Verordnung des Bundesministers für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten über die Lehrpläne für Höhere technische und gewerbliche Lehranstalten; Bekanntmachung der Lehrpläne für den Religionsunterricht an diesen Schulen
- die für den persönlichen Lebensraum und die Berufspraxis bedeutsamen Gesetzmäßigkeiten und Methoden der Chemie kennen, anwenden und auf chemische Aufgabenstellungen unter Verwendung der Fachsymbolik übertragen sowie Zusammenhänge verbal, in der Symbol- und Fachsprache, grafisch und in Form von Tabellen und Formeln beschreiben, schließlich Größenordnungen auf Plausibilität abschätzen können;
- bei der Nutzung von Stoffen (Gewinnung, Produktion, Entsorgung) ökologische und gesundheitliche Faktoren verantwortungsbewusst berücksichtigen sowie die Möglichkeiten und Grenzen der technischen, wirtschaftlichen und ökologischen Bewertung von Produkten sowie die Bedeutung des Lebensraumes Boden, Luft, Wasser, Kreisläufe in der Natur, sowie deren Veränderungen durch anthropogene Einflüsse erkennen können.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Aufbau der Materie:
Reinstoffe, Gemenge, Element, Verbindung, Atommodelle, Nuclide Radioaktivität, Periodensystem, chemische Bindungen, Formelschreibweise und Nomenklatur.
Chemische Reaktionen:
Reaktionsgleichungen, Energiebilanz, chemisches Gleichgewicht,
Katalyse, Stöchiometrie.
Reaktionstypen:
Protolyse (Säuren und Basen; pH-Wert, Indikatoren, Säuren- und Basenstärke); Redoxreaktionen (Oxidationszahlen).
Elektrochemie:
Spannungsreihe, galvanische Elemente, Elektrolyse, Korrosion,
Korrosionsschutz.
Anorganische Grundstoffe:
Herstellung, Verwendung, Kreisläufe und Reststoffverwertung.
Ökologie:
Ökosphäre und Ökosysteme (Luft, Wasser, Boden), Kreisläufe, Gleichgewichte, Belastungen, Umweltschutz.
II. Jahrgang:
Kohlenstoff:
Bindungsformen, Modifikationen; anorganische Kohlenstoffverbindungen (Oxide, Kohlensäure und ihre Salze), Kohlenwasserstoffe, Petrochemie (Erdöl, Förderung, Verarbeitung, Produkte), Kohlenwasserstoffderivate (halogen-, sauerstoff-, stickstoffhaltige), Makromoleküle (Natur- und Kunststoffe), Herstellung, Anwendung, Reststoffverwertung.
Silicium:
Elementares Silicium, Kieselsäuren, natürliche und technische
Silicate, organische Siliciumverbindungen, Herstellung, Anwendung,
Reststoffverwertung; Baustoffe.
Ökologie:
Beeinflussung der Ökosphäre (Luft, Wasser, Boden) im Umfeld der Kohlenstoff- und Siliciumchemie, Umweltanalytik und Maßnahmen des Umweltschutzes an ausgewählten Beispielen.
DARSTELLENDE GEOMETRIE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- aus Rissen eines Objektes dessen Aufbau ablesen und die in der Zeichnung enthaltenen Informationen deuten, konstruktiv verwerten und darstellen können;
- mit der Erzeugung und den Gesetzmäßigkeiten der für die Fachrichtung bedeutsamen Kurven, Flächen und Körper vertraut sein;
- aus geometrischen Grundobjekten einfache Raumobjekte gemäß den Erfordernissen des Fachbereiches erkennen, skizzenhaft entwickeln, konstruieren und gegebenenfalls computergestützt generieren können.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Räumliches Koordinatensystem.
Abbildungsmethoden (Projektionsarten).
Grundkörper und einfache zusammengesetzte Körper in den Hauptrissen
und in Axonometrie.
Wahre Länge einer Strecke, wahre Größe einer ebenen Figur in
projizierender Lage.
Schnitte von Geraden und Ebenen.
Perspektive (Durchstoßmethode).
Im Jahrgang zwei Schularbeiten.
ANGEWANDTE INFORMATIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- Aufbau, Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten elektronischer Informationsverarbeitungsanlagen kennen und bedienen können;
- Standardsoftware zur Lösung von Aufgaben der Berufspraxis kennen, auswählen und einsetzen können;
- Informationen auf elektronischem Weg beschaffen und weitergeben können.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Informationsverarbeitungssysteme:
Aufbau, Funktion, Zusammenwirken der Komponenten; Betriebssysteme; grafische Oberflächen, grundlegende Funktionalitäten, Datenverknüpfung.
Standardsoftware:
Grundlagen der grafischen Datenverarbeitung, Dateiformate;
Textverarbeitung, Tabellenkalkulation.
Programmieren:
Grundlagen der Algorithmen (Anweisung, Schleife, logische Verzweigung), Anwendung in Makros und Skripts der Standardsoftware.
Kommunikationstechnik:
Netzwerke; Informationsbeschaffung; Auswirkungen auf Mensch, Arbeitswelt, Gesellschaft, Kultur; Datenschutz.
TECHNOLOGIE UND PHÄNOMENOLOGIE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- „Technik” als mediale Bedingung des Vollzugs verstehen, die an der Realisierung von Projekten als Instrument der Wertschöpfung maßgeblich beteiligt ist, indem sie die „Sprache der Dinge” mit der „Sprache der Methoden” konfrontiert;
- Verfahrensweisen und Verfahrenstechniken in ihren Struktur- und Regelbedingungen kennen;
- die Empfindlichkeit des Ergebnisses gegenüber den medialen Bedingungen und ihren Rückbezüglichkeiten in theoretischen und praktischen Grundzügen erfassen können;
- fachspezifische Terminologien mit einem grundsätzlichen Verständnis für technologische Vorgänge und Zusammenhänge sowohl im technologischen als auch im phänomenologischen Sinne verbinden können.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Darstellungstechnologie:
Vollzug, Ressourcen, Instrumente: persönliche, kulturelle, materielle Ressourcen; der Blick und das Sehen (Physiologie, Psychologie, Mythologie), Farbtheorien; Instrumente und Phänomene zwischen Kausalität und Finalität.
Kunstbetrachtung und Wertanalyse:
Schauen, beschreiben, vergleichen.
DARSTELLUNG UND KOMPOSITION
Bildungs- und Lehraufgabe:
Schüler sollen
- den persönlichen Wahrnehmungsbereich erweitern, sensibilisieren und in einer bildnerischen Auseinandersetzung vertiefen;
- Phänomene der Verdeutlichung über darstellerische und kompositorische Mittel der bildnerischen Gestaltung, insbesondere Ziel-Mittel-Relationen und damit verbundene Sinnorientierungen kennen;
- sich mit dem Bereich zwischen Wahrnehmung und Darstellung und den damit verbundenen Phänomenen der Intention, Artikulation und Anmutung mit Mitteln zeichnerischer, malerischer und sonstiger bildnerischer Verfahrensweisen auseinander setzen können.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Grundphänomene der bildnerischen Darstellung:
Offene, nicht axiomatisch orientierte sowie konkretisierende Verfahrensweisen der Verdeutlichung,Verfahrensweisen, die die Relation zwischen Wahrnehmen und Darstellen in verschiedener Weise betreffen; Empfindlichkeit der ästhetischen Mittel und darstellerische Intention; Hell-Dunkel-Werte, Textur-, Strukturwerte im Hinblick auf Bedeutung und Rolle, kontur-, texturbezogene Darstellung von Objekt und Raum; räumliche Phänomene auf der Fläche (Kontur, Fläche, Farbe und Raumempfindung); Organisation der Fläche nach rhythmischen und darstellerischen Kriterien; Phänomene zwischen Verdeutlichung und Anmutung; Zeichnen aus der Beobachtung und aus der Vorstellung, narrative Schilderungen aus dem persönlichen Erlebnisbereich und aus dem kulturellen Bereich.
II. Jahrgang:
Studie, Skizze und Anmutung:
Darstellerische Mittel im Hinblick auf Verdeutlichung in der Abstraktion; Körper-, Raum-, Objekt-Studien, grafische und malerische Darstellungstechniken; Darstellungsmittel zur Umsetzung in unterschiedlichen Vollzugsbedingungen; Skizzenbereich im Zusammenhang mit den aus der jeweiligen Anwendung hervorgehenden Anforderungen; Relationen zwischen Darstellungsintention, Wahl der ästhetischen Mittel und Darstellungswert; Relationen zwischen Proportion, Maß, Gewichtung, Dynamik, Statik; Relation zwischen Ästhetik und Semantik (Hierarchie der darstellerischen Mittel im Hinblick auf den Grad ihrer Verdeutlichung); Relationen zwischen Rhythmus, Ordnung, Bedeutung und Sinnentwicklung (skizzenhafte Schilderung von Bildkonzepten); Phänomen der Offenheit in der Skizze, lineare und flächige Darstellungsmittel; Objekt-, Raum-, Material-, Oberflächen- und Licht-Sphären-Schilderung; zeichnerische und malerische Darstellungstechniken mit verschiedenen Materialien und Werkzeugen.
III. Jahrgang:
Konzept und Komposition:
Darstellerische Mittel im Hinblick auf ihren ästhetisch-semantischen Wert und ihren ästhetisch-künstlerischen Ausdruckswert; Darstellungen für Präsentationen im Hinblick auf verschiedene Anforderungen der Argumentation und Verdeutlichung; kompositorische Wertzugänge und bildhafte Verdeutlichung, visuelle Konzeption und Argumentation, Kopf, Akt und Figur, präsentationsreife Darstellung im anwendungsbezogenen Bereich und im freien künstlerischen Bereich, Vorstufen für Umsetzungen in anderen Medien.
IV. Jahrgang:
Inhalt, Dramaturgie, Bildsprache:
Darstellerische Mittel im Hinblick auf Verdeutlichung der Relation von Ästhetik und Semantik, von Relationen dramaturgischer, semantischer und visueller Ästhetik; Interpretation und Zwischenraum, Prozessschilderung, Sequenzen und Abläufe, Zeitspur (Synchronie, Diachronie), Kopf-, Akt- und Figurdarstellung.
STILKUNDE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die grundlegenden Kriterien und Zusammenhänge der wichtigsten Kulturepochen und deren Kunstformen von den Anfängen der Kunst bis in die Gegenwart überblicken;
- die Entwicklung der Kunst als Teil einer gesamten Kultur- und Geistesgeschichte verstehen und Zusammenhänge historischer Entwicklungen mit philosophischen, religiösen, politischen, sozialen und wirtschaftlichen Gegebenheiten kennen;
- Zusammenhänge von Form, Funktion, Material und Technik kennen;
- in vergleichender Kunstbetrachtung Stilmerkmale einzelner Epochen ikonografisch und ikonologisch unterscheiden können.
Lehrstoff:
III. Jahrgang:
Kulturepochen:
Prähistorik, antike Hochkulturen, Byzanz, Mittelalter.
IV. Jahrgang:
Kulturepochen:
Renaissance, Manierismus, Barock, Rokkoko, französische Revolution, 19. Jahrhundert; Individualisierung und Sujektivierung der abendländischen Kunst, Polarisierung zwischen Realitäts- und Idealitätsbegriff.
V. Jahrgang:
Kulturepochen und -auffassung:
Jahrhundert; Pluralismus und Irrationalität, Wahrnehmung und Imagination, Veränderungen traditioneller ästhetischer Wertigkeiten und Grenzen, Wechselbeziehungen; Kunstbetrachtung als theoretische Wissenschaft, Kunstanalyse und -formen (angewandte Strukturanalyse, Kunstkategorien).
TYPOGRAFISCHER ENTWURF
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- Charakteristik von Schrifttypen, den Aufbau der Buchstabenformen und die ästhetischen Kriterien der typografischen Gestaltung und deren Anwendungsfelder kennen;
- Schrift und Typografie als Instrumente der visuellen Kommunikation im Verhältnis zur Ästhetik und Gestik der Kommunikationsleistung sinnbezogen anwenden können;
- Wechselbeziehungen der computerunterstützten und der manuellen Buchstabenbearbeitung (Logobereich), Textbearbeitung und des Layouts funktionell und ästhetisch lösen können und mit computergestützten Techniken und Kopiertechniken präsentationsreif ausführen können;
- Gestaltungsleistungen auf der Basis des jeweils aktuellen technologischen und wissenschaftlichen Entwicklungsstandes erstellen können.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Typografie und Schrift:
Grundsätzliche Wertzugänge, Formaler Aufbau und Charakteristik der klassischen Schrifttypen (Schriftklassifizierungen, Schriftschnitte, Schriftfamilien, Formtypus und Formcharakter); Einzelbuchstaben aus dem Standardbereich der Schrift- und Typografieentwicklung (Serifen- und serifenlose Schriftformen); ästhetische Phänomene zwischen Form und Anmutung im Zusammenhang mit gezeichneten Schriften; Handschrift und ästhetische Steigerung; kalligrafische Ansätze, geschriebene und gezeichnete Schriftbereiche.
B. PFLICHTGEGENSTÄNDE DER AUSBILDUNGSZWEIGE
B.1 GRAFIK- UND KOMMUNIKATIONS-DESIGN
1.1 TECHNOLOGIE UND PHÄNOMENOLOGIE
Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes „Technologie und Phänomenologie” im Abschnitt A.
Lehrstoff:
II. Jahrgang:
Fotografie:
Allgemeine Grundlagen der analogen und digitalen Fotografie;
Funktionsweisen fotografischer Wahrnehmung und Verfahrensstrukturen bei Bildaufzeichnung, Bildbearbeitung, Wiedergabe;
Aufzeichnungsmedien, Belichtung, Tonwertwiedergabe, Schärfe/Unschärfe, Kontrast, Auflösung und Perspektive in Wechselbeziehung zu Bildgestaltung und Bildaussage.
Typografie:
Schrift:
Schriftgeschichte, Typographiegeschichte; Schriftsysteme und ihr
kultureller historischer Kontext, Phänomene zwischen
Schriftanwendung und Schriftanmutung.
Allgemeine Grundlagen der Satzerstellung:
Fachterminologien und Phänomene im Bereich der Satzerstellung; Lesbarkeitsphänomene; Fachterminologien und Phänomene im Bereich computergestützter Textbearbeitung (DTP).
III. Jahrgang:
Fotografie:
Wechselbeziehungen zwischen Technologie und Sujets; historische Entwicklung der Fotografie; Licht und Farbe in der analogen und digitalen Fotografie, Videotechnik, Drucktechnik; Verfahrensweisen der digitalen Fotografie (Aufzeichnung, Bearbeitung und Wiedergabe); Relationen zwischen Technologie, Ästhetik und Kommunikationsleistung; Definition und Analyse umfassender fotografischer Gestaltungsphänomene.
Druckverfahren und Produktionstechnik:
Historische Entwicklungen der Drucktechniken, originalgrafische Druckverfahren, industrielle Druckverfahren; Endfertigung; Materialien; Farbsysteme.
IV. Jahrgang:
Druckvorbereitung, Produktionsabläufe und Organisation:
Computergestützte Verfahrensweisen für die Erstellung und Aufbereitung von Bild- und Textdokumenten der Druckvorstufe.
Kommunikationstechnik:
Präsentationstechnik im Grafikdesign, Rhetorik und Dramaturgie, Argumentationsaufbau, Argumentationslogik, mediale Argumentationsunterstützung, Strukturierung von Briefings und Rebriefings, Erstellen von Booklets.
V. Jahrgang:
Kommunikationstechnik und Phänomene neuer Medien:
Multimediale Technologien und Phänomene moderner Medien; audiovisuelle Rhetorik und Dramaturgie, Diskursrelationen zwischen Ton, Bild, Bewegung, Raum.
1.2 DESIGN UND KOMMUNIKATION
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- Phänomene zwischen Semiotik und Ästhetik in theoretisch-praktischer Auseinandersetzung erkennen, wobei Strukturphänomene zwischen Semiotik und Ästhetik, die damit verbundenen paradigmatischen Relationen zwischen Ästhetik, Semantik und Sinnstiftung (Semantik, Syntaktik und Pragmatik) im Zentrum der Auseinandersetzung stehen;
- Phänomene der Zeichensetzung, der Zeicheninterpretation in ihrem Strukturaufbau und der damit verbundenen Funktionsparadigmen als relationale Bedingungen erkennen;
- anhand von typischen Beispielen auf der Basis von exemplarischen Übungen zu theoretisch- und ästhetisch-reflektierender Auseinandersetzung und zu relationaler Wertorientierung zwischen Semiotik und Ästhetik finden.
Lehrstoff:
IV. Jahrgang:
Designation und Kommunikation:
Einführung in die Kommunikationstheorie und Semiotik; Wurzeln (Philosophie, Linguistik, Strukturalismus); semiotische Disziplinen (Semantik, Syntaktik, Pragmatik); Informationstheorie und Kybernetik; Kommunikation (alltäglicher Vorgang und Theorie, operatives Instrument, Schnittstelle zwischen Welt und Geschichte); Kommunikationsraum, Transformationsparadigmen und Wertachsen (Bedeutungs- und Sinnentwicklung); mythologischer und logischer Sinnraum (Wertraum und Wertterritorium); mythologisches und logisches Weltbild; subjektzentristische Weltsicht und ihre Abstraktionen.
Medium und Code:
Spuren der Codes und der Medien (Symptome, Verschiebungen, Deformationen, Störungen; Vollzugsbedingungen); kaltes und heißes Medium, Einfluss auf Kommunikation und Erinnerung; kulturelles Gedächtnis (kalte und warme Erinnerung); Empfindlichkeit der Botschaft gegenüber der Einflusssphäre des Übertragungscodes.
Ästhetik und Semiotik:
Symbolischer Tausch, Anwesenheit und Abwesenheit; Sender - Empfänger - Medium - Kultur; Medienrealität (Medium zwischen Materialität und Immaterialität); Ästhetik und semiologische Aufladung; Ausdehnungsvarianten des Sinns.
Zeichenlesen als Schlussziehungsprozess:
Sinnlich wahrnehmbare Präsenz, kommunikativer und expressiver
Sinn; Deduktion, Induktion, Abduktion; Schlussziehung und Assoziation.
Elemente der Semiologie:
Denotation - Konnotation; System - Syntagma; Synchronie - Diachronie; Langue - Parole; Universum des Signals und des Sinns (Code, Signal, Symptom, Zeichen); kybernetischer Informationsbegriff; Entropie, Information und Exformation (thermodynamische Tiefe), Information und Redundanz; Bedeutung und Ordnung, Identität und Muster; Ästhetik und Semiotik; Farbe, Textur, Kontur, Schärfe/Unschärfe, Hell/Dunkel in Verbindung mit der Rolle;
Ordnung, Bedeutung und Sinnentwicklung; archetypische Ordnungsgestiken; elaborierter und restringierter Code, ästhetische Wertparadigmen; objektsprachlicher und metasprachlicher Ausdruck;
Differenz und Zwischenraum; Diskursrelationen (Bild/Bild bzw. Text/Bild).
V. Jahrgang:
Kommunikationsfiguren und Diskursrelationen:
Mythos als Aussagesystem (Aufbau und Funktionsweise); Mythos und Faktum (Funktionsparadigmen); Reales - Symbolisches - Imaginäres;
kulturell Unbewusstes, Kommunikations- und Mangelraum; Unwritten Rules (Thematisierungen - Tabuzonen - Selbstverständlichkeiten);
Objekt als Zeichen - „Doppelexistenz” des Objekts; Designation und Referenz - Vormoderne, Moderne, Postmoderne, Dekonstruktivismus und ihre Beziehungen zu semiotischen Wertorientierungen.
1.3 MARKETING UND WERBUNG
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die betriebs- und volkswirtschaftliche Bedeutung von Marketing und Werbung kennen;
- die Marketingphilosophie als Managementaufgabe verstehen und im betrieblichen sowie im freiberuflichen Alltag die Aufgaben des Marketingmix umsetzen können;
- die Mechanismen und Phänomene der Kommunikation verstehen und die Medien kennen;
- das Wesentliche der Werbeplanung verstehen, die Bedeutung der Werbepsychologie erkennen und anwenden können;
- die medienrelevanten Gesetze kennen.
Lehrstoff:
IV. Jahrgang:
Marketing:
Marketingplanung, Produktlebensanalyse, Portfolioanalyse, Marktanalyse, Marketingziele, Marktbearbeitungsstrategien, absatzpolitische Instrumente (Marketing-Mix), Marketingkontrolle; Nonprofit-Marketing.
Marktforschung:
Aufgabe, Methoden, Voll- und Teilerhebung, Primär- und Sekundärforschung, Datenerhebung, -erfassung, -auswertung und
-interpretation.
Leistungsprogrammatik:
Produktpolitik, Sortimentspolitik, Wirtschaftlichkeitsanalyse.
Kontrahierungspolitik:
Preispolitik, Konditionenpolitik.
Distributionspolitik:
Absatzwege und Absatzorgane, Marketinglogistik.
V. Jahrgang:
Kommunikationspolitik:
Werbung (Advertising), Begriff, Aufgabe, Konzeption und Durchführung; Werbemittel, -medien, -träger; Öffentlichkeitsarbeit (Public Relations, Corporate Identity, Corporate Design), Direct Marketing, Verkaufsförderung (Sales-promotion), persönlicher Verkauf (Personel Selling), Verkaufsgespräch.
Werbepsychologie:
Wahrnehmen, Erkennen, Erinnern, Werbewirkung.
Zielgruppen:
Demografische und psychografische Merkmale.
Marketing und Konsumentenschutz:
Marken- und Musterrecht; Urheber- und Medienrecht; Werberecht;
Werbebeschränkung; Haftung, Konsumentenschutz.
1.4 MEDIENLABOR
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die technischen Vollzugsmedien (Bedingungen der Werkzeugsphäre) in einer wechselweise praktisch-theoretischen Auseinandersetzung kennen;
- die Wahl des technischen Instrumentariums, dessen technologische und phänomenologische Bedingungen, Möglichkeiten und Grenzen beurteilen können;
- die Empfindlichkeit des Ergebnisses gegenüber den Bedingungen der technologischen Realisierungsproblematik beachten, korrigieren und in den theoretisch-praktischen Grundzügen erfassen können, sowie Relationen der Machbarkeit in einem Verhältnis zur Sinnhaftigkeit beobachten und beurteilen können;
- fachspezifische Realisierungsergebnisse mit einem grundsätzlichen Verständnis für technologische Vorgänge und Zusammenhänge sowohl im technologischen Sinne als auch im phänomenologischen Sinne verbinden können.
Lehrstoff:
II. Jahrgang:
Labor für Fotografie:
Grundlagen fotografischer Gestaltungsproblematiken:
Gerätehandhabung, Aufnahmetechnik, Ausarbeitungsverfahren, Lichttechnik und Lichtführung.
Desktop Publishing:
Grundlagen des computerunterstützten gestalterischen Umgangs mit Schrift und Typografie, Mikro-, Makrotypografie, Satz.
III. Jahrgang:
Computergestütztes Design:
Grundlagen der Werkzeughandhabung in objekt- und pixelorientierten Programmen; Flächen, Strukturen, rhythmische Gliederung;
exemplarische Übungen zu Desktop Publishing, Satz, Layout;
Datenorganisation, Datentransfer, Konvertierung.
Labor für Fotografie:
Sujetbezogene exemplarische Auseinandersetzung mit dem Medium Fotografie im Zusammenhang mit Entwurf; exemplarische Aufgabenstellungen zu Realisierungsproblematiken zwischen Technologie, Ästhetik und Kommunikationsleistung; Wechselbeziehungen Fotografie - Computer.
IV. Jahrgang:
Labor für Fotografie und elektronische Bildbearbeitung:
Digitale Bildaufzeichnung, digitale Bildbearbeitung, gestalterische Möglichkeiten der Bildanwendung und Kommunikationsleistung; Scannen und Bildbearbeitung im Hinblick auf zielgerechtes Einsetzen der Arbeitsschritte in die Druckvorstufe; Erstellung und Aufbereitung von umfassenden Bild- und Textdokumenten für die Druckvorstufe; Hybridgrafik (Experiment im Wechselspiel zwischen Entwurf, Darstellung und Komposition und computerunterstützter Weiterbearbeitung); exemplarische Aufgabenstellungen zu Realisierungsproblematiken zwischen Technologie, Ästhetik und Kommunikationsleistung; Organisation und Evaluierung der Arbeitsschritte.
Labor für Originalgrafik und Drucktechnik:
Wechselbeziehungen zwischen Entwurf und Ausführung (Hochdruck, Tiefdruck, Flachdruck, Serigrafie und andere Techniken); Experimentelle Anwendung und Kombination klassischer und neuer Techniken.
Druck- und Reprotechnik:
Exemplarische Übungen zur Logistik von Produktionsabläufen im drucktechnischen und reprotechnischen Bereich; Druckvorstufe, Druckformenherstellung, Andruck.
V. Jahrgang:
Elektronische Bildbearbeitung:
Einführung in multimediale Kommunikationstechnologien und Computeranimation sowie in Grundlagen der Netzkommunikation; Organisation und Evaluierung der Arbeitsschritte.
Neue Medien und multimediale Darstellungsformen:
Darstellungsformen und Funktionsanalysen neuer Medien und multimedialer Netzstrukturen; multimediale Präsentationsmöglichkeiten; Organisation und Evaluierung der Arbeitsschritte.
1.5 ENTWURF
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- Entwurfsarbeiten aus den exemplarischen Phänomenbereichen von Grafik- und Kommunikationsdesign eigenständig erstellen können;
- Erfahrungen mit Objektivierung und Qualitätssteigerung im Zusammenhang mit Kreation und Werkgenese erwerben, und dabei wechselseitige Relationen praktischer Gestaltungsarbeit, reflektierender Sensibilisierung und theoretischer Reflexion bearbeiten können;
- verschiedene Herangehensweisen an Entwurfsprozesse kennen, persönliche Entwurfsstrategien im Zusammenhang mit Methoden quantitativer und qualitativer Zielformulierungen entwickeln und die persönlichen Ressourcen im Zusammenhang mit kulturellen und wirtschaftlichen und medialen Kontexten sinnvoll umsetzen können.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Axiomatisch- und erlebnisorientierte Wertzugänge zu
Entwurfsprozessen:
Bereiche grundsätzlicher Erfahrungs- und Erkenntniswerte im Zusammenhang mit der Gestaltung von exemplarischen Phänomenen aus den Bereichen des Grafikdesign und der visuellen Kommunikation; Wechselbeziehungen zwischen handwerklichen Fähigkeiten, medialen Bedingungen und gestalterischer Wertschöpfung; Wechselbeziehungen zwischen individuellem Entwicklungsstand und soziokulturellen Zusammenhängen; verschiedene praktisch-reflektierende Zugangsweisen zu klassischen Problembereichen des Grafik- und Kommunikationsdesign im Zusammenhang mit den jeweiligen medialen Bedingungen (Farbverständnis, Farbempfindung, Farbinterpretation, Texturverständnis, Texturempfindung, Texturinterpretation, Formverständnis, Formempfindung, Formanmutung, Raumverständnis, Raumempfindung, Raumanmutung); Farb-, Textur- und Formqualitäten im Zusammenhang mit Anmutung und Kommunikationsleistung der jeweiligen Kommunikationsfigur.
II. Jahrgang:
Spielerisch-experimentielle, strategisch-assoziative
Gestaltungsaufgaben:
Integration von spielerischen Umgangsformen in strategische Wertzugänge an Entwurfsprozesse, die Funktion des Zufalls im Erschließen von Ressourcen; Bereiche grundsätzlicher Erfahrungswerte im Zusammenhang mit ästhetisch-semantischen Phänomenen; Relationen zwischen Inhalt, Gestik und Artikulation; Gestaltungsaufgaben mit Hintergründen steigender Komplexität des Weltbildes.
Idee, Vollzug und Steigerung:
Quantitative und qualitative Wertzugänge; Auseinandersetzung mit Beispielen aus der Praxis im Hinblick auf eine quantitative und qualitative Sondierung, Bildung und Sensibilisierung der Urteilsfähigkeit auf der Basis morphologischer Analysen; praktisch-reflektierende Zugangsweisen zu Gestaltungsaufgaben mit Hintergründen steigender Komplexität des Weltbildes.
III. Jahrgang:
Entwurf:
Gestaltungsobjekte in Relationen mit kulturellen Wertzugängen und technologischen Wertzugängen, Selektion und Orientierung; Fallbeispiele aus Bereichen des Kommunikationsdesigns (Topografie und Orientierung), der Marktkommunikation (Produkt und Präsentation), der Werbekommunikation (Werbemedien, Werbesujets), des Journalismus (Zeitungs- und Zeitschriftendesign), der Buchgestaltung, Gestaltungsobjekte der Identitätsbildung (Markenorientierung), der Imagebildung (Corporate Identity, Corporate Design); Strukturanalysen, Kommunikationsleistungen, Technologien; unterschiedliche Strategien zur Entwicklung von Konzepten;
Layout:
Auseinandersetzung mit exemplarischen Beispielen aus den unterschiedlichen Medienbereichen unter wechselseitiger Beziehung zwischen Ordnungsrelationen und Kommunikationsleistungen (literarische, bildhafte Ordnung, archetypische Ordnungsgestiken), Diskursrelationen (ästhetische, semantische Hierarchien) restringierter und elaborierter Code.
IV. Jahrgang:
Entwurfsbereich:
Auseinandersetzung mit exemplarischen Beispielen aus der Praxis in Bereiche der visuellen, Markt- und Werbekommunikation in den unterschiedlichen Medien; Objekt und Jargon, Nuancen der Ausdrucksweise im Hinblick auf Anmutung, Sinn und Bedeutung, Auseinandersetzung mit Artikulations- und Assoziationsfeldern, Jargons, die Einflussphäre der Nuancen ästhetischer Qualität im Hinblick auf Wertschöpfung, Empfindlichkeit der Semantik gegenüber der ästhetischen Einflusssphäre; Ästhetik und Kommunikationsleistung, Bildästetik, Textästetik, Gestaltungs- und Interpretationsphänomene (objektsprachliche und metasprachliche Kommunikationsphänomene), Funktions-, Geltungs-, Empfindungswerte, semantisch-ästhetische Relationen und Dichte, quantitative und qualitative Wertzugänge), Diskursrelationen mit steigendem Komplexitätsgrad; Bildung und Sensibilisierung der Urteilsfähigkeit auf der Basis morphologischer Analysen im Hinblick auf eine quantitative und qualitative Sondierung; verschiedene praktisch-reflektierende Zugangsweisen zu den Gestaltungsaufgaben mit Hintergründen steigender Komplexität des Weltbildes.
V. Jahrgang:
Entwurfsprojekt (Konzeption und exemplarische Realisierung):
Dem Ausbildungszweig entsprechende Projektarbeit gehobenen und fächerübergreifenden Umfanges (mit Zielformulierung, Recherche und mediengerechter Umsetzung, Relationen visueller Kommunikationsinstrumente im Zusammenhang mit mehrschichtigen medienrelevanten Designstrategien).
1.6 TYPOGRAFISCHER ENTWURF
Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes „Typografischer Entwurf” im Abschnitt A.
Lehrstoff:
II. Jahrgang:
Schrift und Typografie, Gestus und Ästhetik:
Typografische Gestaltung, konzeptionell-strategische und spielerisch-experimentelle Wertzugänge; Schriftbilder und Sprachbilder; onomatopoetische Figuren.
Typografischer Entwurf im Buchstaben- und Logobereich:
Typografische Handskizze und finale Steigerung, gezeichnete Schriftbereiche und computergestützte Weiterbearbeitung, Modifikationen im Wechselfeld zwischen Satzschrift, Handzeichnung und Computerbearbeitung.
Typografisch-praktischer Entwurf:
Gestus, Ästhetik und Kommunikationsleistung (Empfindlichkeit der Ästhetik gegenüber der Textfunktion), Lesetypografie, Akzidenzen, einfache Übungen mit Textbildern, typografische Wechselgänge, hierarchische Gliederung und semantisch-ästhetische Ordnung; Auseinandersetzung im Hinblick auf eine quantitative und qualitative Sondierung; exemplarische Beispiele aus der Praxis; Bildung und Sensibilisierung der Urteilsfähigkeit auf der Basis morphologischer Analysen mit Hintergründen steigender Komplexität des Weltbildes.
Künstlerisch-kreative Gestaltungsarbeit:
Künstlerisch-konzeptionelle und technologisch-praktische Zugangsweisen zu Gestaltungsaufgaben im Hinblick auf Wechselbeziehungen zwischen Typografie und Entwurf (Computer und Kopierer).
III. Jahrgang:
Schrift und Schriftlichkeit:
Ästhetisch-semantische Wechselbeziehungen (Buchstaben-, Wort-, Textbereich).
Typografische Gestaltung und Grundlagen des Textlayouts:
Textfunktionen, Kommunikationsleistungen und typografischer Gestus (appellative, narrative und referenzielle Textästhetik; Lesbarkeit und Sprachbezug).
Schrift und Sprache, Text und Kontext:
Semiotisch-ästhetische Relationen (zweifache Gliederung der Sprache), Sememe und Mytheme, Langue und Parole, elaborierter und
restringierter Code.
Schrift und Bild:
Typografie im Bereich von Bild-Text-Relationen (konzeptionell-strategische und spielerisch-experimentelle Wertzugänge); Diskursrelationen zwischen Text- und Bildgestus.
Kulturelle Kontexte:
Sprachspiele und gestische Verdeutlichung (semantische Typografie), Kommunikationsleistungen im objektsprachlichen und im metasprachlichen Gestus; Erschließen von Ressourcen aus den verschiedenen Kontextbereichen, semiotische Aufladung von Schrift- und Textformen.
Fachterminologie:
Terminologien im klassischen Bereich der typografischen Gestaltung, im Bereich der computerunterstützten typografischen Gestaltung und im Hinblick auf Kommunikationsleistungen.
Künstlerisch-kreative Gestaltungsarbeit:
Künstlerisch-konzeptionelle und technologisch-praktische Zugangsweisen zu Gestaltungsaufgaben im Hinblick auf Wechselbeziehungen zwischen Typografie und computer-, scanner- und kopierergestütztem Entwurf.
B.2 TEXTIL-DESIGN
2.1 TECHNOLOGIE UND PHÄNOMENOLOGIE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- aus der Perspektive der Maschinentechnologien und der Produktionsabläufe Zusammenhänge sehen, die zur Entwicklung von Endprodukten führen;
- technische Möglichkeiten und Verfahrensweisen der textilen Produktionskette unter Berücksichtigung aller Zwischen- und Endprodukte kennen lernen;
- Qualitätskontrollen und Qualitätssicherung am Produktionsweg kennen lernen.
Lehrstoff:
II. Jahrgang:
Faserstoffe:
Natur- und Chemiefasern. Herstellungsverfahren, Eigenschaften,
Einsatzkriterien.
Spinnerei:
Übersicht über die Faseraufbereitung, Effektgarne,
Nummerierungsverfahren unter praktischen Aspekten.
Weberei:
Übersicht über die Webverfahren und Technologien.
III. Jahrgang:
Spezialfasern:
Eigenschaften, Einsatzgebiete, aktueller Stand der Technik.
Spezielle Textiltechniken:
Vliestechnik, Tuftingtechnik, Bobinettechnik, technische Gewebe.
IV. Jahrgang:
Veredlungsverfahren:
Vorbehandlung, Farbgebung, Nachbehandlung und Endausrüstung.
Textildruck:
Druckarten, Druckverfahren und Drucktechniken, Druckpastenherstellung, Qualitätskontrolle und Textilpflege.
2.2 DARSTELLUNG UND KOMPOSITION
Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes „Darstellung und Komposition” im Abschnitt A.
V. Jahrgang:
Architektur im Zusammenhang mit Raumgestaltung, Bildnerische Darstellungstechniken zum dreidimensionalen Bereich, innovative Realisierung von persönlichen Intentionen zur Ziel-Mittel-Relation. Produkt und Projektpräsentationen.
2.3 DESSINATUR - GEWEBETECHNIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- Phänomene der Textur und die maschinelle Entwicklung bis zu den zeitgemäßen Web-, Strick-, Wirk- und Drucktechnologien erkennen und in soziokulturellen Zusammenhängen erfassen;
- die Bedeutung von den physiologischen Anwendungsmöglichkeiten bis zum kulturellen Stellenwert textiler Endprodukte kennen lernen;
- aus Entwürfen selbständig unter Berücksichtigung modischer und wirtschaftlicher Aspekte fertigungsgerechte textiltechnische Musterzeichnungen anfertigen können;
- in der Musterumsetzung fachspezifische Hard- und Software anwenden können;
- in eigenständiger Auswahl bekannter Techniken die Grundlagen für verkaufsfähige Produkte aufbereiten können;
- aus Gewebeanalysen Rückschlüsse auf die Herstellung und Produktionsform ziehen können.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Grundbindungen:
Patronen, Schnitte, Webschema, Gewebedaten (Einstellung, Einsatzbereiche) und Übungen an eigenen Entwicklungen.
Gewebeplanung/Technische Darstellung:
Übertragen von Mustern auf verschiedene Patronenpapiere, Darstellungsmittel, Darstellungstechnik, Rapportanschlüsse.
II. Jahrgang:
Schafttechnik:
Spezifische Technik, Bindungsaufbau einlagiger Gewebe.
Jacquardtechnik:
Ausführung von Entwürfen in einsystemigen Musterungs- und Gewebetechniken.
Dekomposition einfacher einsystemiger Schaft- und Jacquardgewebe.
III. Jahrgang:
Jacquardtechniken:
Bindungskombinationen mit der Schafttechnik, einfache mehrsystemige Gewebe, Musterungstechnik, technische Ausarbeitung eigener Entwürfe, Darstellungsformen und Möglichkeiten. Dekomposition einfacher mehrsystemiger Schaft- und Jacquardgewebe; Gewebeberechnungen und Produktionsvorschriften.
Einführung in die fachspezifische angewandte Computertechnologie, Projektentwicklungen.
IV. Jahrgang:
Jacquardtechnik:
Komplexe mehrsystemige Musterungstechniken und deren Dekomposition.
Ausführung von eigenen Entwürfen mit Computerunterstützung. Anwendung verschiedener CAD-Programme und Gewebesimulationen, Projektentwicklungen.
V. Jahrgang:
Jacquardtechnik:
Ausführung eigener Entwürfe in mehrchoriger Bindungstechnik für Möbel- und Dekorgewebe, Goblins, Samte und Teppiche. Projektentwicklungen, Gruppenarbeiten und Einzelreferate. Hinführen zum eigenständigen Arbeiten am Computer durch vorgegebene Aufgabenstellungen.
2.4 DESSINATUR - MASCHENTECHNIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- Phänomene der Textur von der Industrialisierung bis zu den zeitgemäßen Maschentechnologien kennen und in soziokulturellen Zusammenhängen erfassen;
- die Bedeutung von den physiologischen Anwendungsmöglichkeiten bis zum kulturellen Stellenwert textiler Endprodukte kennen lernen;
- aus Entwürfen selbständig unter Berücksichtigung modischer und wirtschaftlicher Aspekte fertigungsgerechte textiltechnische Zeichnungen für die Strickerei und Wirkerei anfertigen können;
- in der Musterumsetzung fachspezifische Hard- und Software anwenden können;
- in eigenständiger Auswahl erlernter Techniken die Grundlagen für verkaufsfähige Produkte aufbereiten können;
- aus Warenanalysen Rückschlüsse auf die Herstellung und Produktion schließen können.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Ein- und Mehrfadentechnik:
Überblick über die Strick- und Wirktechnik, Nummerierungssysteme der maschenbildenden Maschinen, Maschenbildungsvorgänge der gängigsten Strick- und Wirktechniken, Darstellungsformen, Rechts-Links-Gestricke und Gewirke.
Ausarbeitung von Mustervorstellungen:
Angaben über Material, Einsatzbereich, Maschinen und Eigenschaften, Analyse vorgegebener Stoffmuster.
II. Jahrgang:
Einfadentechnik:
Rechts-Rechts-Gestricke.
Kettfadentechnik:
Rechts-Links-Kettgewirke.
Maschenbildungsvorgänge:
Kurzbeschreibungen der maschenbildenden Elemente; fachtechnische Darstellungen; Analyse, Materialverbrauchsberechnungen;
Einsatzbereiche; Ausarbeitung von Mustervorstellungen;
Handelsbezeichnungen.
III. Jahrgang:
Einfadentechnik:
Rechts-Rechts-Gestricke (Spezialtechniken); Links-Links-Gestricke.
Kettfadentechnik:
Rechts-Links-Kettengewirke; mehrschienige Mustertechniken.
Maschenbildungsvorgänge:
Kurzbeschreibungen der maschenbildenden Elemente; fachtechnische Darstellungen; Analyse, Materialverbrauchsberechnungen;
Einsatzbereiche; Ausarbeitung von Mustervorstellungen;
Handelsbezeichnungen.
IV. Jahrgang:
Einfadentechnik:
Spezialtechniken; Kombinationen verschiedener Mustertechniken;
computerunterstützte Musterentwicklung; Kollektionsgestaltung.
Kettfadentechnik:
Spezialtechniken; Kombinationen verschiedener Mustertechniken;
Kettengewirke für den technischen Einsatz.
Maschenbildungsvorgänge:
Kurzbeschreibungen der maschenbildenden Elemente; fachtechnische Darstellungen. Analyse, Materialverbrauchsberechnungen;
Einsatzbereiche Ausarbeitung von Mustervorstellungen;
Handelsbezeichnungen.
V. Jahrgang:
Einfadentechnik:
Spezialtechniken; computerunterstützte Dessinierung; Musterprogrammierung; Kombinationen verschiedener Mustertechniken.
Kettfadentechnik:
Spezialtechniken; computerunterstützte Dessinierung; Kombinationen
verschiedener Mustertechniken.
Maschenbildungsvorgänge:
Kurzbeschreibungen der maschenbildenden Elemente; fachtechnische Darstellungen. Analyse, Materialverbrauchsberechnungen;
Einsatzbereiche Ausarbeitung von Mustervorstellungen;
Handelsbezeichnungen.
2.5 DESSINATUR - DRUCKTECHNIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- Phänomene der Textur und die maschinelle Entwicklung bis zu den zeitgemäßen Web-, Strick-, Wirk- und Drucktechnologien erkennen und in soziokulturellen Zusammenhängen erfassen;
- die Bedeutung von den physiologischen Anwendungsmöglichkeiten bis zum kulturellen Stellenwert textiler Endprodukte kennen lernen;
- aus Entwürfen selbständig unter Berücksichtigung modischer und wirtschaftlicher Aspekte fertigungsgerechte textiltechnische Musterzeichnungen anfertigen können;
- in der Musterumsetzung fachspezifische Hard- und Software anwenden können;
- in eigenständiger Auswahl bekannter Techniken die Grundlagen für verkaufsfähige Produkte aufbereiten können;
- aus Gewebeanalysen Rückschlüsse auf die Herstellung und Produktionsform ziehen können.
Lehrstoff:
III. Jahrgang:
Folien und Produktionsgrundlagen für einfärbige Drucke, Punkte, Linien, Flächen, Umsetzung für andere Druckverfahren. Einfache, mehrfärbige Drucke.
IV. Jahrgang:
Produktionsgrundlagen für mehrfarbige Drucke, manuelle und fotografische Vervielfältigungsverfahren, Effekte mit erhöhten Schwierigkeitsgraden, Rasterungen, Aquarelliereffekte.
V. Jahrgang:
Kopiervorlagenerstellung und Druckelementherstellung:
Walzendruck (Rouleaux- und Reliefdruck); Flachfilmdruck (Schablongazen, Fotoemulsion); Rotationsfilmdruck (Foto- und Lasergravur); Kriterien für Drucktechnikauswahl; Druckstoffanalysen; manuelle und computergestützte Farbauszüge.
2.6 TEXTILMANAGEMENT
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- unternehmerische Entscheidungen unter Berücksichtigung von Markttendenzen und Einflüssen aus Wirtschaftsfaktoren finden können;
- Wechselwirkungen zwischen Design und Marketingstrategien erkennen können.
Lehrstoff:
IV. Jahrgang:
Marktforschung:
Auswertung und Interpretation von Marktdaten, Werbepsychologie, Trend und Prognosenentwicklung.
V. Jahrgang:
Unternehmensführung:
Managementmethoden (Modelle für die systematische, marktgerechte Entwicklung textiler Produkte unter Berücksichtigung gesamtwirtschaftlicher, soziokultureller, umwelttechnischer Aspekte und branchenspezifischer Marktsituationen).
2.7 ENTWERFEN
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- durch Analyse semiotischer und ästhetischer Phänomene visuell sensibilisiert, Kritik- und Urteilsvermögen im Bereich der Kommunikations- und Interpretationsmethoden erlangen;
- Entwurfsarbeiten aus den exemplarischen Phänomenbereichen von Textil- und Modedesign unter wirtschaftlichen sowie technischen Aspekten eigenständig erstellen und zu Kollektionen zusammenfassen können;
- bei der Realisierung eigener Intentionen und bei der Rapportgestaltung die eletronische Datenverarbeitung zielorientiert einsetzen können;
- elementare Erfahrungs- und Erkenntniswerte durch theoretische Reflexion und praktische Gestaltungsarbeit erwerben;
- mit den theoretisch und praktisch erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten auf die sich permanent verändernden beruflichen Anforderungen flexibel und kreativ reagieren können;
- Zeitphänomene durch reflektierende Auseinandersetzung erkennen, Analogieschlüsse daraus ziehen und visionäre Trends sowie deren Transformierung in textile Medien kreieren können.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Vorgebene und erlebnisorientiere Gestaltungsaufgaben:
Bereiche grundsätzlicher Erfahrungs- und Erkenntniswerte im Zusammenhang mit exemplarischen Phänomenen der Gestaltung; Integration handwerklicher Fähigkeiten im Bereiche gestalterischer Wertschöpfung im Zusammenhang mit exemplarischen Anforderungen der Praxis; verschiedene praktisch-reflektierende Zugangsweisen zu klassischen Problembereichen (Farb-, Form-, Raum- bzw. Texturverständnis, -empfindung, -interpretation, -anmutung, Medienverständnis, -empfindung, -interpretation); Farb-, Textur- und Formqualitäten im Zusammenhang mit Interpretation und Rolle des Gestaltungsobjektes.
II. Jahrgang:
Einfache Gestaltungsaufgaben:
Integration von technisch, ästhetischen Voraussetzungen und Gegebenheiten zur Erfüllung; Motiventwicklung, serielle Anordnung, Angular- und Zentralrelationen, Bearbeiten von grundsätzlicher Artikulationsmöglichkeiten hinsichtlich anwendungsbezogener Flächengestaltung der Maschen-, Gewebe- und Drucktechniken; Auseinandersetzung mit exemplarischen Beispielen und Erfahrungswerten im Hinblick auf eine qualitative und quantitive Sondierung; Sensibilisierung und Schulung der Urteilsfähigkeit auf der Basis morphologischer Analysen.
III. Jahrgang:
Entwurfs- und Gestaltungsobjekte:
Optimale Koordination von technologischen und kulturellen Wertzugängen; sichere Anwendung und Umgang mit fachspezifischen Gestaltungskriterien (Bewusstmachen individueller Ressourcen und deren Ausschöpfung zur Realisation authentischer Entwürfe).
Modegrafik:
Einführung in die Grundlagen der Modegrafik, Skizze und Anmutung; Darstellung von Halb- und Ganzfigurinen.
IV. Jahrgang:
Praxisorientierte Gestaltungsaufgaben:
Entwicklung und Kreation visionärer Trends unter Einbeziehung künstlerischer, technischer, soziokultureller Aspekte und multimedialer Technologien; fachspezifische Kollektionserstellung und Präsentationstechiken.
Modegrafik:
Zeichentechnik und Modelldarstellungstechnik aus der Kombination von vergangenen Kulturen und der Sensibilität für Zukunftsperspektiven; Styling - Modetrends, Lifestyle.
V. Jahrgang:
Modegrafik:
Anwendung der Zusammenhänge aus kulturgeschichtlichen und soziokulturellen Aspekten und Marketingstrategien; Entwicklung und Umsetzung von eigenen Ideen aus dem Entwurfsbereich zu modegrafischen Kollektionen.
Entwurfsprojekt:
Projektarbeit gehobenen und fächerübergreifenden Umfanges (mit Zielformulierung, Recherche und mediengerechter Umsetzung).
2.8 ATELIER UND WERKSTÄTTE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die im Ausbildungszweig verwendeten Einrichtungen, Werkzeuge, Maschinen, Hard- und Software und Arbeitsbehelfe handhaben können;
- Arbeitsvorgänge und Arbeitsergebnisse in exakter Fachsprache analysieren können;
- projektorientierte Aufgaben der Produktfertigung lösen können;
- einschlägige Sicherheits- und Unfallverhütugsvorschriften kennen und beachten.
Lehrstoff:
II. Jahrgang:
Werkstättenbetrieb, Werkstättenordnung, Unfallverhütung; Produktionsabläufe und Herstellungsmethoden.
Gewebetechnik:
Schaft- und Jacquardweberei.
Maschentechnik:
Rechts-Rechts-, Spezial- und Jacquardstrickerei; Stricken auf
Handflachstrickmaschinen.
III. Jahrgang:
Schnittkonstruktion und Konfektiontechniken:
Industrielle Grund- und Modellschnittkonstruktionen, facheinschlägige Software, Konfektions-Verfahrenstechniken.
Textile Drucktechniken:
Flachdruck, Schablonenherstellung, Musterabschlag.
IV. Jahrgang:
Textile Drucktechniken:
Flach- und Rotationsfilmdruck, Druckpasten, Mehrfärber; Experimentelle Web- und Flächengestaltung.
V. Jahrgang:
Praktische Produktentwicklung- und Fertigung nach Projekten:
Gewebetechnik; Maschentechnik; Drucktechik.
B.3 AUDIOVISUELLES MEDIENDESIGN
3.1 DARSTELLENDE GEOMETRIE
Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes „Darstellende Geometrie” im Abschnitt A.
Bildungs- und Lehraufgabe:
Siehe Abschnitt A.
Der Schüler soll darüber hinaus
- gegebenenfalls Konstruktionen computergestützt erstellen können.
Lehrstoff:
II. Jahrgang:
Wahre Größe einer ebenen Figur; orthogonale Lage von Geraden und Ebenen; Schnitte ebenflächig begrenzter Objekte in zugeordneten. Kreis in Haupt-, projizierender und allgemeiner Lage.
Drehflächen:
Grundbegriffe; ebene Schnitte und einfache Durchdringungen. Einführung in Regel- und Schraubflächen.
Normale Axonometrie ebenflächig begrenzter Objekte.
Perspektive:
Durchschnittverfahren; einfache Anwendung auf ebenflächig begrenzte Objekte; krummflächig begrenzte Objekte mittels Näherung; Erzeugen anschaulicher Zentralrisse von Objekten; freihändiges Bearbeiten bereits gezeichneter Perspektiven.
Im Jahrgang zwei Schularbeiten.
3.2 TECHNOLOGIE UND PHÄNOMENOLOGIE
Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes „Technologie und Phänomenologie” im Abschnitt A.
Bildungs- und Lehraufgabe:
Siehe Abschnitt A.
Der Schüler soll darüber hinaus
- die theoretischen Grundlagen der Fotografie und des Bewegtbildes unter Berücksichtigung zeitgemäßer Materialien und Technologien erlernen;
- die historische Entwicklung der audiovisuellen Medien nachvollziehen können;
- grundsätzliche Gedanken der modernen Medienpsychologie verstehen und umsetzen lernen.
Lehrstoff:
II. Jahrgang:
Basistechnologie:
Informationen zum Berufsbild, Bild-, Material- und Verfahrenskunde, Formate, technische Parameter; Grundlagen der Elektronik und Elektrotechnik; Grundzusammenhänge von Belichtungstechnik; Bildgestaltung, Brennweite und Perspektive;
Reproduktionstechnik; Einführung in das Phänomen „Bewegtbild”;
Grundlagen der Lichtführung; Geschichte und Stilkunde von Film, Fotografie und Fernsehen.
III. Jahrgang:
Licht-, Kamera- und Bildtechnik:
Qualität des Lichtes; Bildkreis und Parallelverstellung der Fachkamera; Farbtheorie, Farbkorrektur; Grundlagen der Wahrnehmungspsychologie, der Technik des Sehens und Erkennens; Kamerafunktionen; Grundlagen der Schnitttechnik; Technik der Belichtungsmessung; Grundlagen der elektronischen Nachrichtentechnik.
Dramaturgie und Drehbuch:
Wesen, Technik, Abfassen.
IV. Jahrgang:
Bild- und Tontechnik:
Großbildtechnik; Farbnegativtechnik (Filterbestimmung, Coloranalyser, Farbchemie); historische Aufnahmetechniken; Fotografie als Kunst - Kunst als Fotografie; Bildsprache, Bildanalyse, Bildgestaltung; Akustik und Tontechnik; Lichtgestaltung für S/W und Farbe; Gestaltungsgrundlagen und Erzähltechnik des Spielfilms.
Historische Entwicklung der Video-, Computer- und Medienkunst.
V. Jahrgang:
Trends:
Techniken und Tendenzen zeitgenössischer Fotografie; Journalismus und Dokumentarfilm; Ethik und Verantwortung der Filmproduzenten; Videoelektronik; Systeme der Videorecorder, ihre Anwendung und Vergleiche; Fernseh- und Studiotechnik; Zukunftsaspekte.
3.3 DIGITALE BILDBEARBEITUNG
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- digitale Bildaufnahmeverfahren, die Bearbeitung digitaler Bildinformation am Computer sowie deren Ausgabemöglichkeit auf Grundlagen der mathematisch-grafischen Voraussetzungen einsetzen können;
- digitale Bildelemente im Bereich Bewegtbild (Film und Video) und in Bezug auf deren Integration in Live-Szenen konstruieren können.
Lehrstoff:
II. Jahrgang:
Einführung in die Technik digitaler Fotografie; Aufnahme; Einführung in die Ebenentechnik.
III. Jahrgang:
Grundlagen und Technik der Bildmontage.
IV. Jahrgang:
Bildmanipulation; Drucktechniken; Filmbelichter.
V. Jahrgang:
Realisierung und Präsentation eigener Arbeiten.
3.4 MEDIENTECHNIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die im Bereich der audiovisuellen Medien angewandten messtechnischen Verfahren theoretisch verstehen und praktisch anwenden können;
- die im Bereich der Fotografie angewandten Techniken bei Aufnahme und Ausarbeitung erlernen und fachgerecht ausüben können;
- die Möglichkeiten von Computergrafik und Computeranimation kennen lernen und diese in kreativer Form mit den Möglichkeiten des elektronischen Schnitts verbinden können;
- die technischen Grundlagen des digitalen Schnitts erlernen und die verschiedenen Möglichkeiten selbstständig gestalterisch umsetzen können.
Lehrstoff:
II. Jahrgang:
Mediengerechte Aufbereitung von Bild- und Toninformationen.
Spezifische EDV-Anwendungen:
Einführung in die Computertechnik in Bezug auf audiovisuelle Anwendungen; Aufnahmetechniken; Bildgestaltung; szenische Umsetzung.
III. Jahrgang:
Filmbearbeitung:
Grundlagen der digitalen Filmbearbeitung; digitaler Filmschnitt;
Einführung in die dritte Dimension; Objekt- und Landschaftsdesign;
Oberflächentechniken; Überblick über bestehende Systeme und Plattformen.
Filmtechnik:
Praktische Einführung in die Filmtechnik; Bild- und Tontechnik, praktischer Umgang mit der professionellen Filmausrüstung; Grundlagen des Filmschnittes; individuelle Übungsprojekte.
IV. Jahrgang:
Digitaler Filmschnitt:
Erstellen computergenerierter Objekte; 3-D-Illustration.
Digitale Kunst:
Webseiten-Design; Multimedia-Design; Erstellen multimedialer Anwendungen.
V. Jahrgang:
Studioarbeit:
Digitaler Filmschnitt; Computeranimation; Compositing; Grundlagen der CGE-Technik; professionellen Anwendung elektronischer Gestaltungsmöglichkeiten und Geräte.
3.5 PRODUKTION UND ORGANISATION
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die für die selbständige Abwicklung von Projekten erforderlichen
kaufmännischen und rechtlichen Grundlagen erlernen und umsetzen können.
Lehrstoff:
IV. Jahrgang:
Fachliche Abwicklung:
Kalkulation; Filmfinanzierung; Förderungs- und Subventionswesen; Disposition und Drehplanung; Vorbereitung und Abwicklung von Ausstellungen, Filmpremieren und multimedialen Präsentationen.
V. Jahrgang:
Fachrecht:
Internationale Einheiten, Symbole und Normen; Urheber- und Verwertungsrecht; Kollektivvertrag; Verleihwesen.
3.6 ENTWERFEN
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- im Umgang mit den audiovisuellen Medien der Gegenwart kreative Fähigkeiten entwickeln und Ideen in anwendungsspezifische, realisierbare Konzepte umsetzen;
- die Technik des Drehbucherfassens an Hand konkreter Themenstellungen erlernen;
- die Geschichte und Stilkunde des Films, der Fotografie sowie der modernen Kommunikationstechnologien beherrschen.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Siehe den Pflichtgegenstand „Entwerfen” in Abschnitt B.2.
II. Jahrgang:
Gestaltungsaufgaben:
Entwurfs- und Darstellungstechniken aus dem audiovisuellen Bereich; Aufbereitung eines Entwurfsprozesses; Fachspezifische Entwurfsaufgaben; Konzeption und Planung von Kurzfilmen.
III. Jahrgang:
Gestaltungsaufgaben:
Schriftliche, zeichnerische und bildmäßige Darstellung von Themen und Botschaften; Ausarbeitung eines Drehbuches für den Jahrgangsfilm; experimentelle Techniken.
IV. Jahrgang:
Gestaltungsaufgaben:
Anwendung spezifischer Gestaltungsmöglichkeiten mit Hilfe der klassischen Dramaturgie; Filmsprache; Erstellen von Drehbüchern; Entwurf von Jahrgangsprojekten.
V. Jahrgang:
Entwurfsprojekt:
Projektarbeit gehobenen und fächerübergreifenden Umfanges (mit Zielformulierung, Recherche und mediengerechter Umsetzung).
3.7 ATELIER UND WERKSTÄTTE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- Kenntnisse und Techniken in der praktischen Handhabung
audiovisueller Geräte, Einrichtungen und Arbeitsbehelfe erlernen, welche sie befähigen, ihre Entwurfsideen selbständig und/oder im Teamwork auszuführen.
Lehrstoff:
II. Jahrgang:
Handhabung und Instandhaltung der Geräte, Einrichtungen und Arbeitsbehelfe.
III. Jahrgang:
Studioarbeiten mit unterschiedlichen Beleuchtungstechniken; Entwicklungs- und Kopiertechniken.
IV. Jahrgang:
Farbnegativtechnik (Arbeit mit Coloranalysern); Lagerung und archivfeste Verarbeitung von Filmen und Abzügen; Bildpräsentation.
V. Jahrgang:
Multimediale Arbeiten unter Anwendung aller audiovisueller Techniken.
Präsentationen eigener Arbeiten.
B.4 MÖBEL-RAUM-DESIGN
4.1 DARSTELLENDE GEOMETRIE
Siehe den Pflichtgegenstand „Darstellende Geometrie” im Abschnitt B.3.
4.2 TECHNOLOGIE UND PHÄNOMENOLOGIE
Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes „Technologie und Phänomenologie” im Abschnitt A.
Bildungs- und Lehraufgabe:
Siehe Abschnitt A.
Der Schüler soll darüber hinaus
- eine positive Werthaltung zu Material, Rohstoff und Ressourcen entwickeln, sich mit Materialien des raumbildenden Innenausbaues bewusst auseinander setzen und diese nach dem Prinzip der Materialgerechtheit und Umweltverträglichkeit einsetzen können;
- die theoretischen Grundlagen der Werkstoffbearbeitung und Produktionsverfahren sowie jene Werkzeuge, Instrumente und Technologien kennen, die eine Relativierung zwischen Intention und realisierbaren Ergebnis ermöglichen.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Technologiegrundlagen:
Holz, Kunststoff, Glas, Stein, Metalle, Textilien; Kombinationen.
II. Jahrgang:
Holztechnologie:
Holz als Phänomen und Rohstoff; Holzerkennung; Furniere, Furniertechniken, Werkstoffdarstellung und -eigenschaften, Materialverbindungen, Grundkonstruktionsarten im Innenausbau.
III. Jahrgang:
Materialtechnologie:
Plattenwerkstoffe, Kunststoffe; Oberflächen, Normen und Verordnungen.
Möbelkonstruktionen:
Möbelbauarten und -entwicklung; Konstruktionsvarianten der Möbelelemente, Beschlägetechnik; Rationalisierung im Innenausbau.
Bearbeitungsverfahren:
Werkzeuge und Schneidenstoffe, Zerspanungstechnologie, Prüftechniken, Messwerkzeuge.
IV. Jahrgang:
Spezialtechnologien:
Klebetechniken, Befestigungstechnik und Hilfsstoffe.
Sonderkonstruktionen:
Einbaumöbel, technologische Anforderungen an Möbel; Normmaße, Tischkonstruktionen, Tischvergrößerungen, Sitzmöbel.
V. Jahrgang:
Gebäudeöffnungen:
Fensterarten, Normfenster, Fensterläden; Außen-, Innen-, Brandschutztüren; Schallschutz, Wärmeschutz, Normen und Vorschriften.
4.3 BAUKONSTRUKTION
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- Grundkenntnisse der gebräuchlichen Konstruktionen und Materialien aus dem Bereich der Bautechnik (Hochbau und Innenausbau) sowie des Technischen Ausbaues und der Bauphysik zur Lösung von Aufgaben aus dem Bereich des raumbildenden Ausbaues entwickeln können;
- Grundkenntnisse der Baugesetze und der Bauorganisation erwerben.
Lehrstoff:
III. Jahrgang:
Grundlagen der Ausbauarbeiten:
Fußboden, Wand und Decke (Belagsarten, Oberflächen, Unterkonstruktionen).
Innenausbau:
Leichte Trennwände (Systeme, Materialien); Treppen (Arten, Materialien, Konstruktionssysteme, Gesetze, Normen).
IV. Jahrgang:
Sonderkonstruktionen aus Metall und Glas:
Veranden, Wintergärten.
Technischer Ausbau:
Heizung (Einzel-, Zentralheizungen, alternative Heizsysteme);
Elektroinstallation (Hausinstallation, Elektrogeräte);
Sanitärinstallation (Wasser- und Warmwasserversorgung, Sanitäreinrichtung).
V. Jahrgang:
Grundbegriffe des Hochbaues:
Baugrund, Baugrube, Fundamente; aufgehendes Mauerwerk (Naturstein, Ziegel, Beton, Blähton, Porenbeton, Fänge); Geschoßdecken (Gewölbe, Massivdecken, Holzbalkendecken); Dächer (Formen, Konstruktionen, Deckungen).
4.4 INNENRÄUME
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- theoretische Kenntnisse der Planung des Ausbaues und der Ausstattung von Innenräumen sowie des Möbelbaues besitzen;
- grundlegende Fähigkeiten zur Erfassung funktioneller, künstlerischer, gestalterischer, umweltgerechter und barrierefreier Notwendigkeiten im Planungs- und Bauprozess entwickeln;
- den Menschen und seine Maße, räumliche Erfordernisse, Proportionen, Gliederungen, Zuordnungen, Orientierungen sowie das Zusammenwirken von Ökologie, Ökonomie, Funktion, Konstruktion, Form, Farbe, Material und Licht kennen.
Lehrstoff:
II. Jahrgang:
Grundlagen:
Raum- und Funktionsprogramm; Planungsabläufe; der Mensch und seine Maße (Maßordnungen, Goldener Schnitt); Wohnen (Geräte, Gebrauchsgegenstände, Raumgrößen, Funktionsabläufe, Flächenbedarf), unterschiedliche kulturelle Wertzugänge (Europa, Asien, Amerika).
III. Jahrgang:
Raumbildungs- und Gestaltungsfaktoren:
Wertungskriterien (Raumwirkung, Raumerlebnis, Farbpsychologie, Physiologie, soziologische Aspekte); Raum und Licht; Räume des Wohn- und Nicht-Wohnbereiches; Ausstellungs- und Messegestaltung (Funktion, Form, Farbe, Material, Marketingstrategien); behindertengerechte und barrierefreie Planungsanforderungen; Möbel, Design, Präsentation.
IV. Jahrgang:
Formen des Wohnbaus:
Ein- und Mehrfamilienhäuser, verdichteter Wohnbau, Gartenstadtbewegung, Atriumhäuser, Gemeinschaftseinrichtungen sowie Sonderformen.
V. Jahrgang:
Gemeinschaftsbauten:
Funktion, Form und gesellschaftlich-kulturelle Einbindung (Kultur und Religion, Freizeit, Dienstleistung, Verwaltung, Gewerbe und Industrie, Fremdenverkehr).
4.5 PROJEKTMANAGEMENT
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die für die selbständige Abwicklung von Projekten erforderlichen
organisatorischen, rechtlichen und kaufmännischen Grundlagen erlernen und umsetzen können.
Lehrstoff:
IV. Jahrgang:
Grundbegriffe der Baugesetzgebung und des Projektmanagements.
Projektdurchführung:
Büroorganisation, Projektbetreuung und -koordination.
Kostenrechnung:
Verbrauchsmengenberechnung, Arbeitszeitberechnung.
V. Jahrgang:
Grundbegriffe des Vergabewesens:
Leistungsverzeichnisse, Vergabe, Kalkulation, einschlägige Normen.
Baupläne:
Arten, Maßstäbe, Darstellungstechnik.
4.6 ENTWURF
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- Entwurfsarbeiten aus den exemplarischen Phänomenbereichen von Möbel - Raum - Design eigenständig erstellen können;
- Erfahrungen mit Objektivierung und Qualitätssteigerung im Zusammenhang mit Kreation und Werkgenese erwerben, und dabei wechselseitige Relationen praktischer Gestaltungsarbeit, reflektierender Sensibilisierung und theoretischer Reflexion bearbeiten können;
- verschiedene Herangehensweisen an Entwurfsprozesse kennen, persönliche Entwurfsstrategien im Zusammenhang mit Methoden quantitativer und qualitativer Zielformulierungen entwickeln und die persönlichen Ressourcen im Zusammenhang mit kulturellen und wirtschaftlichen und medialen Kontexten sinnvoll umsetzen können;
- Zeichen- und Konstruktionsmethoden (Skizzen, Entwurfszeichnungen, axonometrische und perspektivische Schaubilder, Modelle usw.) bis zum ausführungsreifen und normgerechten Bau- und Konstruktionsprojekt erlernen und anwenden können;
- die erforderlichen Teilschritte (Literaturstudium, Raum- und Funktionsprogramm, Problemanalysen, Schlussfolgerungen, Bewertungen, Lösungsvorschläge, Entwurfskonzepte, projektbezogene Farb-, Material- und Modellstudien) dokumentieren und präsentieren können;
- die für den Ausbildungszweig spezifischen Kenntnisse in einem repräsentativen fächerübergreifenden Einzel- und/oder Teamprojekt, unter Nachvollziehbarkeit der individuellen Leistung, demonstrieren können;
- zweidimensionale Entwurfs- und Ausführungspläne sowie dreidimensionale Projektpräsentationsunterlagen, auch computergestützt erstellen können.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Vorgegebene und erlebnisorientierte Gestaltungsaufgaben:
Bereiche grundsätzlicher Erfahrungs- und Erkenntniswerte im Zusammenhang mit exemplarischen Phänomenen der Gestaltung; Integration handwerklicher Fähigkeiten in Bereiche gestalterischer Wertschöpfung in Zusammenhang mit exemplarischen Anforderungen der Praxis; verschiedene praktisch-refektierende Zugangsweisen zu klassischen Problembereichen (Farb-, Form-, Raum- bzw. Texturverständnis, -empfindung, -interpretation, -anmutung, Medienverständnis, -empfindung, -interpretation), Farb-, Textur- und Formqualitäten im Zusammenhang mit Interpretation und Rolle des Gestaltungsobjektes.
II. Jahrgang:
Einzelobjekte (Möbel) und einfache Innenausbaukonzepte:
Projektbezogene Entwurfs- und Darstellungstechniken sowie Präsentationsmethoden (Bestandsaufnahme, Bestandspläne, Funktionsschemen, normgerechte Konstruktionsmethoden des Möbels bzw. raumbildenden Innenausbaues, Darstellungsarten, konstruktive Detailbearbeitung).
III. Jahrgang:
Komplexe Einzelmöbel und Innenausbaukonzepte:
Thema Wohnen (Anwendung computergestützter Zeichentechnik, projektbezogene Präsentation, Modell-, Farb- und Materialstudien); Projektbearbeitung im Team (Netzwerkmanagement).
IV. Jahrgang:
Designaufgaben vom Einzelobjekt bis zur möglichen Serienfertigung:
Themenbereich Ausstellungsgestaltung (Messen, Kunstausstellungen usw.), des Wohnungsausbaues (Anwendung computergestützter Zeichentechnik, ausführungsreife Konstruktions- und Fertigungspläne, normgerechte Ausschreibungsunterlagen, projektbezogene Präsentation, Modell-, Farb- und Materialstudien).
V. Jahrgang:
Entwurfsaufgaben des Innenausbaues für Bauten der Gemeinschaft, Kultur, Gewerbe und Industrie (Anwendung computergestützter Zeichentechnik, Normteilverwaltungen zur Effizienzsteigerung, projektbezogene Präsentation, Modell-, Farb- und Materialstudien; 3D-Präsentationsunterlagen, Rendering, Visualisierung, Animation Projektarbeit).
Entwurfsprojekt:
Projektarbeit gehobenen und fächerübergreifenden Umfanges (mit Zielformulierung, Recherche und mediengerechter Umsetzung).
4.7 ATELIER UND WERKSTÄTTE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- den praktischen Bezug zu Materialien des Innenausbaues aufbauen und durch empirisches Entdecken die Möglichkeiten und Grenzen von Materialien, Verarbeitungsverfahren und Konstruktionen erfahren;
- den Umgang mit Holzwerk-, Plattenwerk- und Kunststoffen erlernen und in ständiger Wechselwirkung Theoretisches mit Praktischem vergleichen können;
- moderne und herkömmliche Technologien kennen und sinnvoll einsetzen sowie in weiterer Folge Materialien und Verarbeitungsverfahren auf Umweltbelastung, einschließlich ordnungsgemäßer Entsorgung, abschätzen können.
Lehrstoff:
II. Jahrgang:
Handfertigung:
Einfache Projekte aus dem Entwurfsunterricht;
Standardmaschinenarbeiten nach entsprechender
Sicherheitsunterweisung.
III. Jahrgang:
Holzbearbeitungsmaschinen:
Maschinengefertigte Werkstücke; Vermittlung von Sicherheitsmaßnahmen im Maschinenumgang; Arbeiten mit Plattenmaterialien, Furnieren sowie einfachen Oberflächenbehandlungen.
IV. Jahrgang:
Entwurfsausfertigung:
Umsetzung von im Entwurfsunterricht vorbereiteten Sonderaufträgen, womöglich in Form von Teamarbeit, unter besonderer Förderung der individuellen Initiative hinsichtlich Materialien, Konstruktionen und Fertigungstechniken sowie Nachweis der individuellen Leistung.
V. Jahrgang:
Kleinmöbel:
Projekt und Realisierung (Entwurf, Arbeitsvorbereitung, Materialbeschaffung, Fertigung).
B.5 PLASTISCHES DESIGN
5.1 DARSTELLENDE GEOMETRIE
Siehe den Pflichtgegenstand „Darstellende Geometrie” im Abschnitt B.3.
5.2 TECHNOLOGIE UND PHÄNOMENOLOGIE
Ergänzung und Fortführung des Pflichtgegenstandes „Technologie und Phänomenologie” im Abschnitt A.
Bildungs- und Lehraufgabe:
Siehe Abschnitt A.
Der Schüler soll darüber hinaus
- Materialien und Technologien zur Realisierung von Projekten in Handwerk, Gewerbe und Industrie kennen lernen;
- ökologische und technische Qualität in Hinblick auf Beständigkeit, Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit ermitteln können;
- Funktion, unfallfreie Handhabung und Wartung der entsprechenden Werkzeuge, Geräte und Maschinen, Produktionsplanung, Arbeitsvorbereitung und Kalkulation kennen.
Lehrstoff:
II. Jahrgang:
Themenbereich „Keramik-Gestaltung”:
Grundlagen der Geologie und Mineralogie; Nomenklatur; Formenbau; Plastischer und unplastischer Zustand; Zusammensetzung keramischer Massen; Thixotropie, Viskosität, Koagulation, Wasseranlagerung, Sedimentation, Texturen, Flotation; Aufbereitungs- und Formgebungsmaschinen; Berechnungsmethoden für keramische Größen und Prozesse und EDV-Anwendung.
Themenbereich „Metall-Gestaltung”:
Vorkommen und Gewinnung der Metalle; Edelmetalle und ihre
Legierungen; Gebrauchsmetalle und ihre Legierungen; Werkstoffprüfung
und Fertigungsverfahren von Edelmetallen.
Themenbereich „Plastische Formgebung”:
Gipse, Vorkommen und Gewinnung, Kristallisationsprozess, Oberflächenbehandlungsmethoden, Formen, Güsse, Züge, Profile; Holzmythologie, Holzentstehung, Hygroskopie des Holzes, Einteilung der Hölzer, Oberflächengestaltungen, Verbindungen, Verleimungen, Übertragungsmethoden, Bearbeitungsmethoden von Schnitzhölzern.
III. Jahrgang:
Themenbereich „Keramik-Gestaltung”:
Verflüssigung von Tonen und Massen; Chemische und physikalische Analysen; Trocknung, Porosität, Kapillare, Sinterung, Schmelzen, Kristallumwandlungen, Schwindung, Dehnung, Thermotropie, Rheologie; Berechnungsmethoden für keramische Größen und Prozesse und EDV-Anwendung; Gips, Verarbeitung, Formenbau.
Themenbereich „Metall-Gestaltung”:
Werkstoffprüfung und Fertigungsverfahren von Gebrauchsmetallen; Facheinschlägige Chemikalien und Hilfsstoffe; Galvanik.
Themenbereich „Plastische Formgebung”:
Betonwerkstoffe, Zemente (Herstellung, Zuschlagstoffe, Zusatzstoffe, Zusatzmittel, Mischungsverhältnisse, Werkstoffprüfung); Entstehung und Aufbau der Erde, Gesteine, Gesteinsbildung im Laufe der Erdgeschichte, Kreislauf der Gesteine, physikalische Eigenschaften (Verwitterung), direkte und indirekte Werksteinbearbeitung.
IV. Jahrgang:
Themenbereich „Keramik-Gestaltung”:
Brennöfen, Brennzyklen, Pyrometrie; Energienutzung, Energieumwandlung, Energiequellen; Kristallbildung-, umwandlung-, neubildung; Instrumentierung, Regelung, Stoff- Transformation, Oxidation, Reduktion, Energie, Energiepotenzial;
Kunststoffformenbau; Berechnungsmethoden für keramische Größen und Prozesse und EDV-Anwendung; experimentelles Erkennen von stofflichen Wirkungen (These, Versuch, Auswirkung).
Themenbereich „Metall-Gestaltung”:
Nichmetallische Werkstoffe; Punzierungsgesetz; fachtechnische
Berechnungen; Kalkulation.
Themenbereich „Plastische Formgebung”:
Konservierung, Restaurierung, Renovierung, Revitalisierung, Festigungs- und Ergänzungsmethoden; Metalle, Eisen und Nichteisenmetalle, physikalische Eigenschaften, thermische Behandlungen, Formtechniken, Metallverbindungen, (Schweißen, Löten, Patinieren); Kunst und Naturstoffe, plastische Werkstoffe, Definition, Bearbeitungs-, Form- und Anwendungstechniken.
V. Jahrgang:
Themenbereich „Keramik-Gestaltung”:
Keramischer Gesamtprozess; Thermisch-physikalische Vorgänge und Prüfmethoden; Feuerfestkeramik, Mechanokeramik; Einstoffsysteme, Zweistoffsysteme und Dreistoffsysteme; Abschlussarbeiten zu ausgewählten Stoffgebieten aus allen Jahrgängen.
Themenbereich „Metall-Gestaltung”:
Fachtechnische Berechnungen; Legierungsrechnen; Marktforschung, Produktentwicklung, Auftragsabwicklung, Vertriebsformen.
Themenbereich „Plastische Formgebung”:
Natürliche und künstliche Farbstoffe, physikalische Eigenschaften, Anwendungs- und Verarbeitungstechniken, Glas, physikalische Eigenschaften, Formtechniken; Materialkombinationen, physikalische Eigenschaften.
5.3 GESTALT- UND FARBLEHRE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- parallel zur Kunst- und zur Menschheitsgeschichte zur Entwicklung eines persönlichen Gedankenmodelles und Weltbildes zu den Begriffen Symbol, Gestalt und Farbe hingeführt werden;
- mit Wahrnehmungstheorien und Wahrnehmungsfehlern sowie mit Grundlagen der Information vertraut werden;
- die Grundbegriffe der Farblehre und Farbtheorien exemplarisch lernen;
- die Grundlagen der Zeichnung als umgesetztes Bild der persönlichen Wirklichkeit und Phänomene der zweidimensionalen Darstellung der Wirklichkeit kennen lernen;
- Formenkreise der dreidimensionalen Gestaltung, abhängig von den einschlägigen Stoffkonstanten der unterschiedlichen Materialien und den Formen aus der Geschichte erlernen und entwickeln können;
- verschiedene Qualitäten der Ordnung erkennen lernen;
- durch einschlägiges Literaturstudium zu differenzierten Sichtweisen über Ästhetik in der Gestaltungslehre hingeführt werden;
- grundlegende Sichtweisen über Flächen, Raum und Hohlraum mit Hilfe der naturwissenschaftlichen und der philosophischen Betrachtungen durch einfache Bewusstmachungsprozesse erhalten;
- erworbene Erkenntnisse in der praktischen Arbeit verwerten können.
II. Jahrgang:
Farbe und Komposition:
Farbtheorien, Farbwirklichkeit, Farbpsychologie, physikalische Theorie des Lichtes, Sehapparat; Zeichen, Symbole, Worte, Intellekt als Leerform; Virtualität, Digitale Darstellung; Wahrnehmung, Sinne, Wahrnehmungsfehler, Täuschungen, Wirklichkeit; Bildanalyse, Proportion; Punkt, Linie, Fläche, Raum; Musik, musikalische Klangsysteme; Komposition, Symmetrie, Kinderzeichnung, Interaktion, Dualität; Wirkung und Bedeutung einfacher Formen.
III. Jahrgang:
Gestaltung:
Grundlagen der Gestaltphilosophie; Information; Vervielfältigung; mathematisch-logische Ordnung, Denken, Bewusstsein; statische und Bewegungsform; Flächen und Raumsysteme; Einform, Zweiform, Komposition; Schwere und Leichtigkeit einer Form; Proportion, Rhythmus; ästhetische Flächennetze, Ornamente, Dekore, Oberflächengestaltung; Abstraktion; Typologie und Morphologie der Form; Kunst, Transzendenz.
5.4 DIMENSION UND RAUM
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- umfassende Kenntnisse auf theoretischer Basis von Dimension, Raum, und Zeit von der zweiten bis zur vierten Dimension vermittelt erhalten;
- grundlegende Fähigkeiten zur Erfassung von künstlerisch-, funktionell-angewandten Gestaltungsräumen, bis hin zu umweltgerechten Denk- und Gestaltungsprozessen, allein und im Teamwork erfahren und umsetzen können;
- den Menschen und seine Maße, Proportionen, Gliederungen, Orientierungen, Raumordnungen, Farb-, Zeit-, Klang-, sakrale und virtuelle Räume, als logisches Raum- und Maßverständnis verstehen lernen;
- das Zusammenwirken der Dimensionen von Raum und Zeit, von Ökologie und Ökonomie, vom globalen bis hin zum universellen Raum in seine persönliche Gedanken- und Realprojektion einbinden können.
Lehrstoff:
IV. Jahrgang:
Fläche und Raum:
Proportionen, goldener Schnitt, Wahrnehmungs- und Empfindungsmaßstäbe, Maße- und Maßordnungen, Raum- und Flächengrößen, Farbe und Raum, Raumordnungen, optischer Raum, religiöser Raum, Denkraum, Lebensraum.
V. Jahrgang:
Raum und Zeit:
Raum, Volumen und Masse als plastische und architektonische Ausdrucksform, Kunst und öffentlicher Raum, Außen-, Innenraum, Lichtraum, Naturraum, Dimension von Raum und Zeit, Raumakustik, virtueller Raum, Erlebnisraum, Raumanalyse, sozialer Raum; globaler und universeller Raum.
5.5 MATERIALIEN DER GESTALTUNG UND FORMGEBUNG
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- fachtheoretische mineralogische, gemmologische und lignitische Kenntnisse zur Bestimmung und Bewertung echter und synthetischer Werkstücke erwerben;
- exemplarische Proben untersuchen und begutachten können;
- Methoden der Restaurierung und Erhaltung von Objekten kennen und anwenden können;
- chemische, thermische und physikalische Grundlagen der spezifischen Materialien erlernen.
Lehrstoff:
III. Jahrgang:
Themenbereich „Keramik-Gestaltung”:
Charakteristische Besonderheiten kristalliner und glasartiger Werkstoffe; Analysieren anorganischer Substanzen an den geeigneten Laborgeräten; Glaszustand, Glasstruktur, Eigenschaften;
Kristallografische Grundlagen, Kristallstruktur, Eigenschaften;
Grundrohstoffe und Hilfsmittel zur Erzeugung der Glasuren;
Toxizität, Gesundheitsschutz; Glasurarten, Berechnung der Glasuren, Segerformel, EDV-Programme; Entwicklungsreihen als Kontrolle und Evaluation des Entwicklungsprozesses, Glasuren, Aufbereitung, Applikation, Brennvorgang, (EDV-unterstützt und mit den Laborgeräten).
Themenbereich „Metall-Gestaltung”:
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