Verordnung des Bundesministers für Unterricht und Kunst über den Lehrplan der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik; Bekanntmachung der Lehrpläne für den Religionsunterricht an dieser Schule

Typ Verordnung
Veröffentlichung 1992-08-26
Status Aufgehoben · 2020-08-31
Ministerium BKA (Bundeskanzleramt)
Quelle RIS
Artikel 10
Änderungshistorie JSON API
7.

Kindliche Bewältigung von „Schuld” und Fähigkeit zur Umkehr (E 2).

11.

Die Lehre vom Teufel (D 3).

12.

Die Bedeutung des Ablasses (D 4).

13.

Der strafende Gott in der Erziehung (D 4).

14.

Kollektivschuld (A 3).

15.

Bußerziehung im Kleinkindalter (E 2).

3.10. Feste und Feiern (D 3)

Kernstoff:

1.

Die Fähigkeit zu feiern im Menschen (A 4).

2.

Anlässe und Bedingungen für das Feiern im Kindergarten (A 4).

3.

Prinzipien der religiös orientierten Festgestaltung (A 4, E 4).

4.

Der kirchliche Festkalender - seine Berücksichtigung im Kindergarten (D 4).

11.

Der religiöse Ursprung des Festes (B 4).

12.

Das Leben Jesu im Kirchenjahr (C 4, D 4).

13.

Funktionen des Festes für den Glauben (B 4).

3.11. Eucharistie (B 3, D 3, E 3)

Kernstoff:

1.

Wesen und Verständnis der Eucharistie (B 3).

2.

Aufbau und Gestaltung der Eucharistiefeier (B 4).

3.

Voreucharistische Erziehung (E 4).

4.

Kinderliturgie (D 4).

5.

Gestaltung von Kindermessen (E 4).

6.

Der Sonntag (D 3).

11.

Die Hinführung des Kindes zum Gemeindegottesdienst (E 2).

12.

Vom Sabbat zum Sonntag (C 3, D 3).

13.

Die Liturgiereform des 2. Vatikanums (D 4).

14.

Leben mit der Eucharistie (E 4).

4.

Klasse (2 Wochenstunden):

DER EINZELNE UND DIE GESELLSCHAFT

LEBEN IN PERSONALER BEZIEHUNG

4.1. Partnerschaft als christliches Anliegen (B 2, E 2) Kernstoff:

1.

Charakteristika menschlicher Partnerschaft (Solidarität, Toleranz, Gleichwertigkeit, gegenseitige Anerkennung ...) (A 2, E 2).

2.

Theologische Begründung von Partnerschaft (B 4, C 4).

3.

Partnerschaft als christliches Anliegen im Kindergarten (E 2).

4.

Partnerschaft in der Kirche (D 2).

5.

Kind als „Partner” in der kirchlichen Gemeinschaft (D 2).

11.

Gefährdungen der Partnerschaft (E 2).

12.

Ökumene als Partnerschaft (D 2).

13.

Verschiedengläubige Kinder im Kindergarten (D 2, E 2).

14.

Die Bedeutung des Gesprächs für die Partnerschaft (A 2).

4.2. Sinn der Geschlechtlichkeit (A 1, D 1)

Kernstoff:

1.

Menschliche Geschlechtlichkeit aus christlicher Sicht (A 4, E 4).

2.

Achtung und Mißachtung des Menschen in seiner geschlechtlichen Rolle (A 1, E 1).

3.

Ehelosigkeit und Enthaltsamkeit (A 1, E 1).

4.

Das sechste Gebot (E 4).

5.

Christlich orientierte Geschlechtserziehung (E 2).

11.

Aufklärungsliteratur für das Kind und deren Bewertung (A 2).

12.

Mißbrauch menschlicher Sexualität (E 4).

4.3. Ehe und Familie (A 2, E 3)

Kernstoff:

1.

Wesen und Sinn der Ehe (E 2).

2.

Das Sakrament der Ehe (B 2, C 2).

3.

Die Bedeutung der Familie für die Lebensgeschichte des einzelnen (A 4, E 4).

4.

Die Feier der katholischen Trauung (B 2, D 2).

5.

Voreheliche Beziehungen und nichteheliche Gemeinschaften aus der Sicht christlicher Verantwortung (E 2).

6.

Die Wechselwirkung zwischen Kindergarten und Familie (E 2).

11.

Ehe und Familie im Wandel der Zeit (A 4, E 2)

12.

Verantwortung für Geschiedene und Wiederverheiratete (E 4).

13.

Die Verantwortung der Kirche für unvollständige Familien (A 2, E 2).

14.

Das Kind in schwierigen Familienverhältnissen (E 2).

AUSEINANDERSETZUNG MIT DER

UMWELT

4.4. Eltern als Katecheten (E 2)

Kernstoff:

1.

Verantwortete Elternschaft (A 4).

2.

Familie = Form der kirchlichen Gemeinschaft (D 4).

3.

Die religiöse Entwicklung des Kleinkindes (B 2).

4.

Die Bedeutung des elterlichen Vorbildes und der elterlichen Glaubensgeschichte für das Leben des Kindes (B 2, E 2).

5.

Wesen der religiösen Erziehung in der Familie (E 2).

6.

Elternarbeit in Zusammenhang mit religiöser Erziehung (E 2).

11.

Das Kind und der elterliche Alleinerzieher (A 2).

12.

Förderung der katechetischen Rolle der Eltern durch kirchliche Maßnahmen (D 2).

13.

Literatur zur religiösen Erziehung (A 4).

4.5. Beruf - Arbeit - Freizeit (E 3)

Kernstoff:

1.

Situation und Probleme der heutigen Berufswelt (A 4, E 4).

2.

Arbeit und Beruf im Lichte der katholischen Soziallehre (A 3, C 3, E 3).

3.

Berufsehtos des Kindergärtners (E 2).

4.

Wert der Freizeit und ihre Gestaltung (A 4).

5.

Bewältigung der Situation der Arbeitslosigkeit (E 3).

11.

Freizeit als freie Zeit für andere (E 2).

12.

Erholung des ganzen Menschen: Anliegen und Möglichkeiten (E 1).

13.

Schöpfungsauftrag und Arbeit (C 4, E 3).

14.

Kirchliche Berufe und Arbeitsbereiche (D 3).

15.

Berufliche Fortbildung (E 4).

4.6. Die religiöse Erziehung im Pflichtschulalter (E 3) Kernstoff:

1.

Die religiöse Entwicklung des Pflichtschulkindes (E 4).

2.

Die Sozialisationsnormen im Pflichtschulalter (E 4).

3.

Der katholische Religionsunterricht im Pflichtschulalter (B 4).

4.

Formen kirchlicher Jugendarbeit (E 2, E 4).

11.

Zusammenarbeit Kindergarten - Volksschule (E 2).

12.

Lehrplan und Arbeitshilfen im Religionsunterricht der Volksschule (B 4, E 4).

13.

Angebote kirchlicher Kinder- und Jugendarbeit im Pflichtschulalter (E 4).

4.7. Soziale Gerechtigkeit (D 2, E 2)

Kernstoff:

1.

Armut und Reichtum als Herausforderung zur sozialen Gerechtigkeit (A 2, E 2).

2.

Entwicklung und Grundlage katholischer Soziallehre (D 2, E 2).

3.

Sinn und Inhalt der sozialen Gerechtigkeit ( A 2, E 2).

4.

Inhalt und Anliegen des 7. Gebotes (C 4, E 4).

5.

Einüben sozialen Verhaltens im Kindergarten (E 3).

11.

Auswirkungen sozialer Gegebenheiten im Kindergarten (E 4).

12.

Sozialbewegungen und -einrichtungen in der Kirche (A 2, D 2).

13.

Soziale Gerechtigkeit und Dritte Welt (E 4, D 4).

14.

Auseinandersetzung mit den Sozialismen dieser Zeit (A 1).

15.

Caritas als Lebenshaltung (E 4).

4.8. Frieden - Grundlage menschlicher Gemeinschaft (B 3, E 4) Kernstoff:

1.

Der Wille zum Frieden als persönliche Grundhaltung (A 1, E 1).

2.

Das Wesen der christlichen Friedensbotschaft (B 3, C 3).

3.

Christliche Konfliktlösungsvorschläge (E 2).

11.

Persönlichkeiten - für den Frieden engagiert (A 4, E 4).

12.

Aktuelle Themen, wie: Gerechter Krieg, Landesverteidigung, Atomwaffe (A 4, E 4).

13.

Friedenserziehung (A 4, E 4).

4.9. Ideologien und Weltanschauungen (A 1, D 4)

Kernstoff:

1.

Begriffe: Weltanschauung - Weltbild - Ideologie (A 4).

2.

Weltanschauliche Strömungen der Gegenwart und deren Beziehung zum Christentum (A 4, D 4).

3.

Das christliche Weltbild (B 4).

4.

Aufbau eines christlichen Weltbildes im Kind (E 4).

11.

Glaube und Wissenschaften (in Beispielen, Unterschiede, Konflikte) (B 4).

12.

Verschiedene Erziehungsansätze und deren Beziehung zu Religion (zB Montessoripädagogik, emanzipatorische P ...) (A 4).

13.

Der durch Weltanschauungen herausgeforderte Glaube (A 4, B 4).

4.10. Kirche - Gemeinschaft der Getauften (D 2, E 2) Kernstoff:

1.

Erfahrungen mit kirchlicher Gemeinschaft (D 2).

2.

Kirche als gesellschaftliche Institution (D 2).

3.

Biblische und lehramtliche Aussagen zur Kirche (C 4, D 4).

4.

Kindliches Erleben von Kirche (D 4).

5.

Kirche und Kindergarten (E 2).

11.

Reich-Gottes-Gleichnisse (C 4).

12.

Eine Kirche - viele Kirchen (D 4).

13.

Das Kirchenbild im Wandel der Geschichte (D 4).

14.

Kind und Pfarrgemeinde (E 2).

15.

Erleben der Kirche im Gottesdienst (D 2).

5.

Klasse (2 Wochenstunden):

LEBEN IN CHRISTLICHER

VERANTWORTUNG

RELIGIÖSE ERZIEHUNG

5.1. Religiöse Erziehung - Inhalte und Wege (E 3)

Kernstoff:

1.

Verständnis und Ziele der religiösen Erziehung (A 3).

2.

Wesentliche Inhalte religiöser Erziehung (B 3, C 3, D 3).

3.

Kennzeichen kindlicher Religiosität (A 3, B 3).

4.

Entfaltung des Religiösen im Kleinkindalter (A 3).

5.

Vermittlungshilfen für die religiöse Erziehung (E 3).

6.

Verantwortliche für die religiöse Erziehung (E 2).

11.

Das Glaubenszeugnis des Erziehers (E 1).

12.

Religiöse Weiterbildung (E 1).

13.

Religiöse Sozialisation (A 2, B 2).

5.2. Gebetserziehung (D 1)

Kernstoff:

1.

Gebet als wesentlicher Ausdruck des Glaubens (B 1, D 1).

2.

Begründung für die Gebetserziehung (E 3).

3.

Möglichkeiten der Gebetserziehung beim Kleinkind (Formen, Gebetshaltung, Sprache, Gebetszeiten usw.) (E 2).

4.

Gebet und Gottesbeziehung (B 1, D 1).

5.

Gebetspraxis des Jugendlichen und des Erwachsenen (Situation, Probleme, Möglichkeiten und Beispiele) (D 1, E 2).

11.

Meditation (D 4).

12.

Mit Kindern meditieren (E 2).

13.

Das biblische Gebet (C 4).

14.

Die christliche Gebetstradition (D 3).

5.3. Kind und Bibel (C 4)

Kernstoff:

1.

Zugänge zur Bibel (C 3).

2.

Die Bibel im Kindergarten und in der religiösen Kleinkinderziehung (E 3).

3.

Das biblische Gottesbild (C 4).

4.

Methoden der Bibelarbeit für das Kleinkindalter (Erzählen, Elementarisieren, Spiel ...) (C 2, E 2).

5.

Biblische Texte in Feiern (D 4).

6.

Gottesverkündigung durch biblische Texte und Inhalte (B 3, C 3).

11.

Auslegungshilfen für biblische Texte (Lexika, Kommentare, Methoden) (D 4).

12.

Bibelausgaben für das Kind (Auswahlkriterien, Beispiele) (C 2, E 2).

13.

Elternbildung zum Thema (Bibel in der Familie) (E 2).

ZUSAMMENSCHAU CHRISTLICHEN

LEBENS UND GLAUBENS

5.4. Credo - Bezeugung des Glaubens im Wort (B 4)

Kernstoff:

1.

Grundstrukturen und -aussagen des katholischen Credo (B 4, E 1).

2.

Die Bedeutung des Glaubenszeugnisses für das eigene Leben und das der Umwelt (E 1).

3.

Persönlicher und kirchlicher Glaube (D 2).

4.

Das Glaubensbekenntnis der großen christlichen Kirchen (D 4).

5.

Möglichkeiten eines kindlichen Glaubensbekenntnisses (E 4).

11.

Credoformen des jungen Menschen in der heutigen Zeit (Beispiele und Einübung) (B 2).

12.

Ursprung und Entwicklung christlicher Konfessionen - im Überblick (D 3).

13.

Der Glaube an den Schöpfergott (C 3).

14.

Die Ökumene (E 4).

15.

Die Verschiedengläubigkeit im Kindergarten als erzieherische Aufgabe (E 4).

5.5. Sakramente - Bezeugung des Glaubens im Feiern (B 4) Kernstoff:

1.

Sakramente als kirchlicher Lebensvollzug (D 4).

2.

Der heilsanzeigende und -schaffende Charakter der Sakramente (D 4).

3.

Die Symbolfähigkeit des Kindes (A 4).

4.

Das Feiern von Festen (D 4, E 4).

5.

Sakramentale Erziehung im Vorschulalter (E 4).

6.

Inkarnatorische Grundstruktur des Heils: Christus - Kirche - Sakramente (B 2, D 4).

12.

Heilige Zeichen und Riten in anderen Religionen (A 4).

13.

Sakramentalien (B 4).

14.

Feier des christlichen Brauchtums (A 4, D 4).

5.6. Diakonie - Bezeugung des Glaubens in der Tat (E 2) Kernstoff:

1.

Menschsein in Mitmenschlichkeit (A 4).

2.

Christsein in brüderlich-schwesterlicher Liebe: Diakonie (E 2).

3.

Die Bedeutung des in Taten gelebten Glaubens für die Berufstätigkeit des Kindergärtners (E 2).

4.

Die Bezeugungsfähigkeit des Kindes im Handeln (E 2).

5.

Formen und Beispiele christlicher Diakonie heute (E 2).

6.

Leben nach christlichen Normen (E 4).

11.

Diakonie als individuelle und gemeindliche Verwirklichung von Glaube, Hoffnung und Liebe (E 2, C 4).

12.

Die österreichische Caritas (E 2).

13.

Beispiele für Diakonie in der kirchlichen Geschichte (D 2).

5.7. Leben auf die Zukunft hin (E 4)

Kernstoff:

1.

Leben aus dem Glauben (E 2).

2.

Die Lehre von der Zukunft (Eschatologie) (D 4).

3.

Die Verantwortung im Beruf (E 2).

4.

Die politische Verantwortung des Christen (E 4).

5.

Ehe und Familie (A 4, E 2).

11.

Ethische Verantwortung gegenüber Zukunftsproblemen der Menschheit (E 2).

12.

Die Verantwortung für das Kind (E 2).

13.

Persönliches Engagement in der Kirche (E 2).

14.

Das Problem der Arbeitslosigkeit (E 4).

b)

Evangelischer Religionsunterricht

I. Individualer Aspekt

Frage nach Gott

Glück und Leid

Gewissen

Lebensgeschichte

Wahrheit und Lüge

Hoffnung

Glauben „lernen”

II. Sozialer Aspekt

Die Bedeutung der Gemeinschaft

Religiöse Ausdrucksformen

Beziehungen

Leben in Kirchen und Konfessionen

Fremde Kinder

Spiele und Feste

Glauben „lehren”

Macht

III. Globaler Aspekt

Arbeit und Leben

Leistung

Freizeit

Friede

Gerechtigkeit

Leben

Medien

Themenfelder geordnet nach Schulstufen

1.

Klasse

2.

Klasse

3.

Klasse

4.

Klasse

5.

Klasse

THEMENFELDER

Die Frage nach Gott

1.

Gottesvorstellungen und entsprechende Anbetungsformen kennen.

2.

Die Formen von Religionskritik, Atheismus und religiöse Indifferenz kennen und miteinander in Beziehung setzen können.

3.

Motive für einen christlichen Gottesbegriff und eine christliche Gotteserfahrung sowie den daraus folgenden Glauben erwägen und darstellen können.

4.

Eine eigene Stellung zu Gottesbildern und Glaubenserfahrungen gewinnen können.

5.

Die Bedeutung von Gottesvorstellung, Glauben an Gott und der entsprechenden Sozialisation bzw. Erziehung darstellen und beurteilen können.

1.

Persönliche Glücksvorstellungen einordnen können.

2.

Den Zusammenhang zwischen Glück und Wohlbefinden und die daraus entstehende Lebensauffassung darstellen können.

3.

Glück und Leid als Gegensatzpaar in Weltanschauungen erkennen und als Grundlage theologischer Anthropologie ausführen können.

4.

Möglichkeiten und Grenzen des Wunsches nach dem persönlichen Glück darstellen können.

5.

Weinen und Lachen bei Kindern verstehen können.

1.

Die Bereiche des Guten und des Bösen benennen und nach den Begründungen für gutes Handeln und böses Handeln fragen können.

2.

Die Freiheit menschlichen Handelns darstellen können.

3.

Gewissen als Widerspruch zwischen Zielen und Wirklichkeit darstellen können.

4.

Den christlichen Glauben als Dialektik des Handelns darstellen können.

5.

Die Schuldproblematik im menschlichen Leben erkennen und akzeptieren können.

6.

Unschuld und Schuld in der Gewissenserziehung bei Kindern darstellen können.

1.

Die verschiedenen Wege der Identitäsbildung (Anm.: richtig: Identitätsbildung) aufzeigen können.

2.

Lebensgeschichtliche Voraussetzungen und Entwicklungsmöglichkeiten für Heranwachsende darstellen können.

3.

Vorstellungen von unterschiedlichen Arten der Lebensgestaltung aufzählen und ihre Begründungen benennen können.

4.

Die Möglichkeiten der Selbstbestimmung erkennen und deren christliche Motivation aufzeigen.

5.

Die Lebensgeschichte von Kindern darstellen und die Möglichkeiten erzieherischen Einwirkens benennen können.

1.

Die Frage nach der Wahrheit als Frage nach zuverlässigen Leitlinien für das Leben verstehen.

2.

Verschiedene Theorien der Wahrheit miteinander in Beziehung setzen können.

3.

Glaube auf dem Hintergrund der Frage nach der Wahrheit betrachten können.

4.

Die Bedeutung der Wahrheit für Glauben und Existenzfragen darstellen können.

5.

Wahrheit und Lüge - Geschwister der gleichen Sache?

1.

Zukunftsentwürfe und deren Bedeutung für gegenwärtiges Handeln darstellen können.

2.

Hoffnung als tragenden Sinn erkennen.

3.

Weltprobleme und die Chancen ihrer Lösung benennen können.

4.

Den christlichen Begriff Hoffnung beschreiben und auf das eigene Leben hin befragen können.

5.

Den Begriff Hoffnung als Grundaussage für das Leben von Kindern benennen können.

1.

Glaubensformen kennen und unterscheiden können.

2.

Glaubensbegriffe miteinander vergleichen und gegeneinander abwägen können.

3.

Den evangelischen Glaubensbegriff definieren und in seinen Folgewirkungen darstellen können.

4.

Den Zusammenhang von „Kopf-Herz-Hand” beschreiben können.

5.

Glaubenswelten von Kindern beobachten und beschreiben können.

1.

Die Erwartungen an und die Verbindlichkeit für menschliche Beziehungen darstellen können.

2.

Die Bedeutung der Gemeinschaft als Ausdruck grundsätzlicher anthropologischer Aussagen.

3.

Die Ausformungen des Gemeinschaftsbegriffes und das jeweils daraus resultierende Menschenbild in religiösen Gruppierungen darstellen können.

4.

Auffassungen des Gemeinschaftsbegriffes darstellen können und den eigenen Standpunkt dazu nennen können.

5.

Die Bedeutung von Gemeinschaft in der Biographie von Kindern.

1.

Formen religiöser Äußerungen beschreiben, einordnen und verstehen können.

2.

Religiöse Transzendenzerfahrungen in der Alltagssprache und in der Alltagssprache und in der Lebenswelt hören und verstehen können.

3.

Die Schwierigkeiten in der Übereinstimmung von religiösen Ausdrucksformen und christlichen Grundaussagen darstellen können.

4.

Grundformen für religiöse Sprache entwickeln können.

5.

Kinder in ihren religiösen Bedürfnissen verstehen und fördern können.

1.

Bekannte und neue Formen des Zusammenlebens darstellen können.

2.

Die sozialen und psychologischen Voraussetzungen für neue Lebensformen darstellen können.

3.

Die Option der Gesellschaft für bestimmte Gemeinschafts- und Lebensformen argumentieren können und mit dem biblischen Menschenbild in Beziehung setzen.

4.

Die eigenen Beziehungswünsche und Beziehungslosigkeiten reflektieren und begründen können.

5.

Die Beziehungen unter Kindern bzw. zwischen Kindern und Erwachsenen beschreiben können.

1.

Die Ausformung religiöser Anschauungen in christlichen Konfessionen darstellen können.

2.

Grundsätzliche Unterschiede der verschiedenen Konfessionen kennen.

3.

Die Gemeinsamkeiten der Konfessionen darstellen können und ihren Beitrag zur Lösung von übergreifenden Sachfragen beschreiben können.

4.

Den eigenen konfessionellen Standpunkt als Beitrag zu der einen Welt artikulieren können.

5.

Die Konfessionsgebundenheit von Kindern und Eltern kennen und damit umgehen können.

1.

Wahrnehmen, daß es in der Umwelt verschiedene Gruppen gibt, die selber und deren Kinder benachteiligt sind.

2.

Das Einsetzen für benachteiligte Gruppen als gesellschaftliche Aufgabe erkennen.

3.

Das Einsetzen für benachteiligte Gruppen als Humanitätsbeitrag des Christentums argumentieren können.

4.

Bereitschaft für den Einsatz für andere Gruppen und Benachteiligte in unserer Gesellschaft entwickeln.

5.

Durch den Kontakt mit fremden Kindern fremde und eigene Kulturen kennenlernen.

1.

Spiele und Feste als Ausdrucksformen menschlicher Gemeinschaft beschreiben können.

2.

Spiele und Feste als Entfaltung menschlicher Fähigkeiten und Lebensfreude ausdrücken können.

3.

Spiele und Feste als Ausdrucksformen von Gotteserfahrungen in unserer Gesellschaft darstellen können.

4.

Bereitschaft entwickeln, mit Spielen und Festen entsprechend ihren Spielregeln und ihren Formen umzugehen.

5.

Spielen mit Kindern einüben und weiterführen.

1.

Die Problematik der Vermittlung von Religion beschreiben können.

2.

Lehraussagen verschiedener Religionen zueinander in Beziehung setzen können.

3.

Die Differenz von Lehraussagen und Lebensvollzug beschreiben können.

4.

Lehraussagen der christlichen Kirchen sichten und beurteilen können.

5.

Lehraussagen mit Lebensäußerungen von Kindern verbinden und beurteilen können.

1.

Die Schüler sollen Machtstrukturen im persönlichen und im gesellschaftlichen Bereich benennen können.

2.

Die Schüler sollen den biblischen Begriff der Macht und den politischen Machtbegriff diskutieren können.

3.

Die Schüler sollen Ohnmachtserfahrungen in ihrer Lebenswelt benennen und darstellen können.

4.

Die Schüler sollen den Zusammenhang von Macht, Autorität und Freiheit diskutieren können.

5.

Die Schüler sollen Machtmißbrauch an und Ohnmacht von Kindern darstellen können.

1.

Die verschiedenen Konzeptionen und Konstellationen von Arbeit kennen.

2.

Erkennen, daß die Verteilung und Entlohnung von Arbeit sowie die Freizeit in gesellschaftlicher Verantwortung zu betrachten sind.

3.

Den Vergleich von Vorstellungen über Arbeit und Beruf im christlichen und nichtchristlichen Bereich ziehen können.

4.

Die eigene Einstellung zu Arbeit, Beruf und Freizeit kritisch argumentieren können.

5.

Die Fragen von Arbeit, Freizeit und Beruf in bezug auf das Leben darstellen können.

1.

Formen, Motive und Auswirkungen des Leistungsdenkens aufzeigen können.

2.

Arbeit und Leistung darstellen und argumentieren können.

3.

Den Zusammenhang zwischen Rechtfertigungslehre und Leistungsdenken darstellen und argumentieren können.

4.

Leistung im Arbeits- und Lebensbereich einsetzen lernen.

5.

Die Leistungserwartung an Kinder darstellen und argumentieren können.

1.

Erkennen, daß sinnvolle Freizeitgestaltung das große Problem der Zeit ist.

2.

Freizeit als Möglichkeit für Selbstfindung und Selbstentfaltung des Menschen argumentieren können.

3.

Die Chancen erkennen, in der Freizeit Lebensqualität und damit Lebenssinn zu gewinnen.

4.

Die Arten von Freizeitgestaltung einander gegenüberstellen können.

5.

Sinnvolle Freizeitangebote für Kinder nennen können.

1.

Die unterschiedlichen Interpretationen für Gewalt und die daraus folgende Diskussion um den Friedensbegriff kennen.

2.

Die Bedingungen und Möglichkeiten der Gewaltverminderung bzw. Gewaltfreiheit in sozialen und internationalen Bezügen argumentieren können.

3.

Aus der Reich-Gottes-Botschaft Maßstäbe für ein friedensgeleitetes Handeln erarbeiten können.

4.

Die Bereitschaft erproben, bei Konfliktlösungen konstruktiv mitzuwirken.

5.

Die Konfliktfähigkeit von Kindern kennen und die Versöhnungsbereitschaft fördern lernen.

1.

Die Auseinandersetzungen um die Frage der Menschenrechte darstellen können.

2.

Das Eintreten für die Menschenrechte in ihrer Verbindung mit der Wahrung der Menschenwürde argumentieren können.

3.

Die Aussagen der christlichen Tradition für die Diskussion um Menschenrechte und Menschenwürde darstellen können.

4.

Die Bereitschaft entwickeln, sich selber für die Wahrung der Menschenrechte einzusetzen.

5.

Erkennen, daß die pädagogische Arbeit mit Kindern in den Bereich der Wahrung der Menschenrechte einzuordnen ist.

1.

Die Umwelt als Verhältnis zwischen Natur und Mensch beschreiben können.

2.

Alternative Vorstellungen zum Mensch - Naturverhältnis erarbeiten und argumentieren können.

3.

Die Schöpfungstheologie als einen verantwortlichen Umgang mit der Natur erarbeiten und argumentieren können.

4.

Die Bedeutung der Lebensgestaltung für Mensch, Natur und Umwelt darstellen können.

5.

Das Engagement für den Schwachen in der Gesellschaft darstellen und argumentieren können.

1.

Die Wirkungsmöglichkeiten der Massenmedien beschreiben und argumentieren können.

2.

Die Einflüsse analysieren können, welche die Medien auf die Lebensführung haben.

3.

Die Medienangebote auf ihre weltanschaulichen Grundhaltungen hin befragen und beurteilen können.

4.

Mit den Kommunikationstechniken konstruktiv und kritisch umgehen können.

5.

Die Wirkungsweise von Medien auf Kinder darstellen und beurteilen können.

c)

Altkatholischer Religionsunterricht

1.

Klasse (2 Wochenstunden):

2.

Klasse (2 Wochenstunden):

3.

Klasse (2 Wochenstunden):

Aus der Geschichte des Judentums, Palästina zur Zeit Jesu, das Leben Jesu und sein Tod.

Die Urchristen, Verbreitung des Christentums.

Die ersten Konzile, Kirchenspaltung.

4.

Klasse (2 Wochenstunden):

Wir und die anderen christlichen Kirchen (Ökumenische Bestrebungen).

5.

Klasse (2 Wochenstunden):

Heiliges Amt der Gemeinde - Kindergottesdienst (Erarbeiten von Liedern und Gebeten).

Das Kindesalter in religionspädagogischer Sicht (Vorschulalter, Schulanfänger, Grundschüler, christliche Sexualerziehung, Gewissensbildung, Finden eigener Wertvorstellungen).

Praktische Übungen zur Umsetzung biblischer Geschichten für Kinder im Vorschulalter.

Didaktische Grundsätze:

Die im allgemeinen geltenden didaktischen Grundsätze sind auch für die Religionspädagogik anzuwenden, soweit deren Eigenart es zuläßt.

Insbesondere ist darauf zu achten, daß bei der Erarbeitung des Lehrstoffes dem Gespräch (Seminar) breiter Raum gegeben wird und der belehrende Vortrag nicht die vorherrschende Methode sein soll.

VI. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN DER EINZELNEN UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE,

AUFTEILUNG DES LEHRSTOFFES AUF DIE EINZELNEN SCHULSTUFEN (KLASSEN),

DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE

A. PFLICHTGEGENSTÄNDE

1.

Pflichtgegenstände für alle Schülerinnen und Schüler

PÄDAGOGIK

(einschließlich Pädagogische Psychologie, Pädagogische

Soziologie, Philosophie)

Ziel des Unterrichtes ist es, die Schülerinnen und Schüler mit den pädagogischen Aussagesystemen, Begriffen und Methoden soweit vertraut zu machen, daß sie die für die Erziehung und Bildung des Kindes relevanten Problemkreise erkennen, beurteilen und handlungstheoretisch bzw. praxisbezogen bewältigen können, wobei sowohl fachspezifische als auch fächerübergreifende Aspekte zu berücksichtigen sind.

Die biologischen, psychologischen und soziologischen Grundlagen der Erziehung und Bildung (insbesondere des jungen Kindes) sind den Schülerinnen und Schülern so zu vermitteln, daß diese das individuelle Verhalten von Personen, die dynamischen Prozesse innerhalb von Gruppen und die Abhängigkeit des pädagogischen Geschehens von soziokulturellen Strukturen verstehen und daraus das eigene pädagogische Handeln verantworten lernen.

Die Schülerinnen und Schüler sind in die Kulturanthropologie und in die Geschichte der Pädagogik soweit einzuführen, daß sie eigenständig und kritisch zu ihrer aktuellen beruflichen Situation Stellung nehmen und ihren Standort innerhalb der jeweils vorherrschenden pädagogischen Strömungen beziehen können.

Sie sollen grundlegende Voraussetzungen für folgende Handlungsebenen erwerben: Zielsetzungs-, Begründungs- und Entscheidungskompetenz in unterschiedlichen pädagogischen Situationen; Verständnis von didaktisch-methodischen Zusammenhängen; Beurteilungskriterien für Erziehungs- und Bildungsmittel; Fähigkeit zur Reflexion über die Wirksamkeit von pädagogischen Maßnahmen, von Projekten und Programmen, insbesondere im Hinblick auf die Bewältigung der pädagogischen Situationen im Kindergarten.

Im Bereich der Philosophie sind die Schülerinnen und Schüler mit wesentlichen Problemen und deren Lösungsversuchen unter besonderer Berücksichtigung ihrer Relevanz für pädagogische Fragestellungen und Zielsetzungen bekannt zu machen. Sie sind zum selbständigen Denken und zur kritischen Auseinandersetzung mit Wertsystemen und Normen menschlichen Seins in verschiedenen Kulturen und Epochen hinzuführen, um zu einem eigenen Welt- und Menschenbild zu gelangen.

Der gesamte Unterricht soll zur Achtung der Würde des Menschen und seiner Entwicklung, zu Toleranz, zur Wertschätzung menschlicher Leistungen führen und in der Begegnung mit dem Kind, seinen Eltern und Erziehern den entsprechenden Niederschlag finden. Er soll weiters den Zugang zu wissenschaftlichen Untersuchungen erschließen und zum selbständigen Bildungserwerb befähigen.

Einblicke in humanwissenschaftliche Fachliteratur sollen die Schülerinnen und Schüler zu vertiefter Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Ergebnissen und zu selbständigem Bildungserwerb befähigen.

Lehrstoff:

2.

Klasse (2 Wochenstunden):

Erstes Kennenlernen und Abgrenzen des Unterrichtsgegenstandes Pädagogik.

Erste Einsicht in Motive und Ziele des Verhaltens, Handelns und Lernens, insbesondere in das Wirken der Leistungsmotivation als Hilfe zur Gewinnung eines angepaßten Anspruchsniveaus als Schülerin bzw. Schüler.

Kennenlernen und Anwenden der Grundsätze des Lernens (schülerzentrierte Bewältigung von Lernproblemen).

Erwerben von grundlegenden Kenntnissen über das Spiel (Psychologie des Spiels: Begriff, Arten, Entwicklung; Pädagogik des Spiels:

Erziehung zum Spiel, Erziehung und Bildung durch das Spiel).

Beobachten von Kindern (mit genau umschriebener Aufgabenstellung) als Grundlage für das Erarbeiten von pädagogisch relevanten Beobachtungskriterien. Sensibilisierung für die Bedeutung der Wechselwirkung von Erzieherverhalten und Verhalten der Kinder durch Interpretation aktueller Erlebnisse und eigener Erfahrungen.

Gewinnen von ersten Einblicken in die Komplexität des Erziehungsgeschehens (konstituierende Momente, Vielfalt der im Erziehungsfeld wirkenden Kräfte). Ausdrucks- und Darstellungsmöglichkeiten des Kleinkindes.

Vertrautwerden mit grundlegenden Fachausdrücken und Begriffen, ausgehend von konkreten Situationen, sowie Anbahnen des Verstehens berufsbezogener Fachsprache und der Kontakte mit berufsrelevanter Fachliteratur. Im Zusammenhang damit erste Auseinandersetzung mit logischtheoretischen Denkprozessen.

Schriftliche Arbeiten:

Eine einstündige Schularbeit je Semester.

3.

Klasse (3 Wochenstunden):

Entwicklungspsychologie des Kindes bis zum Schulalter; Verlauf und Bedeutung der Entwicklung in allen Bereichen als Voraussetzungswissen für pädagogisches Handeln und Verstehen. Biologische Grundlagen der menschlichen Entwicklung und des Verhaltens, der Erziehung und Bildung. Grundlegende Begriffe der Ethologie. Erste Hinweise auf Auffälligkeiten in der Entwicklung.

Grundbegriffe und Grundprobleme der Pädagogischen Psychologie unter Einbeziehung der wichtigsten Erkenntnisse der Allgemeinen Psychologie, der Sozialpsychologie, der Motivationspsychologie, der Lernpsychologie, der Tiefenpsychologie.

Grundbegriffe und Grundprobleme der Pädagogischen Soziologie:

Individuum und Gruppe (Gruppenbildung, Gruppenprozesse, Gruppenstrukturen); Individuum und Gesellschaft (Individuation, Personalisation, Sozialisation, Enkulturation); soziale Rollen und soziale Schichten. Die Familie und ihre Funktionen. Institutionen (Organisation) der Erziehung und Bildung.

Grundbegriffe und Grundprobleme der Pädagogik: Erziehung und Bildung, deren Motive und Ziele; Erziehungsmittel und -maßnahmen; Autorität und Erziehung; pädagogische Haltung und Einstellungen, Erziehungsstile. Pädagogische Analyse und Interpretation von Situationen, Beziehungen und Prozessen in der Familie und in Institutionen der Kleinkinderziehung sowie erstes Erarbeiten von Beurteilungsansätzen für pädagogisches Handeln. Rollenbild und Selbstverständnis des Kleinkindpädagogen.

Die Eigenart philosophischer Fragestellung; Zugänge zum Philosophieren.

Der Begriff vom Meschen (Anm.: richtig: Menschen) in der Philosophie; der Mensch als handelndes und erkennendes Wesen. Hinweise auf das Verhältnis der Philosophie zu anderen Phänomenen der Kultur (Religion, Kunst, Wissenschaft, Ideologie) und zu Wirtschaft und Politik. Das Problem der Wirklichkeit und ihrer Erkenntnis:

Zugänge zur Wirklichkeit (rationale und nichtrationale Erkenntnisformen). Interpretationen der Wirklichkeit (Idealismus, Materialismus). Grundbegriffe der Metaphysik, Wahrheitstheorien.

Intensivierung des Kontaktes mit Medien: Fachzeitschriften, einfache humanwissenschaftliche Lektüre, einschlägige Angebote im audio-visuellen Bereich.

Schriftliche Arbeiten:

Zwei einstündige Schularbeiten je Semester.

4.

Klasse (3 Wochenstunden):

Entwicklung, Erziehung, Unterricht und Bildung des Kindes im Grundschulalter; Verlauf und Bedeutung der Entwicklung in allen Bereichen; charakteristische Unterschiede zwischen Kleinkind und Schulkind. Einblick in Lehrplan und Unterrichtsmethoden der Vorschulstufe und der Grundschule, insbesondere der 1. und 2. Klasse.

Überlick (Anm.: richtig: Überblick) über Entwicklung Erziehung und Bildung in Vorpubertät, Pubertät und Jugendalter. Phasen der Erwachsenenalters. Lebenslanges Reifen und Lernen.

Erziehung und Bildung als kulturelles, gesellschafts- und zeitbedingtes Geschehen; Einblick in kulturanthropologisches Geschehen.

Zielsetzungen des pädagogischen Handelns; Erfassen von Erziehung und Bildung im Hinblick auf die Rangordnung der Ziele; Verwirklichung von Zielen.

Prinzipien des Verhaltenstrainings, der Gesprächsführung und der Teamarbeit.

Aufbau des Bildungswesens in Österreich einschließlich der Erwachsenenbildung. Bedeutung und Aufgaben der Erziehung und Bildung im Kindergarten im Wandel der Zeit und der Gesellschaft unter besonderer Berücksichtigung der aktuellen Erfordernisse. Aufgaben einer interkulturellen Erziehung und Bildung (Kinder von Minderheiten im Kindergarten sowie das pädagogische Problem der Mehrsprachigkeit.)

Sozialpädagogische Einrichtungen.

Kritische Auseinandersetzungen mit sozialen Rollen und Schichten; die gesellschaftliche Verantwortung des Erziehers und seine standespolitische Stellung.

Psychohygiene, insbesondere im Hinblick auf den Beruf des Erziehers.

Wesentliche Dimensionen der Sprache: Kommunikations- und Zeichensysteme bei Mensch und Tier. Repräsentationsleistung der Sprache. Sprachhandlung und Sprechakt. Funktion der Sprache für die kulturelle, soziale und politische Differenzierung. Sprache und Lebensform. Sprachspiele. Probleme symbolischer Darstellung von

Erkenntnis: Formen und Funktionen von Zeichen; Begriffsbildung; Axiomatik, Deduktion, Induktion. Definieren; Argumentieren.

Probleme wissenschaftlicher Erkenntnis: Hypothesen- und Theorienbildung, Gesetzmäßigkeiten, Wahrscheinlichkeit. Qualität und Möglichkeiten der Quantifizierung; einfache und vernetzte Kausalitäten. Das Postulat der Wertfreiheit und die normativen Voraussetzungen der Wissenschaft; die Verantwortung des Wissenschaftlers.

Angemessene Beherrschung von Fachausdrücken der berufsrelevanten Humanwissenschaften.

Beurteilungskriterien für Fachliteratur. Gebrauch von

berufsrelevanten Medien.

Schriftliche Arbeiten:

Eine einstündige und eine zweistündige Schularbeit im 1. Semester.

Eine zweistündige Schularbeit im 2. Semester.

5.

Klasse (3 Wochenstunden):

Vertiefende Zusammenschau wesentlicher humanwissenschaftlicher Erkenntnisse an Hand von Fallstudien und Modellen unter pädagogischem Aspekt. Strukturierung der Zusammenhänge im Hinblick auf eigenständiges Darstellen, Begründen und Handeln der Schülerinnen und Schüler. Aufarbeiten von Erziehungsproblemen: Bedeutung, Ursachen, mögliche Hilfestellungen und Prophylaxe.

Konstituierende Faktoren der Persönlichkeitswerdung im Spannungsfeld der individuell-biographischen, institutionellen und epochalen Gegebenheiten. Die Bedeutung der kreativen Lebensgestaltung.

Die Vielfalt der Medien, ihr Einfluß auf die Gesellschaft und ihr Stellenwert als Erziehungs- und Bildungsmittel. Information, Kommunikation, Manipulation.

Pädagogische Aussagesysteme. Einblicke in die Geschichte der Pädagogik, Strömungen in der Gegenwart; Auseinandersetzung mit Vertretern pädagogisch relevanter wissenschaftlicher Richtungen insbesondere mit den Initiatoren institutionalisierter Kleinkinderziehung.

Methoden der wissenschaftlichen Individualitätserfassung; Persönlichkeitstheorien als Versuch zur Erfassung des Menschen und als Hilfe bei der Bewältigung von pädagogischen Aufgaben.

Kooperation mit Erwachsenen, insbesondere mit Eltern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Berufsfeld, Lehrerinnen und Lehrern, Behördenvertretern; Möglichkeiten und Grenzen der Zusammenarbeit; im Zusammenhang damit Gesetzmäßigkeiten gruppendynamischer Prozesse.

Erwachsenenbildung: Zielsetzungen, Prinzipien, Inhalte, im Hinblick auf die Persönlichkeitsentfaltung, die berufliche Weiterbildung und die Elternbildung.

Einzelne philosophische Problemstellungen: Der Zusammenhang von

Wert, Norm und Lebensform: Das Problem der Freiheit, das Problem des Guten. Moralformen, Wertvorstellungen und Gesellschaftsnormen (interkulturelle Vergleiche). Die Frage nach dem geglückten Leben.

Die Problematik des Begründens von Werten und Normen: Sein und Sollen; faktische Geltung und begründete Gültigkeit; Möglichkeiten eines unbedingten Imperativs.

Institution und Moral: Macht und Recht, Moralität und Legalität, Entscheidung und Verantwortung, Gewissen und Schuld.

Fragen der philosophischen Anthropologie: Phylogenetische und ontogenetische Zugänge zur Theorie der Menschwerdung und ihre Interpretationsmöglichkeiten. Funktion und Bild des Menschen in verschiedenen Wissenschaften, Ideologien und Religionen. Die Frage nach dem Wesen des Menschen; die Frage nach Sinn und Ziel der menschlichen Existenz.

Schriftliche Arbeiten:

Drei Schularbeiten im Unterrichtsjahr, davon zwei zweistündig und eine dreistündig; im 2. Semester nur eine Schularbeit.

Didaktische Grundsätze:

Der schülerzentrierte bzw. erfahrungsorientierte Unterricht in Pädagogik soll die Schülerinnen und Schüler befähigen, die gewonnenen Erkenntnisse und Einsichten in das praktische erzieherische Tun umzusetzen sowie das pädagogische Geschehen im Hinblick auf seine Strukturen und Gesetzmäßigkeiten zu durchschauen.

Daher streben Auswahl und Aufbau des Lehrstoffes keine strenge Systematik an, sondern orientieren sich am Erlebnishintergrund und an den konkreten Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler. Dabei sind die jeweiligen Gegebenheiten der Klassengemeinschaft im Hinblick auf soziales Lernen zu berücksichtigen und entsprechende Hilfen zur Aufarbeitung von Konflikten zu geben. Die methodische Gestaltung des Unterrichtes hat auf das Abstraktionsniveau der Schülerinnen und Schüler sowie auf fächerübergreifende Themenkreise Bedacht zu nehmen. Scheinbare Wiederholungen von Lehrstoffeinheiten erklären sich aus der Tatsache, daß der Unterrichtsgegenstand Pädagogik als aufbauendes Fach zu betrachten ist; daher sind bestimmte Stoffgebiete fortschreitend auf einer jeweils höheren Ebene zu erläutern.

Repräsentative Fachliteratur ist heranzuziehen und kritisch auszuwerten. Dabei ist auf den Aufbau von Leseinteressen, Lesegewohnheiten und einer individuellen humanwissenschaftlichen wie berufsrelevanten Bibliographie Bedacht zu nehmen.

Die Konkretisierung des Pädagogikunterrichtes ist fallweise durch einschlägige Lehrausgänge und Hospitationen zu sichern.

Um die notwendige Konzentration der Pflichtgegenstände Pädagogik, Didaktik - allenfalls Heil- und Sonderpädagogik - sowie Kindergarten- und Hortpraxis zu gewährleisten, sind nachweislich Besprechungen der zuständigen Lehrerinnen und Lehrer abzuhalten.

Dem schülerzentrierten bzw. erfahrungsorientierten Ansatz entsprechend sind vor allem in der zweiten Klasse Erwartungshaltungen und Erlebnisse der Schülerinnen und Schüler zu berücksichtigen. Initiativen der Schülerinnen und Schüler sind anzuregen, aufzugreifen und in das Unterrichtsgeschehen zu integrieren. Gleichzeitig soll nicht versäumt werden, Ansätze für eine ausbaufähige Strukturierung des Lehrstoffes vorzugeben. Dabei sind die Schülerinnen und Schüler zum sachgerechten Formulieren anzuleiten. Hinsichtlich der Beobachtungsaufgaben ist die Zusammenarbeit mit den Lehrerinnen und Lehrern der Unterrichtsgegenstände Deutsch (Slowenisch, Kroatisch, Ungarisch), Didaktik und Kindergartenpraxis sowie mit den Kindergärtnerinnen und Kindergärtnern der Übungs- und Besuchskindergärten anzustreben. Die Formulierung des Lehrstoffes in Lernzielen weist darauf hin, daß der Pädagogikunterricht in der

2.

Klasse vor allem die Aufgabe hat, die Hinführung der Schülerinnen

In der 3. Klasse sollen die Schülerinnen und Schüler zu systematischem Denken hingeführt sowie in ihrer Fähigkeit zu Begriffsbildung und in ihrem Abstraktionsvermögen gefördert werden. Parallel zur Vermittlung des entsprechenden Sachwissens sind ihnen an geeigneter Stelle Hilfen und Anregungen für die Anwendung des theoretischen Wissens auf die praktische Arbeit im Kindergarten zu geben; bei konkreten Anlässen sind sie zum Verstehen des Kleinkindes und zum kritischen Wahrnehmen des eigenen Erzieherverhaltens anzuleiten. Dabei ist deutlich zu machen, daß der pädagogische Gesichtspunkt das Wissen um Grundtatsachen aus Pädagogischer Psychologie, Pädagogischer Soziologie und Philosophie voraussetzt.

Bezüglich der biologischen Grundlagen der Entwicklung, Erziehung und Bildung ist auf den Kenntnissen aus der Biologie und Umweltkunde aufzubauen; bezüglich einer eingehenden Darstellung der Auffälligkeiten in der Entwicklung und des Erarbeitens von spezifischen Erziehungsmaßnahmen ist auf den Unterrichtsgegenstand Heil- und Sonderpädagogik zu verweisen.

Die Schülerinnen und Schüler sind zur mündlichen und schriftlichen Darstellung von pädagogischen Sachverhalten und Problemen unter richtiger Verwendung von Fachausdrücken anzuleiten. Die schriftlichen Arbeiten haben sich auf berufsspezifische pädagogische Fragestellungen zu beziehen.

Im Hinblick auf den Lehrstoff sind die 3. bis 5. Klasse als didaktische Einheit zu betrachten.

In der 4. Klasse ist besonderer Wert darauf zu legen, die Schülerinnen und Schüler zum integrativen Verstehen komplexer Prozesse aus der Sicht verschiedener Fachrichtungen zu führen, wobei der Pädagogik die Funktion einer Vermittlungswissenschaft zukommt. Darauf aufbauend sollen sich die Schülerinnen und Schüler darin üben, ursächliche Zusammenhänge im Verhalten der Kinder bzw. im pädagogischen Geschehen aufzufinden sowie die Möglichkeiten und Grenzen erzieherischer Maßnahmen zu erkennen.

Der Unterricht in der 5. Klasse hat die Aufgabe, das erworbene Wissen der Schülerinnen und Schüler zu vertiefen

HEIL- UND SONDERPÄDAGOGIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

Ziel des Unterrichtes ist es, die Schülerinnen und Schüler mit den Grundtatsachen der Heil- und Sonderpädagogik vertraut zu machen, um eine offene und tolerante Haltung Behinderten gegenüber sowie Interesse für deren Bedürfnisse und Probleme zu wecken.

Die biologischen, psychologischen und soziologischen Voraussetzungen der Entstehung von Behinderungen sind in ihren Grundzügen so zu vermitteln, daß die Schülerinnen und Schüler die Bedeutung nicht nur der einzelnen Faktoren, sondern auch des Zusammenwirkens mehrerer Faktoren (multifaktorielle Bedingtheit) im Hinblick auf den Umfang und die Schwere der Beeinträchtigung erkennen.

Weiters sollen die Schülerinnen und Schüler befähigt werden, Auffälligkeiten in der Entwicklung einzelner Kinder, die in Regelinstitutionen anzutreffen sind, wahrzunehmen, um die ehestmögliche Vorstellung bei Fachkräften zu veranlassen. Die Schülerinnen und Schüler sind für die Möglichkeiten der Integration Behinderter derart aufzuschließen, daß sie deren Voraussetzungen und Grenzen abzuschätzen wissen, um einerseits entsprechende individuelle Zielsetzungen aufbauend zu planen und zu realisieren und andererseits mit Fachkräften zusammenzuarbeiten.

Lehrstoff:

4.

Klasse (1 Wochenstunde):

Wichtige Grundbegriffe und -probleme der Heil- und Sonderpädagogik. Überblick über Arten und Ursachen von Behinderungen (multifaktorieller Erklärungsansatz).

Auffälligkeiten im Bereich des Verhaltens: Störungen der Selbststeuerung; Kontakt- und Einordnungsschwierigkeiten;

Aktivitätsstörungen; Aggressivität; Angst; neurotische Verhaltensweisen.

Auffälligkeiten im Bereich der Psychosomatik: Bewegungsunruhe;

Einnässen, Einkoten; Schlafstörungen; Eßstörungen, Erbrechen.

Erkennen der Auffälligkeiten, Möglichkeiten der Hilfen im Kindergarten in Abgrenzung zur Therapie.

5.

Klasse (1 Wochenstunde):

Teilleistungsstörungen im Bereich der Motorik (Grobmotorik, Feinmotorik). Teilleistungsstörungen der Wahrnehmung (optisch, akustisch, taktil-kinästhetisch) und der Sprache.

Hirnfunktionsstörungen und Verhaltensauffälligkeiten (Konzentration, Ausdauer, Aufmerksamkeit, Hyperaktivität, Kontaktschwäche ua.)

Sehbehinderung, Hörbehinderung

Behinderungen im Bereich der Sprache:

Sprachentwicklungsverzögerungen, Stammeln, Dysgrammatismus, Näseln,

Poltern, Stottern ua. Sensibilisieren für das Erkennen von verschiedenen Teilleistungsstörungen und der sich daraus ergebenden Schwächen; Möglichkeiten der Hilfen im Kindergarten in Abgrenzung zur Therapie.

Die Integrationsproblematik (in Familie, Regelinstitutionen, Sonderinstitutionen, Gesellschaft); Formen der Verwirklichung der Integration (Koexistenz, Koedukation, Kooperation, Integration) an Hand konkreter Beispiele; subjektive und objektive Grenzen der Integration.

Überblick über heil- und sonderpädagogische Einrichtungen, Teamarbeit in der Heil- und Sonderpädagogik.

Die besondere Situation der Eltern von auffälligen Kindern; Aufgaben der Kindergärtnerinnen und Kindergärtner im Hinblick auf Psychohygiene.

Didaktische Grundsätze:

Zu den Unterrichtsgegenständen Pädagogik, Didaktik, Kindergarten- bzw. Hortpraxis, Biologie und Umweltkunde sowie Gesundheitslehre sind Querverbindungen herzustellen, um den Schülerinnen und Schülern die meist nur graduellen und nicht prinzipiellen Unterschiede zwischen normaler und auffälliger Entwicklung bewußtzumachen. Dadurch soll auch die Gefahr vermieden werden, daß das einschlägige Fachwissen zu vorschnellen, eigenmächtigen Diagnosestellungen verleitet und Vorurteile hervorruft.

Der Unterricht soll Demonstrationen mit Fallbesprechungen (unter Einbeziehung der Medien) gemäß dem Prinzip des Individualisierens miteinschließen. Ebenso ist der Standpunkt zu betonen, daß in erster Linie das Kind und nicht die Behinderung Beachtung verdient. Der Gefahr der zu einseitigen Betrachtung ist durch Hervorhebung der multifaktoriellen Bedingtheit von Symptomen und deren möglicher Mehr- bzw. Vieldeutigkeit zu begegnen. Durch das Sachwissen soll auch eine emotionale sowie ethisch-sittliche Haltung des Respektes und der Toleranz gegenüber „anderen” geübt und gefestigt werden.

Für manche Schülerinnen und Schüler kann der Unterricht in Heil- und Sonderpädagogik Entscheidungshilfe bieten und Motivation sein für eine weitere Ausbildung zur Sonderkindergärtnerin oder Sondererzieherin bzw. zum Sonderkindergärtner oder Sondererzieher.

DIDAKTIK

(insbesondere Didaktik der Kindergarten- und

Vorschulerziehung)

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Unterricht in der „Didaktik” soll die Schülerinnen und Schüler befähigen, auf Grund der Kenntnisse der Erziehungs- und Bildungsziele und der Voraussetzung für die verschiedenen Lernprozesse im Kindergarten, die Erziehungs- und Bildungsarbeit zu planen, Methoden zu entwickeln und auf ihre Wirksamkeit hin zu reflektieren, wobei sowohl fachspezifische als auch fächerübergreifende Aspekte zu berücksichtigen sind.

Die Kenntnis des sachlogischen Aufbaues des Bildungsgutes soll Auswahl und Aufbau von Methoden für die pädagogische Arbeit im Kindergarten sichern.

Durch Einsicht in die Faktoren des Bildungsgeschehens sollen die Schülerinnen und Schüler befähigt werden, eigenverantwortlich eine entsprechende Auswahl von Inhalten und Zielen für die pädagogische Arbeit im Kindergarten zu treffen.

Die Schülerinnen und Schüler sollen Kenntnis über eine entsprechende Anzahl von Bildungsmitteln besitzen. Sie sollen dazu geführt werden, Erziehungs- und Bildungsmittel kritisch auszuwählen und gezielt einzusetzen.

Um Lernprozesse wirkungsvoll auslösen und aufrechterhalten zu können, sollen die Schülerinnen und Schüler mit vielfältigen Möglichkeiten der Motivation vertraut gemacht werden.

Durch das Prinzip der Reflexion sollen sie befähigt werden, die Sachrichtigkeit und Wirksamkeit von Methoden für verantwortliches Handeln im Kindergarten zu überprüfen.

Die Kenntnis verschiedener Kommunikationsformen und -möglichkeiten soll die Schülerinnen und Schüler befähigen, Interaktionsprozesse zu verstehen und zu fördern. Durch Interpretation des gebotenen Bildungsgutes und der persönlichen Erfahrung soll die Bereitschaft geweckt werden, die Eigenständigkeit des Kindes durch eine positive emotionale Führung zu entfalten.

Die Einsicht in die Komplexität des Erziehungsgeschehens im Kindergarten soll die Schülerinnen und Schüler letztlich dazu befähigen, Planungsaufgaben zu bewältigen, flexibel in der Wahl des Angebotes zu sein, Schwierigkeiten und Probleme von der Ursache her zu analysieren, Grenzen der eigenen Kompetenz und Delegierungsaufgaben wahrzunehmen.

Lehrstoff:

1.

Klasse (2 Wochenstunden in Verbindung mit Kindergartenpraxis):

Erste Kenntnis von Materialien und Bildungsmitteln für sprachliche und musikalische Angebote im Kindergarten. Kennenlernen von Spielen zur Förderung von Bewegung und Geschicklichkeit, Wahrnehmungsdifferenzierung und Gedächtnisleistungen; Einführung in Regelspiele für den sozialen Lernbereich, Erleben einfacher Gestaltungsaufgaben zur Förderung der kindlichen Kreativität. Dadurch soll ein entsprechender Grundstock an Materialien und Bildungsmitteln aufgebaut werden.

Im Zusammenhang mit dem Kennenlernen von Materialien Aufbau des ersten Verstehens einiger didaktischer Prinzipien für kindliche Spiel- und Arbeitsprozesse durch exemplarische Angebote. Beispielhaftes Aufzeigen von didaktischen Möglichkeiten, Kinder zu eigenständigem Handeln zu führen.

Erstes Verständnis für die Komplexität kindlicher Lernprozesse anhand konkreter Beispiele unter besonderer Berücksichtigung von emotionalen und sozialen Gesichtspunkten. Exemplarisches Aufzeigen der Bedeutung der Motivation.

Richtlinien zum Anlegen fachspezifischer Sammlungen. Verwendung von Fachbüchern, Anbahnen einer berufsspezifischen Fachsprache. Angebote für Elterninformationen anhand der konkreten Bildungsaufgaben.

2.

Klasse (2 Wochenstunden):

Erster Überblick über Faktoren, die das Erziehungsfeld Kindergarten beeinflussen, anhand konkreter Beispiele: Lage des Kindergartens; die vielfältigen Bedingungen der Gruppenstruktur; Situierung und Gestaltung einzelner Spiel- und Arbeitsbereiche unter Berücksichtigung ihrer Funktion und ihrer gegenseitigen Abhängigkeit, Materialangebote für die einzelnen Spiel- und Arbeitsbereiche im Gruppenraum und im Freien. Zeitstruktur, insbesondere Tages-, Wochenrhythmus, Konzentrations- und Erholungsphasen der Kinder, Jahresablauf; Wechselwirkung von Spiel- und Arbeitsprozessen sowie Sozialformen. Allenfalls Information über weitere Erziehungsinstitutionen für Kleinkinder.

Durch engbegrenzte Beobachtungsaufgaben erste Erhebungen, insbesondere von kindlichen Verhaltensweisen in einer bestimmten Situation und von unterschiedlichem Verhalten einzelner Kinder.

Erste Reflexionen über den Einfluß des Erzieherverhaltens, etwa hinsichtlich der Motivation von Kindern, verschiedener Interaktionsprozesse in der Gruppe.

Kennenlernen und Gestalten einfacher Bildungsmittel zur Kontaktanbahnung, zur Initiierung und Förderung von Spiel- und Arbeitsprozessen. Exemplarisches Angebot von Methoden zur Förderung von Prozessen in den einzelnen Spiel- und Arbeitsbereichen. Hinweise für das Schaffen von Voraussetzungen für die Motivation von Kindern.

Vermittlung von Methoden zur Förderung von Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnissen der Kinder unter Berücksichtigung von Situationen, die auf aktuellen Erlebnissen basieren und eine realitätsbezogene Auseinandersetzung fordern. Erste Auseinandersetzung mit den Erziehungs- und Bildungszielen anhand exemplarischer Angebote.

Fortführung und Erweiterung fachspezifischer Sammlungen von Materialien und Bildungsmitteln.

Möglichkeiten, die Bildungsarbeit im Kindergarten für Eltern

transparent zu machen; Modelle der Zusammenarbeit.

Schriftliche Arbeiten:

Eine einstündige Schularbeit pro Semester.

3.

Klasse (3 Wochenstunden):

Didaktischer Aufbau der Sprach-, Musik- und Bewegungserziehung unter dem Aspekt der Förderung der kognitiven, kreativen und sozial emotionalen Fähigkeiten, sowie der Förderung einzelner Fähigkeiten und Fertigkeiten und des Erwerbs von Kenntnissen bei Kleinkindern. Dabei ist auf Entwicklungsmäßigkeit und individuelle Begabungsvarianten besonders zu achten.

Kenntnis von Bildungsmitteln und Medien für die angesprochenen Bereiche; Kriterien für deren Beurteilung.

Einsicht in die Komplexität des Aufbaues von Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnissen, aufgezeigt an praktischen Beispielen. Voraussetzungen und Methoden für die Entfaltung kindlicher Lernprozesse. Aufzeigen von Möglichkeiten, auf Spezialinteressen der Kinder einzugehen.

Kennenlernen von entwicklungsgemäßen Methoden für die Förderung von Kindern in den ersten drei Lebensjahren - insbesondere in den spezifischen Institutionen.

Kenntnis verschiedener Formen und Kriterien der schriftlichen Planung. Unterscheiden von einzelnen Bildungseinheiten sowie längerfristiger Prozesse unter dem Aspekt unterschiedlicher Lernformen und der Ganzheitlichkeit und Erlebnisorientiertheit frühkindlicher Förderung. Kenntnis und sachgemäße Verwendung von Planungshilfen. Diskussion verschiedener Gesichtspunkte der Reflexion anhand konkreter Modelle.

Vertiefte und weiterführende Auseinandersetzung und Strukturierung der Faktoren, die das Erziehungsfeld Kindergarten beeinflussen. Fortführen der Auseinandersetzung mit verschiedenen didaktischen Prinzipien für die Förderung kindlicher Spiel- und Arbeitsprozesse.

Weiterführen der Angebote für die Zusammenarbeit mit den Eltern.

Schriftliche Arbeiten:

Zwei einstündige Schularbeiten im 1. Semester.

Eine zweistündige Schularbeit im 2. Semester.

4.

Klasse (3 Wochenstunden):

Fortführung und Strukturierung der Bildungsangebote zur Förderung verschiedener Persönlichkeitsbereiche des Kindes, insbesondere der emotionalen Erziehung, des Sozial- und Wertverhaltens. Aspekte religiöser Erziehung. Probleme der Sexualerziehung.

Didaktische Gesichtspunkte für den Aufbau von Fähigkeiten zur Bewältigung der Lernangebote in der Bildungsinstitution Schule, insbesondere für das Erlernen von Kulturtechniken, für neue Anforderungen im Lern- und Leistungsverhalten, für die Sozialisation in der Schulklasse, unter Bezugnahme auf die Lehrpläne der Grundschule, insbesondere der Vorschulstufe.

Kenntnis von Faktoren, die die Auswahl von Erziehungs- und Bildungszielen beeinflussen: insbesondere Zielvorstellungen, wie sie in den geltenden Kindergartengesetzen der Länder bzw. in vorliegenden Bildungsplänen formuliert sind; Abhängigkeit bildungspolitischer Trends von gesellschaftlichen Problemen und wissenschaftlichen Strömungen; Ganzheitlichkeit der Struktur frühkindlicher Lernprozesse, Einfluß der Persönlichkeit des Erziehers.

Formen, Probleme und Konsequenzen der Zusammenarbeit Erwachsener:

Einführung in Methoden der Erwachsenenbildung, insbesondere für die Kooperation mit Eltern, Hilfen für Gesprächsführung, Anwendung von gruppendynamischen Erkenntnissen für Methoden der Zusammenarbeit.

Reflexion der Spiel- und Arbeitsprozesse im Kindergarten:

Methodenanalysen, Beobachtung von Reaktionen der Kinder und daraus resultierende Überlegungen für die Individualisierung des Bildungsangebotes, kritische Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Erzieherverhalten.

Vertiefung der Kenntnis für die pädagogische Arbeit mit Kindern in den ersten drei Lebensjahren unter Berücksichtigung von kompensatorischen Maßnahmen für Kinder mit Entwicklungsrückständen.

Kenntnis der administrativen Aufgaben im Kindergarten im Hinblick auf die geltenden Landesgesetze. Dienstrechte und Pflichten der Kindergärtnerinnen und Kindergärtner.

Schriftliche Arbeiten:

Zwei einstündige Schularbeiten im 1. Semester.

Eine zweistündige Schularbeit im 2. Semester.

5.

Klasse (3 Wochenstunden):

Vertiefende Zusammenschau und Strukturierung wesentlicher didaktischer Einsichten und Erkenntnisse anhand von Modellen im Hinblick auf Orientierung in der Umwelt und Bewältigung von aktuellen Situationen; Auseinandersetzung mit Problemen der Gegenwart. Einfluß der Zusammenarbeit mit den am Erziehungsgeschehen beteiligten Erwachsenen.

Entwicklung langfristiger Programme, die zur Erreichung bestimmter Erziehungs- und Bildungsziele beitragen. Kriterien für den Aufbau einer Jahresplanung.

Zusammenschau und Strukturierung der Faktoren, die das Erziehungsfeld Kindergarten beeinflussen; Kenntnis des Wandels von Methoden und Materialien im historischen Zusammenhang unter besonderer Berücksichtigung gegenwärtiger Modelle im In- und Ausland.

Methoden der Reflexion von Gruppenprozessen. Möglichkeiten der Anwendung von Methoden des Verhaltenstrainings.

Zusammenschau methodischer Sonderfragen der Kindergartenpädagogik:

Methoden zur kompensatorischen Förderung einzelner Kinder. Methoden zur Förderung von Kindern mit Spezialbegabungen. Methoden im Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern. Methoden zur Förderung von leichtbehinderten Kindern in Kindergärten (Integrationsmodelle).

Schriftliche Arbeiten:

Drei Schularbeiten im Unterrichtsjahr, davon zwei zweistündig und

eine dreistündig.

Im 2. Semester nur eine Schularbeit.

Didaktische Grundsätze:

Auswahl und Aufbau des Lehrstoffes streben keine strenge Systematisierung an, sondern orientieren sich am Erlebnishintergrund und an den konkreten Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler im Kindergarten. Das Prinzip der aufbauenden, kontinuierlichen Strukturierung sollte für die Aufbereitung der Lehrinhalte im Fach Didaktik charakteristisch sein.

Die methodische Gestaltung des Unterrichts soll daher die Selbsttätigkeit der Schülerinnen und Schüler vorrangig einbeziehen. Dabei ist die Bedeutung der Motivation für das eigene Handeln bewußt zu machen, um die Transferwirkung hinsichtlich der Kleinkinderziehung zu ermöglichen.

Die Fähigkeit zur Reflexion soll durch die kontinuierliche Überprüfung der Sachrichtigkeit und Effektivität des jeweiligen pädagogischen Handelns entfaltet werden. Dies soll als Voraussetzung gesehen werden, um die Komplexität des Erziehungsgeschehens zu verstehen. Dadurch soll die Bereitschaft zur Veränderung im Sinne der Dynamik des Erziehungsprozesses entfaltet werden.

Für das Sammeln von Information und als Hilfe für eigenständiges Arbeiten und kritische Auseinandersetzung mit verschiedenen didaktisch-methodischen Modellen ist die Verwendung einschlägiger Fachliteratur jeweils zu sichern. Fachbezogene Lehrausgänge mit dem Ziel der Veranschaulichung einzelner didaktischer Modelle und verschiedener pädagogischer Institutionen sollen angeboten werden.

Querverbindungen zu allen Unterrichtsgegenständen, die den sachlogischen Aufbau des Bildungsgutes lehren, sind herzustellen. Insbesondere ist eine enge Verbindung zu den Unterrichtsgegenständen Kindergartenpraxis, Pädagogik sowie Heil- und Sonderpädagogik zu sichern.

Die Lehrerinnen und die Lehrer sollen den Schülerinnen und Schülern ihre Wahl entsprechender Methoden transparent machen, dabei sollen sie sowohl das Prinzip der Methodenfreiheit als auch das der Methodengerechtheit beispielhaft vertreten.

1.

Klasse:

Der methodische Ansatz in der 1. Klasse soll sich vor allem am Prinzip der Selbsterfahrung orientieren. Über das eigene Erleben können die Schülerinnen und Schüler die Abhängigkeit des Handelns von der Emotionalität und auch die Bedingung für kreatives Denken und Gestalten erfahren.

Die jeweilige Aufgabenstellung soll an konkrete Situationen anknüpfen, um die Transferwirkung auf die pädagogische Arbeit im Kindergarten vorzubereiten. Dazu können auch schriftliche Erhebungsprotokolle von engumrissener Aufgabenstellung beitragen.

Durch das Angebot qualitativ hochwertigen Materials soll eine Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler hinsichtlich der Qualität der Bildungsmittel grundgelegt werden.

2.

Klasse:

Aufbauend auf den in der 1. Klasse erreichten Bildungszielen sollen Ansätze für eine ausbaufähige Strukturierung durch exemplarische Angebote der Lehrinhalte angestrebt werden. Das Prinzip des Lernens am Modell soll als Grundlage für die praktische Arbeit im Kindergarten dienen. Über das Kennenlernen verschiedener Faktoren, die das Erziehungsgeschehen im Kindergarten beeinflussen, soll die spontane Gestaltungsfreude und Improvisationsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler angeregt werden. Sie sollen dadurch befähigt werden, Probleme durch Veränderung zu bewältigen. Um ihre Kritikfähigkeit anzubahnen, sollen verschiedene Techniken der Selbstbeobachtung, etwa Videoanalysen und Rollenspieltechniken, angeboten werden. Die Selbständigkeit der Schülerinnen und Schüler bei der Verwendung von Fachliteratur ist zu fördern.

3.

Klasse:

Die in der 2. Klasse zitierten didaktischen Grundsätze können in den zwei folgenden Klassen mit dem Ziel der Strukturierung fortgesetzt werden.

In Konzentration mit dem Unterrichtsfach Deutsch ist auf die sprachliche Treffsicherheit bei der Formulierung von verschiedenen pädagogischen Aufgabenstellungen und von Erziehungs- und Bildungszielen zu achten.

Für die kontinuierliche Differenzierung und Erweiterung von Beobachtungsaufgaben soll der Einsatz von Medien geübt und die größere Effektivität eines Arbeits- und Lernprozesses durch die Anwendung verschiedener Lernstrategien erfahren werden.

4.

Klasse:

Um die Möglichkeit der Selbsterfahrung zu sichern, ist ein Angebot von Übungen für die Kontaktanbahnung und Kooperation, wie Interaktionsspiele, Methoden der Gesprächsführung ua., in Übereinstimmung mit den Lehrinhalten der ergänzenden berufskundlichen Unterrichtsveranstaltungen, notwendig.

Als Vorbereitung für den Aufbau und die Gestaltung einer Facharbeit sind entsprechende Techniken zu vermitteln. Dabei ist auf die Einsatzmöglichkeit diverser Medien hinzuweisen.

5.

Klasse:

Für die Bearbeitung von Projektaufgaben sind Methoden der Teamarbeit und kommunikative Techniken als Grundlage zu empfehlen. Angebote von Übungen für die Selbsterfahrung im Hinblick auf Methoden des Verhaltenstrainings und Methoden der Reflexion von Gruppenprozessen sind durch Stundenzusammenlegung geblockt anzubieten, allenfalls als fächerübergreifendes Seminar, unter Einbeziehung von Experten.

Für das Verständnis der Methoden zur Bewältigung diverser Sonderprobleme im Kindergarten ist eine enge Zusammenarbeit mit den ergänzenden berufskundlichen Unterrichtsveranstaltungen anzustreben.

KINDERGARTENPRAXIS

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Unterricht in Kindergartenpraxis soll die Schülerinnen und Schüler befähigen, die Erziehungs- und Bildungsarbeit im Kindergarten dem jeweiligen Stand der Didaktik entsprechend zu gestalten, die Zusammenarbeit mit den Eltern zu pflegen sowie die sonstigen Berufsaufgaben zu bewältigen. Im Hinblick darauf müssen jedenfalls alle Bereiche des Lehrstoffes erarbeiten werden, die eine umfassende Erziehungs und Bildungsarbeit im Kindergarten ermöglichen. Sowohl fachspezifische als auch fächerübergreifende Aspekte sind dabei zu berücksichtigen.

Lehrstoff:

1.

Klasse (2 Wochenstunden in Verbindung mit Didaktik):

Hospitieren und erstes Teilnehmen an Initiativen und Aktivitäten der Kindergärtnerinnen und Kindergärtner sowie behutsames Mitwirken an Spielprozessen der Kinder im Kindergarten. Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Materialien und Bildungsmitteln bekannt gemacht werden.

Dadurch und durch zusätzliche Angebote soll ein erster Einblick in kindliche Spiel- und Arbeitsprozesse vermittelt werden.

An einfachen Beispielen sorgfältig geplanter Angebote sollen die Schülerinnen und Schüler in der konkreten Situation Möglichkeiten und Auswirkungen didaktischen Tuns und erzieherischen Handelns beobachten und erfahren können.

Erstellen und Auswerten einfacher, auf eng umrissene Aufgabenstellung abgestimmter mündlicher Berichte und schriftlicher Aufzeichnungen.

In enger Verbindung mit dem Hospitieren und den Anforderungen der Didaktik erste Erfahrungen mit dem Aufbau systematischer und ausbaufähiger fachspezifischer Sammlungen.

2.

Klasse (2 Wochenstunden):

Fortsetzen des Hospitierens im Kindergarten mit spezieller Aufgabenstellung und erstes praktisches Arbeiten vornehmlich in Kleingruppen. Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler einerseits auf kindliches Verhalten in bestimmten Situationen, andererseits auf weitere Faktoren, welche die Erziehungs- und Bildungsarbeit im Kindergarten beeinflussen, aufmerksam gemacht werden, auch im Hinblick auf das Spiel im Freien.

Anleitung zur Erstellung und Auswertung mündlicher und schriftlicher Berichte.

Erste Einführung in die Kindergartenarbeit und deren Planung. Besuche in verschiedenen Kindergärten. Eine Praxiswoche im Kindergarten.

3.

Klasse (4 Wochenstunden):

Praktizieren in verschiedenen Kindergärten. Dabei weiterführende Auseinandersetzung mit Zielen, Methoden, personellen, räumlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen einer effektiven Erziehungs- und Bildungsarbeit in diesen Kindergärten. Besuche in verschiedenen Institutionen für Kleinkinder.

Übung in Planung und Durchführung einzelner Arbeitseinheiten sowie allmähliche Hinführung zu langfristiger Planung und Gestaltung der Erziehungs- und Bildungsarbeit im Kindergarten.

Fallweise Hospitieren mit spezieller Aufgabenstellung. Erstellen von Praxisberichten als Grundlage für Praxisanalysen. Vor- und Nachbesprechen der Praxisversuche. Praktische Übungen im Verhaltenstraining.

Zwei Praxiswochen im Kindergarten.

4.

Klasse (5 Wochenstunden):

Praktizieren in Kindergärten bei weiterer Steigerung der Selbständigkeit hinsichtlich kurz- und langfristiger Planung der Erziehungs- und Bildungsarbeit im Kindergarten. Eigenständigkeit in der verantwortungsbewußten Führung einzelner Kinder bzw. der Kindergruppen. Fallweise Hospitieren mit konkreter Aufgabenstellung und schriftlichen bzw. mündlichen Berichten als Grundlage einschlägiger Praxisanalysen.

Einüben wünschenswerten Erzieherverhaltens.

Übungen zur Elternarbeit. Teilnahme an der Planung und Durchführung

von Vorhaben der Zusammenarbeit mit den Eltern.

Einblick in administrative Arbeiten im Kindergarten.

Bekanntmachen mit Problemen und Lösungsvorschlägen hinsichtlich des Übertritts vom Kindergarten in die Grundschule bzw. Vorschulstufe.

Besuch von Sonderkindergärten und ähnlichen Einrichtungen.

Zwei Praxiswochen im Kindergarten (bei zusätzlicher Ausbildung zum Erzieher an Horten eine Praxiswoche im Kindergarten).

5.

Klasse (5 Wochenstunden):

Weitgehend selbständiges Praktizieren in Kindergärten nach eigenständiger, methodengerechter Planung.

Vertiefte Auseinandersetzung mit verschiedenen Formen der schriftlichen Planung und deren Realisierung im Kindergarten.

Befähigung zur gezielten Förderung einzelner Kinder, insbesondere verhaltensauffälliger oder leicht behinderter Kinder, Kinder mit Entwicklungsrückständen oder mit Spezialbegabungen.

Einblick in Möglichkeiten effizienten Einsatzes der Kindergartenassistenz in Planung und Gestaltung der Praxis sowie in die Aufgaben, die mit der Leitung eines Kindergartens verbunden sind.

Fallweises Hospitieren mit dem Ziel einer vertieften Einsicht und Zusammenschau hinsichtlich didaktischer Aspekte der Kindergartenarbeit einerseits und des Ablaufes von Gruppenprozessen andererseits.

Durchführung eigenständiger, planmäßiger Beobachtung und Hinweise für zweckmäßige Aufzeichnung für die Reflexion.

Auseinandersetzung mit den verschiedenen Kriterien zur Beurteilung der Berufsleistung der Kindergärtnerinnen und Kindergärtner.

Zwei Praxiswochen im Kindergarten mit dem Ziel selbständiger Arbeitsplanung und Arbeitsgestaltung.

Didaktische Grundsätze:

Um die notwendige Konzentration der Pflichtgegenstände Kindergartenpraxis, Didaktik und Pädagogik (Heil- und Sonderpädagogik) zu sichern, sind Besprechungen der zuständigen Lehrerinnen und Lehrer abzuhalten. Gelegentlich sind auch jene Lehrerinnen und Lehrer, die die Bereiche der Fachdidaktik unterrichten sowie die Übungs- und Besuchskindergärtnerinnen und -kindergärtner miteinzubeziehen.

Der Unterricht in Kindergartenpraxis soll von den individuellen Beobachtungen und Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler ausgehen. Regelmäßige und kritische Analysen der Beobachtung vorbildlich gestalteter Kindergartenarbeit und des eigenen Tuns stellen eine wesentliche Lernvoraussetzung dar.

Die Kindergartenpraxis soll sich an regionalen Gegebenheiten orientieren.

Schülerinnen und Schüler, die den Freigegenstand Slowenisch oder Kroatisch oder Ungarisch besuchen, sollen nach Möglichkeit ab der

3.

Klasse auch in zweisprachig geführten Kindergärten praktizieren.

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