Bekanntmachung des Bundesministers für Unterricht, Kunst und Sport vom 18. März 1987 betreffend den Lehrplan für den katholischen Religionsunterricht an berufsbildenden mittleren Schulen

Typ Kundmachung
Veröffentlichung 1987-05-01
Status Aufgehoben · 2004-08-31
Ministerium BKA (Bundeskanzleramt)
Quelle RIS
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zum Außerkrafttreten vgl. BGBl. II Nr. 283/2004

zum Außerkrafttreten vgl. BGBl. II Nr. 283/2004

Die in den Anlagen wiedergegebenen Lehrpläne für den katholischen Religionsunterricht an einjährigen berufsbildenden mittleren Schulen (Anlage I), zweijährigen berufsbildenden mittleren Schulen (Anlage II), dreijährigen berufsbildenden mittleren Schulen (Anlage III), vierjährigen berufsbildenden mittleren Schulen (Anlage IV) und einjährigen Meisterklassen, Meisterschulen und Werkmeisterschulen (Anlage V), welche mit Beginn des Schuljahres 1985/86 aufsteigend (beginnend jeweils mit der 1. Stufe) in Kraft traten, wurden von der Katholischen Kirche erlassen und werden hiemit gemäß § 2 Abs. 2 des Religionsunterrichtsgesetzes, BGBl. Nr. 190/1949, in der Fassung der Religionsunterrichtsgesetz-Novelle 1962, BGBl. Nr. 243, bekanntgemacht.

zum Außerkrafttreten vgl. BGBl. II Nr. 283/2004

Anlage I

LEHRPLAN FÜR DEN KATHOLISCHEN RELIGIONSUNTERRICHT AN EINJÄHRIGEN BERUFSBILDENDEN MITTLEREN SCHULEN

DAS GRUNDKONZEPT DES LEHRPLANES

Zu den Kennzeichen der neuen Lehrpläne zählt es, daß keines der Schuljahre allein unter dem Gesichtspunkt einer einzigen theologischen Disziplin konzipiert ist.

Der Lehrplan baut auf Catechesi tradendae und auf dem Österreichischen Katechetischen Direktorium auf. Gemeinsam ist dem Konzept für allgemeinbildende höhere Schulen, berufsbildende höhere Schulen und berufsbildende mittlere Schulen, daß

a)

jedes Thema sowohl einem theologischen wie auch einem anthropologischen Richtziel zugeordnet wird (= Wahrung der Treue zu Gott und Treue zum Menschen, Catechesi tradendae Nr. 55);

b)

die theologischen, anthropologischen und schulisch-didaktischen Unterrichtsprinzipien und Erziehungsaufgaben das Strukturprinzip bestimmen;

c)

der Lehrstoff in Themenfelder gegliedert wird, die je nach Situation der Klasse intensiver oder mehr kursorisch behandelt werden können;

d)

die Lehrinhalte in Kernstoff und Erweiterungsstoff differenziert werden;

e)

zentrale Anliegen in jedem Jahr aufscheinen, wobei diese zentralen Anliegen zugleich die Grundintentionen der Richtziele darstellen.

BILDUNGSZIELE UND LEHRAUFGABEN

Der Religionsunterricht soll

– dem gläubigen Schüler helfen, sich bewußter für seinen Glauben zu entscheiden;

– dem suchenden und im Glauben angefochtenen Schüler die Möglichkeit bieten, die Antworten der Kirche auf seine Fragen kennenzulernen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen;

– dem sich als ungläubig betrachtenden Schüler Gelegenheit geben, den eigenen Standort klarer zu erkennen oder auch zu revidieren.

Er hat die Frage nach Gott, Welt und Leben zu wecken, zu reflektieren und dabei die Antwort aus Offenbarung und Kirche verstehbar zu machen. Er hat insbesondere mit der Wirklichkeit des Glaubens und der Botschaft, die ihm zugrunde liegt, vertraut zu machen. Darüber hinaus muß er in Auseinandersetzung mit anderen Weltanschauungen und Ideologien zur persönlichen Entscheidung befähigen und zugleich Verständnis und Toleranz wecken. Schließlich soll er als sein höchstes, wenn auch oft eingeschränktes Ziel versuchen, die Schüler zum christlichen Leben zu motivieren und aus dem Glauben zum verantwortlichen Handeln in Kirche und Gesellschaft ermutigen. (Österreichisches Katechetisches Direktorium, Seite 23 mit Quellenhinweis.)

Aus diesen Aufgaben ergeben sich folgende theologische (A–E) und anthropologische (14) Richtziele:

Der Religionsunterricht soll mitwirken an der Befähigung des Schülers,

A. Welt und Mensch (im Lichte des Glaubens und der gegenwärtigen wissenschaftlichen Erkenntnisse) zu deuten;

B. das befreiende Handeln Gottes für die Menschen und mit den Menschen zu sehen und anzuerkennen;

C. die Bibel als Zeugnis des befreienden Handelns Gottes für die Menschen und mit den Menschen zu sehen und anzuerkennen;

D. Inkulturation als Wesensmerkmal des christlichen Glaubens zu erfassen und zu verwirklichen;

E. aus christlicher Verantwortung heraus zu handeln.

Der Religionsunterricht soll mitwirken an der Befähigung des Schülers

1.

sich selbst zu verstehen und anzunehmen;

2.

sich mit allen Menschen solidarisch zu sehen;

3.

sich im Kosmos als abhängig und mitgestaltend zu bejahen;

4.

in den Grunderfahrungen und Grundbedürfnissen die Sinnfrage wahrzunehmen.

Die Themen sind jeweils sowohl unter dem theologischen wie auch unter dem anthropologischen Gesichtspunkt zu behandeln.

Hinweise auf die Richtziele, denen ein Inhalt schwerpunktmäßig zuzuordnen ist, geben die Klammerausdrücke nach den Themen und Inhalten.

UNTERRICHTSPRINZIPIEN UND ERZIEHUNGSANLIEGEN

(Didaktische Grundsätze)

Grundsätzlich gelten dieselben Unterrichtsprinzipien, die für die jeweilige Schultype Geltung haben. Der Religionsunterricht in der Schule ist, wie jeder andere Unterricht, nicht nur kognitive Wissensvermittlung. Er partizipiert an den Erziehungsaufgaben, die der österreichischen Schule gestellt sind (§ 2 SchOG). Im besonderen nimmt er diese Aufgabe durch Beachtung der folgenden speziellen Unterrichtsprinzipien und Erziehungs- bzw. Bildungsaufgaben wahr.

I. Theologische Unterrichtsprinzipien

1.

Das Prinzip der doppelten Treue zu Gott und zum Menschen in ihrer unaufhebbaren Spannung

Es wird verwirklicht durch die Zuordnung jedes Themas sowohl zu einem theologisch wie auch zu einem anthropologisch begründeten Richtziel.

2.

Das Prinzip der inkarnatorischen Grundstruktur des christlichen Glaubens

Im Zentrum des Religionsunterrichtes steht die Person und das Anliegen Jesu Christi (Christozentrik). Daraus ergibt sich, daß der Glaube zu sehen ist als personale Beziehung und nicht nur als die Kenntnis einer mehr oder minder großen Summe von Einzelwahrheiten (vgl. Catechesi tradendae 5–9). In Person und Werk Jesu Christi findet sich alles aufgenommen und angenommen, was gut ist im Bereich der irdischen Wirklichkeiten. Person und Werk Jesu Christi sind auch nicht nur ein der Vergangenheit angehörendes Ereignis, sondern lebendige und fortwirkende Gegenwart. Die Gemeinschaft der Glaubenden, in der diese Wirklichkeit Christi anwesend bleibt, ist somit Bezugswirklichkeit des Religionsunterrichtes (Ekklesiozentrik). Inkulturation des Christentums durch Aufnahme alles Wertvollen in den christlichen Lebensvollzug und das Einbringen des Geistes Christi in alle Lebensbereiche des einzelnen, der Gemeinschaften, Völker und Kulturen zeigen sich so als Grundanliegen, für die der Schüler sensibilisiert werden soll.

3.

Das Prinzip der eschatologischen Dimension

Die in allen menschlichen und christlichen Lebenswirklichkeiten und Wahrheiten enthaltene eschatologische Dimension ist in jedem Themenkreis enthalten. Sie darf daher auch nicht auf jene Themenfelder beschränkt werden, wo sie schwerpunktmäßig behandelt wird.

4.

Christliche Grundhaltungen als Antwort und Nachahmung der Liebe Gottes zur Welt

Alle Themen sollten unter diesem Gesichtspunkt unterrichtet werden. Er besagt, daß Liebe Motor und Motiv christlichen Handelns ist und daß jedem menschlichen Handeln in Liebe das Liebesangebot Gottes zuvorgeht.

5.

Das Prinzip der ökumenischen Dimension

Die Katechese darf von dieser ökumenischen Dimension nicht absehen; denn alle Gläubigen sind aufgerufen, sich je nach ihrer Fähigkeit und Stellung in der Kirche in die Bewegung zur Einheit hin einzureihen. (Catechesi tradendae 32).

6.

Das Prinzip der Integration der Einzelthemen in eine Gesamtschau

Der Religionsunterricht muß anstreben, daß die Einzelkenntnisse, die er vermittelt, nicht unverbunden im Schüler nebeneinander stehen. Der Schüler soll sie in sein Leben, aber auch in eine der Hierarchie der Wahrheiten (Oek. 11) entsprechende Gesamtschau integrieren. Nach Catechesi tradendae sind die Glaubensbekenntnisse geglückte Synthesen einer solchen Gesamtschau. Die in den Glaubensbekenntnissen gegebenen Formulierungen der Glaubensinhalte sind gleichsam das Gefäß, in das der Schüler die Erfahrung und Erkenntnis dieser Glaubensinhalte einbringen und festhalten kann. Die Systematik der Glaubensbekenntnisse wird dabei im Lehrplan nicht als Form der Anordnung des Lehrstoffes oder der Lehrgänge gesehen, sondern – der ursprünglichen christlichen Tradition entsprechend – als Endpunkt, in den die Einzelthemen münden.

II. Anthropologische Unterrichtsprinzipien

1.

Das Prinzip der Beachtung der individuellen und sozialen

Beziehungen

Die Treue zum Menschen verlangt die Beachtung der jeweiligen Reifestufe des Schülers.

Noch mehr als in anderen Unterrichtsgegenständen muß dieses Prinzip die konkrete Arbeit in den einzelnen Klassen bestimmen. Es schließt nicht nur das Bemühen um einen partnerschaftlichen Unterrichtsstil ein, es ist auch Fundament für andere anthropologische (zB: Schülergemäßheit) und schulisch-didaktische (zB: Schülerselbsttätigkeit) Unterrichtsprinzipien.

2.

Das Prinzip der Schülergemäßheit

Wie das gesamte katechetische Wirken der Kirche ist auch der Religionsunterricht Dienst am Menschen (Österreichisches Katechetisches Direktorium 1.1). Die Beachtung des Schülers, seiner Anliegen, Fragen, Nöte, Sehnsüchte, seiner Bedürfnisse und seines Bedarfes müssen daher die Arbeitsweisen und das Ausmaß der Intensität einzelner Themen mitbestimmen. Die Aufmerksamkeit des Religionslehrers muß jedem einzelnen Schüler gelten. Jeder sollte sich angesprochen fühlen und seine Anliegen einbringen können. Der Schüler ist nach der Bischofssynode 1977 Subjekt und nicht Objekt der Katechese.

3.

Das Prinzip der Lehrergemäßheit

Aus der oben genannten Struktur des christlichen Glaubens und aus der Tatsache, daß Unterricht und Erziehung immer ein dialogisches Geschehen sind, darf der Lehrer sich nicht nur als Organisator von Lernprozessen sehen. Er hat das Recht und die Pflicht, seine eigene Persönlichkeit mit ihren Charismen und Begabungen in den Religionsunterricht einzubringen. Eine Grenze findet dieses Prinzip in der Tatsache, daß der Religionslehrer nicht nur seine eigene Meinung, sondern die Lehre Christi und der Kirche zu vermitteln hat.

4.

Das Prinzip der Erfahrungsorientierung

Bei jedem Themenfeld sind die einschlägigen Erfahrungen, die die Schüler mitbringen, aufzugreifen. Aufgabe des Religionsunterrichtes ist es, diese Erfahrungen auch zu deuten und eine kritische Reflexion zu ermöglichen. Der Religionsunterricht soll aber auch neue Erfahrungen – vor allem auf dem Gebiet der Mitmenschlichkeit, des Allgemein-Religiösen und des christlichen Glaubens – vorbereiten und ermöglichen.

5.

Das Prinzip der Sprachbildung

Als geschichtliche Religion wird christlicher Glaube in Worten und Sprachgestalten weitergegeben und bezeugt. Viele dieser Sprachgestalten sind nur aus dem Lebenskontext verständlich, in dem sie ihre Ausprägung erfuhren (vgl. Redegattungen in der Bibel; philosophische Fachausdrücke in dogmatischen Texten). In den Fachschulen soll der Religionsunterricht die damit verbundenen Verstehensprobleme bewußt machen und Hilfen zum richtigen Verständnis anbieten. Der Verbalisierung eigener religiöser Erfahrungen und dem Glaubensgespräch kommen zudem immer größere Bedeutung zu. Das Prinzip der Sprachbildung besagt, daß bei allen Themenkreisen diese Anliegen zu beachten sind.

6.

Das Prinzip der Gesellschafts- und Berufsbezogenheit

Christlicher Glaube realisiert sich nicht nur im privaten Bereich. Unter den gesellschaftlichen Lebensbereichen nehmen Beruf und Arbeitswelt einen großen Raum ein. Wo immer dies möglich ist, soll auf einschlägige Probleme und Fragen der Gesellschaft, der gegenwärtigen Arbeitswelt und der künftigen Berufswelt der Schüler Bezug genommen werden.

7.

Das Prinzip des geschichtlichen Denkens

Christentum ist eine historisch gewordene und wachsende Religion. Christliches Leben schließt darum wesentlich das Gedächtnis an das Heilswirken Gottes in der Geschichte (Anamnese) ein.

Soweit möglich, sollten die Themen aus ihrem Gewordensein heraus verständlich werden. Daher können Teilabschnitte und Anliegen der Kirchengeschichte bei anderen Themen eingebracht werden.

Da Zukunft immer auch Herkunft ist (Heidegger), umfaßt das Prinzip des geschichtlichen Denkens neben dem kritischen Blick auf die Vergangenheit immer auch den planenden Blick auf die Zukunft.

8.

Elternarbeit – Familienbezogenheit

Nach soziologischen Untersuchungen urteilen und handeln junge Menschen gerade im religiösen Bereich stark familienkonform (L. A. Vaskovics). Deshalb ist bei jedem Themenfeld auch die Familie des Schülers zu beachten. Unter Beachtung der psychischen Situation des jungen Menschen, seiner fortschreitenden Selbständigkeit und seiner Religionsmündigkeit ist eine Zusammenarbeit des Religionsunterrichtes mit den Familien und Eltern zu suchen. Dem jungen Menschen sollen sowohl Hilfen zur Selbständigkeit wie auch zur Wahrnehmung seiner Aufgaben in der eigenen gegenwärtigen Familie und in seiner zukünftigen Familie angeboten werden.

Bewährt haben sich gemeinsame Veranstaltungen von Schülern und Eltern (Seminare, Feiern, Aktionen). Die Sprechstunde und der Elternsprechtag behalten als Mittel der Kooperation von Religionsunterricht und Elternhaus ihre Bedeutung und sind gewissenhaft vorzubereiten und durchzuführen.

III. Schulisch-didaktische Unterrichtsprinzipien

1.

Das Prinzip der Lebensnähe

Der Religionsunterricht soll vom Leben her und zum Leben hin erziehen. Dabei sind nicht nur das individuelle Leben des Schülers und die Klassengemeinschaft zu sehen, sondern die Gesamtheit des Lebens in der modernen Welt mit ihren Strukturen, Problemen, Möglichkeiten und Aufgaben. (vgl. auch § 2 SchOG)

2.

Das Prinzip der Anschaulichkeit

Im traditionellen Verständnis fordert dieses Unterrichtsprinzip eine konkrete Unterrichtsgestaltung, die Einbeziehung von Veranschaulichungshilfen u.a.m. Im Religionsunterricht ist darüber hinaus zu beachten, daß es neben der äußeren Anschauung, neben sinnenhaft Faßbarem und neben der konkreten Vorstellungswelt auch das breite Gebiet der inneren Anschauung (Erfahrung, Meditation, Innerlichkeit), der geistig-geistlichen Anschaulichkeit und Veranschaulichung gibt. Der Schüler höherer Schulstufen ist zwar zu abstrakten Denkleistungen fähig und fordert sie auch in vielen Bereichen. Dennoch sollte das Anliegen des Konkreten und der Konkretisierung auch dort ernst genommen werden.

3.

Das Prinzip der Schülerselbsttätigkeit

In allen Schulstufen hat das Lernen durch Tun seine große Berechtigung. In der Oberstufe fordert die zunehmende Selbständigkeit und Selbstverantwortung und die Religionsmündigkeit ein spezifisches Beachten dieses Unterrichtsprinzips. Formen der Wahrung dieses Prinzips sind nicht nur die Arbeitsweisen und Methoden der Schülerselbsttätigkeit. Soweit möglich, sind die Schüler auch bei der Wahl der Methoden, bei der Erarbeitung der Themenreihung u.ä. heranzuziehen. Das Bemühen um größtmögliche Schülerselbsttätigkeit innerhalb des Unterrichts steht im Dienst der Hilfe zu Selbständigkeit in Glaube und Leben. Vom Religionslehrer erfordert die Beachtung dieses Prinzips das Ernstnehmen der Schüler und den damit verbundenen Takt, aber auch das Bewußtsein, daß er nur bezeugen, appellieren, anbieten kann, daß die letzten religiösen und ethischen Entscheidungen aber nicht in seine Hand gegeben sind.

4.

Das Prinzip des exemplarischen und orientierenden Lernens

Religionsunterricht kann und will nicht die gesamte Theologie vermitteln. Unbeschadet der Forderung nach einer Gesamtschau macht es die Situation der Schüler und der Klassen notwendig, das Prinzip des Exemplarischen zu beachten. Wenn etwa am Beispiel eines Sakramentes das Wesen der Sakramente erschlossen wurde, kann man sich bei anderen Sakramenten darauf beziehen. Viele Anliegen können auf Grund der zur Verfügung stehenden Zeit nur in exemplarischer Auswahl behandelt werden. Die Auswahl muß immer im Blick auf die Gesamtheit des Stoffbereiches und die Situation des Schülers erfolgen. Zu beachten ist, welche Einzelinhalte und Einzelziele in der zur Verfügung stehenden Zeit behandelt werden können. Die Auswahl ist immer auch fachspezifisch zu rechtfertigen. Orientierendes Lernen verhilft dem Schüler dazu, sich in einem Thema selbst zurechtzufinden. Es bietet Hilfen zu eigenem Weiterdenken und Weiterlernen an.

5.

Das Prinzip der Methodenvielfalt

Grundsätzlich ist jeder Religionslehrer in der Methode frei. Die gewählte Methode muß jedoch dem Inhalt, dem Schüler, dem Ziel und der Lehrerpersönlichkeit adäquat sein. Zu beachten ist der sinnvolle Einsatz verschiedener Methoden (Abwechslung). Dies kommt vor allem den unterschiedlichen Persönlichkeiten bei den Schülern (vgl. visuelle, auditive und kinästhetische Typen) entgegen.

6.

Das Prinzip der Fächerverbindung und der Kooperation

Wo immer es möglich ist, sollten Querverbindungen und Kontakte zu den anderen Unterrichtsgegenständen gesucht und hergestellt werden, ohne aber das eigenständige Ziel des Religionsunterrichtes aus dem Auge zu verlieren. Eine spezielle Form der Kooperation ist der fächerübergreifende Unterricht, den das Österreichische Katechetische Direktorium (7.9) nachhaltig empfiehlt.

7.

Das Prinzip der Festigung des Unterrichts- und Erziehungsertrages

Neben der Motivation und der Anleitung zur eigenen außerschulischen Arbeit des Schülers dienen diesem Anliegen Wiederholungen und das Prinzip der Themenwiederkehr: Zentrale Anliegen kehren unter unterschiedlichem Aspekt in mehreren Schuljahren wieder.

IV. Erziehungsanliegen

A. Als integrierender Teil der österreichischen Schule hat der Religionsunterricht seine spezifischen Beiträge zu den Erziehungs- und Bildungsaufgaben der österreichischen Schule zu leisten. Vor allem trifft dies für die folgenden Bereiche zu:

1.

Medienerziehung,

2.

Politische Bildung,

3.

Sexualerziehung,

4.

Erziehung zur Partner- und Elternschaft,

5.

Gewissensbildung,

6.

Friedenserziehung,

7.

Erziehung zu verantworteter Haltung in Wirtschaft, Technik, Verwaltung und Freizeit,

8.

Erziehung zu einem integrativen Lebensstil.

B. Die religionspädagogische Zielsetzung erfordert ua. eine besondere Beachtung der Gebetserziehung und der liturgischen Bildung unter besonderer Beachtung des Kirchenjahres. Durch sie werden nicht nur religiöse Zielsetzungen angestrebt. Im Gebet bringt der Mensch auch sich selbst zur Sprache. Liturgische Bildung ermöglicht und vertieft das Feiern. So trägt der Religionsunterricht durch diese beiden Anliegen in spezieller Weise auch zur allgemeinen Menschenbildung bei. Die Verwirklichung dieses Prinzips fordert eine gewissenhafte Durchführung der gesetzlich möglichen schulischen religiösen Übungen sowie das Angebot von religiösen Wochen, Besinnungstagen, Schulentlaßtagen ua.

MINIMALLEHRPLAN – MAXIMALLEHRPLAN

Verbindliches Minimum an Lehrinhalt stellen die Themenfelder der einzelnen Klassen dar. Diese Themenfelder müssen in den Klassen, wo sie vorgesehen sind, zur Sprache kommen. Das Ausmaß und die Intensität wird durch die Situation der Schüler (Vorwissen, Aufnahmebereitschaft u.ä.) bestimmt. Es ist möglich, einzelne Aspekte eines Themas oder ein Themenfeld zur Gänze im Rahmen der übrigen Themen einzubringen.

Bei notwendigen Raffungen (Stundenausfall durch Krankheit usw.) wird der Minimalplan erfüllt, wenn jedes der Themen mindestens im Ausmaß einer Unterrichtseinheit zur Sprache kam. Die in diesem Fall notwendigen Beschränkungen müssen jedoch die Grundaussage des Kernstoffes wahren.

Diese Beschränkung bietet dem Religionslehrer die Möglichkeit, neben dem verpflichtenden Lehrstoff auf andere Anliegen einzugehen, die die Schüler bewegen oder brauchen. Dabei werden in den meisten Fällen Inhalte aufgegriffen werden, die im Lehrplan an anderer Stelle oder in anderem Zusammenhang genannt sind.

Die Summe des bei den Lehrinhalten angegebenen Kernstoffes und des Erweiterungsstoffes ergibt einen Maximallehrplan, der zur Gänze nicht durchgeführt werden kann. Die im Erweiterungsstoff angegebenen Inhalte sind mögliche Erweiterungen, aus denen der Religionslehrer je nach Situation der Klasse eine Auswahl treffen kann.

Die beim Kernstoff angegebenen Lehrinhalte sind nicht mit Stundenthemen identisch. Ein Teil dieser Lehrinhalte ist für den Schüler eine Wiederholung aus früheren Schulstufen. Der Kernstoff umfaßt das am Ende der letzten Klasse erwartete Wissen.

LEHRINHALTE

ICHFINDUNG IN DER BEGEGNUNG

1.

Selbstverständnis, Selbstannahme (A 1, B 2)

Kernstoff:

1.

Der junge Mensch mit seinen Wünschen, Gefühlen und Erfahrungen (A 1)

2.

Das Grundbedürfnis nach Annahme durch die anderen (A 2)

3.

Der Mensch als Geschöpf (B 3)

4.

Bedingungslose Annahme des Menschen durch Gott – die Taufe als Zeichen dieser Annahme (B 2)

Erweiterungsstoff:

11.

Erbanlagen und Umwelteinflüsse (A 3)

12.

Bewältigung eigener Fehler und der Fehler anderer (A 2)

13.

Die Rolle des einzelnen in der Klassengemeinschaft (A 2)

14.

Metanoia und Toleranz (E 2)

15.

Gebet als Hilfe zur Selbstfindung (B 3)

2.

Verwiesensein des Menschen auf die anderen (A 2, E 2)

Kernstoff:

1.

Herkunft aus Familie und Gemeinschaften (A 2)

2.

Der junge Mensch in seiner Familie und in seiner Verantwortung für andere (E 2)

3.

Die „unheile Welt“ – Gefahren, die aus der Gesellschaft kommen (A 2)

4.

Begegnung und Umgang mit Außenseitern (E 2)

Erweiterungsstoff:

11.

Gefährdetes Selbstwertgefühl – Selbstmordgefährdung (A 4)

12.

Aggression – Bandenbildung (A 2)

13.

Alte und kranke Menschen – Einsamkeit (A 2)

14.

Leben mit dem Tod – Sakrament der Krankensalbung (B 2, D 1)

WEGWEISER ZU EINEM SINNVOLLEN LEBEN

3.

Sinnangebote der Gesellschaft (A 4)

Kernstoff:

1.

Kurzsichtige Bedürfnisbefriedigung durch Konsum (A 2)

2.

Mensch sein in der Leistungsgesellschaft (E 2)

3.

Freizeit – Zeit für sich selbst, für die anderen, für Gott (E 4)

Erweiterungsstoff:

11.

Die Fragwürdigkeit von Patentrezepten (A 4)

12.

Leistungsdruck als Wirtschaftsideologie (A 4)

13.

Konstruktive und destruktive Formen des Aussteigertums (A 4)

14.

Christliche Gestaltung des Sonntags (D 3)

4.

Sinnfindung im Glauben (B 4)

Kernstoff:

1.

Zusammenhang von Gottesglaube und Sinnsuche (A 4)

2.

Lebensführung und Lebensziele in den Weltreligionen (B 4)

3.

Halt und Geborgenheit im christlichen Vatergott (C 4)

4.

Christlicher Glaubensvollzug und christliche Feste (D 2)

5.

Die Feier der Eucharistie (B 4, D 2)

Erweiterungsstoff:

11.

Christliche Deutung der Frage nach dem Sinn von Leiden und Tod (B 4)

12.

Die Sinnzusage Gottes in Jesus Christus als Grund und Erfüllung menschlicher Hoffnung (B 4)

13.

Aufbau und Elemente der Meßfeier (D 2)

14.

Vaterbild und Gottesbild (A 2)

JESUS, DER CHRISTUS FÜR UNS

5.

Jesus von Nazaret (A 2, C 2)

Kernstoff:

1.

Jesus in seiner Zeit und Umwelt (A 2)

2.

Jesu Botschaft in Leben, Wort und Tat (C 2)

3.

Die Schriften des Neuen Testaments als Glaubenszeugnis der Urgemeinde (C 2)

Erweiterungsstoff:

11.

Außerbiblische Zeugnisse für die Existenz Jesu (A 2)

12.

Jesus im Konflikt mit den Menschen und Institutionen seiner Zeit (C 2)

13.

Der Mensch Jesus in Versuchung, Angst und Trauer (C 1)

6.

Begegnung mit Jesus Christus (C 4)

Kernstoff:

1.

Tod und Auferstehung Jesu – Konsequenz seiner Botschaft und Heilszusage Gottes (B 4, C 4)

2.

Jesus als Leitbild für die Beziehung zu Gott und Mensch (B 2, E 2)

3.

Begegnung mit Christus in Gebet und Gemeinde (E 2)

Erweiterungsstoff:

11.

Jesu Predigt und Wunder (C 3)

12.

Das Kreuz als Konsequenz der Liebe (B 4)

13.

Sakramente – Zeichen der Begegnung mit Christus (B 2)

14.

Meditationsformen (D 3)

ALS CHRIST LEBEN

7.

Verwirklichung des persönlichen Glaubens (E 2)

Kernstoff:

1.

Die Bergpredigt als Maßstab für ein Leben als Christ (C 2, E 2)

2.

Versagen – Umkehr – Versöhnung (B 2, E 2)

3.

Das Liebesgebot als Norm des christlichen Gewissens (E 3)

4.

Der Dekalog – Wegweiser in die Freiheit (C 2)

Erweiterungsstoff:

11.

Die Menschenrechte (E 2)

12.

Heilige und Namenspatrone (D 2)

13.

Das Sakrament der Buße (B 2)

8.

Kirche – die lebendige Gemeinde (D 2)

Kernstoff:

1.

Struktur und Organisation der Kirche (D 2)

2.

Gemeinsames Priestertum – Firmung als Sakrament der Beauftragung – Das Weihesakrament (B 3, E 2)

3.

Die Evangelischen Räte (C 2, D 4)

4.

Das wandernde Gottesvolk – Salz der Erde, Licht der Welt (D 2)

Erweiterungsstoff:

11.

Die Kirchengebote (D 2)

12.

Tugenden und Gaben des Heiligen Geistes (B 3, E 2)

13.

Orden als besondere Art christlicher Lebensführung (D 2)

14.

Getrennte Kirchen – Ökumene (D 4)

ENTWURF EINER ZUKUNFT

9.

Blick in die Zukunft des persönlichen Lebens (E 3)

Kernstoff:

1.

Persönliche Glücksvorstellungen und Lebenswerte (A 4)

2.

Der junge Mensch in seiner Geschlechtlichkeit (A 1)

3.

Voraussetzungen für partnerschaftliche Beziehungen (E 2)

4.

Ehe und Familie (E 2)

5.

Das Sakrament der Ehe (B 2, D 2)

Erweiterungsstoff:

11.

Gestörte Familien – Scheidung, Trennung, Annullierung (A 2)

12.

Formen der Zärtlichkeit – das Miteinander-Umgehen (E 2)

13.

Beruf und Familie (E 2)

14.

Verantwortete Elternschaft (A 4)

15.

Materieller Besitz und geglücktes Leben (A 4)

10.

Blick in die Zukunft von Gesellschaft und Welt (E 4)

Kernstoff:

1.

Sinnverwirklichung und Pflichterfüllung in Arbeit und Beruf (E 4)

2.

Die Verantwortung des einzelnen für die Schöpfung (E 3)

3.

Friede als Anliegen und Aufgabe aller Menschen (E 3)

4.

Als Christ leben und glauben: Credo und Kurzformeln des Glaubens (E 3)

Erweiterungsstoff:

11.

Menschenwürde am Arbeitsplatz (E 2)

12.

Wege gewaltfreier Konfliktbewältigung (E 2)

13.

Emanzipation (A 2)

14.

Kirche, Staat und Parteien (A 2)

zum Außerkrafttreten vgl. BGBl. II Nr. 283/2004

Anlage II

LEHRPLAN FÜR DEN KATHOLISCHEN RELIGIONSUNTERRICHT AN ZWEIJÄHRIGEN BERUFSBILDENDEN MITTLEREN SCHULEN

DAS GRUNDKONZEPT DES LEHRPLANES

Siehe Anlage I.

BILDUNGSZIELE UND LEHRAUFGABEN

Siehe Anlage I.

UNTERRICHTSPRINZIPIEN UND ERZIEHUNGSANLIEGEN SOWIE DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE

Siehe Anlage I.

MAXIMALLEHRPLAN – MINIMALLEHRPLAN

Siehe Anlage I.

LEHRINHALTE

1.Klasse

GRUNDELEMENTE MENSCHLICHER EXISTENZ

1.1 Der Mensch in seiner Einzigartigkeit (A 1)

Kernstoff:

1.

Der Mensch in seiner je persönlichen Geschichte (A 1)

2.

Prägung durch Erbanlagen und Umwelt (A 1)

3.

Rollenerwartungen und Identitätssuche (A 2)

Erweiterungsstoff:

11.

Tier und Mensch (A 4)

12.

Bedeutung des Unbewußten (A 1)

1.2 Das Grundbedürfnis nach Anerkennung als Person (A 2, B 1)

Kernstoff:

1.

Selbstfindung im Konflikt zwischen Wunsch und Wirklichkeit (A 1)

2.

Gefährdetes Selbstwertgefühl; Behinderung, Selbstmord (A 4)

3.

Von Gott angenommen und berufen – Taufe und Firmung (B 1, D 2)

Erweiterungsstoff:

11.

Berufungsgeschichten aus dem Alten Testament – Ruf und Zumutung Gottes (C 1)

12.

Vorbilder und Idole (A 1)

13.

Erfahrung von Annahme und Ablehnung in der Klasse (A 2)

1.3 Leben mit anderen (E 2)

Kernstoff:

1.

Geglückte und mißglückte Beziehungen in Familie, Schule und Gruppe (A 2)

2.

Umkehr und Versöhnung als Bedingungen des Zusammenlebens (E 2)

3.

Jesus befreit zur Gemeinschaft (C 2)

4.

Versöhnung feiern im Alltag und im Bußsakrament (B 4, D 2)

Erweiterungsstoff:

11.

Entstehung und Bewältigung von Feindbildern und Vorurteilen (A 1, E 2)

12.

Gespräch – Weg zur Verständigung (E 2)

13.

Tugenden des Miteinanderlebens: Achtung, Verständnis, Toleranz (E 2)

FREIHEIT UND GRENZEN DES MENSCHEN

1.4 Grenzerfahrungen (A 4)

Kernstoff:

1.

Grenzen im persönlichen Bereich (A 1)

2.

Normen – Spielregeln des Zusammenlebens (A 2)

3.

Menschliche Begrenztheit angesichts des Todes und der Vier Letzten Dinge (A 4, B 4)

Erweiterungsstoff:

11.

Das Sakrament der Krankensalbung (B 2, D 1)

12.

Fasten und Askese als grenzüberschreitende Erfahrung (D 4, E 2)

13.

Sündenfall – der Mensch in der unseligen Revolte gegen seine Begrenztheit (C 2)

1.5 Freiheit und Gewissen (E 3)

Kernstoff:

1.

Gewissenbildung als Weg zur Persönlichkeitsentfaltung (E 3)

2.

Dekalog – Maßstab des Gewissens und Wegweiser in die Freiheit (C 3)

3.

Verantwortung, Verpflichtung zur Antwort auf den Spruch des Gewissens (E 3)

4.

Flucht aus der Verantwortung – Überantwortung an Jugendreligionen, Führergestalten, Drogen (A 2)

Erweiterungsstoff:

11.

Wege aus Manipulation und Konsumzwang (A 2)

12.

Schutz des Lebens und Umweltschutz (E 3)

13.

Kirchengebote (D 2)

WOHER – WOHIN – WOZU

1.6 Die Frage nach dem Sinn (A 4, B 4)

Kernstoff:

1.

Der Mensch auf der Suche nach dem Sinn (A 4)

2.

Zusammenhang von Lebenssinn und Lebensstil (A 3)

3.

Antworten auf die Sinnfrage heute (A 4)

4.

Das Sinnangebot der Bibel (C 4)

Erweiterungsstoff:

11.

Jenseitshoffnung – Jenseitsvertröstung (A 4, B 4)

12.

Aberglaube und Götzendienst (A 3)

13.

Naturwissenschaft und Sinnfrage (A 3)

1.7 Existenzielle Menschheitsfragen und ihre Deutung in den Weltreligionen (A 4)

Kernstoff:

1.

Der Mensch als religiöses Wesen (A 1)

2.

Leid und Erlösung in den Religionen (A 4, B 4)

3.

Gottes-, Welt- und Menschenbild in ihrer Wechselbeziehung (A 3, C 3)

Erweiterungsstoff:

11.

Ausdrucksformen des Glaubens in den Weltreligionen (D, E 3)

12.

Religiöser Fanatismus (A 2)

OFFENBARUNG UND GLAUBE

1.8 Offenbarung – Selbstmitteilung des dreieinen Gottes (B 3, C 3)

Kernstoff:

1.

Geschenkcharakter der Selbstmitteilung von Mensch zu Mensch (A 2)

2.

Die Geschichte als Ort der fortschreitenden Offenbarung Jahwes (C 2)

3.

Die end-gültige Selbstmitteilung Gottes in Jesus Christus (B 3, C 3)

4.

Der Heilige Geist als Garant lebendiger Weitergabe der Offenbarung in der Kirche (B 3)

Erweiterungsstoff:

11.

Verkürzung der Offenbarung in den Sekten (A 2)

12.

Reformbewegungen in der Kirche (E 2)

1.9 Glaube als Antwort des Menschen auf den An-Spruch Gottes (B 2)

Kernstoff:

1.

Glaube im alltäglichen Leben (A 2)

2.

Christlicher Glaube – Geschenk und Wagnis (B 2)

3.

Gebet – Begegnung mit Gott (B 2, E 2)

Erweiterungsstoff:

11.

Biblische Glaubensgestalten (C 2)

12.

Unglaube und Irrglaube (A 1)

13.

Diözesangeschichte als Glaubensgeschichte (D 2)

1.10 Gemeinschaft als Ort des Glaubens (D 2, E 2)

Kernstoff:

1.

Bewährung und Stärkung des Glaubens in Familie, Beruf und Gemeinde (E 2)

2.

Glauben leben in der Gemeinde: Verkündigung, Feier, Diakonie (D 3, E 2)

3.

Ausdruck gemeinsamen Glaubens: Glaubensbekenntnis und Kurzformeln des Glaubens (B 2, E 2)

Erweiterungsstoff:

11.

Bezeugter Glaube – verfolgte Christen, Märtyrer

12.

Christen im Dienst am Nächsten (E 2)

2.

Klasse

ZUKUNFT – BEDROHUNG ODER CHANCE

2.1 Ursachen für die Verunsicherung Jugendlicher (A 1)

Kernstoff:

1.

Gesellschaftliche Wertvorstellungen im Wandel (A 2)

2.

Fragwürdigkeit der Verabsolutierung materieller Werte (A 4)

3.

Problematik des technischen Fortschritts (A 3)

4.

Ängste und Resignation angesichts der bedrohten Menschheit (A 1)

Erweiterungsstoff:

11.

Massenmedien als Träger von Wertvorstellungen (A 1)

12.

Leben mit Masken (A 1)

2.2 Bleibende Werte als Orientierungshilfe (E 2)

Kernstoff:

1.

Die Botschaft des Neuen Testaments als Grundlage der christlichen Wertordnung (C 2, E 3)

2.

Wert des Lebens (E 3)

3.

Würde des Menschen (A 4)

4.

Die Göttlichen Tugenden und die Kardinaltugenden in ihrer Bedeutung für die heutige Zeit (E 2)

Erweiterungsstoff:

11.

Das Ringen um Verwirklichung der Menschenrechte (E 2)

12.

Strafvollzug und Resozialisierung (E 2)

13.

Abtreibung, Euthanasie (E 3)

LEBEN IN BEZIEHUNGEN

2.3 Partnerschaft – Geschenk, Auftrag und Herausforderung (B 3)

Kernstoff:

1.

Grundbedingungen für die Entwicklung partnerschaftlichen Verhaltens (A 2)

2.

Freundschaft – Erfahrungsfeld partnerschaftlicher Beziehung (A 2)

3.

Der Mensch als Partner Gottes (B 3)

Erweiterungsstoff:

11.

Gewerkschaften, Genossenschaften, Sozialpartnerschaft (A 2)

12.

Partnerschaftliche Verantwortung in der Sexualität (A 2)

13.

Beispiele für das Versagen der Christen als Partner Gottes (E 3)

2.4 Mensch sein in Beruf und Freizeit (E 3)

Kernstoff:

1.

Arbeit als Notwendigkeit und Chance (A 3)

2.

Beruf – Berufung zur Mitarbeit in der Schöpfung (B 3)

3.

Menschengerechte Gestaltung der Berufswelt (E 2)

4.

Freizeit – Zeit für sich selbst, für die anderen, für Gott (E 3)

Erweiterungsstoff:

11.

Die Arbeit für das Wohl der Familie in ihrer gesellschaftlichen Bedeutung (E 2)

12.

Arbeitslosigkeit (A 3)

13.

Wege zur Durchsetzung berechtigter Forderungen am Arbeitsplatz (E 2)

2.5 Ehe und Familie (E 2)

Kernstoff:

1.

Formen menschlicher Partnerschafts- und Liebesbeziehungen (A 2)

2.

Sinn, Wesen und Wert der Ehe (D 4)

3.

Ehe als Sakrament (B 4)

4.

Familie – Verantwortung aus Liebe (E 3)

Erweiterungsstoff:

11.

Verantwortete Elternschaft (E 2)

12.

Kirchliches Eherecht (D 2)

13.

Scheidung, Teilfamilie (A 2, E 2)

2.6 Der Mensch in Staat, Welt und Kirche (D 2)

Kernstoff:

1.

Engagement für das Gemeinwohl – Aufgabe des Christen und Staatsbürgers (D 2)

2.

Gemeinsames Priestertum als Berufung zu verschiedenen Diensten in der Welt (B 3)

3.

Soziale Gerechtigkeit – menschengerechte Entwicklung für alle (E 2)

Erweiterungsstoff:

11.

Prinzipien der Katholischen Soziallehre (D 2)

12.

Kirche und Politik (D 2)

13.

Modelle gelebter Verantwortung: Basisgemeinden und Bürgerinitiativen (E 2)

JESUS – DER CHRISTUS FÜR UNS

2.7 Jesus von Nazaret (B 4, C 2)

Kernstoff:

1.

Der historische Jesus und seine Umwelt (C 2)

2.

Die Auferstehung Jesu – der Wendepunkt zum Verständnis seiner Sendung (C 4)

3.

Entstehung und Aussageabsicht der Evangelien (C 2)

4.

Jesus, der Christus – Sohn Gottes und Bruder der Menschen (B 4, C 2)

Erweiterungsstoff:

11.

Berufung der Zwölf und des Paulus – Jesu Ruf zur Nachfolge (C 1)

12.

Historische Stätten im Heiligen Land (C 2, D 2)

13.

Juden und Christen (B 4, E 2)

2.8 Gottesherrschaft – Utopie oder Wirklichkeit (B 4)

Kernstoff:

1.

Der Traum von einer besseren Welt (A 3)

2.

Gleichnisse und Wunder Jesu als Zeichen der anbrechenden Gottesherrschaft (C 3)

3.

Die eschatologische Dimension – die Schöpfung in der Spannung zwischen „schon“ und „noch nicht“ (A 4, B 3)

4.

Bergpredigt – Weisung auf dem Weg (C 4, E 2)

5.

Eucharistie – das Sakrament der Gottesherrschaft (B 4, D 2)

Erweiterungsstoff:

11.

Feste und Feiern als Ausdruck christlicher Heiterkeit und Zuversicht (D 3)

12.

Evangelische Räte (D 4, E 2)

ZUKUNFT MITGESTALTEN

2.9 Auf dem Weg zur einen Kirche (B 3)

Kernstoff:

1.

Der Weg der Kirche durch die Zeit (D 2)

2.

Eine Kirche – viele Kirchen: Ökumene (E 2)

3.

Der Heilige Geist – Lebensprinzip der Kirche (B 3, C 3)

4.

Das Bischofs- und Priesteramt in den christlichen Kirchen (D 2)

Erweiterungsstoff:

11.

Heilige und Heiligenverehrung (D 3)

12.

Religionsfreiheit und Gewissensfreiheit (A 4, E 2)

13.

Weltkirche und Mission (D 2)

2.10 Auf dem Weg zur einen Menschheit (E 3)

Kernstoff:

1.

Sehnsucht nach Frieden und das Verständnis des biblischen Schalom (A 4, C 4)

2.

Entstehung und Auswirkung von Aggressionen (A 2)

3.

Wege gewaltfreier Konfliktbewältigung (E 2)

4.

Die Notwendigkeit der Solidarität aller Menschen angesichts der Gefährdungen der ganzen Menschheit (Hunger, Umwelt) (E 3)

Erweiterungsstoff:

11.

Friedensbewegung heute: Chancen und Irrwege (E 2)

12.

Erziehungsaufgabe Frieden (E 3)

zum Außerkrafttreten vgl. BGBl. II Nr. 283/2004

Anlage III

LEHRPLAN FÜR DEN KATHOLISCHEN RELIGIONSUNTERRICHT AN DREIJÄHRIGEN BERUFSBILDENDEN MITTLEREN SCHULEN

DAS GRUNDKONZEPT DES LEHRPLANES

Siehe Anlage I.

BILDUNGSZIELE UND LEHRAUFGABEN

Siehe Anlage I.

UNTERRICHTSPRINZIPIEN UND ERZIEHUNGSANLIEGEN SOWIE DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE

Siehe Anlage I.

MAXIMALLEHRPLAN – MINIMALLEHRPLAN

Siehe Anlage I.

LEHRINHALTE

1.

Klasse

DER EINZELNE UND DIE GEMEINSCHAFT

1.1 Grundbefindlichkeiten und Grundbedürfnisse des Menschen (A 1)

Kernstoff:

1.

Unterschiedliche Ansichten über Grundbefindlichkeiten und Grundwerte des Menschen (A 4)

2.

Grundlegende Bedürfnisse des Menschen in materieller, geistiger und sozialer Hinsicht (A 2)

3.

Der Mensch als religiöses Wesen – Religionsunterricht als Hilfe zur Selbstfindung und Lebensgestaltung (A 1, B 2)

Erweiterungsstoff:

11.

Realisierung von Vertrauen und Solidarität in den verschiedenen Lebensaltern (A 2)

12.

Die Klasse als Gemeinschaft (A 2)

1.2 Leben in Gemeinschaft (E 2)

Kernstoff:

1.

Bedeutung von Rollen, Rollenerwartungen, Rollenfixierungen (A 2)

2.

Vorurteile als Einengung menschlicher Entwicklungsmöglichkeiten (E 1)

3.

Jesus führt Menschen aus Fixierungen heraus (C 2)

4.

Aufgaben in Familie, Schule, Gruppe (E 2)

Erweiterungsstoff:

11.

Kirchliche Jugendgemeinschaften (D 2)

12.

Internatsleben (E 2)

13.

Landjugendgruppen (E 2)

14.

Sucht als Irrweg bei der Identitätssuche (A 4)

15.

Folgen von Diskriminierungen (E 2)

1.3 Der junge Mensch zwischen alten und neuen Bindungen (A 2)

Kernstoff:

1.

Ablösung vom Elternhaus als notwendige Phase des Erwachsenwerdens (A 1)

2.

Konflikte in der Familie: Dialog statt Diktat in der Konfliktlösung (A 2)

3.

Flucht als gescheiterte Auseinandersetzung zwischen dem Individuum und der gegebenen Realität (A 1)

4.

Ethische Voraussetzungen für sexuelle Beziehungen (A 2)

5.

Freundschaft als Beispiel gelebter Zärtlichkeit (E 2)

Erweiterungsstoff:

11.

Formen der Zärtlichkeit (E 2)

12.

Auseinandersetzung mit (legalen und nicht legalen) Drogen (A 4)

13.

Selbstannahme als Voraussetzung für jede Form von zwischenmenschlichen Beziehungen (A 2)

14.

Rücksicht – die Kunst der Einfühlung in den anderen (E 2)

15.

Die Lukas-Perikope vom zwölfjährigen Jesus als Beispiel einer beginnenden Ablösung vom Elternhaus (C 2)

16.

Ursachen für verfrühte sexuelle Beziehungen (A 2)

WOHER – WOHIN – WOZU

1.4 Fragen des Menschen – mögliche Antworten (A 4, E 4)

Kernstoff:

1.

Zeiten des Umbruchs im persönlichen Leben (A 1, B 2)

2.

Grenzerfahrungen und ihre Relevanz für die Sinnfrage (A 3)

3.

Zusammenhang von Lebenssinn und Lebensstil (A 4)

4.

Leben mit dem Tod – Tod als Teil des Lebens (A 4, E 4)

Erweiterungsstoff:

11.

Jenseitsvorstellungen in den Religionen (A 3, B 3)

12.

Biblisches Verständnis von Tod und Leben (C 4)

13.

Kirchliche Begräbnisliturgie (D 4)

14.

Gericht – Himmel – Hölle – Fegefeuer (B 4, D 4)

15.

Suizid (A 4, B 4)

16.

Rückblick des Jugendlichen auf sein kindliches Glaubens- und Sakramentenverständnis (A 1)

17.

Begrenzung des Menschen durch Anlage und Begabung – Begrenzung des Handelns durch Normen (A 3)

1.5 Berufung zum Leben aus dem Glauben (A 1, E 1)

Kernstoff:

1.

Glauben als Grundbefindlichkeit menschlichen Lebens (A 1)

2.

Persönliche Glaubensgeschichte: Glaubensschwierigkeiten, Glaubenszweifel, Unglaube (A 1, E 1)

3.

Glaube im Verständnis der Bibel (C 2)

4.

Gemeinschaft der Heiligen, Sakrament der Taufe (B 4, E 2)

Erweiterungsstoff:

11.

Vielfältige Berufungen – unterschiedliche Antworten (A 1, C 2)

12.

Maria – Urbild des Glaubens (D 2, B 2)

13.

Lebenszeugnisse gläubiger Menschen (D 2)

14.

Mißverständnisse als Ursache von Glaubenszweifel und Unglaube (A 1)

15.

Das Verhältnis zu den Verstorbenen (A 2)

16.

Heiligung durch die Taufe – Heiligkeit im alltäglichen Leben – Heiligsprechung (B 2)

17.

Atheismus (A 4)

NACH GOTT FRAGEN

1.6 Wagnis und Vernünftigkeit des Gottesglaubens (A 1, D 1)

Kernstoff:

1.

Gottesvorstellungen und Gotteserfahrungen junger Menschen (A 1)

2.

Wechselbeziehung von Gottes-, Welt- und Menschbild in den verschiedenen Lebensaltern (A 4)

3.

Vielfalt der Möglichkeiten, Gott zu erfahren und diese Erfahrungen auszudrücken (A 1)

4.

Verhältnis von Glaube und Wissen (D 1)

Erweiterungsstoff:

11.

Gotteserfahrung in der Natur (A 3)

12.

Gotteserfahrung in der Begegnung mit Menschen (A 2)

13.

Gotteserfahrung in der Kirche (A 2, D 2)

14.

Argumente für die Leugnung der Existenz Gottes in Konfrontation mit den Argumenten des Gottesglaubens (D 1)

15.

Die Pascal'sche Wette (A 4)

16.

Wachstum des Glaubens durch Glaubenserfahrung und durch Erweiterung des Glaubenswissens (Glaubensinhalte) (A 2, B 2)

1.7 Gottesbilder und Gottesnamen in den Religionen (A 4)

Kernstoff:

1.

Fehldeutungen von Gottesbildern in Erziehung und Alltag (A 1)

2.

Möglichkeiten und Grenzen des Sprechens von Gott (A 1)

3.

Das Gottesbild Israels als Grundlage der Verkündigung Jesu (C 3)

4.

Gottesvorstellungen in nichtchristlichen Religionen (A 4)

Erweiterungsstoff:

11.

Gebetsformen in den verschiedenen Religionen (A 1, D 1)

12.

Gottesbilder aus der frühen Menschheitsgeschichte (D 1)

13.

Die Bedeutung der Archäologie für die Kenntnis der Gottesbilder schriftloser Kulturen (D 1)

14.

Entstellende Gottesbilder: Rächer, Patriarch, Despot (D 1)

15.

Monotheismus und Monismus (A 3)

16.

Die Entwicklung der Gottesvorstellung im Alten Testament (C 1)

17.

Analogie und Anthropomorphismus als Hilfsmittel beim Sprechen von Gott (A 2)

1.8 Gotteserfahrungen in der Bibel (C 1)

Kernstoff:

1.

Gott, der befreit und mitgeht – geschichtliche Bücher des Alten Testaments (C 1)

2.

Der nahe und der ferne Gott – einzelne Psalmen und Lehrbücher des Alten Testaments (C 1)

3.

Der Gott des Alten Bundes – Partner des Menschen (C 2)

4.

Jesu Einssein mit dem Vater und dem Heiligen Geist (C 1, B 3)

5.

Erfahrung der Menschen mit Jesus: Gnade der Leistung (C 2)

Erweiterungsstoff:

11.

Vaterbild und Gottesbild (A 1, B 1)

12.

Erfahrbarkeit Gottes in den Gleichnissen und Wundern Jesu (C 3)

13.

Die Rolle der Psalmen in der christlichen Liturgie (D 2)

14.

Ursachen und Auswirkungen des Leistungsdrucks (A 2)

15.

Inhalt und Ziel des Alten Bundes (C 4)

16.

Das Kreuzzeichen – Verehrung des dreieinen Gottes (B 2, E 2)

17.

Ein Gott für die Menschen: die ersten drei Weisungen des Dekalogs (C 1)

SCHÖPFUNGSGLAUBE – LEBENSAUFTRAG

1.9 Evolutionstheorien und christlicher Schöpfungsglaube (B 3)

Kernstoff:

1.

Die gegenwärtigen Evolutionstheorien (A 3)

2.

Ursprungssituation und Aussageabsicht der biblischen Schöpfungstexte (C 3)

3.

Das Verhältnis von Naturwissenschaft und Religion am Beispiel der Deutungsgeschichte der biblischen Schöpfungserzählungen (D 3)

4.

Evolution als andauernde Schöpfungsgeschichte (B 3)

Erweiterungsstoff:

11.

Das Verständnis der Schöpfungserzählungen in den Lehren von Sekten (A 3)

12.

Weltentstehungsmythen im Vergleich mit der Bibel (A 3)

13.

Statische und dynamische Weltbilder und ihre Konsequenzen für die Deutung der gesellschaftlichen Gegebenheiten (A 4)

14.

Der Hymnus als literarische Gattung (A 1)

15.

„Naturwissenschaftliche Irrtümer“ im Alten Testament (C 1)

16.

Methoden und Grenzen der Naturwissenschaft (A 1)

17.

Aussagen heutiger Naturwissenschaftler zum Thema Schöpfung (A 1)

1.10 Der Schöpfungsauftrag (E 3)

Kernstoff:

1.

Der Mensch als verantwortlicher Pfleger und Gestalter der Erde (A 3, E 3)

2.

Die Entfaltung des Menschen in Arbeit und Freizeit (A 3, E 3)

3.

Freude am Leben und an der Schöpfung als christliche Grundhaltung (E 3)

4.

Verantwortung für die Zukunft – ethische Grenzen der Machbarkeit (E 3)

Erweiterungsstoff:

11.

Wahrnehmung des Schöpfungsauftrags in Wirtschaft und Technik (E 3)

12.

Umweltschutz und Umweltpolitik als ethisches Anliegen (E 3)

13.

Freude an der Schöpfung als Thema der christlichen Frömmigkeit und Kunst (D 3)

14.

Sport als Ausdruck der Lebensfreude (E 2)

15.

Sinnvolle Freizeitgestaltung (E 2)

16.

Umweltschädigung durch Gruppenegoismus (A 3)

17.

Naturschutz – Tierschutz – „Menschenschutz“ (E 3)

VOLLZÜGE DES GLAUBENS

1.11 Erscheinungsformen des Religiösen (A 4)

Kernstoff:

1.

Wesen von Religiosität und Religion (A 4)

2.

Feste, Feiern, Riten und Symbole als Ausdruck religiöser Grundüberzeugungen und Grundhaltungen (A 4)

3.

Strukturelemente des Religiösen: Funktionen, Ämter, Charismen, Sozialgebilde (A 2)

4.

Aberglaube und Magie als Fehlformen von Religion (A 3)

5.

Sekten: Anspruch und Wirklichkeit (A 2)

Erweiterungsstoff:

11.

Ersatzreligionen und Religionsersatz (A 4)

12.

Spannungen zwischen persönlicher Frömmigkeit und Volksfrömmigkeit (E 2)

13.

Gruppierungen innerhalb der Kirche (D 2)

14.

Symbole im Profanbereich (A 2)

15.

Personenkult (A 2)

16.

Die Rolle des Priesters in den Religionen (A 4)

1.12 Ausdrucksformen des christlichen Glaubens (E 2)

Kernstoff:

1.

Gemeinsame Feiern des Glaubens – das Kirchenjahr (D 2, E 2)

2.

Glaubensbekenntnisse und Kurzformeln des Glaubens (D 2)

3.

Das soziale Engagement christlicher Gemeinden – Diakonie (E 2)

4.

Feier der Eucharistie – das „wöchentliche Osterfest“ (C 3, E 3)

Erweiterungsstoff:

11.

Formen von Gebet und Meditation (E 2)

12.

Ausdrucksweisen des Glaubens und der sakramentalen Praxis in verschiedenen Lebensphasen (A 1)

13.

Die Bedeutung des Symbolums in der Frühgeschichte der Kirche (D 2)

14.

Das Wirken der Caritas (E 2)

15.

Der Aufbau der Meßfeier (D 3)

16.

Liturgische Texte bei der Feier der Hochfeste des Kirchenjahres (D 2)

17.

Das Kirchenlied als Ausdruck des Glaubens (D 3)

2.

Klasse

SUCHEN – FINDEN – STANDPUNKTE BEZIEHEN

2.1 Sehnsucht nach Freiheit (A 4)

Kernstoff:

1.

Freiheit und Zwänge (A 1)

2.

Die Notwendigkeit von Freiräumen für das Selbstvertrauen (A 4)

3.

Protest – möglicher Ausdruck des Reifwerdens (A 3)

4.

Der Glaube als befreiende Kraft (B 1)

Erweiterungsstoff:

11.

Selbstfindung im Jasagen zur eigenen Körperlichkeit und Psyche (A 1)

12.

Selbstannahme als erster Schritt zur Freiheit (A 1)

13.

Falsch verstandene Formen von Freiheit (Süchte) (A 4)

14.

Krankhafte Zwänge (A 1)

15.

Zivilcourage (E 2)

16.

Vandalismus (A 1)

17.

Der freigesetzte Mensch – der in Gott geborgene Mensch (B 3)

2.2 Freiheit in Verantwortung (A 1, E 2)

Kernstoff:

1.

Gewissensbildung als Voraussetzung für verantwortetes Handeln (A 1, E 2)

2.

Die Botschaft des Neuen Testaments als Grundlage der christlichen Wertordnung (C 4)

3.

Grenzen der persönlichen Freiheit aufgrund der Sozialnatur des Menschen (A 2)

4.

Die Firmung als Sakrament der Entscheidung (E 1)

Erweiterungsstoff:

11.

Verschiedene Definitionen für „Gewissen“ und das christliche Verständnis dieses Menschheitsphänomens (A 1, B 1)

12.

Objektive Normen und subjektives Gewissen (A 2)

13.

Gewissensbildung als lebenslange Aufgabe (E 1)

14.

Die Aufgaben des gefirmten Christen in Gemeinde und Gruppe (E 2)

15.

Die Verantwortung für den Nächsten in der Schule (E 2)

16.

Gewissenskonflikte (A 1)

17.

Werte des Humanen – Christliche Werte (A 4)

2.3 Schuld – Sünde – Vergebung (A 3, B 4)

Kernstoff:

1.

Individuelle und soziale Dimension der Schuld (A 3)

2.

Ursünde – Erbschuld (A 2, B 4)

3.

Wege der Umkehr und Versöhnung in der Bibel (C 4)

4.

Feier der Versöhnung im Alltag und im Bußsakrament (E 2, D 4)

Erweiterungsstoff:

11.

Geschichte des Bußsakraments (D 2)

12.

Formen der Schuldbewältigung (A 2)

13.

Der Böse – das Böse; Teufel, Exorzismus (B 4, D 3)

14.

Läßliche und schwere Sünde; „Todsünde“ (D 2)

15.

Sündenbockmechanismen und ihre Folgen (A 3)

16.

„Beichte“ im alltäglichen Leben (A 2)

17.

Das Schuldproblem in der Literatur (A 2)

GOTT OFFENBART SICH DEM SUCHENDEN – DIE BIBEL ALS URKUNDE DES GLAUBENS

2.4 Gott offenbart sich dem Volk Israel (C 4)

Kernstoff:

1.

Erfahrung von Heil und Unheil in ihrer existenziellen Bedeutung (A 2)

2.

Offenbarung als Heilsangebot: der Weg Israels und die Treue Gottes (C 4)

3.

Jahwe schenkt Freiheit: Dekalog und Bundesschluß (C 4)

4.

Die Propheten als Deuter der Wirklichkeit von Gott her (C 4)

Erweiterungsstoff:

11.

Die Geschichte des jüdischen Volkes (C 12)

12.

Wurzeln und Auswirkungen des Antisemitismus (A 2, E 2)

13.

Diasporasituationen im Umfeld des Schülers (A 2)

14.

Heimatlosigkeit, Fremdarbeiter, Pendlerproblem (A 2)

15.

Die falschen Propheten unserer Zeit (A 2)

16.

Möglichkeit und Notwendigkeit der Offenbarung (B 4)

17.

Privatoffenbarungen (D 2)

2.5 Die Bibel – Gottes Wort im Menschenwort (C 1, E 4)

Kernstoff:

1.

Literarische und historische Voraussetzungen zum Verstehen biblischer Texte (C 1)

2.

Die Schriften des Neuen Testaments: Frohbotschaft und Bekenntnis (C 2)

3.

Die Bedeutung von Altem Testament und Neuem Testament im Leben der Gemeinde und des einzelnen (E 4)

4.

Inspiration – Kanon – kirchliches Lehramt (B 2)

Erweiterungsstoff:

11.

Bibelhandschriften und Bibelübersetzungen (C 2)

12.

Ausdrucksformen für Wahrheit und Wirklichkeit im alten Orient und in der modernen Gesellschaft (A 2)

13.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede im religiösen Leben von Juden und Christen (D 2)

14.

Die synoptische Frage (C 2)

15.

Die Reisen des heiligen Paulus (C 2)

16.

Sprache, Schrift und Schreibmaterial zur Zeit der Entstehung der biblischen Bücher (A 2)

17.

Methoden der Schriftlesung (A 2)

DIE FÜLLE DER OFFENBARUNG – JESUS CHRISTUS

2.6 Jesus von Nazaret (C 2)

Kernstoff:

1.

Politische und religiöse Strömungen im Judentum zur Zeit Jesu (C 2)

2.

Biblische und außerbiblische Zeugnisse über Jesus (A 2, C 2)

3.

Die Auferstehung Jesu als Wendepunkt zum Verständnis seiner Sendung (C 4, B 4)

4.

Jesus, der Messias, der Sohn Gottes, der Kyrios (B 3)

Erweiterungsstoff:

11.

Jesus in der Auseinandersetzung mit seiner Umwelt (C 2)

12.

Messiaserwartung heute: Advent (D 4)

13.

Jesus lehrt, beten: das Vaterunser (C 2)

14.

Das Gesetzesverständnis Jesu (C 2)

15.

Die dogmatische Entfaltung des Sohn-Gottes-Begriffs (B 3)

16.

Die Meinung jüdischer Theologen zur Person Jesu (D 2)

17.

Die Arbeit mit historischen Quellen (A 2)

2.7 Erfahrungen von Menschen mit Jesus Christus (B 3, C 3)

Kernstoff:

1.

Befreiende Erfahrungen in der Begegnung mit anderen Menschen (A 2)

2.

Befreiung und Erlösung in der Begegnung mit Jesus (C 3, B 3)

3.

Die Bergpredigt als Aufruf zum Leben im Reich Gottes (E 2)

4.

Die Wunder Jesu als Zeichen der anbrechenden Gottesherrschaft (C 4)

Erweiterungsstoff:

11.

Gelebte Christusnachfolge – Beispiele aus der Kirchengeschichte (D 2)

12.

Die Solidarität Jesu mit Minderheiten und Außenseitern (C 2)

13.

Biblisches und heutiges Wunderverständnis (A 2, C 2)

14.

Die Konzeption der Bergpredigt bei Matthäus (C 2)

15.

Leben im Reich Gottes in der Spannung zwischen dem „Schon“ und dem „Noch-Nicht“ (E 2)

16.

Die Einstellung der Gesellschaft zu Außenseitern (A 2)

17.

Vorstellungen vom Reich Gottes im Lauf der Geschichte (D 3)

2.8 Jesus, der Christus für uns (B 4, E 2)

Kernstoff:

1.

Freude und Gelassenheit als Ausdruck gelebten Christseins (E 2)

2.

Die Bewältigung von Angst und Leid in der Nachfolge Christi (E 4)

3.

Die Bereitschaft zur Hingabe als Wesensmerkmal christlicher Existenz (E 4)

4.

Christusbegegnung in den Sakramenten (B 4)

Erweiterungsstoff:

11.

Geglücktes Menschsein am Beispiel Jesu (E 2)

12.

Feste und Feiern im Alltag und in der Liturgie als Ausdruck der inneren Freude (D 2)

13.

Das Leid als Herausforderung zu tätiger Nächstenliebe (E 2)

14.

Das Sakrament der Krankensalbung als Hilfe in schwerer Krankheit (B 2)

15.

Glaube – Hoffnung – Liebe: die Grundhaltungen, aus denen der Christ lebt (E 3)

16.

Kardinaltugenden und sittliche Tugenden (B 2)

17.

Sinnerfüllung durch Hingabe an eine Aufgabe (E 4)

MENSCHENWÜRDIG LEBEN

2.9 Menschenwürde und Menschenrechte (A 4)

Kernstoff:

1.

Anthropologische und theologische Begründung für Würde, Rechte und Pflichten des Menschen (Schöpfung, Inkarnation) (A 2, C 2)

2.

Das Recht des Menschen auf Leben: die Problematik von Abtreibung und Euthanasie (A 4)

3.

Die Menschenrechte und ihre Bedeutung für eine menschenwürdige Gegenwart und Zukunft (A 3)

4.

Initiativen für mehr Gerechtigkeit – Menschenrechtsbewegungen (E 3)

Erweiterungsstoff:

11.

Kirchliche Entwicklungshilfeprojekte (E 3)

12.

Die Rassenfrage als Herausforderung für das Christentum (A 2)

13.

Die Frauenfrage in der Gesellschaft (A 2)

14.

Die gesetzliche Regelung des Schwangerschaftsabbruchs in Österreich und ihre Bewertung durch die christliche Ethik (A 4)

15.

Folter in ihren verschiedenen Ausprägungen (A 2)

16.

Biogenetische Manipulation des Menschen (A 2)

17.

Methoden und Ziele der Arbeit von Amnesty International und Christian Solidarity International (D 2)

2.10 Biblische Botschaft und Menschenrechte (C 2)

Kernstoff:

1.

Rechte, Würde und Pflichten des Menschen und ihre Verankerung in der biblischen Botschaft (C 3)

2.

Die Zuwendung Gottes zum Menschen als Begründung der Hinwendung des Menschen zum Nächsten (C 4, E 2)

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