Verordnung des Bundesministers für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten über die Lehrpläne für Höhere technische und gewerbliche Lehranstalten; Bekanntmachung der Lehrpläne für den Religionsunterricht an diesen Schulen
- die Stellung des Betriebes im Spannungsfeld des Weltmarktes kennen und den Auswirkungen der Veränderungen des Marktes auf den Betrieb Rechnung tragen.
Lehrstoff:
III. Jahrgang:
Marketinggrundlagen:
Konzepte, Marktgrößen, Marktbestimmungen.
Marktforschung:
Arten, Methoden, Ablauf; rechnergestützte Marktforschung.
Beschaffungsmarketing:
Beschaffungspolitische Instrumente; Investitionsgütermarketing.
Absatzmarketing:
Absatzpolitische Instrumente.
IV. Jahrgang:
Außenhandel:
Rahmenbedingungen, Import, Export, internationales Marketing.
Merchandising:
Gestaltung von Verkaufsräumen und Schaufenstern, Verkaufshilfen, Regalpflege; Produktpräsentation und Kollektionsgestaltung.
Produktabsatzförderung:
Persönlicher Verkauf, Verkaufsmanagement.
4.10 BETRIEBSWIRTSCHAFT UND RECHNUNGSWESEN
Ergänzung des Pflichtgegenstandes „Betriebswirtschaft und Rechnungswesen” in Abschnitt A.
Lehrstoff:
IV. Jahrgang:
Siehe den Pflichtgegenstand „Betriebswirtschaft und Rechnungswesen” in Abschnitt A. und weiters:
Fallstudien:
Planung und Überwachung konkreter industrieller Aufgaben.
V. Jahrgang:
Siehe den Pflichtgegenstand „Betriebswirtschaft und Rechnungswesen” in Abschnitt A. und weiters:
Praxisprojekte:
Interdisziplinäre Projekte aus den Stoffgebieten der Pflichtgegenstände „Maschinentechnik und Elektronik”, „angewandte Informatik”, „Basisprodukte”, „Basistechnologie”, „Betriebsmanagement”, „Betriebs- und Führungspraxis”, „Wirtschaftsrecht”, „Marketing” sowie „Rechnungswesen”.
4.11 ANGEWANDTE MATHEMATIK
Siehe den Pflichtgegenstand „Angewandte Mathematik” in Abschnitt B.3.
4.12 PROJEKTENTWICKLUNG
Bildungs- und Lehraufgabe:
Siehe den Pflichtgegenstand „Projektentwicklung” in Abschnitt B.2..
Lehrstoff:
III. Jahrgang:
Siehe den Pflichtgegenstand „Projektentwicklung” in Abschnitt B.2..
IV. Jahrgang:
Siehe den Pflichtgegenstand „Projektentwicklung” in Abschnitt B.2. und weiters:
Computerunterstützte Projektentwicklung:
Computerunterstützung bei Teamarbeit, Kosten- und Zeitschätzung, bei Entwurf, Realisierung, Wartung und Dokumentation.
V. Jahrgang:
Projektphasen:
Pflichtenheft, Termin- und Zeitplan, Variantenbildung, -auswahl und -beurteilung; Strategien und Kostenberechnungen; Präsentation; Vergabeverhandlungen.
Fallstudien:
Komplexe Fallstudien (betriebliche Funktionsbereiche), integrierte
Datenverarbeitung).
Praxisprojekt:
Durchführung eines komplexen, arbeitsteilig zu bewältigenden Projektes für betriebswirtschaftlich-technisch orientierte Endbenutzer.
Im IV. und V. Jahrganges spezifische Themen des Ausbildungszweiges.
4.13 WERKSTÄTTE
Siehe den Pflichtgegenstand „Werkstätte” in Abschnitt B.2.
B.5 TEXTILCHEMIE UND ÖKOLOGIE
5.1 ANGEWANDTE INFORMATIK
Siehe den Pflichtgegenstand „Angewandte Informatik” in Abschnitt B.2.
5.2 BASISPRODUKTE
Siehe den Pflichtgegenstand „Basisprodukte” in Abschnitt B.2.
5.3 BASISTECHNOLOGIE
Siehe den Pflichtgegenstand „Basistechnologie” in Abschnitt B.2.
5.4 QUALITÄTS- UND UMWELTMANAGEMENT
Bildungs- und Lehraufgabe:
Siehe den Pflichtgegenstand „Qualitäts- und Umweltmanagement” in Abschnitt B.2.
Lehrstoff:
I. und II. Jahrgang:
Siehe den Pflichtgegenstand „Qualitäts- und Umweltmanagement” in Abschnitt B.2.
5.5 BETRIEBS- UND FÜHRUNGSTECHNIK
Siehe den Pflichtgegenstand „Betriebs- und Führungstechnik” in Abschnitt B.2.
5.6 ANALYTISCHE CHEMIE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die Prinzipien und Methoden der analytischen Chemie, deren Einsatz und ihre Grenzen zur Lösung allgemeiner und praxisbezogener Aufgaben kennen;
- die Voraussetzungen zum Gelingen experimenteller Vorgänge beherrschen;
- stöchiometrische Berechnungen durchführen können;
- die Übersicht über die aktuellen Spurenanalysen besitzen und deren Prinzip kennen und festgelegte toxikologische Grenzwerte kritisch bewerten können.
Lehrstoff:
III. Jahrgang:
Laboratoriumstechnik:
Gefahrenquellen und Sicherheitsmaßnahmen, Umgang mit Chemikalien, Handhabung von Laboratoriumsgeräten, Anorganisch-präparative Arbeiten.
Quantitative Analyse:
Stöchiometrische Berechnungen, gravimetrische und volumetrische
Einzelbestimmungen, Fasertrennungen.
Qualitative Analyse:
Identifizierungsreaktionen einzelner Ionen und Fasern,
Aufschlussverfahren.
IV. Jahrgang:
Quantitative Analyse:
Gravimetrische und maßanalytische Bestimmungen; Elektrochemische Bestimmungsmethoden (Elektrogravimetrie, Potenziometrie, Konduktometrie).
Instrumentelle Analyse:
Kolorimetrie, Photometrie, Infrarot-, Ultraviolett- und Sichtbare
Licht-Spektralanalyse, Chromatographie;
Atomabsorptions-Spektralanalyse, Plasmaanalysen,
Massenspektroskopie, Kernspektroskopie.
Umweltanalytik:
Grenzwerte und Methodenwahl; Umweltrelevante Summenparameter.
V. Jahrgang:
Elementaranalyse:
Nachweis- und Bestimmungsmethode von Heteroatomen in organischen
Substanzen.
Textilhilfsmitteluntersuchungen:
Tenside, Waschmittel, Färberei- und Druckereihilfsmittel.
Farbstoffuntersuchungen:
Farbstoffuntersuchungen in der Substanz und auf der Faser.
Umweltanalytik:
Abwasser-, Abluft- und Bodenuntersuchungen.
5.7 CHEMISCHE TECHNOLOGIE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die natürlichen, modifizierten und synthetischen Roh- und Hilfsstoffe, Produktionstechniken und Verfahrensabläufe sowie Produkte und Produktdeklarationen kennen;
- Einsatz- und Entsorgungstechniken kennen;
- den wirtschaftlichen Nutzen und die Auswirkungen auf die ökologischen Schäden abschätzen können;
- die umweltrelevanten Bereiche Luft, Wasser und Boden in ihrer produktionstechnischen Bedeutung erkennen können.
Lehrstoff:
III. Jahrgang:
Textilveredlung:
Textile Faserstoffe, Behandlungsbäder, Textilvorbehandlung (mechanische und chemische Verfahren), Textilreinigung, Energiebilanz, Faserschädigung.
IV. Jahrgang:
Farbgebung:
Farbstoffchemie, Farbstoffklassen, Farbmessung, Färbemechanismen und Kolorierung (Färbe- und Druckverfahren), Rezeptierung.
Techniken:
Apparate und maschinelle Einrichtungen.
V. Jahrgang:
Techniken:
Kontinuierliche und diskontinuierliche Verfahrensabläufe.
Qualitätsprüfung und -kontrolle:
Beurteilung und Korrektur.
Textilnachbehandlung:
Mechanische und chemische Veredlungsverfahren.
Umwelt- und Entsorgungstechnik (Wasser, Luft, Boden).
5.8 UMWELTTECHNIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die Beurteilung der wichtigsten Umweltstandards erkennen und erfassen können;
- Grenzwerte für die Gesundheit kennen und interpretieren können.
Lehrstoff:
IV. Jahrgang:
Umweltstandards:
Messverfahren und Grenzwerte; Boden-, Luft-, Wasser- und Schallmessungen; ÖKO-Audit und ÖKO-Labels.
Gesetze und Regelwerte:
Abfallwirtschaftsgesetz, Chemikaliengesetz, Umwelthaftungsgesetz,
Umweltinformationsgesetz, ArbeitnehmerInnenschutzgesetz,
Abwasserverordnungen.
Umweltmanagement:
Praktische Einführung am Beispiel eines Produktionsablaufes.
5.9 ANGEWANDTE MATHEMATIK
Siehe den Pflichtgegenstand „Angewandte Mathematik” in Abschnitt B.3.
5.10 PROJEKTENTWICKLUNG
Siehe den Pflichtgegenstand „Projektentwicklung” in Abschnitt B.2.
5.11 TECHNISCHES ZEICHNEN
Siehe den Pflichtgegenstand „Technisches Zeichnen” in Abschnitt B.2.
5.12 LABORATORIUM
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die Grundlagen der Laboratoriumstechnik kennen und praktisch anwenden können;
- die Geräte und Apparate handhaben können;
- die Grundsätze der Waren- und Produktionskontrolle sowie Umweltanalytik kennen und dieses Wissen in Form von Projekten anwenden können;
- seine Ergebnisse unter Berücksichtigung der Qualitätssicherung dokumentieren können;
- die in chemischen Laboratorien des Fachgebietes verwendeten Geräte, Apparate und Chemikalien unter Berücksichtigung der Sicherheitsmaßnahmen gewandt handhaben können.
Lehrstoff:
III. Jahrgang:
Allgemeine Laboratoriumstechnik:
Gefahrenquellen, Sicherheitsmaßnahmen, Umgang mit Chemikalien und Laborgeräten, Glasarbeiten.
Anorganisch präparatives Arbeiten.
Qualitative Analyse:
Faser- und Ionenidentifizierung, Aufschlüsse.
Quantitative Analyse:
Gravimetrische und maßanalytische Bestimmungen.
IV. Jahrgang:
Organisch präparative Arbeiten:
Substitutions-, Additions-, Redoxreaktionen.
Volumetrie:
Säure/Basen-, Redox-, Fällungs- und komplexometrische Titration.
Instrumentelle Analyse:
Kolorimetrie, Photometrie, Infrarot-Spektrometrie, Refraktometrie.
Elektrochemische Analyse:
Elektrogravimetrie, Potentiometrie.
Farbgebende Prozesse:
Färbe- und Druckverfahren.
Fasertrennungen:
Quantitative Analyse; Zwei- und Mehrkomponentenmischungen.
Kontrolle von Behandlungsbädern:
Vor-, Farb- und Nachbehandlungsbäder.
V. Jahrgang:
Färben und Drucken:
Färben und Drucken von Einzelfasern und Fasermischungen.
Elementaranalyse:
Nachweis und quantitative Bestimmung von Heteroatomen in
organischen Substanzen.
Untersuchung textiler Produkte:
Textilhilfsmitteluntersuchungen, Farbstoffuntersuchungen,
Qualitätsprüfung an Fertigprodukten.
Umweltanalytik:
Abwasser-, Abluft- und Bodenuntersuchung.
5.13 WERKSTÄTTENLABORATORIUM
Siehe den Pflichtgegenstand „Werkstättenlaboratorium” in Abschnitt B.3.
5.14 WERKSTÄTTE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Siehe den Pflichtgegenstand „Werkstätte” in Abschnitt B.2.
Lehrstoff:
I. und II. Jahrgang:
Siehe den Pflichtgegenstand „Werkstätte” in Abschnitt B.2.
III. Jahrgang:
Grundausbildung:
Umgang mit Chemikalien, Farbstoffen und Hilfsmitteln; Handhabung
der maschinellen Einrichtungen.
Textilveredlung:
Warenvorbehandlung; Farbgebung durch Färbung und Druck;
Warennachbehandlung.
Textilpflege:
Textilreinigung und Detachur.
Textilpflegekennzeichnung, Textilmaterialkennzeichnung,
Qualitätskontrolle.
PFLICHTPRAKTIKUM
Siehe Anlage 1.
C. FREIGEGENSTÄNDE, UNVERBINDLICHE ÜBUNGEN, FÖRDERUNTERRICHT
C.1 FREIGEGENSTÄNDE
LEBENDE FREMDSPRACHE
(Französisch, Italienisch, Spanisch, Serbokroatisch, Ungarisch) Siehe den Pflichtgegenstand Englisch (sinngemäß).
TECHNISCHES ZEICHNEN
Siehe den Pflichtgegenstand „Technisches Zeichnen” in Abschnitt B.2.
C.2 UNVERBINDLICHE ÜBUNGEN
BEWEGUNG UND SPORT
Siehe Anlage 1.
C.3 FÖRDERUNTERRICHT
Siehe Anlage 1.
Jahrgangsweise gestaffeltes Inkrafttreten vgl. § 4 idF BGBl. II
Nr. 382/1998.
Anlage 1.4.1
LEHRPLAN DER HÖHEREN LEHRANSTALT FÜR KUNST UND DESIGN
I. STUNDENTAFEL *1)
(Gesamtstundenzahl und Stundenausmaß der einzelnen
Unterrichtsgegenstände)
```
```
Wochenstunden Lehrver-
A. Pflichtgegenstände pflich-
Jahrgang Summe tungs-
I. II. III. IV. V. gruppe
```
```
```
Religion ............. 2 2 2 2 2 10 (III)
```
```
Deutsch .............. 3 2 2 2 2 11 (I)
```
```
Englisch ............. 2 2 2 2 3 11 (I)
```
```
Geschichte und
```
politische Bildung ... - - - 2 2 4 III
```
Leibesübungen ........ 2 2 2 1 1 8 (IVa)
```
```
Geographie und
```
Wirtschaftskunde ..... - 2 2 - - 4 (III)
```
Wirtschaft und Recht . - - - 2 3 5 III
```
```
Angewandte Mathematik 3 3 2 2 - 10 (I)
```
```
Angewandte Physik .... 2 2 2 - - 6 (II)
```
```
Angewandte Chemie und
```
Ökologie ............. 3 2 - - - 5 II
```
Darstellende Geometrie 2 - - - - 2 (I)
```
```
Angewandte Informatik 2 - - - - 2 I
```
```
Technologie und
```
Phänomenologie ....... 2 - - - - 2 I
```
Darstellung und
```
Komposition *2) ...... 5 4 4 3 - 16 II
```
Stilkunde ............ - - 2 2 2 6 III
```
```
Typografischer Entwurf 2 - - - - 2 II
```
Pflichtgegenstände der
Ausbildungszweige
gemäß Abschnitt B. ... 9 18 19 21 24 91
```
```
Gesamtwochenstundenzahl .. 39 39 39 39 39 195
```
```
Wochenstunden Lehrver-
B. Pflichtgegenstände der pflich-
Ausbildungszweige Jahrgang Summe tungs-
I. II. III. IV. V. gruppe
```
```
B.1 Grafik- und
Kommunikations-Design
1.1 Technologie und
Phänomenologie ...... - 2 2 2 2 8 I
1.2 Design und
Kommunikation *2) ... - - - 2 2 4 II
1.3 Marketing und Werbung - - - 2 2 4 II
1.4 Medienlabor ......... - 5 5 5 5 20 I
1.5 Entwurf *3) ......... 9 9 10 10 13 51 I
1.6 Typografischer
Entwurf ............. - 2 2 - - 4 II
Wochenstundenzahl B.1 9 18 19 21 24 91
B.2 Textil-Design
2.1 Technologie und
Phänomenologie ...... - 2 2 2 - 6 I
2.2 Darstellung und
Komposition *2) ..... - - - - 3 3 II
2.3 Dessinatur -
Gewebetechnik *4) ... 2 4 4 3 4 17 I
2.4 Dessinatur -
Maschentechnik *4) .. 2 4 3 4 4 17 I
2.5 Dessinatur -
Drucktechnik *5) .... - - 2 2 3 7 I
2.6 Textilmanagement .... - - - 2 2 4 II
2.7 Entwerfen *3) ....... 5 5 5 5 5 25 III
2.8 Atelier und
Werkstätte .......... - 3 3 3 3 12 Va
Wochenstundenzahl B.2 9 18 19 21 24 91
B.3 Audiovisuelles
Mediendesign
3.1 Darstellende
Geometrie ........... - 2 - - - 2 (I)
3.2 Technologie und
Phänomenologie ...... - 3 3 2 2 10 I
3.3 Digitale
Bildbearbeitung *6) . - 2 2 2 2 8 I
3.4 Medientechnik *7) ... - 4 5 6 6 21 I
3.5 Produktion und
Organisation ........ - - - 2 2 4 III
3.6 Entwerfen *3) ....... 9 4 6 6 6 31 III
3.7 Atelier und
Werkstätte .......... - 3 3 3 6 15 Va
Wochenstundenzahl B.3 9 18 19 21 24 91
B.4 Möbel-Raum-Design
4.1 Darstellende
Geometrie ........... - 2 - - - 2 (I)
4.2 Technologie und
Phänomenologie ...... - 2 2 2 2 8 I
4.3 Baukonstruktion ..... - - 2 2 2 6 I
4.4 Innenräume .......... - 2 2 2 2 8 I
4.5 Projektmanagement ... - - - 2 2 4 II
4.6 Entwurf *3) ......... 9 7 8 8 11 43 I
4.7 Atelier und
Werkstätte .......... - 5 5 5 5 20 Va
Wochenstundenzahl B.4 9 18 19 21 24 91
B.5 Plastisches Design
5.1 Darstellende
Geometrie ........... - 2 - - - 2 (I)
5.2 Technologie und
Phänomenologie ...... - 2 2 2 2 8 I
5.3 Gestalt- und
Farblehre ........... - 2 2 - - 4 III
5.4 Dimension und Raum .. - - - 2 2 4 II
5.5 Materialien der
Gestaltung und
Formgebung .......... - - 2 2 2 6 III
5.6 Marketing und Werbung - - - 2 2 4 II
5.7 Entwerfen *3) ....... 9 7 8 8 11 43 III
5.8 Atelier und
Werkstätte .......... - 5 5 5 5 20 Va
Wochenstundenzahl B.5 9 18 19 21 24 91
B.3 Produktdesign und
-präsentation
6.1 Darstellende
Geometrie ........... - 2 - - - 2 (I)
6.2 Technologie und
Phänomenologie ...... - 2 2 2 2 8 I
6.3 Produktentwicklung .. - 3 3 - - 6 II
6.4 Ergonomie ........... - - - 2 2 4 I
6.5 Medientechnik *6) ... - 2 2 2 2 8 I
6.6 Marketing und Werbung - - - 2 2 4 II
6.7 Entwerfen *3) ....... 9 5 8 9 12 43 III
6.8 Atelier und
Werkstätte .......... - 4 4 4 4 16 Va
Wochenstundenzahl B.6 9 18 19 21 24 91
```
```
Pflichtpraktikum .... mindestens 8 Wochen in der
unterrichtsfreien Zeit vor Eintritt
in den V. Jahrgang
```
```
Wochenstunden Lehrver-
C. Freigegenstände, pflich-
Unverbindliche Übungen Jahrgang tungs-
Förderunterricht I. II. III. IV. V. gruppe
```
```
C.1 Freigegenstände
Zweite lebende
Fremdsprache *8) ..... 2 2 2 2 2 (I)
C.2 Unverbindliche
Übungen
Leibesübungen ........ 2 2 2 2 2 (IVa)
C.3 Förderunterricht *8)
Deutsch
Englisch
Angewandte Mathematik
Fachtheoretische
Pflichtgegenstände
```
```
1) Durch schulautonome Lehrplanbestimmungen kann von der Stundentafel im Rahmen des Abschnittes III. abgewichen werden. 2) Mit Übungen.
3) Mit fächerübergreifendem Projekt im V. Jahrgang. 4) Mit Übungen im Ausmaß von 1 Wochenstunde im I. Jahrgang und von je 2 Wochenstunden im II. bis V. Jahrgang.
5) Mit Übungen im Ausmaß von 2 Wochenstunden im V. Jahrgang. 6) Mit Laborübungen im Ausmaß von 1 Wochenstunde in jedem Jahrgang. *7) Mit Laborübungen im Ausmaß von 2 Wochenstunden im II. Jahrgang, 3 Wochenstunden im III. Jahrgang, je 5 Wochenstunden im IV. und V. Jahrgang.
8) In Amtsschriften ist die Bezeichnung der Fremdsprache anzuführen. 9) Bei Bedarf parallel zum jeweiligen Pflichtgegenstand bis zu 16 Unterrichtseinheiten pro Schuljahr; Einstufung wie der entsprechende Pflichtgegenstand.
II. ALLGEMEINES BILDUNGSZIEL
Siehe Anlage 1.
Fachrichtungsspezifische Bildungsziele:
Die Höhere Lehranstalt für Kunst und Design vermittelt Kenntnisse über den Einsatz eigenschöpferischer Fähigkeiten zum Konzipieren, Entwerfen und Designen in den diversen gestalterischen Disziplinen der Formgebung und Kommunikation. Damit verbunden sind sowohl Kenntnisse über Fertigungsmethoden, Materialeinsätze und Kalkulation, als auch über einschlägige Normen und Gesetze sowie über Mitarbeiterführung und die Bedeutung und Verantwortung des Gestalters gegenüber der Gesellschaft.
Die Höhere Lehranstalt für Kunst und Gestaltung sieht neben einer allgemeinen Fachausbildung sechs Ausbildungszweige vor:
- Der Ausbildungszweig „Grafik- und Kommunikations-Design'' (Grafik-, Medien- und Werbe-Design) vermittelt eine vertiefte Fachausbildung über das Finden von Lösungen durch geistig eigenschöpferische Leistung, deren Gestaltung und Umsetzung im Bereich der visuellen und multimedialen Kommunikation innerhalb soziokultureller und wirtschaftskultureller Wertefelder liegt.
- Der Ausbildungszweig „Textil-Design'' vermittelt eine vertiefte Fachausbildung hinsichtlich der Kreation visionärer Trends und deren Transformierung in textile Medien unter Einbeziehung künstlerischer, technischer, ökonomischer, soziokultureller Aspekte und multimedialer Technologien, weiters hinsichtlich der Rezeption interdisziplinärer Aktionsformen durch Sensibilisierung auf Erscheinungsbilder der Semiotik, der Textur sowie anderer Kommunikations- und Interpretationsmethoden.
- Der Ausbildungszweig „Audiovisuelles Mediendesign'' vermittelt eine vertiefte Fachausbildung hinsichtlich Konzeption und Produktion konventioneller und elektronischer Bild- und Tonträger, Kameraführung, Beleuchtungs- und Beschallungstechnik, Drehbuch, Regie, Schnitt und Endfertigung.
- Der Ausbildungszweig „Möbel-Raum-Design'' vermittelt eine vertiefte Fachausbildung hinsichtlich Planung, Gestaltung, Organisation und Ausführung von raumbildenden Innenausbauten, Möbeln und Produkten unterschiedlicher Funktionsstrukturen (Wohnen, Sondereinrichtungen aus Bereichen wie Verwaltung, Kultur, Freizeit usw.) mit besonderen Kenntnissen der erforderlichen Materialien und Konstruktionen unter Berücksichtigung sowohl historischer als auch zeitgenössischer Vorbilder aus Innenarchitektur, Architektur und Design.
- Der Ausbildungszweig „Plastisches Design'' vermittelt eine vertiefte Fachausbildung für Keramik-Gestaltung (in raum- und funktionsbezogenem kreativen Entwurf und Ausführung in Silikat- und Sintertechnik), für Metall-Gestaltung (in kreativem Entwurf und Ausführung hinsichtlich körperbezogener Schmuckformen in metallgerechter Verformungs- und Verbindungstechniken) und für Plastische Formgebung (in kreativem Entwurf und Ausführung von Skulpturen und Plastiken im öffentlichen Bereich unter Anwendung von fachspezifischen Ergänzungs- und Reduzierungstechniken).
- Der Ausbildungszweig „Produktdesign und -präsentation'' vermittelt eine vertiefte Fachausbildung hinsichtlich Konzipierung und Umsetzung realräumlicher und dinglicher Kommunikations- und Gestaltungsstrukturen, somit die Kreation von Produktpräsentation und Präsentationsräumen sowie die Basis des Produktdesigns unter Berücksichtigung ökonomischer, ökologischer und kultureller Wertefelder.
III. SCHULAUTONOME LEHRPLANBESTIMMUNGEN, DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE
Siehe Anlage 1.
Durch schulautonome Lehrplanbestimmungen kann im Ausbildungszweig „Plastisches Design'' bei den Pflichtgegenständen „Technologie und Phänomenologie'', „Materalien der Gestaltung und Formgebung'', „Entwerfen'' und „Atelier und Werkstätte'' vom vorgegebenen Lehrstoff insofern abgewichen werden, als auch nur ein bzw. zwei der in den betreffenden Pflichtgegenständen angeführten Themenbereiche als Lehrstoff festgelegt werden.
IV. LEHRPLÄNE FÜR DEN RELIGIONSUNTERRICHT
Siehe Anlage 1.
V. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABE DER UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE;
AUFTEILUNG DES LEHRSTOFFES AUF DIE SCHULSTUFEN
A. PFLICHTGEGENSTÄNDE
„Deutsch'', „Englisch'', „Geschichte und politische Bildung'', „Leibesübungen'', „Geographie und Wirtschaftskunde'' und „Wirtschaft und Recht'':
Siehe Anlage 1.
ANGEWANDTE MATHEMATIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die für die Berufspraxis und für weiterführende Studien notwendigen mathematischen Begriffe, Denkweisen und Methoden kennen und anwenden können;
- einfache Sachverhalte in Natur, Technik und Wirtschaft mit mathematischen Modellen beschreiben, analysieren, Modellösungen gewinnen und interpretieren können;
- die Mathematik als Werkzeug zur Infomationsgewinnung und zur Kommunikation im technisch-naturwissenschaftlichen und im kommerziellen Bereich einsetzen können;
- moderne Hilfsmittel zielführend einsetzen können.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Algebra:
Zahlenbereiche; Rechnen mit Variablen und Termen; Vektoren (Darstellung, Betrag, Addition, Subtraktion, Multiplikation mit einem Skalar); lineare Gleichungen und Ungleichungen, Formelumwandlungen, lineare Gleichungssysteme.
Numerisches Rechnen:
Darstellung von Zahlen, Darstellungsfehler, Abschätzen von
Ergebnissen.
Funktionen:
Begriff, Darstellung in Koordinatensystemen; lineare Funktion;
Interpretieren von Tabellen, Interpolation; direkte und indirekte
Proportionalität.
Geometrie:
Planimetrie (Ähnlichkeit; Dreieck, Viereck, Kreis; pythagoräische Lehrsatzgruppe); Stereometrie; Trigonometrie des rechtwinkeligen Dreieckes.
II. Jahrgang:
Algebra und Geometrie:
Vektoren (Skalarprodukt, Orthogonalität, vektorielles Produkt); Quadratische Gleichungen; Exponenzialgleichungen; Komplexe Zahlen (Darstellung, Rechenoperationen); Trigonometrie des schiefwinkeligen Dreieckes.
Funktionen:
Eigenschaften; Umkehrfunktionen; quadratische Funktionen, Potenz- und Wurzelfunktionen, Exponenzial- und logarithmische Funktionen; allgemeine Sinusfunktion, Summensätze; Interpretation von Funktionsgraphen und -gleichungen; Parameterdarstellung.
Wirtschaftsmathematik:
Zinseszinsrechnung; lineare Optimierung.
Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik:
Häufigkeitsverteilung; Kenngrößen; Wahrscheinlichkeit (Additions- und Multiplikationsregel).
III. Jahrgang:
Analysis:
Zahlenfolgen, Grenzwert, Stetigkeit; Differenzialrechnung (Differenzen- und Differenzialquotient, Ableitungsregeln); Integralrechnung (bestimmtes und unbestimmtes Integral, Integration elementarer Funktionen); Anwendungen der Differenzial- und Integralrechnung.
Numerische Mathematik:
Fehlerabschätzung und -fortpflanzung; Konditionsproblematik; numerische Methoden zum Lösen von Gleichungen, numerische Integration.
IV. Jahrgang:
Analysis:
Fachspezifische Anwendungen.
Lineare Algebra und analytische Geometrie:
Matrizen (Operationen, Anwendungen), Determinanten; Geraden und Ebenen; Körperschnitte in Hauptlage.
In Jahrgängen mit mindestens drei Wochenstunden vier Schularbeiten, sonst zwei.
ANGEWANDTE PHYSIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die Denk- und Arbeitsweise der klassischen und modernen Physik kennen, sich der Natur physikalischer Modellvorstellungen und ihrer Grenzen bewusst sein und zu aktuellen naturwissenschaftlichen Themen kritisch Stellung nehmen können;
- physikalische Methoden verstehen, anwenden und auf physikalisch-technische Aufgabenstellungen unter Verwendung einfacher mathematischer Symbolik übertragen sowie Zusammenhänge verbal, in der Symbol- und Fachsprache, grafisch und in Form von Tabellen und Formeln beschreiben, schließlich Größenordnungen auf Plausibilität abschätzen können;
- die physikalischen Gesetze, die für die Herstellung und Anwendung der in der Berufspraxis gebräuchlichen Werkstoffe, Geräte, Maschinen, Anlagen und Verfahren bedeutsam sind, kennen und anwenden können, insbesondere die Technologien der Energienutzung kennen und ihre Auswirkungen auf die Umwelt beschreiben können.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Allgemeine Physik:
Bedeutung und Arbeitsweise der Physik; internationale Einheiten
(SI).
Kinematik und Dynamik:
Geschwindigkeit, Beschleunigung, zusammengesetzte Bewegungen; Newton'sche Gesetze, Kraft, Arbeit, Energie, Leistung, Wirkungsgrad, Impuls; Erhaltungssätze der Mechanik; Rotation, Zentralkräfte, Gravitation.
Aeromechanik und Hydromechanik:
Druck, Auftrieb, Strömungen; Molekularkräfte.
II. Jahrgang:
Elektrizität und Magnetismus:
Elektrisches und magnetisches Feld; Leitungsmechanismen; magnetische Eigenschaften der Stoffe; Induktion; Stromkreis, Energieversorgung.
Schwingungen und Wellen:
Schwingungen und Wellen in Mechanik, Optik und Elektromagnetismus;
Resonanz; Ausbreitung von Wellen, stehende Wellen, Interferenz,
Beugung und Streuung; Modulation; Akustik.
Optik:
Reflexion, Brechung, Totalreflexion, Lichtgeschwindigkeit; Abbildung durch optische Systeme; Beugung am Spalt und am Gitter, Auflösungsvermögen optischer Geräte, Interferenz dünner Schichten, Polarisation, Spannungsoptik, Streuung.
Strahlung:
Licht und Farbe, Spektren, Emission und Absorption von Strahlung; Nutzung der Solarenergie; Laser; Photometrie, Gesetze der Temperaturstrahlung.
III. Jahrgang:
Thermodynamik:
Temperatur; Wärmeenergie, Wärmetransport, Wärmedämmung; Zustandsgleichung der idealen Gase (Aggregatszustände, Zustandsdiagramme); Hauptsätze der Wärmelehre, Gaskinetik, Diffusion.
Grundgedanken der Quantenmechanik:
Welle-Teilchen-Dualismus, Energiequantisierung, Unschärferelation,
Materiewellen.
Grundgedanken der Relativitätstheorie:
Konstanz der Lichtgeschwindigkeit, Äquivalenz von Masse und Energie, Raum-Zeit-Kontinuum, Gedankenexperimente.
Atom- und Kernphysik:
Aufbau der Atome und Kerne, Radioaktivität; Kernspaltung,
Kernverschmelzung; Wirkung radioaktiver Strahlung, Strahlenschutz,
Anwendung radioaktiver Isotope.
Energienutzung:
Technologien der Energienutzung und -umwandlung;
Energieversorgung; Entropie und ökologisches Gleichgewicht;
Energiehaushalt der Erde.
ANGEWANDTE CHEMIE UND ÖKOLOGIE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die Denk- und Arbeitsweisen der modernen Chemie kennen, sich der Natur chemischer Modellvorstellungen und ihrer Grenzen bewusst sein und zu aktuellen naturwissenschaftlichen Themen kritisch Stellung nehmen können;
- die für den persönlichen Lebensraum und die Berufspraxis bedeutsamen Gesetzmäßigkeiten und Methoden der Chemie kennen, anwenden und auf chemische Aufgabenstellungen unter Verwendung der Fachsymbolik übertragen sowie Zusammenhänge verbal, in der Symbol- und Fachsprache, grafisch und in Form von Tabellen und Formeln beschreiben, schließlich Größenordnungen auf Plausibilität abschätzen können;
- bei der Nutzung von Stoffen (Gewinnung, Produktion, Entsorgung) ökologische und gesundheitliche Faktoren verantwortungsbewusst berücksichtigen sowie die Möglichkeiten und Grenzen der technischen, wirtschaftlichen und ökologischen Bewertung von Produkten sowie die Bedeutung des Lebensraumes Boden, Luft, Wasser, Kreisläufe in der Natur, sowie deren Veränderungen durch anthropogene Einflüsse erkennen können.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Aufbau der Materie:
Reinstoffe, Gemenge, Element, Verbindung, Atommodelle, Nuclide Radioaktivität, Periodensystem, chemische Bindungen, Formelschreibweise und Nomenklatur.
Chemische Reaktionen:
Reaktionsgleichungen, Energiebilanz, chemisches Gleichgewicht,
Katalyse, Stöchiometrie.
Reaktionstypen:
Protolyse (Säuren und Basen; pH-Wert, Indikatoren, Säuren- und Basenstärke); Redoxreaktionen (Oxidationszahlen).
Elektrochemie:
Spannungsreihe, galvanische Elemente, Elektrolyse, Korrosion,
Korrosionsschutz.
Anorganische Grundstoffe:
Herstellung, Verwendung, Kreisläufe und Reststoffverwertung.
Ökologie:
Ökosphäre und Ökosysteme (Luft, Wasser, Boden), Kreisläufe, Gleichgewichte, Belastungen, Umweltschutz.
II. Jahrgang:
Kohlenstoff:
Bindungsformen, Modifikationen; anorganische Kohlenstoffverbindungen (Oxide, Kohlensäure und ihre Salze), Kohlenwasserstoffe, Petrochemie (Erdöl, Förderung, Verarbeitung, Produkte), Kohlenwasserstoffderivate (halogen-, sauerstoff-, stickstoffhaltige), Makromoleküle (Natur- und Kunststoffe), Herstellung, Anwendung, Reststoffverwertung.
Silicium:
Elementares Silicium, Kieselsäuren, natürliche und technische
Silicate, organische Siliciumverbindungen, Herstellung, Anwendung,
Reststoffverwertung; Baustoffe.
Ökologie:
Beeinflussung der Ökosphäre (Luft, Wasser, Boden) im Umfeld der Kohlenstoff- und Siliciumchemie, Umweltanalytik und Maßnahmen des Umweltschutzes an ausgewählten Beispielen.
DARSTELLENDE GEOMETRIE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- aus Rissen eines Objektes dessen Aufbau ablesen und die in der Zeichnung enthaltenen Informationen deuten, konstruktiv verwerten und darstellen können;
- mit der Erzeugung und den Gesetzmäßigkeiten der für die Fachrichtung bedeutsamen Kurven, Flächen und Körper vertraut sein;
- aus geometrischen Grundobjekten einfache Raumobjekte gemäß den Erfordernissen des Fachbereiches erkennen, skizzenhaft entwickeln, konstruieren und gegebenenfalls computergestützt generieren können.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Räumliches Koordinatensystem.
Abbildungsmethoden (Projektionsarten).
Grundkörper und einfache zusammengesetzte Körper in den Hauptrissen
und in Axonometrie.
Wahre Länge einer Strecke, wahre Größe einer ebenen Figur in
projizierender Lage.
Schnitte von Geraden und Ebenen.
Perspektive (Durchstoßmethode).
Im Jahrgang zwei Schularbeiten.
ANGEWANDTE INFORMATIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- Aufbau, Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten elektronischer Informationsverarbeitungsanlagen kennen und bedienen können;
- Standardsoftware zur Lösung von Aufgaben der Berufspraxis kennen, auswählen und einsetzen können;
- Informationen auf elektronischem Weg beschaffen und weitergeben können.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Informationsverarbeitungssysteme:
Aufbau, Funktion, Zusammenwirken der Komponenten; Betriebssysteme; grafische Oberflächen, grundlegende Funktionalitäten, Datenverknüpfung.
Standardsoftware:
Grundlagen der grafischen Datenverarbeitung, Dateiformate;
Textverarbeitung, Tabellenkalkulation.
Programmieren:
Grundlagen der Algorithmen (Anweisung, Schleife, logische Verzweigung), Anwendung in Makros und Skripts der Standardsoftware.
Kommunikationstechnik:
Netzwerke; Informationsbeschaffung; Auswirkungen auf Mensch, Arbeitswelt, Gesellschaft, Kultur; Datenschutz.
TECHNOLOGIE UND PHÄNOMENOLOGIE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- „Technik'' als mediale Bedingung des Vollzugs verstehen, die an der Realisierung von Projekten als Instrument der Wertschöpfung maßgeblich beteiligt ist, indem sie die „Sprache der Dinge'' mit der „Sprache der Methoden'' konfrontiert;
- Verfahrensweisen und Verfahrenstechniken in ihren Struktur- und Regelbedingungen kennen;
- die Empfindlichkeit des Ergebnisses gegenüber den medialen Bedingungen und ihren Rückbezüglichkeiten in theoretischen und praktischen Grundzügen erfassen können;
- fachspezifische Terminologien mit einem grundsätzlichen Verständnis für technologische Vorgänge und Zusammenhänge sowohl im technologischen als auch im phänomenologischen Sinne verbinden können.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Darstellungstechnologie:
Vollzug, Ressourcen, Instrumente: persönliche, kulturelle, materielle Ressourcen; der Blick und das Sehen (Physiologie, Psychologie, Mythologie), Farbtheorien; Instrumente und Phänomene zwischen Kausalität und Finalität.
Kunstbetrachtung und Wertanalyse:
Schauen, beschreiben, vergleichen.
DARSTELLUNG UND KOMPOSITION
Bildungs- und Lehraufgabe:
Schüler sollen
- den persönlichen Wahrnehmungsbereich erweitern, sensibilisieren und in einer bildnerischen Auseinandersetzung vertiefen;
- Phänomene der Verdeutlichung über darstellerische und kompositorische Mittel der bildnerischen Gestaltung, insbesondere Ziel-Mittel-Relationen und damit verbundene Sinnorientierungen kennen;
- sich mit dem Bereich zwischen Wahrnehmung und Darstellung und den damit verbundenen Phänomenen der Intention, Artikulation und Anmutung mit Mitteln zeichnerischer, malerischer und sonstiger bildnerischer Verfahrensweisen auseinander setzen können.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Grundphänomene der bildnerischen Darstellung:
Offene, nicht axiomatisch orientierte sowie konkretisierende Verfahrensweisen der Verdeutlichung,Verfahrensweisen, die die Relation zwischen Wahrnehmen und Darstellen in verschiedener Weise betreffen; Empfindlichkeit der ästhetischen Mittel und darstellerische Intention; Hell-Dunkel-Werte, Textur-, Strukturwerte im Hinblick auf Bedeutung und Rolle, kontur-, texturbezogene Darstellung von Objekt und Raum; räumliche Phänomene auf der Fläche (Kontur, Fläche, Farbe und Raumempfindung); Organisation der Fläche nach rhythmischen und darstellerischen Kriterien; Phänomene zwischen Verdeutlichung und Anmutung; Zeichnen aus der Beobachtung und aus der Vorstellung, narrative Schilderungen aus dem persönlichen Erlebnisbereich und aus dem kulturellen Bereich.
II. Jahrgang:
Studie, Skizze und Anmutung:
Darstellerische Mittel im Hinblick auf Verdeutlichung in der Abstraktion; Körper-, Raum-, Objekt-Studien, grafische und malerische Darstellungstechniken; Darstellungsmittel zur Umsetzung in unterschiedlichen Vollzugsbedingungen; Skizzenbereich im Zusammenhang mit den aus der jeweiligen Anwendung hervorgehenden Anforderungen; Relationen zwischen Darstellungsintention, Wahl der ästhetischen Mittel und Darstellungswert; Relationen zwischen Proportion, Maß, Gewichtung, Dynamik, Statik; Relation zwischen Ästhetik und Semantik (Hierarchie der darstellerischen Mittel im Hinblick auf den Grad ihrer Verdeutlichung); Relationen zwischen Rhythmus, Ordnung, Bedeutung und Sinnentwicklung (skizzenhafte Schilderung von Bildkonzepten); Phänomen der Offenheit in der Skizze, lineare und flächige Darstellungsmittel; Objekt-, Raum-, Material-, Oberflächen- und Licht-Sphären-Schilderung; zeichnerische und malerische Darstellungstechniken mit verschiedenen Materialien und Werkzeugen.
III. Jahrgang:
Konzept und Komposition:
Darstellerische Mittel im Hinblick auf ihren ästhetisch-semantischen Wert und ihren ästhetisch-künstlerischen Ausdruckswert; Darstellungen für Präsentationen im Hinblick auf verschiedene Anforderungen der Argumentation und Verdeutlichung; kompositorische Wertzugänge und bildhafte Verdeutlichung, visuelle Konzeption und Argumentation, Kopf, Akt und Figur, präsentationsreife Darstellung im anwendungsbezogenen Bereich und im freien künstlerischen Bereich, Vorstufen für Umsetzungen in anderen Medien.
IV. Jahrgang:
Inhalt, Dramaturgie, Bildsprache:
Darstellerische Mittel im Hinblick auf Verdeutlichung der Relation von Ästhetik und Semantik, von Relationen dramaturgischer, semantischer und visueller Ästhetik; Interpretation und Zwischenraum, Prozessschilderung, Sequenzen und Abläufe, Zeitspur (Synchronie, Diachronie), Kopf-, Akt- und Figurdarstellung.
STILKUNDE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die grundlegenden Kriterien und Zusammenhänge der wichtigsten Kulturepochen und deren Kunstformen von den Anfängen der Kunst bis in die Gegenwart überblicken;
- die Entwicklung der Kunst als Teil einer gesamten Kultur- und Geistesgeschichte verstehen und Zusammenhänge historischer Entwicklungen mit philosophischen, religiösen, politischen, sozialen und wirtschaftlichen Gegebenheiten kennen;
- Zusammenhänge von Form, Funktion, Material und Technik kennen;
- in vergleichender Kunstbetrachtung Stilmerkmale einzelner Epochen ikonografisch und ikonologisch unterscheiden können.
Lehrstoff:
III. Jahrgang:
Kulturepochen:
Prähistorik, antike Hochkulturen, Byzanz, Mittelalter.
IV. Jahrgang:
Kulturepochen:
Renaissance, Manierismus, Barock, Rokkoko, französische Revolution, 19. Jahrhundert; Individualisierung und Sujektivierung der abendländischen Kunst, Polarisierung zwischen Realitäts- und Idealitätsbegriff.
V. Jahrgang:
Kulturepochen und -auffassung:
Jahrhundert; Pluralismus und Irrationalität, Wahrnehmung und Imagination, Veränderungen traditioneller ästhetischer Wertigkeiten und Grenzen, Wechselbeziehungen; Kunstbetrachtung als theoretische Wissenschaft, Kunstanalyse und -formen (angewandte Strukturanalyse, Kunstkategorien).
TYPOGRAFISCHER ENTWURF
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- Charakteristik von Schrifttypen, den Aufbau der Buchstabenformen und die ästhetischen Kriterien der typografischen Gestaltung und deren Anwendungsfelder kennen;
- Schrift und Typografie als Instrumente der visuellen Kommunikation im Verhältnis zur Ästhetik und Gestik der Kommunikationsleistung sinnbezogen anwenden können;
- Wechselbeziehungen der computerunterstützten und der manuellen Buchstabenbearbeitung (Logobereich), Textbearbeitung und des Layouts funktionell und ästhetisch lösen können und mit computergestützten Techniken und Kopiertechniken präsentationsreif ausführen können;
- Gestaltungsleistungen auf der Basis des jeweils aktuellen technologischen und wissenschaftlichen Entwicklungsstandes erstellen können.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Typografie und Schrift:
Grundsätzliche Wertzugänge, Formaler Aufbau und Charakteristik der klassischen Schrifttypen (Schriftklassifizierungen, Schriftschnitte, Schriftfamilien, Formtypus und Formcharakter); Einzelbuchstaben aus dem Standardbereich der Schrift- und Typografieentwicklung (Serifen- und serifenlose Schriftformen); ästhetische Phänomene zwischen Form und Anmutung im Zusammenhang mit gezeichneten Schriften; Handschrift und ästhetische Steigerung; kalligrafische Ansätze, geschriebene und gezeichnete Schriftbereiche.
B. PFLICHTGEGENSTÄNDE DER AUSBILDUNGSZWEIGE
B.1 GRAFIK- UND KOMMUNIKATIONS-DESIGN
1.1 TECHNOLOGIE UND PHÄNOMENOLOGIE
Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes „Technologie und Phänomenologie'' im Abschnitt A.
Lehrstoff:
II. Jahrgang:
Fotografie:
Allgemeine Grundlagen der analogen und digitalen Fotografie;
Funktionsweisen fotografischer Wahrnehmung und Verfahrensstrukturen bei Bildaufzeichnung, Bildbearbeitung, Wiedergabe;
Aufzeichnungsmedien, Belichtung, Tonwertwiedergabe, Schärfe/Unschärfe, Kontrast, Auflösung und Perspektive in Wechselbeziehung zu Bildgestaltung und Bildaussage.
Typografie:
Schrift:
Schriftgeschichte, Typographiegeschichte; Schriftsysteme und ihr
kultureller historischer Kontext, Phänomene zwischen
Schriftanwendung und Schriftanmutung.
Allgemeine Grundlagen der Satzerstellung:
Fachterminologien und Phänomene im Bereich der Satzerstellung; Lesbarkeitsphänomene; Fachterminologien und Phänomene im Bereich computergestützter Textbearbeitung (DTP).
III. Jahrgang:
Fotografie:
Wechselbeziehungen zwischen Technologie und Sujets; historische Entwicklung der Fotografie; Licht und Farbe in der analogen und digitalen Fotografie, Videotechnik, Drucktechnik; Verfahrensweisen der digitalen Fotografie (Aufzeichnung, Bearbeitung und Wiedergabe); Relationen zwischen Technologie, Ästhetik und Kommunikationsleistung; Definition und Analyse umfassender fotografischer Gestaltungsphänomene.
Druckverfahren und Produktionstechnik:
Historische Entwicklungen der Drucktechniken, originalgrafische Druckverfahren, industrielle Druckverfahren; Endfertigung; Materialien; Farbsysteme.
IV. Jahrgang:
Druckvorbereitung, Produktionsabläufe und Organisation:
Computergestützte Verfahrensweisen für die Erstellung und Aufbereitung von Bild- und Textdokumenten der Druckvorstufe.
Kommunikationstechnik:
Präsentationstechnik im Grafikdesign, Rhetorik und Dramaturgie, Argumentationsaufbau, Argumentationslogik, mediale Argumentationsunterstützung, Strukturierung von Briefings und Rebriefings, Erstellen von Booklets.
V. Jahrgang:
Kommunikationstechnik und Phänomene neuer Medien:
Multimediale Technologien und Phänomene moderner Medien; audiovisuelle Rhetorik und Dramaturgie, Diskursrelationen zwischen Ton, Bild, Bewegung, Raum.
1.2 DESIGN UND KOMMUNIKATION
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- Phänomene zwischen Semiotik und Ästhetik in theoretisch-praktischer Auseinandersetzung erkennen, wobei Strukturphänomene zwischen Semiotik und Ästhetik, die damit verbundenen paradigmatischen Relationen zwischen Ästhetik, Semantik und Sinnstiftung (Semantik, Syntaktik und Pragmatik) im Zentrum der Auseinandersetzung stehen;
- Phänomene der Zeichensetzung, der Zeicheninterpretation in ihrem Strukturaufbau und der damit verbundenen Funktionsparadigmen als relationale Bedingungen erkennen;
- anhand von typischen Beispielen auf der Basis von exemplarischen Übungen zu theoretisch- und ästhetisch-reflektierender Auseinandersetzung und zu relationaler Wertorientierung zwischen Semiotik und Ästhetik finden.
Lehrstoff:
IV. Jahrgang:
Designation und Kommunikation:
Einführung in die Kommunikationstheorie und Semiotik; Wurzeln (Philosophie, Linguistik, Strukturalismus); semiotische Disziplinen (Semantik, Syntaktik, Pragmatik); Informationstheorie und Kybernetik; Kommunikation (alltäglicher Vorgang und Theorie, operatives Instrument, Schnittstelle zwischen Welt und Geschichte); Kommunikationsraum, Transformationsparadigmen und Wertachsen (Bedeutungs- und Sinnentwicklung); mythologischer und logischer Sinnraum (Wertraum und Wertterritorium); mythologisches und logisches Weltbild; subjektzentristische Weltsicht und ihre Abstraktionen.
Medium und Code:
Spuren der Codes und der Medien (Symptome, Verschiebungen, Deformationen, Störungen; Vollzugsbedingungen); kaltes und heißes Medium, Einfluss auf Kommunikation und Erinnerung; kulturelles Gedächtnis (kalte und warme Erinnerung); Empfindlichkeit der Botschaft gegenüber der Einflusssphäre des Übertragungscodes.
Ästhetik und Semiotik:
Symbolischer Tausch, Anwesenheit und Abwesenheit; Sender - Empfänger - Medium - Kultur; Medienrealität (Medium zwischen Materialität und Immaterialität); Ästhetik und semiologische Aufladung; Ausdehnungsvarianten des Sinns.
Zeichenlesen als Schlussziehungsprozess:
Sinnlich wahrnehmbare Präsenz, kommunikativer und expressiver
Sinn; Deduktion, Induktion, Abduktion; Schlussziehung und Assoziation.
Elemente der Semiologie:
Denotation - Konnotation; System - Syntagma; Synchronie - Diachronie; Langue - Parole; Universum des Signals und des Sinns (Code, Signal, Symptom, Zeichen); kybernetischer Informationsbegriff; Entropie, Information und Exformation (thermodynamische Tiefe), Information und Redundanz; Bedeutung und Ordnung, Identität und Muster; Ästhetik und Semiotik; Farbe, Textur, Kontur, Schärfe/Unschärfe, Hell/Dunkel in Verbindung mit der Rolle;
Ordnung, Bedeutung und Sinnentwicklung; archetypische Ordnungsgestiken; elaborierter und restringierter Code, ästhetische Wertparadigmen; objektsprachlicher und metasprachlicher Ausdruck;
Differenz und Zwischenraum; Diskursrelationen (Bild/Bild bzw. Text/Bild).
V. Jahrgang:
Kommunikationsfiguren und Diskursrelationen:
Mythos als Aussagesystem (Aufbau und Funktionsweise); Mythos und Faktum (Funktionsparadigmen); Reales - Symbolisches - Imaginäres;
kulturell Unbewusstes, Kommunikations- und Mangelraum; Unwritten Rules (Thematisierungen - Tabuzonen - Selbstverständlichkeiten);
Objekt als Zeichen - „Doppelexistenz'' des Objekts; Designation und Referenz - Vormoderne, Moderne, Postmoderne, Dekonstruktivismus und ihre Beziehungen zu semiotischen Wertorientierungen.
1.3 MARKETING UND WERBUNG
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die betriebs- und volkswirtschaftliche Bedeutung von Marketing und Werbung kennen;
- die Marketingphilosophie als Managementaufgabe verstehen und im betrieblichen sowie im freiberuflichen Alltag die Aufgaben des Marketingmix umsetzen können;
- die Mechanismen und Phänomene der Kommunikation verstehen und die Medien kennen;
- das Wesentliche der Werbeplanung verstehen, die Bedeutung der Werbepsychologie erkennen und anwenden können;
- die medienrelevanten Gesetze kennen.
Lehrstoff:
IV. Jahrgang:
Marketing:
Marketingplanung, Produktlebensanalyse, Portfolioanalyse, Marktanalyse, Marketingziele, Marktbearbeitungsstrategien, absatzpolitische Instrumente (Marketing-Mix), Marketingkontrolle; Nonprofit-Marketing.
Marktforschung:
Aufgabe, Methoden, Voll- und Teilerhebung, Primär- und Sekundärforschung, Datenerhebung, -erfassung, -auswertung und
-interpretation.
Leistungsprogrammatik:
Produktpolitik, Sortimentspolitik, Wirtschaftlichkeitsanalyse.
Kontrahierungspolitik:
Preispolitik, Konditionenpolitik.
Distributionspolitik:
Absatzwege und Absatzorgane, Marketinglogistik.
V. Jahrgang:
Kommunikationspolitik:
Werbung (Advertising), Begriff, Aufgabe, Konzeption und Durchführung; Werbemittel, -medien, -träger; Öffentlichkeitsarbeit (Public Relations, Corporate Identity, Corporate Design), Direct Marketing, Verkaufsförderung (Sales-promotion), persönlicher Verkauf (Personel Selling), Verkaufsgespräch.
Werbepsychologie:
Wahrnehmen, Erkennen, Erinnern, Werbewirkung.
Zielgruppen:
Demografische und psychografische Merkmale.
Marketing und Konsumentenschutz:
Marken- und Musterrecht; Urheber- und Medienrecht; Werberecht;
Werbebeschränkung; Haftung, Konsumentenschutz.
1.4 MEDIENLABOR
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die technischen Vollzugsmedien (Bedingungen der Werkzeugsphäre) in einer wechselweise praktisch-theoretischen Auseinandersetzung kennen;
- die Wahl des technischen Instrumentariums, dessen technologische und phänomenologische Bedingungen, Möglichkeiten und Grenzen beurteilen können;
- die Empfindlichkeit des Ergebnisses gegenüber den Bedingungen der technologischen Realisierungsproblematik beachten, korrigieren und in den theoretisch-praktischen Grundzügen erfassen können, sowie Relationen der Machbarkeit in einem Verhältnis zur Sinnhaftigkeit beobachten und beurteilen können;
- fachspezifische Realisierungsergebnisse mit einem grundsätzlichen Verständnis für technologische Vorgänge und Zusammenhänge sowohl im technologischen Sinne als auch im phänomenologischen Sinne verbinden können.
Lehrstoff:
II. Jahrgang:
Labor für Fotografie:
Grundlagen fotografischer Gestaltungsproblematiken:
Gerätehandhabung, Aufnahmetechnik, Ausarbeitungsverfahren, Lichttechnik und Lichtführung.
Desktop Publishing:
Grundlagen des computerunterstützten gestalterischen Umgangs mit Schrift und Typografie, Mikro-, Makrotypografie, Satz.
III. Jahrgang:
Computergestütztes Design:
Grundlagen der Werkzeughandhabung in objekt- und pixelorientierten Programmen; Flächen, Strukturen, rhythmische Gliederung;
exemplarische Übungen zu Desktop Publishing, Satz, Layout;
Datenorganisation, Datentransfer, Konvertierung.
Labor für Fotografie:
Sujetbezogene exemplarische Auseinandersetzung mit dem Medium Fotografie im Zusammenhang mit Entwurf; exemplarische Aufgabenstellungen zu Realisierungsproblematiken zwischen Technologie, Ästhetik und Kommunikationsleistung; Wechselbeziehungen Fotografie - Computer.
IV. Jahrgang:
Labor für Fotografie und elektronische Bildbearbeitung:
Digitale Bildaufzeichnung, digitale Bildbearbeitung, gestalterische Möglichkeiten der Bildanwendung und Kommunikationsleistung; Scannen und Bildbearbeitung im Hinblick auf zielgerechtes Einsetzen der Arbeitsschritte in die Druckvorstufe; Erstellung und Aufbereitung von umfassenden Bild- und Textdokumenten für die Druckvorstufe; Hybridgrafik (Experiment im Wechselspiel zwischen Entwurf, Darstellung und Komposition und computerunterstützter Weiterbearbeitung); exemplarische Aufgabenstellungen zu Realisierungsproblematiken zwischen Technologie, Ästhetik und Kommunikationsleistung; Organisation und Evaluierung der Arbeitsschritte.
Labor für Originalgrafik und Drucktechnik:
Wechselbeziehungen zwischen Entwurf und Ausführung (Hochdruck, Tiefdruck, Flachdruck, Serigrafie und andere Techniken); Experimentelle Anwendung und Kombination klassischer und neuer Techniken.
Druck- und Reprotechnik:
Exemplarische Übungen zur Logistik von Produktionsabläufen im drucktechnischen und reprotechnischen Bereich; Druckvorstufe, Druckformenherstellung, Andruck.
V. Jahrgang:
Elektronische Bildbearbeitung:
Einführung in multimediale Kommunikationstechnologien und Computeranimation sowie in Grundlagen der Netzkommunikation; Organisation und Evaluierung der Arbeitsschritte.
Neue Medien und multimediale Darstellungsformen:
Darstellungsformen und Funktionsanalysen neuer Medien und multimedialer Netzstrukturen; multimediale Präsentationsmöglichkeiten; Organisation und Evaluierung der Arbeitsschritte.
1.5 ENTWURF
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- Entwurfsarbeiten aus den exemplarischen Phänomenbereichen von Grafik- und Kommunikationsdesign eigenständig erstellen können;
- Erfahrungen mit Objektivierung und Qualitätssteigerung im Zusammenhang mit Kreation und Werkgenese erwerben, und dabei wechselseitige Relationen praktischer Gestaltungsarbeit, reflektierender Sensibilisierung und theoretischer Reflexion bearbeiten können;
- verschiedene Herangehensweisen an Entwurfsprozesse kennen, persönliche Entwurfsstrategien im Zusammenhang mit Methoden quantitativer und qualitativer Zielformulierungen entwickeln und die persönlichen Ressourcen im Zusammenhang mit kulturellen und wirtschaftlichen und medialen Kontexten sinnvoll umsetzen können.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Axiomatisch- und erlebnisorientierte Wertzugänge zu
Entwurfsprozessen:
Bereiche grundsätzlicher Erfahrungs- und Erkenntniswerte im Zusammenhang mit der Gestaltung von exemplarischen Phänomenen aus den Bereichen des Grafikdesign und der visuellen Kommunikation; Wechselbeziehungen zwischen handwerklichen Fähigkeiten, medialen Bedingungen und gestalterischer Wertschöpfung; Wechselbeziehungen zwischen individuellem Entwicklungsstand und soziokulturellen Zusammenhängen; verschiedene praktisch-reflektierende Zugangsweisen zu klassischen Problembereichen des Grafik- und Kommunikationsdesign im Zusammenhang mit den jeweiligen medialen Bedingungen (Farbverständnis, Farbempfindung, Farbinterpretation, Texturverständnis, Texturempfindung, Texturinterpretation, Formverständnis, Formempfindung, Formanmutung, Raumverständnis, Raumempfindung, Raumanmutung); Farb-, Textur- und Formqualitäten im Zusammenhang mit Anmutung und Kommunikationsleistung der jeweiligen Kommunikationsfigur.
II. Jahrgang:
Spielerisch-experimentielle, strategisch-assoziative
Gestaltungsaufgaben:
Integration von spielerischen Umgangsformen in strategische Wertzugänge an Entwurfsprozesse, die Funktion des Zufalls im Erschließen von Ressourcen; Bereiche grundsätzlicher Erfahrungswerte im Zusammenhang mit ästhetisch-semantischen Phänomenen; Relationen zwischen Inhalt, Gestik und Artikulation; Gestaltungsaufgaben mit Hintergründen steigender Komplexität des Weltbildes.
Idee, Vollzug und Steigerung:
Quantitative und qualitative Wertzugänge; Auseinandersetzung mit Beispielen aus der Praxis im Hinblick auf eine quantitative und qualitative Sondierung, Bildung und Sensibilisierung der Urteilsfähigkeit auf der Basis morphologischer Analysen; praktisch-reflektierende Zugangsweisen zu Gestaltungsaufgaben mit Hintergründen steigender Komplexität des Weltbildes.
III. Jahrgang:
Entwurf:
Gestaltungsobjekte in Relationen mit kulturellen Wertzugängen und technologischen Wertzugängen, Selektion und Orientierung; Fallbeispiele aus Bereichen des Kommunikationsdesigns (Topografie und Orientierung), der Marktkommunikation (Produkt und Präsentation), der Werbekommunikation (Werbemedien, Werbesujets), des Journalismus (Zeitungs- und Zeitschriftendesign), der Buchgestaltung, Gestaltungsobjekte der Identitätsbildung (Markenorientierung), der Imagebildung (Corporate Identity, Corporate Design); Strukturanalysen, Kommunikationsleistungen, Technologien; unterschiedliche Strategien zur Entwicklung von Konzepten;
Layout:
Auseinandersetzung mit exemplarischen Beispielen aus den unterschiedlichen Medienbereichen unter wechselseitiger Beziehung zwischen Ordnungsrelationen und Kommunikationsleistungen (literarische, bildhafte Ordnung, archetypische Ordnungsgestiken), Diskursrelationen (ästhetische, semantische Hierarchien) restringierter und elaborierter Code.
IV. Jahrgang:
Entwurfsbereich:
Auseinandersetzung mit exemplarischen Beispielen aus der Praxis in Bereiche der visuellen, Markt- und Werbekommunikation in den unterschiedlichen Medien; Objekt und Jargon, Nuancen der Ausdrucksweise im Hinblick auf Anmutung, Sinn und Bedeutung, Auseinandersetzung mit Artikulations- und Assoziationsfeldern, Jargons, die Einflussphäre der Nuancen ästhetischer Qualität im Hinblick auf Wertschöpfung, Empfindlichkeit der Semantik gegenüber der ästhetischen Einflusssphäre; Ästhetik und Kommunikationsleistung, Bildästetik, Textästetik, Gestaltungs- und Interpretationsphänomene (objektsprachliche und metasprachliche Kommunikationsphänomene), Funktions-, Geltungs-, Empfindungswerte, semantisch-ästhetische Relationen und Dichte, quantitative und qualitative Wertzugänge), Diskursrelationen mit steigendem Komplexitätsgrad; Bildung und Sensibilisierung der Urteilsfähigkeit auf der Basis morphologischer Analysen im Hinblick auf eine quantitative und qualitative Sondierung; verschiedene praktisch-reflektierende Zugangsweisen zu den Gestaltungsaufgaben mit Hintergründen steigender Komplexität des Weltbildes.
V. Jahrgang:
Entwurfsprojekt (Konzeption und exemplarische Realisierung):
Dem Ausbildungszweig entsprechende Projektarbeit gehobenen und fächerübergreifenden Umfanges (mit Zielformulierung, Recherche und mediengerechter Umsetzung, Relationen visueller Kommunikationsinstrumente im Zusammenhang mit mehrschichtigen medienrelevanten Designstrategien).
1.6 TYPOGRAFISCHER ENTWURF
Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes „Typografischer Entwurf'' im Abschnitt A.
Lehrstoff:
II. Jahrgang:
Schrift und Typografie, Gestus und Ästhetik:
Typografische Gestaltung, konzeptionell-strategische und spielerisch-experimentelle Wertzugänge; Schriftbilder und Sprachbilder; onomatopoetische Figuren.
Typografischer Entwurf im Buchstaben- und Logobereich:
Typografische Handskizze und finale Steigerung, gezeichnete Schriftbereiche und computergestützte Weiterbearbeitung, Modifikationen im Wechselfeld zwischen Satzschrift, Handzeichnung und Computerbearbeitung.
Typografisch-praktischer Entwurf:
Gestus, Ästhetik und Kommunikationsleistung (Empfindlichkeit der Ästhetik gegenüber der Textfunktion), Lesetypografie, Akzidenzen, einfache Übungen mit Textbildern, typografische Wechselgänge, hierarchische Gliederung und semantisch-ästhetische Ordnung; Auseinandersetzung im Hinblick auf eine quantitative und qualitative Sondierung; exemplarische Beispiele aus der Praxis; Bildung und Sensibilisierung der Urteilsfähigkeit auf der Basis morphologischer Analysen mit Hintergründen steigender Komplexität des Weltbildes.
Künstlerisch-kreative Gestaltungsarbeit:
Künstlerisch-konzeptionelle und technologisch-praktische Zugangsweisen zu Gestaltungsaufgaben im Hinblick auf Wechselbeziehungen zwischen Typografie und Entwurf (Computer und Kopierer).
III. Jahrgang:
Schrift und Schriftlichkeit:
Ästhetisch-semantische Wechselbeziehungen (Buchstaben-, Wort-, Textbereich).
Typografische Gestaltung und Grundlagen des Textlayouts:
Textfunktionen, Kommunikationsleistungen und typografischer Gestus (appellative, narrative und referenzielle Textästhetik; Lesbarkeit und Sprachbezug).
Schrift und Sprache, Text und Kontext:
Semiotisch-ästhetische Relationen (zweifache Gliederung der Sprache), Sememe und Mytheme, Langue und Parole, elaborierter und
restringierter Code.
Schrift und Bild:
Typografie im Bereich von Bild-Text-Relationen (konzeptionell-strategische und spielerisch-experimentelle Wertzugänge); Diskursrelationen zwischen Text- und Bildgestus.
Kulturelle Kontexte:
Sprachspiele und gestische Verdeutlichung (semantische Typografie), Kommunikationsleistungen im objektsprachlichen und im metasprachlichen Gestus; Erschließen von Ressourcen aus den verschiedenen Kontextbereichen, semiotische Aufladung von Schrift- und Textformen.
Fachterminologie:
Terminologien im klassischen Bereich der typografischen Gestaltung, im Bereich der computerunterstützten typografischen Gestaltung und im Hinblick auf Kommunikationsleistungen.
Künstlerisch-kreative Gestaltungsarbeit:
Künstlerisch-konzeptionelle und technologisch-praktische Zugangsweisen zu Gestaltungsaufgaben im Hinblick auf Wechselbeziehungen zwischen Typografie und computer-, scanner- und kopierergestütztem Entwurf.
B.2 TEXTIL-DESIGN
2.1 TECHNOLOGIE UND PHÄNOMENOLOGIE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- aus der Perspektive der Maschinentechnologien und der Produktionsabläufe Zusammenhänge sehen, die zur Entwicklung von Endprodukten führen;
- technische Möglichkeiten und Verfahrensweisen der textilen Produktionskette unter Berücksichtigung aller Zwischen- und Endprodukte kennen lernen;
- Qualitätskontrollen und Qualitätssicherung am Produktionsweg kennen lernen.
Lehrstoff:
II. Jahrgang:
Faserstoffe:
Natur- und Chemiefasern. Herstellungsverfahren, Eigenschaften,
Einsatzkriterien.
Spinnerei:
Übersicht über die Faseraufbereitung, Effektgarne,
Nummerierungsverfahren unter praktischen Aspekten.
Weberei:
Übersicht über die Webverfahren und Technologien.
III. Jahrgang:
Spezialfasern:
Eigenschaften, Einsatzgebiete, aktueller Stand der Technik.
Spezielle Textiltechniken:
Vliestechnik, Tuftingtechnik, Bobinettechnik, technische Gewebe.
IV. Jahrgang:
Veredlungsverfahren:
Vorbehandlung, Farbgebung, Nachbehandlung und Endausrüstung.
Textildruck:
Druckarten, Druckverfahren und Drucktechniken, Druckpastenherstellung, Qualitätskontrolle und Textilpflege.
2.2 DARSTELLUNG UND KOMPOSITION
Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes „Darstellung und Komposition'' im Abschnitt A.
V. Jahrgang:
Architektur im Zusammenhang mit Raumgestaltung, Bildnerische Darstellungstechniken zum dreidimensionalen Bereich, innovative Realisierung von persönlichen Intentionen zur Ziel-Mittel-Relation. Produkt und Projektpräsentationen.
2.3 DESSINATUR - GEWEBETECHNIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- Phänomene der Textur und die maschinelle Entwicklung bis zu den zeitgemäßen Web-, Strick-, Wirk- und Drucktechnologien erkennen und in soziokulturellen Zusammenhängen erfassen;
- die Bedeutung von den physiologischen Anwendungsmöglichkeiten bis zum kulturellen Stellenwert textiler Endprodukte kennen lernen;
- aus Entwürfen selbständig unter Berücksichtigung modischer und wirtschaftlicher Aspekte fertigungsgerechte textiltechnische Musterzeichnungen anfertigen können;
- in der Musterumsetzung fachspezifische Hard- und Software anwenden können;
- in eigenständiger Auswahl bekannter Techniken die Grundlagen für verkaufsfähige Produkte aufbereiten können;
- aus Gewebeanalysen Rückschlüsse auf die Herstellung und Produktionsform ziehen können.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Grundbindungen:
Patronen, Schnitte, Webschema, Gewebedaten (Einstellung, Einsatzbereiche) und Übungen an eigenen Entwicklungen.
Gewebeplanung/Technische Darstellung:
Übertragen von Mustern auf verschiedene Patronenpapiere, Darstellungsmittel, Darstellungstechnik, Rapportanschlüsse.
II. Jahrgang:
Schafttechnik:
Spezifische Technik, Bindungsaufbau einlagiger Gewebe.
Jacquardtechnik:
Ausführung von Entwürfen in einsystemigen Musterungs- und Gewebetechniken.
Dekomposition einfacher einsystemiger Schaft- und Jacquardgewebe.
III. Jahrgang:
Jacquardtechniken:
Bindungskombinationen mit der Schafttechnik, einfache mehrsystemige Gewebe, Musterungstechnik, technische Ausarbeitung eigener Entwürfe, Darstellungsformen und Möglichkeiten. Dekomposition einfacher mehrsystemiger Schaft- und Jacquardgewebe; Gewebeberechnungen und Produktionsvorschriften.
Einführung in die fachspezifische angewandte Computertechnologie, Projektentwicklungen.
IV. Jahrgang:
Jacquardtechnik:
Komplexe mehrsystemige Musterungstechniken und deren Dekomposition.
Ausführung von eigenen Entwürfen mit Computerunterstützung. Anwendung verschiedener CAD-Programme und Gewebesimulationen, Projektentwicklungen.
V. Jahrgang:
Jacquardtechnik:
Ausführung eigener Entwürfe in mehrchoriger Bindungstechnik für Möbel- und Dekorgewebe, Goblins, Samte und Teppiche. Projektentwicklungen, Gruppenarbeiten und Einzelreferate. Hinführen zum eigenständigen Arbeiten am Computer durch vorgegebene Aufgabenstellungen.
2.4 DESSINATUR - MASCHENTECHNIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- Phänomene der Textur von der Industrialisierung bis zu den zeitgemäßen Maschentechnologien kennen und in soziokulturellen Zusammenhängen erfassen;
- die Bedeutung von den physiologischen Anwendungsmöglichkeiten bis zum kulturellen Stellenwert textiler Endprodukte kennen lernen;
- aus Entwürfen selbständig unter Berücksichtigung modischer und wirtschaftlicher Aspekte fertigungsgerechte textiltechnische Zeichnungen für die Strickerei und Wirkerei anfertigen können;
- in der Musterumsetzung fachspezifische Hard- und Software anwenden können;
- in eigenständiger Auswahl erlernter Techniken die Grundlagen für verkaufsfähige Produkte aufbereiten können;
- aus Warenanalysen Rückschlüsse auf die Herstellung und Produktion schließen können.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Ein- und Mehrfadentechnik:
Überblick über die Strick- und Wirktechnik, Nummerierungssysteme der maschenbildenden Maschinen, Maschenbildungsvorgänge der gängigsten Strick- und Wirktechniken, Darstellungsformen, Rechts-Links-Gestricke und Gewirke.
Ausarbeitung von Mustervorstellungen:
Angaben über Material, Einsatzbereich, Maschinen und Eigenschaften, Analyse vorgegebener Stoffmuster.
II. Jahrgang:
Einfadentechnik:
Rechts-Rechts-Gestricke.
Kettfadentechnik:
Rechts-Links-Kettgewirke.
Maschenbildungsvorgänge:
Kurzbeschreibungen der maschenbildenden Elemente; fachtechnische Darstellungen; Analyse, Materialverbrauchsberechnungen;
Einsatzbereiche; Ausarbeitung von Mustervorstellungen;
Handelsbezeichnungen.
III. Jahrgang:
Einfadentechnik:
Rechts-Rechts-Gestricke (Spezialtechniken); Links-Links-Gestricke.
Kettfadentechnik:
Rechts-Links-Kettengewirke; mehrschienige Mustertechniken.
Maschenbildungsvorgänge:
Kurzbeschreibungen der maschenbildenden Elemente; fachtechnische Darstellungen; Analyse, Materialverbrauchsberechnungen;
Einsatzbereiche; Ausarbeitung von Mustervorstellungen;
Handelsbezeichnungen.
IV. Jahrgang:
Einfadentechnik:
Spezialtechniken; Kombinationen verschiedener Mustertechniken;
computerunterstützte Musterentwicklung; Kollektionsgestaltung.
Kettfadentechnik:
Spezialtechniken; Kombinationen verschiedener Mustertechniken;
Kettengewirke für den technischen Einsatz.
Maschenbildungsvorgänge:
Kurzbeschreibungen der maschenbildenden Elemente; fachtechnische Darstellungen. Analyse, Materialverbrauchsberechnungen;
Einsatzbereiche Ausarbeitung von Mustervorstellungen;
Handelsbezeichnungen.
V. Jahrgang:
Einfadentechnik:
Spezialtechniken; computerunterstützte Dessinierung; Musterprogrammierung; Kombinationen verschiedener Mustertechniken.
Kettfadentechnik:
Spezialtechniken; computerunterstützte Dessinierung; Kombinationen
verschiedener Mustertechniken.
Maschenbildungsvorgänge:
Kurzbeschreibungen der maschenbildenden Elemente; fachtechnische Darstellungen. Analyse, Materialverbrauchsberechnungen;
Einsatzbereiche Ausarbeitung von Mustervorstellungen;
Handelsbezeichnungen.
2.5 DESSINATUR - DRUCKTECHNIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- Phänomene der Textur und die maschinelle Entwicklung bis zu den zeitgemäßen Web-, Strick-, Wirk- und Drucktechnologien erkennen und in soziokulturellen Zusammenhängen erfassen;
- die Bedeutung von den physiologischen Anwendungsmöglichkeiten bis zum kulturellen Stellenwert textiler Endprodukte kennen lernen;
- aus Entwürfen selbständig unter Berücksichtigung modischer und wirtschaftlicher Aspekte fertigungsgerechte textiltechnische Musterzeichnungen anfertigen können;
- in der Musterumsetzung fachspezifische Hard- und Software anwenden können;
- in eigenständiger Auswahl bekannter Techniken die Grundlagen für verkaufsfähige Produkte aufbereiten können;
- aus Gewebeanalysen Rückschlüsse auf die Herstellung und Produktionsform ziehen können.
Lehrstoff:
III. Jahrgang:
Folien und Produktionsgrundlagen für einfärbige Drucke, Punkte, Linien, Flächen, Umsetzung für andere Druckverfahren. Einfache, mehrfärbige Drucke.
IV. Jahrgang:
Produktionsgrundlagen für mehrfarbige Drucke, manuelle und fotografische Vervielfältigungsverfahren, Effekte mit erhöhten Schwierigkeitsgraden, Rasterungen, Aquarelliereffekte.
V. Jahrgang:
Kopiervorlagenerstellung und Druckelementherstellung:
Walzendruck (Rouleaux- und Reliefdruck); Flachfilmdruck (Schablongazen, Fotoemulsion); Rotationsfilmdruck (Foto- und Lasergravur); Kriterien für Drucktechnikauswahl; Druckstoffanalysen; manuelle und computergestützte Farbauszüge.
2.6 TEXTILMANAGEMENT
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- unternehmerische Entscheidungen unter Berücksichtigung von Markttendenzen und Einflüssen aus Wirtschaftsfaktoren finden können;
- Wechselwirkungen zwischen Design und Marketingstrategien erkennen können.
Lehrstoff:
IV. Jahrgang:
Marktforschung:
Auswertung und Interpretation von Marktdaten, Werbepsychologie, Trend und Prognosenentwicklung.
V. Jahrgang:
Unternehmensführung:
Managementmethoden (Modelle für die systematische, marktgerechte Entwicklung textiler Produkte unter Berücksichtigung gesamtwirtschaftlicher, soziokultureller, umwelttechnischer Aspekte und branchenspezifischer Marktsituationen).
2.7 ENTWERFEN
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- durch Analyse semiotischer und ästhetischer Phänomene visuell sensibilisiert, Kritik- und Urteilsvermögen im Bereich der Kommunikations- und Interpretationsmethoden erlangen;
- Entwurfsarbeiten aus den exemplarischen Phänomenbereichen von Textil- und Modedesign unter wirtschaftlichen sowie technischen Aspekten eigenständig erstellen und zu Kollektionen zusammenfassen können;
- bei der Realisierung eigener Intentionen und bei der Rapportgestaltung die eletronische Datenverarbeitung zielorientiert einsetzen können;
- elementare Erfahrungs- und Erkenntniswerte durch theoretische Reflexion und praktische Gestaltungsarbeit erwerben;
- mit den theoretisch und praktisch erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten auf die sich permanent verändernden beruflichen Anforderungen flexibel und kreativ reagieren können;
- Zeitphänomene durch reflektierende Auseinandersetzung erkennen, Analogieschlüsse daraus ziehen und visionäre Trends sowie deren Transformierung in textile Medien kreieren können.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Vorgebene und erlebnisorientiere Gestaltungsaufgaben:
Bereiche grundsätzlicher Erfahrungs- und Erkenntniswerte im Zusammenhang mit exemplarischen Phänomenen der Gestaltung; Integration handwerklicher Fähigkeiten im Bereiche gestalterischer Wertschöpfung im Zusammenhang mit exemplarischen Anforderungen der Praxis; verschiedene praktisch-reflektierende Zugangsweisen zu klassischen Problembereichen (Farb-, Form-, Raum- bzw. Texturverständnis, -empfindung, -interpretation, -anmutung, Medienverständnis, -empfindung, -interpretation); Farb-, Textur- und Formqualitäten im Zusammenhang mit Interpretation und Rolle des Gestaltungsobjektes.
II. Jahrgang:
Einfache Gestaltungsaufgaben:
Integration von technisch, ästhetischen Voraussetzungen und Gegebenheiten zur Erfüllung; Motiventwicklung, serielle Anordnung, Angular- und Zentralrelationen, Bearbeiten von grundsätzlicher Artikulationsmöglichkeiten hinsichtlich anwendungsbezogener Flächengestaltung der Maschen-, Gewebe- und Drucktechniken; Auseinandersetzung mit exemplarischen Beispielen und Erfahrungswerten im Hinblick auf eine qualitative und quantitive Sondierung; Sensibilisierung und Schulung der Urteilsfähigkeit auf der Basis morphologischer Analysen.
III. Jahrgang:
Entwurfs- und Gestaltungsobjekte:
Optimale Koordination von technologischen und kulturellen Wertzugängen; sichere Anwendung und Umgang mit fachspezifischen Gestaltungskriterien (Bewusstmachen individueller Ressourcen und deren Ausschöpfung zur Realisation authentischer Entwürfe).
Modegrafik:
Einführung in die Grundlagen der Modegrafik, Skizze und Anmutung; Darstellung von Halb- und Ganzfigurinen.
IV. Jahrgang:
Praxisorientierte Gestaltungsaufgaben:
Entwicklung und Kreation visionärer Trends unter Einbeziehung künstlerischer, technischer, soziokultureller Aspekte und multimedialer Technologien; fachspezifische Kollektionserstellung und Präsentationstechiken.
Modegrafik:
Zeichentechnik und Modelldarstellungstechnik aus der Kombination von vergangenen Kulturen und der Sensibilität für Zukunftsperspektiven; Styling - Modetrends, Lifestyle.
V. Jahrgang:
Modegrafik:
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