialbewegungen und -einrichtungen in der Kirche (A 2, D 2).

13.

Soziale Gerechtigkeit und Dritte Welt (E 4, D 4).

14.

Auseinandersetzung mit den Sozialismen dieser Zeit (A 1).

15.

Caritas als Lebenshaltung (E 4).

4.8. Frieden - Grundlage menschlicher Gemeinschaft (B 3, E 4)

Kernstoff:

1.

Der Wille zum Frieden als persönliche Grundhaltung (A 1, E 1).

2.

Das Wesen der christlichen Friedensbotschaft (B 3, C 3).

3.

Christliche Konfliktlösungsvorschläge (E 2).

Erweiterungsstoff:

11.

Persönlichkeiten - für den Frieden engagiert (A 4, E 4).

12.

Aktuelle Themen, wie: Gerechter Krieg, Landesverteidigung, Atomwaffe (A 4, E 4).

13.

Friedenserziehung (A 4, E 4).

4.9. Ideologien und Weltanschauungen (A 1, D 4)

Kernstoff:

1.

Begriffe: Weltanschauung - Weltbild - Ideologie (A 4).

2.

Weltanschauliche Strömungen der Gegenwart und deren Beziehung zum Christentum (A 4, D 4).

3.

Das christliche Weltbild (B 4).

4.

Aufbau eines christlichen Weltbildes im Kind (E 4).

Erweiterungsstoff:

11.

Glaube und Wissenschaften (in Beispielen, Unterschiede, Konflikte) (B 4).

12.

Verschiedene Erziehungsansätze und deren Beziehung zu Religion (zB Montessoripädagogik, emanzipatorische P ...) (A 4).

13.

Der durch Weltanschauungen herausgeforderte Glaube (A 4, B 4).

4.10. Kirche - Gemeinschaft der Getauften (D 2, E 2)

Kernstoff:

1.

Erfahrungen mit kirchlicher Gemeinschaft (D 2).

2.

Kirche als gesellschaftliche Institution (D 2).

3.

Biblische und lehramtliche Aussagen zur Kirche (C 4, D 4).

4.

Kindliches Erleben von Kirche (D 4).

5.

Kirche und Kindergarten (E 2).

Erweiterungsstoff:

11.

Reich-Gottes-Gleichnisse (C 4).

12.

Eine Kirche - viele Kirchen (D 4).

13.

Das Kirchenbild im Wandel der Geschichte (D 4).

14.

Kind und Pfarrgemeinde (E 2).

15.

Erleben der Kirche im Gottesdienst (D 2).

5.

Klasse (2 Wochenstunden):

LEBEN IN CHRISTLICHER VERANTWORTUNG

RELIGIÖSE ERZIEHUNG

5.1. Religiöse Erziehung - Inhalte und Wege (E 3)

Kernstoff:

1.

Verständnis und Ziele der religiösen Erziehung (A 3).

2.

Wesentliche Inhalte religiöser Erziehung (B 3, C 3, D 3).

3.

Kennzeichen kindlicher Religiosität (A 3, B 3).

4.

Entfaltung des Religiösen im Kleinkindalter (A 3).

5.

Vermittlungshilfen für die religiöse Erziehung (E 3).

6.

Verantwortliche für die religiöse Erziehung (E 2).

Erweiterungsstoff:

11.

Das Glaubenszeugnis des Erziehers (E 1).

12.

Religiöse Weiterbildung (E 1).

13.

Religiöse Sozialisation (A 2, B 2).

5.2. Gebetserziehung (D 1)

Kernstoff:

1.

Gebet als wesentlicher Ausdruck des Glaubens (B 1, D 1).

2.

Begründung für die Gebetserziehung (E 3).

3.

Möglichkeiten der Gebetserziehung beim Kleinkind (Formen, Gebetshaltung, Sprache, Gebetszeiten usw.) (E 2).

4.

Gebet und Gottesbeziehung (B 1, D 1).

5.

Gebetspraxis des Jugendlichen und des Erwachsenen (Situation, Probleme, Möglichkeiten und Beispiele) (D 1, E 2).

Erweiterungsstoff:

11.

Meditation (D 4).

12.

Mit Kindern meditieren (E 2).

13.

Das biblische Gebet (C 4).

14.

Die christliche Gebetstradition (D 3).

5.3. Kind und Bibel (C 4)

Kernstoff:

1.

Zugänge zur Bibel (C 3).

2.

Die Bibel im Kindergarten und in der religiösen Kleinkinderziehung (E 3).

3.

Das biblische Gottesbild (C 4).

4.

Methoden der Bibelarbeit für das Kleinkindalter (Erzählen, Elementarisieren, Spiel ...) (C 2, E 2).

5.

Biblische Texte in Feiern (D 4).

6.

Gottesverkündigung durch biblische Texte und Inhalte (B 3, C 3).

Erweiterungsstoff:

11.

Auslegungshilfen für biblische Texte (Lexika, Kommentare, Methoden) (D 4).

12.

Bibelausgaben für das Kind (Auswahlkriterien, Beispiele) (C 2, E 2).

13.

Elternbildung zum Thema (Bibel in der Familie) (E 2).

ZUSAMMENSCHAU CHRISTLICHEN LEBENS UND GLAUBENS

5.4. Credo - Bezeugung des Glaubens im Wort (B 4)

Kernstoff:

1.

Grundstrukturen und -aussagen des katholischen Credo (B 4, E 1).

2.

Die Bedeutung des Glaubenszeugnisses für das eigene Leben und das der Umwelt (E 1).

3.

Persönlicher und kirchlicher Glaube (D 2).

4.

Das Glaubensbekenntnis der großen christlichen Kirchen (D 4).

5.

Möglichkeiten eines kindlichen Glaubensbekenntnisses (E 4).

Erweiterungsstoff:

11.

Credoformen des jungen Menschen in der heutigen Zeit (Beispiele und Einübung) (B 2).

12.

Ursprung und Entwicklung christlicher Konfessionen - im Überblick (D 3).

13.

Der Glaube an den Schöpfergott (C 3).

14.

Die Ökumene (E 4).

15.

Die Verschiedengläubigkeit im Kindergarten als erzieherische Aufgabe (E 4).

5.5. Sakramente - Bezeugung des Glaubens im Feiern (B 4)

Kernstoff:

1.

Sakramente als kirchlicher Lebensvollzug (D 4).

2.

Der heilsanzeigende und -schaffende Charakter der Sakramente (D 4).

3.

Die Symbolfähigkeit des Kindes (A 4).

4.

Das Feiern von Festen (D 4, E 4).

5.

Sakramentale Erziehung im Vorschulalter (E 4).

6.

Inkarnatorische Grundstruktur des Heils: Christus - Kirche - Sakramente (B 2, D 4).

Erweiterungsstoff:

12.

Heilige Zeichen und Riten in anderen Religionen (A 4).

13.

Sakramentalien (B 4).

14.

Feier des christlichen Brauchtums (A 4, D 4).

5.6. Diakonie - Bezeugung des Glaubens in der Tat (E 2)

Kernstoff:

1.

Menschsein in Mitmenschlichkeit (A 4).

2.

Christsein in brüderlich-schwesterlicher Liebe: Diakonie (E 2).

3.

Die Bedeutung des in Taten gelebten Glaubens für die Berufstätigkeit des Kindergärtners (E 2).

4.

Die Bezeugungsfähigkeit des Kindes im Handeln (E 2).

5.

Formen und Beispiele christlicher Diakonie heute (E 2).

6.

Leben nach christlichen Normen (E 4).

Erweiterungsstoff:

11.

Diakonie als individuelle und gemeindliche Verwirklichung von Glaube, Hoffnung und Liebe (E 2, C 4).

12.

Die österreichische Caritas (E 2).

13.

Beispiele für Diakonie in der kirchlichen Geschichte (D 2).

5.7. Leben auf die Zukunft hin (E 4)

Kernstoff:

1.

Leben aus dem Glauben (E 2).

2.

Die Lehre von der Zukunft (Eschatologie) (D 4).

3.

Die Verantwortung im Beruf (E 2).

4.

Die politische Verantwortung des Christen (E 4).

5.

Ehe und Familie (A 4, E 2).

Erweiterungsstoff:

11.

Ethische Verantwortung gegenüber Zukunftsproblemen der Menschheit (E 2).

12.

Die Verantwortung für das Kind (E 2).

13.

Persönliches Engagement in der Kirche (E 2).

14.

Das Problem der Arbeitslosigkeit (E 4).

b)

Evangelischer Religionsunterricht

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der evangelische Religionsunterricht soll die zukünftigen Kindergärtner, allenfalls Erzieher an Horten, für ihren religiösen Dienst an den vorschulpflichtigen Kindern, allenfalls auch Kindern im Pflichtschulalter, ausrüsten. Sie sollen befähigt werden, den Kindern in anschaulicher und leicht faßlicher Weise die christlichen Grundwahrheiten zu vermitteln, in den Kindern Ehrfurcht vor Gott und Liebe zu Jesus Christus zu wecken.

Die Schüler sollen in das Leben der Kirche, in ihr Beten, Singen und Feiern eingeführt werden.

Darüber hinaus sind die Schüler im Sinne höherer Allgemeinbildung mit dem wichtigsten Wissensstoff aus Bibelkunde, Kirchenkunde, aus Glaubens- und Lebenskunde sowie der Kirchengeschichte in theoretischer und praktischer Hinsicht vertraut zu machen und so zu befähigen, im Lebensvollzug christliche Selbst- und Fremderziehung zu verwirklichen.

Lehrstoff:

1.

Klasse (2 Wochenstunden):

Die biblischen Geschichten des Alten Testamentes. Kirchenkunde (Kirchenjahr, Gotteshaus, Gottesdienst, Lied, kirchliche Sitten und Gebräuche). Die Geschehnisse im Leben des Kindes als Mittel für seine christliche Erziehung (I). Katechetische Übungen (schriftlich und mündlich).

2.

Klasse (2 Wochenstunden):

Die biblischen Geschichten des Neuen Testamentes. Lebensbilder aus der Kirchengeschichte. Die evangelische Kirche in Österreich (Vergangenheit und Gegenwart). Das Leben in der evangelischen Gemeinde. Die Geschehnisse im Leben des Kindes als Mittel für seine christliche Erziehung (II). Katechetische Übungen (schriftlich und mündlich).

3.

Klasse (2 Wochenstunden):

Grundfragen der Glaubenslehre I (Evangelisches Christentum in Auseinandersetzung mit den anderen Formen des Christentums und mit anderen Religionen der Welt). Grundfragen der Lebenskunde I (Evangelisches Christentum im persönlichen und öffentlichen Leben, insbesondere die Auseinandersetzung mit Technik, Staat und Wirtschaft). Die Innere Mission: Wie bleibe ich Christ in der modernen Welt? Die Evangelisation in unserer Zeit: Kirchentage, Presse, Rundfunk, Film usw. im Dienst des Evangeliums. Die Geschichte der Christenheit im 19. und 20. Jahrhundert. Katechetische Übungen (schriftlich und mündlich).

4.

Klasse (2 Wochenstunden):

Grundfragen der Glaubenslehre II (Gnade und Glaube, Christus der Herr, die letzten Dinge). Grundfragen der Lebenskunde II (die Ehe, die Familie, Volk und Heimat, Beruf). Die äußere Mission und die jungen Kirchen in aller Welt. Ökumenische Bestrebungen und kirchliche Weltbünde. Katechetische Übungen (schriftlich und mündlich).

5.

Klasse (2 Wochenstunden):

Einführung in die Methoden der Schriftauslegung als Voraussetzung für die didaktische und methodische Entscheidung bei der Umsetzung biblischer Geschichten für Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren, allenfalls im Pflichtschulalter. Grundfragen evangelischer Religionspädagogik in fächerübergreifender Sicht. Erarbeitung des theologischen Beitrages zur pädagogischen Gesamtaufgabe. Religionspsychologische und religionssoziologische Grundüberlegungen zur religionspädagogischen Situation des Kindergartens. Die Bedeutung evangelischer Kindergärten und der kirchlichen Freizeitarbeit mit Kindern.

Katechetische Übungen (schriftlich und mündlich); didaktische Umsetzung der in den vorangegangenen Klassen erarbeiteten Bildungsinhalte.

Didaktische Grundsätze:

Bei der Erarbeitung des Lehrstoffes ist darauf zu achten, daß neben der Darstellung des Lehrgutes für die Schüler zugleich das Ziel im Auge behalten wird, die künftigen Kindergärtner, allenfalls Erzieher an Horten, zu befähigen, die erlernten Inhalte in entsprechender Form zu Inhalten religiöser Erziehung der ihnen anvertrauten Kinder zu machen. Daher wird der gemeinsamen Erarbeitung des Lehrstoffes im Gespräch (Seminar) neben dem Vortrag breiter Raum zu geben sein.

c)

Altkatholischer Religionsunterricht

Allgemeines Bildungsziel:

Durch den altkatholischen Religionsunterricht sollen die zukünfigen Kindergärtner befähigt werden, den ihnen anvertrauten vorschulpflichtigen Kindern christliche Grundwahrheiten zu vermitteln und in ihnen Ehrfurcht und Liebe zu Gott und Jesus Christus zu wecken.

Die zukünftigen Kindergärtner sollen auch befähigt werden, den vorschulpflichtigen Kindern das Leben in der Kirche und das Feiern der religiösen Feste im Kirchenjahr nahezubringen.

Ziel des altkatholischen Religionsunterrichtes muß es vor allem sein, den zukünftigen Kindergärtner zu vermitteln, daß religiöser Glaube zur Sinnfindung und Selbstverwirklichung im Leben beiträgt und zu besseren mitmenschlichen Beziehungen in unserer Gesellschaft führen kann.

Spezielle Lehraufgaben:

1.

Klasse (2 Wochenstunden):

Die biblische Geschichte des Alten Testamentes.

Das Kirchenjahr (kirchliche Feste, Sitten und Gebräuche). Das Gotteshaus, der Gottesdienst.

Erlernen von Liedern und Gebeten für das Vorschulkind.

2.

Klasse (2 Wochenstunden):

Die biblische Geschichte des Neuen Testamentes.

Die Sakramente und ihre Bedeutung für das Leben des Kindes. Das Leben in der Gemeinschaft (Kindergartengruppe, Familie ...).

3.

Klasse (2 Wochenstunden):

Aus der Geschichte des Judentums, Palästina zur Zeit Jesu, das Leben Jesu und sein Tod.

Die Urchristen, Verbreitung des Christentums.

Die ersten Konzile, Kirchenspaltung.

4.

Klasse (2 Wochenstunden):

Die Geschichte der altkatholischen Kirche.

Aufbau der altkatholischen Kirche (Gemeinde- und Synodalordnung).

Wir und die anderen christlichen Kirchen (Ökumenische Bestrebungen).

5.

Klasse (2 Wochenstunden):

Christus lehrt uns, in Gemeinschaft zu beten.

Heiliges Amt der Gemeinde - Kindergottesdienst (Erarbeiten von Liedern und Gebeten).

Das Kindesalter in religionspädagogischer Sicht (Vorschulalter, Schulanfänger, Grundschüler, christliche Sexualerziehung, Gewissensbildung, Finden eigener Wertvorstellungen).

Praktische Übungen zur Umsetzung biblischer Geschichten für Kinder im Vorschulalter.

Didaktische Grundsätze:

Die im allgemeinen geltenden didaktischen Grundsätze sind auch für die Religionspädagogik anzuwenden, soweit deren Eigenart es zuläßt.

Insbesondere ist darauf zu achten, daß bei der Erarbeitung des Lehrstoffes dem Gespräch (Seminar) breiter Raum gegeben wird und der belehrende Vortrag nicht die vorherrschende Methode sein soll.

Klassenweise gestaffeltes Außerkrafttretensdatum (§ 4, BGBl. Nr. 514/1992)

31.
  1. 1992 (1. Klasse)
31.
  1. 1993 (2. Klasse)
31.
  1. 1994 (3. Klasse)
31.
  1. 1995 (4. Klasse)
31.
  1. 1996 (5. Klasse)
2.

Klasse (2 Wochenstunden):

FREIHEIT UND SINNVOLLE BINDUNG

FREI WERDEN UND FREI SEIN

2.1. Freiheit und Verantwortung (A 4, E 1)

Kernstoff:

1.

Freiheit als Wesensmerkmal des Menschen (A 1).

2.

Freiheit für und Freiheit von (A 4).

3.

Freiheit und Normen (A 2, E 2).

4.

Freiheit und Gewissen (E 1).

5.

Menschliche Entscheidungsfreiheit (A 1, E 1).

6.

Freiheit und Verantwortung (E 2).

Erweiterungsstoff:

11.

Jesus Christus und seine Freiheit bewirkende Botschaft (C 4).

12.

Das Kind und dessen persönliche Freiheit (A 4).

13.

Freiheit durch Regeln geschützt (E 2).

14.

Fehlformen der Freiheit (A 2).

15.

Freiheitsberaubung in unserer Zeit (A 2).

AUFBRÜCHE UND PROTEST

2.2. Jugend im Aufbruch (A 2)

Kernstoff:

1.

Jugendliche auf der Suche nach neuen Lebensformen (A 4).

2.

Jugendkultur als Protest gegen Erstarrung in der Gesellschaft (A 2).

3.

Aufbruch und Protest Jesu gegen verschiedene Strömungen und Verhaltensweisen seiner Zeit (C 1).

4.

Flucht in die Sucht: Drogen, Alkohol, Medikamente ... (A 4).

5.

Die „Eigenart“ des Kindes im religiösen Verhalten (A 4, E 4).

Erweiterungsstoff:

11.

Jugend zwischen Aufbruch und Flucht: Alternativgruppen und Aussteiger (A 2).

12.

Das Engagement der Jugend für den Frieden (E 2, A 2).

2.3. Sekten und religiöse Bewegungen (A 4)

Kernstoff:

1.

Sekten: Eine Herausforderung für die großen Kirchen (A 2).

2.

Sekten und Neue religiöse Bewegungen (Jugendreligionen) (A 2).

3.

Umgang mit Vertretern der Sekten und Jugendreligionen (E 4).

4.

Gespräche mit betroffenen Eltern und Kindern, die mit diesen Gruppen in Berührung gekommen sind (E 2).

Erweiterungsstoff:

11.

Der Unterschied zwischen kirchlichem und sektiererischem Umgang mit der Bibel (C 4).

12.

Die im Bundesland/in der Diözese tätigen Sekten und Neuen religiösen Bewegungen (D 4).

13.

Sekten als kirchengeschichtliches Phänomen (Längsschnitt) (D 4).

2.4. Aufbrüche im Geist Gottes (D 2, E 2)

Kernstoff:

1.

Berufungen, Charismen, Aufbrüche im Geiste Gottes (C 2).

2.

Berufungen, Impulse, Aufbrüche in der Geschichte der Kirche:

Heilige (D 2).

3.

Das Pfingstereignis als Aufbruchserfahrung (B 2, C 2).

4.

Umkehr und Reform als dauernder Auftrag der Kirche (D 2, E 2).

5.

Veränderungen im Glaubensverhalten des Erziehers durch das Kind (E 2).

6.

Neue Wege in der religiösen Erziehung im Kleinkindalter (E 4).

Erweiterungsstoff:

11.

Jugend in der Erwachsenenkirche (E 2).

12.

Charismatische Bewegungen (D 2).

13.

Basisgemeinden in der Kirche (D 4).

14.

Gelebte Ökumene am Beispiel von Taize (D 2).

PARTNER SEIN - GEMEINSCHAFT

2.5. Vielfalt der Berufungen durch Gott und die Antworten des Menschen (D 2, E 2)

Kernstoff:

1.

Gezielte Lebensgestaltung und Berufsvorbereitung als Auftrag und Aufgabe (E 2).

2.

Berufung zum Dienst im Licht der Bibel (C 2).

3.

Das allgemeine Priestertum als Berufung zu verschiedenen Diensten in und an der Kirche, in und an der Welt (E 2).

4.

Das Weihesakrament als Berufung zum Dienst (D 2, E 2).

5.

Leben nach evangelischen Räten (E 2).

6.

Laientheologen - Form des kirchlichen Dienstes (E 2).

Erweiterungsstoff:

12.

Berufen zum Beruf eines Kindergärtners (E 2).

13.

Die Aufgabe der Frau in der Kirche (E 2).

14.

Berufungsgeschichten in der Bibel (C 4).

2.6. Sinn und Bedeutung von Freundschaft (A 2)

Kernstoff:

1.

Freundschaft als Weg der Selbstfindung und Glückserfahrung (A 1).

2.

Merkmale von Freundschaft: Treue, Wahrhaftigkeit, Achtung, Rücksichtnahme, Verzicht, Hingabe (A 4).

3.

Gefährdung und Fehlformen der Freundschaft (A 2).

4.

Nähe und Distanz des Kindergärtners zum Kind (E 2).

Erweiterungsstoff:

11.

Beispiele für Freundschaft in der Bibel (C 2).

12.

Symbole für Freundschaft (D 4).

13.

Freundschaft, Kameradschaft, Liebe (A 2).

14.

Wert der Beziehungen im Kindergarten für die religiöse Entwicklung des Kindes (E 4).

2.7. Familie und Gruppe als Orte sozialen Lernens (A 2)

Kernstoff:

1.

Die Familie - die erste soziale Erfahrung im menschlichen Leben (A 2).

2.

Vermittlung von Werten durch die Familie (A 4).

3.

Familie und Gruppe als Orte der Identitätsfindung (A 1).

4.

Aufgabe des Jugendlichen in der Familie und Gruppe (E 1).

5.

Die Bedeutung des Kindes für die Familie (A 2).

6.

Unvollständige Familien (E 2).

Erweiterungsstoff:

11.

Gefährdung der Familie in der heutigen Zeit (A 2).

12.

Kommunikationsformen in Gruppe und Familie (A 2).

13.

Sicht und Ernstnahme familienbedingter Probleme im Leben eines Kindes (Hilfestellung aus christlichen Überlegungen) (E 2).

2.8. Gemeinschaftsbildung in Schule und Kirche (A 2, E 2)

Kernstoff:

1.

Schülererfahrungen von Gemeinschaft in Schule und Kirche (A 2, E 2).

2.

Kirche als Gemeinschaft und Institution (D 2, E 2).

3.

Notwendigkeit personaler Beziehungen für den Aufbau kirchlicher Gemeinschaft (B 2, E 2).

Erweiterungsstoff:

11.

Gemeinschaftsbildung in der Schule (Schülervertretung, Freundschaften, Interessensgruppen, Schulpartnerschaft) (A 2).

12.

Außenseiter in der Schule (A 2).

13.

Formen der Gemeinschaftsbildung in der Kirche (E 2).

MIT JESUS IN FREIHEIT VERBUNDEN

2.9. Jesus von Nazareth in seiner Zeit und Umwelt (C 2)

Kernstoff:

1.

Biblische und außerbiblische Zeugnisse (C 2, D 2).

2.

Jesus als historische Persönlichkeit (C 1).

3.

Das Leben und das Land Jesu für das Kleinkind (C 2).

4.

Gruppierungen und Parteien im Judentum zur Zeit Jesu und deren Messiaserwartungen (C 2).

5.

Die Religionskritik Jesu (C 4).

6.

Palästina zur Zeit Jesu (C 2).

Erweiterungsstoff:

11.

Unterschiedliche Vorstellungen von Jesus und Erwartungen an ihn (Geschichte und Gegenwart) (A 2, D 2).

12.

Verhältnis zwischen Judentum und Christentum (E 2).

2.10. Jesus Christus - Der Erlöser (B 4, C 4, E 2)

Kernstoff:

1.

Jesus Christus - Gottes Sohn (B 4).

2.

Menschen begegnen Jesus und finden in ihm Christus (B 2, E 2).

3.

Leben, Sterben und Auferstehen als Erlösungsgeschehen (C 4, B 4).

4.

Erlösungserfahrungen für das Kind (A 1, B 1).

Erweiterungsstoff:

11.

Christen in der Nachfolge Jesu (E 2).

12.

Das Jesusbild in den Evangelien (C 4).

13.

Der Christusglaube in Geschichte und Gegenwart (D 4).

2.11. Die Bibel im Leben eines Christen (C 4, E 4)

Kernstoff:

1.

Frohbotschaft und Zeugnis als Grundstruktur der Bibel (C 4).

2.

Die Entstehung der biblischen Schriften (C 2).

3.

Die Schriften des Alten und des Neuen Testaments (C 2).

4.

Methodische Zugänge zu biblischen Texten (C 4).

5.

Die Bedeutung der Bibel im kirchlichen Leben und im Leben einzelner Menschen (C 4, E 4).

6.

Biblische Inhalte für Kinder (C 2).

Erweiterungsstoff:

11.

Die Bibel als Literatur (C 2).

12.

Wichtige bibelwissenschaftliche Informationen: Offenbarung, Kanon, Irrtumslosigkeit, Inspiration ... (B 2).

13.

Entfaltung der biblischen Wahrheit durch das Lehramt der Kirche (B 2, C 2).

14.

Christen leben mit und nach der Schrift (Beispiele und Formen) (E 4).

Klassenweise gestaffeltes Außerkrafttretensdatum (§ 4, BGBl. Nr. 514/1992)

31.
  1. 1994 (3. Klasse)
31.
  1. 1995 (4. Klasse)
31.
  1. 1996 (5. Klasse)

IV. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN DER EINZELNEN UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE,

AUFTEILUNG DES LEHRSTOFFES AUF DIE EINZELNEN SCHULSTUFEN (KLASSEN),

DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE

A. PFLICHTGEGENSTÄNDE

1.

Pflichtgegenstände für alle Schüler

PÄDAGOGIK

(einschließlich Pädagogische Psychologie, Pädagogische Soziologie, Philosophie)

Bildungs- und Lehraufgabe:

Ziel des Unterrichtes ist es, die Schüler mit den pädagogischen Aussagesystemen, Begriffen und Methoden soweit vertraut zu machen, daß sie die für die Erziehung und Bildung des Kindes relevanten Problemkreise erkennen, beurteilen und handlungstheoretisch bewältigen können.

Die biologischen, psychologischen und soziologischen Grundlagen der Erziehung und Bildung (insbesondere des jungen Kindes) sind den Schülern so zu vermitteln, daß diese das individuelle Verhalten von Personen, die dynamischen Prozesse innerhalb von Gruppen und die Abhängigkeit des pädagogischen Geschehens von soziokulturellen Strukturen verstehen und daraus das eigene pädagogische Handeln verantworten lernen.

Die Schüler sind in die Kulturanthropologie und in die Geschichte der Pädagogik soweit einzuführen, daß sie eigenständig und kritisch zu ihrer aktuellen beruflichen Situation Stellung nehmen und ihren Standort innerhalb der jeweils vorherrschenden pädagogischen Strömungen beziehen können.

Die Schüler sollen grundlegende Voraussetzungen für folgende Handlungsebenen erwerben: Zielsetzungs-, Begründungs- und Entscheidungskompetenz in unterschiedlichen pädagogischen Situationen; Verständnis von didaktisch-methodischen Zusammenhängen; Beurteilungskriterien für Erziehungs- und Bildungsmittel; Fähigkeit zur Reflexion über die Wirksamkeit von pädagogischen Maßnahmen, von Projekten und Programmen, insbesondere im Hinblick auf die Bewältigung der pädagogischen Situation im Kindergarten.

Im Bereich der Philosophie sind die Schüler mit wesentlichen Problemen und deren Lösungsversuchen unter besonderer Berücksichtigung ihrer Relevanz für pädagogische Fragestellungen und Zielsetzungen bekannt zu machen. Die Schüler sind zum selbständigen Denken und zur kritischen Auseinandersetzung mit Wertsystemen und Normen menschlichen Seins in verschiedenen Kulturen und Epochen hinzuführen, um zu einem eigenen Welt- und Menschenbild zu gelangen.

Der gesamte Unterricht soll zur Achtung der Würde des Menschen und seiner Entwicklung, zu Toleranz, zur Wertschätzung menschlicher Leistungen führen und in der Begegnung mit dem Kind, seinen Eltern und Erziehern den entsprechenden Niederschlag finden. Er soll weiters den Zugang zu wissenschaftlichen Untersuchungen erschließen und zum selbständigen Bildungserwerb befähigen.

Einblicke in humanwissenschaftliche Fachliteratur sollen die Schüler zu vertiefter Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Ergebnissen und zu selbständigem Bildungserwerb befähigen.

Lehrstoff:

2.

Klasse (2 Wochenstunden):

Erstes Kennenlernen und Abgrenzen des Unterrichtsgegenstandes Pädagogik.

Erste Einsicht in Motive und Ziele des Verhaltens, Handelns und Lernens, insbesondere in das Wirken der Leistungsmotivation als Hilfe zur Gewinnung eines angepaßten Anspruchsniveaus als Schüler.

Kennenlernen und Anwenden der Grundsätze des Lernens (schülerzentrierte Bewältigung von Lernproblemen).

Erwerben von grundlegenden Kenntnissen über das Spiel (Psychologie des Spiels: Begriff, Arten, Entwicklung; Pädagogik des Spiels:

Erziehung zum Spiel, Erziehung und Bildung durch das Spiel).

Beobachten von Kindern (mit genau umschriebener Aufgabenstellung) als Grundlage für das Erarbeiten von pädagogisch relevanten Beobachtungskriterien. Sensibilisierung für die Bedeutung der Wechselwirkung von Erzieherverhalten und Verhalten der Kinder durch Interpretation aktueller Erlebnisse und eigener Erfahrungen.

Gewinnen von ersten Einblicken in die Komplexität des Erziehungsgeschehens (konstituierende Momente, Vielfalt der im Erziehungsfeld wirkenden Kräfte).

Vertrautwerden mit grundlegenden Fachausdrücken und Begriffen, ausgehend von konkreten Situationen, sowie Anbahnen des Verstehens berufsbezogener Fachsprache und der Kontakte mit berufsrelevanter Fachliteratur. Im Zusammenhang damit erste Auseinandersetzung mit logisch-theoretischen Denkprozessen.

Schriftliche Arbeiten:

Zwei einstündige Schularbeiten je Semester.

3.

Klasse (3 Wochenstunden):

Entwicklungspsychologie des Kindes bis zum Schulalter: Verlauf und Bedeutung der Entwicklung in allen Bereichen als Voraussetzungswissen für pädagogisches Handeln und Verstehen. Biologische Grundlagen der menschlichen Entwicklung und des Verhaltens, der Erziehung und Bildung. Grundlegende Begriffe der Ethologie. Erste Hinweise auf Auffälligkeiten in der Entwicklung.

Grundbegriffe und Grundprobleme der Pädagogischen Psychologie unter Einbeziehung der wichtigsten Erkenntnisse der Allgemeinen Psychologie, der Sozialpsychologie, der Motivationspsychologie, der Lernpsychologie, der Tiefenpsychologie.

Ursprung und Aufgabe des philosophischen Fragens in gegenwärtiger und historischer Sicht (exemplarisch). Wesen und Begründung der Erkenntnis aus der Sicht verschiedener philosophischer Betrachtungsweisen; wissenschaftliche Verfahren zur Gewinnung allgemeiner Erkenntnisse und deren kritische Reflexion; Grenzen der Erkenntnis.

Grundbegriffe und Grundprobleme der Pädagogischen Soziologie:

Individuum und Gruppe (Gruppenbildung, Gruppenprozesse, Gruppenstrukturen); Individuum und Gesellschaft (Individuation, Personalisation, Sozialisation, Enkulturation); soziale Rollen und soziale Schichten. Die Familie und ihre Funktionen. Institutionen (Organisation) der Erziehung und Bildung.

Grundbegriffe und Grundprobleme der Pädagogik: Erziehung und Bildung, deren Motive und Ziele; Erziehungsmittel und -maßnahmen; Autorität und Erziehung; pädagogische Haltungen und Einstellungen, Erziehungsstile. Pädagogische Analyse und Interpretation von Situationen, Beziehungen und Prozessen in der Familie und in Institutionen der Kleinkinderziehung sowie erstes Erarbeiten von Beurteilungsansätzen für pädagogisches Handeln. Rollenbild und Selbstverständnis des Kleinkindpädagogen.

Intensivierung des Kontaktes mit Medien: Fachzeitschriften, einfache humanwissenschaftliche Lektüre, einschlägige Angebote im audio-visuellen Bereich.

Schriftliche Arbeiten:

Zwei einstündige Schularbeiten im 1. Semester.

Eine einstündige und eine zweistündige Schularbeit im 2. Semester.

4.

Klasse:

Entwicklung, Erziehung, Unterricht und Bildung des Kindes im Grundschulalter; Verlauf und Bedeutung der Entwicklung in allen Bereichen; charakteristische Unterschiede zwischen Kleinkind und Schulkind. Einblick in Lehrplan und Unterrichtsmethoden der Vorschulstufe und der Grundschule, insbesondere der 1. und 2. Klasse.

Erziehung und Bildung in Vorpubertät, Pubertät, Jugend- und Erwachsenenalter; Überblick über die Entwicklung; der menschliche Lebenslauf; lebenslanges Lernen.

Erziehung und Bildung als kulturelles, gesellschafts- und zeitbedingtes Geschehen; Einblick in kulturanthropologisches Geschehen.

Analyse und Interpretation von pädagogischen Situationen, Beziehungen und Prozessen mit dem Ziel einer vertieften Einsicht in strukturelle Zusammenhänge; Beurteilung pädagogischen, psychologischen und soziokulturellen Geschehens.

Zielsetzungen des pädagogischen Handelns; Erfassen von Erziehung und Bildung im Hinblick auf die Rangordnung der Ziele; Verwirklichung von Zielen.

Prinzipien des Verhaltenstrainings, der Gesprächsführung und der Teamarbeit.

Aufbau des Bildungswesens in Österreich einschließlich der Erwachsenenbildung. Bedeutung und Aufgaben der Erziehung und Bildung im Kindergarten im Wandel der Gesellschaft unter besonderer Berücksichtigung der zeitgemäßen Aufgaben. Kinder von Minderheiten im Kindergarten sowie das pädagogische Problem der Mehrsprachigkeit.

Sozialpädagogische Einrichtungen.

Kritische Auseinandersetzungen mit sozialen Rollen und Schichten; die gesellschaftliche Verantwortung des Erziehers und seine standespolitische Stellung.

Psychohygiene, insbesondere im Hinblick auf den Beruf des Erziehers.

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