Verordnung des Bundesministers für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten über die Lehrpläne der Werkmeisterschulen für Berufstätige und über den Lehrplan der Bauhandwerkerschulen
(A und B) für
Abweichungen durch
schulautonome
Lehrplanbestimmungen
mindestens .......... 260 260 260 260 1 040
höchstens ........... 320 320 320 320 1 280
```
```
C. Freigegenstände
```
```
Block A -
Unternehmerprüfung:
Zusatzlehrgang für
die
Unternehmerprüfung .. - - 40 40 80 II
Block B -
Weiterqualifikation
für (post)sekundäre
Einstiege:
Fremdsprache und
Kommunikation ....... - 40 40 40 120 I
Angewandte
Mathematik .......... - 20 30 30 80 I
Angewandte
Physik .............. - - 20 20 40 II
Technische
Grundlagenfächer .... - - 20 20 40 I
II. ALLGEMEINES BILDUNGSZIEL UND DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE
Siehe Anlage A.1
III. SCHULAUTONOME LEHRPLANBESTIMMUNGEN
Siehe Anlage A.1
IV. LEHRPLÄNE FÜR DEN RELIGIONSUNTERRICHT
Siehe Anlage A.1
V. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN DER EINZELNEN UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE
UND AUFTEILUNG DES LEHRSTOFFES AUF DIE EINZELNEN SEMESTER
A. PFLICHTGEGENSTÄNDE
KOMMUNIKATION UND SCHRIFTVERKEHR
WIRTSCHAFT UND RECHT
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll die wesentlichen Rechtsvorschriften des unternehmerischen Umfeldes kennen. Er soll die für betriebliche Entscheidungen relevanten betriebswirtschaftlichen, volkswirtschaftlichen und soziologischen Faktoren in ihren Grundzügen kennen; er soll derartige Entscheidungen im eigenen Wirkungsbereich treffen können und zur Mitentscheidung im Betrieb bereit und fähig sein.
Lehrstoff:
Semester:
Gewerberecht. Rechtsformen eines Unternehmens. Grundzüge des Arbeits- und Sozialrechts. Grundzüge des Handelsrechts. Arbeitnehmerschutz. Betriebliche und überbetriebliche Interessensvertretung.
Betriebswirtschaft:
Wesen und Aufgaben des Betriebes; Aufbau- und Ablauforganisation des Betriebes. Stellung des Unternehmens im wirtschaftlichen und rechtlichen Umfeld; ökologische Aspekte.
Semester:
Grundzüge des Rechnungswesens.
Volkswirtschaftslehre:
Preisbildung, Funktion des Geldes; Wirtschaftskreislauf, Wirtschaftswachstum; Investieren, Sparen und Konsumieren; Löhne und Preise; Außenhandel; Budgetpoltik (Anm.: richtig: Budgetpolitik). Internationale Wirtschaftsorganisationen. Europäische Integration.
MITARBEITERFÜHRUNG UND -AUSBILDUNG
ANGEWANDTE MATHEMATIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll die für die Berufspraxis des Fachgebietes notwendige Sicherheit mit Zahlen, Variablen, Funktionen und geometrischen Berechnungen besitzen. Er soll die in der Berufspraxis auftretenden Berechnungen an geometrischen Figuren der Ebene und an Körpern durchführen können. Er soll Rechenhilfen einsetzen können.
Lehrstoff:
Semester:
Rechnen mit Konstanten und Variablen. Verhältnisse und Proportionen; Prozent- und Schlußrechnungen. Einfache Textaufgaben aus der betrieblichen Praxis. Potenzen und Wurzeln.
Numerik:
Numerisches Rechnen (Überschlagsrechnen, Gleitkommazahlen). Gebrauch der in der Praxis üblichen Rechengeräte, Gebrauch von technischen Tabellen.
Funktionen:
Funktionsgraph. Lineare Gleichung; Gleichungssysteme mit zwei
Variablen. Exponentialfunktion; logarithmische Funktion; graphische
Darstellung. Anwendungen aus dem Fachgebiet.
Geometrie:
Geometrische Grundelemente. Winkelmaße (Grad- und Bogenmaß, Rechnen mit Winkeln).
Semester:
Kongruenz und Ähnlichkeit. Auflösung des rechtwinkeligen Dreiecks, Berechnung von Flächeninhalten. Oberflächen- und Volumsberechnungen einfacher geometrischer Körper. Anwendungsaufgaben in der technischen Praxis.
Statistik:
Datenmengen; Mittelwerte und Häufigkeitsverteilung. Anwendungen aus
dem Fachgebiet.
ANGEWANDTE PHYSIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll physikalische Begriffe und Methoden kennen, kausale Zusammenhänge physikalischer Vorgänge beschreiben können und Verständnis für die Physik als Grundlage für technische Entwicklungsprozesse erlangen.
Lehrstoff:
Semester:
Aufgaben und Arbeitsweise der Physik; gesetzliche Größen und Einheiten (SI-System). Messen von Längen, Zeiten und Massen.
Punktmechanik:
Kinematische Größen und Einheiten der geradlinigen und drehenden Bewegung. Kraft. Newtonsche Gesetze. Impuls. Arbeit. Energie. Leistung. Erhaltungssätze. Energieformen und -umwandlungen. Wirkungsgrad.
Semester:
Größen und Einheiten. Anwendungen in der Akustik und Optik.
Aufbau der Materie:
Atom- und Molekülbau. Periodensystem. Physikalische Eigenschaften
fester, flüssiger und gasförmiger Körper.
Überblick über Teilgebiete der Physik:
Hydromechanik, Wärmelehre.
ANGEWANDTE INFORMATIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll den Aufbau, die Wirkungsweise und Anwendungsbereiche von Anlagen der elektronischen Datenverarbeitung für technische und betriebswirtschaftliche Aufgaben kennen. Dabei stehen die Einsatzbereiche von Einzel-EDV-Arbeitsplätzen im Mittelpunkt der Betrachtungen.
Lehrstoff:
Semester:
Aufbau, Funktion, Organisation und Betriebssysteme von EDV-Anlagen.
Gebrauch von Benützerhandbüchern.
Arbeiten mit Softwarewerkzeugen:
Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Datenbanken. Anwendungen und Fallbeispiele aus dem Fachbereich.
Auswirkungen der EDV:
Auswirkungen auf die Betriebsorganisation, Beschäftigungs- und Sozialpolitik, Datenschutz.
MECHANIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll die theoretischen Grundlagen für mechanisch-technische Berechnungen beherrschen und einfache Berechnungen durchführen können.
Lehrstoff:
Semester:
Kraft, Kraftmoment; Gleichgewichtsbedingungen. Reibung.
Dynamik:
Dynamisches Grundgesetz. Größen und Gesetze der geradlinigen und drehenden Bewegung. Arbeit. Energie. Leistung. Wirkungsgrad.
Semester:
Grundbeanspruchungen (Zug, Druck, Schub, Biegung, Torsion, Knickung). Wärmespannungen. Zulässige Spannungen. Auslegung und Sicherheit.
Dynamik:
Dynamik rotierender Körper.
Thermodynamik:
Temperatur (Begriff, Messung). Wärmeenergie. Hauptsätze der Wärmelehre.
FERTIGUNGSTECHNIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll die in der Praxis des Fachgebietes verwendeten Werkstoffe und ihre Eigenschaften sowie Verfahren und Maschinen der Formgebung kennen. Er soll für eine gegebene Aufgabe ein wirtschaftliches Fertigungsverfahren auswählen können.
Lehrstoff:
Semester:
Einteilung und normgerechte Bezeichnung. Aufbau, Eigenschaften und Herstellung der Metalle. Stahlsorten. Eisengußwerkstoffe. Nichteisenmetalle und ihre Legierungen. Pulvermetallurgie und Sinterwerkstoffe.
Semester:
Nichtmetallische und Verbundwerkstoffe. Zustandsdiagramme.
Wärmebehandlung.
Werkstoffprüfung:
Zerstörende und zerstörungsfreie Verfahren.
Semester:
Gießen, Schmieden, Walzen, Ziehen, Tiefziehen, Biegen, Richten, Fließ- und Strangpressen. Schneiden, Stanzen. Schweißen, Löten, Kleben. Sonderbearbeitungsverfahren.
Semester (20 Stunden):
Zerspanungslehre, Schneidwerkstoffe. Abtragende Techniken.
Feinbearbeitung. Sonderbearbeitungsverfahren.
Werkzeugmaschinen:
Bohr-, Dreh-, Fräs- und Schleifmaschinen. CNC-Technik und CNC-Maschinen. Steuerungen.
MASCHINENELEMENTE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll die in der Fachrichtung gebräuchlichen Maschinenteile unter Berücksichtigung einschlägiger Normen und im Hinblick auf wirtschaftliche Fertigung kennen.
Lehrstoff:
Semester:
Lösbare Verbindungen mit Sicherungselementen. Nicht lösbare
Verbindungen.
Federelemente:
Biegefeder, Torsionsfeder, Gasfeder.
Elemente der drehenden Bewegung:
Achsen, Wellen; Lager.
Semester:
Kupplungen; Mitnehmerverbindungen.
Zahnräder:
Zahnräder und Zahnradgetriebe.
TECHNISCHES ZEICHNEN
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll die einschlägigen Zeichnungsnormen und die Handhabung der Zeichengeräte sicher beherrschen und technische Zeichnungen auf der Basis praxisüblicher Konstruktionsunterlagen anfertigen können.
Lehrstoff:
Semester:
Zeichengeräte und ihre Handhabung. Zeichnungsnormen, Beschriftung. Anfertigen von Fertigungsunterlagen; Bemaßung und Beschriftung; Toleranzen und Passungen. Stücklisten und Arbeitspapiere.
Semester:
Maschinenelemente in den drei Hauptrissen und in Schnittdarstellung, genormte Axonometrie. CNC-gerechte Darstellung und Bemaßung.
ELEKTRO- UND STEUERUNGSTECHNIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll die grundlegenden Gesetze der Elektrotechnik beherrschen und Probleme mit typischen Lösungen auf den Gebieten der elektrischen Installation, der elektrischen Antriebe sowie die Wirkungsweise der wichtigsten elektrischen Meß-, Schalt- und Steuerungsgeräte kennen.
Lehrstoff:
Semester:
Gesetze, Größen und Einheiten im Gleichstromkreis; elektrische Arbeit und Leistung, Gleichstromquellen. Gleichstrommaschinen. Installation von Antrieben. Schutzmaßnahmen.
Semester:
Gesetze, Größen und Einheiten im Wechselstromkreis; elektrische
Arbeit und Leistung; Drehstrom.
Elektrische Steuerungen:
Allgemeine Begriffe; Steuern, Regeln. Steuerungsarten und
-elemente. Anwendungen im Fachgebiet.
MESS- UND AUTOMATISIERUNGSTECHNIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll geläufige Verfahren der Prozeßmeßtechnik, der Prozeßrechentechnik und der Prozeßleittechnik und ihre häufigsten Anwendungen kennen. Er soll einfache Automatisierungsaufgaben selbständig lösen können.
Lehrstoff:
Semester:
Allgemeine Begriffe der Meßtechnik. Meßwertaufnehmer, Meßwertumformung und -übertragung. Meßwertschreiber.
Meßverfahren:
Prinzip analoger und digitaler Meßverfahren. Messung elektrischer und nichtelektrischer Größen. Analog-Digital- und Digital-Analog-Konverter, Meßfehler.
Fernmessung und -steuerung:
Analoge und digitale Meßwertübertragung, Multiplexverfahren.
Automatisierung:
Prozeß, Leiteinrichtung, Überwachung, Blockschaltbild.
Semester:
Aufbau von Prozeßrechenhandware, Peripherie, Schnittstellentechnik, Bussysteme. Zuverlässigkeit, Wirtschaftlichkeit, Störsicherheit.
Fertigungsautomatisierung:
Steuerung von Manipulatoren und Industrierobotern. Bearbeitungszentren. Fertigungszentren und Fertigungsstraßen. Anwendungsbeispiele.
MANIPULATIONSTECHNIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll den Aufbau, die Wirkungsweise, den Einsatz und die Steuerung moderner Manipulationseinrichtungen auf dem Gebiet der flexiblen Automation kennen. Er soll für eine gegebene Aufgabe das zweckmäßigste Manipulationssystem auswählen können.
Lehrstoff:
Semester:
Genormte Bauteile und Baugruppen, Werkstück- und Werkzeugaufnahme.
Spannmittel und Spanneinrichtungen.
Werkstücktransport:
Werkstückmagazine und Werkstückspeicher, Greifeinrichtungen.
Semester:
Transporteinrichtungen, Einrichtungen zum Werkstückordnen,
Maschinenbeschickung.
Industrielle Manipulation:
Aufbau, Wirkungsweise und Anwendung. Verkettung von Manipulatoren und Bearbeitungsmaschinen. Fertigungsstraßen, Lagertechnik.
PROJEKTSTUDIEN
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll in selbständiger Arbeit übergreifende Projekte der Automatisierungs- und Fertigungstechnik bearbeiten können.
Lehrstoff:
Semester:
Projektmanagement und Projektarbeiten aus den Themenbereichen der Pflichtgegenstände „Fertigungstechnik'', „Elektrotechnik und Steuerungstechnik'', „Meß- und Automatisierungstechnik'' , „Manipulationstechnik'', „Hydraulik und Pneumatik'', „Steuerungs- und Regelungstechnik'', „Betriebstechnik und -management'', „Umwelttechnik und -management'', „Qualitätsmanagement'', „Computer Aided Design'', „Computer Aided Manufacturing'' oder „Bauelemente und Grundschaltungen der Elektronik''.
B. SCHULAUTONOME PFLICHTGEGENSTÄNDE
LEBENDE FREMDSPRACHE
Siehe Anlage A.1
KOMMUNIKATION UND SCHRIFTVERKEHR
Siehe Anlage A.1
HYDRAULIK UND PNEUMATIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll Probleme und typische Lösungen auf dem Gebiet des Aufbaus und der Wirkungsweise hydraulischer und pneumatischer Anlagen kennen.
Er soll praktische Umsetzungen von Problemen und typischen Lösungen auf dem Gebiet des Aufbaus und der Wirkungsweise hydraulischer und pneumatischer Anlagen durchführen können.
Lehrstoff:
Semester:
Druckmedien, Druckluftaufbereitung; Anschluß- und Verbindungselemente.
Komponenten:
Druckerzeuger, Motore, Zylinder, Ventile.
Hydraulische und pneumatische Anlagen:
Auslegung, Aufbau, Inbetriebnahme. Wartung, Störungsbehebung.
Semester:
Symbolik, Schaltplansystematik, Diagramme. Pneumatische und elektropneumatische Grundsteuerungen. Hydraulische und elektrohydraulische Grundsteuerungen. Messen von Kenngrößen. Fehlersuche und Störungsbehebung.
STEUERUNGS- UND REGELUNGSTECHNIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll Probleme und typische Lösungen auf dem Gebiet des Aufbaus und der Wirkungsweise der wichtigsten Steuerungs- und Regeleinrichtungen kennen.
Er soll praktische Umsetzungen von Problemen und typischen Lösungen im Labormaßstab durchführen können.
Lehrstoff:
Semester:
Steuern, Regeln, Automatisieren.
Steuerungstechnik:
Steuerungsarten. Darstellungs- und Lösungsmethoden von
Steuerungsproblemen. Bausteine. Speicherprogrammierbare Steuerungen.
Weitere Anwendungsgebiete.
Regelungstechnik:
Regelungstechnische Grundelemente. Regelkreis und seine Glieder.
Hauptgruppen von Reglern. Anwendungen.
Semester:
Mechanische, elektrische und fluidtechnische Steuerungen und Regelungen (Schaltpläne; Funktionspläne und Diagramm; Aufbau, Inbetriebnahme, Messungen und Auswertungen). Sensoren.
BETRIEBSTECHNIK UND -MANAGEMENT
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll Formen der Unternehmens- und Betriebsorganisation, gebräuchliche Managementmethoden und die Vernetzungen in Unternehmen kennen.
Er soll gebräuchliche Methoden der Planung und Steuerung der Produktion und der technischen Dienstleistung sowie der Qualitätssicherung kennen und anwenden können.
Er soll weiteres das betriebliche Rechnungswesen (Controlling) kennen und die Ergebnisse beurteilen können.
Lehrstoff:
Semester:
Ganzheitliche Unternehmensorganisation. Markt, Marketing; Mitarbeiter, Kapital; Betrieb; Unternehmer. Wirtschaft und Umwelt.
Rechnungswesen und Controlling:
Kostenwesen, Leistungsrechnung, Kostenarten, Kostenstellen, Kostenträger, Plankosten, Wirtschaftlichkeit. Operatives Controlling.
Produktionsplanung und -steuerung:
Arbeitspläne, Produktionsprogramme, Auftragsbildung, Kapazitätsplanung, Lager- und Werkstattsteuerung, Betriebsdatenerfassung.
Semester:
Arbeitsrecht, Arbeitsplatzgestaltung, Arbeitssicherheit, Materialflußgestaltung, Arbeit in Gruppen, Arbeitsdatenermittlung (nach REFA), Entgeltgestaltung, Lohnsysteme.
Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung.
Führungstechnik:
Verkaufs- und Unternehmensstrategien. Kommunizieren, Motivieren,
Führen und Managen, Organisieren. Finanzieren, Investieren,
Produzieren.
Überbetriebliche Mitbestimmung:
Klassische und neuere Organisationsformen für den Produktions- und technischen Dienstleistungsbereich; rechtliches Umfeld.
UMWELTTECHNIK UND -MANAGEMENT
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll in der Lage sein, an der Erhaltung des Lebensraumes mitzuarbeiten und die Wechselwirkungen zwischen Technik, Wirtschaft und Umwelt kennen und analysieren können. Er soll über Grundkenntnisse der umweltrechtlichen Bestimmungen verfügen und Umweltbelastungen in der Produktion und beim Einsatz von Maschinen, Geräten und Anlagen sowie von Betriebs- und Hilfsstoffen erkennen und Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Verringerung dieser Belastungen treffen können.
Lehrstoff:
Semester:
Stellenwert der natürlichen Lebensumwelt; Zusammenhänge zwischen Umwelt, Wirtschaft und Technik. Ökologische Grundbegriffe, Kreisläufe und Wechselbeziehungen.
Umwelttechnische Grundlagen:
Biologische, chemische und physikalische Grundlagen der Umwelttechnik.
Toxikologie von Schadstoffen.
Methoden der Umweltanalytik.
Ausgewählte Bestimmungen des Umweltrechts.
Semester:
Vorrichtungen, Anlagen und Maßnahmen zur Vermeidung und zum Schutz vor Umweltbelastungen in der Produktion (Umweltverträglichkeit). Maßnahmen zur Vermeidung von Umweltschäden durch den Einsatz bzw. die Verwendung von Produkten durch die Konsumenten bzw. Anwender.
Umweltmanagement:
Erstellung von fach- und abteilungsübergreifenden umwelttechnischen Konzepten (Stoffstromanalysen, Abfallwirtschaftskonzepte). Umweltbezogene Funktionen im Betrieb. Kommunikation zwischen Betrieb, Behörden, Anrainern und Konsumenten. Kosten von Umweltschutzmaßnahmen, Folgekosten von Umweltschäden, Förderungsmöglichkeiten.
QUALITÄTSMANAGEMENT
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll die gebräuchlichen Formen der Qualitätskontrolle, der Qualitätssicherung und des Qualitätsmanagements kennen. Er soll gebräuchliche Verfahren der Qualitätskontrolle und der Qualitätssicherung anwenden können.
Lehrstoff:
Semester:
Fertigungskontrolle unter Berücksichtigung der statistischen Qualitätskontrolle, allgemeine Meßtechnik, Prüfpläne, Prüfschärfe. Statistik im Prüfwesen.
Semester:
Qualitätssicherungsnormen wie ISO 9000, Produkthaftung und Gewährleistung, Qualitätssicherungssysteme. Q-Handbuch. Q-Audit.
Qualitätsmanagement:
TQM - Total-Quality-Management, TQM-orientiertes Führungsverhalten, Kundenorientierung als Bestandteil von TQM. Prozeß der kontinuierlichen Verbesserungen (Quality-Circles).
COMPUTER AIDED DESIGN
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll die Hardware-Komponenten von CAD-Systemen benutzen und mit den wesentlichen CAD-Softwarefunktionen erfolgreich arbeiten können.
Lehrstoff:
Semester:
Hard- und Softwaresysteme und -komponenten von CAD-Arbeitsplätzen.
Betriebssysteme.
Menü- und Benützerführung:
Aufbau und Handling von CAD-Systemen. Grundlegende und erweiterte
Zeichenbefehle.
Semester:
Erstellen einfacher Zeichnungen nach Vorlage und nach selbständigem Entwurf. Zeichnungshandling. Datenbanken, Normteilebibliotheken.
COMPUTER AIDED MANUFACTURING
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll die prinzipielle Funktionsweise von CNC-Maschinen und CAM-Softwareprodukten kennen. Er soll in der Lage sein, computergestützt erstellte Konstruktionszeichnungen in einfache CNC-Programme umzuwandeln und derartige Programme zu entwickeln, um an CNC-Maschinen und Bearbeitungszentren Werkstücke zu fertigen.
Der Schüler soll praktische Fertigkeiten und Kenntnisse im Handhaben von CNC-Maschinen und Bearbeitungszentren mittleren Schwierigkeitsgrades entwickeln können. Er soll entsprechende Kenntnisse und Fertigkeiten der maschinellen Programmierung erwerben.
Lehrstoff:
Semester:
Aufbau und Arbeitsweisen von CNC-Maschinen.
CAM- Softwareprodukte:
Übernahme und Bearbeitung von Konstruktionszeichnungen;
CNC-Steuerungen und Postprozessoren.
CNC-Technik an der Maschine:
Vorbereitung und Einrichtung der Maschinen, Testlauf, Automatikbetrieb. Programmaufbau nach DIN 60025, einfache Zyklen, Arbeitsfolgeplan, Aufspannplan.
Semester:
Programmeingabe vorgegebener Programme, Bereitstellung von Werkzeugen, Rüsten einer CNC-Maschine oder eines Bearbeitungszentrums. Bearbeiten einfacher bzw. mittelschwieriger Werkstücke im Einzelsatz.
Rechnerunterstützte Progammierung:
DNC-Betrieb. Systemkomponenten für maschinelle Programmierung. Aufbau des Programmiersystems, Programmierübungen, Rechnerlauf und Programmausgabe. Testen, Korrigieren und Optimieren von CNC-Programmen.
BAUELEMENTE UND GRUNDSCHALTUNGEN DER ELEKTRONIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll Grundkenntnisse und Verständnis über Aufbau und Anwendung von elektronischen Schaltungen erwerben.
Lehrstoff:
Semester:
Widerstände, Kondensatoren, Dioden, Transistoren, Tyristoren,
optoelektronische Bauelemente.
Grundschaltungen:
Wirkungsweise, einfache Schaltungstechnik und Anwendung des Transistors als Verstärker und als Schalter.
Semester:
Wirkungsweise, einfache Schaltungstechnik und Anwendungen des Operationsverstärkers.
Stromversorgungstechnik:
Grundsätzliche Methoden zur Spannungs- und Stromstabilisierung mit
aktuellen Schaltungstechniken.
Digitale Schaltungen:
Logische Gatter und Flip-Flops (Eigenschaften, Anwendungsschaltungen).
LABORATORIUM FÜR ELEKTROTECHNIK UND ELEKTRONIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll Schaltungs-, Meß- und Prüfaufgaben der Fertigung und der Laboratoriumspraxis im Fachgebiet selbständig und sorgfältig ausführen und kritisch auswerten können. Er soll die für die jeweilige Aufgabe geeignetsten Meßmethoden und Meßgeräte unter Beachtung der Sicherheitserfordernisse auswählen können.
Er soll Untersuchungsberichte zusammenstellen und die Ergebnisse interpretieren können.
Lehrstoff:
und 4. Semester:
Übungen aus den Themenbereichen der Pflichtgegenstände „Elektrotechnik und Steuerungstechnik'', „Meß- und Automatisierungstechnik'', „Steuerungs- und Regelungstechnik'' und „Bauelemente und Grundschaltungen der Elektronik''.
C. FREIGEGENSTÄNDE
ZUSATZLEHRGANG FÜR DIE UNTERNEHMERPRÜFUNG
Siehe Anlage A.1
FREMDSPRACHE UND KOMMUNIKATION
Siehe Anlage A.1
ANGEWANDTE MATHEMATIK
Siehe Anlage A.1
ANGEWANDTE PHYSIK
Siehe Anlage A.1
TECHNISCHE GRUNDLAGENFÄCHER
Siehe Anlage A.1
*1) Für die Verteilung der Unterrichtseinheiten auf die Semester wird von einem 20 Wochen langen Semester ausgegangen; 20 Unterrichtseinheiten entsprechen somit einer Semesterwochenstunde.
*2) Die Festlegung von schulautonomen Pflichtgegenständen sowie der Unterrichtseinheiten erfolgt durch schulautonome Lehrplanbestimmungen (Abschnitt III).
*3) mit Laborübungen.
Tritt hinsichtlich des 1. Semesters mit Ablauf des 31. August 2008,
hinsichtlich des 2. Semesters mit Ablauf des 31. Jänner 2009 sowie
hinsichtlich der weiteren Semester semesterweise auslaufend außer
Kraft (vgl. Art. 2 Z 1, BGBl. II Nr. 256/2008).
Anlage A.10
```
```
LEHRPLAN DER WERKMEISTERSCHULE FÜR BERUFSTÄTIGE FÜR
MASCHINENBAU-BETRIEBSTECHNIK
I. STUNDENTAFEL
(Gesamtausmaß der Unterrichtseinheiten und Unterrichtseinheiten pro
Unterrichtsgegenstand)
```
```
Unterrichtseinheiten Lehr-
ver-
A. Pflichtgegenstände Summe pflich-
Semester *1) tungs-
```
-
-
- gruppe
-
```
```
```
```
Religion ............ 20 20 20 20 80 (III)
```
```
Kommunikation und
```
Schriftverkehr ...... 20 20 - - 40 II
```
Wirtschaft und
```
Recht ............... - - 30 30 60 III
```
Mitarbeiterführung
```
und -ausbildung ..... - - 20 20 40 III
```
Angewandte
```
Mathematik .......... 80 40 - - 120 I
```
Angewandte Physik ... 20 20 - - 40 II
```
```
Angewandte
```
Informatik .......... - 40 - - 40 I
```
Mechanik ............ 40 20 - - 60 (I)
```
```
Fertigungstechnik ... 20 20 40 40 100 I
```
```
Maschinenelemente ... 40 20 - - 60 I
```
```
Technisches
```
Zeichnen ............ 20 20 - - 40 II
```
Elektrotechnik
```
und
Steuerungstechnik.... - 20 20 - 40 I
```
Betriebstechnik und
```
-management ......... - 20 50 50 120 I
```
Projektstudien ...... - - - 20 20 II
```
```
```
Zwischensumme ... 260 260 180 160 860
```
```
B. Schulautonome Pflichtgegenstände *2)
```
```
Lebende
Fremdsprache ........ 20 20 20 20 80 I
Kommunikation und
Schriftverkehr ...... - - 20 20 40 II
Metallbau ........... - - 20 20 40 I
Hydraulik und
Pneumatik ........... - - 20 20 40 I
Umwelttechnik und
-management ......... - - 20 20 40 II
Qualitätsmanagement . - - 20 20 40 I
Marketing ........... - - 20 20 40 II
Betriebsinformatik
*3) ................. - - 20 20 40 I
Computer Aided
Manufacturing *3) ... - - 20 20 40 I
Sicherheitstechnik .. - - 20 20 40 II
Labor für Betriebs-
organisation ........ - - 20 20 40 I
Arbeitssystem-
gestaltung (nach
REFA) ............... - - 40 40 80 I
Kommunikations-
technik ............. - - 20 20 40 III
```
```
Zwischensumme ... 20 20 120 140 300
```
```
Gesamtsumme (A und B) ... 280 280 300 300 1 160
```
```
Gesamtstundenrahmen
(A und B) für
Abweichungen durch
schulautonome
Lehrplanbestimmungen
mindestens .......... 260 260 260 260 1 040
höchstens ........... 320 320 320 320 1 280
```
```
C. Freigegenstände
```
```
Weiterqualifikation für
(post)sekundäre Einstiege
Deutsch ................. - - 80 80 160 (I)
Lebende Fremdsprache .... - - 90 90 180 (I)
Angewandte Mathematik ... - - 90 90 180 I
II. ALLGEMEINES BILDUNGSZIEL UND DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE
Siehe Anlage A.1
III. SCHULAUTONOME LEHRPLANBESTIMMUNGEN
Siehe Anlage A.1
IV. LEHRPLÄNE FÜR DEN RELIGIONSUNTERRICHT
Siehe Anlage A.1
V. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN DER EINZELNEN UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE
UND AUFTEILUNG DES LEHRSTOFFES AUF DIE EINZELNEN SEMESTER
A. PFLICHTGEGENSTÄNDE
KOMMUNIKATION UND SCHRIFTVERKEHR
WIRTSCHAFT UND RECHT
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll die wesentlichen Rechtsvorschriften des unternehmerischen Umfeldes kennen. Er soll die für betriebliche Entscheidungen relevanten betriebswirtschaftlichen, volkswirtschaftlichen und soziologischen Faktoren in ihren Grundzügen kennen; er soll derartige Entscheidungen im eigenen Wirkungsbereich treffen können und zur Mitentscheidung im Betrieb bereit und fähig sein.
Lehrstoff:
Semester:
Gewerberecht. Rechtsformen eines Unternehmens. Grundzüge des Arbeits- und Sozialrechts. Handelsrecht (Kaufmann, Firmenbuch, Prokura, Handlungsvollmacht, gewerblicher Rechtsschutz). Schuldenrecht (Rechtsgeschäft, Schadenersatz, Produkthaftung). Insolvenzrecht. Wechsel- und Scheckrecht. Steuerrecht. Arbeitnehmerschutz.
Betriebliche und überbetriebliche Interessensvertretung.
Semester:
Finanzbuchhaltung. Finanzplanung, Kennzahlen, Lohnverrechnung.
Volkswirtschaftslehre:
Preisbildung, Funktion des Geldes; Wirtschaftskreislauf, Wirtschaftswachstum; Investieren, Sparen und Konsumieren; Löhne und Preise; Außenhandel; Budgetpolitik. Internationale Wirtschaftsorganisationen. Europäische Integration.
MITARBEITERFÜHRUNG UND -AUSBILDUNG
ANGEWANDTE MATHEMATIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll die für die Berufspraxis des Fachgebietes notwendige Sicherheit mit Zahlen, Variablen, Funktionen und geometrischen Berechnungen besitzen. Er soll die in der Berufspraxis auftretenden Berechnungen an geometrischen Figuren der Ebene und an Körpern durchführen können. Er soll Rechenhilfen einsetzen können.
Lehrstoff:
Semester:
Rechnen mit Konstanten und Variablen. Verhältnisse und Proportionen; Prozent- und Schlußrechnungen. Einfache Textaufgaben aus der betrieblichen Praxis. Potenzen und Wurzeln.
Numerik:
Numerisches Rechnen (Überschlagsrechnen, Gleitkommazahlen). Gebrauch der in der Praxis üblichen Rechengeräte, Gebrauch von technischen Tabellen.
Funktionen:
Funktionsgraph. Lineare Gleichung; Gleichungssysteme mit zwei
Variablen. Exponentialfunktion; logarithmische Funktion; graphische
Darstellung. Anwendungen aus dem Fachgebiet.
Geometrie:
Geometrische Grundelemente. Winkelmaße (Grad- und Bogenmaß, Rechnen mit Winkeln).
Semester:
Kongruenz und Ähnlichkeit. Auflösung des rechtwinkeligen Dreiecks, Berechnung von Flächeninhalten. Oberflächen- und Volumsberechnungen einfacher geometrischer Körper. Anwendungsaufgaben in der technischen Praxis.
Statistik:
Datenmengen; Mittelwerte und Häufigkeitsverteilung. Anwendungen aus
dem Fachgebiet.
ANGEWANDTE PHYSIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll physikalische Begriffe und Methoden kennen, kausale Zusammenhänge physikalischer Vorgänge beschreiben können und Verständnis für die Physik als Grundlage für technische Entwicklungsprozesse erlangen.
Lehrstoff:
Semester:
Aufgaben und Arbeitsweise der Physik; gesetzliche Größen und Einheiten (SI-System). Messen von Längen, Zeiten und Massen.
Punktmechanik:
Kinematische Größen und Einheiten der geradlinigen und drehenden Bewegung. Kraft. Newtonsche Gesetze. Impuls. Arbeit. Energie. Leistung. Erhaltungssätze. Energieformen und -umwandlungen. Wirkungsgrad.
Semester:
Größen und Einheiten. Anwendungen in der Akustik und Optik.
Aufbau der Materie:
Atom- und Molekülbau. Periodensystem. Physikalische Eigenschaften
fester, flüssiger und gasförmiger Körper.
Überblick über Teilgebiete der Physik:
Hydromechanik, Wärmelehre.
ANGEWANDTE INFORMATIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll den Aufbau, die Wirkungsweise und Anwendungsbereiche von Anlagen der elektronischen Datenverarbeitung für technische und betriebswirtschaftliche Aufgaben kennen. Dabei stehen die Einsatzbereiche von Einzel-EDV-Arbeitsplätzen im Mittelpunkt der Betrachtungen.
Lehrstoff:
Semester:
Aufbau, Funktion, Organisation und Betriebssysteme von EDV-Anlagen.
Gebrauch von Benützerhandbüchern.
Arbeiten mit Softwarewerkzeugen:
Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Datenbanken. Anwendungen und Fallbeispiele aus dem Fachbereich.
Auswirkungen der EDV:
Auswirkungen auf die Betriebsorganisation, Beschäftigungs- und Sozialpolitik, Datenschutz.
MECHANIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll die theoretischen Grundlagen für mechanisch-technische Berechnungen beherrschen und einfache Berechnungen durchführen können.
Lehrstoff:
Semester:
Kraft, Kraftmoment; Gleichgewichtsbedingungen. Reibung.
Dynamik:
Dynamisches Grundgesetz. Größen und Gesetze der geradlinigen und drehenden Bewegung. Arbeit. Energie. Leistung. Wirkungsgrad.
Semester:
Grundbeanspruchungen (Zug, Druck, Schub, Biegung, Torsion, Knickung). Wärmespannungen. Zulässige Spannungen. Auslegung und Sicherheit.
Dynamik:
Dynamik rotierender Körper.
FERTIGUNGSTECHNIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll die in der Praxis des Fachgebietes verwendeten Werkstoffe und ihre Eigenschaften sowie Verfahren und Maschinen der Formgebung kennen. Er soll für eine gegebene Aufgabe ein wirtschaftliches Fertigungsverfahren auswählen können.
Lehrstoff:
Semester:
Einteilung und normgerechte Bezeichnung. Aufbau, Eigenschaften und Herstellung der Metalle. Stahlsorten. Eisengußwerkstoffe. Nichteisenmetalle und ihre Legierungen. Pulvermetallurgie und Sinterwerkstoffe.
Semester:
Nichtmetallische und Verbundwerkstoffe. Zustandsdiagramme.
Wärmebehandlung.
Werkstoffprüfung:
Zerstörende und zerstörungsfreie Verfahren.
Semester:
Gießen, Schmieden, Walzen, Ziehen, Tiefziehen, Biegen, Richten, Fließ- und Strangpressen. Schneiden, Stanzen. Schweißen, Löten, Kleben.
Spanende Fertigung:
Zerspanungslehre, Schneidwerkstoffe. Abtragende Techniken.
Semester:
Spannvorrichtungen, genormte Bauteile, Baugruppen.
Werkzeugmaschinen:
Bohr-, Dreh-, Fräs- und Schleifmaschinen. CNC-Technik und CNC-Maschinen. Steuerungen. Flexible Fertigungszellen, Fertigungsstraßen, Roboter.
MASCHINENELEMENTE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll die in der Fachrichtung gebräuchlichen Maschinenteile unter Berücksichtigung einschlägiger Normen und im Hinblick auf wirtschaftliche Fertigung kennen.
Lehrstoff:
Semester:
Lösbare Verbindungen mit Sicherungselementen. Nicht lösbare
Verbindungen.
Federelemente:
Biegefeder, Torsionsfeder, Gasfeder.
Elemente der drehenden Bewegung:
Achsen, Wellen; Lager.
Semester:
Kupplungen; Mitnehmerverbindungen.
Zahnräder:
Zahnräder und Zahnradgetriebe.
TECHNISCHES ZEICHNEN
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll die einschlägigen Zeichnungsnormen und die Handhabung der Zeichengeräte sicher beherrschen und technische Zeichnungen auf der Basis praxisüblicher Konstruktionsunterlagen anfertigen können.
Lehrstoff:
Semester:
Zeichengeräte und ihre Handhabung. Zeichnungsnormen, Beschriftung. Anfertigen von Fertigungsunterlagen; Bemaßung und Beschriftung; Toleranzen und Passungen.
Semester:
Maschinenelemente in den drei Hauptrissen und in Schnittdarstellung, genormte Axonometrie. CNC-gerechte Darstellung und Bemaßung. Stücklisten und Arbeitspapiere.
ELEKTROTECHNIK UND STEUERUNGSTECHNIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll die grundlegenden Gesetze der Elektrotechnik beherrschen und Probleme mit typischen Lösungen auf den Gebieten der elektrischen Antriebe und die Wirkungsweise der wichtigsten elektrischen Meß-, Schalt- und Steuerungsgeräte kennen.
Lehrstoff:
Semester:
Gesetze, Größen und Einheiten im Gleichstromkreis; elektrische Arbeit und Leistung, Gleichstromquellen. Gleichstrommaschinen. Schutzmaßnahmen.
Semester:
Gesetze, Größen und Einheiten im Wechselstromkreis; elektrische
Arbeit und Leistung.
Elektrische Steuerungen:
Allgemeine Begriffe; Steuern, Regeln. Steuerungsarten und
-elemente. Anwendungen im Fachgebiet.
BETRIEBSTECHNIK UND -MANAGEMENT
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll die Funktion und Bedeutung der einzelnen Unternehmensbereiche und ihre inner- bzw. außerbetrieblichen Beziehungen kennen. Er soll Aufgaben im Bereich der Produktionsorganisation und technischer Dienstleistungen selbständig lösen können.
Der Schüler soll das betriebliche Rechnungswesen anwenden, für spezifische Bereiche einsetzen und Ergebnisse beurteilen können. Er soll Aufträge kalkulieren und Investitionsentscheidungen mit Hilfe der Investitionsrechnung begründen können.
Er soll gebräuchliche Methoden der Planung und Steuerung der Produktion und der technischen Dienstleistung sowie der Qualitätssicherung kennen und anwenden können.
Er soll Aufgaben und Problemstellungen im Bereich des Personalwesens und der Entlohnung beurteilen können.
Lehrstoff:
Semester:
Funktionsbereiche eines Unternehmens, Aufbau- und Ablauforganisation. Markt, Marketing; Beschaffung; Produktions-, Verwaltungs-, Entwicklungs- und Dienstleistungsbereich; Unternehmensführung.
Arbeitssystemgestaltung:
Arbeitsrecht, Arbeitsplatzgestaltung, Arbeitssicherheit.
Semester:
Kostenwesen, Leistungsrechnung, Kostenarten, Kostenstellen, Kostenträger, Plankosten, Wirtschaftlichkeit. Voll- und Teilkostenrechnung. Finanzierung und Investition. Operatives Controlling.
Produktionsplanung und -steuerung:
Arbeitspläne, Produktionsprogramme, Auftragsbildung,
Kapazitätsplanung. Materialplanung und
-steuerung, Materialflußgestaltung. Betriebsdatenerfassung. Qualitätssicherung.
Semester:
Personalorganisation. Summarische und analytische Anforderungsermittlung, Anforderungsprofil, Stellenbeschreibung. Arbeitsbewertung, Entgeltdifferenzierung, Zeitlohn und Leistungslohnsysteme.
Führungstechnik:
Verkaufs- und Unternehmensstrategien. Kommunizieren, Motivieren,
Führen und Managen, Organisieren.
Inner- und überbetriebliche Mitbestimmung:
Klassische und neuere Organisationsformen für den Produktions- und technischen Dienstleistungsbereich; rechtliches Umfeld.
PROJEKTSTUDIEN
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll in selbständiger Arbeit übergreifende Projekte der Fertigungs- und Betriebstechnik bearbeiten können.
Lehrstoff:
Semester:
Projektmanagement und Projektarbeiten aus den Themenbereichen der Pflichtgegenstände „Fertigungstechnik”, „Elektrotechnik und Steuerungstechnik”, „Metallbau”, „Hydraulik und Pneumatik”, Betriebstechnik und -management”, „Umwelttechnik und -management”, „Qualitätsmanagement”, „Marketing”, „Betriebsinformatik”, „Computer Aided Manufacturing”, „Arbeitsplatzgestaltung” oder „Sicherheitstechnik”.
B. SCHULAUTONOME PFLICHTGEGENSTÄNDE
LEBENDE FREMDSPRACHE
Siehe Anlage A.1
KOMMUNIKATION UND SCHRIFTVERKEHR
Siehe Anlage A.1
METALLBAU
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll im gewerblichen Metallbau die gebräuchlichsten Konstruktionen von Türen, Toren und Fenstern sowie Außenwandkonstruktionen und deren Befestigungsmöglichkeiten kennen.
Lehrstoff:
Semester:
Wärmeschutz, Schallschutz, Brandschutz.
Türen und Tore:
Aufbau , Arten und Werkstoffe für Türen. Hallentore. Tore für den Außenbereich.
Fassaden:
Konstruktionsarten der Fassaden. Bauarten vorgehängter Fassaden.
Befestigung und Montage.
Semester:
Konstruktion- und Hinterlüftung der Metallflächen. Befestigung und Montage von Bauteilen und Profilblechen. Befestigung von Bauteilen.
Oberflächenbehandlung und Korrosionsschutz:
Korrosionsarten. Oberflächenschutz durch Farbanstriche und chemische Überzüge. Metallische Schutzüberzüge.
HYDRAULIK UND PNEUMATIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll Probleme und typische Lösungen auf dem Gebiet des Aufbaus und der Wirkungsweise hydraulischer und pneumatischer Anlagen kennen.
Lehrstoff:
Semester:
Druckmedien, Druckmedienaufbereitung; Anschluß- und Verbindungselemente.
Komponenten:
Druckerzeuger, Motore, Zylinder, Ventile.
Semester:
UMWELTTECHNIK UND -MANAGEMENT
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll in der Lage sein, an der Erhaltung des Lebensraumes mitzuarbeiten und die Wechselwirkungen zwischen Technik, Wirtschaft und Umwelt kennen und analysieren können. Er soll über Grundkenntnisse der umweltrechtlichen Bestimmungen verfügen und Umweltbelastungen in der Produktion und beim Einsatz von Maschinen, Geräten und Anlagen sowie von Betriebs- und Hilfsstoffen erkennen und Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Verringerung dieser Belastungen treffen können.
Lehrstoff:
Semester:
Stellenwert der natürlichen Lebensumwelt; Zusammenhänge zwischen Umwelt, Wirtschaft und Technik. Ökologische Grundbegriffe, Kreisläufe und Wechselbeziehungen.
Umwelttechnische Grundlagen:
Biologische, chemische und physikalische Grundlagen der Umwelttechnik.
Toxikologie von Schadstoffen.
Methoden der Umweltanalytik.
Ausgewählte Bestimmungen des Umweltrechts.
Semester:
Vorrichtungen, Anlagen und Maßnahmen zur Vermeidung und zum Schutz vor Umweltbelastungen in der Produktion (Umweltverträglichkeit). Maßnahmen zur Vermeidung von Umweltschäden durch den Einsatz bzw. die Verwendung von Produkten durch die Konsumenten bzw. Anwender.
Umweltmanagement:
Erstellung von fach- und abteilungsübergreifenden umwelttechnischen Konzepten (Stoffstromanalysen, Abfallwirtschaftskonzepte). Umweltbezogene Funktionen im Betrieb. Kommunikation zwischen Betrieb, Behörden, Anrainern und Konsumenten. Kosten von Umweltschutzmaßnahmen, Folgekosten von Umweltschäden, Förderungsmöglichkeiten.
QUALITÄTSMANAGEMENT
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll die gebräuchlichen Formen der Qualitätskontrolle, der Qualitätssicherung und des Qualitätsmanagements kennen. Er soll gebräuchliche Verfahren der Qualitätskontrolle und der Qualitätssicherung anwenden können.
Lehrstoff:
Semester:
Fertigungskontrolle unter Berücksichtigung der statistischen Qualitätskontrolle. Allgemeine Meßtechnik, Prüfpläne, Prüfschärfe. Statistik im Prüfwesen.
Semester:
Qualitätssicherungsnormen wie ISO 9000, Produkthaftung und Gewährleistung, Qualitätssicherungssysteme. Q-Handbuch. Q-Audit.
Qualitätsmanagement:
TQM - Total-Quality-Management, TQM-orientiertes Führungsverhalten, Kundenorientierung als Bestandteil von TQM. Prozeß der kontinuierlichen Verbesserungen (Quality-Circles).
MARKETING
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll die Grundsätze des Marketings und einer auf den Markt ausgerichteten Unternehmensführung kennen. Er soll diese Grundsätze in kleinen und mittelständischen Unternehmen und im eigenen Wirkungsbereich anwenden können.
Lehrstoff:
Semester:
Verkäufer- und Käufermarkt. Orientierung der Unternehmen am Markt, an Kundenbedürfnissen und am Kundennutzen. Das Unternehmen und seine Marktpartner. Marktsegmentierung und -positionierung. Marketingmix (Produkt, Kommunikation, Preis, Distribution). Marktforschung.
Semester:
Produkt- und Sortimentspolitik. Produktentwicklung. Kommunikation und Werbung. Preispolitik. Distribution. Absatzlogistik.
BETRIEBSINFORMATIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll den Aufbau, die Funktionweise (Anm.: richtig: Funktionsweise) und die betriebsinformatischen Einsatzmöglichkeiten von Datenverarbeitungsanlagen kennen und Standardsoftware zur Lösung von Aufgaben der Betriebstechnik auswählen und einsetzen können.
Lehrstoff:
Semester:
Funktion und Zusammenwirken von Komponenten. Betriebssysteme. Lokale Netzwerke. Datenfernverarbeitung. Datendienste.
Standardsoftware:
Tabellenkalkulation. Einfache Modellbildungen mit facheinschlägigen Problemstellungen. Präsentationsgraphik.
Semester:
Erfassen und Darstellen des innerbetrieblichen Informationsflusses. Methoden und Verfahren zur Planung und Gestaltung betrieblicher Abläufe. Leistungsverzeichnis und Auswertung von Angeboten.
Standardsoftware:
Datenbanksysteme. Lösen von betrieblichen Aufgaben.
COMPUTER AIDED MANUFACTURING
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll die prinzipielle Funktionsweise von CNC-Maschinen und CAM-Softwareprodukten kennen. Er soll in der Lage sein, computergestützt erstellte Konstruktionszeichnungen in einfache CNC-Programme umzuwandeln und derartige Programme zu entwickeln, um an CNC-Maschinen und Bearbeitungszentren Werkstücke zu fertigen.
Lehrstoff:
Semester:
Aufbau und Arbeitsweisen von CNC-Maschinen.
CAM-Softwareprodukte:
Übernahme und Bearbeitung von Konstruktionszeichnungen; CNC-Steuerungen und Postprozessoren.
Semester:
DNC-Betrieb. Systemkomponenten für maschinelle Programmierung. Aufbau des Programmiersystems, Programmierübungen, Rechnerlauf und Programmausgabe. Testen, Korrigieren und Optimieren von CNC-Programmen.
SICHERHEITSTECHNIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll die einschlägigen gesetzlichen Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften kennen und Unfallsursachen, Gefahren und Gesundheitsbelastungen am Arbeitsplatz erkennen und beurteilen können. Er soll Methoden zur wirkungsvollen vorbeugenden Beseitigung von Unfallgefahren und Gesundheitsbelastungen kennen und anwenden können.
Lehrstoff:
Semester:
Arbeitnehmerschutz, Unfallverhütungvorschriften,
Arbeitsinspektorat.
Technisch-physikalische Grundlagen:
Maschinenschutz und Sicherheitstechnik. Brand-, Elektro-, Lärm- und Strahlenschutz.
Semester:
Gesundheitsgefahren durch Werkstoffe und Betriebsmittel. Gesetzlich anerkannte Berufskrankheiten und deren Vermeidung; ergonomische Gestaltung von Arbeitsplätzen.
Sicherheitsprogramme:
Aufgabenteilung und Kooperation zwischen Unternehmensleitung, Sicherheitsfachkräften, Arbeitsmedizinern und der Arbeitsinspektion bei der Ermittlung, Beurteilung und Beseitigung von Gefahren.
LABOR FÜR BETRIEBSORGANISATION
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll, aufbauend auf den theoretischen Unterrichtsgegenständen, sein Wissen mit Hilfe praxisnaher Anwendungsbeispiele vertiefen und mit den für seine beruflichen Tätigkeit notwendigen EDV-Anwendungen arbeiten können. Er soll die kommunikativen und sozialen Techniken für die Betriebspraxis anwenden können.
Lehrstoff:
und 4. Semester:
Aufgabenstellungen und Fallbeispiele aus Zeitermittlung und Arbeitsgestaltung, Qualitätsmanagement, Rechnungswesen und Controlling, Datenverarbeitung und Computerunterstützung im Betrieb, Marketing, Materialwirtschaft, Personalwesen, Mitarbeiterführung und Kommunikation.
ARBEITSSYSTEMGESTALTUNG (nach REFA)
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll das erforderliche Wissen für den praktischen Einsatz zur Gestaltung betrieblicher Arbeitssysteme und fundamentale Kenntnisse der Arbeitsplanung und Arbeitssteuerung erlangen.
Lehrstoff:
Semester:
Organisation und Arbeitsrecht als Basis des Arbeitsstudiums. Gestaltung menschengerechter Arbeit. Arbeitsplatz und Arbeitsumgebung. Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit.
Semester:
Grundlagen der Datenermittlung für Fertigung und Verwaltung. Aufgabengliederung in Arbeitssystemen. ABC-Analyse. Ablaufdarstellung. Arbeitsanforderungen. Entgeltdifferenzierung.
KOMMUNIKATIONSTECHNIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll das für die Berufspraxis des Fachgebietes notwendige individuelle und soziale Verhalten in Gruppen und Organisationen kennenlernen, Zusammenhänge verstehen und praktisch anwenden können.
Lehrstoff:
Semester:
Kommunikationspsychologische Ansätze. Partnerzentriertes Gespräch.
Kontrollierter Dialog.
Rhetorik und Verhalten:
Statement, Überzeugungsrede, Fünf-Satz-Technik, Meinungsrede. Rhetorische Stilmittel, verbale Stolperdrähte. Bewerbungsgespräch. Körpersprache. Feedback-Regeln.
Semester:
Individuum und Gruppe. Strukturen von Gruppen und Rollenverhalten.
Gruppenleistungsvorteil. Motivation.
Führungsstile:
Arten. Konsequenzen für Mitarbeitergespräch und Mitarbeiterbeurteilung. Interventionstechnik. Methoden der Moderation.
Präsentation und Medieneinsatz.
C. Freigegenstände
DEUTSCH
Siehe Anlage A.1.
LEBENDE FREMDSPRACHE
Siehe Anlage A.1.
ANGEWANDTE MATHEMATIK
Siehe Anlage A.1.
*1) Für die Verteilung der Unterrichtseinheiten auf die Semester wird von einem 20 Wochen langen Semester ausgegangen; 20 Unterrichtseinheiten entsprechen somit einer Semesterwochenstunde.
*2) Die Festlegung von schulautonomen Pflichtgegenständen sowie der Unterrichtseinheiten erfolgt durch schulautonome Lehrplanbestimmungen (Abschnitt III).
*3) mit Laborübungen.
*4) Die in anderen Fachrichtungen im „Block A” für die Unternehmerprüfung gesetzmäßig vorgesehenen Lehrstoffbereiche sind bereits in der Pflichtausbildung dieser Fachrichtung integriert.
Semesterweise aufsteigendes Inkrafttreten (vgl. § 4 Z 1).
Die Abschnitte I und V treten hinsichtlich des ersten Semesters mit
Ablauf des Tages der Kundmachung im Bundesgesetzblatt (26. 1. 2001)
und hinsichtlich der weiteren Semester semesterweise aufsteigend
außer Kraft (vgl. Art. I § 4 Abs. 2 Z 2 idF BGBl. II Nr. 56/2001).
Anlage A.11
```
```
LEHRPLAN DER WERKMEISTERSCHULE FÜR BERUFSTÄTIGE FÜR TECHNISCHE
MASCHINENBAU - KRAFTFAHRZEUGTECHNIK
I. STUNDENTAFEL
(Gesamtausmaß der Unterrichtseinheiten und Unterrichtseinheiten pro
Unterrichtsgegenstand)
```
```
Unterrichtseinheiten Lehr-
ver-
A. Pflichtgegenstände Summe pflich-
Semester *1) tungs-
```
-
-
- gruppe
-
```
```
```
```
Religion ............ 20 20 20 20 80 (III)
```
```
Kommunikation und
```
Schriftverkehr ...... 20 20 - - 40 II
```
Wirtschaft und
```
Recht ............... - - 20 20 40 III
```
Mitarbeiterführung
```
und -ausbildung ..... - - 20 20 40 III
```
Angewandte
```
Mathematik .......... 80 40 - - 120 I
```
Angewandte
```
Physik .............. 20 20 - - 40 II
```
Angewandte
```
Informatik .......... - 40 - - 40 I
```
Mechanik ............ 40 40 - - 80 (I)
```
```
Fertigungstechnik ... 20 20 - - 40 I
```
```
Maschinenelemente ... 40 20 - - 60 I
```
```
Technisches
```
Zeichnen ............ 20 20 - - 40 II
```
Kraftfahrzeug-
```
motoren ............. - - 40 40 80 I
```
Antriebs- und
```
Fahrwerkstechnik .... - - 20 20 40 I
```
KFZ-Elektrik und
```
-Elektronik ......... - 20 20 20 60 I
```
Projektstudien ...... - - - 20 20 II
```
```
```
Zwischensumme ... 260 260 140 160 820
```
```
B. Schulautonome Pflichtgegenstände *2)
```
```
Lebende
Fremdsprache ........ 20 20 20 20 80 I
Kommunikation und
Schriftverkehr ...... - - 20 20 40 II
Betriebstechnik ..... - - 20 20 40 II
Umwelttechnik und
-management ......... - - 20 20 40 II
Fahrmechanik ........ - - 20 20 40 I
Gemischbildungs-
anlagen und
Zündsysteme ......... - - 40 40 80 I
KFZ-Elektronik -
Praktikum ........... - - 20 20 40 III
KFZ-Meßtechnik *3) .. - - 20 20 40 I
KFZ-Praktikum und
KFZ-Begutachtung .... - - 40 40 80 III
Schweißtechnik ...... - - 20 20 40 I
```
```
Zwischensumme ... 20 20 140 120 300
```
```
Gesamtsumme (A und B) ... 280 280 280 280 1 120
```
```
Gesamtstundenrahmen
(A und B) für
Abweichungen durch
schulautonome
Lehrplanbestimmungen
mindestens .......... 260 260 260 260 1 040
höchstens ........... 320 320 320 320 1 280
```
```
C. Freigegenstände
```
```
Block A -
Unternehmerprüfung:
Zusatzlehrgang für
die
Unternehmerprüfung .. - - 40 40 80 II
Block B -
Weiterqualifikation
für (post)sekundäre
Einstiege:
Fremdsprache und
Kommunikation ....... - 40 40 40 120 I
Angewandte
Mathematik .......... - 20 30 30 80 I
Angewandte
Physik .............. - - 20 20 40 II
Technische
Grundlagenfächer .... - - 20 20 40 I
II. ALLGEMEINES BILDUNGSZIEL UND DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE
Siehe Anlage A.1
III. SCHULAUTONOME LEHRPLANBESTIMMUNGEN
Siehe Anlage A.1
IV. LEHRPLÄNE FÜR DEN RELIGIONSUNTERRICHT
Siehe Anlage A.1
V. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN DER EINZELNEN UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE
UND AUFTEILUNG DES LEHRSTOFFES AUF DIE EINZELNEN SEMESTER
A. PFLICHTGEGENSTÄNDE
KOMMUNIKATION UND SCHRIFTVERKEHR
WIRTSCHAFT UND RECHT
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll die wesentlichen Rechtsvorschriften des unternehmerischen Umfeldes kennen. Er soll die für betriebliche Entscheidungen relevanten betriebswirtschaftlichen, volkswirtschaftlichen und soziologischen Faktoren in ihren Grundzügen kennen; er soll derartige Entscheidungen im eigenen Wirkungsbereich treffen können und zur Mitentscheidung im Betrieb bereit und fähig sein.
Lehrstoff:
Semester:
Gewerberecht. Rechtsformen eines Unternehmens. Grundzüge des Arbeits- und Sozialrechts. Grundzüge des Handelsrechts. Kraftfahrzeugrecht. Arbeitnehmerschutz. Betriebliche und überbetriebliche Interessensvertretung.
Betriebswirtschaft:
Wesen und Aufgaben des Betriebes; Aufbau- und Ablauforganisation des Betriebes. Stellung des Unternehmens im wirtschaftlichen und rechtlichen Umfeld; ökologische Aspekte.
Semester:
Grundzüge des Rechnungswesens.
Volkswirtschaftslehre:
Preisbildung, Funktion des Geldes; Wirtschaftskreislauf, Wirtschaftswachstum; Investieren, Sparen und Konsumieren; Löhne und Preise; Außenhandel; Budgetpolitik. Internationale Wirtschaftsorganisationen. Europäische Integration.
MITARBEITERFÜHRUNG UND -AUSBILDUNG
Siehe Anlage A.1
ANGEWANDTE MATHEMATIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll die für die Berufspraxis des Fachgebietes notwendige Sicherheit mit Zahlen, Variablen, Funktionen und geometrischen Berechnungen besitzen. Er soll die in der Berufspraxis auftretenden Berechnungen an geometrischen Figuren der Ebene und an Körpern durchführen können. Er soll Rechenhilfen einsetzen können.
Lehrstoff:
Semester:
Rechnen mit Konstanten und Variablen. Verhältnisse und Proportionen; Prozent- und Schlußrechnungen. Einfache Textaufgaben aus der betrieblichen Praxis. Potenzen und Wurzeln.
Numerik:
Numerisches Rechnen (Überschlagsrechnen, Gleitkommazahlen). Gebrauch der in der Praxis üblichen Rechengeräte, Gebrauch von technischen Tabellen.
Funktionen:
Funktionsgraph. Lineare Gleichung; Gleichungssysteme mit zwei Variablen. Exponentialfunktion; logarithmische Funktion; Kreisfunktionen. Graphische Darstellung. Anwendungen aus dem Fachgebiet.
Geometrie:
Geometrische Grundelemente. Winkelmaße (Grad- und Bogenmaß, Rechnen mit Winkeln).
Semester:
Kongruenz und Ähnlichkeit. Auflösung des rechtwinkeligen Dreiecks, Berechnung von Flächeninhalten. Oberflächen- und Volumsberechnungen einfacher geometrischer Körper. Anwendungsaufgaben in der technischen Praxis.
Statistik:
Datenmengen; Mittelwerte und Häufigkeitsverteilung. Anwendungen aus
dem Fachgebiet.
ANGEWANDTE PHYSIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll physikalische Begriffe und Methoden kennen, kausale Zusammenhänge physikalischer Vorgänge beschreiben können und Verständnis für die Physik als Grundlage für technische Entwicklungsprozesse erlangen.
Lehrstoff:
Semester:
Aufgaben und Arbeitsweise der Physik; gesetzliche Größen und Einheiten (SI-System). Messen von Längen, Zeiten und Massen.
Punktmechanik:
Kinematische Größen und Einheiten der geradlinigen und drehenden Bewegung. Kraft. Newtonsche Gesetze. Impuls. Arbeit. Energie. Leistung. Erhaltungssätze. Energieformen und -umwandlungen. Wirkungsgrad.
Semester:
Größen und Einheiten. Anwendungen in der Akustik und Optik.
Aufbau der Materie:
Atom- und Molekülbau. Periodensystem. Physikalische Eigenschaften
fester, flüssiger und gasförmiger Körper.
Überblick über Teilgebiete der Physik:
Hydromechanik, Wärmelehre.
ANGEWANDTE INFORMATIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll den Aufbau, die Wirkungsweise und Anwendungsbereiche von Anlagen der elektronischen Datenverarbeitung für technische und betriebswirtschaftliche Aufgaben kennen. Dabei stehen die Einsatzbereiche von Einzel-EDV-Arbeitsplätzen im Mittelpunkt der Betrachtungen.
Lehrstoff:
Semester:
Aufbau, Funktion, Organisation und Betriebssysteme von EDV-Anlagen.
Gebrauch von Benützerhandbüchern.
Arbeiten mit Softwarewerkzeugen:
Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Datenbanken. Anwendungen und Fallbeispiele aus dem Fachbereich.
Auswirkungen der EDV:
Auswirkungen auf die Betriebsorganisation, Beschäftigungs- und Sozialpolitik, Datenschutz.
MECHANIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll die theoretischen Grundlagen für mechanisch-technische Berechnungen beherrschen und einfache Berechnungen durchführen können.
Lehrstoff:
Semester:
Kraft, Kraftmoment; Gleichgewichtsbedingungen. Reibung.
Dynamik:
Dynamisches Grundgesetz. Größen und Gesetze der geradlinigen und drehenden Bewegung. Arbeit. Energie. Leistung. Wirkungsgrad.
Semester:
Grundbeanspruchungen (Zug, Druck, Schub, Biegung, Torsion, Knickung). Wärmespannungen. Zulässige Spannungen. Auslegung und Sicherheit.
Dynamik:
Dynamik rotierender Körper.
Wärmelehre:
Temperatur (Begriff, Messung). Wärmeenergie. Hauptsätze der Wärmelehre.
FERTIGUNGSTECHNIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll die in der Praxis des Fachgebietes verwendeten Werkstoffe und ihre Eigenschaften sowie Verfahren und Maschinen der Formgebung kennen.
Lehrstoff:
Semester:
Einteilung und normgerechte Bezeichnung. Aufbau und Eigenschaften der Metalle. Stahlherstellung. Stahlsorten. Eisengußwerkstoffe. Nichteisenmetalle und ihre Legierungen. Nichtmetallische und Verbundwerkstoffe. Zustandsdiagramme. Wärmebehandlung.
Semester:
Zerstörende und zerstörungsfreie Verfahren.
Spanlose Bearbeitungsverfahren:
Überblick über spanlose Bearbeitungsverfahren.
Spanende Fertigung:
Zerspanungslehre, Schneidwerkstoffe. Abtragende Techniken. Messen
und Prüfen im Rahmen der Fertigung.
MASCHINENELEMENTE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll die in der Fachrichtung gebräuchlichen Maschinenteile unter Berücksichtigung einschlägiger Normen und im Hinblick auf wirtschaftliche Fertigung kennen.
Lehrstoff:
Semester:
Lösbare Verbindungen mit Sicherungselementen. Nicht lösbare
Verbindungen.
Federelemente:
Biegefeder, Torsionsfeder, Gasfeder.
Elemente der drehenden Bewegung:
Achsen, Wellen; Lager. Kupplungen; Mitnehmerverbindungen.
Zahnräder.
Semester:
Kupplung, Hauptgetriebe, Achsgetriebe, Wandler, Gelenkwellen. Berechnungen einfacher Maschinen und Maschinenteile.
TECHNISCHES ZEICHNEN
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll die einschlägigen Zeichnungsnormen und die Handhabung der Zeichengeräte sicher beherrschen und technische Zeichnungen auf der Basis praxisüblicher Konstruktionsunterlagen anfertigen können.
Lehrstoff:
Semester:
Zeichengeräte und ihre Handhabung. Zeichnungsnormen, Beschriftung. Anfertigen von Fertigungsunterlagen; Bemaßung und Beschriftung; Toleranzen und Passungen. Stücklisten und Arbeitspapiere.
Semester:
Maschinenelemente in den drei Hauptrissen und in Schnittdarstellung, genormte Axonometrie. CNC-gerechte Darstellung und Bemaßung.
KRAFTFAHRZEUGMOTOREN
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll Hauptformen der Verbrennungsmotoren sowie konstruktive Merkmale der wichtigsten Bauteile kennen und einfache Berechnungen vornehmen können.
Lehrstoff:
Semester:
Grundgesetze der Wärmelehre. Arbeitsverfahren, Steuerdiagramme,
Leistungs- und Wirkungsgrade, Kraftstoffe.
Bauprinzip von Verbrennungsmotoren:
Kurbeltrieb, Zylinderanordnung, Massenkräfte.
Semester:
Bauarten, Bauelemente. Gemischaufbereitung, Gaswechsel, Zündung und Abgase. Kühlung und Schmierung. Betriebsverhalten und Regelung.
ANTRIEBS- UND FAHRWERKSTECHNIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll Bauweisen, Bauteile und Bauteilgruppen von Antrieben und Fahrwerken kennen.
Lehrstoff:
Semester:
Antriebsarten. Haupt-, Zusatz- und Achsgetriebe. Wechsel- und Automatikgetriebe.
Semester:
Räder und Radaufhängung; Reifen. Bremsen. Federung und Dänpfung (Anm.: richtig: Dämpfung). Lenkung. Rahmen.
KRAFTFAHRZEUGELEKTRIK UND -ELEKTRONIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll die für den Ausbildungsbereich bedeutsamen Grundgesetze der Elektrotechnik, der Elektronik und ihre Anwendung kennen, Schaltpläne lesen und einfache elektrische Messungen durchführen können.
Lehrstoff:
Semester:
Elektromagnetismus. Größen und Einheiten im Gleich- und Wechselstromkreis.
Gleich- und Wechselstromgesetze. Anwendungen (Starterbatterie, Starter, Relais).
Semester:
Verbraucher im Wechselstromkreis, Drehstrom (Transformator, Drehstromgenerator).
Schaltpläne:
Symbole, Leitungen, einfache Stromlaufpläne.
Semester:
Bauelemente und Grundschaltungen; Dioden- und Transistorenschaltungen, Komfort- und Sicherheitstechnik. Regeleinrichtungen (Einspritzregelung, Brems- und Schlupfregelung).
PROJEKTSTUDIEN
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll in selbständiger Arbeit übergreifende Projekte der Kraftfahrzeugtechnik bearbeiten können.
Lehrstoff:
Semester:
Projektmanagement und Projektarbeiten aus den Themenbereichen der Pflichtgegenstände „Kraftfahrzeugmotoren”, „Antriebs- und Fahrwerktechnik”, „KFZ-Elektrik und -Elektronik”, „Fahrmechanik”, „Gemischbildungsanlagen und Zündsysteme”, „KFZ-Meßtechnik”, „Betriebstechnik” und „Umwelttechnik und -management”.
B. SCHULAUTONOME PFLICHTGEGENSTÄNDE
LEBENDE FREMDSPRACHE
Siehe Anlage A.1
KOMMUNIKATION UND SCHRIFTVERKEHR
Siehe Anlage A.1
BETRIEBSTECHNIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll wichtige Aufgaben und typische Lösungen auf dem Gebiet der Analyse, Planung, Durchführung und Kontrolle in den Betriebsfeldern facheinschlägiger Unternehmen kennen.
Lehrstoff:
Semester:
Aufbau- und Ablauforganisation eines Betriebes.
Qualitätsmanagement.
Fertigungsplanung:
Arbeits- und Zeitstudien, Ergonomie und Arbeitsplatzgestaltung, Grundzüge der Arbeitsvorbereitung, Arbeitsplan, Kapazitäts- und Terminplanung, Netzplantechnik, Materialwirtschaft.
Semester:
Kostenrechnungsverfahren, Betriebsabrechnung, Kalkulationsverfahren, Wirtschaftlichkeitsrechnung in der Unternehmensplanung.
UMWELTTECHNIK UND -MANAGEMENT
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll in der Lage sein, an der Erhaltung des Lebensraumes mitzuarbeiten und die Wechselwirkungen zwischen Technik, Wirtschaft und Umwelt kennen und analysieren können. Er soll über Grundkenntnisse der umweltrechtlichen Bestimmungen verfügen und Umweltbelastungen in der Produktion und beim Einsatz von Maschinen, Geräten und Anlagen sowie von Betriebs- und Hilfsstoffen erkennen und Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Verringerung dieser Belastungen treffen können.
Lehrstoff:
Semester:
Stellenwert der natürlichen Lebensumwelt; Zusammenhänge zwischen Umwelt, Wirtschaft und Technik. Ökologische Grundbegriffe, Kreisläufe und Wechselbeziehungen.
Umwelttechnische Grundlagen:
Biologische, chemische und physikalische Grundlagen der Umwelttechnik.
Toxikologie von Schadstoffen.
Methoden der Umweltanalytik.
Ausgewählte Bestimmungen des Umweltrechts.
Semester:
Vorrichtungen, Anlagen und Maßnahmen zur Vermeidung und zum Schutz vor Umweltbelastungen in der Produktion (Umweltverträglichkeit). Maßnahmen zur Vermeidung von Umweltschäden durch den Einsatz bzw. die Verwendung von Produkten durch die Konsumenten bzw. Anwender.
Umweltmanagement:
Erstellung von fach- und abteilungsübergreifenden umwelttechnischen Konzepten (Stoffstromanalysen, Abfallwirtschaftskonzepte). Umweltbezogene Funktionen im Betrieb. Kommunikation zwischen Betrieb, Behörden, Anrainern und Konsumenten.
Arbeitnehmerschutzbestimmungen. Kosten von Umweltschutzmaßnahmen, Folgekosten von Umweltschäden, Förderungsmöglichkeiten. Umweltberatung in Österreich.
FAHRMECHANIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll das allgemeine Fachverhalten eines Kraftfahrzeuges beurteilen können.
Lehrstoff:
Semester:
Fahrwiderstände, Vortriebskräfte, Kräfte bei der Kurvenfahrt.
Fahrverhalten:
Anfahr- und Bremsvorgang.
Semester:
Unter- und Übersteuerung, Fahrschwingungen.
Unfallmechanik:
Einflußfaktoren, Wechselwirkung zwischen Rad und Fahrbahn.
Sicherheitstechnik am KFZ.
GEMISCHBILDUNGSANLAGEN UND ZÜNDSYSTEME
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll Aufbau und Wirkungsweise aller handelsüblichen Gemischbildungs- und Zündanlagen verstehen.
Lehrstoff:
Semester:
Vergaserkonstruktionen. Vorgänge im Vergaser, Ansaugleitungen. Katalysatortechnik, Lambdaregelung. Kraftstoffe.
Kraftstoffeinspritzung bei Otto- und Dieselmotoren. Kennlinien.
Semester:
Spezifische Zündsysteme. Zündelektronik. Kennlinien. Motormanagement.
KFZ-ELEKTRONIK - PRAKTIKUM
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll die Wirkungsweise und das Betriebsverhalten der elektronischen Einrichtungen im KFZ verstehen, Schaltpläne lesen und einfache elektronische Messungen durchführen können.
Lehrstoff:
und 4. Semester:
Anwendungsbeispiele. Grundschaltungen. Messungen an und Prüfvorgänge von elektronischen Bauteilen.
KFZ-MESSTECHNIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll die gängigen Methoden der KFZ- und Motormeßtechnik kennen und anwenden können.
Lehrstoff:
Semester:
Leistungsbremsen, Kraftstoffverbrauch, Emissionsmessungen. Prüfstandsmessungen. Messungen und Kontrollen mit Hilfe von KFZ-Diagnosegeräten.
Fahrzeugmeßtechnik:
Allgemeines Fahrverhalten, Schwingungsverhalten, Rollenprüfstand, Vermessung der Radgeometrie und der Fahrzeugbodengruppe.
Semester:
Dichtheits- und Verschließprüfungen, Arbeiten mit dem Motortester.
Prüfen des Anlaß- und Ladesystems.
Schallmessungen.
Fehlersuche an elektrischen und elektronischen Geräten und Systemen.
KFZ-PRAKTIKUM UND KFZ- BEGUTACHTUNG
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll Wartungs- und Inspektionsarbeiten an Kraftfahrzeugen vornehmen können. Er soll darüber hinaus in der Lage sein, die zu begutachtenden Fahrzeuge nach ihrer Verkehrs- und Betriebssicherheit und Umweltverträglichkeit zu überprüfen. Er soll die dazu notwendigen Einrichtungen und speziellen Geräte kennen und anwenden können.
Lehrstoff:
Semester:
Arbeiten an Motoren, Gemischbildungsanlagen, Kupplungen, Getrieben, Ausgleichsgetrieben, Radaufhängungen, Federungen, Bremsen und Lenkungen.
Semester:
Rechtliche und qualifikationsmäßige Voraussetzungen. Begriffsbestimmungen. Einrichtungen der Prüfstellen. Mängelkatalog, Bewertung von Mängeln, Erstellung von Gutachten. Haftung für Begutachtungen.
SCHWEISSTECHNIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll praktische Fertigkeiten und Kenntnisse im Handhaben von Geräten für Schweißaufgaben mittleren Schwierigkeitsgrades erwerben.
Lehrstoff:
Semester:
Nahtformen, Schweißeignung von Werkstoffen. Gasschmelzschweißen, Lichtbogenschweißen.
Semester:
Schweißen von Stumpf- und Kehlnähten in verschiedenen Werkstoffdicken und Positionen. Schweißnahtprüfung und Nahtfehlerbestimmung. Grundzüge der Kalkulation bei Schweißverfahren.
C. FREIGEGENSTÄNDE
ZUSATZLEHRGANG FÜR DIE UNTERNEHMERPRÜFUNG
Siehe Anlage A.1
FREMDSPRACHE UND KOMMUNIKATION
Siehe Anlage A.1
ANGEWANDTE MATHEMATIK
Siehe Anlage A.1
ANGEWANDTE PHYSIK
Siehe Anlage A.1
TECHNISCHE GRUNDLAGENFÄCHER
Siehe Anlage A.1
*1) Für die Verteilung der Unterrichtseinheiten auf die Semester wird von einem 20 Wochen langen Semester ausgegangen; 20 Unterrichtseinheiten entsprechen somit einer Semesterwochenstunde.
*2) Die Festlegung von schulautonomen Pflichtgegenständen sowie der Unterrichtseinheiten erfolgt durch schulautonome Lehrplanbestimmungen (Abschnitt III).
*3) mit Laborübungen.
Tritt hinsichtlich des 1. Semesters mit Ablauf des 31. August 2008,
hinsichtlich des 2. Semesters mit Ablauf des 31. Jänner 2009 sowie
hinsichtlich der weiteren Semester semesterweise auslaufend außer
Kraft (vgl. Art. 2 Z 1, BGBl. II Nr. 256/2008).
Anlage A.11
```
```
LEHRPLAN DER WERKMEISTERSCHULE FÜR BERUFSTÄTIGE FÜR MASCHINENBAU -
AUTOMATISIERUNGSTECHNIK
I. STUNDENTAFEL
(Gesamtausmaß der Unterrichtseinheiten und Unterrichtseinheiten pro
Unterrichtsgegenstand)
```
```
Unterrichtseinheiten Lehr-
ver-
A. Pflichtgegenstände Summe pflich-
Semester *1) tungs-
```
-
-
- gruppe
-
```
```
```
```
Religion ............ 20 20 20 20 80 (III)
```
```
Kommunikation und
```
Schriftverkehr ...... 20 20 - - 40 II
```
Wirtschaft und
```
Recht ............... - - 20 20 40 III
```
Mitarbeiterführung
```
und -ausbildung ..... - - 20 20 40 III
```
Angewandte
```
Mathematik .......... 80 40 - - 120 I
```
Angewandte Physik ... 20 20 - - 40 II
```
```
Angewandte
```
Informatik .......... - 40 - - 40 I
```
Mechanik ............ 40 40 - - 80 (I)
```
```
Fertigungstechnik ... 20 20 20 20 80 I
```
```
Maschinenelemente ... 40 20 - - 60 I
```
```
Technisches
```
Zeichnen ............ 20 20 - - 40 II
```
Elektro- und
```
Steuerungstechnik ... - 20 20 - 40 I
```
Meß- und
```
Automatisierungs-
technik ............. - - 40 40 80 I
```
Manipulations-
```
technik ............. - - 20 20 40 I
```
Projektstudien ...... - - - 20 20 II
```
```
```
Zwischensumme ... 260 260 160 160 840
```
```
B. Schulautonome Pflichtgegenstände *2)
```
```
Lebende
Fremdsprache ........ 20 20 20 20 80 I
Kommunikation und
Schriftverkehr ...... - - 20 20 40 II
Hydraulik und
Pneumatik *3) ....... - - 40 40 80 I
Steuerungs- und
Regelungstechnik .... - - 40 40 80 I
Betriebstechnik und
-management ......... - - 40 40 80 I
Umwelttechnik und
-management ......... - - 20 20 40 II
Qualitätsmanagement . - - 20 20 40 I
Computer Aided
Design *3) .......... - - 20 20 40 I
Computer Aided
Manufacturing *3) ... - - 40 40 80 I
Bauelemente und
Grundschaltungen
der Elektronik ...... - - 40 40 80 I
Laboratorium für
Elektrotechnik und
Elektronik .......... - - 40 40 80 I
```
```
Zwischensumme ... 20 20 120 120 280
```
```
Gesamtsumme (A und B) ... 280 280 280 280 1 120
```
```
Gesamtstundenrahmen
(A und B) für
Abweichungen durch
schulautonome
Lehrplanbestimmungen
mindestens .......... 260 260 260 260 1 040
höchstens ........... 320 320 320 320 1 280
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